Wie du deinen nächsten Blogpost mit Stil beendest

Der erste Eindruck zählt. Der Letzte bleibt.

Heißt es so schön.

Letztes mal haben wir ja darüber gesprochen, wie du deine Artikel mit einem „Bang“ beginnen kannst.

Und nachdem du dein „Bang“ und dein Hauptteil geschrieben hast… was dann? Wie beendest du deine Artikel? Wie fasst du zusammen? Was machst du am Ende?

Wie du deinen Blogpost startest, bestimmt nämlich, ob deine Artikel überhaupt gelesen werden.

Aber wie du ihn beendest, bestimmt… wie dein Leser sich danach fühlt. Und er bestimmt auch über den Erfolg deines Artikel als Ganzes.

Deshalb sprechen wir jetzt darüber, wie du deinen nächsten Blogartikel beenden kannst.

Also legen wir los.

Beginne mit dem Ende

Jeder Artikel hat eine Einleitung, einen Hauptteil und ein Ende. Richtig?

Klar. Logisch.

Meistens fokussieren wir uns beim Schreiben auf den fleischigen Hauptteil… und vielleicht auf die Einleitung. Aber das Ende, das lassen wir dabei oft außer Acht.

Aber vor allem das Ende ist das, was zählt. Denn der erste Eindruck zählt. Und der Letzte bleibt.

Deshalb fange ich immer mit dem Ende an. Ich schreibe den Artikel quasi schon in meinem Kopf vor. Ich mache mir vorher Gedanken über die Überschrift, die Struktur, die Einleitung, den Hauptteil und das Ende.

Aber allen voran, weiß ich, wo ich meinen Leser hinführen möchte. Ich kenne das Ziel meines Artikels.

Was ist das Ziel deines Artikels?

In diesem Artikel hier geht es z.B. darum, dass du mit dem Ende im Kopf beginnen solltest und dir Wege aufzuzeigen, wie du deinen Blogpost beenden kannst. Simpel, ich weiß.

Denn mit deinen Artikeln hast du ein großes Ziel.

Du musst deinen Leser auf eine informative Autofahrt mitnehmen. Du musst ihn von A nach B bringen. Und vielleicht musst du deinen Leser während dieser Fahrt auch noch überzeugen, eine Handlung auszuüben.

Und um das zu bewerkstelligen, musst du Klarheit haben. Wie willst du sonst irgendwo hinfahren, wenn du nicht weißt wohin?

Und genau deshalb habe ich mir ausreichend Gedanken gemacht. Und ich habe mit dem Ende (im Kopf) angefangen.

Und wenn du nicht der Typ bist und lieber direkt beim Schreiben auf Ideen kommst, dann mache einfach schnell eine Grobentwurf mit Unterüberschriften, um dann dein Ende zu finden.

Denn ein gutes Ende sorgt dafür, dass dein Leser wiederkommt. Für eine weitere, informative Autofahrt mit dir.

Und um dir hier ein bisschen zu helfen, gibt’s hier einige Wege…

7 Wege, um deinen Blogpost zu beenden

1. Fasse zusammen

Ein amerikanisches Sprichwort lautet auch:

Tell ‘em what you’re going to tell ‘em… tell ‘em… tell ‘em what you told ‘em.

Du solltest deinem Publikum also erzählen, was du erzählen möchtest. Du solltest es deinem Publikum erzählen. Und du solltest deinem Publikum erzählen, was du ihnen erzählt hast.

Deshalb würde ich dir empfehlen, immer deinen gesamten Artikel kurz zusammenzufassen. Was waren die wichtigsten Punkte? Was war die Quintessenz?

Markus und Jakob von Bloggen.co machen das mit ihren Artikeln und ihrer „Essenz in 10 Sekunden“ auch schön. Hier gibt es das Wichtigste zusammenfasst und optisch gut hervorgehoben.

Und auch wenn ich‘s nicht so optisch hervorgehoben habe, fasse ich jeden meiner Artikel immer mit einem Fazit zusammen. Und bin der Meinung:

Ein Blogartikel ohne Fazit, ist wie ein Auto ohne Reifen. [Twittern]

Oft benutze ich in meinem Fazit Bullet Points. Sie sind ein wunderbarer Stopper. Dein Leser scannt deinen Artikel und bleibt gerade bei Bullet Points hängen. Und zick zack… liest er deinen gesamten Artikel.

Und du zick zack hast du dein Ziel erreicht.

2. Stelle eine Frage

Zusätzlich kannst du deine Artikel immer mit einer offenen Frage beenden, um die Diskussion in dem Kommentarbereich anzuregen.

Diesen kleinen Tipp habe ich mir damals von Neil Patel abgeschaut. Er beendet jeden seiner Artikel mit einer Frage. Und das funktioniert sehr gut. Bei mir auch.

Stelle also eine einfache, direkte Frage nach jedem Blogpost. Welche Frage hast du?

3. Mache ein Call-to-Action

Jeder gute Werbetext hat ein Call-to-Action. Und auch deine Artikel können eine verlockende Handlungsaufforderung vertragen.

Eine Yale-Studie aus dem Jahre 1960 beweist auch noch mal, wie wichtig und funktionell so ein Call-to-Action ist.

Ich denke auch, dass wenn du es schaffst, deinen Leser zu überzeugen und eine Handlung auszuüben. Dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie wiederkommen.

Mit einer direkten Handlungsaufforderung kannst du jetzt zum Beispiel:

  • den Leser weiterführende Informationen geben
  • den Leser ermutigen, das in deinem Blogpost geschrieben auszuprobieren
  • den Leser fragen deinen Blogpost zu teilen

Also, erstelle jetzt eine Handlungsaufforderung.

4. Inspiriere

Oft kommt es vor, dass wenn du total inspiriert bist und vollkommen im „Flow“ bist, dass du dann automatisch inspiriert schreibst und automatisch ein inspirierendes Ende findest.

(Man, das waren echt viele inspiriert in einem Satz 🙂 ).

Wunderbar sind auch Zitate, die von Natur aus etwas inspirierendes, etwas Magisches haben.

Und auch dieser Artikel hier beginnt und endet mit einem leicht inspirierendem Satz.

5. Benutze einen Cliffhanger

Cliffhanger kennen wir alle aus Hollywood.

Jedes mal wenn unsere Lieblingsserie mit einem spannendem Ende endet, das eine Frage hervorruft, können wir uns kaum auf den Sitzen halten. Wir sind neugierig. Wir wollen wissen, was da kommt. Was ist die Antwort auf unsere Frage?

Und natürlich schauen wir uns die nächste Folge an. Garantiert.

Gib z.B. Aussicht auf ein kommendes Produkt oder eine Artikelserie. Lasse eine Frage im Kopf deines Lesers aufpoppen und beantworte sie mit deinem nächsten Artikel.

Dann kommt dein Leser wieder. Garantiert.

Und vielleicht sprechen wir ja genau darüber im nächsten Artikel?! 😉

6. Mache eine Unterschrift

Persönlichkeit ist wichtig. Es ist wichtig in deinem Business. Es ist wichtig in deiner Marke. Und es ist auch wichtig in deinem Blog.

Natürlich solltest du einfache, klare und vor allem persönliche Texte schreiben. Aber um noch ein kleines I-Tüpfelchen draufzusetzen, schließen Viele auch mit ihrem Namen oder, noch persönlicher, mit einer Unterschrift ab.

Ich persönlich mag das nicht so. Das passt einfach nicht so zu meiner Marke. Zu meiner Blog-Philosophie.

Aber das kann ja jeder selber entscheiden.
– Vladislav

7. Benutze ein P.S.

Achja… das gute alte P.S.

Wir kennen es eigentlich nur aus Briefen. Vor allem die Werbetexter der alten Tage, die ihre Mailings noch per Post verschickt haben, haben es oft benutzt.

Aber auch online findet man es immer und immer wieder.

In der Regel ist es nämlich so, dass zuerst die Überschrift, dann ein paar Teile im Hauptteil gescannt werden und dann auch schon auf das P.S. geschaut wird.

Und wozu dient das P.S.?

In der Regel dazu, um neugierig zu machen oder das Selbstinteresse anzusprechen, damit der eigentliche Text gelesen wird.

P.S. Genau darum ist ein P.S. wichtig.

Fazit

Jetzt hast du eine Antwort auf die Fragen: „Wie beende ich meinen Artikel? Wie fasse ich zusammen? Was mache ich am Ende?“.

Beginne also mit dem Ende im Kopf.

Fasse zusammen, stelle eine Frage, mache ein Call-to-Aciton, inspiriere, benutze einen Cliffhanger, mache eine Unterschrift und benutze ein P.S.

Und natürlich gehen hier auch wieder Kombinationen.

Wir Menschen merken uns eben oft den Anfang. Und das Ende. Deshalb solltest du reichlich Zeit dafür aufwenden, deine Einleitung und dein Ende zu erstellen.

Denn wie du deinen Artikel beendest, entscheidet, wie sich dein Leser fühlt. Und es entscheidet über den generellen Erfolg deines Artikels.

Denn der erste Eindruck zählt. Der Letzte bleibt.

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10 Kommentare

  • Hi Vladi,

    Super Artikel, wie immer! Du erwähnten da kurz in deinem Artikel "Markus und Jakob von Bloggen.co" - hast du da einen Link? Was ist aus Bloggen.co geworden? LG Daniela
  • Hi Daniela,

    danke dir! Bloggen.co gibt's leider nicht mehr.
  • Der Artikel bringt es auf den Punkt. Blogartikel beendet man gewinnbringend mit einer Handlungsaufforderung und einem Schluss, der bei der Leserschaft im Kopf hängen bleibt.

    Es wird meist viel Input im Hauptteil hinterlegt, doch der Schluss wird meines Erachtens häufig vernachlässigt.

    Viele Grüße
  • […] weiteren Blog entdeckt, welcher nur selbst erzeugte Grafiken nutzt. Dabei handelt es sich um den Affenblog von Vladislav Melnik. Ob dies allerdings im Zuge der Pixelio-Geschichte passiert ist oder schon […]
  • Du bringst es auf den Punkt. Der erste Eindruck zählt. Der Letzte bleibt.

    Es gibt sogar eine Studie darüber ...
  • Hey Dimitri,

    danke dir!

    Welche Studie denn? Erzähl uns was darüber! ;)
  • An ein PS in einem Blogartikel hab ich noch gar nicht gedacht. Das ist in der Tat eine interessante Möglichkeit. Lässt sich auch gut mit einem Call-To-Action kombinieren. Danke für den Artikel!
  • Hi Jonas,

    ja, ist eine ganze nette Idee. Sieht man häufiger in Verkaufstexten. Aber hab's auch schon oft direkt in Blogartikeln gelesen.

    Keine Ursache!
  • Hallo Vladislav,

    ich lese deine Blogartikel schon eine ganze Weile. Finde diese immer sensationell und sehr lehrreich!

    Zu dem Ende durch ein P.S fällt mir Inspektor Columbos "Ach, fast hätte ich es vergessen, eine Kleinigkeit hätte ich noch!" ein. Diese Kleinigkeit ist es dann oft, die den Täter verrät.

    Viele Grüße
    Kim
  • Hi Kim,

    danke dir! Ich merk das schon, ich habe eine Menge "stiller Leser" :)

    Ah, cool! Habe Columbo leider noch nie gesehen.

Was denkst du?