Warum jeder smarte Blogger diese Facebook-Anzeige schalten sollte

Sandra Holze
von Sandra Holze
Warum jeder smarte Blogger diese Facebook-Anzeige schalten sollte

Du bloggst oder verkaufst digitale Produkte?

Dann hast du hoffentlich eine E-Mail-Liste. Einen Tribe.

Und hoffentlich bist du ständig daran interessiert, diese zu vergrößern.

Solltest du aber noch kein E-Mail-Marketing betreiben, dann kann ich dir nur dringend empfehlen, damit loszulegen.

Über deine E-Mail-Liste bist du nämlich Herr.

Du bestimmst, wann und wie du kommunizierst. Und du bestimmst zu einem guten Stück mit, wie viele Leute deine Botschaften erhalten.

Personen, die regelmäßig von dir hören, werden eher zu Kunden und Empfehlungsgebern als lose Kontakte auf Facebook.

Und Facebook kann dir nun enorm dabei helfen, deinen Tribe zu vergrößern.

Statt dein Geld für Anzeigen auszugeben, die dir mehr Fans bringen, solltest du lieber in das Wachstum deiner E-Mail-Liste investieren. So machen das viele smarte Blogger.

E-Mail-Abonnenten zu gewinnen, die zu neuen Kunden werden könnten, sind zigmal mehr Wert, als ein neuer Facebook-Fan.

Aber warum?

2 gute Gründe, warum E-Mail-Abonnenten wichtig sind

E-Mail-Abonnenten sind aus diesen zwei Gründen wichtig:

  • Kontrolle – Solange du deine Facebook-Fans nicht in deinen Newsletter überführst, hast du keine Kontrolle über deine Kontakte. Wenn Facebook morgen dicht macht, dann hast du alle Kontakte verloren. Außerdem ist die Reichweite der Facebook-Beiträge im Sturzflug. Du hast also kaum Kontrolle darüber, wer deine Botschaft sieht.
  • Verkaufen – Direktes Verkaufen auf Facebook funktioniert schlecht. Du musst zuerst Vertrauen aufbauen. Eine Beziehung. Deshalb funktionieren Anzeigen, die versuchen direkt etwas zu verkaufen selten gut. Stattdessen solltest du mit mehrwertigen Inhalten eine Beziehung aufbauen. Ganz nach dem Gesetz der Reziprozität.

Aber genug geredet. Legen wir mal los.

4 einfache Schritte zu deiner Facebook-Lead-Anzeige

Die Facebook-Lead-Anzeige ist ein wenig aufwendiger. Denn es ist mit dem Erstellen der Anzeige nicht getan.

Es handelt sich viel eher um einen Prozess, mit dem du aus einem Facebook-Kontakt einen potenziellen Leser und Kunden machst.

Mit folgenden vier Schritten baust du dir jetzt deine Anzeige auf:

Schritt 1: Give-away

Zu aller erst brauchst du einen Grund, warum dir die Besucher ihre wertvolle E-Mail geben sollten. Dein Give-away muss so gut sein, dass dein Publikum bereit wäre, dafür zu zahlen.

Um ein Give-away zu erstellen, finde einfach heraus, welches das größte Problem deines idealen Kunden oder Lesers ist.

Ein einfacher Weg (den Vladislav z. B. auch macht) ist es, deine Abonnenten zu Fragen. Sende ihnen einfach eine Mail und frage nach ihrem größten Problem.

Und auch ich stelle diese Frage allen Abonnenten, die sich neu für meinen Newsletter anmelden. Und ich erhalte viele gute Antworten! 😉

Danach erstellst du dein Give-away. Du lieferst die Lösung für ihr Problem. Je wertvoller und hilfreicher die Informationen, umso mehr Menschen werden später deine Fans und öffnen regelmäßig deine E-Mail.

Für das Give-away eignen sich unzählige Formate. Hier mal ein paar Beispiele:

  • Webinar-Aufzeichnungen
  • Video-Serien
  • Leitfäden
  • E-Books
  • Case Studies
  • Checklisten
  • Vorlagen

Achte hierbei auch aufs Detail. „Leitfaden“ klingt viel besser und hochwertiger als „PDF“.

Kommuniziere immer einen klaren Vorteil, den dein Leser aus dem Give-away gewinnt.

Schritt 2: Landing Page

Als nächstes brauchst du eine Landing Page, auf die du die Besucher deiner Facebook-Anzeige weiterleitest.

Genau hier geben diese Interessenten ihre E-Mail-Adresse ein, um dein Give-away zu erhalten.

Eine Landing Page ist eine Seite, die nur ein einziges Ziel hat. In unserem Fall: das Eintragen der E-Mail-Adresse. Deshalb sollte diese auch frei von jeglichen Ablenkungen (wie z. B. einer Navigation) sein.

Mehr zum Aufbau einer guten Landing Page findest du hier.

Schritt 3: Facebook-Lead-Anzeige

Wenn dein Give-away und die Landing Page erstellt sind, ist es Zeit für die Facebook-Anzeige:

facebook-lead-anzeige

Wie bereits gesagt, das Ziel dieser Anzeige ist es, Besucher von Facebook auf deine eigene Landing Page zu leiten.

Hierfür nutzen wir einen „neuen nicht veröffentlichten Beitrag“. Das Tolle an diesem Format:

  • Die gesamte Anzeige ist verlinkt auf deine Landing Page.
  • Du hast einen Call-to-Action-Button (wie z. B. „Herunterladen“ oder „Registrieren“).
  • Unter dem Beitrag werden „Gefällt mir“-Klicks und Kommentare angezeigt. Genau so wie in einem regulären Beitrag.

Achte aber darauf, dass du diese Anzeige nur im Power Editor erstellen kannst. Hier angekommen, erstellst du zuerst eine Kampagne mit der Kaufart „Auktion“.

Dann erstellst du eine Werbeanzeigengruppe und wählst die soeben erstellte Kampagne aus. Hier gibst du auch dein tägliches Budget an.

Danach erstellst du eine Werbeanzeige innerhalb dieser Werbeanzeigengruppe. Wähle als Ziel “Klicks auf die Webseite” und unter Seitenbeitrag “neuer nicht veröffentlichter Beitrag” aus.

Achte dabei bitte auf Folgendes:

  • Foto – Das Foto ist das wichtigste Element deiner Anzeige. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Nahaufnahmen von Personen sehr gut funktionieren. Aber auch ein Foto deines Produktes kann ebenso gut laufen. Wenn du deinem Bild eine Schrift hinzufügst, dann achte darauf, dass dein Text nur 20% deines Anzeigenbildes ausmachen darf. Hier kannst du testen, ob du darunter liegst.
  • Conversion Tracking – Um den Erfolg deiner Anzeige zu messen, kannst du einen Conversion Pixel einsetzen. Den Code fügst du auf der Seite, die Leute nach der Registrierung zu sehen bekommen. Normalerweise ist das die „Danke“-Seite, auf die E-Mail-Empfänger nach dem Klicken auf den Bestätigungslink geleitet werden.
  • Platzierung – Anzeigen, die in den Computer-Neuigkeiten und in den Handy-Neuigkeiten laufen, konvertieren am besten. Deshalb empfehle ich ausschließlich diese beiden Platzierungen auszuwählen. Anzeigen in der rechten Spalte sind zwar billiger, bringen aber weniger.
  • Zielgruppe – Mal abgesehen vom Foto steht und fällt der Erfolg deiner Anzeige mit dem Targeting. Deshalb solltest du so präzise wie möglich bei der Auswahl deiner Zielgruppe sein.

Aber schauen wir uns das Targeting mal genauer an.

Wähle zuerst die demografischen Angaben aus: Wohnort, Alter, Geschlecht. Alle anderen Angaben kannst du ignorieren.

Jetzt wählst du Interessen aus. Hier kannst du entweder Facebook-Seiten eintippen oder Interessengebiete auswählen. Deine erste Wahl sollten immer Facebook-Seiten deiner Wettbewerber sein. Das ist die präziseste Art des Targetings. Präziser geht’s nicht.

Hier mal ein Beispiel: Ein Hundeshop-Betreiber wählt zuerst Facebookseiten, wie „Dogs Magazin“ oder „Ein Herz für Tiere“ aus. Dann schaut er nach Wettbewerberseiten, wie „Eukanuba“. Wenn die Zielgruppe dann noch immer sehr klein ist, erweitert er sie um zusätzliche Interessen, die seinen Kunden entsprechen. Also statt unter Haustiere einfach nur „Hunde“ auszuwählen, gibt er lieber „Hundekuchen“ ein. Die Optionen bekommst du angezeigt, wenn du das Wort eintippst.

Die Potenzielle Reichweite deiner Anzeige sollte irgendwo zwischen 50.000 und 1 Mio. liegen. (Wenn du nur lokal arbeitest, ist die Zielgruppe höchstwahrscheinlich kleiner.)

Solltest du schon ein paar hundert Fans auf Facebook haben und einige hundert E-Mail-Empfänger, habe ich hier eine noch effektivere Targeting-Strategie: Lookalike Audiences.

Mit dieser Targeting-Option kannst du Leute auf Facebook ansprechen, die den Empfängern deines Newsletters oder deinen Facebook-Fans ähnlich sind.

Hierfür musst du zuerst eine Custom Audience erstellen und deine Newsletter-Empfänger als .csv-Datei hochladen. Dann kannst du hieraus eine Lookalike Audience erstellen. Deine Zielgruppen kannst du erstellen, wenn du im Power Editor ganz links oben auf das Dropdown-Menü klickst.

Der Power Editor ist etwas gewöhnungsbedürftig. Ich weiß. Wenn du fertig bist, dann speicherst du, indem du auf „Änderungen hochladen“ klickst.

Schritt 4: E-Mail-Autoresponder

Um eine langfristige Beziehung aufzubauen, solltest du mit deinen neuen Kontakten im Gespräch bleiben.

Entweder kannst du die neuen Abonnenten in deinen regulären E-Mail-Newsletter überführen. Oder du gibst diesen Interessenten weitere Informationen zum Thema deines Give-aways.

Am Ende (oder zwischendurch) könntest du ein Angebot für ein Produkt unterbreiten. Das macht Vladi zum Beispiel auch so.

Hier mal ein Beispiel: Mein Give-away ist ein Leitfaden mit 7 Tipps für magnetische Blog-Inhalte. Denn eins der häufigsten Probleme meiner Leser war das Finden guter Blog-Themen. Nach dem Download erhalten meine Leser über sieben Wochen je eine E-Mail mit einem weiteren Tipp, wie sie Artikel schreiben, die potenzielle Kunden anziehen.

Auf diese Art vergrößere ich ständig meine Liste mit Menschen, die am Bloggen interessiert sind. Wenn mein Online-Kurs – die Blog-Formel – das nächste Mal launcht, erfahren diese Personen zuerst davon. Das Kaufinteresse der Personen dieser Liste ist dementsprechend um ein Vielfaches höher als der Empfänger meiner wöchentlichen Social Media Tipps.

Fazit

Du steckst viel Mühe und Zeit in den Aufbau deines Blogs. Und genau so viel Mühe solltest du in deine E-Mail-Liste investieren.

Noch mal zusammengefasst, solltest du …

  1. Ein Give-away erstellen.
  2. Eine Landing Page erstellen.
  3. Eine Facebook-Lead-Anzeige erstellen.
  4. Einen Autoresponder erstellen.

Mit diesen vier Schritten kannst du mit wenig Budget Facebook-Nutzer in E-Mail-Abonnenten verwandeln … und so deinen Tribe wachsen lassen, der dir auch noch Umsatz bringt.

Konnte ich dich überzeugen, auch mal eine Facebook-Lead-Anzeige zu starten und damit deinen Blog wachsen lassen?

Sandra Holze
Sandra Holze
Sandra Holze berät Unternehmer und veröffentlicht Tipps rund um Facebook und E-Mail-Marketing auf Likes Media.

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13 Kommentare

Christa
Christa
Hallo liebe Sandra,

ich habe mich selbst vor einigen Wochen in deinen Newsletter eingetragen und habe noch nie innerhalb so kurzer Zeit so viel neues über Facebook erfahren.
Deine letztes Webinar war toll. Es waren, glaube ich, um die 50 Minuten, oder? Ich habe die Live-Schaltung leider verpasst und die Aufzeichnung bisher nur in Häppchen gucken können. Ein Videoabend ist in Planung und danach geht es gleich an die Umsetzung.

Grüße
Christa
Claudia Kauscheder
Claudia Kauscheder
Hallo Sandra,

vielen Dank, auch bei mir kommt das genau richtig ;-)

Eine Frage, bevor ich loslege: bist du sicher, dass es "... erstellst du zuerst eine Kampagne mit der Kaufart “K-a-u-t-i-o-n ”... " heißt? Ich habe nur "Auktion" oder "Festpreis" zur Auswahl und nehme an, dass das ein Tippfehler ist?

Nochmals danke und sonnige Grüße,
Claudia
Sandra Holze
Sandra Holze
Hi Claudia,

danke für den Hinweis. Das ist tatsächlich ein Tippfehler :-)

Gruß
Sandra
Vladislav Melnik
Vladislav Melnik
Hi Claudia,

sorry für den Tippfehler, heißt natürlich Auktion! ;)
Jens Hetke
Jens Hetke
Hallo zusammen,

Vielen Dank für diesen wertvollen Artikel.
Der kam für mich zur absolut besten Zeit! Ich hatte geplant ab September Facebook-Anzeigen zu testen um mehr Fans zu bekommen. Das werde ich jetzt nicht machen. Ich teste das beschriebene Vorgehen, da mir Newsletter-Abonnenten doch lieber sindals FB-Fans.
Kannst du sagen wie realistisch die Schätzungen über den Erfolg der Anzeige seitens Facebook sind? Das wird ja beim Erstellen immer angezeigt?

Danke & Gruß
Jens
Sandra Holze
Sandra Holze
Hi Jens,

ich nehme an, du meinst die prognostizierte Reichweite. Bei der hier beschriebenen Anzeige geht es um einen "Dark Post". Ziel ist die Webseiten-Conversion. Dazu trifft FB keine Vorhersagen, denn das ist schlicht unmöglich. Wie gut deine Anzeige performt, hängt von deinem Angebot und der Anzeigengestaltung ab. Ich messe meinen Anzeigenerfolg an Kosten pro Webseitenklick oder -Conversion (Leute, die auf meiner Danke-Seite gelandet sind) und Durchklickrate. Je günstiger ein Klick (oder Conversion) umso besser. Die besten meiner FB-Anzeigen haben Durchklickraten größer 2% und kosten weniger als .30 € pro Klick. Aber das hängt natürlich stark von der Nische ab, in der du dich bewegst.

Gruß
Sandra
Vladislav Melnik
Vladislav Melnik
Hi Jens,

ich mache mir das noch ein Ticken einfacher. Ich schaue auf die Kosten und vergleiche diese mit den neuen Abonnenten (die durch diese Anzeige gekommen sind) oder durch die Verkäufe. Solange der Wert positiv ist, liegt alles im grünen Bereich! ;)
Viktoria
Viktoria
Danke für die Tipps, ich habe noch viel dazu gelernt ...
Vladislav Melnik
Vladislav Melnik
Super Viktoria, danke für deine Zeit!
frank katzer
frank katzer
hallo sandra, hallo vladi,
sehr schöner artikel zu einem meist falschverstandenden thema.
alle sind sie hinter den likes ihrer facebookseite her und beschweren sich dann, dass kaum jemand die neuesten posts sieht, weil facebook den hahn immer weiter zu macht. aber dass es nicht um likes geht, sondern um den newsletter-verteiler, das haben die meisten vor lauter facebook euphorie völlig aus den augen verloren (ich habe das auch mal falsch gemacht).

bei facebook muss man sich als blogger immer die frage stellen: wie soll mir facebook nützen und nicht die plattform um der plattform willen verwenden...

viele grüße!

frank
Sandra Holze
Sandra Holze
Hi Frank,

na dann tun wir mal was dafür, dass sich das in den Köpfen ändert ;-)

Gruß,
Sandra
Vladislav Melnik
Vladislav Melnik
Hi Frank,

jep, das stimmt. Ich bin auch immer jemand, denen nur handfeste Ergebnisse interessieren. Und Facebook Likes gehören nicht dazu.

Ich betreibe diese Facebook-Anzeige natürlich auch und es läuft richtig rund. Kann ich jedem nur empfehlen.

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