7 einfache Wege, um deinen Blogartikel mit einem „Bang“ zu beginnen

Vladislav Melnik
von Vladislav Melnik
7 einfache Wege, um deinen Blogartikel mit einem „Bang“ zu beginnen

Kennst du das?

Du sitzt vor einem leeren, digitalen Blatt Papier. Und du sitzt… und sitzt… und sitzt.

Und das Einzige was passiert… ist das Blinken des kleinen Strichs.

Du kennst das Thema. Du hast eine affenstarke Überschrift. Vielleicht hast du auch reichlich Ideen für den Hauptteil und für das Ende.

Aber bei der Einleitung… vor allem beim ersten Satz. Da hapert‘s. Da kommst du nicht weiter. Irgendwie… will es nicht so recht. Richtig?

Falls dieser Fall dir bekannt vorkommt, dann habe ich genau das Richtige für dich.

Hier sind 7 Wege, wie du deinen Blogpost in Zukunft eröffnen kannst und deinen Leser in den eigentlichen Text ziehst.

1. Stelle eine Frage

Das ist die einfachste Form des ersten Satzes.

Hast du dich schon mal in einem Artikel wiedergefunden, den du eigentlich gar nicht lesen wolltest? Was hat da deine Aufmerksamkeit geschnappt?

Merkst du, was ich hier mache? Ich bekomme dich zum Nachdenken, indem ich dir Fragen stelle! 🙂

Stelle Fragen, die deinen Leser interessieren (und die er oder sie beantwortet haben möchte). Gute Rhetoriker beginnen auch oft mit einer Frage. Mit der rhetorischen Frage.

Fragen bringen dein Publikum zum Nachdenken und rufen gewisses Engagement hervor.

Und auch in diesem Artikel habe ich zu beginn eine einfache Frage gestellt, um mehr von deiner Aufmerksamkeit zu bekommen. Danach habe ich ein Problem bzw. eine Situation geschildert, die wir alle kennen.

Aber du kannst auch einen kleinen Schlenker einbauen. Du kannst auch die Frage eines Lesers stellen… und dann beantworten. Auch eine nette Idee, finde ich.

Oder was ist mir provokativen Fragen wie z.B.: „Was sagen Leute über dich, wenn du nicht vor Ort bist?“. Oder ganz ungewöhnlich… Multiple-Choice-Fragen?

Beispiel: „Wusstest du, das smarte Blogger die Regeln des Werbetextens anwenden?“

2. Erzähle eine Geschichte

Storytelling ist groß. Vor allem in den letzten Jahren.

Aber neu, ist das Thema bei Weitem nicht.

Seit dem wir alle Jäger und Sammler waren… und Abends am Lagerfeuer saßen, schon seit dem erzählen wir uns Geschichten die uns bei Laune halten. Die uns amüsieren. Die uns unterhalten.

Und auch noch heute… lieben wir Menschen einfach Geschichten. Und auch unser Gehirn nimmt Geschichten besser auf und kann sich diese besser merken.

Und Geschichten sind ein wunderbares Medium, um deinen Leser in den eigentlichen Text zu ziehen.

Aber auch Anekdoten und Kurzgeschichten, die deinen Leser zum Schmunzeln oder Lachen bringen (oder direkt zum Punkt des Artikels kommen) sind gut.

Besonders nett und effektiv sind auch persönliche Geschichten, die etwas aus deinem Leben preisgeben und Persönlichkeit zeigen.

Beispiel: „Letzte Nacht kam meine Freundin zu mir ins Büro und sagte…“

3. Benutze ein Zitat

Zitate haben etwas Magisches, etwas Weises an sich. Ich liebe Zitate, sie sind so inspirierend.

Zitate (vor allem provokative) bringen dich weiter und verleiten deinen Leser mehr deines Artikels zu lesen.

Vor allem ein Zitat einer Autorität oder einer berühmten Person kann wahre Wunder bewirken und die Aufmerksamkeit halten.

Es ist halt was anderes, wenn eine andere Post deinen Beitrag eröffnet. Auch wenn sie schon längst nicht mehr unter uns weilt.

Beispiel: „Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde.“ wäre gut für einen Artikel der beschreibt, warum nicht mal der Kunde weiß, was er will.

4. Mache ein Statement

Wieder ein ganz einfacher Weg um deinen Blogpost zu eröffnen.

Mache ein einfaches, klares Statement. Gib ein Versprechen. Mache eine Aussage. Ohne irgendwelche Umwege.

Oder beginne mit dem Ende. Beschreibe den Nutzen. Was hast dein Leser von diesem Artikel? Damit kommunizierst du klar, was dein Leser erwartet und was er bekommt.

Aber auch ein richtig schweres Statement wie: „Dieser Blogpost macht dich reich“ könnte funktionieren. Je nach Publikum eben.

Vor allem kontroverse Statements sind kraftvoll und erzeugen Neugierde. „Warum ist das so… und nicht so, wie alle anderen sagen? Das interessiert mich jetzt. Ich will mehr erfahren.“ denkt sich der Leser.

Beispiel: „In diesem Blogpost lernst du 7 Wege, damit du deine Leser in den eigentlichen Text ziehst.“

5. Zeige eine Metapher

Eine Analogie oder eine Metapher sind auch kraftvolle Tools. Und sie sind einer der größten, die du in deinem Repertoire hast.

Diese Werkzeuge erzählen eine komplette Geschichte in nur einem Satz. Sie halten wunderbar die Aufmerksamkeit und kurbeln die Vorstellungskraft an.

Dadurch erzählst nicht nur du eine Geschichte. Sondern dein Leser erzählt sich die Geschichte selber.

Beispiel: „Er konnte ihm nicht das Wasser reichen.“ (Natürlich geht’s hier nicht um Wasser).

6. Benutze eine Statistik

Liste interessante Fakten. Aber noch besser… sind schockierende Statistiken! Diese halten logischerweise die Aufmerksamkeit noch besser.

Wir Menschen lieben einfach interessante Daten. Vor allem dann, wenn diese einzigartig und erschreckend sind.

Und natürlich sollte deine Statistik Relevanz haben und zum Artikel passen.

Statistiken können einfach kraftvoll sein und schnell und effektiv den Nutzen kommunizieren oder ein Thema zusammenfassen.

Beispiel: „Im Durchschnitt lesen 8 von 10 Leuten deine Überschrift. Aber nur 2 lesen den Rest.“ wäre perfekt für einen Blogpost über Überschriften.

7. Benutze die Vorstellungskraft

Die Vorstellungskraft deines Lesers ist so ein nützliches, mächtiges und zugleich einfaches Werkzeug. Benutze sie!

Aktivere das innere Auge deines Lesers und benutze Wörter wie z.B.: „Stell dir vor…“, „Denke an…“, etc.

Beispiel: „Stell dir vor, du sitzt an einem sonnigen, lauwarmen Nachmittag am samtweißen Strand und blickst auf das azurblaue Wasser…“. Und? Bist du jetzt genau wie ich dort an diesem Ort? 🙂

Fazit

Das nächste mal, wenn du wieder vor einem leeren, digitalen Blatt Papier sitzt, dann erinnere dich an diesen Artikel.

Denke an die 7 einfachen Wege: Stelle eine Frage, erzähle eine Geschichte, benutze ein Zitat, mache ein Statement, zeige eine Metapher, benutze eine Statistik und zu guter Letzt… benutze die Vorstellungskraft deines Lesers.

Und natürlich geht manchmal auch ein Mix aus mehreren. Zum Beispiel habe ich in diesem Artikel eine Geschichte erzählt, die zugleich die Vorstellungskraft anregt. Oder du kannst auch eine Frage mit einer schockierenden Statistik kombinieren – „Wusstest du, das 2 von 10 Menschen…“.

Immer wenn du dich in dieser schwierigen Situation befindest gehe einmal alle 7 Wege durch.

Und… findest du den richtigen Anfang?

Vladislav Melnik
Vladislav Melnik
Vladislav ist Gründer & Geschäftsführer von Chimpify. Er hilft Selbstständigen, Marketern und Agenturen dabei, ein skalierbares Marketingsystem aufzubauen, um mehr Kunden zu gewinnen.
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33 Kommentare

Ben
Ben
Richtig cooler Artikel, danke dir! Hast du ähnliche Artikel speziell zum Haupt- und Endteil? Keep it up!

Cheers
Ben
Vladislav Melnik
Vladislav Melnik
Hey Ben,

danke! 😉
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Chris
Chris
Sehr interessanter Artikel!

Generell ein super Blog mit vielen interessanten Inhalten. Habe ihn gerade erst über Twitter entdeckt, jetzt habt ihr einen Verfolger mehr.

Viele Grüße,
Chris
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[…] Gute Einstiegsmöglichkeiten in die Pressetexte sind für den gesamten Text sehr bedeutungsvoll, denn sie verleihen Deine Leser die Mitteilung weiterzulesen. Als Einstieg könnte man eine “leicht provokante” These oder ein Zitat einfügen. Interessant und aufmerksamkeitserregend sind zudem Ergebnisse aus dem Kontext als Einstieg zu nennen, jedoch nicht schon alles vorwegnehmen und verraten, denn schließlich sollen Deine Leser auch den gesamten Text lesen. Weitere Anregungen für einen spannenden Einstieg in Deine Pressemitteilung findest Du auf affenblog.de. […]
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Svenja
Svenja
Wahnsinn, ich habe mir vorhin noch überlegt, meinen nächsten Artikel mit einer Statistik anzufangen und dann lese ich diesen Beitrag und genau das steht hier als Tipp...Hätte nicht gedacht, dass ich da genau die richtige Idee hatte.
Vladislav Melnik
Vladislav Melnik
Hi Svenja,

ah, sehr cool! Dann lagst du ja genau richtig!
Alexa
Alexa
Hey Vladislav,

bin von einem Kommilitonen auf deinen Blog aufmerksam gemacht worden,
Bin vor ein paar Tagen von "Tumblr" zu "WordPress" umgezogen mit meinem Blog und daraufhin hatte er mich gefragt, ob ich für ihn einen Gastbeitrag schreiben mag.

Habe mich heute mal ein wenig hier bei dir umgeschaut und konnte zahlreiche Tipps und Anregungen für meine eigenen Artikel mitnehmen!
Habe sogar vor ein paar Tagen einen Post zum Thema "Storytelling" geschrieben - ist ja momentan wieder das Buzzword schlechthin und habe einen Artikel von dir als Link bei mir eingefügt :)

Kannst ja mal vorbeischauen!

PS: Definitiv weitermachen und werde deinen Blog jetzt öfters verfolgen, um mir was für meinen eigenen mitzunehmen ;)

Liebe Grüße
Alexa
Vladislav Melnik
Vladislav Melnik
Hi Alexa,

sehr cool! Ja, Storytelling ist ein spannendes Thema!

Und danke auch für den Link!
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Jens Christoph Barth
Jens Christoph Barth
Innerhalb weniger Sekunden entscheidet ein Internetuser, ob eine Webseite interessant ist und ob es sich lohnt, den Artikel zu lesen.

Gerade Texter/innen sind sehr bemüht, Beiträge mit einem "Bang" zu beginnen. Die Überschrift und die Einleitung tragen maßgeblich dazu bei, ob und wie lange ein Besucher auf der Webseite verweilt und darüber hinaus, ob dieser als Stammgast beim entsprechendem Mehrwert des Artikels wieder kommt.

Ich freue mich auf weitere Beiträge.

Viele Grüße
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Nils Terborg
Nils Terborg
Yeahh, Storytelling! Weil's wirklich gut passt: habe im aktuellen Artikel eine Übung dazu;-]

Jetzt aber zum Artikel: superwichtiges Thema, man kennt das ja noch von den ganzen Deutschaufsätzen. Da hätte ich mir auch so eine Checkliste gewünscht!;-]
Vladislav Melnik
Vladislav Melnik
Ahoi Nils,

toller Post!

Mit Storytelling muss ich mich in Zukunft auch noch mehr beschäftigen. Hast du der Heros mit den tausend Gesichtern schon gelesen? Soll auch gut sein.
Sybille
Sybille
Ohja, das kenne ich. Den ganzen Inhalt schon stichwortartig hingekritzelt, und dann ne halbe Stunde am ersten Satz rummachen... Ich glaub, heute läufts dann besser, ich probiers gleich mal aus :D
LG
Sybille
Vladislav Melnik
Vladislav Melnik
Ich glaube, da bist nicht alleine! ;) Sogar alte Werbetext-Legenden wie Eugene Schwartz haben Wochen für die ersten Sätze gebraucht. Sind halt die Wichtigsten.

Sag Bescheid wie's war!
Ben
Ben
Bang! Guter, komprimierter Artikel!

Den werde ich sicherlich ab und an mal wieder aufrufen...;)
Vladislav Melnik
Vladislav Melnik
Hey Ben,

ha! Danke! Ich auch! ;)
Manuela
Manuela
Lieber Vladislav,

ich gebe zu, dass ich schon mehrfach in Versuchung war, deinen Newsletter wieder abzubestellen. Die geschichtlichen Ausflüge zu den Meistern der Werbetexte und ähnliches sind einfach nicht das, was ich lesen mag.
Doch Beiträge wie diese - mit tollen und sofort umsetzbaren Tipps, aussagekräftig und ohne viel BlaBla drum herum - sind der Grund dafür, dass ich weiterhin ein treuer Fan von dir sein werde.

Viele Grüße
Manuela
Vladislav Melnik
Vladislav Melnik
Hi Manuela,

ich denke, jeder smarte Blogger sollte die Regeln des Werbetextens befolgen.

Aber ich weiß was du meinst. Ich schaue in Zukunft mehr solcher Artikel zu schreiben!
Dimitri
Dimitri
Dieser Artikel gehört definitiv in die Swipe File! Danke Vladi!
Vladislav Melnik
Vladislav Melnik
Hi Dimitri,

hehe, danke dir! Ich werde den auch immer wieder benutzen.

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