5 Regeln, die du beachten musst, um mit deinem Blog Kunden zu gewinnen

Möchtest du mehr Kunden?

Klar, dumme Frage.

Jeder möchte mehr Kunden. Jeder Selbständige, Freelancer und Coach träumt davon ausgebucht zu sein.

Und zwar nicht mit 3-Euro-pro-Stunde-Kunden, sondern mit Premiumkunden. Kunden wie aus einem Bilderbuch für Selbständige.

Eine Lösung, die dir ständig im Internet aufgetischt wird: Du brauchst einen Blog.

Doch ganz so einfach ist das nicht.

Irgendein Blog wird dir keine Kunden bringen. Genausowenig wirst du nicht mit irgendeinem Köder einen fetten Fisch fangen.

Du brauchst den richtigen Köder. Und damit du mit deinem Blog Kunden köderst, musst du folgende Dinge beachten:

1. Sei kein fetter Fitness-Trainer

Stell dir vor, du belegst einen Fitness-Kurs mit dem klangvollen Namen: „Iss dich schlank, fit und sexy.“

Als du den Raum betrittst merkst du, dass der Trainer drei Mal so viel wiegt wie du. Ein paradoxes Bild entsteht in deinem Kopf: „Wie kann mir ein Mensch etwas beibringen, das er selbst nicht einhält?“

Dieses Paradoxon nennen manche das „Guru-Paradoxon“: Viele Gurus sagen das eine, tun aber das andere.

Wenn du als Blogger Kunden gewinnen möchtest, dann darfst nicht diesem Guru-Paradoxon zum Opfer fallen.

Mit anderen Worten:

Behaupte nichts, sondern zeige es.

Sage nicht einfach, dass du „Social Media Experte“ bist, sondern zeige deine 5.000 Follower bei Twitter. Ich würde nie einen Social Media Berater einstellen, der selbst nur 53 Fans bei Facebook hat.

Behaupte nicht, dass du begeisterte Kunden hast. Zeige es. Zeige Testimonials, Videos und Fotos dieser Kunden.

Zähle nicht deine Ausbildungsstationen auf, sondern zeige, was du für den Kunden tun kannst.

Sei das lebende Beispiel deiner Expertise.

2. Zeige dein Gemüse

Manchmal beneide ich die Gemüsehändler bei mir um die Ecke.

Ihr Geschäftsmodell ist so einfach. So klar. Jeder weiß, was er bei Ihnen bekommt: Karotten, Gurken, Kartoffeln.

Auf der anderen Seite weine ich um viele Webseiten und Online-Geschäftsmodelle, bei denen ich sogar nach mehrmaligem Lesen nicht verstehe, was sie eigentlich anbieten.

Wenn du Kunden mit deinem Blog bekommen möchtest, dann muss dein Angebot so klar sein wie das Kilo Tomaten für 1,99 €.

Der Kunde muss genau wissen, was er bei dir bekommt – und was nicht. Formuliere dein Angebot so einfach wie möglich und lass verschleiernde Ausdrücke weg.

Noch ein Tipp: Der Gemüsehändler möchte keine Kunden anlocken, die gerade ein iPhone kaufen wollen. Sie sind (zurzeit) nicht seine Zielgruppe.

Versuche auch du nicht künstlich deine Zielgruppe zu erweitern, nur um auf Biegen und Brechen mehr Kunden zu bekommen. Der Schuss wird nämlich nach hinten losgehen: Du wirst gar keine Kunden erreichen.

Beim Schreiben gilt:

Wer für alle schreibt, der schreibt für niemanden.

Genauso solltest du es bei deiner Kundenansprache halten: Du musst nicht alle erreichen, nur die Richtigen.

Die Kontrollfrage lautet hier: Was genau bekomme ich eigentlich bei dir und wer braucht das?

3. Sei professionell

Blogs waren zu Beginn noch digitale Tagebücher, in denen man seine Gefühle und Erlebnisse verarbeitete.

Heute sind sie mächtige Publishing-Werkzeuge, mit denen Unternehmen und Einzelpersonen Millionenumsätze generieren.

Bloggen ist erwachsen geworden.

Wenn du Kunden mit deinem Blog bekommen möchtest, dann sollte auch dein Blog erwachsen sein.

Natürlich diktiert dir niemand, was du zu schreiben hast. Wenn du willst kannst du über das Liebesleben der Ameisen genauso schreiben wie über die Flüchtlingskrise in Deutschland.

Indirekt diktiert dir aber trotzdem jemand den Content: dein Kunde. Wenn du den perfekten Kunden anlocken willst, musst du Inhalte erstellen, die den perfekten Kunden interessieren.

Wenn du dich auf deinem Fotografie-Blog plötzlich über die neueste Entscheidung beim Eurovision-Songcontest aufregst, dann ist das unprofessionell. So, als ob du beim Geschäftsessen deine Ehekrise besprichst.

Natürlich ist die Versuchung groß, vom Thema mal abzuweichen. Widerstehe dieser Versuchung. Bleib professionell.

4. Trau dich vor ein neues Publikum

Achtung, vielleicht zerstöre ich jetzt deine Welt:

Wenn auf deinem Blog keine potenziellen Kunden sind, dann kannst du so viele Beiträge schreiben bis deine Finger an die Tastatur wachsen – du wirst keine Kundenanfragen bekommen.

Warum?

Weil deine Kunden draußen auf der Wiese sind und du in einem stickigen Raum ohne Publikum dein Fachwissen präsentierst.

Du musst dorthin gehen, wo dein Publikum ist. Du musst dort angeln, wo die Fische schwimmen. Du musst dort publizieren, wo deine potenzielle Kunden abhängen.

Wie?

Mit Gastbeiträgen.

Schreibe Gastbeiträge auf anderen Blogs, bei denen du weißt, dass sich dort deine potenziellen Kunden tummeln.

Mehr noch: Du musst dich an die Magazine und Fachpublikationen herantrauen. Ohne diese Branchenmedien wirst du kaum neue Kunden erreichen können.

Viele wählen hier den einfachen Weg und publizieren dort Gastbeiträge, wo sie am einfachsten zu platzieren sind. Das ist verschwendete Liebesmüh.

Bei einem Gastbeitrag müssen grundsätzlich zwei Dinge stimmen: Die Größe und die Zielgruppe. Das Zielmedium muss größer sein als du (etwas, vor dem viele Angst haben) und es muss die passende Zielgruppe haben.

Ohne Gastbeiträge wirst du deine Bekanntheit kaum steigern können. Also traue dich nach draußen auf die Wiese.

Übrigens: Ein Gastbeitrag bei einem etablierten Medium gibt dir zudem sofort einen Boost für deinen Expertenstatus. Wer auf ZEIT ONLINE Schreibtipps gibt, wird vom Publikum sofort als Schreibexperte angesehen. So einfach kann es gehen.

5. Vergiss Google Adsense

Wer Vladislav und mich kennt, der weiß, dass wir keine Freunde von Google Adsense und anderer Anzeigenwerbung sind.

Mit Google Adsense und Co. verdienst du Pennies, keine Kunden. Vielmehr verscheuchst du sie sogar!

Der Blog erzeugt sofort den Eindruck, dass man damit nur ein paar Euro verdienen möchte. Bannerwerbung verstärkt nicht gerade deinen Expertenstatus – vor allem nicht, wenn dort „das Geheimnis für einen flachen Bauch“ angepriesen wird.

Was du stattdessen mit dieser wertvollen Werbefläche in deiner Sidebar tun kannst: Platziere dein eigenes Angebot. Schalte Werbung für dich selbst. Mache Werbung für deine Dienstleistung.

Manche Blogger haben ein Angebot und kaum jemand sieht es. Die meisten Leser wissen nicht einmal, dass es existiert.

Du musst dich für dein eigenes Angebot nicht schämen. Du solltest dich eher für Bannerwerbung schämen. Dein eigenes Angebot bringt dir nicht nur viel mehr Umsatz als Google Adsense, sondern es verstärkt auch deinen Expertenstatus.

Wenn du ein Buch geschrieben hast, dann macht es dich sofort zum Experten. Präsentiere dieses Buch deshalb in der Sidebar oder an anderer prominenter Stelle.

Potenzielle Kunden sehen, dass du nicht nur über das Thema bloggst, sondern sogar ein ganzes Buch geschrieben hast – oder einen Kurs entwickelt hast oder ein Coaching dazu anbietest.

Mache Werbung für dich selbst.

Jegliche andere Form der Werbung bringt nichts.

Fazit

Wenn du Kunden gewinnen möchtest, dann ergibt sich vieles auch von selbst, wenn du lernst aus der Kundensicht zu denken.

Denke dazu an all die Webseiten und Blogs, bei denen du mal was gekauft hast. Warum? Was haben diese anders gemacht?

Du wirst merken, dass (fast) alle Blogs die obigen fünf Regeln beherzigen.

Wenn du diese Kriterien umsetzt, dann wirst du auf jeden Fall Kunden mit deinem Blog gewinnen.

Es ist dann nur noch eine Frage der Zeit.

Welche Methode nutzt du, um Kunden mit deinem Blog zu gewinnen?

Schließe dich jetzt über 14.000 Davids dieser Welt an

Erhalte wie andere kleine Unternehmen, Startups, Solopreneure und Problogger frische Inbound-Marketing-Inhalte. Lass damit dein Unternehmen wachsen, wie die Goliaths es tun:

47 Kommentare

  • Danke für den interessanten Beitrag. Erfolg kommt einem ja bekanntlich nicht zugeflogen. So wie du es beschrieben hast, muss man auf sich aufmerksam machen, in jeglicher Form.
  • Gute Tipps, vielen Dank. Ich denke es kann auch nicht schaden ab und zu ein paar Werbeartikel zu verlosen oder zu verschenken. Die kann man dann ja auch bedrucken und sind eine gute Werbung. :)
  • Gute Tipps! Gerade für Blogs und Internetseiten zahlt sich meist auch eine Suchmaschinenoptimierung aus. Wenn man bei Google oben steht, hat man bereits gewonnen.
  • Interessanter Artikel. Hab gleich für euch noch meiner Meinung einen Fehler im Satz gefunden: "Als den du Raum betrittst merkst du, dass der Trainer drei Mal so viel wiegt wie du."

    Das du und den muss vertauscht werden! :P - Macht weiter so. Toller Blog.
  • Hallo Walter,

    wieder ein super Artikel - Marketing ist der Schlüssel zum Erfolg. Und wer jetzt noch keinen Blog und keine Idee hat, wer seine Zielgruppe ist, wird es leider nicht schaffen, ein erfolgreiches Geschäft aufzubauen!
    Dieses Wissen ist insbesondere für das Network Marketing unendlich hilfreich - so dass alle die wollen es auch wirklich schaffen können erfolgreich zu werden!
  • Hi Simone,
    Danke für dein Lob. Ich bin auch der Meinung, dass wenn man etwas wirklich will, dass man es dann auch schafft. Meist will man aber etwas nicht genug oder man möchte zu viele Dinge auf einmal.
    Wer sich auf eine Sache konzentriert, der wird erfolgreich ;)
    LG, Walter
  • Super Tipps!

    Man merkt einfach das ihr sehr viel Wert auf Qualität von Blogs und Webseiten legt und nicht dem Gewinn den Vorrang lasst. Bzw. wenn ein Medium qualitativ ist wird der Gewinn automatisch folgen :)
  • Hi Tim,
    Danke für die lieben Worte. Ja, dieser Meinung sind wir auch. Erst guten Content liefern, eine Beziehung aufbauen und erst geben – danach kann man auch "Nehmen" ;)
    LG, Walter
  • Hallo Walter
    Ich schreibe jetzt nicht mehr "cooler Gastbeitrag" ;-)
    Vor allem bei Punkt 4 tue ich mich noch ein wenig schwer. Da darf ich mich noch vermehrt an die Magazine halten.
    Herzlichen Dank für den Tipp!
    Lieber Gruss
    Martin
  • Hi Martin,
    Ja, es ist auch etwas schwerer in Magazine reinzukommen als in Blogs, aber es ist auch machbar.

    Für meine Kunden habe ich schon Gastbeiträge auf unternehmer.de, pressesprecher.de, wiwo.de und anderen Magazinen realisiert.
    Hier hilft es häufig mal anzurufen, weil man dann auch sofort erfährt, warum der Redakteur den Beitrag nicht will.

    LG, Walter
  • Lieber Walter,
    du hast immer noch etwas Neues. Jedes Mal Tipps, die mir direkt helfen. Sehr cool. Du bringst mir immer ein Plus: Lesen, wirken lassen, umsetzen. Ich danke dir.
    Meine Erfahrung ist, dass bei Gastbeiträgen gelegentlich auch Hartnäckigkeit und Mut auch wichtig sind. Denn manchmal gehen die Gastbeiträge, die man bei den Influencern einreicht, in deren Email Flut unter. Was komplett verständlich ist. Aber dann bin ich in einem echten "Verkaufs-Dilemma": Instinktiv möchte ich nicht lästig werden, weil es unangenehm ist und ich außerdem befürchte, mich damit ins Aus zu kicken. Aber als Geschäftsfrau und Ich-Will-und-ich-mach-Frau weiß ich, dass dranbleiben entscheidend ist. Wie siehst du das? Zurückhaltung üben oder wie bei einem Kunden, freundlich erinnern, die Kommunikation suchen und gemeinsam klären, ob das "Angebot" für den Influencer einen Mehrwert bietet und er interessiert ist? Alles wertschätzend, charmant und mit einem Augenzwinkern ;) Deine Meinung wäre mir wichtig. Liebe Grüße
    Claudia
  • Hi Claudia,
    Genau das ist mir mal passiert.

    Ich habe einen Gastbeitrag angeboten.
    Keine Antwort.
    Ich habe einfach weiter die Beziehung gepflegt, indem ich den Influencer verlinkt, erwähnt und öffentlich gelobt habe. (Der Influencer hat das auch mitbekommen).

    Ich habe einfach nach einigen Wochen nochmal einen Gastbeitrag angeboten, diesmal mit einer anderen Headline:
    Diesmal gab es eine Antwort.

    Also: Nicht nachlassen. Häufig sind sie einfach nur beschäftigt und haben dich nicht wirklich auf dem Schirm.

    LG, Walter
  • Danke für die Bestätigung Phillip!
    LG, Walter
  • Stimmt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Authentizität am besten wirkt. Wenn man lebt, was man predigt, dann ist dies langfristig die beste Strategie, um erfolgreich zu sein. Kurzfristig mag sich die Kundschaft durch Worte täuschen lassen, langfristig funktioniert das jedoch nicht.
    Ich fand es auch gut, dass ich auf Google Adsense aufmerksam gemacht habt. Wer Erfolg haben möchte sollte in gewissen vernünftigen Dimensionen denken. Das heißt auf der einen Seite zwar, dass man nicht größenwahnsinnig wird, auf der anderen aber auch, dass man kein Erbsenzähler ist und sich mit Pennies zufrieden gibt.
  • HI Oliver,
    Ich finde auch, dass Google Adsense nur Pennies abwirft – es sei denn man hat Millionen von Lesern.
    Dabei kann man mit einem Kunden mehr verdienen als mit 1000 Leuten, die auf deine Werbung klicken.
    LG, Walter
  • Hey Walter,

    interessantes Thema und bin schon auf weitere hier auf dem affenblog gespannt. Wir selbst beschäftigen uns viel damit, Kunden über einen Blog zu generieren. Und du hast mit deinem Artikel vollkommen recht.

    Alles Liebe aus Wien,
    Sebastian
  • HI Sebastian,
    Danke für deinen Kommentar. Damit gehörst du wohl mit zu den Vorreitern.

    Wenn ich anderen erzähle, dass man mit einem Blog Kunden gewinnen kann, dann gucken die mich an wie ein Kamel den Kaktus.

    Viel Erfolg,

    LG, Walter
  • Hallo Walter,

    ein sehr guter Artikel, gerade das Beispiel mit dem Gemüse finde ich wirklich gut. Vor allem können wir sehr viel von diesen Leuten lernen. Zum Wochenmarkt kommen verschiedene Anbieter, ein Gemüsehändler ist besonders aufgefallen, denn er zieht seinen Verkaufswagen immer mit seinem Traktor zum Markt. Soft denket jeder das muss ein "Bauer" sein, der sein Gemüse anbietet, also echtes Bio!

    Der Traktor steht auch immer neben seinem Verkaufswagen!

    Zum Thema Google - Adsense möchte ich nur bemerken, dass man das nicht pauschalieren sollte, denn es gibt sehr wohl Blogger die davon Leben können

    Im allgemeinen stimme ich dir zu, es ist oft der erste Eindruck der zählt.

    LG Lothar
  • HI Lothar,
    Natürlich kann man mit Google Adsense Geld verdienen, aber darum geht es hier nicht.
    Im Artikel geht es um Kundengewinnung – und da ist Adsense Kontraproduktiv.

    Wenn man allerdings eine Nischenseite oder einen Nischenblog hat und kein Interesse an Kunden hat, dann kann man sich Adsense schon mal gönnen.

    LG, Walter
  • ... ich sage es einfach mal so: Danke schön für den hilfreichen Artikel. Die Umsetzung ist mal einfacher mal komplexer, vor allem wenn man nebenberuflich bloggt und seine Projekte nur nebenbei verfolgt (da fehlt leider die Zeit, vieles direkter umzusetzen und viel Wissen aufzubauen, leider). Aber das hilft sehr und die Umsetzung dauert halt dann etwas Zeit. Ich bin Fan von kostenfreien oder gering kostenpfl. Marketing. Wer kennt sich den mit "Growth Hacking" aus?
  • Hi Marco,
    Mein Groth Hacking heißt Gastbloggen :D

    Aber im weiten Sinne, wie Startups es meist brauchen, kenne ich mich damit nicht aus.

    Was einem Blog viel Aufmerksamkeit bringt, sind auch Ego Bait Posts und Roundup Posts.

    LG, Walter
  • DANKE!
    Die Sichtweise über Google Adsense vertrete ich schon seit Jahren. Nervige und nicht gerade themenrelevante Werbung zerteilt und zerstückelt den eigenen Content.
    Insgesamt schlüssiger Beitrag. Die Frage die sich mir stellt ist: Wie komme ich zu Gastbeiträgen? Wie kann ich bei Zeit Online über Rechtschreibung dozieren? Wie komme ich da ran?
  • Hi Jan,
    Zu deiner Frage: Ich habe einen Kurs zum Thema Gastbeiträge entwickelt. Wenn du möchtest, dann kannst du ihn dir mal anschauen:
    http://www.gastbloggen.de/lernen/

    Ich will dir aber nichts andrehen. Hier ist die (kurze) Antwort: Du musst Kontakte pflegen. Niemand lässt dich auf seine Bühne, wenn er dich nicht kennt. Du musst bei den Menschen, die über die Bühne entscheiden, auf den Plan treten. Kontakt herstellen, Freundschaft entwickeln. Wichtig ist, dass du nicht sofort mit einem Gastbeitrag ankommst. Das ist wie ein Hochzeitsantrag beim ersten Date. Langsam aber sicher die Beziehung aufbauen.

    Bei einigen Influencern habe ich mehr als ein Jahr gebraucht, um "bemerkt" zu werden.

    LG, Walter
  • Vielen Dank für die tollen Tipps!
    Ich werde die zukünftig beherzigen!

    Eine Frage hab ich aber noch: Gibt es irgendwelche Studien, dass Google Adsense Leser verscheucht oder ist das einfach eine Annahme?

    Beste Grüße
    Kilian
  • Hi Kilian,
    Ich habe keine Studie dazu, aber sieh es mal so: Google Adsense ist halt für den schnellen Klick. Die Werbung passt meist nicht wirklich zur Zielgruppe und wenn der Leser auf die Werbung klickt, dann ist er WEG. Du hast 0,1 Euro verdient.
    Welchen Eindruck hinterlässt für mich eine Seite mit Google Adsense? Der Autor möchte mit Klicks Geld verdienen, nicht damit dass er mir hilft.
    Das ist der entscheidende Unterschied. Und Kunden wollen das zweite. Sie wollen nicht, dass man an ihnen Geld verdient, sie wollen, dass man ihnen hilft.

    LG, Walter
  • Hallo Walter,

    danke für den Beitrag.

    Für mich ist es immer wieder gut solche Dinge noch einmal klar vor die Augen gelegt zu bekommen.

    Vorallem der Punkt 4. Trau Dich vor ein neues Publikum muss sich noch mehr bei mir einbrennen. Ich traue mich oft immer noch nicht weiter vor. Versuche es allerdings jeden Tag mehr. Auch bei meinen Beiträgen ist immer noch ein wenig Angst im Nacken, dass meine Beiträge dann doch nicht gemocht werden :D

    Vielleicht hat das auch einfach jeder?

    Zu dem genauen Erklären meiner Produkte: Das ist wirklich ein wichtiger Punkt. Ich gestalte Grafikdesign und ja, die Menschen wissen, dass sie Werbung brauchen. Aber so richtig wissen sie einfach nicht warum. Deswegen versuche ich zu zeigen, wie ich arbeite und auch zu erklären, warum ich selbst bestimmte Werbemittel nutze.

    So werden die Kunden auch offener und verstehen vieles besser.

    Lieber Gruß
    Verena
  • HI Verena,
    Das mit der Angst kenne ich nur zu gut.
    Jedes Mal, wenn ich einen Gastbeitrag schreibe, findet sich jemand, der den Beitrag für flüssige Kuhkacke hält. Egal wo, egal welches Thema. Kritiker wird es immer geben, also nicht abschrecken lassen.

    Dass du deine Arbeitsweise zeigst und erklärst finde ich cool, das schafft auf jeden Fall Vertrauen.

    LG, Walter
  • Guten Morgen, Walter,

    wieder ein hilfreicher Artikel, der die Köder-Faktoren auf den Punkt bringt.

    Eine Frage hat sich bei mir ergeben. (Die ist allerdings wahrscheinlich sehr speziell.)

    Ich habe mehrere Bücher geschrieben, die aber nur indirekt mit meinem Thema zu tun haben. Meinst du, ich sollte meine Autorenschaft dennoch prominent präsentieren oder mich weiterhin so verstecken wie im Moment? ;-)

    Viele liebe Grüße

    Axel
  • Hallo Axel,

    ich habe Deinen Kommentar gerade gelesen. Kannst Du nicht für die Bücher vielleicht eine Unterseite machen, die Du dann gesondert promotest?

    Deine Kunden/Leser sind sonst vielleicht etwas irritiert...

    Gruß
    Verena
  • Hallo Axel,
    Du hast Dir innerlich doch schon selbst die Antwort gegeben in dem Du Dein Gefühl des "versteckens" geäußert hast.
    Bewerbe Deine Bücher an prominenter Stelle auch wenn sie lediglich indirekt mit Deinem Thema zu tun haben. Immerhin wird heute ein Autor von Büchern automatisch als Experte angesehen. Nutze diesen Faktor. Keinesfalls auf einer Unterseite präsentieren....dass ist doch auch wieder verstecken?!
  • Hi Walter,

    sehr guter Artikel, fokussiert und knallhart auf den Punkt gebracht!

    Zum (E-)Buch, das du als mögliche Werbe- und Positionierungsmaßnahme ansiehst: Würdest du für den Erstling Geld nehmen oder es gratis rausgeben?

    Gruß
    Michael
  • Hi Michael,
    Ich habe für mein erstes Buch sofort Geld verlangt und niemand hatte ein Problem damit. Deine Leser brauchen in der Regel auch keine "Leseprobe", weil sie dich von den Blogartikeln her kennen.
    Du musst halt schauen, was du möchtest: Mehr Reichweite und Bekanntheit -> kostenlos für eine E-Mail.
    Mehr Umsatz -> für Geld.
    LG, Walter
  • Hallo Walter,

    mir fehlt nen bissl die Differenzierung zwischen den Blogarten und den eingesetzten Möglichkeiten Geld zu verdienen. Du schreibst: "Ohne Gastbeiträge wirst du deine Bekanntheit kaum steigern können." Das sehe ich nicht so. Denn auch Brandingkampagnen z.B. über Facebook (macht Vladi ja auch :)) funktionieren sehr gut. Wenn du das Ganze noch mit Retargeting anreicherst, dann steigerst du nicht nur die Bekanntheit, sondern auch noch den Impact mit deiner Leserschaft.

    Ansonsten finde ich den Artikel sehr gelungen. Dankööö ;)
    #erfolgswolf
  • Hallo Ralf,
    Klar gibt es auch andere Möglichkeiten, um Leser zu bekommen, aber Vladi ist nicht durch Facebook-Werbung bekannt geworden, sondern durch Gastbeiträge und guten Content.
    Facebook ist das Sahnehäubchen oben drauf – Gastbeiträge schaffen die solide Basis.
    LG, Walter
  • Hey Walter,

    klingt logisch. :)

    Ich versuche es mit viel Ehrlichkeit, Direktheit und konkreten Tipps zum Umsetzen.

    Aber ich gewinne momentan erst mal Leser, keine Kunden.

    Liebe Grüße,
    Ronja.
  • Hi Ronja,
    Klar braucht man zuerst Leser, um aus ihnen Kunden zu machen.
    Doch was ich gelernt habe ist, dass man nicht zu lange warten darf, bis man ein "Angebot" an die Leser macht. Sonst gewöhnt sich dein Publikum daran, dass es alles nur umsonst gibt und der Switch wird dann sehr schmerzhaft.
    LG, Walter
  • Welch ein motivierender Start in den Tag. Einfach - klar - umsetzbar. Danke für die Tipps !
    Ich möchte mit meinem Blog zwar nichts verkaufen - außer vielleicht Wissen, hilft aber trotzdem weiter (:
    Wünsche einen schönen Tag.
    Ich werde die vor mir liegenden 7,5 h Zugfahrt nutzen, um mich dem Blog zu widmen (:
  • Hi Amina,
    Wissen ist die Ressource Nr.1, die auf Blogs verkauft wird :) Wir verkaufen ja auch unser Wissen hier. Ob du es aktiv mit Coaching oder passiv mit Büchern machst ist ja dann jedem selbst überlassen.
    LG, Walter

Was denkst du?