„Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.“

Ich liebe diesen Spruch.

Da steckt einfach so viel Wahrheit dahinter.

Und das trifft nicht nur auf das echte Leben zu. Sondern auch für die Blogging-Welt.

Früher habe ich mit meinem Blog nicht so viel Wert aufs Design gelegt. Und das, obwohl ich über acht Jahre Erfahrung als Designer habe. Ich dachte halt immer:

Content ist King.

Das ist zwar irgendwo auch richtig. Aber dein Content entscheidet nicht sofort. Den ersten Eindruck macht nämlich dein Design.

Heute bin ich schlauer. Heute weiß ich, dass Design überzeugt und verkauft.

Ich denke, das haben wir Steve Jobs und Apple zu verdanken. Apple hat den Design-Gedanken in die Massen gebracht und den Design-Anspruch einfach erhöht.

Heute brauchst du unbedingt ein gutes Design.

Ich sehe zwar mittlerweile immer mehr Blogs, mit einem guten Design, aber auf der anderen Seite stolpere ich auch immer noch über viele Blogs, mit einem schlechten Design. Und bei einem schlechten Design geht eine Menge Glaubwürdigkeit verloren. Das ist das Problem.

Und da Design eine Menge über dich aussagt, solltest du folgenden Selbsttest machen.

Was sagt der Selbstcheck?

Browse mal auf deinen Blog, blende gedanklich deinen kompletten Inhalt aus und konzentriere dich nur auf das Design.

Was kommuniziert dein Blog. Was sagt er aus? Versuche bitte so objektiv wie möglich an die Sache heranzugehen:

  • Ist dein Design professionell oder eher amateurhaft?
  • Ist dem Leser klar, wohin er zuerst schauen soll?
  • Ist dein Text leicht zu scannen und leicht zu lesen?
  • Ist dein Design vertrauenserweckend?

Ich weiß, dass du mit der Zeit einfach blind wirst. Und ich weiß auch, dass du dich emotional mit deinem Blog und dementsprechend auch mit deinem Design verbindest. Es ist dein Baby.

Aber gutes Design ist so wichtig. Denn wenn du kostenlosen und kostenpflichtigen Content anbietest, dann kann dein Kunde nicht die Qualität erfühlen. Das Design drum herum sagt da eine Menge über die Qualität deines Inhalts aus.

Egal wie gut dein Content ist. Er braucht eine hübsche Verpackung.

Ein professionelles Design sagt deinem Leser sofort, dass er richtig ist. Es baut Vertrauen auf und strahlt Seriosität aus. Ein hässliches, amateurhaftes Design dagegen sagt aus, dass dein Content, deine Produkte und deine Dienstleistung genau so sind wie dein Design.

Amateurhaft.

Ist das fair? Nein, nicht wirklich. Aber so ist die moderne Welt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Lesbarkeit deiner Texte.

Sind deine Texte gut lesbar?

Es gibt eine Menge, was viele Blogger falsch machen. Hier folgen sechs große Fehler:

  • Du hast eine weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund – Das ist einfach schwer zu lesen (sagte sogar David Ogilvy bereits in den 20iger Jahren). Auch Texturen im Hintergrund sind suboptimal. Benutze immer eine schwarze Schrift auf weißem Hintergrund.
  • Deine Schriftart ist zu klein – Kleine Schriftarten lesen sich sehr schwer. 12 Pixel sind einfach zu klein. 16 oder sogar 18 Pixel sind die neuen 12 Pixel.
  • Deine Schriftart ist zu unleserlich – Egal wie hip und schick du deine Schriftart findest. Wenn ich sie nicht lesen kann, dann hast du ein Problem. Wähle also immer eine Schriftart, die gut leserlich ist.
  • Du benutzt zu viele Schriftarten – Das ist auch ein Punkt, den ich noch kurz erwähnen muss. Benutze maximal zwei Schriftarten für deine Texte. Eine für die Überschriften und die andere für den eigentlichen Text. Das reicht.
  • Du benutzt keine Paragrafen – Ein dicker Block aus Text tut alles, nur nicht zum Lesen einladen. Deshalb solltest du deine Texte mit vielen kurzen Paragrafen ausstatten und reichlich Zwischenüberschriften verwenden.
  • Deine Breite ist zu lang oder zu schmal – Wenn die Breite zu lang ist, dann ist es schwer, deinen Text zu lesen. Aber auch wenn die Breite zu schmal ist, ist das der Fall. Optimal ist hier eine Breite von 500-600 Pixel. Aber im Zweifel immer lieber etwas enger als breiter.

Passend dazu habe ich folgenden Beitrag geschrieben: 7 unglaublich einfache Wege, damit deine Blogartikel häufiger gelesen werden.

Wohin soll dein Leser zuerst hinschauen?

Seth Godin sagt in „The Big Red Fez„, dass ein Element herausstechen muss. Dein Besucher braucht eine Aufgabe, die er als Nächstes tun sollte. Er sagt das so …

Dein Besucher ist wie ein Affe [hach … wie passend]. Und dieser Affe sucht nach einer Banane. Wenn er diese Banane nicht findet, dann ist er schnell wieder weg.

Das Ganze wird auch noch dadurch unterstützt, dass heutzutage gar nicht mehr so viele auf deiner Startseite landen. Heute werden zum Beispiel deine Artikel in sozialen Netzwerken geteilt und daher landet ein neuer Besucher eher auf einem deiner Artikel.

Deshalb ist es wichtig, dass du jede Seite so behandelst, dass sie nur ein Ziel hat. Ein einziges Ziel!

Und für dein Blog-Business heißt das Ziel E-Mail-Marketing. Es ist deine E-Mail-Liste. Dein Tribe.

Platziere deshalb viele gut sichtbare, auffällige E-Mail-Formulare (auch Opt-in-Boxen genannt). Benutze hier eine verlockende Überschrift, kommuniziere den Nutzen und liefere am Ende ein Call-to-Action.

Und diese Boxen solltest du auf fast jeder Seite deines Blogs haben.

Und weil diese Seiten immer nur ein Ziel haben, solltest du so wenig Ablenkung wie möglich bieten. Entferne alle möglichen Banner, Boxen und Spielerein.

Einfachheit siegt. Einfachheit verkauft. Das zeigt auch diese Studie.

Ist dein Design professionell?

Wie gesagt, es ist schwer, sich objektiv über sein Design zu äußern. Aber es kann sein, dass du der Wahrheit ins Auge blicken solltest. Wenn du dein Design selbst erstellt hast, dann sieht es wahrscheinlich auch so aus.

Denn wenn du keine Ahnung vom Coden hast, dann solltest du es lieber lassen. Das ist gefährlich und kann schnell nach hinten losgehen.

Anstelle jetzt selbst Hand anzulegen, solltest du lieber auf das Wissen und Erfahrung anderer aufbauen.

Wie?

Mit kostenpflichtigen WordPress Themes.

Diese gibt es heute wirklich für einen Appel und ein Ei. Schaue dich mal auf ThemeForest (Affiliate Link) oder StudioPress um. Diese Themes reichen für den Anfang.

Für unter 100€ bekommst du ein nettes Design … und könntest sogar noch einen Coder bezahlen, der dir dein 30€-Theme noch ein bisschen nach deinen Wünschen anpasst.

Und später kannst du immer noch ein bisschen mehr Geld in die Hand nehmen und dir ein eigenes Design erstellen lassen.

Fazit

Auch wenn „Content ist King“ stimmt, ist „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance“ einfach stärker. Denn bevor dein Besucher sich überhaupt mit deinem Content auseinandersetzt, kommuniziert, überzeugt und verkauft schon dein Design.

Und wenn du hier keinen guten Job machst, dann hast du leider schon verloren. Sorry, aber das ist so.

Mache jetzt also den Selbstcheck. Schaue auch nach, ob deine Texte gut lesbar sind. Kontrolliere anschließend, ob jede Seite deines Blogs nur ein Ziel hat.

Und falls du noch kein professionelles WordPress Theme hast, dann lege dir jetzt eins zu. Achte dabei, dass es nicht zu überladen und nicht zu verspielt ist.

Nächstes Mal sprechen wir über drei große und wichtige Lektionen, die dir zeigen, wie du einen eigenen Verkaufstext schreibst.

Bis dahin,
Vladislav

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