Wie deine Leser dein Blog Business über Google finden und wann sie bei dir kaufen

Suchmaschinen sind logisch und emotionslos.

Menschen sind es nicht. Menschen sind individuelle und gefühlsbetonte Wesen.

Deshalb ist es wichtig, die SEO-Brille auch mal abzusetzen und zu schauen, wie Menschen den Weg zu dir finden.

In diesem Fall beginnt die Reise deines Lesers bei der Suchmaschine … und endet mit einem Kauf bei dir.

Das ist doch genau das, was wir smarten Blogger alle erreichen wollen, oder?

In dieser Episode besprechen Vladislav Melnik und ich:

  • Welche Suchtypen es gibt und auf welchen wir scharf sind
  • Warum es das Schlimmste für einen Blogger ist, wenn der Suchende den Blog sofort wieder verlässt
  • Wie dein Blog aufgebaut sein muss, damit Besucher die wichtigsten Infos finden
  • Warum es manchmal Monate dauern kann, bis ein Leser dein Produkt kauft
  • Mit welchen einfachen Tricks du deine Leser auf ihrer Reise zum Kauf bereichern und begleiten kannst

Höre den affen on air jetzt zu …

Show Notes

Transkript

Gordon: Moin, moin ihr smarten Blogger da draußen. Herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Affen on Air. Das ist die 16. Episode. Mein Name ist Gordon Schönwälder, und mit dabei wie immer: der Vladi. Vladi grüß dich, alles gut?

Vladislav: Grüß dich Gordon, Moin! Ja, alles gut. Und wie geht es dir?

Gordon: Ja, danke, ich kann nicht klagen. Ich habe meine musikalische Ader heute mal ausprobiert (Gelächter), denn ich bin mit dem Song auch schon bei „Germany’s…“ nein, gar nicht wahr, das heißt ja hier „Deutschland sucht den Superstar“ rausgeflogen.

Vladislav: DSDS, ja.

Gordon: DSDS, genau, und na ja, gut, es ist halt so. Deswegen bin ich ja auch nicht Popstar, sondern Podcaster.

Vladislav: Das ist ja so ähnlich, nicht wahr?

Gordon: Ja (lacht). So ein bisschen ein Rockstar zu sein, das wäre eigentlich schon ganz geil. Okay, heute ist das Thema, Vladi, „wie deine Leser dein Blogbusiness über Google finden, und wann sie bei dir kaufen“. Eine sehr spannende Frage, wie ich finde. Ja, das ist eigentlich eine Fortführung unseres letzten Themas. Wir haben gerade die SEO-Wochen, und heute geht es uns darum, dass wir erklären, wie Menschen – und das ist ganz wichtig – wie Menschen Google bedienen. Vladi, was sind deine Gedanken dazu?

Vladislav: Es ist quasi die Kehrseite der letzten Episode. Da haben wir erzählt, wie Suchmaschinen funktionieren, und jetzt möchten wir einfach erzählen, wie dein Leser die Suchmaschine benutzt. Wie er dich darüber findet, und wann er im Endeffekt bei dir kauft.

Gordon: Guter Punkt. Denn wir dürfen nicht vergessen, es geht uns als smarte Blogger auch um die Gewinnabsicht. Und deswegen ist auch SEO so interessant für uns und natürlich auch, wann Menschen kaufen. Es ist jetzt nicht so… ach das machen wir gleich, wir werden das Geheimnis schon lüften. Apropos Geheimnis: Erkläre uns doch bitte mal das Geheimnis der Intention, Vladi.

Vladislav: Ja, das ist nämlich das große Geheimnis bei der Suche. Es ist die Absicht. Ich habe heute das Gefühl, dass viele immer noch SEO oder die Suchmaschine als Traffic-Quelle sehen, als heilige Traffic-Quelle. Vor allem, wenn du auch so ein bisschen seolastig bloggst. Weiß du?

Gordon: Ja.

Vladislav: Und da vergisst man – wie so oft, in diesem digitalen Umfeld – den Menschen. Aber man darf nicht vergessen, dass der Mensch im Hintergrund steht – oder wohl eher im Vordergrund. Und wir Menschen haben eben ein emotionales Bedürfnis und suchen deswegen aktiv nach etwas. Und das ist die große Besonderheit bei der Suchmaschine und auch von den Besuchern von der Suchmaschine.

Gordon: Okay.

Vladislav: Dass sie aktiv nach etwas suchen. Bei Social Media ist es so, ich lehne mich zurück und genieße die Show. Ich klicke ein bisschen auf ein paar Links, wenn ich Lust habe, und wenn ich keine Lust habe, dann klicke ich eben nicht.

Gordon: Ja.

Vladislav: Bei der Suche forsche ich wirklich aktiv nach etwas, und das ist die große Besonderheit daran.

Gordon: Ja okay. Ich fasse das noch mal für mich zusammen: Wenn ich jetzt sehr nüchtern, seomäßig blogge, dann kann es sein, dass es kein sehr emotionales Bloggen ist. Oder?

Vladislav: Es ist einfach mindsetmäßig nicht richtig, finde ich.

Gordon: Okay, ja.

Vladislav: Denn die Denkweise ist dann einfach so, dass man lediglich hohe Google-Rankings möchte, weil man die Zahl Nummer eins erfüllen muss, aber du machst dir gar keine Gedanken über den Menschen dahinter.

Gordon: Okay.

Vladislav: Das ist einfach das Problem.

Gordon: Okay, also bestenfalls haben wir beides, wir achten auf SEO, schreiben aber im Vorfeld für den Menschen.

Vladislav: Genau, das ist wichtig. Was ich damit klarmachen will ist, dass man den Menschen fokussieren muss, der über die Suchmaschine auf deinem Blog landet. Dass man nicht mit der Suchmaschine startet.

Gordon: Welche Suchtypen gibt es, Vladi?

Vladislav: Da gibt es drei Stück – wie nennt man das? Nicht in der Wissenschaft, sondern in der Literatur: Transaktion, Typ Nummer eins, da sucht der Suchende aktiv. Er möchte etwas kaufen.

Gordon: Okay.

Vladislav: Also anders gesagt, der Suchende möchte hier etwas kaufen.

Gordon: Letztens habe ich mir  zum Beispiel eine neue Waschmaschine gekauft beziehungsweise eine Waschmaschine und einen Trockner.

Vladislav: (Lacht) Cooles Beispiel.

Gordon: Und habe da mal – Bonzen, wie wir sind – „Miele“ eingegeben. Ich suchte nach vernünftigen Preisen und landete dann auf einer Seite. Damit war ich quasi der Suchtyp, der über die Transaktion dort hineingeht?

Vladislav: Exakt.

Gordon: Okay, gut.

Vladislav: Nummer zwei sind die Informationen, nach den man sucht. Dann würdest du „Waschmaschine Erfahrungsberichte“ oder so eingeben. Oder „was muss ich beim Waschmaschinenkauf beachten?“ Das heißt, dort sucht man nach Informationen, und das ist für uns smarte Blogger im Endeffekt unser wichtigstes und unser größtes Feld, denn Blogartikel, die wir liefern, sind Informationen.

Gordon: Und schlussendlich gibt es den dritten Typ.

Vladislav: Genau, der dritte Typ, das ist die Navigation. Da benutzen wir die Suchmaschine einfach als Navigator. Das heißt, ich gebe „Facebook“ ein und lande dann auf Facebook. Ganz simpel eigentlich, aber es ist oft so, dass man nicht mehr genau weiß, wie der Name war, nach dem man sucht. Dass man im Fall von „Podcasthelden“ zum Beispiel nicht mehr weiß, wie der Markenname genau hieß, aber man erinnert sich daran, dass der Typ „Gordon Schönwälder“ heißt. Das heißt, ich gebe „Gordon Schönwälder“ ein und lande auf Podcast-Helden. Das würde ich auch dem Typen drei, der Navigation, zuordnen.

Gordon: Das haben wir auch im Vorgespräch beschnackt, ich sehe es ganz oft, dass Leute auf meiner Seite landen, weil sie Podcast-Helden suchen und schreiben das dann zusammen. So kommen sie quasi auf Podcast-Helden.de, und das sagst du ja – über den Weg der Navigation.

Vladislav: Das können wir auch dem dritten Typen hinzuordnen.

Gordon: Okay, gut. Wie viele Begriffe geben Sucher denn in der Regel ein?

Vladislav: Meistens sind es zwischen einem Wort und drei Wörtern, das ist die grobe Mehrheit. Ich glaube, etwa vierzig Prozent – sage ich mal ganz vorsichtig – bestehen aus einem bis drei Wörtern. Und was noch ganz interessant ist, vor allem für uns Blogger, dass 5+ immer wichtiger wird, also Longtail-Keywords. Das sind Keywords mit einem langen Rattenschwanz, das heißt, sie bestehen aus mehreren Wörtern.

Gordon: Okay.

Vladislav: Die werden immer wichtiger.

Gordon: Also das Beispiel, das wir am Anfang hatten: „Was muss ich beim Waschmaschinenkauf beachten?“ Das sind sechs, sieben Wörter. Wäre das dann quasi so ein Longtail-Keyword?

Vladislav: Genau.

Gordon: Okay.

Vladislav: Und wenn genug Leute danach suchen, dann kannst du einen Blogartikel genau für dieses Longtail-Keyword schreiben. Dabei sollten es ungefähr zwanzig Prozent sein, und die werden immer wichtiger, weil einfach die ganze Welt irgendwie longtailmäßiger wird. Da gibt es auch ein cooles Buch von… wie heißt denn der Typ nochmal? Auf jeden Fall, „The Long Tail“ heißt es, glaube ich. Das verlinken wir in den Show Notes.

Gordon: Ich schreibe es mir direkt auf, damit wir es nicht vergessen.

Vladislav: Darin geht es darum, dass die Welt immer longtailhafter wird, aber das hat nicht wirklich etwas mit SEO zu tun.

Gordon: Okay, lieber Zuhörer, falls du dich jetzt fragst, okay, die Sache mit den Keywords ist ja schön und gut, aber wie finde ich die am Ende für mein Business heraus? Ich teasere schon mal ein bisschen, aber eigentlich wollten wir das erst am Ende machen, merke ich gerade.

Vladislav: Eigentlich schon.

Gordon: Aber bevor jetzt irgendwie die große Frage im Raum steht, „ich würde gerne was über Keywords herausfinden“: Das kommt in der nächsten Episode, denn zur Keyword-Suche und -Recherche machen wir eine eigene Episode. Wir gönnen dem Thema eine eigene Episode, weil es auch so wichtig ist. Das nur vorweg, damit jetzt hier nicht die große Erwartung im Raum steht und am Ende enttäuscht wird. So, Vladi, jetzt sitzt ein unbedarfter Mensch vor dem Computer… süß ist immer meine Mutter, das muss ich eben noch erzählen, mittlerweile kann man ja bei Safari, bei Firefox oder Chrome einfach oben, da wo man die URL eingibt, auch suchen, und meine Mutter, die gibt dort oben immer erst einmal www.google.com ein.

Vladislav: Okay.

Gordon: Und sucht dann in der Googlemaske selbst nach den jeweiligen Informationen.

Vladislav: Aber das machen viele, ich glaube, meine Freundin macht das auch noch so.

Gordon: Manchmal ruft mich meine Mutter an und sagt, „Gordon, diese Leiste, wo ich etwas eintragen muss, die ist weg!“ „Mutter“, sage ich dann, „die ist nicht weg. Da steht jetzt nur irgendetwas Anderes drin“. Also, na ja gut, meine Mutter halt. Aber wie funktioniert das denn mit dem Googlen? Welche Schritte gehen die Menschen?

Vladislav: Wir können da ja bei deiner Mama bleiben, wenn es für dich okay ist.

Gordon: Absolut. Genau.

Vladislav: Also es heißt, Mama Schönwälder sucht nach etwas. Hast du ein Beispiel, ein konkretes?

Gordon: Im Moment sucht sie viel nach Ken Browns in Kalifornien, weil sie bald mal wieder eine Tour hinmachen.

Vladislav: Okay, hast du noch irgendwas Konkreteres, vielleicht etwas mit einer Kaufabsicht?

Gordon: Meine Mutter nicht, nein, meine Mutter kauft nicht im Internet.

Vladislav: Ach so, okay. Bleiben wir trotzdem bei Mama Schönwälder. Sie sucht etwas und hat ein emotionales Bedürfnis. Sie möchte nach Kalifornien. Das heißt, sie formuliert eine Suchanfrage. Bleiben wir mal der Einfachheit halber bei Kalifornien. Sie gibt „Kalifornien“ ein, scannt dann die Suchergebnisse oder die Suchergebnisseiten, und nachdem sie auf einen Link geklickt hat, sucht sie nach einer Lösung beziehungsweise nach einem Link, der eine Lösung verspricht.

Gordon: Ja.

Vladislav: Die Besonderheit ist, wenn sie nicht zufrieden ist, dann klickt sie auf den Zurück-Button und klickt auf ein neues Suchergebnis. Und da gibt es Spekulationen, die sagen, dass dieser Punkt, wenn man auf den Zurück-Button geht, ist – sage ich mal ganz vorsichtig – ein negativer Faktor ist. Man nennt es auch „pogosticken“.

Gordon: Wie nennt man das?

Vladislav: „Pogosticken“, glaube ich.

Gordon: Okay.

Vladislav: Das heißt, ich gehe auf eine Seite und wieder zurück, gehe auf eine andere Seite und gehe zurück.

Gordon: Ja.

Vladislav: Gehe auf eine Seite, gehe wieder zurück. Das heißt, dass ich das, was ich suche, nicht gefunden habe. Das ist für sie Suchmaschine irgendwo ein leicht negativer Faktor. Das ist für einen smarten Blogger ganz interessant zu wissen. Und wenn sie das Suchergebnis immer noch nicht gefunden hat, dann macht sie eine neue Suchanfrage. Dabei lässt sie aber auch ihre Erkenntnisse mit einfließen. Das heißt, sie hat irgendwas gelernt und gibt etwas Genaueres ein, „Kalifornien“ und einen weiteren Begriff.

Gordon: Okay, aber kommen wir noch mal kurz darauf zurück, wenn Menschen nicht zufrieden mit dem Ergebnis sind. Das dürfen wir, glaube ich, nicht einfach so im Vorbeigehen stehen lassen. Das heißt, wenn ich jetzt einen Blogartikel zu einem bestimmten Thema schreibe, und das Ding rankt, warum auch immer, ganz gut bei Google, der Leser geht auf diese Seite, findet aber die Inhalte Scheiße. Also Vladimir, nicht du Vladi, aber Wortwahl, ich weiß, ich habe wieder „Scheiße“ gesagt. Der Leser findet also das Ergebnis nicht gut und geht zurück, und dann erkennt Google, dass der Inhalt zu diesem Keyword passend, aber nicht wertvoll ist.

Vladislav: Genau.

Gordon: Okay.

Vladislav: Also ist es eine Spekulation, genau, aber es macht für mich auch Sinn, alleine von der Logik her. Das heißt, das ist ja ein leichtes Signal für die Suchmaschine, dass der Sucher das Ergebnis nicht gefunden hat.

Gordon: Ein kleiner Ausblick ins Fazit: Es ist extrem wichtig, hochwertige Inhalte zu liefern – Punkt.

Vladislav: Das sagen wir immer.

Gordon: Und es ist wie immer richtig. Okay, Vladi, kommen wir zu den Suchergebnissen. Du hattest da so ein Ranking…

Vladislav: Ja, und zwar Platz Nummer eins, damit greifst du quasi 36 Prozent der Suchenden ab, bei Platz zwei nur noch zwölf Prozent und bei Platz drei nur noch neun Prozent. Und es geht halt logischerweise immer weiter in den Keller. Und wenn man dann noch eine Heatmap darüberlegt, dann zeigt diese Heatmap auch, dass die obersten Suchergebnisse, was ja auch wiederum logisch ist, die wichtigsten und prominentesten sind.

Gordon: Lieber Zuhörer, falls du nicht weißt, was eine „Heatmap“ ist, ich habe es auch vor Kurzem erst gelernt, eine Heatmap ist quasi der Bereich einer Seite, wo – ich sage mal – der Mauszeiger, die Aufmerksamkeit sich am meisten bewegt. Wir verlinken die Heatmap von Google in den Show Notes zu dieser Episode.

Vladislav: Ich habe mal einen Artikel darüber geschrieben, den können wir verlinken. Da haben wir auch noch die genauen Tabellen mit Prozentzahlen für die Suchergebnisse und so weiter.

Gordon: Super. Okay.

Vladislav: Es gibt verschiedene Heatmaps. Es gibt Klickmaps, aber es gibt auch solche Eye-Tracking-Studien. Das heißt, da guckt man, wohin schaut das Auge? Da gibt es verschiedene Verfahren. Und bei der Heatmap ist auch nochmal ganz spannend, dass man in so einen „F-Typ“ schaut. Das ist zum Beispiel bei einem Blogartikel so. Das heißt, man guckt von links nach rechts, dann geht man wieder einen Ticken nach unten, guckt wieder von links nach rechts, und dann geht man wieder nach unten.

Gordon: Okay.

Vladislav: Und so werden auch Blogartikel gelesen, und deswegen sind auch unsere Blogartikel im Affenblog optimalerweise immer so aufgebaut. Das geht gut.

Gordon: Macht schon Sinn, ja. Wenn man sich diese Heatmaps mal anschaut, dann wird einem auch schlagartig klar, was damit gemeint ist. Das sieht tatsächlich aus wie so ein „F“, und daran kann man sich echt gut entlanghangeln, dass man entsprechend F-mäßig auch seine Sachen aufbaut. Und da entbrennt ein Kampf um den ersten Platz.

Vladislav: Ja, denn das ist im Endeffekt der entscheidende Punkt. Ich würde nicht unbedingt immer den ersten Platz als Ziel nehmen, aber auf jeden Fall die Top Ten. Es ist ja immer so, dass wir smarten Blogger uns nicht so sehr akribisch auf diese einzelnen Rankings fokussieren sollten, sondern eher so grob. Denn wie wir SEO betreiben, das ist eher grob und nach Gefühl. Deswegen ist es gut, wenn man in den Top Ten rankt.

Gordon: Ja.

Vladislav: Im Endeffekt ist das wieder der Grund, es ist einfach Psychologie, und das ist auch immer ein wichtiges Thema bei uns im Affenblog. Der Sucher vertraut der Suchmaschine, er denkt, dass Google beziehungsweise Googlebot einfach cool sind, dass Google schon wissen wird, was richtig ist. Er wird den Algorithmen und Formeln des Googlebot vertrauen. Und deswegen ist auch meistens das, was ich suche, weit oben.

Gordon: Okay, lass uns den Bogen zum Kauf schlagen, Vladi. Als smarter Blogger haben wir – ich kann es noch mal sagen – eine Verkaufsabsicht, eine Umsatzabsicht. Wir wollen auch mit unserem Blog Geld verdienen.

Vladislav: Ja.

Gordon: Das Ding ist, in der Regel suchen die Leute nicht mit dem Transaktionsauge nach uns. Na ja, die drei Suchtypen, nicht wahr? Transaktion, Information, Navigation. Die Leute kommen in der Regel über den Punkt „Information“ zu uns, weil sie bestimmte Sachen suchen und bei uns landen, wenn wir das gut machen, wenn wir unseren Job gut machen. Aber der Leser kauft nicht sofort, sondern er macht eine Reise. Er begibt sich auf eine Reise in unseren Blog. Kannst du dazu etwas Näheres sagen?

Vladislav: „Reise“ ist ein cooler Begriff, ich nenne es immer „Abenteuer“. Im Marketing-Fachjargon heißt es auch normalerweise „Customer Journey“. Aber „Reise“, das finde ich cool, „Kundenreise“, können wir es so übersetzen? Klingt irgendwie nicht so sexy.

Gordon: Klingt nicht so sexy wie „Customer Journey“.

Vladislav: Aber seine Reise ist eben immer ein bisschen länger. Und in diesem Blog-Business Kontext, weil das Thema Blog-Business einfach so aufgebaut ist, ist es halt so – wenn wir mal beim Suchmaschinenthema bleiben – dass dein Leser über die Suchmaschine kommt. Dann landet er optimalerweise beim Blogartikel, liest ihn und findet ihn gut. Dann schaut er sich vielleicht noch ein bisschen weiter im Blog um, liest noch ein paar andere Blogartikel, sagt, dass du ein cooler Typ bist und wird E-Mail-Abonnent. Als Leser erhalte ich in der Regel auch etwas als Gegenleistung für meine E-Mail-Adresse. Und danach schaue ich mir noch mehr Blogartikel an, erhalte nochmal eine Gegenleistung und bekomme regelmäßig neue Artikel. Alles ist super, und irgendwann erhalte ich als Leser dann einen Verkaufstext vor das Gesicht geklatscht und kann das Produkt oder die Dienstleistung kaufen.

Gordon: Ja.

Vladislav: Und deswegen ist es eben so ein ganz langer Prozess, das können Stunden, Tage, Woche oder gar Monate sein. Und es geht sogar noch krasser: Es kann Jahre dauern! Es gibt also Customer Journeys, die ganze Jahre dauern.

Gordon: Wenn das Produkt entsprechend teuer ist, zum Beispiel, dann kann es einfach dauern.

Vladislav: Zum Beispiel. Ich denke jetzt an eine Maschine, eine teure Maschine für zehn Millionen. Vor allem, wenn ich sie über das Internet kaufen möchte. Ich weiß gar nicht, ob es so was gibt in der realen Welt.

Gordon: Weiß ich auch nicht.

Vladislav: Aber – wie gesagt – bei zehn Millionen würde ich mir ernsthaft Gedanken machen, und dementsprechend wären die Journeys mega lang. Und wenn der Blogger tolle Artikel über – zum Beispiel – Farbmaschinen schreibt, dann folge ich ihm ein, zwei Jahre, und irgendwann habe ich mich entschieden und kaufe die Maschine dann.

Gordon: Ja. Genau.

Vladislav: Und deshalb ist es gut, als smarter Blogger immer präsent zu sein.

Gordon: Richtig, erst mal das, und was ich auch mit Erfolg erlebe, das ist, dass man verschiedene Eingangsprodukte hat. Man kann auch ein kleines Produkt kaufen, was man dann am Ende einer E-Mail-Serie zum Beispiel vorgeschlagen bekommt. Mein  Kollege Christian Gursky macht es immer ganz gerne so, dass er am Ende seines Autoresponders – man bekommt bei ihm einen Kurs, so ähnlich wie es beim Affenblog und auch bei Podcasthelden ist – man bekommt also einen Kurs, lernt eine Menge, und dann bekommt man am Ende ein kleines Produkt empfohlen, für unter 10,- Euro zum Beispiel. Und da ist man so ein „No Brainer“, das ist schnell gekauft. Und wenn man einmal bei jemandem gekauft hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass man bei nochmal etwas kauft, deutlich größer. Das nur so als Tipp für den Hintergrund, lieber Zuhörer, falls du mit dem Gedanken spielst, ein kleines Produkt zu machen.

Vladislav: Das ist richtig. Wenn ich da quasi nochmal davorsetzen darf, das ist nämlich das Schöne beim smarten Bloggen, dass du einfach hochwertige Inhalte erstellst und E-Mail-Marketing benutzt.

Gordon: Ganz, ganz wichtig!

Vladislav: Das hatten wir in den ersten Episoden beschnackt, und deshalb schenkst du bereits Mehrwert und bist immer präsent. Und das heißt, du passt dich dementsprechend perfekt an die Kundenbedürfnisse an. Du bist da, wenn der Kunde bereit ist, das ist das Schöne daran. Und wenn nicht, dann machst du die Welt zu einem besseren Ort, und das ist schön!

Gordon: Ja, wunderbar. Man könnte fast kein besseres Fazit bringen, Vladi. Aber wir versuchen es.

Vladislav: Genau, willst du die Sache abrunden, so ein bisschen?

Gordon: Also wichtig ist, nach wie vor, das ist das Ding, bei dem wir uns immer wieder wiederholen, aber wir machen es bewusst gebetsmühlenartig, damit es auch immer, immer, immer wieder ins Gehirn kommt.

Vladislav: Das geht mir schon ein bisschen auf den Sack.

Gordon: Ja, aber es ist ja, wie es ist.

Vladislav: Ja, es ist wichtig.

Gordon: Es geht nämlich darum, emphatisch für das Publikum zu sein – Punkt. Man muss wissen, wie der Mensch tickt, wie der Tribe tickt und gucken, wo deren Problem sind und wie man deren Probleme löst, und zwar langfristig. Das ist ganz, ganz wichtig. Man muss langfristig geile Inhalte machen, damit man ein langfristiges Vertrauen aufbaut. Und das gegenseitige Vertrauen, das ist die Grundlage jeden Verkaufs.

Vladislav: Ja.

Gordon: Gerade heute habe ich einen Artikel dazu geschrieben. Ganz, ganz wichtig ist das Vertrauen. Vertrauen ist das A und O beim Verkauf, und darauf sollten wir uns  konzentrieren, weil wir ja auch verkaufen wollen. Was mir noch ganz wichtig ist und worauf ich achte, seitdem wir diese SEO-Wochen haben: Ich achte auch etwas mehr auf meine eigene Bedienung von Google. Wie suche ich nach etwas Bestimmten? Wie ist der Aufbau der Wörter, die ich google? Fange ich mit dem Verb an? Du siehst, da kommt der Linguist in mir durch. Oder fange ich mit dem Objekt an? Mache ich da einen Satz, mache ich da einen halben Satz? Also meine Frau zum Beispiel, die schreibt ganz anders, die gibt ganz andere Wörter in Google ein, wenn wir das Gleiche suchen. Das ist uns schon ein paar Mal aufgefallen. Wir haben so ein internes Battle, wer die Sachen zuerst findet.

Vladislav: Ja. Cool.

Gordon: Das ist immer so fifty-fifty. Deswegen sind wir beide noch nicht so richtig gut in Google. Aber ja, viele Wege führen nach Rom. Beobachte dich einmal selbst, wie du Google benutzt, und dann kannst du anhand dessen auch ein gutes Gespür dafür bekommen, wie deine URL ist oder wie sie sein sollte, welche Keywords du benutzen solltest und so weiter und so fort.

Vladislav: Oder wahrscheinlich auch, wie deiner Leser die Suchmaschine dann benutzt.

Gordon: Richtig, genau. Du kannst ja auch durchaus mal deine Partnerin oder deinen Partner fragen, lieber Zuhörer, oder mal beobachten, wie er oder sie Google nutzt. Manchmal machen Menschen das vollkommen anders und kommen trotzdem zum Ergebnis. Also, es ist eine spannende Sache. Joh, Vladi, war das rund? Was meinst du?

Vladislav: War super, finde ich würdig.

Gordon: Also noch mal wichtig: Ich freue mich wie ein Kind auf das nächste Mal, weil Keyword-Recherche so, so wichtig ist und man richtig viel machen kann. Man kann aber auch viel falsch machen, wenn man nicht die richtigen Keywords sucht. Das erwartet dich in der nächsten Episode von Affen on Air, lieber Zuhörer. Und ich würde sagen, damit machen wir heute den Sack zu. Aber Vladi, nicht, bevor wir nicht darum gebeten haben, bei iTunes weiterhin so extrem geile Rezensionen zu schreiben. Ich habe mir heute nochmal die Rezensionen angeschaut. Ich gehe ja nicht jedes Mal, jeden Tag da rein, aber just heute war ich nochmal drin.

Vladislav: Sei ehrlich, du gehst jeden Tag da rein.

Gordon: Nicht jeden, nur jeden zweiten!

Vladislav: Okay.

Gordon: Wir haben mittlerweile über 44 Bewertungen. Waren das 44? Ich weiß nicht, ich mache mal eine Livesuche – 50 sind es mittlerweile, 50 Bewertungen!

Vladislav: Sehr toll. Danke, liebe Hörer.

Gordon: Ja, super geil. Also wir haben 50 Mal eine Sternebewertung, 44 Menschen gaben uns fünf Sterne, was großartig ist. Drei Menschen gaben uns vier Sterne, was ebenso geil ist. Gut, drei Leute haben uns einen Stern gegeben.

Vladislav: Was okay ist.

Gordon: Was auch okay ist, vermutlich, ja, weiß ich nicht. Sind wir halt ein bisschen ketzerisch gerade unterwegs für diese drei Leute. Vollkommen egal. Schreibt uns bitte, bitte weiterhin so großartige Rezensionen. Es macht so viel Spaß, sie zu lesen. Es motiviert mich so, und ich kriege fast immer Gänsehaut, wenn ich sie lese. Also wenn ihr uns oder wenn du uns, lieber Zuhörer, ein Dankeschön geben willst, dann bewerte uns bei iTunes. Okay, ich fürchte, ich muss noch auf die URL und die Show Notes hinweisen, Vladi.

Vladislav: Ach so, ja.

Gordon: Die ganzen Links, also wie man Suchmaschinen nutzt, die Heatmap, das Buch „Longtail Marketing“ und so weiter und so fort, das findest du in den Show Notes unter www.affenblog.de/016 – affenblog.de, Slash und dann die Ziffern null, eins, sechs. Und damit sind wir heute am Ende.

Vladislav: Alles klar.

Gordon: Super.

Vladislav: Guddi.

Gordon: Alles klar, bis dahin!

Vladislav: Bis dahin, Gordon. Tschö, tschö.

Gordon: Tschö.

Schön, dass du dabei warst. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann bewerte uns bei iTunes. Und wenn du Fragen hast oder mehr von uns erfahren möchtest, dann besuche uns auf affenblog.de. Bis zum nächsten Mal.

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22 Kommentare

  • Hallo ihr zwei, wie immer ein toller Podcast.
    Eine Bitte/Anregung. Könntet ihr bitte Podcastfolgen direkt als solche in der Überschrift kennzeichnen. Dann kann man dioe im RSS Reader gleich wecgklicken - werden ja im Podcatcher geladen.
    Vielen Dank!
  • Hi Matthias,

    danke für den Tipp! Nehmen wir mal auf und beschnacken wir!
  • Hey ihr beiden,
    Super Folge, leider für mich nichts neues mehr.
    Dennoch hör ich euch gerne zu und rufe mir das Wissen so wieder ins Gedächtnis.

    Macht weiter so!

    Ach ja eine Frage, schickt ihr keine newsletter mehr raus oder sollte ich mal im Spam danach suchen?

    Schöne Grüße
    Stefan
  • Hallo Stefan,

    wenn du fit in SEO bist, dann ist das natürlich absolut alter Stoff für dich. Aber ich hoffe, dass wir in der Zukunft wieder mehr für dich haben. Wo wir gerade dabei sind: Hättest du einen Wunsch für die Zukunft? Welches Thema sollen wir mal beleuchten?

    Beste Grüße,

    Gordon
  • Hi Stefan,

    thx!

    Wegen dem Newsletter: Schaue noch mal nach, ob die Mails seit dem Provider-Umzug nicht im Spam-Ordner landen.

    Ansonsten einfach neu anmelden! :)
  • Viele Wege führen nach Rom...
    So ähnlich war die Botschaft auch in meinem Kommentar vor genau einer Woche.

    Hallo Ihr Beiden,
    zu der heutigen Episode passt bestimmt, wenn ich jetzt verrate, wie und wann meine erste Begegnung mit dem Affenblog war. Die Antwort hat aber nichts mit der Suchmaschine Google zu tun... Ein "Gastartikel" von Vladislav im Januar 2013 bei "Afoma" führte mich zum ersten Mal zu diesem informationsreichen Blog. Da ich damals nur beim Mario Schneider "intensiv" aktiv sein wollte, und dort auch keine weiteren Gastartikel von Vladislav kamen, ging die Kommunikation wieder schnell zu Ende... Schon damals hinterließ er mit seinem "vorbildlichen" Verhalten gegenüber den Kommentatoren einen sehr guten Eindruck. Und wie ich seit Mai 2015 hier beobachten kann, hat er sich nicht verändert - er liebt, was er macht!

    Wie bin ich - trotz mehr als zwei Jahre Pause - wieder auf Affenblog aufmerksam geworden?

    War die Vermittlerin Google im Spiel? Nein :)

    Da ich bei Afoma seit 2014 (wegen einem unfreundlichen Kommentar von einem Mitglied) nicht mehr so aktiv bin, schaue ich dennoch ab und zu dort vorbei, um zu sehen, wie Mario Schneider sich weiterentwickelt... Und irgendwie sahen meine Augen "zufällig" einen weiterführenden Link-Tipp zum Affenblog... Seit dieser göttlichen Führung (Mai 2015) bin ich hier :)

    Lange Rede, kurzer Sinn...

    Natürlich macht Google das Leben viel angenehmer. Wer suchet, der findet!

    Aber mit "Gülay-Anzeigen" könnte es demnächst noch bequemer werden...

    Wunderschöne und dankbare Grüβe von Internet-Milliardärin Gülay :)
  • Gülay-Anzeigen! Wie cool! :D

    Manchmal kommt es so, wie es sein soll. ;)
  • Moin Gordon, moin Vladi,

    schöne kurze und knackige Podcast-Episode. Vielen Dank :-)

    Es kann wirklich ziemlich lange dauern, bis ein Leser abonniert. Gestern bei mir passiert: nach über 3 Monaten. Ja, bei meinen noch kleinen Zahlen kann ich das noch mitverfolgen :-D

    Ansonsten bleibt festzuhalten, dass Gordon singen kann und Vladi im Internet irgendetwas für 10 Mio. kaufen möchte. Vielleicht ja eine kleine Affen-Insel für sich und seinen Tribe :-P

    Viele Grüße,
    Michael
  • Hi Michael,

    besten Dank!

    Haha, ja, so eine Maschine wäre echt der Bringer! Und von einer Insel, so wie Branson, davon träume ich auch. Gib mir noch ein bisschen! :D
  • Hey Michael,

    ich denke, dass ich mir durch Plattenverkäufe und Touren die Insel schon früher kaufen kann - nicht! :D

    Cool, ich bin sehr gespannt, wie es bei dir und deinem Blog weiter geht!

    Wir sehen uns im nächsten Webinar?

    Grüße,

    Gordon
  • Vielen Dank für die Aufnahme. Macht weiter so.
    Zum Thema "Warum es manchmal Monate dauern kann, bis ein Leser dein Produkt kauft". Manchmal liegt es auch daran, dass man nicht das richtige Produkt anbietet. z.B. sind hier viele Fan von Vladi und wünschen sich einen privaten Workshop nur mit ihm oder max. 5 Teilnehmern :)
  • Hey,

    danke dir!

    Im http://www.affenclan.de rel="nofollow">affenclan gibt es jetzt regelmäßige Webinare mit einer Q&A-Runde. Das ist fast wie ein privater Workshop! :D
  • Vielen Dank, Megaflow! ;)

    Letztens hatten wir im affenclan - wie Vladi schon erwähnte - ein kleines Q&A mit ein paar Mitgliedern. Das war echt der Hammer!

    Grüße,

    Gordon
  • Vielen Dank für eine weitere großartige Episode. Ich hatte mich zwar gefreut, jetzt endlich "up-to-date" zu sein, um bei den Action Steps mitzumachen und es kamen keine, aber Gordons musikalische Einlage hat für dafür entschädigt. So gelacht hab ich schon lange nicht mehr :-)

    Viele Grüße

    Marc
  • Hi Marc,

    Gordons musikalische Einlage ist echt der Hammer! :D
  • Cool,

    das freut mich sehr! :D
    Dann hat mein kleines Ständchen ja sein Ziel erfüllt! ;)

Was denkst du?