Die allerwichtigste Aufgabe, die deine Überschrift erfüllen sollte

Hast du auch eine tägliche To-do-Liste?

Ich habe eine.

Dabei nehme ich mir ca. eine Stunde Zeit am Tag und fange damit an, die Kommentare hier im affenblog zu beantworten.

Danach werfe ich einen Blick auf meine neuen E-Mails an und beantworte diese. Wenn ich mit den E-Mails fertig bin, dann schaue ich mir die neuen Artikel in meinem RSS-Reader an.

Und da sind mir neulich folgende Überschriften über den Weg laufen:

Und … was denkst du?

Welche davon habe ich gelesen?

In diesem Fall hat Markus Cerenaks Überschrift gewonnen. „Wie dein Traumurlaub dir dabei hilft, dein Lifestyle Business aufzubauen“ ist einfach verlockend.

Aber warum?

Warum hat diese Überschrift gewonnen?

Warum hat sie meine Aufmerksamkeit bekommen … und danach sogar den erwünschten Klick?

Weil es ein Versprechen ist.

Und genau das ist die allerwichtigste Aufgabe einer Überschrift. Auch deiner.

Deine Überschrift muss dem Leser ein Versprechen im Gegenzug zu seiner wertvollen Zeit liefern. Etwas, was er sich gerne wünscht.

Deine Überschrift muss so verlockend sein, dass er mehr erfahren möchte. So, dass die Überschrift neugierig macht und interessant genug ist, um weiterzulesen.

Denn eine gute Überschrift …

  1. zieht die Aufmerksamkeit auf sich.
  2. gibt dem Leser ein Versprechen.
  3. erhält durch das Versprechen den gewünschten Klick.
  4. verlockt den Leser zum Lesen des eigentlichen Textes.

Dein Leser weiß, dass da gleich etwas Gutes kommt. Eine gute Geschichte. Etwas, dass er lernen kann. Er fühlt sich danach besser informiert, besser unterhalten und smarter. Kurz gesagt: einfach besser.

(Man könnte hier auch von Blogartikeln wie Subway Cookies sprechen.)

Aber schauen wir uns mal genau an, warum „Wie dein Traumurlaub dir dabei hilft, dein Lifestyle Business aufzubauen“ so schmackhaft ist.

Wie sehen die Bestandteile dieser Überschrift aus?

Zu aller erst haben wir hier eine klassische „Wie du“-Überschrift. Und „Wie du“-Überschriften funktionieren immer.

Deshalb würde ich dir immer raten, mit einer „Wie du“-Überschrift anzufangen. Eine „Wie du“-Überschrift zwingt dich automatisch dazu, ein Versprechen abzugeben.

Und wie wir es gerade erfahren haben, ist ein Versprechen die allerwichtigste Aufgabe einer Überschrift! 😉

Die Besonderheit an Markus‘ Überschrift ist aber, dass sie etwas kontrovers ist.

Das eigentliche Versprechen ist die Anleitung, also wie man ein Lifestyle Business aufbaut.

Gewürzt hat er das Ganze mit einer Prise Intrige. Mit ein bisschen Drama. Das kommt immer gut an. Deshalb der Traumurlaub-Aspekt.

Denn wenn wir „Traumurlaub“ hören (oder lesen), dann denken wir sofort daran, wie wir am Sandstrand liegen, den Blick aufs azurblaue Wasser genießen und dabei in der rechten Hand ein Bahama Mama, in der Linken die Biografie von Steve Jobs haben.

Und automatisch stellen wir uns die Frage: „Wie zum Teufel können wir bei dieser Idylle ein Lifestyle Business aufbauen?!“

Genau das ist die Krux!

Das Versprechen, dass sich der Leser sehnlichst wünscht (ein Lifestyle Business) und die Kontroversität (dem Traumurlaub), machen diese Überschrift einfach so schmackhaft. Markus, hut ab! 😉

Aber warum sind die anderen nicht so verlockend?

Warum sind die anderen Überschriften so schlecht?

Bei den anderen Überschriften fehlt etwas.

Und ich wette, du kannst es dir auch schon denken: ein glasklares Versprechen.

Wo ist das Versprechen in „Law and order“? Okay. Seth Godin kann fast alle Blogging-Regeln brechen … und kommt damit davon. Er hat eine unglaubliche Reputation. Und damit eine felsenfeste Marke.

Aber was ist mit den anderen?

In „Twitter Kaufen-Button: Diese Woche in Social Media“ ist zum Beispiel auch kein klares Versprechen. Diese Überschrift beschreibt nur etwas. Verspricht mir aber gar nichts.

Wichtig ist aber auch (das haben wir bei Markus Cerenaks Überschrift gesehen), dass deine Überschrift nicht langweilig sein darf.

Das ist ein häufiger Anfängerfehler.

Deine Überschrift muss dem Leser ins Gesicht springen. Sie darf nicht nur für die Suchmaschine geschrieben worden sein und sie darf besonders nicht langweilen.

Fazit

Bei meiner täglichen To-do-Liste hast du gesehen, dass ich neue Artikel in meinem RSS-Reader lese.

Und ich bin nicht der einzige, der nur die Überschriften in bestimmten Umgebungen liest. Denke da auch mal an E-Mail oder Social Media. Überall bestimmt oft nur die Überschrift, ob dein Inhalt gelesen wird. Oder eben nicht.

Denke also immer daran, dass deine Überschrift ein Versprechen abgibt. Das ist ihre allerwichtigste Aufgabe.

Natürlich musst du dieses Versprechen in deinem eigentlichen Text auch erfüllen. Das ist klar. Denn wenn dein Super-Duper-Mega-Ultra-Versprechen nicht das hält, was es verspricht, dann seh ich schwarz. Pechschwarz.

Gib auch nicht unbedingt alles in deiner Überschrift preis. Ein bisschen Intrige und Drama machen deine Überschrift spritzig. Das ist nie verkehrt.

Und wenn du diese zwei Punkte erfüllst, dann wirst du mehr Leser bekommen.

Versprochen.

Dachtest du bereits so über Überschriften? Als Versprechen?

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20 Kommentare

  • War doch klar auf welchen Artikel du klickst :-)

    Das mit dem "Versprechen geben" ist eine guter Tipp. Mit den genialen "wie du" Überschriften gibt man das eigentlich automatisch. Kein Wunder, dass die so gut funktionieren.

    Hast du vielleicht noch andere schöne Beispiele, wie ein Versprechen aussehen kann ohne "wie du"?

    Wichtig ist auch, dass man das Versprechen nicht nur in der Überschrift gibt, sondern später im Artikel auch hält!
  • Hi Philipp,

    ja, bei den anderen Überschriften war das wirklich klar :D

    Ganz genau. Immer mit einer "Wie du"-Überschriften anfangen ist eine gute Devise.

    Ach, da gibt es Unzählige. Jede Überschrift die Mehrwert liefert, beinhaltet auch automatisch ein Versprechen. "8 Wege um...", "Hier erfährst du warum..." oder "Entdecke das Geheimnis von..." wären alles Versprechen.
  • Hey
    Der Gedanke mit dem Versprechen ist super! Das denke ich auch. Beim Menschen muss etwas erwecken, was ihn dazu führt, darauf zu klicken, und das in einer Digitalisierung, wo ich jede Minute bei Facebook mehrere neue Posts von Freunden, Zeitungen usw...habe.
    Ein Bedenken habe ich nur bei der Überschrift: •"Wie dein Traumurlaub dir dabei hilft, dein Lifestyle Business aufzubauen"

    Es ist trieft nach bloßem Marketing, Spam, vielleicht sogar ne Seite mit Virus?! --> Ich glaube, da ist die Aufmachung sehr entscheidend --> Hat der Mensch, der darauf klicken soll, bereits ein Vertrauen gewonnen!? Weiß nicht ob das nachvollziehbar ist :)

    MICHA
  • Hi Micha,

    danke! Find ich auch! :D

    Ich verstehe was du meinst. Aber auch ohne die Seite dahinter zu kennen wäre die Überschrift einen Klick wert. Die Aufmachung danach, entscheidet dann aber. Da hast du recht.
  • Ich meine das so, das ich bevor ich überhaupt etwas ins Netz stelle, das ich es zuerst mal copyrightmäßig schützen muß, wie soll ich sonst beweisen das es mein geistiges Eigentum ist? Tappe da noch etwas im Dunkeln....
  • Setze ein "Copyright by ..." dahinter und leg los. Ich würde mich nicht zu lange an solchen Themen aufhalten.

    Starten ist wichtiger als alles andere.
  • Von mir hat Markus auch einen Klick bekommen und es hat sich gelohnt, muss man ja auch dazu sagen.

    Ich hab den Affenblog immer vor Augen wenn ich vor einer neuen Überschrift sitze und dein böses Gesicht wenn ich mir einfach denke, f.. it ich lass es jetzt einfach so.

    Ich versuch mich zu bessern ;-)

    Schöne Grüße
    Stefan
  • Hi Stefan,

    hehe, sauber!

    Ah, das freut mich zu hören. So soll's sein, danke! :)

    Und wehe du vergeigst noch mal eine Überschrift, haha! :D
  • Hey,

    welchen Artikel du anklickt hast, war wohl offensichtlich. Überschriften sind wichtig, keine Frage. Allerdings habe ich das bisher noch nicht aus einer "Versprechen"-Perspektive gesehen. Klar ist, dass Überschriften neugierig machen müssen.

    Mein bisher erfolgreichster Artikel trägt den schönen Namen "Power Point Karaoke - Sicheres Auftreten bei totaler Ahnungslosigkeit". Kein "Wie du", kein Versprechen. Oder etwa doch?

    LG Luisa
  • Hi Luisa,

    okay, ich gebe es zu, ich habe mir wirklich schlechte Headlines in Kontrast ausgesucht! :)

    Hm ... das ist tricky. Es impliziert ein indirektes Versprechen, nämlich: Wie man bei totaler Ahnungslosigkeit sicher auftritt. Aber der größte Treiber dieser Headline war eher die Neugierde.

    Aber generell geht das in dieser Reihenfolge: Versprechen, Neuigkeiten, Neugierde. Werbetext-Legende John Caples hat auch zahlreiche Experimente gefahren und das waren seine Ergebnisse.
  • Hallo,
    Ich lese und lese. Nach der Idee einen Blog zu schreiben habe ich mit der Recherche begonnen. Nach Word Press und dem Urheberrecht bin ich sofort hier gelandet. Alles packend beschrieben. Da ich aus dem Metier der Werbung komme sehe ich bei der Gestaltung keine Probleme. Auch die Grundlagen des Marketing nach dem Aida Prinzip sind mir bekannt. Aber dieses Texten mit den Versprechen fällt mir eher nicht so leicht. Mit dem Urheberrecht ist noch nicht alles geklärt. Vor allem beim Buchtitel. Selbstzweifel, ob bei mir ein Blog funktionieren könnte, sind erlaubt oder?
  • Hi Kerstin,

    wie meinst du das mit Buchtitel und Urheberrecht? Ob du die Buchtitel verwenden darfst?
  • Danke Vladi!
    Dein "Reminder" kam gerade richtig. Ich haderte schon seit Tagen mit einer Headline.
  • Hi Nicole,

    keine Ursache! Solange jede Headline ein Versprechen enthält ist alles gut :)
  • Hi Vladi,

    meine beste Überschrift auf erfolgswolf.de war bisher:

    "Wie der Kloutwert dein Leben bestimmt"

    Man man, das gab Diskussionen auf Facebook ;)
  • Hi Ralf,

    coole Headline!

    Zerlegen wir sie mal kurz: Was ist das Versprechen? Wir lernen, wie der Kloutwert unser Leben bestimmt (und haben gleichzeitig noch Intrige drin). Geht fit!
  • Hallo,

    ich hätte auch auf den Traumurlaub geklickt. Und ich stimme mit dir überein, warum die anderen Überschriften nicht gut sind.

    Ich habe auch schon ganz viele andere deiner Überschriften-Artikel gelesen, aber gerade bei Rezensionen oder Vorstellungen von Dingen/Orten finde ich es sehr schwer, etwas Sinnvolles zu formulieren. Im Titel soll ja auch ersichtlich sein, um was es geht. Wenn ich dann schon "Autor - Buchtitel" in meiner Überschrift habe, ist das ja schon zu lang. Hast du Beispiele für gute Überschriften, um auf Rezensionen neugierig zu machen? Ein "Wie du"-Titel scheint mir hier eher ungeeignet ...

    Viele Grüße
    Shaoshi
  • Hi Shaoshi,

    ja, wie gesagt, die anderen sind einfach überhaupt nicht verlockend.

    Ah ja, verstehe das Problem. Wie wär's mit "Smartcuts Buch-Review: Was erfolgreiche Menschen gemeinsam haben"? Die Richtung finde ich spannend.

Was denkst du?