5 tödliche Anzeichen, dass dein Blogartikel in die falsche Richtung geht

Das passiert uns allen.

Du hast eine geniale Idee. Du setzt dich hin und schreibst einen großartigen Blogartikel.

Aber je weiter du kommst, desto schwieriger wird es.

Du bekommst ein schlechtes Gefühl. Alles kommt nicht so zusammen, wie du es dir vorgestellt hast.

Egal, denkst du dir. Und veröffentlichst den Artikel.

Aber deine Bedenken waren begründet. Die Anzahl der Shares und Kommentare sind im Keller. Viel weniger als normal.

Du wirst nervös.

Hast du einen gravierenden Fehler gemacht?

Jep, hast du. Du merkst, dass du mit deinem Blogartikel völlig daneben lagst!

Okay, entspann dich. Hole tief Luft. Und tritt einen Schritt zurück.

Überprüfe das nächste Mal diese fünf Anzeichen, damit so etwas nicht noch einmal passiert.

1. Dein Blogartikel hat keine Kernaussage

Jeder deiner Blogartikel muss eine Kernaussage haben. Eine einzige klare Message.

Wenn dein Leser am Ende angekommen ist und sich denkt: „Worum geht es hier? Was habe ich jetzt gelernt?“, dann hast du es vermasselt.

Sei mal ehrlich. So hast du dich auch gefühlt, wenn du deine wertvolle Zeit und Aufmerksamkeit für einen Artikel verschwendet hast, der einfach nicht zum Punkt kam. Du warst nicht glücklich darüber, oder?

Beim Schreiben ist man manchmal so tief in seinen Gedanken verloren, dass man gar nicht merkt, das man sich eine komplett andere Richtung entwickelt.

Aber du musst dir von Anfang an Gedanken machen, was du deinem Leser vermitteln möchtest. Nimm ihn an die Hand und bring ihn von Punkt A nach Punkt B.

Denn auch die alten Werbetext-Legenden wussten:

Der verwirrte Verstand kauft nicht.

Der verwirrte Verstand kauft keine Ideen in deinem Blogartikel. Mit einer unklaren Message kannst du deinen Leser nicht von deinem Inhalt überzeugen.

Mehr als eine Kernaussage verwirrt und erzeugt kein Mehrwert. Jeder Blogartikel muss eine Message haben, ansonsten kommt sie nicht durch.

2. Dein Blogartikel löst kein Problem

Wenn dein Blogartikel nicht ein Problem löst, dann weiß ich auch nicht mehr weiter.

Das Schlimmste, was sich dein Leser denken kann, ist: „Warum sollte ich mich damit beschäftigten? Was habe ich davon?“.

Deshalb musst du ihm Vorteile, Tipps und generell Mehrwert liefern. Er muss etwas davon haben. Das ist hier im affenblog schon ein alter Schuh:

Du musst für deinen Leser schreiben. Nicht für dich.

Das fängt schon bei der Überschrift an. Sie ist ein Versprechen an ihn für seine wertvolle Zeit. Sie kommuniziert den Nutzen.

Und, ganz wichtig, wenn du ein großes Versprechen machst, dann sei dir auch sicher, dass du dieses hältst. Wenn du mir einen schnellen und einfachen Weg zum Abnehmen versprichst, dann liefere mir auch wirklich einen schnellen und einfachen Weg zum Abnehmen!

Danach musst du mit deiner Einleitung das Versprechen weiter erläutern und bis zum Ende des Artikels durchziehen.

Dadurch bekommst du einen glücklichen Leser.

Wenn du kein Problem löst, dann wirst du dir kein erfolgreiches Blog Business aufbauen. Punkt.

3. Dein Blogartikel hat nicht die optimale Länge

Über die perfekte Wortlänge eines Blogartikels wird oft und fleißig diskutiert. Zusammenfassend kann man aber sagen:

Jeder gute Blogartikel ist so lang wie nötig, aber nicht länger.

Das Problem ist nur: Heute ist es schwer, die Aufmerksamkeit deines Lesers zu bekommen. Sogar dann, wenn er ernsthaft interessiert ist.

Du musst also aus der Masse herausstechen und dir genug Raum und Platz für Tiefe nehmen. Deshalb sind mindestens 1.000 Wörter pro Blogartikel ein guter Richtwert.

Auf der anderen Seite darfst du aber auch nicht zu lang sein. Editiere erbarmungslos und lösche alles, was nicht wirklich etwas beiträgt.

Ein anderer wichtiger Punkt ist, dass dein Blog kein Magazin und auch keine Zeitung ist. Im Internet gelten andere Regeln, vor allem im Hinblick auf die Formatierung.

Benutze also reichlich Zwischenüberschriften, kurze Absätze und Listen. Ein großer Block von Text ist alles andere als einladend.

Im Grunde musst du einfach lange, detaillierte und hochwertige Blogartikel schreiben, die ordentlich formatiert sind. Das ist die beste Content-Strategie.

4. Dein Blogartikel hat nicht den perfekten Detailgrad

Dein Blogartikel muss den perfekten Detailgrad besitzen.

Zu grob und er erzeugt keinen Mehrwert. Zu detailliert … und er erzeugt auch keinen Mehrwert.

Du musst möglichst tief ins Detail gehen, Recherchieren was das Zeug hält, Studien liefern und das Thema so tief wie nötig beschreiben.

Aber übertreibe nicht.

Gehe auf der anderen Seite nicht zu tief ins Detail. Ansonsten begibst du dich in eine Ecke, die dich vielleicht interessiert, aber nicht deinen Leser. Denn dann brichst du auch automatisch Punkt #1 und verwischt deine Kernaussage.

Das ist genau wie mit der Länge: Gehe so tief ins Detail wie nötig, aber nicht tiefer. Dafür sind Links da.

Du musst einfach, wie so oft im Leben, das optimale Mittelmaß finden.

5. Dein Blogartikel hat keinen Flow

Ich bin oft im Tunnel. Oder im Flow.

Flow ist ein Geisteszustand völliger Vertiefung. Es ist ein Aufgehen in einer Tätigkeit, die wie von alleine geht.

Beim Schreiben gelangst du irgendwann in den Tunnel. Du hörst und siehst nichts, außer deinen Text.

Es fließt.

Du schreibst locker alles herunter. Es gibt nichts anderes als dich und das Blatt Papier.

Und genau so wie du beim Erstellen im Flow bist, muss dein Leser auch beim Lesen im Flow sein.

Um das zu erreichen, muss dein Blogartikel zuerst logisch zusammenhängen. Wirr aneinander gereimte Absätze tun alles, vermitteln dem Leser aber nichts.

Der zweite Punkt ist, dass dein Text verlockend geschrieben sein muss:

Der erste Satz muss so verlockend klingen, dass der zweite Satz gelesen wird. Und der zweite Satz muss so verlockend klingen, dass der dritte Satz gelesen wird. Und so weiter. Und so fort.

Dein Leser muss sich wie auf einer gut geölten Rutsche befinden und nicht mehr bremsen können, bis er am Ende angekommen ist. Dein Leser muss deinen Blogartikel von oben bis unten komplett durchlesen. Er darf gar nichts anders können.

Fazit

Niemand macht gerne gravierende Fehler und liegt mit seinem Gefühl daneben. Aber das passiert uns allen ab und an.

Damit so etwas gar nicht mehr, oder zumindest nicht mehr so häufig passiert, musst du dir sicher sein, dass dein Blogartikel …

  • eine einzige Kernaussage hat.
  • ein bestimmtes Problem löst.
  • so lang wie nötig ist, aber nicht länger.
  • den perfekten Detailgrad besitzt.
  • einen anständigen Leseflow bietet.

Wenn du frühzeitig auf diese fünf Anzeichen achtest, dann wird aus deiner genialen Idee fast immer ein großartiger Blogartikel.

Denn merke dir eins: Nur du kannst dir die verbeugende Medizin gegen schlechte Blogartikel verschreiben.

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39 Kommentare

  • Hallo Vladi,

    danke für den Artikel. Die einzige Frage, die mir jetzt noch unbeantwortet geblieben ist, ist folgende: Was mache ich mit dem Flop-Artikel, nachdem ich bemerke, dass er ein Flop ist? Überarbeiten? Leser auf den Flop hinweisen? Nichts?

    Grüße,
    Yvonne
  • Hi Yvonne,

    bitte! Einfach überarbeiten und ein bisschen promoten. Aber die "Erster Eindruck"-Chance ist leider vorbei.
  • leck mich am .... danke schön nice post :D
  • Du hast mich gerade davor bewahrt zwei Themen in einem Blogeintrag zu vermischen.

    Danke!.

    Gruß Jens
  • Hi Jens,

    sehr gut! Die Verlockung ist da immer groß, oder? :D
  • Hallo!

    Wenn ich mir das hier so durchlese merke ich das ich wohl noch ganz am Anfang stehe!

    Mir fällt schreiben überhaupt nicht leicht! Ich habe zwar viele Ideen im Kopf, kann sie aber nicht auf Papier bringen!

    Wie kann man sowas lernen? Kann ich es überhaupt noch lernen? Oder ist es sinnvoller die Blogartikel schreiben zu lassen?! Also Outsourcing!

    Gruß
    Micha
  • Hi Micha,

    stehen wir doch alle irgendwann, oder? :)

    Ich würde es entweder durch tägliches Training lernen (jeden Tag 1.000 Wörter schreiben), oder mündlichen diktieren (gibt so Tools) oder auslagern bzw. einen Partner suchen. Alles möglich :)
  • Hi Vladi,

    schöner Leitfaden zum schreiben eines Posts.

    Passt irgendwie zu Punkt 1 oder 2, aber die Bedürfnisse und Nachfrage seiner Leser, Käufer etc. zu vernachlässigen, kann auch zu enttäuschenden Posts führen.

    Am Ende geht es um den Leser/Kunden auf den man sich fokussieren muss. Seine eigenen Vorlieben muss man hier und da teilweise zurückschieben, ohne dabei aus seiner Leidenschaft einen "Job" zu machen - wenn du verstehst was ich meine.

    Und dabei muss man sich eben in die andere Person hineinversetzen und die Dinge, die für einen selbstverständlich sind, möglichst für jeden verständlich beschreiben (wie du schon sagst: Das optimale Mittelmaß).

    Schreiben und Erfahrung sammeln ist hier angesagt - repetition is the mother of skill.

    Bis dann,
    Ben
  • Hi Ben,

    thx!

    Jep, das stimmt. Das ist im Prinzip die Kehrseite des "Problems" :)
  • Hi Vladi,

    wieder ein sehr schöner Artikel!

    Für mich war besonders der Punkt der einzigen Kernaussage wichtig. Alle anderen berücksichtige ich prinzipiell schon.

    Künftig werde ich die Kernaussage tatsächlich vorher formulieren und schauen, wie sich das auf die Qualität der Beiträge auswirkt. Und natürlich auf die Leserschaft.

    LG Axel
  • Hi Alex,

    danke dir!

    Der Punkt ist so einfach, dass er gerne vergessen wird :) Aber gerade dieser ist so kritisch.

    Sehr cool!
  • Der Punkt, wie detailliert man schreiben sollte, ist am schwierigsten, finde ich.

    Wenn man überlegt: gehe ich jetzt noch auf das ein oder lass ich das lieber und schreibe eventuell in einem weiteren Blogbeitrag mehr dazu?

    Die Grenze ist da sehr schmal.

    Trotzdem eine gelungene Auflistung die wohl jeder Blogger kennt bzw. kennen sollte ;)

    LG
    Sascha von unternehmerblog.at
  • Hi Sascha,

    das glaube ich dir. Da muss man einfach, wie bei allem im Leben, die richtige Balance finden. Mal ein bisschen über die Länge schlagen. Mal zuwenig. Das Feedback des Publikums wird dir schon sagen, welchen Detailgrad sie sich wünschen.
  • Hallöchen Vladislav,

    ich denke, wie du schon schreibst, die Kernaussage muss einfach spätestens nach dem ersten Satz in irgendeiner Weise für den Konsumenten klar werden.
    Was ich persönlich vor jedem Artikel mache, ich schnappe mir ein Blatt Papier und Brainstorme mindestens 2 Stunden vor mich hin. Suche alle Aspekte und Themen heraus, die möglicherweise zu meiner Überschrift und selbstverständlich der Kernaussage meines Artikels passen könnten.
    In welche Richtung genau es dann letztendlich geht, findet man meiner Erfahrung nach erst raus, sobald der erste Entwurf fertig ist.

    Aber was ich am Brainstorming einfach super finde, dass sich daraus wiederum neue Themen für mögliche Blogartikel ergeben.

    Und deinen genannten Flow kenne ich auch sehr gut. Man verliert sich einfach irgendwann in seinen eigenen Worten und sieht den Wald vor lauter Buchstaben nicht mehr...
    Spätestens an diesem Punkt, steige ich immer aus und sage mir: Nein, warte. Noch mal einen Schritt zurück. Lese mir den Entwurf noch einmal bis zu der Stelle durch und versuche mir im Klaren zu sein: Gehe ich meiner gewollten Kernaussage überhaupt noch nach?

    Jedenfalls, super Artikel und ich stimme dir in jedem Punkt zu!
  • Hi Alexa,

    jep, brainstormen bzw. Recherche betreiben mache ich auch immer!

    Genau, oft hilft auch ein Tag Pause, dann bekommt man wieder einen klaren Kopf.
  • Hi Vladi,

    danke für Deinen großartigen Content. Der Artikel ist eine gute Orientierungshilfe dafür, wie ich einen super Blogartikel schreibe.

    Allerdings finde ich diesmal die Überschrift nicht passend. Im Artikel sind nur positive Aussagen und nicht wie "versprochen" die tödlichen Anzeichen. Oder andersum gesagt: müsste z.B. der erste Punkt nicht heißen: "Du hast keine Kernaussage!" damit es stimmig ist mit der Überschrift?

    Ich komme mir selbst beim Schreiben dieser Nachricht ganz pingelig vor, aber nachdem in Punkt 2 kam, das die Überschrift halten muss, was sie verspricht, war ich verwirrt. ;-)

    Trotzdem Danke für das Ausrichten auf diese wichtigen Punkte beim Artikelschreiben! :-)
    Liebe Grüße
    Christina

    Liebe Grüße
  • Hi Christina,

    keine Ursache!

    Wow, danke! Ich war so tief drin, das mir das überhaupt nicht aufgefallen ist. Ist gefixt.

    Und hier haben wir das tödliches Anzeichen #6 - Dein Blogartikel ist nicht klar genug! ;)
  • Wolf Schneider hat dazu mal gesagt:
    "Einer muss sich quälen - der Autor oder der Leser"
  • Hi Olaf,

    danke für das Zitat! Kannte ich noch gar nicht, gefällt mir aber sehr gut! ;)
  • Hi Vladi! Du hast natürlich recht mit dem was du sagst. Aber würdest du sagen, die exakt gleichen "Regeln" gelten auch für einen Fotoblog wie ich ihn hab? http://www.fotoworkshop-4you.at/
    Muss ich hier in jedem Beitrag "ein Problem" lösen oder darf man einfach mal ein schönes Foto präsentieren und ein paar Worte zur Entstehung schreiben? Was meinst du?
    LG aus Wien,
    Martin
  • Hi Martin,

    ein reiner Fotoblog wird schwer. Das ist fast unmöglich, daraus ein Business zu bauen.
  • Bei einem Fotoblog kann ich folgendes empfehlen: Löse kein Problem, aber befriedige ein Bedürfnis.

    Das Bedürfnis? Unterhaltung, Begeisterung, Inspiration.

    Inspiration ist der Hauptgrund, warum Menschen Blogs lesen. Wenn du das mit Bildern lieferst, dann ist das super. Ist allerdings nicht leicht.

    Um daraus ein Business zu machen, kannst du eine Fotoschule oder Workshops zu Fotografie anbieten. Was meinst du?
  • Es ist nie schön mit anzusehen, wenn man einen Artikel geschrieben hat, aber es keinen Interessiert.
    Ich denke wenn man ein dringendes Problem des Lesers löst, dann hast du schon eine gewisse Zielgruppe.
    Ich nutze für sowas ein Cheetsheet von Fizzle. Bevor ich das nicht abhackt habe, kommt mir kein Artikel.mehr raus ;)
  • Moin, ich lese grad "Fizzle". Bist du dort Mitglied? Was sind deine Erfahrungen?

    Liebe Grüße
    Dennis
  • Hey Vladimir,

    oh ja, das stimmt!

    Ja, im Prinzip schon. Aber es ist immer besser diese noch mal zu fokussieren.

    Sehr cool! Im affenclan gibt's so etwas auch demnächst :)
  • Hey Vladi,

    ging mir ab und zu genauso. Ich fing an, den Artikel zu schreiben. Doch schwiff völlig ab.

    Zu dem Zeitpunkt, in dem ich mir überlegt habe, wie man das ändern kann, kam ein Video von Pat. Kennst du sicherlich auch, es ist das Video mit den vielen Post It's :D

    Denn man muss eine Kernaussage zu Beginn des Artikels festlegen. Was will man lehren?

    Diese Kernaussage schreibt man dann auf einen Post It und schreibt dazu viele viele Unterthemen auf, die dazu beitragen, die Kernaussage zu unterstützen und zu erklären.

    Deine kleine Checkliste unterstützt da nochmal, danke dafür! :)

    Viele Grüße,
    Alex von akleineb.de
  • Hi Alex,

    ja, das passiert manchmal :)

    Ne, kenne ich leider nicht. Aber das geht ja in die selbe Richtung :)

Was denkst du?