Ein brillanter Trick, damit deine Leser kommentieren, teilen und kaufen

Mehr Kommentare.

Mehr Shares.

Mehr Verkäufe.

Das wollen wir smarten Blogger doch alle.

Wenn das deine Wünsche sind, dann musst du bessere Werbetexte schreiben.

Egal ob es sich bei diesen Texten um einen Blogartikel oder einen Verkaufstext handelt. Entweder verkaufst du das Lesen. Oder du verkaufst ein Produkt.

Du musst überzeugen. Immer.

Und mit diesem kleinen Trick wirst du überzeugendere Werbetexte schreiben.

Aber was ist nun dieser brillante Trick?

Fragen.

Warum du immer Fragen solltest

Fragen?

Jep. Fragen.

Du musst deinen Leser fragen, eine bestimmte Handlung auszuführen.

Dieses Fragen hat im Fachjargon auch einen Namen: Call-to-Action. Der Ruf zur Handlung.

Ein Call-to-Action kann ein Text sein „Klicke jetzt auf den gelben Button“. Oder der Button an sich, mit der Aufschrift „Hier klicken“.

Aber warum ist er so wichtig?

Warum du einen Call-to-Action brauchst

Wenn du einen Text schreibst, der überzeugen soll, dann brauchst du einen starken Call-to-Action.

Du musst deinem Leser genau sagen, was er als Nächstes machen, wie er es machen … und das er es jetzt machen soll.

Ansonsten wirst du schwächere Ergebnisse bekommen.

Herausgefunden haben das damals die alten Werbetexter, die ihre Verkaufstexte noch per Post verschickt haben. Aber auch im Internet braucht man eine Handlungsaufforderung. Das zeigen auch diese Studien.

Schauen wir uns das mal bei einem Blogpost an.

Dieser hat die Aufmerksamkeit mit der Überschrift und mit der Einleitung geschnappt. Dein Leser liest fleißig Satz für Satz.

Am Ende angekommen, überlegt er, ob er ein Kommentar dalässt. Aber er ist sich nicht sicher. Seine Zeit ist kostbar.

Eine gute Handlungsaufforderung würde jetzt helfen. Sie würde ihn dazu motivieren, über diese letzte Hürde zu springen.

Du könntest zum Beispiel sagen „Hinterlasse jetzt ein Kommentar“ und könntest dadurch deine Kommentare steigern.

(Jep. Es ist manchmal wirklich so einfach.)

Aber auch bei einem Verkaufstext brauchst du ein Call-to-Action.

Wieder erzeugst du Aufmerksamkeit mit der Überschrift und mit der Einleitung. Danach kommst du zum Hauptteil, zu den Eigenschaften und dem Nutzen.

Am Ende angekommen, musst dein Leser wieder durch den letzten Reifen springen. Aber er zögert. Er ist sich wieder nicht sicher. Soll er handeln? Schließlich wird im Internet viel Schmu getrieben.

Eine softe Handlungsaufforderung könnte dir hier helfen.

Warum du spezifisch sein musst

Ich habe hier schon mal geschrieben, wie der alte Werbetexter Gary Halbert seine Handlungsaufforderung so klar wie möglich beschrieben hat.

Wenn du eine Handlung seitens des Lesers bekommen möchtest, dann muss dein Call-to-Action klar sein. Ich als Leser muss genau wissen, was ich als Nächstes zu tun habe. Und ich muss genau wissen, was da als Nächstes kommt.

Bitte lass mich nicht im Dunklen.

Behalte einfach im Hinterkopf, dass du mit deinem Call-to-Action immer so klar und so direkt wie möglich bist.

Ich weiß. Ich weiß. Wenn du das alles zum ersten Mal hörst, dann klingt das super strange.

Du denkst dir:

Das kann doch nicht sein. Ich soll Leuten genau sagen, was sie zu tun haben. Und das funktioniert?

Jep. Genau. Das tut es.

Aber das liegt nicht an der Intelligenz deines Lesers.

Warum deine Leser nicht dumm sind

Eine Handlungsaufforderung hat auch generell nichts mit unethischem Verhalten oder irgendwelchen schmierigen Verkaufstechniken zu tun.

Dein Leser ist auch nicht dumm. Bei Weitem nicht.

Das Problem ist nicht die Intelligenz. Sondern die Zeit.

Wenn Lars Leser im Internet unterwegs ist, dann klingelt alle 2 Minuten der Facebook-Chat. Alle 5 Minuten bimmelt der Twitter-Stream. Und die süßen Katzenbilder warten auch schon auf ihn.

Für dich ist es klar. Es ist offensichtlich, was er als Nächstes zu tun hat – ein Kommentar da lassen oder auf den Kaufen-Button drücken.

Aber das ist fernab der Realität. Dir ist es vielleicht klar. Ihm aber nicht.

Und wenn du deinem intelligenten Leser klar und direkt sagst, was er als Nächstes zu tun hat, dann hat das auch nichts Herablassendes an sich.

Warum klar und direkt nicht gleich herablassend ist

Das Ding ist einfach, Lars Leser denkt über andere Dinge nach, wenn er deinen Text sieht.

Dein Text bekommt nicht die volle Aufmerksamkeit oder Intelligenz. Du bekommst nur ein Bruchteil davon.

Er studiert dein Text nicht sorgfältig. Er scannt nur.

Das hängt auch mit diesem Artikel und der darin beschriebenen Studie zusammen. Wenn ich keine Zeit habe, dann möchte ich sofort etwas verstehen.

Ich möchte sofort verstehen, worum es geht und ich möchte sofort wissen, was ich als Nächstes zu tun habe … und wie ich es machen soll.

Halte dir also immer vor Augen. Klar und direkt ist der Weg zum Ziel.

Fazit

Wenn du mehr Kommentare, mehr Shares und mehr Verkaufe haben möchtest, dann musst du deinen Leser fragen, eine bestimmte Handlung auszuüben.

Und das hat nichts mit irgendwelchen Hochdruck-Verkaufstechniken zu tun. Dein Leser ist auch nicht dumm. Er hat schlicht und einfach keine Zeit.

Das Schöne am Call-to-Action ist, dass du ihn sofort anwenden kannst. Packe also mindestens eine Handlungsaufforderung in jeden überzeugenden Werbetext, den du schreibst.

Überlege dir eine Handlung, die dein Leser machen soll. Frage ihn danach. Klar und direkt.

Benutzt du immer ein Call-to-Action in deinen Texten?

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22 Kommentare

  • Sehr guter Beitrag, Vladislav! Ich wundere mich ab und zu, dass ich Feedback zu einem Beitrag auf meinem Blog eher per email bekomme. Warum trauen sich die Blog-Leser nicht, einen Kommentar zu hinterlassen?
  • Hi Mario,

    danke dir! Hm ... merkwürdig. Ich würde das auf die Angst zurückführen. Wir alle haben Angst, uns zu "entblößen". Und wenn wir öffentlich eine Meinung abgeben, dann geben wir Raum für Kritik. Passt das zu deinem Kontext? Könnte es daran liegen?
  • Kann als indirekte Handlungsaufforderung funktionieren. Aber wie gesagt. Direkter ist immer besser.
  • Ich vergleiche das mit einer Bewerbung. Wenn ich schreibe ich würde mich freuen über ein persönliches Gespräch klingt das nicht so als wenn ich schreibe ich freue mich auf ein persönliches Gespräch.
    Mit der ersten Aussage bin ich unsicher, bei der zweiten gehe ich davon aus das ich eingeladen werde.
    Am Ende schreiben:-) Ich freue mich auf deinen Kommentar.

    Das muß man sich merken.

    Gruß Kerstin
  • Hey Kerstin,

    ah, ich weiß, von welcher Ecke du gedanklich kommst. Noch besser wäre aber so etwas wie "Schreiben Sie mir eine E-Mail für ein persönliches Gespräch". Das wäre aus Werbetext-Gesichtspunkten besser. Aber macht in diesem Kontext nicht so viel Sinn! ;)

    "Ich freue mich auf dein Kommentar" kann als indirekte Handlungsaufforderung funktionieren. Aber wie direkter desto besser.
  • Ich kenne das, schon eit längerem und es fällt mir extrem bei einigen deutschen Tech-Blogs auf. Ganz am Ende kommt dann wieder der verzweifelte Schrei nach Kommentaren in Form einer platten Frage.
    Ich finde das echt verzweifelt und eher peinlich als förderlich. Gut möglich, das mit anderen Fragen der Eindruck sich ändert aber mich schreckt es eher ab. Erst recht weil seit zig Dutzend Beiträgen nie ein Kommentar kam.

    Nachdem mich so etwas echt abstößt, versuche ich es derzeit mit solchen Fragen nicht. Wenn der Beitrag oder die Ausleitung polarisiert, dann kommt es meiner Meinung nach eher zu Kommentaren. Wenn auch dann gerne Diskutiert wird.

    Gruß, Frank
  • Hi Frank,

    spannend zu hören. Ist eher selten, dass Tech-Blogger Werbetext-Regeln befolgen.

    Bei mir und bei anderen Blogs funktioniert das einwandfrei. So lange man den Leser in den Mittelpunkt stellt und hochwertigen Content liefert, ist eine Frage oder eine Handlungsaufforderung am Ende völlig in Ordnung. Als peinlich und verzweifelt empfinde ich das nicht. Eher im Gegenteil.
  • Gude
    Sehr cooler Gedanke. Genau da bin ich grade: Will einen Post veröffentlichen für ein bestimmtes Publikum die ich im Verteiler habe! Ich stelle Thesen auf (verkaufe also kein Produkt, sondern Gedanken) und möchte unbedingt, dass mit meinen Leuten aus dem Verteiler (die ich alle kenne) ins Gespräch komme, bzw. dass sie meine Thesen und Gedanken feedbacken. Wie geht das am persönlichsten und effektivsten? Klar man kein Kommentar drunter setzen. Aber was ginge da noch? Gibt es da noch Plugins? Darf ja auch nicht zu kompliziert sein (sonst hätte man mit einem Kurzvideo antworten können, was ja auch wieder hochgeladen werden muss)

    MICHA ;)
  • Hi Micha,

    thx! Heute sind wir alle Verkäufer. Egal ob wir Produkte, das Lesen oder Ideen verkaufen :)

    Die Basis ist eine gute Beziehung zum Publikum. Wenn die steht, dann funktionieren Kommentare sehr gut. Oder Umfragen via Google Docs, das funktioniert bei mir auch sehr gut (vor allem, wenn's ein bisschen unter dem Radar sein sollte).
  • Ich dachte auch immer, dass man es nur andeuten sollte, anstatt eine konkrete Handlung zu verlangen

    Ab heute gibts also nur noch Handlungsaufrufe an meine Leser :D

    Liebste Grüße
    Arthur Propp
  • Hi Arthur,


    wie spezifischer desto besser. Gary Halbert ist das das beste Beispiel. Detailliert als das ... gibt es nicht :)

    Haha, solange du nicht übertreibst! ;)
  • Nur doof, wenn dann nie jemand antwortet...
    LG
  • Hi Adina,

    ja, das stimmt. Aber das ist dann ein Einstellungsproblem des Bloggers! :)
  • Die Überschrift ist cool, packe ich in meine Swipe File. Und die Call-to-Action sind ein muss. Ich würde aber sogar ein Schritt weiter gehen und das "Animieren" dazu packen. Ist in vielen Variationen möglich, bald gibt ein Artikel auf meinem Blog darüber.

    VG Dimitri
  • Hey Dimitri,

    danke dir! Finde auch, dass die etwas hat :D

    Bin gespannt auf deinen Artikel. Sag Bescheid!
  • Eine Frage hab ich schon gestellt, aber nie noch extra darunter geschrieben, dass der Leser jetzt einen Kommentar schreiben soll.
    Ich dachte, die Frage würde ausreichen. :) Aber wieder etwas dazugelernt.
    Da mein Blog noch neu ist und ich noch keine Kommentare habe, werde ich den Schluss der Beiträge heute noch umschreiben.

    Mal sehen, ob sich etwas ändert :)

    Viele Grüße
    Linda
  • Hi Linda,

    ich stelle auch eher Fragen. Das ist ja quasi eine indirekte Handlungsaufforderung. Aber auch eine direkte funktioniert sehr gut.

    Wird's sicherlich! ;)
  • Ich finde aber auch dass es auf den Bereich ankommt in dem man ist.

    Ich rede jetzt von Kommentaren auf einem Blog und wie viele Leser man täglich hat.

    In manchen Bereichen weiß man vielleicht einfach nicht was man da noch kommentieren soll.

    Bei Verkaufs Seiten sieht es denk ich wieder anders aus.

    Schöne Grüße
    Stefan
  • Hi Stefan,

    ja, ich weiß was du meinst. Ich denke ja immer "in smarten Blogs". Also Blogs wo Wert auf den Tribe gelegt wird, auf Kommunikation und Beziehungen. Da kann so ein CTA wirklich helfen.

    Jep. Eine Verkaufsseite ohne Handlungsaufforderung wird schlechter funktionieren.

Was denkst du?