So geht’s richtig: Wie du mit deinem Blog Produkte und Dienstleistungen verkaufst

Ich verkaufe 64 affenbücher pro Monat. Im Durchschnitt.

Ich weiß also ein … oder zwei Sachen darüber, wie man mit seinem Blog Produkte oder Dienstleistungen verkauft.

Und, ich habe nicht mal viel Traffic. Nur so 22.000 Besucher pro Monat.

Das ist auch lustig: Du erwähnst „Verkaufen“ im Blog-Kontext … und schon zucken alle ihre Schultern zusammen.

„Ouh! Wie kann er es wagen?!“

„Bloggen ist offen. Frei. Kumbaya … und so!“

Mein Blog-Kollege Markus Cerenak sagt dazu auch:

Händchen-halten-wir-haben-uns-alle-lieb-und-wir-wollen-alle-miteinander-kein-Geld-verdienen-Faser-Schmeichler-Blog.

Alles Quatsch.

Lass mich dir erzählen wieso.

Warum es OK ist, mit seinem Blog etwas zu verkaufen

Ich habe es in diesem Post über das Geld verdienen mit einem Blog schon erwähnt. Ein Blog ist ein Werkzeug. Und ein Werkzeug ist nicht gut oder schlecht.

Denk mal an eine Sichel.

Du kannst damit Gutes tun (z. B. Gras schneiden) oder du kannst damit Schlechtes tun (z. B. jemanden die Kehle durchschneiden).

Du hast die Wahl.

Und wenn du einen Blog benutzen möchtest, um deine Coaching-Produkte oder deine Webdesign-Dienstleistungen anzubieten … dann go for it!

Mit deinen Produkten und Dienstleistungen hilfst du Menschen. Du machst die Welt zu einem besseren Ort. Es wäre sogar eine Schande, es nicht zu tun!

Aber wie funktioniert das Alles genau?

Erschaffe eine angenehme Verkaufsatmosphäre

Ein guter Blog baut eine Beziehung zu deinem Leser auf. Das ist seine größte Stärke.

Dein Blog ist die erste Anlaufstelle. Er schafft einen besonderen mentalen Rahmen und leitet Lars Leser langsam in deinen Verkaufsprozess hinein.

Fange an mit deinem Blogartikel direkt zu verkaufen … und du verlierst einen potenziellen Kunden. Warum?

Weil dein Blog heiliger Boden ist.

Menschen lesen Blogs, um Informationen zu bekommen. Oft, weil sie sich bei einer Kaufentscheidung nicht sicher sind.

Deshalb sind deine Blogartikel zu wertvoll, um sie fürs Verkaufen zu verschwenden.

Deine Blogartikel sind dafür da, um zu informieren und mit Lars Leser zu interagieren.

Das heißt aber nicht, dass du keine Werbetext-Regeln befolgen solltest. Das solltest du. Denn dann bekommst du die Besucher, die Abonnenten, die Autorität und das Vertrauen, das du verdienst.

Und was kommt danach?

Festige die Beziehung zu deinem Leser via E-Mail

Marketing-Großmeister Seth Godin hat das Thema „Permission Marketing“ bereits 1999 gepredigt.

Im Kern geht es darum, dass du die Erlaubnis (Permission) deines Lesers bekommst, um ihn direkt zu kontaktieren, wann du willst.

Das ist so ziemlich das Beste, was du als Marketer haben kannst. E-Mail ist einer der am meisten konvertierende Kanäle. Das belegt z. B. auch diese Studie.

Warum?

Weil E-Mail ein persönliches Medium ist. E-Mail ist viel intimer. Viel näher.

Und genau dort festigst du die Beziehung zu deinem Publikum.

Liefere (ganz nach dem Gesetz der Reziprozität) noch einen kostenlosen Ratgeber, ein E-Book oder einen kleinen E-Mail-Kurs. Liefere generell immer mehr Wert, als du bekommst.

Wenn du hier alles richtig machst, dann schaffst du eine felsenfeste Beziehung zu deinem potenziellen Kunden. Das ist die perfekte Basis fürs spätere Verkaufen.

Und dann?

Verkaufe mit einem Verkaufstext

Du hast eine starke Beziehung zu deinem Publikum. Du lieferst immer mehr Wert, als du nimmst. Im Prinzip, nimmst du gar nichts.

Aber Beziehungen sind ein Geben und Nehmen.

Deshalb fühlt sich Lars Leser ein bisschen schuldig. Er nimmt nur. Aber er gibt nichts.

Nach einer Weile bietest du ein Produkt oder eine Dienstleistung an. Diese hilft ihm, sein größtes Problem zu lösen oder seinen tiefsten Wunsch zu erfüllen. Und, er fühlt sich sowieso schon ein bisschen schuldig.

Du sagst ihm dann via E-Mail Bescheid und leitest ihn auf eine Seite mit deinem Verkaufstext.

Dabei gehst du dann zuerst auf die emotionalen Elemente ein und schließt dann mit logischen Argumenten ab.

Fertig.

Schon hast du deinen ersten Verkauf … mithilfe deines Blogs. Gratulation!

Und denkt immer daran. Das war der Verkaufsprozess nur bei einem Leser.

Wir befinden uns im Internet. Das heißt, du kannst eine Menge automatisieren. Deshalb durchläuft Lisa Leser (leider nicht verwandt mit Lars Leser), Robert Reader und auch Karl Kunde alle durch den gleichen Verkaufsprozess.

Sehr, sehr smart.

Fazit

Musst du unbedingt diesen „langen“ Weg gehen?

Nein, nicht unbedingt. Aber ich garantiere dir, dass du dann nicht so viel verkaufen wirst. Du wirst weniger Menschen helfen. Und die Welt zu keinem besseren Ort machen.

Befolge lieber meinen erprobten Weg: Erschaffe mit deinen kostenlosen Blogartikeln eine nette Verkaufsatmosphäre. Stärke die Beziehung zu deinem Leser via E-Mail. Und mach dann irgendwann den Verkauf mithilfe eines Verkaufstextes.

Faszinierend ist auch, dass diese Kumbaya-Blogger gar nicht realisieren, was sie wirklich machen.

Vielleicht verkaufen sie keine Produkte und Dienstleistungen, aber sie verkaufen ihre Ideen und das Lesen. Das ist nichts anderes. Das ist Verkaufen.

Damit du noch mehr aus diesem Verkaufsprozess herausholen kannst, gibt es einen „Trick“. Wir Menschen benutzen „psychologische Abkürzungen“, die uns das Leben einfacher machen. Sechs davon kannst du auf eine ehrliche Art mit deinem Blog ansprechen.

Aber darüber sprechen wir nächstes Mal.

Jetzt bist du an der Reihe. War dir der Verkaufsprozess mit deinem Blog schon immer so klar?

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35 Kommentare

  • Also mit meinem Blog http://www.hai-tech.shop versuche ich Produkte zu verkaufen, in dem ich durch meine Inhalte und Tests einen wirklichen Mehrwert für meine Leser generiere. Ich erstelle anspruchsvolle Testszenarien bei denen die Tests auch wirklich mal mehrere Wochen dauern können bis alles geprüft ist. Aber dafür kann ich dann auch eine wirklich sinnvolle Kaufempfehlung liefern.

    Mein Blog ist noch recht jung und ich habe auch noch nicht allzu viele Tests. Aber die die ich habe zeigen gute Conversion Rates. Es scheint als würde diese Art und Weise vertrauen schaffen bei den Lesern.

    Fazit: Das wichtigste ist eben sich wirklich mit den Produkten zu befassen und einen Text zu schreiben, den man selber gerne lesen würde und danach denkt: "ah ja, das war hilfreich". Ich denke auch hier währt Ewigkeit am Längsten und zahlt sich Fleiss aus.
  • Ich finde es toll, das du für jeden die Zeit nimmst und auf die Kommentare antwortest! Daumen hoch!

    LG,

    Javier
  • Hey,
    sehr schöner Beitrag. Sag mal wie stehst du zu Werbeeinblendungen auf der Seite, in Form von Google Ads etc. ? Sollte man diese Vermeiden, oder sollten diese evtl. erst im späteren Verlaufe des Blogs zum Einsatz kommen?

    Danke dir
  • Saucooler Bericht wie man es richtig macht gut geschriebene Anleitung
  • Ich glaube, Claus meinte, dass man z. B. auf einen Katholischen Blog keine Kinder Fotos und Pornografie Werbungen erstellen sollte.

    Außerdem wie willst Du es definieren, wo es angebracht und wo nicht? Wenn Du ein Blog hast mit vielen Besuchern kannst locker mit Werbung Geld verdienen, wenn du in etwas Gut bist, wie so solltest Du es umsonst machen?
  • Ich selbs denke das man mit dem Blogs werben kann, aber man solte sich sicherlich nur die Blogs aussuchen wo eine Werbung auch angebracht ist !
  • Hi Claus,

    wie meinst das genau?
  • Hey Vladi,
    irgendwie schaffst du es immer die Artikel zu veröffentlichen, wenn ich sie gerade richtig gut gebrauchen kann. Wie machst du das nur? :D

    Mega cooler Artikel :) LG
  • Hi Philipp,

    haha, ich bin drin in den Köpfen meines Publikums! :)
  • Interessanter Artikel!
    Finde super, dass du so viel von deinen eigenen Erfahrungen weitergibst!
    Betreibst du diesen Blog und die damit verbundenen Leistungen (zum Beispiel das Affenbuch) hauptberuflich?

    Gruß Chris
  • Hi Christopher,

    danke dir! Mach ich doch gerne! ;)

    Jep, genau. War am Anfang echt hart, weil man ins Minus gehen musste. Aber so langsam läuft's rund und ich habe momentan nur das affenbuch. Weitere Produkte folgen bald. Geht also immer runder.
  • Ich habe meinen Blog nun erst seit knapp zwei Jahren aber nun fängt er langsam an sich zu bewegen. Es ist doch noch viel auf was ich achten muß wenn ich das hier so lese. Aber ich werde auch das hinbekommen.

    Viele Grüße sagt Daniel
  • Hi Daniel,

    ach joa, aber das hält sich in Grenzen! Packst du!
  • Hallo,
    super Zusammenfassung und echt eine Schritt-für-Schritt Anweisung :) Da ich mir das Affenbuch auch schon zugelegt habe, braucht mein schlechtes Gewissen denke ich auch nicht zu groß sein und ich werde mich mal an den nächsten Schritt für meinen Blog wagen :)

    Liebe Grüße und ich freue mich auf weitere so hilfreiche Artikel (eigentlich ist das ja alles sehr logisch, aber es so noch mal aufgeführt zu haben ist sehr gut.)
    Svenja
  • Hi Sven,

    danke für die Blumen! Niemand braucht ein schlechtes Gewissen zu haben. Aber wir Menschen können auf der anderen Seite nichts dafür.

    Nächsten Schritte mit seinem Blog zu gehen ist immer gut, go for it!

    Ja, im Marketing sind viele Dinge so logisch und so einfach, aber auch kompliziert und undurchsichtig. Ein bisschen so, wie unser Gedächtnis! :)
  • Hi Vladislav,

    Top Artikel!
    Ich sehe das genauso und habe auf meinem Hauptblog die gleichen Erfahrungen gemacht. Nach einigen Monaten hochwertiger Artikel waren die Leser wirklich froh darum endlich ihr Geld für eines meiner Produkte ausgeben zu dürfen. Natürlich nur, weil sie ein Produkt bekamen, wie sie es sich gewünscht hatten.

    Viele Grüße aus Phuket,
    Sebastian
  • Hi Sebastian,

    thanx! Cool, dass du mich noch mal belegst! :)
  • Hallo Vladislav,

    wie immer - ein wirklich hochwertiger Artikel.

    Summa summarum schlägst Du vor, über guten Blog-Content eine vertrauensvolle Beziehung zum Leser herzustellen. Und später via Emailmarketing den Verkauf (des eigenen Produkts) zu tätigen.

    Wenn man allerdings (digitale) Produkte bespricht bzw. in der Praxis erprobt, sollte es aber durchaus ok sein, entsprechende Affiliate-Links in den Blogpost zu integrieren.

    Ciao, ciao. Giuseppe.

    PS: Die 22 000 Besucher sind doch stark untertrieben :-)
    Similarweb.com verzeichnet über 95 000 Besucher (estimated visits) für den Affenblog im Monat September 2014.
  • Hey Giuseppe,

    danke dir!

    Ganz genau. Das ist der Weg im Groben. Ist auch der effizienteste Weg, den es gibt. Ja klar, Affiliate-Links gehen auch. Solange die Mehrwert bieten ist alles OK.

    Dann kannst mal sehen, wie exakt Similiarweb ist! ;)
  • Ja dank deiner Artikel, die ich vor der Erstellung meines Blogs las habe ich alles richtig gemacht. Danke!
  • Hi Kerstin,

    super, freut mich! Keine Ursache! ;)
  • Kumbaya Blogger *lmao* Love it! Ich mag deine Schreibe total liebe Vladi. Informativ und trotzdem entertaining. Und nein, dieser Verkaufsprozess war mir nicht richtig bewusst. Ich fühle mich aber total erwischt, weil ich selbst darauf "reingefallen" bin. Wobei ich das gar nicht negativ meine. Aber genau so war es, als ich das erste Mal ein Ebook einer Bloggerin gekauft habe. Eine andere fragte mich später, wie ich das Buch fände und ob es mir was gebracht hätte. Meine Antwort war: ich hatte mir etwas mehr erwartet. Daraufhin wurde ich gefragt, warum ich dann nicht von meinem Rückgaberecht gebrauch mache und ich antwortete: weil ich das Gefühl habe, dass die Autorin mir schon so viel gegeben hat, dass es nur fair ist, ihr etwas zurückzugeben.

    Und dank deines Beitrags habe ich jetzt wieder neuen Mut gefasst. Ich habe mir echt den Kopf darüber zerbrochen, wie ich meinen Blog monetisieren kann. Immerhin bietet sich bei meinem Thema nur bedingt Affiliate Marketing an. Ich glaube, ich kann froh sein, dass dem so ist. So kam ich nicht in Versuchung massig Links einzubauen und damit meine Glaubwürdigkeit zu riskieren. Bisher gebe ich mit meinem Blog nur, ohne damit nur im geringsten zu verdienen, aber das wird ich ändern, wenn die Zeit reif dafür ist. Ich konzentriere mich jetzt einfach erstmal auf Reichweite und Vertrauensaufbau. Ich werde die Zeit nutzen, von meinen Lesern zu lernen und herauszufinden, wie ich ihnen weiter helfen kann. Der Rest kommt dann irgendwann. Reziprozität und so ;)

    LG Luisa
  • Hey Luisa,

    haha, danke! :D

    Genau das mein Motto: informativ und unterhaltend. Freut mich, dass das gut ankommt. Ja, das Gesetz der Reziprozität ist einfach da. Als ich 2012 angefangen habe, gab's auch keine passenden Affilaite-Produkte. Deshalb habe ich sofort mein eigenes erstellt.

    Gute Strategie. Ich würde nur so früh wie möglich ein eigenes Produkt starten.
  • Also wenn ich auf dem richtigen Pfad bin, dann müsste der nächste Artikel über die 6 Punkte von Cialdini sein, oder?
  • ?
  • Hi,

    Mir war zwar annähernd klar wie Verkäufe über Blogs funktionieren, aber dein Artikel ist ja fast eine Schritt für Schritt Anleitung.
    Sehr gut geschrieben! Und sehr hilfreich!

    Auch deine Lesernamen find ich gut gewählt :)

    Beste Grüße
    Jens
  • Hi Jens,

    ja, ich hatte auch das Gefühl, dass das Bild nicht 100% klar ist. Deshalb der Artikel.

    Haha danke, da bin ich immer sehr kreativ! ;)
  • Hallo Vladislav,
    du schreibst das du im Monat 22.000 Besucher
    auf deinem Blog bekommst.
    PS: welche Trafficquellen benutzt Du?
    Das ist ja all unser größtes Problem.
    Vielen Dank, Gruß Ralph
  • Hi Ralph,

    ich denke gar nicht so sehr an Trafficquellen. Ich schreibe hochwertige Artikel für Menschen. Die verbreiten sich dann via E-Mail, Social Media und langfristig Google. Das sind auch drei große Trafficquellen von mir.
  • Na, endlich! Deine Retargeting-Methoden verfolgen mich fast überall...lol...
    Wirklich gut gemacht!
    Mit strahlenden Grüßen
    Elena Sommer

    P.S. Ist das auch ein Teil, dem Du in Deinem Buch erwähnst?
  • Hi Elena,

    haha, dann mach ich ja alles richtig! Danke dir! ;)

Was denkst du?