Warum ein Content Hub im Zentrum jeder Inbound-Marketing-Strategie stehen sollte

Lass mich dir eine Geschichte erzählen.

Das mache ich hier in diesem Inbound-Marketing-Kurs ziemlich gerne! ;)

Bei meinem ersten Unternehmen, einer kleinen Webdesign-Agentur, hatte ich keinen Steuerberater und habe noch alles selbst gemacht.

Da ich ein absoluter Chaot war (und es immer noch ein bisschen bin), ging das nicht gut aus. Deshalb wollte ich diesen Fehler beim nächsten Mal vermeiden.

Also habe ich ordentlich Recherche betrieben und hier in meiner Umgebung einen guten Steuerberater gesucht, der zu mir passt.

Währenddessen sind mir sehr viele broschürenartige Webseiten über den Weg gelaufen. Einige von denen hatten nicht mal ein Kontaktformular, geschweige denn eine öffentliche E-Mail-Adresse.

Willkommen im 21. Jahrhundert, dachte ich nur! ;)

Doch dann stolperte ich über eine etwas andere Steuerberatung: KNUST. Alleine die Domain – knustundgut.de – überzeugte mich. Und auch der erste Eindruck war anders: nicht steif und nicht pseudoseriös.

Vor allem war das keine langweilige Broschüren-Webseite, die nach 1990 aussah und sich auch so anfühlte. Die hier war modern.

Und sie hatte sogar einen Blog! Einen Corporate Blog, der eher als Social-Media-Kanal betrachtet wird (wo es eher News zum Unternehmen gibt), aber immerhin einen Blog!

Ich wusste, ich war Zuhause.

Wie sind langweilige Broschüren-Webseiten entstanden?

Broschüren-Webseiten gibt es, weil früher (und auch noch heute) fleißig Broschüren auf Messen verteilt und per Post gemailt wurden.

Als das Internet dann ca. 1996 in die Haushalte kam, wurden die gleichen Broschüren dem Webdesigner gegeben und gesagt: "Mache da mal eine schöne Webseite draus".

Ergebnis war eine langweilige broschürenartige Webseite, die ihre einseitigen Verkaufsnachrichten in die Welt hinausposaunt und erzählt, was für ein tolles Unternehmen man doch ist.

Wenn ein Besucher sich dann auf diese Webseite verirrt hat, hat er vielleicht ein wenig herumgeklickt und war dann gleich wieder weg. Es gab einfach nichts Verlockendes um zu bleiben.

Damals machte das vielleicht noch Sinn. Das Web war neu und noch überwiegend statisch. Das Ding ist nur, dass Tim Berners-Lee das Internet erfunden hat, um miteinander zusammen zu arbeiten!

Es hat zwar einige Jahre gedauert, aber heute ist das Web wirklich dynamisch und kollaborativ.

Heute ist es keine Einbahnstraße mehr. Es ist ein Dialog. Ein Dialog mit deinem Interessenten, Kunden und Fan.

Was haben Netzwerke und Content Hubs gemeinsam?

Ich habe irgendwann mal eine Ausbildung zum Informatikkaufmann in einer Bank gemacht. Dort hatte ich viel mit Hubs, Switches und Routern zu tun, die Netzwerke miteinander verbunden haben.

In einem Hub flossen alle Netzwerkkabel aus einem Raum zusammen. Alle Räume flossen dann in einer Etage zusammen. Eine Etage dann in einem Gebäude. Und die Gebäude wurden dann mit anderen Gebäuden verbunden.

So wird im Prinzip jeder einzelne Computer miteinander verbunden und so wird das Internet überhaupt erst ermöglicht.

Ich mag diese Metapher sehr, weil sie genau verdeutlicht, was ein Content Hub ist. Es ist eben ein Knotenpunkt, wo alle deine Marketingaktivitäten zusammenlaufen. Es ist deine zentrale Anlaufstelle, die du mithilfe von Social Media und der Suchmaschine befüllst.

Aber da fehlt noch was.

Warum solltest du hochwertigen Content erstellen?

Beim Inbound Marketing geht’s immer darum, dass du von deinen Kunden gefunden wirst.

Wenn du also Menschen anziehen möchtest, brauchst du etwas, um dies zu tun. Nur mit dem bloßen Willen kommst du nicht weit! :)

Deshalb ist Content die beste Lösung.

Hochwertige Inhalte, die ein Problem deiner Zielgruppe lösen sind das beste Marketingwerkzeug. Und das wird auch erstmal so bleiben.

Im Grunde kannst du deine Inhalte in einen Blog packen. Aber das muss nicht unbedingt sein. Du kannst auch Inbound Marketing betreiben, ohne einen Blog im Einsatz zu haben.

Wenn du dich z. B. auf E-Books oder White Paper fokussierst, dann entgehen dir zwar die Vorteile der Regelmäßigkeit, aber dennoch kann es funktionieren. (Das ist generell eine guter Weg, um mit Inbound anzufangen.)

Was ist ein Content Hub genau?

Ein Content Hub ist der Ort, wo dein Inhalt ruht. Es ist das Zuhause deines Contents.

Heute braucht deine Webseite einen Puls.

Generell geht der Trend dahin, dass Webseiten immer menschlicher werden. Genau hier musst du ansetzen und endlich anfangen, deiner Webseite ein Gesicht zu geben.

Da Content Marketing ein starker Trend ist, werden auch Content Hubs immer wichtiger. Die zukünftige Webseiten-Architektur sieht also wie folgt aus:

content-hub-architektur

Bei einer statischen Broschüren-Webseite hattest du vielleicht 10 statische Seiten, die nur von deinem Unternehmen erzählt haben. Beim Content Hub dagegen hast du 300 Inhalte, die deinem potenziellen Kunden helfen und vielleicht 5 statische Seiten, die etwas über dein Unternehmen erzählen und deine Angebote anpreisen.

Um jetzt damit anzufangen, solltest du hochwertigen Content erstellen, der viele verschiedene kleine Probleme deiner Zielgruppe löst. Social Media und die Suchmaschine benutzt du dann hauptsächlich als Distributionskanäle für deinen Inhalt. Als Außenposten quasi.

Wenn dein Unternehmen so wie viele andere ist, dann fokussierst du dich am meisten auf deine Webseite. Du fokussierst dich darauf, was dort passiert und steckst deine ganze Energie dort hinein.

Aber du solltest dich zu 75% darauf fokussieren, was außerhalb deiner Webseite passiert! Du musst draußen sein, nicht drinnen. Erst dieser Fokus sorgt dafür, dass du überhaupt gefunden wird.

Warum ist ein Redesign nicht das Allheilmittel?

Was viele Unternehmen auch gerne machen, wenn sie mehr Kunden mit ihrer Webseite gewinnen wollen: Sie holen sich ein neues Design! Denn ein neues Design bringt automatisch auch mehr Kunden, oder?

Nope, nicht wirklich. In Wirklichkeit sehen viele Unternehmenswebseiten in Ordnung aus. Aber das Design spielt hier nur eine untergeordnete Rolle. Nur du findest das Design langweilig, weil du es dir so oft anschaust.

Das Ding ist, deine potenziellen Kunden interessieren sich gar nicht so sehr für dein Design (und das aus dem Mund von jemanden, der 10 Jahre Design gemacht hat).

Deine potenziellen Kunden suchen nämlich nach Informationen, die sie interessieren. Nach Informationen, die ein Problem von ihnen lösen. Nach Informationen, die ihre Welt ein bisschen besser machen.

Sie suchen nach etwas Interessantem zum Lesen. Nach etwas zum Konsumieren.

Heute verlangt dein potenzieller Kunde hochwertige Inhalte. Wenn du hier nicht lieferst, wird’s in Zukunft schwer für dich.

Deshalb solltest du dein Budget nicht fürs Design verschwenden, sondern lieber in hochwertigen Content investieren. Das ist immer ein gutes Investment.

Fazit

Es ist erschreckend zu sehen, dass viele Solopreneure und kleine Unternehmen im DACH-Raum immer noch Broschüren-Webseiten im Einsatz haben.

Ohne hochwertige Inhalte geht’s langfristig nicht mehr.

Aus diesem Grund brauchst du ein Content Hub, wo der Content sein Zuhause findet. Erst dadurch erschaffst du eine Webseite, die wirklich "magnetisch" ist.

Stelle dir deshalb deine Webseite immer als eine Art Magazin für deine gesamte Branche vor, das zusätzlich noch eine interaktive Community hat. Es ist eine Publikation, die zufälligerweise deine Produkte und Dienstleistungen anbietet! 😉

Für viele ist das Thema Content Hub auch nichts Neues. Viele haben auch schon einen Blog im Einsatz. Aber hier ist die Frage, wird dieser als Content Hub betrachtet und mit hochwertigen Inhalten befüllt?

Wenn du noch keinen Content Hub hast, dann fange mit einem einfachen Blog an, erstelle hochwertige Inhalte und promote dieser über Social Media.

Das ist ein guter Anfang.

Vladislav
Gründer



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