Text, Audio oder Video: Für welches Content-Medium solltest du dich entscheiden?

Wenn du neue Kunden gewinnen möchtest, brauchst du Content. Das ist klar.

Aber für welches Content-Medium solltest du dich entscheiden? Mit welchem Medium möchtest du potenzielle Kunden finden und begeistern?

Außerdem kann ein bestimmtes Medium auch ein Wettbewerbsvorteil sein, der dein Unternehmen von anderen abheben lässt.

Bei dieser schweren Entscheidung möchten wir dir helfen.

In dieser Episode besprechen Vladislav Melnik und ich:

  • Warum es ratsam ist, nicht direkt alle Content-Medien gleichzeitig benutzen zu wollen
  • Mit welchem Medium du eine hohe Reichweite bekommst (und nein, es ist nicht Text)
  • Welches Medium geeignet ist, um deine Zielgruppe möglichst wenig zu fordern und sie dennoch zu unterhalten
  • Auf welchem Weg du eine starke Beziehung zu deinem Tribe aufbauen kannst
  • Wie du den richtigen Content-Mix für deine Zielgruppe findest

Höre den affen on air jetzt zu …

Show Notes

Transkript

Gordon: Moin, Moin, schön, dass du wieder dabei bist zur 50. Episode von Affen on Air!

Vladislav: Woooohoooo!

Gordon: (lacht) Mein Name ist Gordon Schönwälder. Mit am Start ein weiteres Geburtstagskind: Vladi!

Vladislav: Grüße dich! Ja heute, Geburtstag haben wir ja nicht, aber so ähnlich.

Gordon: Richtig! 50. Episode. Heißt so, dass wir aus dem Gröbsten raus sind.

Vladislav: Hm, schön!

Gordon: Ja, es gibt nicht so viele Podcaster draußen, die starten und von sich behaupten können, die 50 jemals zu erreichen. Und ich bin ziemlich stolz, dass wir das gemacht haben.

Vladislav: Finde ich gut. Jetzt gehen wir auf die 100 zu, ne?

Gordon: Ja klar! Das ist der nächste Schritt. In meiner eigenen Show bin ich jetzt knapp bei 60 oder paareinsechzig und da merke ich schon, dass das nochmal so ein Angang ist. Die ersten 50 waren voll leicht irgendwie und dann hast du ja nochmal 50. Das musst du dann ja nochmal machen.

Vladislav: (lacht) Genau.

Gordon: Das ist schon eine spannende Sache, aber 50 – mega geil. Und ich glaube, das ist auch mal der richtige Zeitpunkt, einen Shoutout zu machen an die Hörer, die uns da auf diesem Weg begleiten hin zu diesen 50 Episoden. Vielen, vielen Dank für’s Reinhören!

Vladislav: Danke, Danke, ja.

Gordon: Heute geht’s auch um Podcasting unter anderem, aber nicht nur. Heute geht’s darum Text, Audio oder Video? Welches Content-Medium du nehmen solltest oder für welches du dich entscheiden solltest. Vladi, bei uns ist es ja gerade so: Wir sind jetzt in der Contenterstellungsphase, richtig?

Vladislav: Redaktionell kann man das so sehen, jo.

Gordon: Ja und wir hatten ja diese ganze Reise angefangen, da gab es noch gar kein Wir. Da gab es nur ein Du im Endeffekt. Du hast angefangen zu schreiben, irgendwann kam Audio dazu und jetzt irgendwann steht auch Video vor der Türe. Wie ist das so aus deiner Warte aus betrachtet? War das so der richtige Weg, um jetzt mal so etwas vorwegzunehmen vielleicht?

Vladislav: Finde ich schon. Wenn du mich jetzt so fragst, war das echt der richtige Weg. Das ist auch irgendwo der logische Weg finde ich. Weil wenn du sagst, du fängst mit Text an, super simpel, danach machst du irgendwann Audio. Das kommt also eine Schwierigkeitsstufe höher und Video ist quasi Level 3 und das meistern wir hoffentlich auch bald. Also es passt dann.

Gordon: Ja genau. Meistern ist auch ein gutes Stichwort. Es ging uns erstmal darum, dir eine Sache mitzugeben, lieber Zuhörer, liebe Zuhörerin, dass du wirklich eine Sache machen solltest und nicht viele Baustellen auf einmal. Das ist halt mitunter etwas, was sehr, sehr arbeitsintensiv ist, auch wenn es total sexy ist einen geilen Youtube-Kanal zu haben und einen Podcast-Kanal, ist es halt auch viel Arbeit. Und da sollte man erstmal eine Sache machen.

Vladislav: Die Frage ist ja: Musst du dich überhaupt entscheiden? Da haben wir ja gesagt: Ja, das ist wichtig, vor allem am Anfang, weil du einfach Ressourcenknappheit hast, egal ob du alleine anfängst mit dem Thema Inbound- und Contentmarketing oder als Team. So oder so hast du immer Ressourcenknappheit. Wir haben alle keine Zeit und irgendwie auch nicht so ein großes Marketingbudget. Von daher müssen wir uns fokussieren und es macht einfach super viel Sinn erstmal sich auf ein Medium zu fokussieren und das zu meistern. Weil du hast eine Lernkurve, du musst erstmal ein bisschen reinpumpen, damit du da auch etwas Vernünftiges am Ende des Tages produzieren kannst. Ansonsten ist es wirklich einfach zu viel Ablenkung.

Gordon: Richtig. Und auf lange Sicht auch keine toten Pferde reiten, wenn du merkst, dass ein bestimmtes Medium bei der Zielgruppe überhaupt gar nicht ankommt.

Vladislav: Das ist ein ganz cooler Punkt, den du gerade ansprichst, weil nicht wir entscheiden was für ein Medium wir erstellen sollten, sondern unser Publikum entscheidet. Wenn das Publikum mehr Bock auf Videos hat, dann müssten wir eigentlich mit Videos anfangen, auch wenn wir lieber Text machen wollen. Da muss man halt irgendwo den Mittelweg finden.

Gordon: Ja, aber ich sag mal so: Der idealtypische Prozess beginnt eigentlich mit einem Blog, was ja auch Sinn macht. Dass das ein Ort ist, an dem alle Fäden von den ganzen Satelliten draußen: Youtube-Channel, Podcast-Channel, keine Ahnung was für ein Channel, Slideshare usw. zusammenlaufen und sich bündeln und treffen im Blog im Endeffekt.

Vladislav: Genau, im Hub.

Gordon: Im Hub, genau.

Vladislav: Das finde ich ist auch eine schöne Metapher. Quasi wie eine Großstadt. Wie Berlin, da laufen auch zigtausend Straßen glaube ich rein.

Gordon: Ja genau und ich würde auch diesen Textanteil auch als Satelliten betrachten, auch wenn er auf dem Blog liegt quasi. Aber der Blog ist der Ort, wo alles ist. Landingpages, Optin Felder und so weiter und so fort. Wir haben uns hier für diese Episode die großen Drei mal rausgepickt. Wir wissen, es gibt noch eine Menge andere Kanäle und Mischkanäle, wo man einen anderen Medienmix machen könnte. Also Text, Audio, Video ist so der Klassiker. Nicht dass da jetzt jemand draußen sitzt und denkt: “Es gibt auch irgendwie Screencasts. Das ist quasi auch Bilder und Text und wenn man Slides abfilmt und dazu spricht, ist es ja quasi auch nicht nur Video.” Ja, das ist richtig. Aber wir wollen hier in dieser Episode mal einen ganz globalen Überblick geben, welche Möglichkeiten du mit diesen drei Dingen hast. Und aber auch welche Nachteile diese einzelnen Medien haben. Da waren wir auch sehr selbstkritisch und selbst mir, als Podcastfan sind auch eine Menge Nachteile eingefallen.

(beide lachen)

Von daher passt das schon. Vladi, lass uns mal mit dem Text anfangen. Das ist so ein bisschen deine Baustelle.

Vladislav: Gerne doch. Also ich liebe Text. Ich finde Text super cool. Ich bin am Ende des Tages ein Künstler, so sehe ich mich zumindest und Text hat einfach sehr viel von Kunstform. Wenn ich an Hemingway denke zum Beispiel, der ist ja auch ein Künstler. Das ist ja fast schon Poesie, was er da gemacht hat. Und auch im Contentmarketing kann man viele Elemente davon einbringen und deswegen mag ich Text einfach. Der Vorteil von Text ist, dass die Hürde klein ist. Das ist wie Word. Das ist ein idealer Einstieg um reinzukommen. Und das Schöne daran ist auch, das trainiert klares Denken und klares Reden. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt. Deswegen mag ich texten auch so, weil es dich trainiert im Endeffekt klar zu denken.

Gordon: Ja, da bin ich ganz bei dir.

Vladislav: Was gibt’s noch so Tolles vom Text oder Vorteile für Text? Das Gute ist natürlich auch: Man kann von der Suchmaschine gefunden werden. Die Suchmaschinen können ansatzweise die anderen Medien so ein bisschen entschlüsseln, aber immernoch nicht ganz gut und deswegen brauchen wir immer Text, um von dem Googlebot gefunden zu werden.

Gordon: Genau. Je mehr Text du hast, desto besser im Endeffekt?

Vladislav: Im Groben, ja!

(beide lachen)

Weil wenn dein Text auch sinnvoll ist, ja.

Gordon: Richtig. Wir hatten ja schon diverse Episoden zum Thema SEO. Die werden wir auch mal verlinken. Es geht natürlich um Relevanz und so, keine Frage, aber… Das haben wir jetzt auch mit dem Transkript zum Podcast zum Beispiel, Vladi. Ich habe letztens irgendetwas gesucht im Affenblog, dachte ich suche jetzt nicht im Affenblog selber, sondern gehe über Google. Und dann habe ich bestimmte Sachen halt auch in Transkripten gefunden.

Vladislav: Ja cool!

Gordon: Und das war halt nicht im Text selber drin und so. Also von daher passt das schon. Das ist schon eine coole Sache.

Vladislav: Nice.

Gordon: Was ich an Text gut finde ist, dass der ziemlich schnell konsumiert ist. Wenn man einmal so drüber huscht mit den Augen….

Vladislav: Wenn der gut formatiert ist, ne?

Gordon: Richtig, genau, wenn der gut formatiert ist, dann kann man den wunderbar innerhalb von wenigen Sekunden scannen und innerhalb von wenigen Minuten komplett lesen.

Vladislav: Und heutzutage sind wir auch im Internet alles Scanner. Das hat auch der gute, alte Jakob Nielsson, so ein Usability-Experte, herausgefunden, dass es genau so ist, dass wir nicht lesen, sondern eher scannen. Und deshalb macht es einfach super viel Sinn auch das Medium zu verwenden. Damit habe ich zum Beispiel auch immer Probleme, mit Audio kannst du nicht scannen.

Gordon: Hm ja.

Vladislav: Ich lese momentan immer so 100 Blogartikel oder ich scanne 100 Blogartikel am Tag immer morgens und Audio kannst du halt nicht scannen. Das stört mich immer. Video kannst du noch ein bisschen weiterschalten. Wenn dann immernoch so ein thematisch relevantes Bild ist, da kannst du den Content schneller konsumieren. Aber bei Audio musst du wirklich von Anfang bis Ende zuhören, ne?

Gordon: Da bin ich ganz bei dir, ja. Das ist ein Nachteil und auch ein Vorteil gleichzeitig. Aber lieber Zuhörer, liebe Zuhörerin, du wirst merken, es gibt nicht so den Einen. Es gibt nicht so das eine Medium, was über allem thront. Und das hat alles seine Vor- und Nachteile, auch die Vorteile eines Mediums haben auch irgendwo Nachteile. Von daher ist es einfach so, dass wir einfach einen Überblick geben in diese Episode. Was ich auch mag an Text ist, dass weil er so schnell konsumierbar ist und auch schnell gelesen ist, dass man sehr schnell in die Gänge kommt. Ich bin so ein visueller Lerner, ich weiß nicht, wie du drauf bist. Als ich in der Ausbildung war, ich habe ja Ergotherapie gelernt, also eine Menge mit Medizin und Psychologie und so ein “Scheiß”. Da habe ich Theorien auswendig gelernt und Muskelgruppen und Knochen und Gelenke und so. Und dann wusste ich irgendwann, wie die Karte aussah, auf dem das Ellenbogengelenk drauf war zum Beispiel. Und dann konnte ich auch irgendwie das immer visualisieren und mir ins Gedächtnis rufen. Und gut formatierter Text mit vernünftigen Überschriften und Zwischenüberschriften, der bleibt auch eher im Kopf. Zumindest für den visuellen Lerner. Und dann glaube ich, dass auch das Umsetzen nach einem Artikel unter Umständen leichter fällt.

Vladislav: Genau. Was ich noch hinzufügen wollen würde ist dieses Thema, dass es gut für Anleitungen ist.

Gordon: Ja genau.

Vladislav: Weil wenn ich jetzt ein super langes Tutorial erstelle, dann kann ich als User, als Leser, kann ich mir das irgendwo nebenpacken oder sogar ausdrucken und dann kann ich mir das wirklich daneben packen und die Schritte Schritt für Schritt befolgen. Bei Video geht das ein bisschen schwieriger, da muss man immer Pause drücken. Bei Audio ist es super schwer. Aber Text bietet sich genau für so welche Schritt für Schritt Anleitungen einfach optimal an.

Gordon: Richtig, genau. Okay, was haben wir denn für Nachteile? Das Erste was ich so als Podcastlover habe: Ich muss immer auf den Bildschirm gucken. Ich kann das nicht im Auto, ich will nicht im Wald spazieren gehen mit meiner Tochter und einen Text auf dem Handy lesen. Das will ich nicht.

Vladislav: Das ist echt ein aktives Medium, ne?

Gordon: Total. Also ich brauche einen großen, vernünftigen Bildschirm, ansonsten macht das keinen Spaß. Es kann natürlich auch passieren, das ist auch so ein Nachteil, den ich sehe im Text: Wenn ich jetzt schlecht drauf bin, ich weiß nicht ob du das kennst? Ob du auch mal schlecht drauf bist, dann nimmt man die Welt auch anders wahr. Das heißt, wenn ich jetzt irgendwie schlecht drauf bin, dann ist auch alles Scheiße, auf gut Deutsch gesagt. Egal was ich lese, es hat immer so diesen Anstrich von schlechter Laune. Das ist einfach nicht zu vermeiden und manchmal, wenn so ein Wortwitz vielleicht in diesem Text drin ist, kriegt man den voll in den falschen Hals. Voll! Das ist dem Walter passiert. Das ist auch ein Beispiel, was ich immer mal wieder gerne nach vorne hole, wenn es darum geht, wie missverständlich Sprache sein kann in Textform. Er sprach in einem Scannertext irgendwann mal darüber, dass Scanner…. also er hat irgendwie das Wort Flittchen benutzt. Und es war ein totaler Witz einfach. Also, wenn man den Walter kennt, dann weiß man…

Vladislav: Genau, dass ist das Ironische daran…  

Gordon: Genau, der ist alles andere als ein Chauvi. Er ist irgendwie das Diametral gegenüber dem, was ein chauvinistisches Arschloch ist. Walter ist ein super Typ. Und dann musste er wegen dieser Formulierung sich allerlei Kritik anhören. Und es war total schade eigentlich. Obwohl, vielleicht war es auch ein bisschen provokativ, ich weiß es nicht. Aber auf jeden Fall kann so ein Text auch mal gerne in den falschen Hals kommen. Das ist jedem schon mal passiert, der irgendwie eine SMS in den falschen Hals bekommen hat. Der irgendwie sauer war, weil jemand irgendeine Sache schrieb und das gar nicht so meinte.

Vladislav: Das ist bei Texten immer so. Du versuchst deine Emotion und Information rüber zu bringen, aber 100%-ig gelingt das nie. Du sendest irgendwas und wegen diesem Bruch dazwischen quasi kommt beim Empfänger nicht 100% an. Das ist halt einfach so. Und deshalb ist auch texten einfach so schwer und generell ist das Thema gut texten schwer. Das erfordert Training, das ist nicht leicht. Ich habe vorher sogar, ganz am Anfang, gute Texte mit Hand abgeschrieben, damit das wirklich in Fleisch und Blut übergeht.

Gordon: Okay, krass, echt?

Vladislav: Es gibt ja auch diese Regel: Schreibe jeden Tag 1000 Wörter, jeden Morgen. Das habe ich auch gemacht. Das mache ich im Prinzip immernoch. Gut texten ist schwer und es dauert auch und ist dementsprechend auch eine Hürde.

Gordon: Ja definitiv. Was für eine Art von Texten kann man denn benutzen?

Vladislav: Wir hatten gerade schonmal gesagt, dass Texten gut für Anleitungen ist. Text ist gut für sachliche Texte, aber wenn ich zum Beispiel Emotionen rüberbringen will, dann ist – wie gerade schon besprochen mit dem Beispiel – es super schwer. Da sind andere Medien besser und vor allem: Wenn du auch gewisse Konzepte rüberbringen willst. Ich merke das immer wieder, ich habe mal einen Blogartikel geschrieben und wir haben quasi die Kernmessage in Audio nochmal Monate später oder ein Jahr später übertragen. Und da kam die Message wirklich an per Audio. Genau so eine Folge wie jetzt, wo es kein Richtig oder Falsch gibt, das ist quasi eine Gefühlsgeschichte, da bietet sich Audio zum Beispiel wunderbar an. Die Message von diesem Content wäre in Text zu übertragen viel schwieriger.

Gordon: Richtig und es würde ewig brauchen, weil du müsstest es ja umschreiben. Du müsstest das Ganze dann beschreiben und dann bist du bei einem richtig dicken, fetten Post, der vielleicht dann in diesem Fall als Audio besser gewesen ist. Was ist mit Infografiken, Vladi? Das ist auch irgendwie so eine Mischform, wie ich finde. Da geht’s grafisch zur Sache, dass es schon etwas visuelles ist, aber irgendwie auch Text. Wir haben es jetzt mal in den Textbereich reingepackt, weil es im Blog zu finden ist und in der Regel aus Text besteht. Ich finde diese Infografiken geil, weil es einfach Wissen in kompakter Form ist. Ich weiß nicht, wie du das siehst, aber ich vermute ähnlich.

Vladislav: Nee, ich bin ja ein großer Grafikfan immernoch. Das ist mir super wichtig und uns als Unternehmen super wichtig. Infografiken sind super geil, weil du kommunizierst in kürzester Zeit eine Message. Du scannst eine Infografik und hast die Kernmessage verstanden. Das ist noch geiler als Text einfach. Das Schöne an Infografiken ist auch, das zeigen immer und immer wieder Studien, dass die sich am viralsten verbreiten. Einfach weil die Information in kompakter Form dargestellt wird. Man kann Grafiken und Infografiken einzeln verwenden, quasi eine abgeschlossene Geschichte machen oder man kann Grafiken und Infografiken in den Text mit einfließen lassen. Da gibt es auch eine Basumostudie, die können wir auch in den Shownotes verlinken, die hat gezeigt, dass mindestens ein Bild in einem Textcontent die Viralität ganz gut erhöht hat. Das versuche ich auch bei uns zu berücksichtigen, dass wenn wir einen Textartikel haben, ich immer versuche ein passendes Bild, was noch mehr Mehrwert liefert, hinzuzufügen. Und die Erfahrung zeigt auch einfach, dass es immer funktioniert.

Gordon: Ja, sehr schön. Also ich mag’s auch. Ich bin ein großer Freund von Infografiken. Manchmal fehlt mir das Händchen dafür, das so grafisch umzusetzen.

Vladislav: Da braucht man auch so den gewissen Blick für. Das ist noch nicht so einfach, wenn du wirklich komplexe Informationen leicht darstellen willst. Das ist halt auch irgendwo eine Kunstform.

Gordon: Das ist eine Kunstform, ja absolut.

Vladislav: Es gibt coole Tools und ansonsten kann man ja auch jemanden anheuern im Notfall.

Gordon: Genau. Also was ich bei Pinterest schon ein paar Mal gesehen habe, wenn so riesengroße… wenn du die auf Vollbild machst quasi, die einfach nur mega groß sind, das ist Kunst, definitiv! Gut, kommen wir zum Audio. Kommen wir zum zweiten der drei Punkte. Vladi, so als Texter, was sagst du denn zu Affen on Air? (lacht)  

Vladislav: Finde ich richtig gut. Das war ja auch so meine Intention das Ganze zu starten mit dir, weil du besser dadurch kommunizieren kannst. Du kannst ganz andere Dinge noch unterschwellig kommunizieren. Und das ist für mich noch der große Vorteil an Audio.

Gordon: Okay, ja. Das heißt, dass man zwischen den Zeilen noch Sachen vermitteln kann oder was meinst du damit?

Vladislav: Genau, das meine ich damit. Das Schöne an Podcasten und Audio ist einfach: Du bist viel näher dran am potentiellen Kunden oder am Kunden. Du kriegst ein gutes Gefühl für den Menschen und du kriegst auch ein Gefühl, wie es hinter den Kulissen aussieht. Allein durch Audio bekommst du super viel unterschwellig mit. Und die Idee ist es jetzt auch, deswegen haben wir auch bei uns beim Redesign den Podcast prominent platziert, dass wenn man sagt “Okay, du kommst auf die Startseite, du siehst die Menschen hinter dem Unternehmen, du gehst auf die Über Uns Seite, du erfährst ein bisschen mehr, was du davon hast als Leser, als Abonnent, als Kunde. Du erfährst ein bisschen noch wer dahinter steckt genau. Und dann gehst du auf den Podcast und hörst uns auch schon. Das heißt, du kriegst innerhalb von kürzester Zeit, innerhalb von 10 – 15 Minuten ein super gutes Gefühl für die Menschen hinter dem Unternehmen. Mit Video wird noch eine Schippe draufgelegt, weil dann siehst du auch, wie die Menschen aussehen. Du kriegst einen 360° Blick in das Unternehmen hinein, innerhalb kürzester Zeit. Und das ist halt das Beste, um Vertrauen aufzubauen.

Gordon: Ja, absolut. Was ich ja ganz cool finde, was man so vermittelt mit einem Podcast ist, dass man durch die Stimme sich ins Ohr und ins Vertrauensgehirn des Hörers eingräbt. Du als Hörer nimmst den Podcast mit. Da kriege ich immer wieder Kommentare: “Jungs, cool dass ihr die neue Show rausgebracht habt. Ich habe gerade am Frühstückstisch gesessen und habe was gelernt”. Wie cool ist das? Klar, kannst du mit deinem Tablet einen Blog lesen oder sowas, aber sich so nebenher berieseln zu lassen oder im Auto zu sitzen und sich berieseln zu lassen, was zu lernen, unterhalten zu werden. Nicht unterbrochen zu werden von irgendwelchen Werbungen oder sowas. Du kannst dir aussuchen, über welche Themen du im Auto was lernen möchtest. Und das ist eine richtig coole Sache. Und wenn du deinen Job als Podcaster richtig machst, dann baust du auch eine Beziehung auf. Du wirst als Podcaster mitgenommen, in so viele verschiedene Situationen, die angenehm sind. Dann baust du eine Beziehung auf. Und sobald du mit deiner Stimme präsent bist bei deinen potentiellen Klienten, ist auch diese Hürde nicht mehr so groß, mal bei denen anzurufen oder irgendwie um um einen Termin zu bitten oder sowas, weil du weißt ja eh wie die ticken. Du hast die gehört, du kennst auch deren Macken, du weißt, dass die sich mal versprechen, du weißt, dass die vielleicht einen Sprechfehler haben. Du weißt, wie die Privat so drauf sind, weil die es auch mal durchblicken lassen. Dann wird da ein richtiger Mensch draus.

Vladislav: Das ist das Schöne am Podcasten im Gegensatz zu Text. Das ist halt so ein passives Medium. Du musst halt nicht aktiv lesen, du kannst dich passiv zurücklehnen und dich berieseln lassen.

Gordon: Und die Show genießen, ja genau. Das passt auf jeden Fall.

Vladislav: Das Gute an dem Format sind auch zum Beispiel Interviews. Das ist wirklich prädestiniert dafür und diese Interviews… wenn du Leute, so wie wir auch, in die Show einlädst, ist es einfach super gut, um die Beziehung zu Influencern aufzubauen, zu festigen. Du machst die Influencer ja auch bei deinem Publikum bekannt, quasi kostenfrei. Das passt super und erhöhst gleichzeitig auch deine Reichweite, weil der Influencer in der Regel ja auch seinen Followern Bescheid sagt. Im Grunde machst du ein Publikumssharing. Du teilst das Publikum und das ist einfach eine super Win-Win-Situation und da ist aber das Medium perfekt dafür.

Gordon: Ja, auf jeden Fall. Was gut ist, wenn du, lieber Zuhörer, liebe Zuhörerin, jetzt überlegst vielleicht in naher Zukunft einen Podcast zu machen, könnte es die richtige Zeit sein. Es ist aus meiner Sicht sowieso immer die richtige Zeit, aber…

Vladislav: Besser zu früh als zu spät ne?

Gordon: Es ist wie es ist, genau. Und es ist im Moment so, dass Podcasting im Vergleich zum Blog noch unterrepresentiert ist. Einen Blog aufzubauen ist ja jetzt rein technisch gesehen überhaupt gar nicht schwer. Und einen Blog schreiben ist ja auch wie Word. Schreiben können wir vermutlich in der Regel und deswegen ist da so die Hürde nicht so groß. Beim Podcasting kannst du dich ziemlich schnell von der Masse abheben im Moment noch, weil Podcasting noch Nische ist. Es verändert sich gerade massiv, aber mit einem guten Podcast passend zu deinem Thema kann es sein, dass du viel schneller der Experte auf deinem Gebiet wirst, weil du einfach mehr Plattformen bespielst.

Vladislav: Wenn du über den großen Teich rüber schaust, dann merkst du auch, wie extrem das dort am wachsen ist. Wie prominent das da ist, wie gut das angenommen wird und davon kannst du ausgehen, wie das immer so ist, dass Deutschland oder der deutschsprachige Raum folgen wird. Ich glaube ein bis drei Jahre ungefähr, was sagst du?

Gordon: Ja genau. Was ich jetzt drüben erlebt habe bzw. von den amerikanischen Podcastern mitbekomme: Wir haben hier im deutschsprachigen Raum vor ein paar Jahren noch von dem Blogbusiness gesprochen. Das Wort gibt es jetzt so nicht mehr, weil wir alle gerafft haben, der Blog ist Medium und kein Business. Das ist nur ein Tool, aber die sprechen drüben teilweise von Podcast-Business. Das ist sowas wie ein klassischer Blog mit Schrift und so gar nicht mehr gibt, sondern dass man da nur noch die Episoden hat und Landingpages. Das funktioniert drüben auch, ein Business aufzubauen mit dem Medium Podcast, ohne Text und ohne Video. Also, da kann man sehen, wie weit das in den Staaten schon ist. Und wenn man mit den amerikanischen Podcastern sich unterhält, dann sagen die “Das ist ja auch noch irgendwie in den Kinderschuhen”. Was für Möglichkeiten haben wir dann hier noch? Das ist ja unvorstellbar im Endeffekt.

Vladislav: Das liegt hier alles noch brach.

Gordon: Richtig, deswegen könnte es sein, dass es sinnvoll ist, jetzt einen Podcast zu starten. Eine Sache noch, ein Vorteil bevor wir zu den Nachteilen kommen: iTunes ist der größte Marktplatz bzw. das größte Verzeichnis für Podcasts und ist wie eine waschechte Suchmaschine. Wenn du ein bestimmtes Thema suchst, gibst du es da ein und findest einen Haufen Episoden und Podcasts zu dem Thema. Das klappt richtig, richtig gut. Jo Vladi, Nachteile?

Vladislav: Genau, was ist schlecht daran? Du hast in der Einleitung ganz große Töne gespuckt, jetzt pack mal aus hier.

Gordon: Genau, jetzt lege ich es auf den Tisch! Nein, das Ding ist, da müssen wir gar nicht drum herum reden, die Einstiegshürde ist im Vergleich zum Blog deutlich höher. Deutlich höher! Weil du mit vielen verschiedenen Dingen konfrontiert bist, mit denen du im Vorfeld vermutlich noch nicht in Kontakt gekommen bist. Ich nehme mal ein ganz einfaches Beispiel: Die meisten von uns finden ihre eigene Stimme doof. Das liegt daran, vermutlich, wir hören uns auf dem Anrufbeantworter oder beim Skypen im Echo oder so und finden unsere Stimme doof. Das ist alleine schonmal die Hürde in ein Mikro zu sprechen. Dann ist es eine Hürde das Ganze aufzunehmen, zu schneiden, zu verarbeiten. Das ist also diese Technikhürde.

Vladislav: Die finde ich halt auch groß, weil Technik ist auch, wenn ich so ein bisschen Marktforschung betreibe mit unserem Publikum, immer ganz vorne mit dabei. Nicht jeder ist halt ein Techniker.

Gordon: Richtig, genau. Und machen wir uns auch nichts vor. So eine Software, die kann einen im ersten Moment mit seinen ganzen Funktionen vollkommen erschlagen. Da hast du dann 20, 30 verschiedene Knöpfe, Hebel, Schalter und Regler im Endeffekt. Du brauchst davon nur einen Bruchteil, vielleicht sechs oder sieben, aber das kann einen erstmal erschlagen. Und damit zurechtzukommen ist ein Aufwand. Storytelling, das nächste Ding. Das muss ja irgendwo auch in sich geschlossen sein, einem System folgen. In einem Blog ist es auch mal gut, wenn man ein System hat, aber das ist dann noch zu verzeihen, wenn man nicht die Story hat. Im Podcast ist das schwierig. Dann wird so ein Ding auch schnell langweilig. Also eine vergleichsweise hohe Einstiegshürde. Die Lernkurve geht wiederum zum Positiven. Wenn man einmal die Traute hat in ein Mikro zu sprechen und einmal weiß nach zwei, drei Episoden, wie so die Routinen sind, bei der Aufnahmesoftware, dann ist das total Easy-Peasy. Du hast eine hohe Einstiegshürde, aber eine extrem steile Lernkurve.

Vladislav: Genau, und noch ein Nachteil ist dieses Thema Transkript. Wenn du sagst, du möchtest die Suchmaschinenbenefits mitnehmen, du möchtest gefunden werden, dann macht ein Transkript Sinn. Aber das ist auch wieder aufwendig, das musst du koordinieren, du musst jemanden finden, der das macht. Das kostet auch Geld, ist dementsprechend auch aufwendig und vor allem, wenn du jetzt sagst, du lagerst das Transkript aus, das technische Gedöns lagerst du aus, dann sind das auch vergleichsweise hohe Kosten, die in der Regel auch höher sind als für Text.

Gordon: Ja genau. Dann auch noch ein Nachteil: Wenn wir jetzt hier gerade mal auf die Uhr schauen, wir sind jetzt schon bei 26 Minuten…

Vladislav: Ich hoffe, ihr seid noch am Ball

(beide lachen)

Gordon: Wieviele Blogartikel könnte ich in 26 Minuten lesen? Eine Menge.

Vladislav: Ja, oder scannen wohl eher.

Gordon: Oder scannen: Noch mehr sogar. Deswegen muss man sich schon ein gewisses Vertrauen erarbeiten und dass man auch die Versprechungen einhält und Infotainment hat. Weil sonst schaltet man auch schnell weg als Hörer. Du musst den Zuhörer oder die Zuhörerin über den Zeitraum am Ball halten. Das ist mega wichtig. Was auch noch ein Problem ist, das habe ich ganz am Anfang schon genannt – glaube ich, dass ich es genannt habe, wenn nicht, mache ich es jetzt: Wenn man unterwegs ist und einen Podcast hört, hat man das Smartphone zwar in der Tasche, also es ist nah am Körper, aber man macht bestenfalls Dinge, schöne Dinge und lässt sich berieseln und lernt irgendwie unterwegs. Da ist in direkter Umgebung kein Optin Feld oder keine Landingpage oder sonst irgendwas.

Vladislav: Das heißt, kein Call to Action. Das ist echt ein großer Nachteil mit Podcast. Du kannst die Hörer nicht zu irgendeiner Handlung animieren auf deiner Plattform.

Gordon: Richtig. Die müssen dann den Weg aktiv suchen vom nach Hause ankommen, den Rechner hochfahren oder zumindest das Smartphone nehmen, um dort irgendwas nachzuschlagen. Kann man ankurbeln durch gute Shownotes, durch gute weiterführende Ressourcen, durch ein Transkript oder durch entsprechende Freebies, die man sich dann runterlädt zum Beispiel, auf der Seite. Drittes und letztes Medium, Vladi: Video.

Vladislav: Video. Ja mit Video haben wir leider noch keine Erfahrung gemacht, aber was wir schon lange auf dem Schirm haben, was Mitte oder Ende des Jahres auf jeden Fall noch kommt sind Whiteboard Fridays.

Gordon: Was ist das denn?

Vladislav: Da habe ich mega Bock dazu. Das machen einige, vielleicht hast du das schon irgendwo gesehen, dass da so ein Mensch ist vor der Kamera, der hinter einem Whiteboard steht. Da kannst du schön visuell so ein bisschen was aufmalen handschriftlich und kannst dazu etwas erzählen. Die kommen super gut an und ich habe einfach Bock, die zu machen. Und ich habe auch überlegt: Wenn ihr dann mal wieder hier im Headquarter seid, könnt ihr auch mal ein paar Videos machen für das ganze Jahr, so in einem Rutsch. Dann können wir die auch nochmal reinpacken. Das ist eine coole Geschichte und ich freue mich auch schon auf das Medium. Damit ein bisschen rumzuspielen, Erfahrungen zu sammeln und hoffentlich irgendwann zu meistern, ne?

Gordon: Ja klar. Gerade so relativ kurz geschossene Videos kommen super gut an, gerade bei Facebook zum Beispiel. Facebook promoted aktuell Videos wie nichts gutes. Also die haben eine super gute Reichweite. Ich erlebe das immer wieder, wie gut Posts mit Text funktionieren im Vergleich zum Video. Da hat Video deutlich die Nase vorne. Und das kommt echt gut. Was nicht so gut ankommt sind so diese Talk and Head Videos. Da haben wir heute auch drüber geschmunzelt, Vladi und ich, wenn wir uns jetzt hier so aufzeichnen würden mit Skype, also auch die Audiospur, wie wir so in unser Mikrophon reden und hier eigentlich nichts anderes passiert, als dass sich unsere Münder bewegen. Ich weiß nicht, ob man da nach 10 Minuten noch Bock drauf hat.

Vladislav: Nee, das ist ein bisschen boring, das stimmt.

Gordon: Ich erwische mich immer wieder, dass ich vermeintlich interessante Videos finde, wo mir dann jemand in die Kamera oder in die Augen schaut und ich nach 10 Minuten spätestens anfange, meine E-Mails zu checken oder sowas. Und dann bin ich weg, dann bin ich verloren für denjenigen. Und das wäre natürlich sehr schade.

Vladislav: Das Gute am Video ist wirklich, das kommt einem persönlichen Gespräch am nächsten. Das ist wirklich fast wie Face to Face, bloß aufgenommen und da kriegst du einen super geilen Eindruck und kannst super gut Vertrauen aufbauen zu deinem Gegenüber.

Gordon: Ja. Was so ein bisschen mit reinspielt als Vorteil auch noch, gerade wenn es um das persönliche Gespräch geht, sind so diese Streamingsachen. Alles was live gestreamt wird. Sei es jetzt Periscope oder Facebook Live oder sowas. Das ist auch Video, du kannst es danach auch nochmal irgendwo exportieren, nochmal woanders nutzen. Und das wird auch verdammt gut geteilt und verdammt gut konsumiert.

Vladislav: Apropos konsumieren: Das Ding ist auch ein ganz großer Vorteil an Video ist, dass es einfach bequem zu konsumieren ist. Wenn ich mega viel Recherche mache und zu viele Texte gelesen habe, dann habe ich auch irgendwann keinen Bock mehr und dann gucke ich mir einfach ein Video dazu an. Dann ist das immer eine Erleichterung. Dann kannst du dich zurücklehnen und mal drei Videos gucken, anstatt drei Artikel zu lesen. Das ist auch ein guter Pluspunkt, weil es eine Leanback Strategie ist und noch eine passive Geschichte. Und es ist am meisten unterhaltend, weil du bewegte Bilder hast. Du hast Ton und bewegte Bilder. Das spricht sehr viele Sinne an und ist dadurch schmackhaft.

Gordon: Genau, also wenn es gut gemacht ist und wenn man ein bisschen mehr als einen sprechenden Mund hat, dann auf jeden Fall. Was auch schön klappt, das habe ich ja schon im Ansatz gesagt, diese schnellen Quick and Dirty Videos. Die müssten auch vom Aufwand her und auch von der Qualität her nicht besonders gut sein. Man muss jetzt nicht anfangen die fetten Lampen einzubauen oder das ganze auszuleuchten oder sowas. Snapchat ist ein wunderbares Beispiel, was ich auch gerade dermaßen abfeiere, weil du einfach deinen Kopf in die Kamera hältst, ein paar gute Tipps gibst, dann noch irgendwie ein paar lustige Filter drüberlegst und fertig ist die Laube. Das kommt echt verdammt gut. Da brauchst du das Smartphone, was du eh schon hast. Die Kamera, die da drin ist, ist meistens eh gut und fertig ist das Ding. Dann hast du ein Video online. Von daher: Einfach mal ausprobieren.

Vladislav: Was mir auch noch einfällt: Wir haben am Anfang über Tutorials gesprochen. Tutorials im Video kommen auch gut an, vor allem, wenn es Tutorials zu Tools sind. Also wie kann ich mit irgendetwas umgehen, wie benutze ich Trello zum Beispiel? Da ist ein Video-Tutorial richtig geil, weil dann sehe ich das ganz genau, den Klickfluss. Und deswegen ist das super gut und super passend für sowas.

Gordon: Gut, kommen wir zu den Nachteilen von Video, Vladi.

Vladislav: Das ist halt aufwendig, ne? Ein super hoher Aufwand: Licht, Ton, Schnitt. Also wenn du auch vernünftig was produzieren willst. Ich habe auch so ein bisschen Angst vor diesen Whiteboard Friday Videos, da kommt auch noch eine kleine Hürde auf uns zu. Du brauchst das Knowhow, das muss jemand schneiden, das muss alles ausgeleuchtet werden. Das ist wie gesagt schon Level drei und ein bisschen anspruchsvoll, aber dafür auch sehr effektiv. Und die Kosten sind dementsprechend hoch, weil alleine das Equipment kostet auch schon etwas.

Gordon: Jaja klar. Gerade diese Schnittsoftware, da bist du unter 100 Euro definitiv nicht dabei. Ich habe glaube ich hier für den Mac Camtasia, kostet glaube ich etwas über 100 Euro. Für den PC kostet das glaube ich das Doppelte. Oder so einen Final Cut von Mac oder Adobe After Effects oder sowas. Das ist alles nicht billig, ne? Das ist alles irgendwie nicht nachgeschmissen. Dann die Kamera, da kannst du das Smartphone nehmen, aber da brauchst du wiederum um ein gutes Licht zu haben, brauchst du noch so Softboxen, die das ganze vernünftig ausleuchten. Hast du mehr Leute vor der Kamera, brauchst du sogar noch mehr Licht. Das kann schnell auch ein bisschen kostenintensiver werden. Und damit so ein Video, wie diese ganzen Youtube-Stars damit ihre Kohle verdienen, die haben auch alle noch irgendwelche Einspieler drin, die haben noch irgendwelche Effekte drin und so. Und das ist einfach mega viel Zeit, die man da für ein Video, wenn es richtig gut sein soll und bei Youtube richtig reinhauen soll, da muss man da richtig Arbeit reinstecken. Und das ist eine verdammt hohe Hürde, wie ich finde.

Vladislav: Oder halt dementsprechend Geld, ne?

Gordon: Oder Geld, wenn du es auslagern willst, klar. Okay Vladi, dann hau doch mal ein Fazit raus.

Vladislav: Gerne doch. Also das sind alles tolle und gute Medien. Ich hoffe, wir haben dir eine kleine Hilfestellung gegeben, um dich zu entscheiden. Wichtig ist einfach nur, dass du ein Content Medium wählst, vor allem für den Anfang. Und damit du das ein bisschen meisterst, dass du das perfektionierst und danach wählst du erst das andere. Langfristig ist auch so ein Mix am besten. In die Richtung gehen wir ja auch, weil du einfach jeden Konsumenten glücklich machst. Es gibt Menschen, die lesen lieber. Es gibt Menschen, die hören lieber und wiederum andere, die schauen eher Videos. Und so greifst du mit deiner Message, mit deinem Content jeden Konsumenten ab. Und am Ende des Tages ist das Medium gar nicht so wichtig. Der Content steht ja immer an vorderster Stelle. Deswegen: Hauptsache du bringst deinen Inhalt so gut es geht an die Frau oder den Mann.

Gordon: Richtig. Auch ein eingefleischter Podcaster wie ich, der würde auch einen Text lesen, wenn er sich lohnt.

Vladislav: Oh ja, das stimmt!

Gordon: Gut okay, ich bin sehr gespannt, was deine Meinung ist. Hast du einen Favourite und wenn ja, warum hast du einen Favourite? Was gefällt dir an deinem persönlichen Lieblingsmedium am besten? Und Vladi, wir haben es vorher nicht besprochen, aber es könnte ja eine schöne Frage sein für die Kommentare.

Vladislav: Ja, finde ich gut.

Gordon: Du findest die Kommentarfelderfunktion unter dem Transkript zu dieser Episode. Das ist nämlich affenblog.de/050 für die 50. Episode, die wir heute hiermit im Kasten haben und da kannst du einfach mal reinschreiben, welches dein Lieblingsmedium ist und warum. Ja Vladi, also mir fällt jetzt nichts mehr ein, was wir noch verkünden müssen.

Vladislav: Mir auch nicht. Ich würde vorschlagen: Machen wir den Sack zu!

Gordon: Machen wir den Sack zu! Vielen Dank für die magischen Worte, bis zum nächsten Mal!

Vladislav: Alles klar, ich danke! Bis denn, tschö!

Gordon: Tschüß!

 

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21 Kommentare

  • Cooler Artikel, Vladi

    Ich setze vor allem auf YouTube auch wenn die Zielgruppe dort etwas jünger ist, ist es dennoch möglich quasi für fast jede Nische das perfekte Publikum zu finden! :-)

    Mfg,

    Mario von Marketing-Mario
  • Hallo ihr zwei,

    Ich bin auch begeisterte podcast-Hörerin. Eigentlich höre ich nur affen on air. Lange Autofahrten vergehen seitdem: schnell, unterhaltsam, lehrreich und am Ziel bin ich voll motiviert für meinen eigenen Blog. Da ich mir das Blog-Business jetzt schon seit Monaten genau anschaue, möchte ich jetzt auch damit starten.

    Um auf eure Frage zu kommen, ich habe mit Videos angefangen (eigentlich mit dem aufwendigsten). Ich wollte mich damit prüfen, ob ich es schaffe dran zu bleiben. Mittlerweile gibt es 18 Videos. Ich habe gesagt, wenn ich 10 Videos habe, dann bin ich reif für den Blog. Da mir das Schreiben, leider noch nicht so leicht von der Hand geht, werde ich jetzt täglich üben.

    Mein Blog-Konzept steht auch mittlerweile, jetzt muss ich umsetzen. Danke für eure Hilfe bisher. Ich freu mich schon auf weitere interessante podcast´s von euch.

    Liebe Grüße
    Maria
  • Hey Maria,

    yeah, besten Dank!

    Genau die umgedrehte Weise wie bei mir. Hauptsache man kommt zum Ziel! :)
  • Hey ihr beiden,
    ich lese euren Podcast immer sehr gerne ;)
    und ich bin nicht google :)
    Klar höre ich auch gern mal so nebenbei Podcasts. Sie bringen mir die Persönlichkeit dahinter näher - Stichwort "Trust". Und: sie können tolle Inspirationen für's eigene Treiben sein. Leider bleibt dabei vom Content für mich zu wenig haften.
    Wenn's um Mehrwert im Sinne von Lernen geht, brauch ich einfach was Visuelles.
    Jede Jeck is anners ;)

    ich folge euch Jecken gern weiter
    bis neulich
    Lutz
  • Hi Lutz,

    ich bin auch so! Ich brauche immer was zum sehen! :)
  • […] Text, Audio oder Video? Das ist quasi die Gretchenfrage für alle, die Content produzieren. Denn wenn die Form stimmt, kommt der Content auch bei der Zielgruppe an. Der affenblog präsentiert dazu einen hörenswerten Podcast. […]
  • Hallo Vladislav, falls ich richtig verstanden habe, kann man demnächst einen Podcast-Kurs (Made by Affenblog) kaufen. Das hatte ich mal in einer anderen Episode gehört und auch gelesen... Die folgende Kopie dient nur zur Erinnerung.

    Gordon: Ja, ich freue mich drauf. Und podcastmäßig, wenn du liebe Zuhörerin, lieber Zuhörer, wenn du was lernen willst, im Hause Affenblog gibt’s da vielleicht auch bald was.

    Vladislav: Wir haben noch etwas in Planung, ja. Das dauert aber noch ein bisschen.

    Vladislav, da ich den Gordon hier auf Deinem informationsreichen Blog kennengelernt habe, freue ich mich schon jetzt auf ein kundenfreundliches Angebot...

    Vielen Dank nochmals für Eure professionelle Unterstützung!

    Friedliche Grüße von Gülay
  • Hey ihr Beiden, :)

    der Nachteil, dass man bei Podcasts nicht direkt vernetzt ist, ist mir schon öfter aufgefallen. Ich musste auch diesen Beitrag nach dem Hören extra heraussuchen, um euch einen Kommentar da zu lassen. Diese Mühe mache ich mir aber oft nicht, vor allem dann nicht, wenn ich unterwegs bin, wo ich wiederum meistens Podcasts höre. Oft ärgere ich mich dann, wenn das Thema richtig gut war und ich gerne was dazu sagen würde.

    Ich hinterlasse nämlich sehr gerne Kommentare, davon profitiert einfach jeder: Sowohl ihr, als auch ich und jeder, der sich angesprochen fühlt.

    Blog und Podcast finde ich eine sehr gute Mischung! Denn so hat man auf jeden Fall eine bekannte Anlaufstelle, zu der man eher mal geht als zu einer Landingpage für einen Podcast, wo es keine anderen Beiträge gibt.

    Liebe Grüße,
    Ronja
  • Hi Ronja,

    da bin ich ganz bei dir. Dieser Medienbruch nervt echt manchmal. Aber du sagst es schon, der Mix macht's!
  • Das war eine wertvolle Entscheidungshilfe. Ich habe bisher versucht alle drei Medien zu verwenden, habe aber die perfekte Mischung noch nicht gefunden.
  • Hi ihr zwei ;-)

    Ich höre euch auch tatsächlich gerne beim Autofahren - die Zeit vergeht dann wie im Flug und ich wurde lehrreich unterhalten.
    Ich finde eigentlich alle drei Medien spannend, es kommt bei immer auf die Tagesform darauf an. Ich merke jedoch, wenn die Videos zu lang und eintönig werden, schalten ich oft ab. Die Podcast sind für mich eine kleine Abwechslung zwischen durch. Texte an sich wirken manchmal sehr stumpf, da wünschte ich mir dann mehr ....
    Übrigens die Idee mit dem Whiteboard Friday find ich klasse, den von MOZ verfolge ich auch regelmäßig.

    Schönen Tag Euch
  • Hi Maxi,

    ja, das ist gerade das tolle an Podcasts!

    Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Mit einem guten Mix befriedigt man nicht nur verschiedene "Menschenarten", sondern auch verschiedene Situationen. Thx dafür!

    Jap, ich schaue mir die auch gerne an. Da dachte ich mir, so was muss ich auch machen :D
  • Lieblingsmedium zur Zeit: Transkripte lesen. Toller Service, danke! Super Kombination aus Dialog und Text. Gedankenflechtwerk für Schnellleseratten.
  • Hey Kaba,

    freut mich zu hören! Das kleine Investment in die regelmäßigen Transkript bringt's. Davon bin ich auch überzeugt.
  • Vielen Dank Ihr Beiden! Super dichter Inhalt!

    Ich ziehe mein Online Business erst auf, daher einige Fragen, die Ihr vielleicht schon wo anders beantwortet habt (Sorry)

    1. Gibt es keine Transkriptionssoftware für den Mac wie Dragon fürs Iphone? Klar gibt es da immer was nachzuarbeiten. Aber schreiben musste ja auch .... als Transkriptionsservice ist sonst Transkriptwunder ok?

    2. Mit welcher Software bearbeitet Ihr Eure Audios? Ich mit Audacity. ok?

    3. Wo hostet Ihr Eure Podcasts? Ich dachte mal an libsyn oder podcaster.de?

    4. Ich möchte zusätzlich zu Audios mit Infographiken arbeiten. Euer Blog dazu war auch super. Ich arbeite bisher mit Pictochart - bin aber an einer Offline Variante interessiert. Welche würdet Ihr empfehlen?

    Sorry für die vielen Fragen. mir fallen bestimmt noch mehr ein :-)

    vlG und beste Grüße aus dem Südburgenland und vielen Dank Eure Sti
  • Hey Sti,

    keine Ursache!

    1. Da habe ich leider keine Ahnung. Müsste man mal recherchieren.

    2. Denke Audacity ist okay. Gordon, was benutzen wir?

    3. Momentan noch Podcaster.de. Werden aber wahrscheinlich zu libsyn wechseln.

    3. Pictochart scheint cool zu sein. Ansonsten das gute alte Photoshop benutzen :)
  • Hallo,
    ihr seid ehrlichgesagt der (bisher noch) einzige Podcast, den ich höre. Finde es auch entspannt, den nebenbei zu hören, während ich einen Flyer gestalte. Mein Lieblingsmedium ist momentan Video. Das war früher aber nicht so. Aber durch Youtube habe ich das sehr für mich entdeckt und neuerdings finde ich auch Snapchat wahnsinnig interessant. Ich glaube vom Alter her bin ich auch so eine Mischgeneration. Nicht mehr die, für die Snapchat und Videos drehen in die Wiege gelegt ist, aber jung genug, um alles mal auszuprobieren. Selber schreibe ich auch total gerne und möchte in Zukunft auch kontinuierlich Videos machen, weil das produzieren einfach Spaß macht.
    Das ist auch das wichtigste beim Konsumieren. Wenn ich merke, dass es dem Blogger/Vlogger/Snapper... Spaß macht, dann ist es erst mal zweitrangig, ob es ein Video oder Text ist. Wenn ich merke, dass die Person sich damit gar nicht wohl fühlt, dann soll er einen anderen Weg gehen. Man muss auch immer authentisch sein, das merken die Leute.
    Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass es euch Spaß macht :)
    Liebe Grüße
    Wiebke
  • Hi Wiebke,

    freut mich zu hören, danke dir! ;) Ein Mix ist immer der richtige Weg. Und genau, Spaß sollte man grundsätzlich immer haben!
  • Ich habe euch interessiert gelauscht - es ist übrigens tatsächlich so, dass ich mich immer über Podcast-Episoden freue, weil ich die einfach nebenbei hören kann und irgendwie Zeit spare :) Perfekt gemacht liebe Affen-Helden! Ich finde aber schon, dass man gerade Emotionen auch über Text rüber bringen kann, das ist halt nur eine Frage des Könnens und wahrscheinlich den Meistern der Schreiberlinge vorenthalten. Grundsätzlich finde ich es gut, einen "gemixten" Blog zu haben, der so wie euer einfach mal Abwechslung bietet - mal hört man entspannt nebenbei zu, mal liest man einen Text. Trotzdem ist es unglaublich schwer das zu schaffen. Ich finde zum Beispiel Videos für meinen Blog super passend, aber so gut ich schreiben kann, so schlecht bin ich im Video aufnehmen 😂 Also, wenn ihr zufällig einen Gastblogger findet, der Tipps und Tricks hat, wäre ich auf jeden Fall schonmal die begeisterte Zuhörerin und Leserin in einem!
    So, dann pinseln wir den Sack mal rosa an und
    - wundertolligste Grüße.
    Anna

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