5 Wege, um als Blogger souverän mit schmerzhafter Kritik umzugehen

Es gibt sie.

Diese eine Person.

Diese Person, die nie Fehler macht. Die Person, die niemals einstecken muss. Die Person, die keine Kritik bekommt.

Diese Person habe ich gefunden.

Es ist: Der Nichtstuer.

Du es bestimmt schon gemerkt: Als Blogger lebst du in einem Glashaus.

Alle sehen, was du tust. Alle sehen dein Design, deine Texte, deine Bilder und auch wie viele – oder wie wenige – Shares und Likes du hast.

Natürlich ist gerade das der Spaß beim Bloggen. Man geht auf die Bühne und hat eine Stimme.

Doch wer spricht, der kann sich auch versprechen.

Beim Bloggen ist es wie mit allen anderen Dingen im Leben: „Wer den Ball hat, der wird auch angegriffen.“

Deshalb möchte ich dir hier ein paar Ideen geben, wie du mit Kritik umgehen kannst und vor allem möchte ich dir die Angst vor möglicher Kritik nehmen.

Hier sind meine Top 5 Ratschläge an alle Blogger, die mit Kritik zu kämpfen haben:

1. Mitspielen

Zuerst möchte ich dich enttäuschen:

Du wirst kritisiert werden – das kann ich dir versprechen.

Du wirst Backpfeifen abbekommen, egal wie perfekt du auch sein magst.

Leider denken viele Blogger, dass Lob die Regel und Kritik die Ausnahme ist. Wenn Kritik in der Mailbox landet, dann wird sofort der nationale Ausnahmezustand ausgerufen und man kann nicht mehr schlafen und der Appetit ist weg.

Warum?

Weil wir in der Schule und auf der Arbeit erzogen wurden, Kritik zu vermeiden. Wenn mich die Lehrerin nicht kritisiert, dann ist alles gut. Wenn der Chef nicht meckert, ist die Welt in Ordnung.

Und doch wird der Tag der Abrechnung kommen: Der Tag der Zeugnisvergabe in der Schule oder auf der Arbeit der Tag der Nichtbeförderung.

Du wirst bewertet werden – ob du willst oder nicht.

Anstatt wegzulaufen und darüber zu heulen, solltest du dich lieber mit dem Gedanken anfreunden.

Kritik gehört zur Kunst dazu.

Die Literaturkritiker gab es schon, bevor es die Literatur gab.

Wenn du Kritik entspannter aufnehmen möchtest, dann akzeptiere, dass sie einfach zum Bloggerdasein dazugehört.

Football-Player wissen auch, dass Schmerz zum Spiel gehört. Und doch spielen sie es.

Spiele das Spiel. Akzeptiere die Regeln.

2. Feiern

Zweitens musst du verstehen, dass Kritik nicht nur normal ist, sondern sogar gut.

Ja, Kritik ist gut.

Warum?

Weil sie ein Lebenszeichen deiner Leser ist. Es ist eine Reaktion. Ein Feedback.

Sieh es mal so: Du hast auf jeden Fall die Emotionen des Lesers getroffen, weil der Leser sich die Mühe gemacht hat, dich zu kritisieren.

Das ist doch schon mal was. Das darfst du ruhig auch mal feiern.

Vladislav hat auch seine ganz persönlichen Hater. Eigentlich ist das ein Ritterschlag.

Einer meiner ersten Kommentare, der nicht von einem Spambot, sondern von einem echten Menschen kam, der war ungefähr so:

Walter, du hast keine Ahnung von dem, was du schreibst. Also höre auf damit.

Hätte ich auf diesen „tollen Ratschlag“ damals gehört, dann wäre ich heute kein professioneller Blogger.

Sieh Kritik deshalb nicht als etwas Negatives, sondern als ein Lebenszeichen.

Vielleicht hast du dir ein anderes Lebenszeichen deiner Leser gewünscht, aber hey: Es ist besser als gar keins.

3. Annehmen

Viele Menschen nehmen gerne Lob an – Kritik nicht.

Kritik wird in der Regel immer abgeblockt. Kritik wird zurückgewiesen und nicht ernst genommen. Kritik wird immer als Angriff verstanden, deshalb gehen viele Blogger sofort in die Defensive und gehen zum Gegenangriff über.

Zahlreiche Blogger schalten kritische Kommentare gar nicht erst frei. Die bösen Äußerungen verschwinden für immer im Mülleimer.

Daher mein Rat an dich:

Nimm Kritik an. Nimm sie dir nicht zu Herzen, aber nimm sie an.

Das heißt nicht, dass du auf den Kritiker hören sollst. Wenn ich alles tun würde, was Kritiker so sagen, dann würde ich wie ein wilder Affe nach 20 Pfeifen tanzen.

Du musst nicht umsetzen, was der Kritiker sagt, du musst es nur annehmen.

„Danke für deine Meinung. Ich denke mal drüber nach“, ist eine gute Methode, um anzunehmen, aber dir auch den Freiraum zu lassen, deine eigenen Entscheidungen zu treffen.

Warum ist das Annehmen von Kritik und das freischalten kritischer Kommentare wichtig? Es zeigt, dass das Kommentieren bei dir nicht umsonst ist. Es zeigt, dass der Leser gehört wird. Es zeigt, dass dir der Leser nicht egal ist.

Du musst dem Leser zuhören – aber du musst ihm nicht gehorchen.

Eleanor Roosevelt sagte es einmal am besten: „Tue, was du in deinem Herzen für richtig hältst – denn du wirst so oder so kritisiert werden.“

4. Unterscheiden

Die größter Herausforderung ist, an Kritik zu wachsen.

Leider können viele Kommentatoren und Kritiker keine konstruktive Kritik üben. Selbst, wenn du nach „fundierter Kritik“ fragst, dann bekommst du meistens ein:

„Keine Ahnung warum, aber irgendwie ist das Kacke.“

Damit kannst du wenig anfangen. Viele Kommentare sind auch einfach nur böse und gemein und wollen gar nicht konstruktiv sein, sondern destruktiv.

Die Kunst besteht darin, dass man auch an destruktiver Kritik wächst.

Wie?

Indem du filterst.

Filtere nach persönlicher Kritik und nach sachlicher.

Persönliche Kritik ist gegen dich als Person, deine Art und deinen Stil. Diese kannst du in der Regel dazu nutzen, um dich in Demut und Geduld zu lernen.

Du kannst diese Kritik auch nutzen, um nochmal zu bestätigen, dass du an deinem Stil nichts änderst – so wie Gordon das hier gemacht hat.

Lerne dich wie ein Löwe zu benehmen: Er bekommt keine schlechte Laune, wenn die Maus ihn kritisiert. Persönliche Kritik sollte an dir abperlen.

Sachliche Kritik dagegen bezieht sich auf das Thema, die Ausführung und die Arbeit an sich. Hier solltest du genau hinhören und die Verbesserungen ernst nehmen. Denn hier bekommst du einen Blick von der Seite, der sich auf die Arbeit bezieht.

Es geht um die Sache und nicht um dich, deshalb musst du hier nicht wie ein Löwe reagieren und abblocken, sondern wie eine Maus hinhören.

Wie eine Maus, die etwas lernen möchte.

5. Durchatmen

Wenn ein kritischer Kommentar reinflattert, dann sind wir meist schnell auf 180. Wir wollen sofort antworten und hauen wütend in die Tasten.

Das Problem dabei: Die Antwort fällt sehr emotional und unüberlegt aus. Meist schaukelt man damit die Diskussion nur hoch und verschlimmert die ganze Situation.

Deshalb heißt es bei Kritik: Durchatmen.

Abstand nehmen.

Abwarten.

Ich schaue gerne eine Weile erstmal zu und schaue, in welche Richtung die Diskussion überhaupt ohne mich geht.

Bei kritischen Kommentaren warte ich meist einen oder mehrere Tage, bevor ich antworte (so wie hier). Damit ich nachdenken kann und damit ich runterkomme.

Schalte also immer einen Gang runter. Frage im Zweifel andere Blogger, ob etwas an der Kritik dran ist.

Antworte niemals emotional – auch wenn es dir in den Fingern juckt.

Fazit

Kritik kann ziemlich weh tun und ist oft unangenehm. Aber sie gehört zum Spiel dazu, deshalb solltest du ein entspannteres Verhältnis zur Kritik haben.

Kritik ist sogar nicht nur normal, sondern sogar gut. Sie zeigt, dass deine Leser auf dich reagieren. Das ist besser als gar keine Reaktion.

Drittens musst du dir jeden Kritiker anhören, aber du musst seinen Ratschlägen nicht unbedingt folgen. Höre hin, aber gehorche nicht.

Der schwerste Teil ist das Unterscheiden.

Wo wird es persönlich, wo geht es um die Sache? Wenn du es schaffst, hier richtig zu filtern, dann wirst du an deinen Kritiken wachsen – und nicht zerbrechen.

Zuletzt solltest du immer etwas Abstand nehmen – und auch Menschen von außerhalb fragen. Frage deinen Mentor, ob die Kritik berechtigt ist.

Bestimmt hast du deine eigenen Methoden, um mit Kritik umzugehen. So oder so ist am Ende aber entscheidend, dass Kritik dich nicht aus der Bahn wirft, sondern erfolgreicher macht.

Was uns nicht umbringt, das macht uns stärker. Oder?

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22 Kommentare

  • Hallo Walter,

    sehr richtiges Fazit. Früher habe ich mich immer sofort angegriffen gefühlt, wenn ich kritisiert wurde. Die erste Reaktion war es, wild um mich zu beißen und dafür zu sorgen, dass diese Person es so schnell nicht wieder wagt, mich "anzugreifen". Da ich sprachlich begabt bin, habe ich diese "fights" (leider) auch in den meisten Fällen gewonnen und mich dadurch in meiner Art und Weise auch noch bestätigt gefühlt.

    Seit einigen Jahren weiß ich Kritik allerdings sehr zu schätzen. Sicher zucke ich immer noch zusammen und werde wütend, wenn ich unsachliche Kommentare lese, aber wie du es hier so treffend beschreibst, bemühe ich mich um Ruhe in meinen Antworten.

    Ich unterscheide übrigens nicht zwischen sachlicher und unsachlicher Kritik, sondern zwischen Kritik und Rumgemotze/ -gehate, denn persönliche Angriffe sind in meinen Augen erst gar keine Kritik.
    Kritik ist etwas Wundervolles, das mir in meiner Entwicklung weiter hilft. Alles was nur schaden und verletzen soll, oder dem Frustabbau des Keyboardwarriors dient, gehört nicht dazu.

    Wie immer hast du das Thema super auf den Punkt gebracht. Danke dafür! :)

    Liebe Grüße, Alice
  • Lieber Walter,

    danke für deinen Artikel. Ich bin tedentiell auch jemand der es im tiefsten Herzen gerne jedem Recht machen würde. So nimmt man dann Kritik manchmal zu ernst.

    Ich habe gelernet immer das positive daraus zu sehen. Nummer 1 man ist interessant genug um kritisiert zu werden. Nummer 2 ist auch bei der noch so bösartigsten Kritik, zwischen den Zeilen eine konstruktive Kritik dabei. Gute Chance um über Veränderung nachzudenken.

    Liebe Grüße,
    Sebastian
  • Wirklich böse Kommentare zu meinen Blogartikeln habe ich bisher nur in der Xing Gruppe Brand Eins bekommen. Dann bin ich irgendwann aus der Gruppe raus. Mit dem Feedback, das ich für meinen Blog bekomme kann ich ansonsten sehr gut leben. Mit mir wird auf Augenhöhe kommuniziert und Verbesserungsvorschläge werde ich nicht zerreden/zerschreiben. Ich überlege vielmehr, was davon will ich annehmen und was nicht.
  • "Walter, du hast eine Ahnung von dem, was du schreibst. Also mach weiter damit!"

    Danke für den hilfreichen Artikel! :-)
  • Hi Pana,

    Ich bin froh, wenn ich anderen Mut machen kann. Danke dir für dein Lob.

    Ich werde weitermachen :)

    LG, Walter
  • Meiner Erfahrung nach gehört schmerzhafte Kritik zu den Dinge, die am meisten zur Verbesserung eines Blogs beitragen. Freilich sind damit nicht jene Dinge gemeint, so außer bloßem Unmut nichts Konkretes kritisiert wird, so dass man sich nicht weiterentwickelt kann und so seinen Lesern einen besseren Dienst erweisen kann.
  • Hi Oliver.

    Genau. Kritik lässt dich wachsen und verbessert den Blog. Deshalb sollte man sie nicht fürchten. Anders ist das natürlich bei Beleidigungen.

    Am Anfang hatte ich viele Kritiker, an denen ich wachsen konnte. Eigentlich müsste ich sie mal anschreiben und mich bei ihnen bedanken ;)

    LG, Walter
  • Hallo Walter,

    sehr schöner Artikel ! Ich habe vor kurzem zu meinem eBook eine 1 Sterne Bewertung mit 3 Sätzen (in Kurz: "Das ist MIst! Wer dafür sein Geld ausgibt ist sleber Schuld!" erhalten.

    Ich bin ganz offen und vorallem sehr interessiert in einen offenen Dialog mit meinem Kritiker gegangen, denn für so eine Bewertung wollte ich doch schon mehr wissen. Glücklicherweise ist die Person auch darauf eingegangen und hat mit mir detaliert ausgetauscht warum Sie mein Buch nicht gut findet, was fehlt usw...

    Am Ende wurde das "Mist" zurück genommen (Worum ich nie gebeten habe) und mir viel Glpck wieterhin gewünscht. Für mich war dabei ganz wichtig, das ich meinen Kritiker niemals aufgefordert habe Seine Bewertung zu ändern (Es spiegelt ja die Meinung dar). Er hat sich auch bedankt, das ich so offen damit umgehe wenn jemand Kritik übt.

    Für mich ist nur wichtig das Sie konstruktiv ist, würde nur jemand schreiben "Du bist Scheisse, dein Buch auch!" und ich würde keine weiteren Antworten darauf erhalten, dann würde ich wahrscheinlich mich doch mal an Amazon wenden. Aber wenn ich informationen erhalte und daraus lerne, dann bringt mir auch eine 1 Sternebewertung sehr viel :)
  • Hi Andre,

    Gefällt mir, wie du damit umgehst. Davon können sich noch viele eine SCheibe abschneiden.

    Pat Flynn hat das Gleiche auch getan. Er hat seinem Kritiker sogar seine Handynummer gegeben, um mit ihm darüber zu sprechen. So hat Pat eine Menge gelernt und der Kritker verstummte danach auch. Wenn wir auf Hass mit Liebe und Vernunft reagieren, dann gewinnen wir.

    Weiter so!
    LG, Walter
  • Kritik tut weh! Deshalb: Danke für die Tipps :)
  • Gern geschehen.

    Ohne Schmerzen geht es auch beim Bloggen nicht ;)

    LG, Walter
  • Hallo Walter,

    ein toller Artikel! Du hast eine meiner größten Ängste angesprochen, denn das wird meine größte persönliche Herausforderung werden - ich bin nämlich ziemlich harmoniesüchtig ;-) Schließlich gibt man ja sehr viel Persönliches preis, es geht um die eigene Leidenschaft – da kann es zum Hürdenlauf werden, die sachlichen von den unsachlichen Kritiken zu unterscheiden. Mein Blog-Business ist noch in den allerersten Anfängen, daher habe ich diesbezüglich noch keine schlimmen Erfahrungen gemacht. Mir reicht es aber schon, was ich auf Facebook als Leserin so mitbekomme. Ich habe mich oft gefragt, wie die Autoren dort mit Unter-der-Gürtellinie-Kommentaren zurechtkommen.

    Den Punkt 5„Durchatmen und abzuwarten, bevor man zu emotional antwortet“ kann ich trotzdem unterstreichen – meine Maxime bislang, was Emails angeht. Wenn es zu heftig ist, schreibe ich oft eine Antwort als Entwurf vor, lasse meine ganze Wut in den Text fließen, und schlafe dann eine oder zwei Nächte drüber. Und erst danach überlege ich, ob es noch notwendig ist, diese zu versenden. Meistens hat sich die Sache dann erledigt bzw. ist nicht mehr so wichtig für mich. Ich schätze mal, dass ich das auch bei unsachlichen Kommentaren so handhaben werde.

    Dein Artikel hat mir Mut gemacht, dass ich mit diesem schwierigen Thema umzugehen lernen werde. Danke Dir!

    Heidi
  • Hallo Heidi,

    Ja, das sehe ich öfter, dass Menschen um des Friedens willen sich verstellen, Dinge zurücknehmen oder erst gar nicht schreiben.

    Hier brauch man einfach den Mut, gegen den Strom zu schwimmen. Hilfreich ist, wenn man jemanden hat, der einem den Rücken deckt und der an dich glaubt (Familie, Mentor und Co.).

    Wenn du Schützenhilfe brauchst, dann kannst du dich an mich wenden ;)

    LG, walter
  • Danke für diesen Beitrag! Er kam gerade zur richtigen Zeit. Und trotzdem ist der Umgang mit Kritik immer aktuell. Konstruktive Kritik schätze ich sehr denn sie kann mich weiter bringen bzw. ich kann mich auch mal mit anderen Augen sehen. Das kann ein Gewinn sein.

    Schwierig ist jedoch Kritik von nahe stehenden Menschen, da ist so viel Metakommunikation und das Verhältnis, in dem man zueinander steht, spielt eine entscheidenende Rolle. Da fällt die Distanz schwer, kann aber der Schlüssel sein.

    Vielen Dank für den Beitrag!
  • Hi Judith,
    Ja konstruktive Kritik ist gold wert. Leider können die meisten Menschen – auch die uns nah stehen – keine konstruktive Kritik üben, obwohl sie sich bemühen. Das habe ich gemerkt als ich mich selbstständig gemacht habe ;)

    Um Distanz zu solcher Kritk zu bekommen, kann man sich vorstellen, dass die Kritik von einem Steuerberater oder einem Anwalt kommt. Wie würdest du dann reagieren? Hat mir persönlich geholfen...

    LG, Walter
  • Hallo Walter,

    sehr guter Artikel - den hätte ich schon viel früher gebraucht :-)

    Ich habe die ganze Palette an Kritik (von positiv/konstruktiv bis negativ/destruktiv) erlebt.

    Weniger auf meinem Blog in der Kommentarfunktion, sondern insbesondere auf Facebook, nachdem ich dort Artikel geteilt habe.
    Das ging echt unter die Gürtellinie.

    Der erste Kommentar auf meinem Blog lautete: "Größter Mist den ich je gelesen habe".

    Hier kannst du sehen, wie ich damals reagiert hab: http://wach-und-erfolgreich.de/narkolepsie-therapie/#comments

    Viele Grüße,
    Michael
  • Hi Michael.
    Deine Reaktion gefällt mir. Auch dein Mut, dass du solche Kommentare freischaltest.
    Weiter so.

    LG, Walter
  • Hallo Walter,

    wieder ein sehr schöner Artikel! Danke dafür.

    Ich möchte jedoch - ganz sachlich - anderthalb Punkten widersprechen. Und einen ganz besonders unterstreichen.

    Nicht ganz einverstanden bin ich mit deinen Punkten "3 - Annehmen" und "5 - Durchatmen".

    Zu 3: Meine Mitautoren und ich haben bei einigen unserer Bücher Rezensionen erhalten, die sachlich einfach falsch waren. Diese Kritiken MUSS ich nicht annehmen. Im Gegenteil, die sollte ich entschieden, aber sachlich, zurückweisen. Sonst wird schnell mein Status als Experte in Frage gestellt.

    Zu 5: Hier möchte ich zu bedenken geben, dass Emotionen immer mitschwingen. Und ich möchte deinen Text dahingehend ergänzen, dass wir niemals im ersten Überschwang der Emotionen antworten sollten.

    Insofern finde ich deine Zwischenüberschrift "Durchatmen" sehr gut. Und auch den Tipp abzuwarten.

    Doch auch wenn du reumütig zurückruderst, schwingen in deinen Zeilen Emotionen mit. Und sie sind letztlich die Würze der Texte, geben ihnen Charakter.

    Unterstreichen möchte ich deinen Punkt "4 - Unterscheiden". Das ist m. E. die größte Kunst. Denn aus konstruktiver Kritik zu lernen, heißt, sich zu verbessern. Und nur so ist Enwicklung und Entfaltung möglich.

    Liebe Grüße

    Axel
  • Hi Axel,
    Danke für deine Ergänzung.

    Wenn sachliche Kritik absolut unbegründet ist, dann muss man sie natürlich zurückweisen. Was ich meinte war, dass man sie überhaupt erst lesen, hören und ernst nehmen soll. Danach kann man dann entscheiden, ob man sie zurückweist, oder ihr folgt.

    Sorry, wenn ich mich unklar ausgedrückt habe.

    LG, Walter
  • Sehr geehrter Herr Epp,
    Ihre gute Zusammenfassung kann ich als Berufssportlerin, Mentorin und Persönlichkeitscoach nur unterschreiben: Wer besser werden will, muss
    Kritik ernst nehmen und für sich arbeiten lassen- selbst unsachliche Kritik hat oft einen sachlichen Kern. Wichtig ist dabei, gerade in der ersten Zeit einen Mentor/ Trainer oder eine Mentorin/ Trainerin an der Seite zu haben- denn auch das Filtern von Kritik will gelernt sein. Da hilft nur Support von einem realen Menschen ( möglichst nicht die Eltern!! Sie nehmen Kritik am Kind auch persönlich ).
    Und natürlich ist es erstrebenswert, auch bei unsachlicher Kritik sachlich zu bleiben, aber- manchmal hilft bei einem groben Klotz auch nur ein grober Keil...Alle guten Sportler haben Ecken und Kanten und ein gewisses Aggressionspotenzial- also keine Angst vor Gefühlen- sie machen die Persönlichkeit aus. Man muss sich nicht alles gefallen lassen- aber man muss eben auch das Echo einstecken, wenn man in den Wald ruft.
    Und letztlich ist Neid eine hohe Form der Anerkennung- Mitleid bekommt man geschenkt- Neid ist immer hart erarbeitet:-)
    Angstfreiheit ist das wichigste, was jeder trainieren sollte, der an die Öffentlichkeit geht- und das kann man mit einer/ m Trainer/ in systematisch erarbeiten ( gerade Frauen haben da oft unbegründetet bzw. abbaubare Zweifel und Ängste ).
    Ich hoffe, dass Ihr Artikel vielen jungen Menschen hilft, die Nase aus dem Mauseloch zu stecken!!
    Herzliche Grüße Amena Rauf- Vater
  • Hallo Amena,
    Danke für deinen tollen Kommentar. Ich könnte es nicht besser sagen: Blogger sollten ihre Nase öfter aus dem Mauseloch stecken :)

    LG, Walter

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