An was denkst du, wenn du „Business“ hörst?

Denkst du da an große Firmenzentralen, hohe Glastürme, Menschen in grauen Anzügen, laaaaange, langweilige Meetings und eine merkwürdige „professionelle“ Sprache?

Dann geht’s dir genau so wie mir! 🙂

Aber treten wir beide mal einen Schritt zurück und nehmen ein bisschen Abstand.

Was sehen wir dann?

Wir sehen… dass es sich um Menschen handelt.

Egal wie groß das Unternehmen ist. Egal wie verzwickt die Strukturen sind. Egal wie hierarchisch die Hierarchie ist. Egal wie die interne und externe Unternehmenspolitik aussieht. Egal welche Kunden mit dem Unternehmen kommunizieren.

Es sind Menschen.

Und solange die Roboter nicht die Weltherrschaft an sich reißen, wird es auch noch so bleiben.

Überall wo Menschen Geschäfte miteinander machen, gibt es zwischen ihnen Beziehungen.

Da kommt man nicht drum herum.

Und Beziehungen ist auch schon das erste wichtige Element in „Internet Marketing für schlaue Affen“.

Warum das Geld NICHT in der Liste liegt

Du hast es bestimmt schon 1.000 mal gehört:

  • Das Geld liegt in der Liste.
  • Das Geld liegt in der Liste.
  • Das Geld liegt in der Liste.

Wenn du also eine große E-Mail-Liste von Leuten zusammenkriegst, die im selben Thema interessiert sind, dann besteht die Chance, das manche davon irgendwann etwas kaufen werden.

Natürlich hat das schon irgendwo seine Richtigkeit. Aber… das Geld liegt nicht direkt in der Liste.

Das Thema Listen haben auch nicht die traditionellen Internet Marketer herausgefunden.

Die Ersten, waren nämlich die Direktmarketer, die ihre Verkaufstexte noch in Briefform per Post verschickt haben (wie z.B. der ehrfürchtige Gary Halbert), bevor es so etwas wie das Internet überhaupt gab.

Und sie haben schon früh herausgefunden, dass nicht jede Liste gleich ist.

Wie bereits in der vorherigen Lektion besprochen, wäre die Größe der E-Mail-Liste auch eine Vanity Metric.

Was bringt dir das, wenn du eine Liste von 30.000 Abonnenten hast, wo nur 0,5% auf einen Link in einer E-Mail klicken (150 Klicks)?

Baust du aber eine gute, solide Beziehung zu deiner Liste auf, dann klicken vielleicht von 3.000 Abonnenten 30% auf den Link (900 Klicks). Und weil zwischen euch eine solide Bindung besteht, ist es auch noch eine bessere Basis fürs spätere Verkaufen.

Jetzt frage ich dich, welche Liste möchtest du lieber haben?

Die mit den 3.000 Abonnenten, richtig?

Und genau deshalb liegt das Geld nicht in der Liste. Es liegt in der BEZIEHUNG zu der Liste.

Aber E-Mail-Listen sind nicht alles (auch wenn sie dennoch ein sehr wichtiger Teil sind).

Dein Stamm, ist alles.

Baue deinen eigenen Stamm

Es gibt viele Namen für die Gruppe mit denen du kommunizierst.

Dan Kennedy nennt sie deine Herde. Copyblogger nennt sie dein Dorf. Seth Godin nennt sie dein Stamm.

Und da Stämme sehr gut zu Affen im Dschungel passen, verwende ich Stamm als Begriff für mein Publikum :).

Stämme sind auch diese Art nischenhafte, profitable, angehnehme und erfreuliche Geschäfte… mit einer fanatischen Gefolgschaft.

Es geht hier nicht um die Massen an Kunden. Es geht hier eher um eine relativ kleine Anzahl von Kunden.

Aber diese Kunden sind fanatisch. Sie interessieren sich für das was du tust und wie du es tust.

Bei dieser Art von Business kennst du deine Kunden, meistens sogar beim Vornamen. Ihr habt einfach eine echte, menschliche Beziehung zueinander.

Große Unternehmen interessieren sich auch nicht für diese Kunden, weil sie z.B. keine Gewinnmarge sehen oder weil die Probleme des Stammes einfach zu speziell, zu nischenhaft sind.

Oder, große Unternehmen versauen es einfach und bieten nicht genug Interesse. Diese Menschen sehnen sich aber nach Nähe, Wärme, Unterstützung und Freundlichkeit.

Und genau da kannst du ansetzen.

Ich denke, um gut zu Leben, musst du auch nicht 1.000.000 Kunden haben. Dir reichen 1.000 oder sogar 100 fanatische Kunden.

Und wenn dein Kundenstamm (haha, was für ein Wortspiel) klein ist, dann kannst du auf neue Wünsche und Bedürfnisse schnell reagieren (sei es z.B. auf neue Trends oder Support-Anfragen).

Und nur weil Stamm so nach „versteckt im Dschungel“ klingt, heißt das noch lange nicht, dass du geographisch an irgendwas gebunden bist. Dein Kunde kann jemand aus München sein, während du mit deinem Laptop an der Ostsee sitzt und die leichte Luftbrise genießt.

Dein Stamm braucht jemand mit dem er sich verbinden kann. Dein Stamm braucht jemand, mit dem er sich identifizieren kann.

Dein Stamm braucht einen Anführer. Dich.

Sorge dich um dein Stamm

Du hast also schon gemerkt, dass dein Stamm sehr wichtig ist.

Dein Stamm ist fast alles was du hast (und überhaupt brauchst). Es ist eines deiner größten Vermögen.

(Ist ja auch irgendwo klar, das sind die Menschen die deine Produkte kaufen :))

Aber es sind nicht nur Menschen die deine Produkte kaufen, es sind auch die Menschen die deinen Inhalt konsumieren (egal ob Audio, Video oder Text) oder deinen Inhalt mit ihren Freunden teilen.

Es ist dein Blog, deine E-Mail-Liste, deine Twitter-Follower, deine Kunden – einfach alle.

Und jedes mal wenn du eine Entscheidung treffen musst, die dein Business betrifft, hab dein Stamm im Hinterkopf.

Du willst ein paar Beispiele? Kein Problem…

  • Welches Produkt soll ich anbieten?
  • Welches Produkt soll ich bewerben?
  • Erfüllt dieser Gastartikel das Durchschnittsniveau?
  • Mit welchen Affiliates möchte ich zusammenarbeiten?

Stell‘ dir also immer die Frage: „Wie wirkt sich diese Entscheidung auf meine Beziehung zu meinem Stamm aus?“

Denk‘ auch daran, jedes Kommentar, jede E-Mail und jede Nachricht in sozialen Netzwerken zu beantworten. Das wird oft unterschätzt und vernachlässigt (ist aber wunderbar für den Beziehungsaufbau).

Viele Menschen sehen eben einfach Nummern. Du aber, musst Menschen sehen.

Sei also ein schlauer Affe und nutze diese Möglichkeiten um eine Beziehung zu deinem Stamm aufzubauen! 😉

Denn es geht immer um dein Stamm, nicht um dich.

Ach, und eine wichtige Sache noch! Du bist für deinen Stamm da. Du bietest eine LÖSUNG für deren PROBLEME. Vergiss das bitte nie.

6 Elemente um deine Beziehung zu stärken

Authentizität

Authentizität ist meiner Meinung nach das wichtigste Element in dieser Hinsicht. Authentizität bedeutet so viel wie Echtheit.

Du kennst sicherlich viele Webseiten und Blogs, wo Menschen lehren Geld im Internet zu verdienen, selber aber gar kein Geld im Internet verdienen. Das ist total unauthentisch. Das ist einfach falsch.

Ich sag jetzt nicht, dass wenn du dich z.B. in der Krafttraining-Nische positionieren möchtest, du ein durch und durch trainierter Bodybuilder sein musst.

Das einzige was du brauchst, ist Leidenschaft.

Lass mich da nochmal kurz tiefer eintauchen. An dieser Stelle würde ich dir dann raten a) fang mit dem Krafttraining an, b) geh offen in deiner Kommunikation damit um und c) lehre das, was du persönlich selbst erfahren hast.

Das widersprüchlich klingende daran ist, dass du am besten lernst, wenn du lehrst. Das sagt auch Brian Clark von Copyblogger.

Sei auch transparent, sei öffentlich. Pack‘ eine Menge von dir rein. Gib persönliches Preis (bis zu einem bestimmten Grad – niemand will wissen wie deine Katze beim Schlafen aussieht).

Wenn du deine Persönlichkeit in dein Marketing packst, dann kreierst du eine Umgebung wo deine Leser dich kennen, dir Vertrauen und… dich einfach mögen (und das ist der perfekte Schlüssel fürs spätere Verkaufen).

Sei auch offen, sei verletzlich, sei angreifbar. Offenheit ist die Basis für Vertrauen.

Gib also nicht vor jemand anders zu sein.

Sei einfach du selbst. Sei echt.

Autorität

Authentizität und Autorität klingen ähnlich, sind aber zwei paar Schuhe.

Wie gerade besprochen, bedeutet Authentizität so etwas wie Echtheit. Autorität dagegen, ist eine soziale Positionierung einer Institution oder Person.

Aber dennoch liegen diese Themen eng beieinander.

Von Kindheit an werden wir trainiert, auf Autoritätspersonen Rücksicht zu nehmen und auf diese zu hören. Egal ob es Lehrer, Wissenschaftler in ihren weißen Kitteln oder die Polizei in ihrer Polizeiuniform ist.

Wenn du Menschen auf positive Weise beeinflussen willst und erfolgreich im Internet Marketing sein möchtest, findest du keinen Weg um Autorität herum.

Menschen respektieren andere Menschen die Autorität, Expertise und eindrucksvolle Referenzen (wie z.B. ein gut laufender Blog) besitzen. Genau wie sie Menschen in weißen Kitteln und Polizisten in ihrer Polizeiuniform respektieren.

Und sie respektieren Autorität mehr, wenn du es demonstrieren kannst, anstatt es einfach zu behaupten.

Und so nebenbei, Google liebt auch Autorität.

Einfach gesagt, macht Autorität dich wichtiger in den Augen der anderen… jemand den man zuhören sollte, jemand den man gut behandeln sollte.

Es ist also wichtiger was andere über dich sagen, als das was du über dich sagst (deswegen funktionieren Kundenmeinungen und „Bekannt aus“-Banner auch so gut).

Um eine Autorität zu werden, brauchst du im Kern also andere die Gutes über dich sagen (und z .B. zu dir verlinken).

Großzügigkeit

Alleine das du bloggst (oder hoffentlich bald anfangen möchtest) zeigt schon erste Anzeichen von Großzügigkeit.

Beim Bloggen opferst du deine wertvolle Zeit um kostenlosen Inhalt von Wert zu erstellen, ohne dafür direkt bezahlt zu werden.

Internet Marketing Guru Frank Kern nennt es auch „Ergebnisse im Voraus“. Es ist ein Tipp, ein Trick, etwas was den Leser lehrt, etwas was sein Leben bereichert, etwas was ihm sofort weiterhilft und sein Leben verbessert. Er fühlt sich danach einfach gut.

Er bekommt also ein Ergebnis im Voraus, bevor er dir Geld gibt.

Also sind alle deine Artikel, dein kostenloses Ebook, dein Autoresponder-Kurs… Ergebnisse im Voraus (du beweist damit wahres Unternehmertum und investierst quasi).

Claude C. Hopkins, der Großvater der Werbung, nennt auch kostenlose Beispiele eines der besten Mittel um zu Verkaufen. Und moderne Startups haben das mittlerweile auch schon erkannt und bieten z.B. einen Testzugang für 30 Tage an.

Wenn du also etwas gibst, dann wirst du sehr wahrscheinlich auch etwas zurückerhalten (natürlich nicht von den bösen Menschen auf der Welt, die gibt’s immer irgendwo).

Verlässlichkeit

Eine der stärksten Marketing-Messages die du senden kannst ist: „Ich bin genau so wie du“.

Eines der am meisten Verwendeten Einwände beim Verkaufen ist nämlich:

Bei jedem in der Welt wird das wohl funktionieren, aber nicht bei mir.

Die meisten von uns haben so eine schlechte Selbstachtung, dass man sagt: „Ach, diese Diät, diese Geld-verdienen-im-Internet-Strategie, dieser Fitness-Kurs, wird für alle funktionieren, aber nicht für mich“.

Wie mehr du deine Leser in Verbindung mit dir bringst und die Kommunikation intensiver wird, sagen sie sich bald: „Hey, wann das bei ihm funktioniert, dann muss es auch für mich funktionieren“.

Erfülle auch deine Versprechen. Alleine das ist schon ein gutes Alleinstellungsmerkmal für dein Marketing in unserer heutigen Zeit.

Wenn du etwas sagst, dann mach es auch.

Sei verlässlich.

Gemocht werden

Um Aufmerksamkeit zu erzeugen, kannst du 2 Dinge machen…

  1. Helfe Menschen, mach dich nützlich, hilf dabei ihre Probleme zu lösen. Sei nett, freundlich und reiße ab und zu mal einen kleinen Witz.
  2. Sei laut, nervend, mach dich zum Affen (im negativen Sinne! ;)) und sei einfach ein Arsch.

Beide Dinge funktionieren. Bei beiden Wegen bekommst du Aufmerksamkeit.

Aber #1 hat viel mehr Vorteile.

Manche können Aufmerksamkeit für sich erzeugen, indem sie ein Esel sind. Und das kann auch funktionieren, wenn du ein Esel bist, der gemocht wird (aber diese Eselart ist sehr selten :)).

Wenn du aber ein Arsch bist, dann wird das aus kommerzieller Sicht schon schwierig.

Deshalb konzentriere dich lieber auf Punkt #1. Helfe Menschen ein Problem zu Lösen. Sei nett, sei freundlich, reiße mal einen Witz.

Dann werden dich die Menschen mögen… wenn nicht lieben! 😉

Frequenz

Frequenz ist nicht nur beim Bloggen ein wichtiges Thema.

Dave Navarro machte einmal eine wirkliche nette bildhafte Darstellung.

Er sprach über die Marketer, die nur während der Launch-Phase ihre E-Mail-Liste anschreiben. Diese sind so wie dein nerviger Cousin, der nur dann anruft, wenn er mal wieder Geld braucht.

Und wie reagierst du darauf? Ich denke, du bist dann nicht so erfreut darüber und lässt ihn vielleicht auf den AB sprechen.

Wenn du eine vernünftige Beziehung zu deinem Stamm aufbauen möchtest, dann musst du Inhalt mit Mehrwert (oder auch Ergebnisse im Voraus) liefern .

Der beste Weg ist, es langsam und über einen längeren Zeitraum zu tun. Erstelle also einen angenehmen Rhythmus für deinen Inhalt und zeige, dass du einer von den Guten bist.

Sei also wie die nette, liebe Schwester die 2 mal die Woche auf einen Tee vorbeikommt und immer wieder Hallo sagt.

Ach… und wenn du eine nette, berechenbare Frequenz hast, dann zeigt es auch, dass du verlässlich bist.

Wenn du z.B. immer am Montag postest, dann solltest du auch immer am Montag posten. Dann kriegt dein Stamm auch nicht das Gefühl, dass du nach deinem nächsten Produkt-Launch nach Costa Rica abhauen willst! 😉

Fazit

So, das war er auch schon, der erste Teil um eine affenstarke Beziehung zu deinem Stamm aufzubauen.

Eigentlich wollte ich das alles in eine Lektion quetschen, aber dann wäre das doch zu viel geworden. Etwas kleinere, leichter verdaulichere Portionen sind da besser, denk‘ ich.

Schau dir ruhig nochmal die 6 Elemente an, versuche diese stets zu befolgen und setzt dich jetzt daran, mindestens 1 Element sofort in die Tat umzusetzen.

Affenstarke Beziehungen wünsche ich dir!

– Vladislav

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