Wie du digitale Produkte erstellst, die deine Leser kaufen wollen

Hier im affenblog gibt’s unzählige Tipps.

Und wenn du schon eine Weile mitliest, dann hast du sicherlich diese drei wichtigen Punkte mitgenommen:

  1. Dein Blog ist nur ein Werkzeug – Wenn du dir ein Blog Business aufbauen möchtest, ist dein Blog kein Produkt. Es ist nur ein Werkzeug als Kommunikationsbasis für dein Geschäftsmodell und zum Aufbau deiner Autorität.
  2. Digitale Produkte sind die Königsdisziplin – Hier trennt sich „smart“ von „doch nicht so smart“, denn im Gegensatz zu Dienstleistungen müssen digitale Produkte nur einmal erstellt werden und bieten Automatisierungs- und Skalierungsmöglichkeiten.
  3. Liefere einen Nutzen – Um mit deinem Blog und deinen Produkten erfolgreich zu sein, musst du deiner Zielgruppe einen konkreten Nutzen bieten, du musst eines ihrer größten Probleme lösen.

Soweit so gut.

Doch gerade der dritte Punkt hat es in sich.

Das klingt alles so einfach, oder?

Natürlich muss jeder, der etwas verkaufen will, einen Nutzen bieten, ein Problem lösen, ein Bedürfnis stillen.

Und doch scheitern nicht nur zahlreiche Blogger, sondern auch große und etablierte Unternehmen genau deshalb:

Die Kunden brauchen, mögen oder wollen das neue Produkt nicht.

„Das kannte schon so machen, aber dann isses halt Kacke!“ – So lassen sich die Probleme der Produktentwicklung salopp auf den Punkt bringen.

Konzerne haben’s auch nicht einfach

Je nach Branche scheitern 70% und mehr der neu eingeführten Produkte und verschwinden nach kurzer Zeit wieder.

Viele Märkte sind in zig kleine Nischen segmentiert und werden trotzdem mit immer wieder neuen Produkten überspült.

Doch welchen Nutzen bringt die Rasierklinge mit fünf, nein sechs Klingen wirklich? Welches Problem lösen die Extrapower-Super-Multi-3in1-Aktiv-Tabs, das man nicht auch mit dem Eigenmarken-Geschirrreiniger vom Discounter in den Griff kriegen würde?

Da hilft dem Konzern nur eins: Marketing.

Bombastische Summen werden investiert, um Produkte zu verkaufen, die eigentlich keiner will. Und das auf Kanälen, die kaum noch jemanden interessieren.

Ganz ehrlich: Da läuft einiges falsch im Business Development und im Marketing vieler großer Unternehmen. Aber die Digitalisierung ist kräftig dabei, mit diesem System aufzuräumen und alles umzukrempeln.

Und die gute Nachricht:

Mit deinem Blog hast du eine Chance, es besser zu machen!

Die Voraussetzung ist klar: Egal ob E-Book, Online Kurs, Membership-Seite oder andere Formate – du musst digitale Produkte anbieten, die deine Leser und Kunden kaufen wollen.

Schauen wir uns das mal genauer an.

Starte nicht beim Markt, sondern bei dir selbst

Klingt jetzt komisch, oder?

Gerade hieß es noch, es gehe um die Leser und Kunden, jetzt starten wir wieder bei dir?

Ganz genau!

Denn jede Idee, jedes Produkt, alles was du professionell anpackst, muss zu aller erst zu dir passen!

In der Gründerszene ist heute tief verankert, dass eine Idee und die Person des Gründers quasi nichts miteinander zu tun haben. Da heißt es dann, ein gutes Team könne praktisch jede Idee zum Erfolg bringen.

Das ist Quatsch.

Natürlich brauchen wir gute Ideen, stimmig zum Markt – dazu kommen wir auch gleich.

Aber bei der Entwicklung eines erfolgreichen Produktes brauchst du viel Energie, Leidenschaft und Ausdauer, genau wie beim Aufbau deines Blogs.

Deshalb solltest du immer bei dir selbst beginnen:

Nicht der Kunde ist König. Du bist König! 😉

Und das hast du dir verdient.

Deine Kunden sind eher wie Wähler, die du überzeugen musst, unter den verschiedenen Angeboten. Das hat auch Günter Faltin* schon so gesagt.

Heute entstehen viel zu viele digitale Produkte unter dem Motto: „Irgendwas, Hauptsache online Geld verdienen“.

Aber dieses Motto passt nicht zum professionellen Bloggen. Das bessere Motto lautet eher: „Es geht erst um Sinn, und dann um Gewinn!“

Und etwas Sinnvolles kannst du nur schaffen, wenn du selbst von deinem Produkt überzeugt bist und mit Leidenschaft dahinter stehst.

Deshalb brauchst du digitale Produkte, die genau wie dein Blog zu deinem übergeordneten Warum passen, zu deiner Mission, mit der du dich von anderen Angeboten abhebst.

Und wenn du noch auf der Suche nach deinem Warum bist, dann lege ich dir das affenbuch ans Herz.

Analysiere nicht deinen Kunden, sondern seine Aufgaben

Bestimmt hast du schon für deinen Blog eine genaue Zielgruppe festgelegt? Noch besser, vielleicht hast du sogar schon einen perfekten Kunden definiert?

Dann weißt du also genau, für wen du schreibst – und wem du im nächsten Schritt ein digitales Produkt verkaufen möchtest.

Du kennst vielleicht Geschlecht, Alter, Bildungshintergrund, Hobbys und ähnliche Aspekte deines Wunschkunden. Das alles ist ein guter und wichtiger Anfang.

Es hilft dir aber nur bedingt dabei, ein Produkt zu entwickeln, das dieser Kunde wirklich will.

Dafür musst du noch einen Schritt weitergehen: Anstatt dir deinen Kunden anzuschauen, solltest du den Fokus auf die Aufgaben legen, die dein Kunde zu erledigen hat.

Das Konzept der sogenannten „Jobs to be done“ wurde von Innovations-Guru Clayton Christensen entwickelt und ist eigentlich ganz simpel:

Menschen kaufen Dinge, weil sie damit bestimmte Jobs erledigen können.

Das können ganz funktionale Jobs sein, aber auch soziale oder emotionale Jobs.

Ein Beispiel: Warum kauft jemand ein Auto? Auf den ersten Blick ist die Frage einfach zu beantworten: um von A nach B zu kommen. Das ist der naheliegende funktionale Job.

Schaut man aber tiefer, gibt es eine Menge mehr Jobs.

Zum Beispiel permanente Mobilität, Unabhängigkeit, Transport von Personen und Material oder auch Status. (Ich meine, wer kauft schon einen Porsche, um von A nach B zu kommen? Das täte auch ein Golf.)

Wenn du also mit der Entwicklung eines Produktes beginnst, dein Warum im Hintergrund kennst und deine Zielgruppe definiert hast, schaue dir genau an, welche Jobs, welche Aufgaben diese Menschen zu erledigen haben.

Und genau das ist der springende Punkt, welche Probleme und Bedürfnisse sie dabei haben!

Denn jedes erfolgreiche Produkt löst irgendein konkretes Problem (Pain) oder stillt ein bestimmtes Bedürfnis (Gain).

Suche nicht nach dem goldenen Ei, sondern nach einer Idee, die funktioniert

Jetzt kommt Kreativität ins Spiel. Jetzt geht’s darum, neue Ideen zu entwickeln.

Und ich höre dich schon jammern: „Ich bin nicht so der kreative Typ, ich habe keine guten Ideen“.

Der erste Teil des Satzes ist Quatsch. Jeder Mensch ist kreativ. Und am zweiten Teil werden wir jetzt arbeiten!

Denn es gibt bewährte Methoden, mit denen du zuverlässig passende Ideen für deine Kunden entwickeln kannst:

1. Value Proposition Canvas

Aufbauend auf „Jobs to be done“ und den dazu passenden Pains und Gains deiner Zielgruppe hilft dir dieses Tool, Lösungen zu entwickeln.

Für jeden Pain suchst du nach Pain Relievers und für jeden Gain suchst du nach Gain Creators.

Hier findest du mehr Infos zum Tool sowie das dazugehörige Buch*.

2. Aufbauen auf bestehenden Ideen

Als professioneller Blogger must du keine Awards für radikale Innovationen gewinnen.

Du brauchst Ideen und Produkte, mit denen du deiner Zielgruppe konkret helfen kannst. Und dabei musst du das Rad nicht neu erfinden!

Suche nach vorhandenen Angeboten und Lösungen, die den gleichen Job deiner Kunden adressieren, den du mit deinem Produkt auch bedienen willst.

Die smartesten Lösungen sind oft nicht spektakulärer, nicht größer, nicht technisch brillanter als der Wettbewerb.

Sie sind meist einfach an einer entscheidenden Stelle anders oder konsequenter.

Solche Angebote können zum Beispiel an einer Stelle besser, kompetenter, schöner, günstiger oder sicherer sein.

Diese Aufzählung stammt aus dem Buch „Smart Business Concepts*„. Darin werden Solopreneure – und genau dazu zählen professionelle Blogger – viele gute Tipps gegeben.

Unter anderem gibt es 18 exemplarische Geschäftsmodelle, die als Inspiration bei der Produktentwicklung dienen können.

3. Es gibt mehr Kreativtechniken als nur Brainstorming

Das Brainstorming ist (teils zu Recht) in vielen Unternehmen mittlerweile als nutzloser Zeitfresser in Meetings verschrien.

Doch Kreativtechniken können ein gutes Hilfsmittel sein, wenn du im Prozess feststeckst und strukturiert an die Sache heran gehen möchtest.

Die folgenden Techniken lassen sich nicht nur in der Gruppe, sondern auch allein anwenden. Ich nutze sie selbst regelmäßig und habe damit schon viele Ideen entwickelt:

  • Analogiebildung – Bei dieser Methode wird zunächst eine passende Analogie für das Problem oder das Bedürfnis gesucht. Zum Beispiel: Ein Blog hat erstklassigen Content, aber kein Publikum. Eine mögliche Analogie dazu wäre: Ein Zirkus hat erstklassige Artisten, aber keine Zuschauer. Anschließend wird die Analogie analysiert. Dadurch, dass das Problem in einen anderen Bereich verschoben wird, können sich völlig andere und neue Lösungsansätze ergeben.
  • Mindmapping – Viele nutzen Mindmaps, um Gedanken zu sortieren und zu strukturieren. Aber die Technik ist auch bestens geeignet, um Ideen zu entwickeln.
  • Konfrontationstechnik – Oft führt eine Konfrontation mit Dingen, die völlig aus dem Zusammenhang gerissen sind, zu Impulsen, die ungewöhnliche Ideen provozieren. Zur Konfrontation werden zum Beispiel bei der Reizbildtechnik völlig beliebige Bilder genutzt. Ich nutze dafür gerne Pinterest. Auch beliebt ist die Reizworttechnik, bei der man einfach im Duden eine Seite aufschlägt, ein Wort herauspickt und versucht, den Begriff mit der Ideenfindung zu verknüpfen.

4. Weniger fragen, mehr beobachten

Um die besten Produkte entwickeln zu können, musst du deine Zielgruppe verstehen.

Du musst dich jederzeit in sie hineinversetzen, ihre Wünsche und Probleme erkennen und ihr Kaufverhalten durchschauen können.

Das erreichst du zunächst durch Kommunikation, indem du Fragen stellst und deiner Zielgruppe zuhörst.

Aber hier gibt es eine Grenze, denn Kunden kennen eben auch nur die Produkte, die es heute schon gibt, und haben deshalb meist die immer gleichen Wünsche: Besser, schneller und günstiger soll es bitte sein!

Um komplett neue Ideen zu entwickeln, hat deshalb jemand wie Steve Jobs immer nur bedingt auf die Marktforschung vertraut.

Damit du die tiefer liegenden Bedürfnisse der Kunden erkennst, hilft eine weitere einfache Technik: das Beobachten.

Anstatt formelle Umfragen zu machen oder auf künstliche Laborsituationen zu setzen, beobachte und sprich mit deiner Zielgruppe in ihrer normalen, natürlichen Umgebung.

Schaue dir an, wie die Menschen bisherige Produkte nutzen und stelle dir Fragen wie diese:

  • Welche Lösungen werden bislang für die identifizierten Probleme und Bedürfnisse gewählt?
  • Welche Unterschiede gibt es in der Nutzung von Produkten?
  • Welche verschiedenen Nutzertypen lassen sich unterscheiden?
  • Welche Extrem-Nutzer lassen sich ausmachen (z. B. Nutzer, die ein Produkt besonder oft oder exzessiv nutzen)?
  • Wer nutzt bestimmte Produkte aus welchen Gründen nicht?

5. Vernetzen und Feedback einholen

In seinem spannenden TED-Talk über die Herkunft guter Ideen betont Steve Johnson die Funktion von Netzwerken bei der Entstehung von Innovationen.

Ein schönes Beispiel sind die Kaffeehäuser zu Zeiten der Aufklärung. Dort tauschten sich Menschen unterschiedlicher Herkunft und mit verschiedenen Wissensgebieten über die wichtigen Fragen der Gesellschaft aus – viele Ideen und Entwicklungen nahmen hier ihren Ursprung.

Du hast Glück: Heute brauchst du nicht mal mehr vor die Haustür zu gehen – obwohl das auch manchmal nicht schadet! 😉 Heute bietet das Internet geniale Möglichkeiten zur Vernetzung mit Menschen überall auf der Welt.

Viele erfolgreiche Internetunternehmer und Blogger schwören auf Mastermind-Gruppen, um Ideen zu entwickeln. Und vor allem, um Ideen zu bewerten und nützliches Feedback zu bekommen.

Versuche also möglichst dich auf unterschiedlichen Wegen zu vernetzen und bei der Entwicklung und Bewertung deiner Produkte Feedback von drei wichtigen Gruppen (außer deinen Kunden) zu bekommen:

  • Gleichgesinnte und Menschen, die in derselben Nische unterwegs sind.
  • Personen, die mit deinem Thema wenig bis nichts zu tun haben, dir aber ein objektives Feedback geben können.
  • Mentoren und Menschen, die über viel Erfahrung verfügen und deren Urteil du vertraust.

6. In Komponenten denken

Das digitale Zeitalter bringt dir für die Produktentwicklung einen enormen Vorteil mit: Du kannst heute auf zahlreiche existierende Komponenten zurückgreifen – für fast alles!

WordPress Themes, Affiliate-Systeme, Autoresponder, virtuelle Assistenten und Cloud-Dienste aller Art. Für beinahe jeden Schritt beim Entwickeln und Anbieten digitaler Produkte gibt es fertige Lösungen.

Lasse dich deshalb von der Komplexität einer Idee erst mal nicht abschrecken und fang nicht an, alles von Null an selbst zu entwickeln.

Sieh dich um und lass dich von vorhandenen Komponenten inspirieren, um daraus dein optimales Produkt zusammenzubauen.

7. Testen und verbessern

So. Du hast dein Produkt fertig entwickelt. Deine Kunden werden dir jetzt die Tür einrennen und du brauchst nur noch fleißig das Geld zu zählen, richtig?

Schön wär’s!

Abgesehen davon, dass mit Marketing und Verkaufen noch große Aufgaben anstehen, ist auch die Produktentwicklung mit dem ersten Launch längst nicht abgeschlossen.

Denn als professioneller Blogger solltest du dem Prinzip des Lean Startups* folgen und mit der ersten Version deines Produktes – dem sogenanntem MVP (Minimum Viable Product) – erst mal testen, den Erfolg messen und dann optimieren.

Digitale Produkte können permanent weiter verbessert werden. Dafür solltest du dich mit dem Bauen-Messen-Lernen-Kreislauf auseinandersetzen.

Fazit

Das war der schnelle Ritt durch die Entwicklung eines erfolgreichen digitalen Produktes für deinen Blog.

Lass mich die wichtigsten Punkte noch mal kurz zusammenfassen:

  • Viel zu viele Produkte werden auf den Markt geworfen, ohne einer relevanten Kundengruppe einen neuen Nutzen zu bieten – und scheitern deshalb.
  • Um ein erfolgreiches digitales Produkt zu entwickeln, startest du am besten bei dir selbst, kennst dein übergeordnetes Warum und weißt, was dich antreibt.
  • Um deine Zielgruppe zu verstehen, definierst du nicht nur einen perfekten Kunden, sondern analysierst auch ihre „Jobs to be done“ sowie die damit einhergehenden Probleme (Pains) und Bedürfnisse (Gains).
  • Bei der Entwicklung von Ideen und Produkten verzettelst du dich nicht auf der Suche nach dem goldenen Ei, sondern lernst aus vorhandenen Lösungen, beobachtest die Zielgruppe und holst dir frühzeitig relevantes Feedback.
  • Die erste Version deines Produktes betrachtest du nicht als fertig, sondern testest, lernst und optimierst laufend weiter.

Und vergiss bitte eines nicht:

Die Entscheidung, welches Produkt du anbietest, liegt bei dir.

Aber die Entscheidung, ob das Produkt erfolgreich ist, liegt bei deinem Kunden.

Schließe dich jetzt über 14.000 Davids dieser Welt an

Erhalte wie andere kleine Unternehmen, Startups, Solopreneure und Problogger frische Inbound-Marketing-Inhalte. Lass damit dein Unternehmen wachsen, wie die Goliaths es tun:

25 Kommentare

  • Gehirn-App!

    Google per Gehirn-Chip, u. Nanobots per Gehirn-Chip
  • Lieber Alex,

    wunderbar zusammengefasst - wie immer großes Kino. Gerade diese Gedanken sind es oft, die sich in Unternehmen viel zu wenig gemacht werden, von Start-ups ganz zu schweigen. Ich finde es daher super, dass hier noch mal intensiver auf die Geschichte eingegangen wird (wobei ich auch den Kommentar von Tommy unterstützen kann, in dem er sagt, dass es außerdem noch darauf ankommt, ob es denn generell überhaupt einen Markt dafür gibt). All das sind Frage, die sich viele gar nicht stellen.

    Danke daher für den Bericht!! :)

    Liebe Grüße
    Maria
  • Liebe Maria,
    sehr gerne und danke dir für das Lob!
    LG Alex
  • Chapeau, Alex!

    Deinen Artikel habe ich gleich dauerhaft abgelegt. Ein wunderbarer Workflow zur Produktfindung.

    Wenn sich jeder daran hält, gibt es vielleicht auch irgendwann nicht mehr so viel Schrott unter den digitalen Produkten.

    An alle die, die so sehr enttäuscht sind von bisher konsumierten Produkten: Nicht nur schlucken, sondern mucken. Und das am besten mit konkreten Nennungen der "miesen" Angebote.

    Nur so schweigt sich das 'rum und führt eventuell irgendwann zu deren "Aussterben".

    Auch ein schlechtes Produkt kostet Zeit und ein wenig Mühe, die sich allerdings nicht mehr aufzuwenden lohnt, wenn niemand das Zeug mehr kauft.

    LG, Karsten
  • Hallo Karsten,
    danke für dein Feedback, freut mich sehr! Und dein Tipp ist gut: Die Macht und Kaufkraft auf dem Markt haben immer noch die Kunden - wer dauerhaft schlechte Qualität bietet, wird das auch zu spüren bekommen. Hoffentlich bei digitalen Produkten genau so wie in anderen Bereichen auch.
    Viele Grüße
    Alex
  • Danke für den realen Blickwinkel.

    Es reicht wirklich nicht aus ein gutes Produkt zu erstellen.
    Die Menschen müssen es wollen, aus welchen emotionalen Gründen auch immer. Neue Ideen haben es hier viel schwerer als etwas vorhandenes besser zu machen. (Grundsatz von Steve Jobs)
    Apple hat seit 2000 nicht viel erfunden nur besser gemacht.

    Den Wandel in die digitale Welt sehe ich ähnlich wie Melli. Es hat sich verändert, früher war es gut an Informationen zu kommen, heute ist es gut Informationen zu selektieren. Es gibt einfach viel zu viele.
    Allerdings gab es auch früher schon schlechte Bücher für die ich Geld ausgegeben hatte, so gibt es eben auch heute schlechte und gute Workshops oder Webinare, leider viel mehr schlechte.

    Fürs Web gilt eben dass die Landingpage wie Vladi schon oft geschrieben hat 3-5 Sekunden Zeit hat den Suchenden von den zu erwartenden Inhalten mit Problemlösungen zu überzeugen.

    Allerdings bietet dieser Wandel auch die Chance mit 0 Kapital etwas zu erreichen. Das war vor 30 Jahren nicht möglich. Ein Buch zu veröffentlichen bedurfte der Überzeugung eines Verlags und damit war der Erfolg noch keineswegs garantiert.

    Das Produkt ist gut, alle Bekannten finden es toll und trotzdem wird es kein Erfolg, weil der Zeitpunkt nicht stimmte. "Only You" von den Platter habe ich da immer im Auge. Es wurde 2 mal veröffentlicht und nicht verkauft. Die unveränderte Veröffentlichung 2 Jahre später, wurde ein Welterfolg. Davon gibt es reichlich Beispiele.

    Ca. 5 Jahre bevor die UV-Lichter zur Geldkontrolle an den Kassen auftauchten, wollten wir dieses Produkt schon so verkaufen für genau diesen Zweck. Von ca. 230 angesprochenen Händlern wollte keiner das Produkt zu diesem Zeitpunkt kaufen. Sie fanden es nutzlos.

    Genauso wie es die Einzelhändler in meinem Kreis im Augenblick für nutzlos finden Sonderangebote im Internet auf einer regionalen Seite zu veröffentlichen. Die brauchen eben noch 5-8 Jahre.

    Ein lokaler Veranstaltungskalender, der einfach nur bessere und mehr Informationen liefert als Meinestadt etc. hingegen läuft prima.

    Den Satz "Suche nicht nach dem goldenen Ei, sondern nach einer Idee die funktioniert" hätte ich gerne früher gekannt.

    Und wie Melli schon geschrieben hat, es gibt vieles das schon existiert und auf eine verbesserte, vereinfachte Version wartet, mit echtem Mehrwert.
    Nochmals danke für deinen Gastbeitrag, oft ist es hilfreich einen Gedanken der sich langsam im Kopf formiert, mit fremden Worten bestätigt und strukturiert beschrieben zu bekommen.

    Gruß
    Jürgen
  • Vielen Dank für deine Einschätzung und die Beispiele, lieber Jürgen! Oft fällt es schwer, zwischen der eigenen Beigeisterung für eine neue Idee einerseits und den tatsächlichen Bedürfnissen und Wünschen potentieller Kunden andererseits den richtigen Weg zu finden. Ich sehe das besonders oft im Technologiebereich, wo Gründer oft jahrelang an einer Lösung, einem Patent etc. geforscht und gewerkelt haben - dann tun sie sich extrem schwer, sich von ihren eigenen Überzeugungen und Entwicklungen zu lösen und den Blick stattdessen auf den Kunden zu richten.

    Beste Grüße
    Alex
  • Hi Alex,
    sehr cooler Artikel!

    Hilft mir gerade auch ein Stück weiter. Da ich meine Dienstleistungen besser vermarkten will und hier auch natürlich ein Produkt anbiete, mich ;-) .

    Danke!
    Schöne Grüße
    Stefan
  • Schön, dass dir der Artikel weiterhilft, Stefan. Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Selbstmarketing!

    VG Alex
  • Der Artikel war für viele sicher eine Ermutigung. Das Wirtschaftsleben ist hart, doch man kann erfolgreich sein und zwar nicht nur als Großkonzern. Gerade heute haben die „Kleine“ große Vorteile.
  • Da gebe ich dir Recht, Oliver. Aufgrund der existierenden Komponenten, schlanker Strukturen und schneller Prozesse können "die Kleinen" heute punkten!

    Viel Erfolg und beste Grüße
    Alex
  • "Denn jede Idee, jedes Produkt, alles was du professionell anpackst, muss zu aller erst zu dir passen!"

    Hallo Alexander,

    genau deswegen werde ich in aller Ruhe (dank finanzieller Fülle) so lange an meinem Internet-Auftritt basteln, bis ich "Ja, dieser Auftritt passt 100% zu meiner Persönlichkeit!" sagen kann. Noch bin ich weit davon entfernt. Aber ich weiß, dass dieser Tag kommen wird. WIE? Lassen wir uns doch einfach "göttlich" überraschen :)

    Wunderschöne, friedliche, erfolgreiche und dankbare Grüße von Gülay
  • Hallo Gülay,
    vielen Dank für deinen Kommentar! Auf dem Weg zum perfekt zu dir passenden Auftritt wünsche ich dir viel Freude und Erfolg!
    Viele Grüße
    Alex
  • Servus Alex,

    Ich bin auch gerade dabei mein erstes Produkt auf den Markt zu bringen. Freue mich schon auf Feedback, damit ich mein Produkt weiter verbessern kann. Übrigens super Infos in diesem Artikel.

    Gruß Tim :)
  • Hallo Tim,
    schön, dass du etwas mitnehmen konntest. Viel Erfolg mit deinem ersten Produkt!
    Beste Grüße
    Alex
  • Hallo,

    ehrlich gesagt geht mir dieser ganze digitale Produkte Kram derzeit tierisch auf die Nerven. Es scheint gerade ein Trend zu sein ein digitales Produkt zu entwickeln. Ich finde das unpersönlich und es zeigt den Status Quo unserer Gesellschaft. Alles wird immer unpersönlicher, der Mensch an sich sitzt nur noch am Display, alles läuft digital im Netz ab. Der persönliche Austausch geht immer mehr verloren.

    Es kann doch heute jeder Hans und Franz digitale Produkte veröffentlichen und meint, dass sein oder ihr Produkt so toll ist. Verkauft wird es meist gut und mit viel Aufwand (Webinare, Freebies, kurze Checklisten usw., ich glaube, das kennen mittlerweile viele), aber hinten raus sind die Inhalte oft ähnlich und auch nur Durchschnitt. Den Bedarf des Einzelnen deckt es sowieso nicht ab, denn es sind allgemein gehaltene Produkte, die einmal produziert wurden und fertig. Ob es einem selbst dann wirklich etwas bringt, ich mein wirklich richtig etwas bringt und nicht nur oberflächlich, weiß man vorher auch nicht. Letztendlich hockt man dann da mit den Erklärvideos, Checklisten usw. wieder allein rum. Dann gibt's auch Facebookgruppen dazu, da kann einem aber auch niemand wirklich weiterhelfen, die Leute dort wissen es ja auch nicht besser, man kann nur nach deren Meinung fragen, aber eine fachlich gute Hilfe ist es auch nicht. Mich nerven diese digitalen Produkte einfach. Das ist wie so ein Haifischbecken geworden. Die Masche ist oft ähnlich, es wird einem in Webinaren oder Videos präsentiert wie toll der eigene Lifestyle ist und dass man, als Zuschauer, das auch haben kann und um das zu schaffen, sollte man auf jeden Fall das digitale Produkt von der Person kaufen, weil sie oder er dort genau zeigt, wie es geht und er oder sie ihr ganzes Wissen dort reingepackt hat, das Produkt mit ganz viel Herzblut erstellt, bla bla bla. Ich habe schon an einigen Webinaren teilgenommen, manche waren auch eine Aufzeichnung, obwohl es hieß live. Ich habe dann eine Frage geschrieben, doch konnte sie nicht abschicken oder bekam gar keine Antwort, weil ja angeblich so viele in dem Webinar Fragen stellen, dass der Moderator leider nicht alle Fragen beantworten kann. Ist klar, natürlich, nehmen ja auch meist 100 oder mehr teil. Das bezweifle ich mittlerweile oft.

    Ich finde gute Bücher und eBooks einfach besser, um sich thematisch die Grundlagen anzueignen und eben danach mit jemanden zusammen zu setzen, als Person, und den Bereich weiter auszuarbeiten. Da nutzt mir auch kein Skypecall etwas, wie derzeit gern angeboten. Ich möchte die Person, der ich mein Geld gebe, gerne vorher persönlich treffen und mich von der Kompetenz überzeugen. Aber da die digitalen Produkte meist nicht so viel kosten, denkt man, ach, dann kauf ich es mal, kost ja nicht die Welt. Am Ende ärgert man sich doch, da bringt auch die angebotene Geld-zurück-Garantie nichts, denn man muss dem Anbieter des digitalen Produktes genau nachweisen, dass einem der Kurs nichts bringt. Wie soll man das machen? Das ist am Ende viel aufwendiger als sich den Zahn ziehen zu lassen und auf das Geld zu verzichten.

    Mir fehlt einfach das Menschliche, das Persönliche. Der Anbieter macht es sich da ziemlich einfach, bloß das digitale Produkt fertig machen, oft ein Querschnitt oder Zusammenfassung von anderen digitalen Produkten und fertig. Es ist für die Masse gemacht, aber nicht für den Einzelnen.

    Ich bin an sich nicht gegen digitale Produkte, doch so, wie es hier in Deutschland angeboten und viel aus denn USA kopiert wird, finde ich es absoluten Einheitsbrei mit max. mittelmäßiger Qualität. Leider!

    Viele Grüße,
    Melli
  • Hi Melli,
    puh, ein langer Kommentar, danke dafür - das musste wohl mal raus ;-)
    Ich verstehe gut, was du meinst, und habe selbst schon viele digitale Produkte gesehen, die ihr Geld nicht wert waren. Trotzdem finde ich deine Kritik zu pauschal: Denn es gibt ebenso sehr viele, sehr gute Angebote. Und: Ich denke nicht, dass das überhaupt etwas mit "digitalen" Produkten zu tun hat. Gibt es denn nicht unter physischen Produkten genau so viel Müll und Schrott? So funktioniert eben unsere Wirtschaft: Neben einem erfolgreichen, guten Produkt stehen immer zahlreiche billige Kopien, Abklatschprodukte etc. Am Ende setzt sich aber doch immer Qualität zum passenden Preis durch - das ist im digitalen Raum nicht anders als im Supermarkt.
    Beste Grüße
    Alex
  • Toller Artikel.
    Was viele außer Acht lassen .... Gibt es überhaupt einen Markt fuer mein Produkt??

    Liegt dein Produkt in den Meganischen?
    Fitness & Gesundheit
    Geld verdienen
    Dating und Beziehungen
    Irrationale Leidenschaften (Golf , Tennis usw)

    danach schaue ob es ähnliche Produkt auf dem Markt gibt!

    Vielleicht in Amerika .

    Adaptiere zb. ein Produkt .

    Zb. Es gibt 20 Produkte zum Thema abnehmen aber keiner erklärt dir was du essen darfst.

    Zack mach ein Kurs der sich nur auf Ernährung spezialisiert mit Rezepten und co. ( Nur ein Beispiel)
  • Danke Tommy! Schön, dass dir der Beitrag gefällt. Ein guter Tipp, nach der passenden Lücke im Markt zu suchen - z.B. mit Blick auf die sogenannten "Mega-Nischen".
    Beste Grüße
    Alex
  • Gut auf den Punkt gebracht.
    Ich bin gerade selbst dabei, meine Idee auf den Markt zu werfen, auch wenn sie kopfmäßig (vermeintlich) noch lange nicht so weit ist. Eben weil ich mir dadurch ein größeres Feedback erhoffe. Und noch eine Ergänzug zu Tommys passendem Hinweis; Recherche ist sehr wichtig. Auch wenn man denkt, Shit, das gibt es ja schon. ich habe mir angewöhnt, in solchen Momenten lässiger zu werden und einfach mal die Perspektive zu wechseln. Finde ich das, was ich anbieten möchte?
  • nur ein Tipp :-) nicht veröffentlichen
    „Das kannte schon so machen, aber dann isses halt Kacke!“ (kannte?)
    Grüße Steffen

Was denkst du?