3 Schritte, um dich als Coach mit einem Blog als Experte zu positionieren

Der ewige Kampf mit der eigenen Positionierung:

Was genau mache ich? Wer bin ich? Welche Kunden bediene ich? Was ist mein USP?

Was macht mich unverwechselbar, ja, praktisch unwiderstehlich für meine Kunden?

Das ist schon schwer genug.

Doch wenn man sie dann endlich einigermaßen für sich selbst klar hat, dann geht der Spaß erst richtig los.

Denn jetzt geht es darum, die eigene Positionierung auch nach außen zu kommunizieren.

Ja, nicht nur das. Um wirklich auch Kunden zu generieren und Umsatz zu machen, ist es notwendig, sich als Experte zu positionieren.

Was macht einen Experten eigentlich aus?

„Ein Experte bist du dann, wenn andere dich dafür halten, nicht wenn du dich selbst so nennst.“

Das hat ein geschätzter Kollege von mir vor kurzem gesagt und ich gebe ihm teilweise Recht.

Natürlich nützt es nichts, sich selbst einfach mal einen Experten zu nennen, wenn niemand anderes auch dieser Meinung ist.

Expertentum darf man sich erarbeiten.

Und es ist essenziell für die Kundengewinnung, dass einen andere irgendwann für einen Experten halten (und eben nicht nur man selbst).

Meine Erfahrung ist andererseits die, dass es da draußen zuerst mal überhaupt niemanden gibt, der eine Entscheidung für dich treffen kann. Auch nicht die Entscheidung, ein Experte zu sein.

Du darfst dich also selbst erst einmal als Experte wertschätzen, damit das auch andere tun können. Und wenn sie es dann tun, dann kannst du natürlich auch als Experte von dir selbst sprechen.

Wie kriege ich andere dazu, mich als Experte anzuerkennen?

Im Grunde könnte ich auch fragen: „Wie kriege ich nun die anderen dazu, meine Entscheidung zu ihrer zu machen?“

Eine der besten Möglichkeiten dafür ist ein Blog. Besonders gut geeignet für Coaches mit viel Wissen und geringem Budget! 😉

Als ich 2014 gestartet bin, kannte mich praktisch niemand. Und ich hatte so gut wie kein Budget für Werbung.

Da habe ich das Bloggen entdeckt. Und da ich schon immer gerne schreibe, war ich sofort fasziniert von dieser Möglichkeit.

Ich überlegte mir, wofür ich als Expertin gerne bekannt werden möchte. Das war am Anfang übrigens noch nicht genau das jetzige Thema.

Doch genau hier legt auch eine weitere wunderbare Möglichkeit eines Blogs: die persönliche Entwicklung und Weiterentwicklung der eigenen Positionierung zusammen mit deinen Lesern.

Ich habe also mal ein paar Blogartikel zu meinem Thema geschrieben … und schwups war ich als Expertin positioniert, oder?

Nein, ganz so einfach war es natürlich nicht.

Wie funktioniert das „Expertentum erschaffen“ mit einem Blog also genau?

Schritt 1: Haue Wissen raus

Free Content – darüber streiten sich die Geister.

Die einen sagen, dass man es halten soll, wie mit einem Bikini. 90% preisgeben, aber die wirklich interessanten 10% bleiben verdeckt. So dass es eben noch etwas gibt, dass dann von den Kunden gekauft werden kann.

Andere dagegen sagen, dass 90% schon zu viel ist. Free Content sollte bestenfalls zum „Anfüttern“ gut sein.

In der Drogerie bekommt man als Probe ein Parfüm auch keine fast volle Flasche, sondern ein Minipröbchen. Das reicht völlig aus um zu wissen, ob man den Geruch mag oder nicht. Wer mehr rausgibt, macht den Markt kaputt.

Das Ding ist, das ist alles total egal. Zumindest für uns Coaches.

Denn egal wie viel Wissen du rausgibst, ob 90% oder 5%, es ersetzt niemals dich als Coach!

Als Coach verkaufst du kein Wissen. Du verkaufst deine Fähigkeit, ein Spiegel für den anderen zu sein. Du verkaufst deine Empathie, dein Einfühlungsvermögen, deine ganz persönliche Art auf andere einzugehen und im richtigen Moment die richtigen Fragen zu stellen.

Also kannst du auf deinem Blog so viel über deine Arbeit schreiben wie du willst. Denn alles, was du schreibst, steht da als Wissen und Erfahrung auf dem Papier. Dennoch bist das nicht du.

Was aber all diese Erfahrungen, das Wissen und die Geschichten auf dem Papier für dich tun können, ist, das andere Leute erfahren, wie du tickst, was du weißt, wie du denkst, wie du fühlst und welche Lösungen du bereits für dich oder andere Menschen gefunden hast.

Und das macht dich Schritt für Schritt zum Experten in ihren Augen. Vorausgesetzt sie konsumieren deinen Content.

Schritt 2: Promote deine Artikel

Letztes Wochenende war ich auf einem Workshop für Coaches.

Da war jemand mit einem Blog, der hatte bereits über 50 Artikel veröffentlicht (jede Woche einen), ohne das es jemand bemerkt hat!

Insgesamt hatte er nach diesen 50 Artikeln 40 Abonnenten und praktisch 0 Kommentare oder Shares.

Da ist der erste Gedanke naheliegend: Entweder schreibt er einfach schlecht, das Thema ist irrelevant oder das Design ist furchtbar schlecht.

Wir haben uns selbst überzeugt: Nichts davon war zutreffend! Im Gegenteil, dieser Coach hat gute Artikel, ein interessantes Thema und ein tolles Design.

Was war also schiefgelaufen?

Unter Content Marketern gibt es da so ein Spruch, dass wirklich guter Content sich praktisch von alleine verbreitet.

Ja, das stimmt. Ab einer bestimmten Reichweite kann das schon passieren.

Ansonsten halte ich das eher für eine gute Vermeidungsstrategie für alle, die sich „irgendwie schon, aber eigentlich gar nicht so gerne“ ins Rampenlicht stellen, sprich, selbst vermarkten wollen.

„Das hat ja auch immer so was von Prahlerei und Angeberei“.

Und obwohl das im obigen Beispiel ein Mann war, trifft dieser Punkt besonders gerne weibliches Coaches.

„Die Leute werden schon entdecken, wie gut ich bin!“ ist die stille Hoffnung, die dann nach den ersten sechs Monaten überraschenderweise immer noch keinen Cent auf das eigene Konto gezaubert hat.

Also bitte:

Promote deine Artikel was das Zeug hält!

Wenn du anfangs noch recht unbekannt bist, dann hilft es, andere um Hilfe zu bitten. Habe ich auch gemacht! 😉

Ich habe nette, wohlwollende Menschen in meiner Umgebung gefragt, ob sie mir einen Kommentar auf meinen Artikel schreiben oder ihn mal auf Facebook für mich teilen, wenn es passt.

Hilfreich ist es, wenn man die Menschen, von denen man gerne Hilfe haben möchte, auch wirklich individuell anschreibt. Und noch besser ist es natürlich, wenn man sich vielleicht im Vorfeld auch schon mal für den anderen nützlich gemacht hat.

Warum ist das so wichtig?

Ganz einfach. Wir Menschen sind Herdentiere.

Wenn dein Leser auf einen Blog kommt, auf dem noch kein einziger Share oder Kommentar ist, ist die Hürde viel größer, sich dazu zu bekommen, dass einem die Sache gefällt.

Kümmere dich also darum, dass deine Artikel gesehen und gelesen werden.

Schritt 3: Stelle deine Eitelkeit ab und mache weiter

Wenn nicht nach den ersten drei Blogartikel die Interviewanfragen sowie zahlreiche Kunden erscheinen, hören viele einfach wieder auf.

„Keiner mag was ich schreibe“ oder „vielleicht ist das Thema noch nicht richtig“ sind meist nur vordergründige Ängste.

Dahinter liegt oft noch ein ganz anderes Thema, das meist nicht laut ausgesprochen wird: „Wenn ich mich jetzt schon mit meinem Herzensthema raustraue, all meinen Mut zusammengenommen, mich sichtbar gemacht und stundenlang an diesen Blogartikel geschrieben habe, dann sollen das die Kunden gefälligst auch honorieren!“

Das ist Eitelkeit. Einer der größten Erfolgsverhinderer überhaupt.

Das ist es, was es denen umso leichter macht, die hier ein wenig mehr Durchhaltevermögen (und weniger Eitelkeit) an den Tag legen.

Oft sind es nicht die Coaches mit dem super Design, den besseren Blogartikeln oder der ausgefeilten Marketingstrategie, die am Ende Erfolg haben.

Oft sind die erfolgreicher, die einfach länger durchhalten.

Denn was Menschen brauchen, um einen Coach zu buchen sind nicht etwa Zertifikate oder geniale Sprüche, sondern Vertrauen. Und Vertrauen braucht Zeit.

Dass du diesen Riesenschritt gewagt hast, endlich ehrlich und frei raus zu schreiben und dich zu zeigen interessiert deine Leser nicht die Bohne. In der Regel kriegen die das gar nicht mit.

Feiere das mit deinen Kollegen, Freunden oder mit deiner Familie. Lass deine Leser und potenziellen Kunden aus dem Spiel.

Versetze dich in die Lage deiner Leser, die mit tausenden von Blogartikeln und Coachingangeboten konfrontiert werden, lass ihnen Zeit und mache einfach mit den zwei gerade genannten Schritten weiter.

Hämmere dich mit deinen immer wiederkehrenden Schlagworten langsam aber sicher in die Köpfe der Leser und zeige, dass du es wirklich ernst meinst.

Fazit

Wenn du diese drei Schritte beherzigst und umsetzt, wird dein Blog mit der Zeit dein wertvollstes Instrument für deine Positionierung als Coach und deinen Status als Experte.

Du kannst dann jeden neuen Leser durch einen Prozess des Kennenlernens begleiten, indem du ihn z.B. in einem automatisierten Newsletter gleich am Anfang auf die Blogartikel hinweist, die er lesen soll, um einen klaren Eindruck von dir zu gewinnen.

Nichts hat mehr zu meinem Expertenstatus und meiner Sichtbarkeit als Coach beigetragen als mein Blog.

Sei also großzügig mit deinem Wissen. Promote deine Artikel.

Und mache einfach weiter.

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35 Kommentare

  • Liebe Christina, wie immer ein richtig guter Artikel von dir :) Danke!
  • Danke Dir, liebe Christina. :-)
  • Ein super Artikel Christina!

    Ich finde Schritt 2 am "schwierigsten". Eigentlich ist es total easy. Ich erwischte mich aber auch oft dabei, dass ich meinen Content, nicht verbreitete, da ich Angst hatte, dass es die anderen nerven können. Ein richtig dummer Gedanke.

    Ich möchte Menschen mit meinem Content ja helfen, also warum soll ich mich dann verstecken und Angst haben, dass ich den Menschen auf den Wecker gehen könnte? :)

    Raushauen, raushauen und raushauen ;)

    Liebe Grüße, Dominik
  • Hi Dominik,

    das kenne ich wirklich gut. Und tatsächlich gibt es ja auch immer mal wieder Menschen, die dann genervt sind. Dann sage ich mir immer: "nicht mein idealer Klient". Man kann es einfach nicht allen recht machen. Aber man kann sein Ding machen! :-)

    Go for it!
    Alles Liebe
    Christina
  • Hi Christina,

    oh ja wie recht du hast! Als ich vor fast 2 Jahren angefangen hab, fühlte ich mich häufig als würde ich meine Texte ins Nichts veröffentlichen :-D

    Da hilft nur dranbleiben. Und das wird definitiv belohnt!

    Es ist verrückt, aber manchmal erscheint es mir so als würde es auf einmal laufen, wenn man kurz vor dem Aufgeben ist.

    Egal in welchem Bereich. Es ist wie Magie ;-)

    Liebe Grüße,
    Alina Lohmann

    PS: Neben einem Blog kann man sich auch wunderbar durch ein digitales Infoprodukt als Experte positionieren.
    Entsprechendes Wissen natürlich vorausgesetzt ;-)
  • Hallo Alina,

    das stimmt, manchmal ist es magisch. Ging mir auch schon oft so... wenn ich grad denke, jetzt geht gar nichts mehr, dann passieren oft wunderbare Dinge.

    Alles Liebe
    Christina

    PS: Ja, es gibt natürlich noch so einige andere Wege, sich als Experte zu positionieren. Bloggen ist nur eine Möglichkeit.
  • Hallo Christina,
    vielen Dank für diesen super Beitrag. Da ich in Kürze selbst meinen ersten eigenen Blog an den Start bringen möchte, haben mich deine Tipps sehr inspiriert.

    Vor allem das Weitermachen stelle ich mir wirklich sehr schwierig vor, wenn es eben nicht gleich nach den ersten Wochen funzt. Ich würde das zwar nicht unter den Punkt "Eitelkeit" packen, aber du hast recht. Man sollte nie die Flinte ins Korn werfen, wenn man nicht gleich eine riesige Fangemeinde um sich scharrt. Das kommt. Der stete Tropfen höhlt den Stein.

    Vielen Dank für diesen Artikel.

    Gruß

    Micha
  • Hi Micha,
    danke für Dein Feedback. Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg und Durchhaltevermögen für Dein Projekt.

    Alles Liebe
    Christina
  • Liebe Christina,

    danke für den gelungenen Beitrag! Diese drei Punkte bilden die Basis, auf die man mit viel Ausdauer, bauen sollte. Wer schnellere Resultat sehen will - und ich kenne niemanden, der das nicht will - sollte zusätzlich einen vielschichtigen Zugang mit einem bunten Kommunikations-Mix wählen. Ja, auch Geld muss man dann ab und an in die Hand nehmen. Das Netz ist heute eben ein dicht gedrängter Ort.

    Liebe Grüße aus Wien
    Ivana
  • Liebe Ivana,

    da gebe ich Dir absolut recht, das ist die Basis, auf der sich mit der Zeit alles andere aufbauen kann. Ich habe mein Marketingbudget mit jedem kleinen Erfolg etwas vergrößert, also immer einen Teil von dem, was reinkam, wieder reinvestiert.

    Alles Liebe nach Wien
    Christina
  • Hi Christina,
    Danke für den tollen Artikel. Passt, da ja heute unser erster blog raus ist.

    Also Punkt 1 und 3 sind denke ich machbar. Aber bei dem Satz "andere um Hilfe bitten" bin ich schon beim Lesen rot geworden :)

    Naja, wir werden sehen. Jeder hat so sein Bereich wo es heißt "in die Knie zu gehen..."

    Danke auf jeden Fall für den input.
  • Liebe Dee,

    dann weißt Du ja gleich, was Du als nächstes ausprobieren darfst. :-)

    Und ich verspreche, das tut überhaupt nicht weh. :-*

    Viel Spaß dabei und alles Liebe.
    Christina
  • Liebe Christina,

    der Beitrag kommt im richtigen Moment. Ich lese den Affenblog gerade, um mich für den Moment von meinem neuen Blogartikel abzulenken ... (Klare Vermeidungsstrategie :-D ) Und dann lese ich genau Deinen großartigen Artikel zum Thema Positionierung und Bloggen. Es gibt halt keine Zufälle :-P Dann mal wieder fix an meinen Beitrag und durchhalten.

    Vielen Dank und liebe Grüße
  • Hehe, meine liebe Kerstin! ;-)

    Go for it!

    Alles Liebe
    Christina
  • Liebe Christina,

    du hast auf eine sehr eindringliche und schöne Art an ein paar Wahrheiten erinnert. Ich danke dir.

    Liebe Grüße
  • Hallo Claudia,

    sehr gerne und danke für Dein Feedback. Es freut mich immer sehr, wenn ich was Kleines oder Großes bewirken kann. :-)

    Alles Liebe
    Christina
  • Hallo Vladi,

    ich sehe das Bekommen des Expertenstatus als natürlichen Prozess, den man durchläuft.

    Als Blogger lernt man immer mehr Influencer in seiner Nische kennen. Dadurch wird man immer mehr zum Experten.

    Außerdem lernt man seine Zielgruppe immer besser kennen. Im Optimalfall ist man selbst seine Zielgruppe.

    MFG Philipp
  • Hallo Philipp,

    ich denke, Du lernst diese Influencer dann kennen, wenn Du selbst zuerst aktiv wirst. Wenn das für Dich ganz natürlich ist, dann umso besser! So sollte es sein. :-)

    Alles Liebe
    Christina
  • Danke für den Reminder, Christina!

    Ja, Schritt 1 reicht definitiv nicht und du hast mich erinnert, dass ich mich endlich mal um Schritt 2 kümmern sollte. Nicht dass ich es nicht wüsste, aber da gibt es leider diesen großen Unterschied zwischen Wissen und Tun ;)

    Ich habe mit Schreck heute festgestellt, wie mein alter Blog 22 Beiträge hatte !!! - von denen kaum einer wusste ;)

    Das Schicksal meines jetzigen Blogs darf nun ein anderes werden!

    Alles Gute, Steffi
  • Hallo Steffi,

    ja dann - hau rein! :-)

    Viel Erfolg und alles Liebe.
    Christina
  • Das alles hat im Kern damit zu tun, wie man Vertrauen erlangt bei anderen Menschen: durch Kompetenz und Charakter.

    Schöne Grüße
  • Hallo Oliver,

    danke für Dein Feedback. Genau, darum geht es im Grunde immer: Vertrauen.

    Alles Liebe
    Christina
  • Hallo Vladislav Melnik,

    du schreibst ja selber, habe ich aufgebaut. Als ich damals anfing, war es auch noch viel leichter. Ich denke aber, dass das jetzt und in Zukunft immer schwerer wird. Ich sehe viele neue Selbständige die starten und ohne Budget einfach nicht weit kommen.

    Es mag Ausnahmen geben - die Regel ist das aber nicht. Wenn man sich nur mal anschaut, dass ein Foto bei einer Bildagentur 1 Euro kostet und du dann folglich 30 Euro pro Monat brauchst, wenn du einen Artikel schreibst.

    Das nächste Beispiel sind Links, Kooperationen etc. Alle wollen nur auf tolle Projekte verlinken und von tollen Projekten verlinkt werden. Newcomer haben schon Möglichkeiten, die aber häufig durchaus begrenzt sind und nicht immer funktionieren. Hier ist es wieder wie mit der Katze die den Schwanz jagt.
    Als nächsten Kostenfaktor, sehe ich dann soziale Plattformen. Ein Basis Profil, ist ein Problem. Wer Xing ernsthaft nutzen will, was fast schon Pflicht für den B2B – Bereich ist, zahlt glaub ich ca. 100 Euro pro Jahr.
    Dann kommt da noch der tolle Server hinzu, ein Premium-Theme für Wordpress, wenn man nicht selber programmieren kann etc.

    Früher war das Ganze noch einfacher. Heute hat sich das Alles verändert. Nicht wenige Blogger schauen nur noch auf sich selber und nach oben. Dass ihnen diese Denkweise selber schadet, merken sie dabei nicht. Nicht umsonst ist die deutsche Bloggerszene um Lichtjahre hinter den Amis. Ich bin ja auch nicht der einzige der das so sieht.
    Früher war es dann auch noch so, dass es nicht so schlimm war, wenn die Seite eben nicht so toll aussah. Heute, schaut das anders aus und Besucher hüpfen in nur Sekunden wieder ab, wenn das nicht professionell ist etc.

    FAZIT: Ja es kann ohne Budget funktionieren. Verlassen würde ich mich darauf nicht. Es schadet nicht von Anfang an durch Facebook-Ads ein paar Likes aufzubauen - kein Mensch setzt sich gerne in ein leeres Café.

    Auch in die Promotion der eigenen Artikel durch PR, Social Media etc., ist am Anfang nicht zu unterschätzen.

    Voraussetzung für wenig Kosten bei möglichst großem Erfolg, ist meiner Meinung nach das Kennen der Zielgruppe.

    Ich würde, wenn ich heute nochmal micht dem Ziel Geld zu verdienen anfangen würde, immer einen Businessplan aufsetzen. Keinen so umfangreichen, wie er für Banken benötigt wird, aber ausreichend damit ich mir Gedanken über Kosten, Zielgruppe etc. gemacht hätte.

    Viele Grüße
    Josef Altmann
  • Super geschrieben, motiviert mich immer mehr! :)
    Ich schreibe regelmäßig meinen Blog (jeden Mittwoch) und freue mich über jeden einzelnen Leser. Einige Abonnenten durfte ich auch schon gewinnen und das Feedback ist einfach der Wahnsinn. Durchhalten ist wirklich ein super Stichwort, das ich auch meinen Lesern vermittle, wenn sie mit der Portrait-Fotografie erfolgreich sein wollen.

    Das Thema "kostenlosen Content" hast du sehr schön aufgegriffen, was ich noch gerne ergänzen möchte: Es gibt eh alles schon irgendwo im Netz, wo sich die Leute kostenlos informieren können. Und wenn sie das eh lesen, warum dann nicht bei mir??? :)

    Danke für deinen Beitrag!
  • Hallo Frank,

    genau das denke ich auch. Es gibt schon alles irgendwo, den Unterschied macht, wo die Leute es sich holen. Und... wie ich es mit meiner Persönlichkeit rüberbringe.

    Alles Liebe und weiterhin viel Durchhaltevermögen.
    Christina
  • Hallo,

    ein toller Artikel, der viele grundsätzliche Faktoren aufzeigt, auf welche es ankommt. Was ich allerdings nicht bestätigen kann ist, dass man mit einem Blog kein Budget für Marketing braucht. Ich bin da mittlerweile anderer Ansicht.

    Vor ein paar Jahren, war es relativ leicht beispielsweise bei Facebook und Co. eine gute Reichweite zu bekommen. Heute, wenn du nicht deine Freunde nerven willst, musst du schon zwangsweise ein paar Euros in Facebook-Ads investieren um eine tolle Reichweite zu erreichen. Sicherlich gibt es Ausnahmen, aber darauf verlassen sollte man sich auch als Coach auch nicht. Bei meinen Freunden interessieren sich nicht alle für Online Marketing oder Karriere, um die sich meine Seiten drehen. Würde ich das da promoten, würde es nur ein paar Menschen interessieren und der Rest wäre genervt.

    Zweites Beispiel ist die Suchmaschinenoptimierung. Wenn du neu mit deinem Blog bist, dann bekommst du vielleicht Links und Erwähnungen von Blogs die wenige Relevanz und Reichweite haben. Gute Blogger, die es im Internet schon zu was gebracht haben, verlinken sehr selten auf einen Newcomer. Vor allem in Deutschland ist das häufig zu sehen. Da ist es oft dann auch egal, wie gut der Content ist. Ich weiß nicht, ob das eine Art von Arroganz, Missgunst oder Sonstigen ist - aber es fällt mir sehr häufig auf. Es mag Ausnahmen geben, die sind aber nicht die Regel. Früher haben sich viele Blogger immer beschwert, weil große Medien, Zeitungen etc. nicht auf sie als Quelle verlinken. Heute wird unter Bloggern dasselbe praktiziert, obwohl sie sich vorher darüber aufgeregt haben. Versuch mal als kleiner Blogger eine Kampanie für irgendwas zu starten – bei Facebook, Twitter etc. Die Zahl der Teilnehmer ist dramatisch weniger als bei bekannten Bloggern, obwohl es oft kaum Unterschiede bezüglich der Qualität gibt. „Auch Blogger sind mittlerweile sehr egoistisch und jeder schaut nur noch auf sich selber.“ Genau wie das auch im Fernsehen ist, wo immer die gleichen Schauspieler kommen und neue Gesichter es schwer haben. Ist zwar schade für die Vielfalt, aber es ist nun mal so. Das sollten jene auf alle Fälle wissen, die glauben, dass es reicht einen Blog einzurichten und dann läuft alles zum Nulltarif.

    Auch mein dritter Punkt, auf welchen ich eingehen möchte, mit dem Expertenstatus ist nicht ganz so leicht umzusetzen wie es immer scheint. Wenn du einen Auftrag bekommen willst, dann brauchst du in der Regel Referenzen oder gute Beziehungen in einem Bereich. Wenn du aber relativ neue startest, ist deine Ausbildung sowie eventuelle Zertifikate die einzige Trumpfkarte - abgesehen von guten Content im Blog. Es ist doch oft so wie bei der Katze die ihren Schwanz nachjagt. „Ohne Referenzen kein Weg zum Expertenstatus und ohne Expertenstatus keine Referenzen.“

    Was ich damit schreiben will ist, dass es sehr gefährlich ist zu glauben, dass es viele Kunden regnet, wenn man bloggt und das Ganze ist dann auch noch kostenlos zu haben. Meiner Meinung nach ist es heute unerlässlich, auch ins Marketing zu investieren. Das gilt vor allem für jene, die kaum Ahnung von Online Marketing und Co. haben. Selbst dann, ist es nicht leicht alles alleine zu machen. Wer ist schon gleichzeitig Coder, Webdesigner, Online Marketing Experte, Blogger, Lektor, Fotograf etc. Man kann vieles selber umsetzen, ja. Aber alles professionell umzusetzen, in einer Zeit wo alles immer professioneller sein muss, halte ich schon für extrem schwer.

    Wie geschrieben, das mag funktionieren und es gibt auch heute noch tolle Erfolgsbeispiele - die Regel ist das aber nicht. Wie viele Blogs Tümpeln nur so dahin mit ein paar Euros? Wie viele Seitenbetreiber machen alle kostenlosen Bausteine richtig und bekommen trotzdem keine Reichweite.

    Auch ich habe gemerkt - irgendwann musst du ein bisschen investieren. Online-Shops, Portale etc. investieren ja auch nicht zum Spaß ins Business. Wenn alles zum Nulltarif zu bekommen wäre, würden die das sicherlich auch machen. Auf das Glück, sollte man sich meiner Meinung nach, wenn man an den Start geht, nicht verlassen. Jeder der ein Geschäft aufmacht, sei es im Einzelhandel, Handwerk oder der IT wird nie ohne ein gewisses Budget an den Start gehen – mit Ausnahmen.

    Der einzige Bereich der sehr häufig von kostenlosen Marketing und Vertrieb träumt, ist der Blogger und Dienstleistungsbereich. Demensprechend sehen dann auch die meisten Einnahmen aus. Schaut euch nur mal die Einnahmen von Blogs auf selbständig-im-netz.de an. Kann mir nicht vorstellen, dass 50 Euro Einnahmen oder auch 200 Euro für den großen Aufwand so eine tolle Sache sind.

    FAZIT: Ich kann nur jedem, der versucht sich über einen Blog zu vermarkten empfehlen, ein gewisses Budget ins Marketing zu investieren. Auch wenn viele Gurus immer wieder das Gegenteil behaupten. Schaut euch nur mal die Bloglandschaft an und ihr werdet das schnell merken – Marketing braucht auch Investition.

    Viele Grüße
    Josef Altmann
  • Hi Josef,

    verstehe was du meinst! Theoretisch braucht man kein Budget, den affenblog habe ich damals auch ohne aufgebaut.

    Aber mit Budget geht das viel einfacher und schneller. Aber das ist ja das klassische Spiel. Spätestens wenn's läuft, dann sollte man aber immer wieder ins Marketing reinvestieren.
  • Hallo Josef,

    danke für Deine Gedanken zu dem Thema.

    Witzig ist, dass ich gar nichts von "kostenlos" oder "null Budget" geschrieben habe. Und ich glaube irgendwo steht auch noch extra, dass es eben NICHT ganz so einfach ist, dass es also nicht damit getan ist, ein paar Artikel zu schreiben und gut.

    Ich bin Deiner Meinung, dass ein gewisses Budget durchaus hilfreich ist.

    Was ich nicht bestätigen kann, ist Deine Wahrnehmung, dass Blogger sich untereinander nicht unterstützen.

    Als ich im April 15 meine erste Sichtbarkeitschallenge gestartet habe, war ich noch recht unbekannt. Und auf meine Anfrage hin haben mir direkt einige der größten Blogger in meinem beruflichen Umfeld zugesagt. Warum? Weil ich vorher fast ein Jahr lang etwas für sie getan hatte ohne sofort nach einer Gegenleistung zu fragen.

    Aber natürlich macht da jeder eigene Erfahrungen. Und unsere Leser können sich durch unsere unterschiedlichen Sichtweisen dann selbst ein Bild machen.

    Dein Beitrag gibt mir auf jeden Fall direkt ein paar Ideen für weitere Blogartikel. Danke dafür.

    Alles Liebe Christina
  • Grundsätzlich alles richtig. Eine weitere gute Möglichkeit ist es, als Experte auf reichweitenstarken Portalen zu schreiben. Das bringt die eigene Person ganz weit nach vorne.
    Und dann diese Mitautorenschaft in allen Dokumenten nach Außen massiv promoten:
    - Auf der Blogseite selbst
    - auf der eigenen FB-Fanpage
    - im eigenen Twitterprofil
    - und als p.s. in der E-Mail Signatur:

    Gerade die E-Mail-Signatur ist ein sexy Instrument, auf Gastautorenschaft und Blog hinzuweisen.
  • Hey Andreas,

    da bin ich voll bei dir!
  • Hallo Andreas,

    danke für die ergänzenden Tipps. Darüber lässt sich ja schon wieder ein extra Blogartikel schreiben. :-)

    Alles Liebe
    Christina
  • Das ist eine klasse Idee mit dem Hinweis auf den Blog in der Emailsignatur. Vielen Dank für den Tipp!
  • sehr guter Artikel der sich übrigens nicht nur auf Coaches münzen lässt!
    Durchhalten und vermeiden der Eitelkeit ( ich bin jetzt mal eingeschnappt weils nn klappt ) sind immer die größten Hürden. Hier ist echter Biß erforderlich.
    Danke für den Motivationsschub!
    Rieke
  • Hallo Rieke,

    vielen Dank für Dein Feedback. Schön, dass Dich der Artikel motivieren konnte.

    Alles Liebe
    Christina

Was denkst du?