Nische finden: 3 Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest

Wann hast du dich das letzte Mal verfahren?

Ich meine: Nicht nur falsch abgebogen, sondern so richtig verfahren.

Vielleicht hatte dein Navi eine Stadt verwechselt. Vielleicht hattest du eine alte Karte. Vielleicht wolltest du einen auf Chuck Norris machen und den Weg alleine finden.

Wie auch immer: Falsch abbiegen ist ärgerlich. Sehr ärgerlich.

Noch ärgerlicher: Wenn du mit deinem Blog falsch abbiegst.

Klar kannst du den Kurs deines Blogs wieder jederzeit ändern. Klar kannst du im Internet immer Dinge löschen und wieder publizieren. Du kannst dir neue Domains anlegen und von vorne beginnen.

Doch das ist ärgerlich. Sehr ärgerlich.

Ich möchte dich heute davor bewahren. Ich bin heute ein Warnschild, das dir sagt: „Wenn möglich, bitte wenden.“

Vielleicht bist du bisher ohne Karte gefahren. Vielleicht betreibst du deinen Blog auf gut Glück und versuchst mal hier und mal da abzubiegen. Vielleicht bist ja falsch abgebogen?

Das werden wir jetzt herausfinden.

Die Fehler, die man am Anfang begeht, begleiten einen Blogger dann über Jahre. Sie schleifen am Bein des Bloggers und bremsen ihn aus.

Ja, man kann bei der Auswahl der Nische falsch liegen. Und wie.

Deshalb sind hier die häufigsten Fehler:

1. Das Thema ist zu eng

Viele Blog-Ratgeber sagen: Schreibe über deine Leidenschaft. Schreibe über das, was dich interessiert. Schreibe über das, was du liebst.

Zahlreiche Blogger befolgen diesen Rat und wählen ein Thema, das sie interessiert. Das Problem: Es interessiert nur sie. Es interessiert aber (fast) keinen anderen.

Beispiel: Franz ist begeisterter Angler. Über das Angeln zu bloggen, ist aber zu breit. Schließlich hat man ihm gesagt, er solle sich spezialisieren. Deshalb beschließt er über folgendes zu bloggen: Über Angelhaken.

Er recherchiert die Nische und merkt: „Cool, ich bin der Einzige, der über Angelhaken bloggt. Ich bin Marktführer.“

Das Problem: Ein Markt ohne Konkurrenz ist auch ein Markt ohne Kunden.

Das Gleiche gilt für deinen Blog: Wenn niemand über dein Thema bloggt, dann fehlt einfach die Leserschaft. Denn schließlich ist das Bloggen schon viele Jahre alt. Alle Nischen sind bereits besetzt.

Bloggen ist ein Massenmedium. Mit Bloggen musst du deshalb auch „die Massen“ anvisieren. Mit Massen meine ich nicht Millionen – aber ein paar Tausend sollten es schon sein.

Du musst also über das bloggen, was eine breite Leserschaft und dich interessiert. Du musst eine Leidenschaft haben, die auch andere Menschen teilen.

Warum?

Weil du keine Verkaufsquote von 100% hast.

Niemand verkauft an 100% seiner Leser – nicht einmal Apple.

Bei Werbung zum Beispiel liegt die Klickrate in Deutschland bei 0,11 Prozent. Wenn du mit Werbung Geld machen willst (was keine gute Idee ist), dann brauchst du sehr viele Leser – nur jeder Tausendste klickt auf einen Banner.

Doch selbst wenn du Produkte verkaufst, so kauft nur ein gewisser Prozentsatz deine Produkte. Auch nur ein gewisser Prozentsatz deiner Besucher abonniert deinen Newsletter, nur ein Teil der Leser gehört dem inneren Kreis deiner Fans an.

Deshalb brauchst du eine kritische Masse. Eine Masse, die groß genug ist, um damit Geld zu verdienen.

Hier sind ein paar Tipps, woran du erkennst, dass deine Nische auch Leser hat:

  • Es gibt bereits viele kleine Blogs in dieser Nische.
  • Es gibt große Blogs in dieser Nische, die Geld verdienen.
  • Es gibt Zeitschriften zu diesem Thema.
  • Es gibt Bücher über dieses Thema.
  • Es gibt Hollywood-Filme über dieses Thema.

Wenn kein einziger dieser Punkte auf deine Nische zutrifft, dann solltest du dir Gedanken machen … wenn möglich, bitte wenden!

2. Das Thema ist zu breit

Das andere Extrem ist, dass Franz über alles und jeden bloggen will. Selbstentwicklung, Glück, Karriere, Geld verdienen, Kreativität und Reisen. Ach ja, und private Urlaubsfotos mit der Angel natürlich auch.

Franz denkt sich: Je mehr Themen, desto mehr Leser.

Falsch. Denn die bittere Wahrheit ist: Wer für alle schreibt, wird von niemandem gelesen.

Kommen wir zu unserem Angler zurück. Einfach über das Angeln zu bloggen, wäre einfach zu breit. Es gibt so viele Arten des Angelns, es gibt so viele verschiedene Anglertypen (Hobby, Urlaub, Profi) und so viele Locations.

Ein Profi würde sich von dem Beitrag “Wie du einen Angelhaken aufsetzt” langweilen. Für einen Anfänger bringen aber Blogbeiträge über Angelwettbewerbe gar nichts.

Das Ergebnis: Du verlierst beide – den Profi und den Anfänger.

Viele Blogger haben Angst sich selbst einzugrenzen und das Thema festzulegen. Sie zahlen dafür einen hohen Preis und haben einfach keine Leser.

Die großen und breiten Themen der Bloggerwelt sind übrigens:

  • Bloggen
  • Familie
  • Essen
  • Geld verdienen
  • Karriere
  • Sport
  • Selbstentwicklung (Glück, Zufriedenheit, Freiheit)

Diese Themen gehen immer. Aber wie gesagt: Du kannst nicht einfach über “Essen” bloggen. Du musst dich spezialisieren. Du darfst nicht einfach über „ein Thema“ bloggen, du musst ein Problem lösen.

3. Die Leser haben kein Problem

Der dritte Fehler, der bei der Auswahl der Blog-Nische passieren kann: Deine Leser haben einfach kein Problem.

Es gibt zahlreiche spannende Themen. Psychologie zum Beispiel. Spannung allein reicht allerdings nicht für einen erfolgreichen Blog. Aufmerksamkeit allein reicht nicht.

Du musst ein Problem lösen. Wie kannst du mit deinem Psychologie-Wissen das Leben des Lesers verbessern? Wie kannst du ihm helfen, das Leben einfacher zu machen?

Warum ist das so wichtig?

Weil Menschen im Internet in der Regel zwei Dinge suchen:

  1. Eine Lösung für ein Problem
  2. Unterhaltung

Bloggen verbindet beides:

Du löst ein Problem – auf unterhaltsame Weise.

Du kannst sehr viele Leser haben. Aber wenn diese kein Problem haben, das du lösen kannst, dann wirst du von deiner Aufmerksamkeit nicht leben können. Aufmerksamkeit allein macht dich nicht reich.

Wir predigen immer: Du musst Mehrwert schaffen. Du musst das Leben des Lesers verbessern. Du musst ihm helfen schneller, einfacher oder besser durch den Alltag zu kommen.

Wenn du deine Blog-Nische auswählst, dann denke nicht in “Themen”. Denke in “Problemen” und “Lösungen”. Das ist, was zählt.

Wie du eine lukrative Nische findest

Jetzt habe ich dir verraten, was man alles falsch machen kann. Ich wäre ein fieser Kerl, wenn ich dir nicht sagen würde, wie es denn jetzt richtig geht.

Hier meine einfache Formel:

Thema + Zielgruppe + Problem = Nische

Diese Formel hilft dir deinen Blog richtig zu positionieren, damit du nicht schon am Anfang deiner Blogger-Reise falsch abbiegst.

Kommen wir zum Angler zurück:

  • Thema: Angeln
  • Zielgruppe: Berufstätige mit Liebe zum Angeln
  • Problem: Wenig Zeit
  • Lösung: Trotz wenig Zeit, Zeit zum Angeln finden

Ergebnis: Angeln für Vielbeschäftigte – Abkürzungen und Hacks für Angelfans mit wenig Zeit.

Dies ist eine Spezialisierung, die nicht das Thema einengt, sondern die Zielgruppe. Unser lieber Franz kann jetzt über Tipps und Tricks der gesamten Angelbranche schreiben. Sein einziges Kriterium: Er muss seiner Leserschaft das Angelleben leichter und schneller machen.

Um deine Nische zu dominieren, musst du also nicht das Thema so eng machen, dass nur noch 3 Menschen sich dafür interessieren, sondern du musst die Zielgruppe klar definieren und ein Problem dieser Zielgruppe lösen.

2 Beispiele guter Nischen

Viele erfolgreiche Blogs folgen dieser Formel und haben sich dementsprechend genial positioniert.

  • Sport = zu weit
  • Liegestütze = zu eng
  • Sport für Nerds = Perfekt
  • Beispiel: Nerdfitness
  • Männlichkeit = zu weit
  • Krawattenbinden für Männer = zu eng
  • Die Kunst der Männlichkeit = perfekt
  • Beispiel: The Art of Manliness

Erkennst du das Muster?

Fazit

Wenn du deine Nische auswählst, dann solltest du die obige Formel anwenden und die drei Fehler unbedingt vermeiden.

Denn sonst biegst du gleich zu Beginn deiner Blogger-Reise falsch ab. Das zu korrigieren könnte sehr anstrengend sein. Oder auch sehr teuer. Oder auch beides.

Wenn du die Formel auf deinen Blog anwendest: Wie sehen deine drei Punkte aus?

Schließe dich jetzt über 14.000 Davids dieser Welt an

Erhalte wie andere kleine Unternehmen, Startups, Solopreneure und Problogger frische Inbound-Marketing-Inhalte. Lass damit dein Unternehmen wachsen, wie die Goliaths es tun:

62 Kommentare

  • GEILER BEITRAG ! Auch ich bin gerade dabei ein Blog/Webseiten-Business aufzubauen und so langsam kommt mein Blog in Schwung und zieht immer mehr Nutzer an.

    Bei der Marktanalyse ist es wichtig zu wissen, dass Interessenten stets (größtenteils unbewusst) Freude gewinnen und Schmerz lindern/vermeiden möchten. Wenn ein Mensch eine Handlung ausführt, wird er immer von diesen beiden Motivatoren dazu getrieben. Jeder Kauf ist der unbewusste Versuch Positives zu erlangen und Negatives zu vermeiden. Und nicht nur jeder Kauf, sondern auch alle anderen Handlungen, die ein Mensch auf unseren Blogs ausführt.

    Ganz wichtig zu wissen ist, dass der Mensch hierbei viel eher handelt, wenn er Negative Gefühle vermeiden möchte. Deshalb ist es wichtig, dass ein Blog suggeriert, dass es dort Problemlösungen für die Probleme von Menschen gibt.

    Dann geht der Blog früher oder später, sofern die Nische richtige gewählt ist, richtig ab. Welche Nischen profitabel sind, erkläre ich auf meinem Blog: http://www.sh-lifestylecoaching.com/marktanalyse-grundlagen-markte-und-nischen-finden/

    Viel Erfolg
    Sascha
  • Super, Super hilfreich der Artikel :)
    Ich stehe quasi auch kurz davor meinen 1. Blog zu veröffentlichen und mir fehlen genau diese Dinge noch dazu. Ich habe große Schreiblust, weiß aber noch nicht worüber...naja so ganz stimmt das auch nicht. Mir fliegen viele Sachen zu und genau da is der Punkt. Das spezialisieren auf eins diese Themen...
    Fakt ist ich Reise gerne neben meinem Beruf, treibe viel Sport und liebe Dinge bis ins kleinste Detail zu planen. Also mit Übersicht und Co...
    Aber wie ich das alles verpacke is noch für mich ein großes Rätsel..
    Ich lese mich jetzt erst mal weiter fleißig ein in die für mich "neue" Bloggerwelt
  • Hallo Vladislav,

    wie ist es mit dem Thema Trennungsschmerz? Ist dies auch zu weit gefächert?

    Lieben Gruß Claudia
  • hi jungs,
    ich tüftel schon eine weile an meiner nische. das ist der aktuelle stand, mit dem ich zu 80% zufrieden bin:

    thema: mitarbeiterführung in startups

    zielgruppe: junge unternehmer bzw. gründer, die ihre ersten mitarbeiter einstellen oder schon kleine teams haben

    problem: neben gründung und daily business wenig zeit, sich mit personalkram auseinanderzusetzen

    lösung: trotz wenig zeit ein guter chef werden

    danke für den hilfreichen artikel!
  • Hi Janett,
    Danke, dass du deine Nische mit uns teilst. Sieht sehr solide aus. Was ich noch als "Problem" der Zielgruppe hinzufügen würde ist: Wie man mit wenig Geld seine Mitarbeiter glücklich macht ;)
    LG, Walter
  • […] Sawatzki oder Thomas de Maizière. Sondern darüber, dass die Lösung für ein Problem – obwohl das gern und oft behauptet wird – nicht immer die Lösung […]
  • Hallo :)
    Was ich allen hier lesenden und schreibenden empfehlen kann ist das Buch von Renée Mauborgne, "Der blaue Ozean als Strategie". Ich durfte das mal im Geschäft als Verkaufstrategie lesen und es passt hier in das Thema wie Deckel auf Topf ;-)

    LG und bis bald
  • Hi Dejan,

    jup! Blue Ocean Strategy ist zwar ein bisschen langweilig geschrieben, aber super Inhalt!
  • Hallo Walter,

    der Artikel wirkt so als ob du über mich schreibst. Als ob ich dieser anonyme Franz bin :-D

    Meinen ersten Blog hatte ich letztes Jahr gestartet und nach 4 Monaten aufgegeben. Mein Fehler war der Punkt 2 und 3 von deinen Artikel. Ich halte über alles geschrieben was mich interessiert hat. Aber über keinen Bereich wirklich ausführlich. Es kommen zwar über 1000 Besucher monatlich, aber ich kann ihre Probleme nicht vollständig lösen. Also verliere ich sie auch sofort wieder. Eine 180 Grad Wendung war nicht mehr möglich weil der domain Name sonst zu unspezifisch wäre.

    Also startete ich einen neuen Blog. Ganz zufällig über das Thema angeln ;-) Angeln ist aber wie du schon erwähnt hast viel zu algemein. Also versuchte ich meine Nische etwas einzuschränken. Meine erste Idee War das Makrelenangeln. Doch mit unter 1000 Suchanfragen ist es doch etwas zu spezifisch. Also überlegte ich noch etwas weiter. So kam ich dann nach ein wenig Recherche auf das Thema Hochseeangeln. Damit ich eine klare Zielgruppe haben konnte, musste ich an der Nische noch etwas arbeiten. So kam ich sehr bald auf die Nische ""
  • Hi Arthur,
    Das ist ja mal ein Zufall :D Habe mir deinen Blog angeschaut und die Positionierung ist schon ganz gut. Dass ich so gut Gedankenlesen kann, wusste ich gar nicht ;)

    Mal im Ernst: Deine Umlaute sind leider zerschossen und du solltest nicht zu viel falsche Bescheidenheit an den Tag legen. Die Formulierung "junger" Blog bohrt ein Loch in deinen Kutter. Wozu diese Sicherheitsklausel? Trau dich ruhig. Wenn du glaubst, dass dein Content gut ist, dann handle auch dementsprechend selbstbewusst. Zweifle nicht an dir – das machen die anderen für dich.

    Noch ein Tipp: Die "Über-Seite" gehört zu den meistgelesenen Seiten eines Blogs. Verstecke sie nicht so weit unten. Mein Auge erwartet die Über-Seite im Menü. Das verwirrt sonst. Außerdem würde ich auf der Über-Seite dann noch ein Optin machen, da es ja ein oft besuchte Seite ist ;)

    LG, Walter
  • Der Artikel ist echt prima, doch würde ich bei erfolgreichen Nischen die Formel etwas anpassen:

    Thema + aktiv suchende Zielgruppe + Problem = Nische

    Denn ihr solltet die Marktlevel nicht aus den Augen verlieren. Wer z.B. über Lösungen für Magersüchtige schreibt, könnte evtl. kaum Leser haben, denn diese Menschen sehen ihr Problem gar nicht und suchen somit auch nicht nach einer Lösung. Zwar fällt das Thema in den großen Bereich Gesundheit, doch erfordert das Marktlevel einen sehr viel höheren Aufwand als z.B. Kochen und Abnehmen.

    Thema: SMARTe Erfolgsmessung im Onlinemarketing
    Zielgruppe: "lockere" Entscheider, die Analyse zur Zielerreichung benötigen
    Problem: Einfache Lösungen für komplexe Fragestellungen finden und anwenden
    Lösung: http://erfolgswolf.de - Erfolgsmessung für Menschen mit mehr Biz

    Übrigens hat z.B. Apple das beste Marktlevel. Die Menschen wissen, dass sie ein Telefon brauchen, um u.a. "cool" zu sein. Sie suchen ganz explizit nach einer Lösung, die sie schon kennen: "iPhone neu" ;)

    LG
    Ralf
  • Hey Ralf,

    es ist viel leichter, wenn die Zielgruppe aktiv nach einer Lösung sucht. Muss es aber nicht unbedingt.

    Die Ideen die wir hier im affenblog "verkaufen" müssen wir auch oft in Geschichten und indirekten Headlines verpacken, um zuerst auf das Problem aufmerksam zu machen.
  • Hi Walter, Hi Vladi,

    ich finde bei der Nischenfindung geht es ja auch darum, sich von anderen abzugrenzen, right? Natürlich muss das Thema klar umrissen sein und es macht es einfacher, wenn nicht 100 Blogger in der selben Nische sind.

    Aber was ich fast noch wichtiger finde ist die Positionierung in dieser Nische. Also ich glaube man kann in exakt der selben Nische aktiv sein wie 10 andere, wenn man das Thema anders angeht.

    Das was bei jedem Menschen einzigartig ist, ist die Persönlichkeit. Und ich lese dich gerne - weil ich glaube deine Persönlichkeit ist cool. Dein Schreibstil. Direkt auf den Punkt und schön zu lesen.

    Deine Nische ist es nicht (klar muss ich mich für die interessieren), sondern der Mensch ist es.

    Meine 2-Cents zu deinem guten Artikel.

    Schöne Ostern euch beiden!

    Dennis
  • Hey Dennis,

    jup, ganz genau! Thema + Zielgruppe + Problem wählt quasi die Nische aus. Und die Positionierung macht dich einzigartig.

    Hoffe auch, dass du ein affenstarkes Osterfest hattest! ;)
  • Hallo Walter,


    ein feiner Artikel, danke. Auch ich bin schon von Anfang an betriebsblind am bloggen.


    Thema: Erneuerbare Energien
    Zielgruppe: Hier schwanke ich zwischen Hausbesitzern und Firmeninhabern
    Problem: hier liegt mein Problem

    - hohe Energiekosten ( dies scheint marginal oder einfach nicht im Fokus, Energie wird wie die Grundgebühr für TV und Handy einfach gezahlt)

    Lösung: z.B. Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher

    Ich habe stets die Lösung vor Augen und finde aber das Problem nicht recht. Zumindest sehen die die das Problem haben es nicht als Problem an. Oder aber ich bin einfach betriebsblind...


    Danke nochmal für den Artikel, werd noch etwas grübeln und meine Formel suchen ... Frohe Ostern!
  • Hi Christian,

    das ist ein großes Problem, dass du dein Problem nicht kennst :)

    Ich würde mich zuert auf eine Zielgruppe fixieren und diese dann einfach nach ihrem Problem befragen.
  • Wie immer gibts den Besserwisser, den mache ich jetzt.
    Angelhaken hat immerhin 370.000 Suchergebnisse und ist eine interessante Nische. Angelhaken ist auch eine innovative Branche, Form, Farbe, Größe, chemisch geschärft, Laser geschärft. Dazu Hakenlöser, Haken aufbewahren, das richtige Vorfach für den Haken, Hochseehaken, usw. usw. usw. ... Und das Geschäft und Informationen drum herum sind sehr interessant. Sie reichen vom Tierschutz bis hin zur Technik. Und klickt jemand auf einen Amazonpartnerlink wird er vielleicht auch noch einen Kescher oder sonst was kaufen. Soweit zur Nische Angelhaken.

    Angler die keine Zeit haben ans Wasser zu gehen, gehen an einen Forellenteich. Dafür zahlt man eine Menge Kohle, hat Fanggarantie und muss sich nicht an gängige waidgerechte Behandlung der Fische kümmern. Man ist unter sich und keiner wird dem anderen Vorschriften machen. Diese Art von Angler sind keine richtigen Angler. Im Gegenteil, sie rufen die ganzen Behörden auf den Plan. Es fällt wieder auf den normalen Angler zurück.

    Zu klein wäre die Nische wenn man sich auf Ösenhaken oder Platthaken spezialisiert.

    Aber davon abgesehen, ich weiß schon was mit dem Artikel gemeint ist. Vom grundlegenden Gedanken stimmt das, da kann ich gar kein Besserwisser sein.

    Frohe Ostern, bald geht die Angelsaison wieder los. Schärft schon mal eure Haken.
    Ach ihr habt keinen Hakenschärfer? *gg*
  • Danke für den Ausflug in die Welt der Angelhaken ;)
  • Wieder ein super Artikel hier auf dem Affenblock!

    Danke dafür, dass hier ein so schwieriges Thema auf eine kurze, simple Formel gebracht wird! Damit kann man was anfangen.

    Sehr gut finde ich auch den Kommentar von @Hannah, wenn man sich bereits verfahren hat. Ich merke auch gerade, dass ich mich ein wenig zu eng aufgestellt habe und erweitere ganz vorsichtig. Sozusagen häppchenweise :-).
  • Hey Steffi,

    ich bedanke mich mal im Namen von Walter! ;)

    Ist aber genau der richtige Weg. Anfangen, Feedback sammeln und sich dann entscheiden, ob man zu breit oder zu eng aufgestellt ist. Und dieser Prozess hört einfach nie auf.
  • Hallo Walter,

    vielen Dank für den tollen Artikel, der knackig die wichtigen Punkte beleuchtet. Es ist wirklich nicht einfach, eine Nische zu finden, auch wenn man denkt, bereits eine Nische gefunden zu haben, macht es sicher Sinn, sich diese noch mal mit der Formel

    Thema + Zielgruppe + Problem = Nische

    zu bestätigen. Die Formel klingt zwar ziemlich einfach, ich denke aber, dass man sich durchaus etwas länger damit beschäftigen kann. Das macht auch Sinn, denn wie erwähnt kommt sonst dass "bitte wenden" Schild erst später und man hat viel Energie und Zeit (umsonst) aufgewendet...

    Allen, die diese Formel jetzt anwenden wünsche ich viele Erfolg dabei, ihre Nische zu finden!

    In diesem Sinne: Frohe Ostern Euch allen!

    Harald
  • Hey Harald,

    jep, das stimmt. Dann wird das Bild noch klarer.

    Man sollte sogar nicht aufhören, sich mit der Formel zu beschäftigen. Man muss immer wieder guggen, ob man sich nicht verändern möchte oder man sich die Welt verändert hat.

    Hoffe auch, dass du ein frohes Osterfest hattest! ;)
  • Thema: Abnehmen
    Zielgruppe: junge Frauen die Diät-hopping betreiben
    Problem: Gewichtszunahme nach beenden der Diät
    Lösung: Frauen helfen nach der Diät weiterhin schlank zu bleiben

    Warum gibt hier keiner seine Nischee preis und beantwortet Walters Frage???

    Walter, wie lange hast du gebraucht bis du gemerkt hast, dass du mit deinem ersten Blog falsch fährst?

    Danke, für die Formel!
  • Hi Melanie,
    Zu deiner Frage: Etwa drei Monate.
    Nach drei Monaten merkte ich, dass das Thema "Kreatives Schreiben" nichts für mich ist. Mir fiel nämlich einfach nichts mehr ein...

    Deshlab wechselte ich die Richtung, die Domain und einfach alles. Ich ging weg vom "kreativen" Schreiben und ging hin zum "effektiven" Schreiben – also jegliche Form des Schreibens, um geld zu verdienen (PR, Werbung, Webtexte, Bloggen, Magazine...)

    Und danke, dass du uns deine Nische verrätst ;) Ich denke, wenn du dieses Problem wirklich lösen kannst, dann bist du eine Bereicherung für viele Frauen.

    LG, Walter
  • Perfekt! Danke!

    Lea
  • Rock'n Roll, starker Artikel, Walter!
  • Danke Ben. Ich liebe auch Rock ;)
  • Toller Artikel! Eine Frage hätte ich allerdings noch: Was ist wenn du deine Nische hast, sie jedoch in eine Richtung geht, die du nicht umbedingt willst...? Ob sie bei den Lesern später tatsächlich gut ankommt ist auch noch abzuwarten...
    Obwohl mir schon mehrere geraten haben mich auf diese Nische zu konzentrieren, habe ich noch ein wenig bedenken. Die Menschen für diese Nische zu überzeugen ist ein schwieriger Weg...

    Gruß
    Armin
  • Hi Armin,
    Höre nicht auf andere :D
    Schließlich musst du regelmäßig Inhalte erstellen und Probleme lösen. Wenn dir das Thema nicht liegt oder keinen Spaß macht, dann lass es. Sonst geht der Blog nach spätestens einem Jahr down.

    Es gibt "lukrative" Nischen, die immer gern empfohlen werden, aber wenn du dich da nicht wohl fühlst, bleib da weg.

    LG, Walter
  • Herzlichen Dank! Super Formel um die eigene Zielgruppe auf den Punkt zu bringen. Was mir nur noch schwer fällt ist dies auch griffig für die Homepage zu formulieren. Aber das kommt bestimmt auch noch.
    Viele Grüße. Janine
  • Hey Janine,

    einfach mit der erstbesten Lösung starten und dann immer wieder verbessern.

    Ansonsten kannst du auch gerne das http://affenbuch.com" rel="nofollow">affenbuch anschauen, da gibt es genau eine Lösung für das Problem :)
  • ...alle Profis zeigen immer nur Wege auf wenn man eine Lösung, ein Angebot hat.
    Oder gehen nur kurz auf dieses Thema ein - meistens zu kurz.

    Gerade hier, ganz am Anfang, werden die Weichen gestellt. Macht man hier "Fehler", sind alle weiteren Aktivitäten auch "falsch" und fühern in die Frustation.

    Wo ist der "Meister", der bei der Nischenfindung individuell und professionell begleiten kann? Nur bei der Findungsphase. Für alles weitere gibt es Angebote satt.

    Wer kennt einen "Meister" für diese Findungsphase?
  • Hallo Jochen,

    du sprichst hier wirklich das aller aller aller größte Problem an :)
    Doch beherbergt jedes Problem die Lösung an sich. Ich z.B. beschäftige mich fortlaufend mit dem Thema des Herauskristallisierens der WIRKLICHEN Leidenschaften. Also mit meinen eigenen. ;)
    Du kommst bei langem Nachdenken auf die grundsätzliche Frage, warum wir leben?! Ich bediene mich hier meiner eigenen Annahme, dass die Antwort ein Axiom für meine Werte darstellt. Also, "der Grund des Lebens, ist das Leben selbst"
    Jetzt brichst du diese Frage für dich weiter runter: "Warum will ich eigentlich leben?!" Ich habe auch hier lange gebraucht, um für mich passende Antworten zu finden. Denn die Fragen nach dem aufgestellten Axiom ändern sich!!!
    Im Studium wollte ich schnell reich werden, mir eine Villa kaufen und "meine Ruhe" haben. Dann kamen meine Frau und meine 2 Kinder in mein Leben. Nun interessiere ich mich nicht mehr für Reichtum und so nen Blödsinn. Ich habe eine neue Leidenschaft entdeckt: "Wissen vermitteln." Ich liebe es meinen Kindern alles mit auf den Weg zu geben was spannend ist und jenseits typischer Konditionierung des Menschen liegt."
    Ich coache viele arbeitssuchende Menschen. Viele würden selbst gerne etwas auf die Beine stellen. Ihnen fehlen aber die grundsätzlichen Antworten auf ihren eigenen Lebenssinn. Die meisten tun dies als "Esoterikkram" ab.

    Du hast mich auf eine Idee für einen Blogartikel gebracht ;) Danke.
  • Hallo Jochen,
    Ich denke Vladislav könnte dir sehr gut bei der Richungssuche helfen, allerdings macht er keine Coachings oder ähnliches.

    Meine Erfahrung: Die Richtung kommt auch mit beim Fahren. Klar muss man sich Gedanken machen. Aber wenn man nie wirklich anfängt zu schreiben, weiß man nicht, wo die eigene Leidenschaft liegt. Sobald man weiß, wo die Leidenschaft steckt, nimmt man die obige Formel.

    LG, Walter
  • Hey Jochen,

    die Nischenfindung ist gerade der Knackpunkt, den großen Teil der schwierigen Arbeit musst du verrichten, den kann dir keiner abnehmen.

    Ralf beschreibt es sehr schön, man muss zuerst seine Leidenschaft finden. Und dann sichergehen, dass es für das Thema auch Nachfrage gibt. Und mit der Behauptung startet man erstmal, sammelt Feedback und entwickelt man sich in eine bestimmte Richtung weiter. Also genau so, wie's Walter sagt :)

    Die einzige Lösung die wir anbieten könnten wäre der http://affenclan.de" rel="nofollow">affenclan. Hier kann man sich im Forum bis zum Erbrechen austauschen und so gemeinsam auf eine Nische kommen.
  • Hallo Walter, Hallo Vladi,

    @Walter: vielen Dank für den guten Artikel. Du hast die 3 wichtigsten Regeln zur Nischenwahl sehr gut und vor allem verständlich auf den Punkt gebracht! :)

    Du hast auch absolut Recht, dass es teuer und zeitaufwändig wird, einen "verfahrenen" Blog wieder auf die richtige Spur zu bringen ;) Daher sollte man sich am Anfang lieber zu viele als zu wenig Gedanken machen.

    Für diejenigen, die sich bereits verfahren haben, möchte ich nur ergänzen: Es ist teuer und zeitaufwändig, aber nicht unmöglich, sich richtig zu positionieren.

    Wenn die Nische zu breit ist, muss man die älteren Blogbeiträge sortieren und nach dem roten Faden suchen. Anschließen fokussiert man sich auf die neue Nische und schmeißt unpassende Artikel gnadenlos raus. So geht zumindest nicht die ganze Arbeit verloren, sondern nur ein Teil :D

    Wenn man sich für eine Nische entschieden hat, die zu eng ist, kann man ja angrenzende Themen mit aufnehmen. Zum Angelhaken passt zum Beispiel das Thema Angelruten oder richtige Köder für den europäischen Raum.

    @Vladi: Vielen Dank für diesen großartigen Blog <3 Ich lese schon lange mit, habe aber bisher nicht kommentiert. Dafür habe ich den Blog aber kräftig weiterempfohlen ;) Mach weiter so, ich freue mich auf jeden neuen Artikel von Dir und den anderen Autoren!
  • Mein Blog besteht erst seit zwei Monaten. Ich frage mich oft, wie eng ich mein Thema definieren sollte. Die Ideen von Hannah wie es laufen könnte, finde ich sehr interessant und Walters Formel ist sehr hilfreich, weil man sich über die wichtigen Faktoren Gedanken machen kann. Trotzdem ist für mich das Abschätzen, wie viele Leute meine Zielgruppe formen könnten, nicht so einfach. Deswegen kann ich mir vorstellen, dass es in der Praxis nötig ist, zu Testen und zu Korrigieren (wie von Hannah beschrieben) bis man den richtigen Umfang gefunden hat.
  • Hallo Walter,

    danke für diesen knackigen und wertvollen Artikel! Jetzt bin ich wieder einen Schritt weiter in meinem Denkprozess für meinen eigenen Blog. Dieser wird erst online gehen, wenn meine Homepage fertig relauncht ist. Bis dahin sauge ich eure Informationen wie ein Schwamm auf :-) Liebe Grüße aus Wien!
  • Super Tirza! Bist hier im affenblog jederzeit willkommen! ;)
  • Danke für die Formel... Kommt als Post-it an den Monitor!
  • Yeah, sehr cool! Danke dir Dennis!
  • Hi Walter,

    wieder so ein toller Artikel! Langsam werde ich vom Fan des Affenblogs zum Jünger. ;)

    Die Formel finde ich genial. Ich liebe diese mathematischen Formate. Einfach, strukturiert, logisch. So muss es sein.

    Meine Formel für mein Blog habe ich.

    Eine Frage: Reicht es eurer Erfahrung nach, die eigenen Zielgruppe zu kennen und fü diese zu schreiben oder sollte diese deutlich im Blog, in der URL etc. dargestellt werden und damit ablesebar sein?

    Vielen Dank für eure Klasse-Artikel!

    Viele liebe Grüße

    Axel
  • Hi Axel.
    Es muss nicht unbedingt in der URL sein, aber schon auf der Startseite (und allen anderen Seiten auch).
    Fizzle.co zum Beispiel hat nichts mit "Bloggen" oder "Online Business" im Namen.
    Ich empfehle allerdings immer einen Zweischritt aus: Thema + Alleinstellungsmerkmal.

    Affen+Blog
    Schreib+Suchti
    Think+Traffic

    LG, Walter
  • Die großen und breiten Themen sind eher:

    1. Gesundheit & Fitness
    2. Geld verdienen und Geld sparen und
    3. Beziehungen (Familie, Partnerschaft, Tiere, ....)
    4. Selbstentwicklung
    5. Hobbies, nach denen viele Menschen verrückt sind (bspw. Golf)

    Meinst Du nicht?`:-P

    Viele Grüße,
    Erik
  • Irgendwie vermisse ich bei den ganzen Aufzählungen das Thema Mode...

    Viele Grüße
    Enrico
  • Holla Erik,

    Walter's waren eher grob aufgelistet, deine eher zusammengefasst. Am Ende gibt es nicht die Liste.

    Und Mode und Let's Play löst kein dringendes Problem :)
  • Ein super Artikel. Danke.

    Bei Punkt 1 bin ich zuerst erschrocken, weil ich meinen Coaches ja immer das Gegenteil "predige": nicht so breit aufstellen! *lach* Doch die Coaches sind ja oft eben VIEL zu breit aufgestellt und in Punkt 2 hast Du das ja wieder relativiert. Puuuh. :-D
    (Den Aspekt des "zu klein" werde ich mir trotzdem im Kopf behalten! Guter Reminder!)

    Kennst Du den Begriff des Hot Spots? Das ist glaub ich ähnlich Deiner Formel. Die Schnittmenge finden zwischen dem, was man mit Leidenschaft tut (Thema) und dem, wofür die Leute auch wirklich Geld ausgeben (Zielgruppe mit echtem Problem).

    Liebe Grüße
    Christina
  • Hey Christina,

    jaaa, das sehe ich auch bei unseren Kunden. Man ist in der Regel viel zu breit aufgestellt und möchte möglichst ein breites Feld abgrasen.

    Aber vor allem mit dem "zu klein" hat Walter total recht. Man muss halt immer die goldene Mitte finden :)

    "Hot Spot" kenn ich nicht. "Sweet Spot" eher. Aber potato-potato.
  • Danke Walter, für diesen Artikel. Er beantwortet auf den Punkt, die Frage, an der ich schon seit Monaten rumgeknuspert habe.

    Danke! :-)
  • Bitte. Ich kann halt Gedanken lesen und habe den Artikel nur für dich geschrieben :D
    LG, Walter
  • toller Artikel
    und die Formel bringt es auf den Punkt.
    Eine merkenswerte Formel.
    Auch wenn eigentlich schon wusste was eine Nische ist
    aber so eine Formel wirkt nochmal viel besser.
    So zusagen ein Konzentrat.
    Gefällt mir.
  • Freut mich. Diese Formel hätte ich gebraucht, als ich meinen ersten Blog startete... :D
  • Regel Nummer 1: Schreibe immer für deine Leser.
    Regel Nummer 2: Schreibe immer für deine Leser.
    Regel Nummer 3: Schreibe immer für deine Leser.
    Natürlich musst du vorher deine Zielgruppe sehr klar und deutlich definieren ;)
    Aber wenn du nicht für deine Leser schreibst, für wen den dann :O
  • Für sich. Viele Autoren schreiben für sich und die Selbstverwirklichung. Der Preis: Sie haben keine Leser. Aber ich habe gehört, dass nicht alle Autoren auch Leser haben wollen... Soll es geben ;)
    LG, Walter
  • Du hast Regel Nummer 4 vergessen: Schreibe immer für deine Leser! :D
  • Hi, endlich mal eine prima Formel... Kannst Du uns vielleicht noch mehr "Beipiele" für die Anwendung dieser Formel geben? Irgendwie hat's bei mir zwar schon "klick" gemacht, aber mir mangelt es an Exemplaren, damit ich damit auch meine Nische finden kann... Danke!!!

Was denkst du?