Wie du dauerhaft verlockende Blogartikel schreibst

Schreibst du immer noch Blogartikel, die niemand liest?

Okay. Vielleicht hattest du mal einen Hit. Aber gleich danach gleicht dein Blog wieder einer Geisterstadt.

Jetzt liegst du nachts wach und denkst dir: „Wie schreibe ich denn dauerhaft gute Blogartikel?“.

Nun, ich kann dir helfen. Ich schreibe verlockende Blogartikel.

Jedes einzelne Mal.

Natürlich sind einige verlockender als andere. Aber im Durchschnitt sind trotzdem alle erfolgreich.

Bereit? Dann legen wir los!

Eins vorab: Was mache ich, was andere Blogger nicht machen?

Ich benutze fast 100 Jahre alte Werbetext-Regeln. Dieses erprobte Wissen habe ich genommen und in den modernen Blogging-Kontext angewendet.

Das funktioniert gut. Sehr gut sogar.

Aber genug der langen Worte. Hier sind 11 Tipps, damit du auch dauerhaft verlockende Blogartikel schreibst.

1. Kenne deine Zielgruppe

Sei ehrlich, kennst du deine Zielgruppe?

Weißt du genau, wen du mit deinem Blog und mit deinem Artikel erreichen möchtest?

Ich merke das oft. Oft wissen fleißige Blogger nicht, wer ihre Zielgruppe ist. Dann wundern die sich, warum ihre Artikel nicht ankommen.

Ich habe neulich auch ein Video zum Thema Eisenhower-Matrix gesehen. Nach kurzer Zeit war mir sofort klar, dass derjenige seine Zielgruppe nicht kannte.

Er hat sich über viele Dinge Gedanken gemacht. Nur nicht über einen kritischen Punkt – seine Zielgruppe.

Dein Leser merkt das sofort. Wenn dein Artikel nicht genau für ihn zugeschnitten ist, wenn deine Message ihn nicht erreicht, dann drückt er schnell auf den Zurück-Button.

Deshalb musst du immer genau wissen, für wen du schreibst.

2. Kenne deinen perfekten Kunden

Nachdem du deine Zielgruppe bestimmt hast, musst du noch einen Schritt weiter gehen: Wer ist dein perfekter Kunde?

Dein perfekter Kunde ist die Person, mit der du mehr zu tun haben möchtest. Es ist der Leser, der deine Artikel liest. Sie kommentiert. Und sie teilt.

Er ist stolz, ein Mitglied deines Tribes sein zu dürfen. Er ist dein wahrer Fan.

Wenn du diese Person bestimmt hast, dann gib ihr einen Namen.

Schreibe danach noch mehr über diese Person: Wie sieht sie aus? Wo ist sie zur Schule gegangen? Hat sie Familie? Was sind ihre größte Wünsche und Probleme?

Jetzt schreibst du alle Blogartikel nur für diese einzige Person.

Das Ziel ist einfach, dass du dir ein lebendiges Lebewesen vorstellst.

So schaffst du das Maximale an persönlicher Kommunikation in deinen Texten.

3. Recherchiere was das Zeug hält

Du hast dir jetzt reichlich Gedanken über deine Zielgruppe und deinen perfekten Kunden gemacht. Check.

Jetzt musst du den harten Weg gehen und mühselige Recherche betreiben. Aber das Schöne daran ist, dass das nur wenige machen.

Denn gerade diese lästige Arbeit wird dich von der Masse abheben und dich erfolgreicher machen.

Ein guter Blogartikel ist immer fundiert und liefert Links zu weiterführenden Quellen.

Ich habe am Anfang wirklich stundenlang recherchiert. Mittlerweile bin ich ziemlich fit in meinem Thema und muss nicht mehr so lange buddeln. Ich kenne schon vieles.

Bei der Recherche bekommst du auch nette Ideen für deine Überschrift, deine Einleitung … und vielleicht auch für dein Ende. Du bekommst also einen doppelten Nutzen.

4. Unterrichte deinen Leser

Dein Blogartikel ist gut, wenn er deinen Leser lehrt. Das ist ein wichtiger Punkt, der „smarte Business Blogs“ auszeichnet.

Smarte Blogger lösen immer ein Problem einer Zielgruppe.

Oft höre ich jetzt: „Aber ich betreibe meinen Blog nur hobbymäßig“.

Nun ja, wenn du mit deinem Blog keine Produkte und Dienstleistungen verkaufen möchtest, dann kannst du damit machen, was du willst.

Aber der affenblog ist für Blogger, die es ernst meinen. (Auch wenn du als Hobbyblogger dennoch eine Menge für dich rausholen kannst.)

Wir Menschen stellen uns immer die Frage: „Was ist für mich drin?“. Und wenn du über etwas schreibst, dass dich, aber nicht deinen Leser interessiert, dann hast du schon verloren.

Der Nutzen gewinnt immer. Überall.

5. Strukturiere deinen Blogartikel

Zum Thema Struktur habe ich bereits eine beliebte Infografik erstellt. Aber schauen wir uns die einzelnen Bestandteile genauer an:

  • Schreibe verlockende Überschriften – Deine Überschrift ist das einzige Element, das entscheidet, ob dein Artikel gelesen wird. Schreibe deshalb mindestens 25 Variationen deiner Überschrift und achte darauf, dass sie einen Nutzen enthält. Hier gibt’s mehr über das Überschriften schreiben.
  • Achte auf deinen ersten Satz – Neben deiner Überschrift ist der erste Satz das zweitwichtigste Element deines Blogartikels. Achte darauf, dass dieser kurz, knapp und prägnant ist. Es muss leichter sein ihn zu lesen, als ihn nicht zu lesen. Hier gibt’s mehr über den ersten Satz.
  • Beginne mit einem „BANG“ – Nachdem deine Überschrift und dein erster Satz überzeugt haben, liest dein Leser deine Einleitung. Diese muss verlocken. Der zweite Satz muss so verlockend sein, dass der dritte gelesen wird. Und der dritte Satz muss so verlockend sein, dass der Vierte gelesen wird. Und so weiter, und so fort. Hier gibt’s sieben Wege, um deinen Blogartikel zu beginnen.
  • Formatiere deinen Blogartikel – Auch wenn ich hier den Optimalfall beschreibe, liest dein Leser nicht von oben nach unten. Er liest eigentlich gar nicht. Er scannt eher. Greife ihn deshalb unter die Arme und benutze reichlich Paragrafen, Zwischenüberschriften, Bullet Points, nummerierte Listen und Links zu älteren Artikeln oder weiteren Quellen.
  • Beende deinen Artikel mit Stil – Das ist ein Punkt, den auch viele Blogger vergessen. Viele brechen den Artikel einfach ab. Aber du solltest deinen Artikel zusammenfassen. Und eine Frage oder Handlungsaufforderung stellen. Hier gibt’s sieben Wege, um deinen Blogartikel zu beenden.

Eine gute Struktur lädt zum Lesen ein und macht deinen Artikel erst richtig verlockend. Unterschätze das nie.

6. Schreibe klare, knappe und einfache Sätze

Was das Texten angeht, da werden wir falsch erzogen. Seit Anbeginn an, müssen wir in der Schule lange, komplizierte und unnötige Aufsätze schreiben.

Und dieses Mindset übernehmen viele Blogger.

Aber niemand liest gerne solche Artikel. Vor allem im Internet, wo es noch schneller zugeht.

Schreibe deshalb klare und einfache Sätze. Ein Fünftklässler sollte sie verstehen. Achte auch darauf, dass sie kurz sind.

Das liegt nicht daran, dass dein Leser dumm ist. Das liegt daran, dass dein Leser keine Zeit hat.

Am Anfang wirst du Probleme haben, knappe Sätze zu schreiben. Aber mit ein bisschen Übung wird das ins Fleisch und Blut übergehen.

Heute höre ich ganz oft Komplimente über meinen Schreibstil. Und, denkst du, dass ich früher gut in Deutsch war? Pustekuchen.

7. Schreibe lebhaft

Das schöne und einfache am Bloggen ist, dass es wie das freie Sprechen ist. Ich sage auch immer:

Bloggen ist kein Essay. Bloggen ist eine lebhafte Unterhaltung.

Und fast jeder kann sprechen.

Ich versuche auch immer so zu schreiben, dass ich aus dem Bildschirm herauskomme und mit dir eine Unterhaltung führe.

Wenn dein Leser deinen Blogartikel liest, dann ist das kein Lesen im klassischen Sinne. Es ist eher eine Art „Interview“ mit deinem Leser.

Deshalb ist ein guter Richtwert, den ich dir mit auf den Weg geben muss: Schreibe wie du sprichst. Ganz einfach.

8. Schreibe so lang wie nötig

Aber nicht länger.

Die Frage ist jetzt, wie lang ist das?

Ich bin ja ein großer Befürworter von langen Blogartikeln mit mindestens 1.000 Wörter. Auch in dieser Infografik wird der statistisch ermittelte Richtwert von 1.600 vorgegeben.

Das kann ich so unterzeichnen.

Unverständlich sind auch die Kommentare weiter unten.

Wenn dir Artikel mit 1.000 Wörter zu lang sind, dann solltest du es mit dem Bloggen lieber sein lassen.

Ich kenn nur einen Blogger, der damit wegkommt – Seth Godin. Aber alle anderen erfolgreichen Blogger wie z. B. Brian Clark, Neil Patel und Jon Morrow schreiben alle lange Blogartikel.

Auch diese Studien und Analysen zeigen, dass lange Blogartikel einfach besser funktionieren:

Und schaue dir auch mal die Artikel hier im affenblog an. Alles lange Artikel mit mindestens 1.000 Wörtern. Und die Artikel mit 2.000 Wörtern oder mehr haben überdurchschnittlich hohe Shares.

Ein Zufall? Wohl kaum.

9. Benutze ein Swipe File

Das ist ein kleines Geheimnis der Großen. Es gibt keinen erfolgreichen Blogger, der kein Swipe File hat.

Aber was ist das?

Ein Swipe File ist eine Sammlung von erprobten Werbetexten. Dazu zählen Dinge wie …

  • verlockende Überschriften
  • aufmerksamkeitsstarke erste Sätze
  • interessante Einleitungen
  • perfekte Schlussteile
  • emotionale Wörter

Nach dem du diese Texte gesammelt hast, musst du diese nur in deinen Kontext setzen.

Benutze deshalb mein affenblog als dynamisches Swipe File. Klaue dir zum Beispiel meine Überschriften und setze sie in deinen eigenen Kontext.

Das ist eine smarte Abkürzung zum Erfolg.

11. Lies deinen Text laut vor

Mein letzter Tipp an dich: Lies deinen Artikel laut vor. Wie klingt der Rhythmus? Klingt dein Text flüssig?

Wenn nicht, dann verbessere ihn.

Denn wenn dein Text flüssig klingt, dann wird ihn dein Leser besser verstehen. Beim Lesen liest er deinen Text gedanklich vor und hört dabei deine Stimme. Wird er nicht unterbrochen, dann liest er bis zum Ende.

Und dann hast du dein Ziel erreicht.

Fazit

Wenn du alle diese Regeln befolgst, dann garantiere ich dir, dass du dauerhaft erfolgreiche Blogartikel schreibst.

Dann werden alle deine Blogartikel gelesen.

Dann wirst du nicht nur einen Hit haben, sondern alle deine Artikel werden Hits sein.

Und dann liegst du nachts nicht mehr wach. Du denkst dir vorm Schlafen gehen nur: „Wow. Ich schreibe wirklich affengeile Blogartikel. Jedes einzelne Mal“. Und schließt ruhig und besinnlich deine Augen.

Hast du noch andere Tipps, um dauerhaft verlockende Blogartikel zu schreiben?

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24 Kommentare

  • Hallo Vladislav,
    hab´ jetzt einige deiner Artikel gelesen und merke, wie meine Gefühlswelt verrückst spielt = wow, ja, super, das geht....und...mann, wo soll ich die Zeit hernehmen...kann ich das auch...usw?

    Nun - es überwiegt das Wollen ;-) und deine Ausführungen inspirieren sehr. Werde jetzt dann gleich einen zweiten deiner Influence-Gedanken umsetzen = deinen blog empfehlen...bin da in einer xing-Gruppe, die sich mit social media beschäftigt. Viele wird´s dort geben, die sich für deine Inhalte interessieren.

    Zum Schluss noch ´n fettes DANKE!!
  • Hi Johann,

    wer will, der kann! :D

    Vielen lieben Dank für das Promoten!
  • Hallo Vladislav,

    ich dachte immer, meine Zielgruppe sind halt alle Leute, die glücklicher werden wollen. Wie die so sind.. davon hatte ich eine ungefähre Vorstellung.
    Aber dann hab ich mir meine Follower bei FB, Twitter und Co. mal richtig angesehen und siehe da... sie sind ganz anders...
    Jetzt weiß ich auf jeden Fall viel genauer, mit wem ich es zu tun habe.
    Danke dafür!
  • Hi Katharina,

    ja, das mit der Zielgruppe ist so ein Thema. Im Prinzip sollte man sich eine Zielgruppe "ausdenken", diese versuchen zu erreichen und dann überprüfen, ob man diese auch erreicht hat. Und das hast du ja gemacht :D

    Keine Ursache!
  • Sauberer Artikel, Vladi!

    Ich muss gestehen, seit ich deine Tipps mit einbeziehe habe ich schon 2-3 Hits mit jeweils 800-2000 Likes/Shares :) ... und ich habe erst 10 Artikel seitdem veröffentlicht, haha!

    Weiter so, Mann! :)

    LG
    Andy
  • Hey Andy,

    thanx! Sehr, sehr gut! Dann erzähle ich hier ja nicht nur Lügengeschichten die bei mir funktionieren, haha! :D

    Mach ich, du auch!
  • Super Artikel!

    Alle deine Artikel sind toll, gar kein Thema, aber ich frage mich, wie ich die coolen Tipps für mein Autorenblog anwenden kann. Ich will den Leuten ja in dem Sinne nichts beibringen. Ich schreibe kleine Geschichten und Hintergrundinformationen. Wie kann man werbetexten und gleichzeitig meinen Stil behalten?

    Liebe Grüße
    Anna
  • Hey Anna,

    danke, danke! ;)

    Ah ja, dann trifft das alles nicht 100%-ig zu. Aber zuerst würde ich mir klar werden, dass du doch etwas verkaufst - Unterhaltung. Das ist das Problem, das du löst. Deine Überschriften würde ich nicht auf den klassischen Nutzen, sondern auf "unterhaltsamen Nutzen" beziehen. Versuche in deiner Überschrift diesen zu vermitteln. Zum Beispiel: "Claudius, der Schmied, hämmerte gewöhnlich an seinem Schwert. Doch dann ...". Schau dir dazu auch mal meinen Upworthy-Post an. Die benutzen auch viele emotionale Überschriften. Das könntest du auch versuchen.

    Und natürlich sollte deine Einleitung mit etwas fesseln - z. B. einer Geschichte. Aber das machst du ja bereits. Am Ende könntest du noch eine Frage stellen, wenn du Leserfeedback haben möchtest und es kontextmäßig passt.

    Das ist so mein spontaner Take.
  • Hi Vladislav,
    vielen Dank für die hilfreichen Tipps! Mein Blog ist noch sehr jung und hat noch viel Optimierungspotential, da sind solche Artikel Gold wert! Ich mache mich gleich an die Umsetzung und werde mir auch ein Swipe File anlegen. Liebe Grüße aus Südbaden, Alena
  • Hi Alena,

    keine Ursache! Optimierungspotential gibt's immer! ;)

    Super, weiterhin alles Gute!
  • Ja genau. Ließ deinen Text laut vor. Am besten funktioniert das wenn man sich dabei aufnimmt und das mal von der Seite anhört. Schon wären dem Hören wird die Birne dem Kopfkino ausgesetzt, neue und bessere Sätze entstehen und der Text wird besser.

    Was ich noch nicht ganz richtig umgesetzt habe ist die Swipe File, jedes mal vergesse ich diese.

    VG Dimitri
  • Hi Dimitri,

    ah, spannende Idee. Hab ich ja noch nie gemacht!

    Ach echt? Ich benutze mein Swipe File jedes Mal. Hab mir jetzt auch Swipe File Bücher zugelegt und bin gerade am Testen.
  • Danke für den Artikel. Das war überzeugend und der Affenblog ist sofort in meinem RSS Reader gelandet.
  • Hi Roman,

    keine Ursache! Cool, thx!
  • Hi Vladislav,

    für meinen neuen Blog habe ich mir angewöhnt, mit den Überschriften zu beginnen. Danke für all die Tipps, deren Früchte ich in Zukunft ernten werde.

    Ich muss mir zwar jetzt vor jeden Artikel mehr Gedanken machen, aber dafür biete ich hoffentlich meinem Leser Mehr Wert :-)

    VG David
  • Hi David,

    ist der richtige Weg. Keine Ursache - dafür ist der affenblog da!

    Ordentlich Gedanken machen ist die Basis. Da führt kein Weg drum herum! ;)
  • Hi Vladi,

    Toller Artikel mit super Punkten!
    Vor allem die ersten beiden Punkte finde ich extrem wichtig. Meiner Meinung nach ist es für jedes Business unabdingbar, seine Zielgruppe und den perfekten Kunden zu kennen. So auch für das professionelle Bloggen, welches auch ein Business ist.

    Beste Grüße
    Jens
  • Hi Jens,

    danke dir! Jep, ganz genau. Ohne geht nicht!
  • Es gibt einen wichtigen Punkt:

    "Lerne von den Film-Dialogen im Kino"

    Die Mehrzahl der Sätze in Film-Dialogen ist so um die 6 Worte lang. Empirische Untersuchungen haben ergeben dass dies die optimale Länge für Verstehen und Erinnern ist.
  • Hi Wolfgang,

    ah, spannend! Man kann generell eine Menge von Filmen fürs Bloggen lernen, wenn man hinter die Fassaden schaut.

Was denkst du?