Wie ich arbeite (oder Zack, Blogstöckchen gefangen)

Vladislav Melnik
von Vladislav Melnik
Wie ich arbeite (oder Zack, Blogstöckchen gefangen)

Zack! Blogstöckchen gefangen.

Danke dir Ralf Bohnert! 😉

„Was? Blogstöckchen? Was zur Hölle ist das denn?“ – fragst du dich jetzt vielleicht?

Dann lass mich mal näher drauf eingehen…

Was ist ein Blogstöckchen?

Bei einem Blogstöckchen (wer hat sich diesen Namen eigentlich ausgedacht?) beginnt jemand mit einer Aktion, wie z.B. „Wie ich arbeite“ und schreibt einen Artikel darüber. Danach wirft dieser jemand weitere Stöckchen und der Empfänger sollte dann ebenfalls so ein Beitrag zum selben Thema verfassen.

In diesem Fall haben die Jungs und Mädels von Lifehacker mit Ihrem „How I Work„-Blogstöckchen angefangen. Inspiriert davon, hat Isabella von donnerhallen.de ihre eigene Version herausgebracht und das Stöckchen nach Peer von Selbständig im Netz geworfen. Danach bekam es Ralf von Bohncore und warf es gleich weiter zu mir.

Markus Cerenak hat hier nochmal seine eigene Version geschrieben. Ist eben bisschen eigen der Markus! 😛

Eigentlich müsste ich ganz nach Affenmanier alle deutschsprachigen Blogstöckchen-Artikel hier auflisten, aber wenn du eine Google-Suche machst dann merkst du schnell, dass es einfach viel zu viele sind.

Wie Peer und Ralf richte ich mich auch nach deren Schema, schreibe also erstmal eine kleine Kurzfassung und beantworte dann die einzelnen Fragen.

Also, ganz nach dem Original…

Hey, ich bin Vladislav Melnik, und so arbeite ich…

Kurz und knackig

Blogger-Typ
Ich bin ein leidenschaftlicher Internet Marketer und Blogger, der gerade voller Tatendrang dabei ist, seinen eigenen Stamm aufzubauen bzw. diesen zu vergrößern.

Gerätschaften digital
Hauptsache ich habe 2 große Bildschirme, eine tippfeste, schnieke Tastatur und Maus von Logitech und irgendeine mehr oder weniger kraftvolle Klapperkiste unter dem Tisch, die das alles irgendwie zum Laufen bringt.

Falls ich mal am Deich der Nordseeküste arbeiten möchte, dann schnapp‘ ich mir meine andere schwarz Hochglanz glänzende Compaq-Klapperkiste.

Momentan reicht das noch aus… aber Apple ruft. Nicht mehr lange, und ich habe bald endlich vernünftige Hardware.

Ansonsten habe ich mein iPhone fast immer dabei, aber ich bin berühmt dafür, dass ich nie ans Telefon gehe. E-Mail ist mir einfach lieber.

Gerätschaften analog
Eigentlich brauch‘ ich sowas nicht. Bei mir ist fast alles digital. Ist eben einfacher, schlanker und gut für die Umwelt. Aber ab und zu benutze ich ein Stift und Papier. Dieses mächtige Tool solltest du nie unterschätzen. Und perfekt dazu passt auch noch eine große Tasse Pfefferminztee aus meiner M&M’s-London-Tasse.

Arbeitsweise
Momentan arbeite ich auf Wochenbasis. Ich setzte mir nur Wochenziele und versuche diese zu erreichen. Ich notiere mir diese immer auf mein Whiteboard (so verliere ich diese nicht aus den Augen) und streiche die bei Erledigung durch (motiviert unheimlich).

Klappt hervorragend.

Ansonsten versuche ich eigentlich recht routiniert zu sein. Das heißt, ich fange morgens, mit einem frischen Kopf, mit der wichtigsten Sache an und arbeite diese ab. Wenn ich nicht an einem neuen Produkt arbeite, dann schreibe ich meistens ein Artikel oder poliere den Artikel vom Vortrag ein bisschen auf.

Nach dem Mittag geht’s dann ein bisschen in die virtuellen, sozialen Netzwerke und danach wird wieder geschrieben. Ich schreibe ja immer diese ellenlangen, detaillierten Artikel… und die kosten einfach eine Menge Zeit (manchmal sogar mehrere Tage).

Am Abend wird dann wieder ein bisschen Zeit für Social Media und E-Mail freigeschaufelt. Diese Aufgaben würde ich immer nur 1 bis max. 2 mal am Tag erledigen.

Generell versuche ich immer möglichst ohne Ablenkung zu arbeiten. Irgendwie bin ich wirklich leicht abzulenken (weil ich mich für zu viel oder zu tiefes Interesse). Außerdem arbeite ich immer nur an einer Sache – Multitasking ist ein Mythos. Und ich arbeite auch immer in kleinen Vorgängen (Batches). Also kleiner Vorgang, zack, fertig, durch, nächster Vorgang. Das motiviert. Eigenmotivation ist mir sehr wichtig und bringt Resultate.

Und wenn wir beide schon von Arbeitsweise sprechen, dann darf ein Bild von meinem Schreibtisch natürlich auch nicht fehlen…

mein-buero

Scharf und detailliert

Welche Tools benutzt du zum Bloggen, Recherchieren und zur Bookmarkverwaltung?
Ich liebe Tools! Es macht Spaß mit guten Tools zu arbeiten und gute Tools machen dich auch einfach produktiver.

(Deshalb habe ich mir auch die Mühe gemacht und 63 affenstarke Tools in einem Ebook für meine E-Mail-Abonnenten zusammengefasst).

Zu aller erst benutze ich Simplenote für Ideen und Notizen. Es ist ein wunderbares, extrem einfaches Tool und liefert mir nur das Nötigste – das Speichern von Texten in der Cloud. Dazu habe ich noch eine Backup-Lösung für Dropbox (meine Notizen sind mir wichtig). Und wenn ich wieder mal ein Gedankenblitz habe, dann muss dieser schnell „zu Papier gebracht werden“. Deshalb ist das iPhone App auch ziemlich schnell aufgerufen (wenn du Evernote benutzt, dann kennst du die extrem langen Wartezeiten und weißt was ich meine).

Zum Lesen von RSS-Feeds benutze ich Feedbin, ist meiner Meinung nach der beste Feedreader da draußen. Und für $2 im Monat kann man wirklich nicht meckern.

Ansonsten ist Pocket noch mein guter Freund. Das Ding benutze ich immer, wenn ich über interessante Artikel stolper, aber momentan keine Zeit zum Lesen habe. Diese lese ich dann später in aller Ruhe am PC oder am iPhone.

Der Beste Lesezeichen-Dienst ist meiner Meinung nach Delicious. Du hast Tags, kannst also alles schön sortieren, der Service ist schlicht, einfach und natürlich in der Cloud. So kann ich von überall drauf zugreifen. Was will man mehr?

Ah, fast hätte ich’s vergessen! Zum Schreiben benutze ich das beste „ablenkungsfreie“-Schreibtool das ich kenne – WriteMonkey. Wieder ist das Teil so minimalistisch wie möglich. Du hast nur deinen Text, nichts mehr. Und dazu hast du auch noch eine wirklich nette Markdown-Lösung. Und diesen Text schreibe ich gerade wo? In WriteMonkey natürlich! 😉

Wo sammelst du deine Blog Ideen?
Genau wie Markus gehe ich mit offenen Augen, offenen Ohren und einer Banane in der Hand durch die Welt.

Ich denke, wenn du wirklich leidenschaftlich an die Sache ran gehst, dann denkst du 24 Stunden am Tag daran und dir fallen immer und überall Themen ein.

Wenn ich ein Geistesblitz habe, dann wird z.B. für einen Artikel die vorläufige Überschrift sofort in Simplenote notiert. In dieser Liste sind mittlerweile bestimmt schon an die 100 Artikel-Ideen die nur darauf warten das Licht der Welt zu erblicken.

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcuts fürs Bloggen/im Internet?
Der beste Rat den ich dir geben kann um Zeit zu sparen bzw. um Verschwendung zu vermeiden ist, die Ausrichtung nach dem Lean-Startup-Prinzip.

Ich musste das selber auf hartem Wege erfahren und habe einen kleinen Batzen Geld in den Sand gesetzt.

Beim Lean-Startup-Prinzip geht es darum, so schnell wie möglich etwas (egal was) zu produzieren, es auf den Markt zu werfen, echtes Kundenfeedback sammeln und von dort an immer wieder zu verbessern.

Projiziert auf das Thema Bloggen wäre das also, du schreibst so schnell wie möglich einen Artikel, veröffentlichst diesen, sammelst Feedback und verbesserst diesen immer und immer wieder. So hast du auf lange Sicht viel schneller ein Produkt von viel besserer Qualität.

Benutzt du eine To-Do-Listen-App?
Jap, ich benutze Wunderlist als To-Do-Liste. Ist meiner Meinung nach die beste To-Do-App die es gibt. Wunderlist macht einfach was es soll, To-Do’s notieren und abhacken… und sieht dabei noch schön aus. Vor allem mit der iPhone App hat man seine Liste immer dabei und griffbereit.

Gibt es neben Telefon und Computer eine Gerät, ohne das du nicht leben kannst?
Ein Telefon brauch‘ ich nicht. Ich habe ja gerade schon gesagt, ich bin eh berühmt dafür, dass ich nie rangehe.

Aber ich denke, ich könnte ohne mein Auto nicht leben. Ich liebe gute Autos und das Autofahren macht mir wirklich Spaß und gibt mir ein unglaubliches Gefühl der Freiheit. Das möchte ich nicht missen.

Gibt es etwas das du besser kannst als andere?
Sicherlich gibt es eine ganze Menge die ich besser kann als andere. Aber sicherlich gibt’s auch andere die eine ganze Menge besser können als ich! 🙂

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?
Generell bin ich gegen Musik beim Schreiben. Ich denke, Wörter zerstören Wörter. Die Wörter aus meinem Kopf sollen sich nicht mit den Wörtern aus der Musik streiten. Wenn, dann höre ich gerne Instrumental. Momentan fahre ich total auf Tim & Bob ab.

Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Lerche?
Früher, in jungen Jahren :P, war ich noch eine richtige Eule. Aber man wird auch älter und meine Freundin hat einen „normalen Job“, deswegen richte ich mich da überwiegend nach ihr. Und das heißt 7 Uhr aufstehen, 8 Uhr anfangen zu arbeiten, ca. 19 Uhr Feierabend. Vor allem passt das auch noch gut mit meinen Freunden, die auch einen „regulären Job“ haben. Sonst könnte man zeitlich ja nie was hinkriegen.

Eher introvertiert oder extrovertiert?
Definitiv der Mittelweg. Ich bin liebend gerne unter Menschen, aber dennoch brauch ich ab und zu Zeit für mich alleine. Vor allem wenn man im Internet arbeitet und bis zu 12 Stunden am Tag in seinem kleinen Bunker mit nur zwei Bildschirmen als Kollegen sitzt, dann fehlen einem schon mal die sozialen Kontakte wie z.B. in einem Büro.

Wer sollte das Blogstöckchen auch bekommen?
Mein Blogstöckchen werfe ich mit voller Wucht nach…

Der beste Rat den du je bekommen hast?
Ehrlich gesagt, kann ich mich spontan nicht an einen wirklich guten Rat erinnern.

Das beste was ich weiß, weiß ich durch Eigeninitiative und durch einfaches machen, hinfallen und wieder aufstehen.

Ich war ein verdammter Perfektionist und das war auch mein größter Produktivitätskiller. Deshalb hat sich nun das Facebook-Unternehmensmotto – „Doing is better than perfect“ – in mein Gehirn gebrannt.

Ach, und eigentlich ganz passend dazu fällt mir noch folgender Rat ein…

Warum fallen wir hin Master Wayne?“. „Damit wir lernen aufzustehen, Alfred.

Noch irgendwas wichtiges?
Aber sicher doch! Schnapp‘ dir jetzt deinen kostenlosen Internet Marketing Kurs und trage deine Mail unten in die orangene Box ein (ja, ja ich weiß, ich bin ein echter Verkäufer! :P).

So, das war auch schon mein kleines Blogstöckchen-Interview mit, ironischer weise, mir selbst.

Jetzt habe ich so viel von mir geredet, aber wie arbeitest du?

Vladislav Melnik
Vladislav Melnik
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6 Kommentare

Kevin Pliester
Kevin Pliester
Toller Artikel! :)

Ich finde das interessant, auch mal etwas vom Arbeitsplatz zu hören. Irgendwie inspiriert das auch so ein wenig; ich weiß nicht warum.

Auf jeden Fall danke!

PS: Die Tastatur habe ich auch, nutze ich aber nicht mehr, weil die Leertaste "ausgelutscht" ist! :D
Vladislav Melnik
Vladislav Melnik
Hi Kevin,

danke dir!

Ich find's auch immer spannend die Arbeitsplätze und ein wenig hinter den Kulissen zu sehen.

Haha, bei mir läuft die noch ziemlich gut. Und ich tippe wie ein Weltmeister!
Lars
Lars
Hey Vladislav,
definitiv mal interessant zu lesen! :) Nach langem endlich mal wieder ein Stöckchen, was mal was interessantes zu Tage bringt und ich nicht zum Xten mal "Was ist dein Lieblingsessen?" oder "Welches Tier wärst du gern?" (ganz im Ernst ... wer denkt sich sowas aus?!?!) lesen muss :).

Beste Grüße
Lars
Vladislav Melnik
Vladislav Melnik
Hi Lars,

danke dir!

Ja, es gibt echt merkwürdige Blogstöckchen! :D
Dima
Dima
Hi

auf dem Bild fehlt noch eine Bananne! Mach mal ein neues Bild, das hinterlässt spurren im Kopf deiner Leser, dass du ein echter leidenschaftlicher Affen-Internet- Marketer bist!!!

Übrigens habe ich die gleichen Monitore...

Ich würde zu gerne das Blogstöckchen von Sebastian lesen!

Bis dann!
Vladislav Melnik
Vladislav Melnik
Hi Dima,

haha gute Idee, mach ich nachher mal rein!

Okay, ich hau ihn nochmal an, wird er sicherlich machen!

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