“Wie viel Wissen darf ich kostenlos herausgeben?”

In diesem Gedankengang war ich lange Zeit gefangen.

Zum einen wollte ich den besten Content herausbringen, der viel konsumiert und geteilt wird.

Zum anderen hatte ich Angst, zu viel zu geben. So viel, dass am Ende niemand mehr meine Dienste benötigt.

Kennst du dieses Dilemma?

Eines hat sich am Ende aber gezeigt: Die Angst, zu viel zu geben, ist unbegründet!

In dieser Episode besprechen Vladislav Melnik und ich:

  • Warum du an eine knapp bekleidete Frau am Strand denken solltest, wenn du dich mal wieder fragst, ob du zu viel Information raus haust
  • Was mein persönlicher Augenöffner war und warum ich seitdem freizügig meinen besten Content in die Welt bringe
  • Was der überraschende Grund ist, warum dich jemand bucht (und nein, es liegt nicht an deinem Wissen allein)
  • Warum Content Marketing mit angezogener Handbremse läuft, wenn du deine Inhalte der Welt vorenthälst

Höre den affen on air jetzt zu …

Show Notes

Transkript

Gordon: Schön, dass du wieder am Start bist zur 43. Episode! Heute geht’s unter die Gürtellinie, Vladi, richtig?

Vladislav: Unter die Gürtellinie? (lacht) Ja, so ein bisschen ne?

Gordon: Ein bisschen schon, aber schön, dass du da bist. Wir haben ja schon vorher miteinander geredet. Ich weiß, dass du das nicht magst, wenn ich dich im Podcast nochmal begrüße, aber da musst du jetzt durch.

Vladislav: Ja, das ist ja auch richtig so. Das macht ja auch ein gutes Ergebnis, eine gute Show.

Gordon: (lacht)

Vladislav:Auf jeden Fall: Grüß dich erst mal.

Gordon: Ja, geht’s dir gut?

Vladislav: Mir geht’s gut. Ich hoffe, ich schalle hier nicht. Ich bin im neuen Office. Wie schön!

Gordon: Der feine Herr.

Vladislav: Der feine Herr, ja. Geht’s dir gut?

Gordon: Ja, mir geht’s gut, dankeschön. Ein bisschen niedergelegen die letzten Tage mit – viral. Meine Tochter hatte diesen Magendarmvirus eingeschleppt und ja, so ein bisschen wie bei geilen Facebook Posts ne? Das macht halt die Runde und ja, ist halt so. Aber ich bin heute wieder fit, einsatzfähig und habe voll Bock.

Vladislav: In unserer Welt ist ja Viralität eigentlich etwas gutes.

Gordon: (lacht) Ja genau.

Vladislav: Aber privat nicht so.

Gordon: Nicht immer, nicht immer.

Vladislav: Genau.

Gordon: Also Vladi, wir haben eine Umfrage gemacht und die dürfen wir auch verlinken, die Umfrage. Das machen wir auch in den Shownotes. Und zwar haben wir …. Ach Vladi, erzähl’ das mal selber. Was für eine Umfrage war es?

Vladislav: Wir haben eine große Umfrage im Affenblog gemacht. Und zwar haben wir unsere Zielgruppe ausgeweitet am Anfang des Jahres.

Gordon: Ausgeweitet (lacht)

Vladislav: (lacht) und da habe ich halt gedacht: Okay, das macht eh Sinn eine Umfrage zu machen. Das macht generell immer Sinn, das Publikum gut zu kennen und deswegen haben wir so eine Umfrage gemacht. Fünf Fragen waren das oder so. Haben knapp 250 Ergebnisse gehabt, super ordentlich und auch wirklich tiefgründige Ergebnisse. Also wir konnten wirklich richtig schön in die Köpfe der Zielgruppe reinschauen und ich habe in stundenlanger Kleinstarbeit das Ganze ausgewertet. Ich habe auch überlegt, ob ich das machen lasse, aber dann dachte ich: Gerade diese Auswertung ist so wichtig, weil man kriegt dann ein richtig geiles Gefühl für die Zielgruppe.

Gordon: Ja klar, ja.

Vladislav: Und das ist das, was beim Content oder beim Blog einfach zählt.

Gordon: Ja. Also eine sehr gute Einsicht in diese neue Zielgruppe. Wie gesagt, es ist aufbereitet in einer sehr schönen Infografik mit Blümchen am Rand und so. Also richtig schön. Und da gab es aber ein paar Einwände, Vladi. Und auf diesen Einwand gehen wir jetzt mehr oder weniger ein.

Vladislav: Und zwar haben wir auch noch nach Einwänden gefragt und 10% hatten gesagt: Es gibt einen typischen Einwand, wenn man halt mit einem Blog Kunden gewinnen möchte – nämlich: Du gibst zu viel Wissen kostenlos heraus.

Gordon: Hmm.

Vladislav: Und darauf werden wir heute ein bisschen tiefer eintauchen und diesen Mythos – sage ich mal – versuchen zu beseitigen.

Gordon: Ja, genau. Also das ist bei mir noch gar nicht so lange her. Ich habe ja auch quasi so als klassischer Coach gestartet als ich angefangen habe zu bloggen. Und das werden die wenigsten wissen, aber es war ein hartes Geschäft seinerzeit und ist es heute immernoch. Deswegen kann ich diese Grundangst verstehen. Wie viel von meinem Wissen darf ich jetzt so kostenfrei im Rahmen des Content-Marketings herausgeben? Und diese Grundangst ist ja die und das kennt glaube ich jeder Coach, Berater da draußen. Das ist so primär auf die Coaches zugeschnitten, aber das ist natürlich auch für Berater und Trainer nicht uninteressant. Gerade auch die Nischen sind ja auch gerne mal umkämpft. Wenn ich zu viel gebe, warum sollen dann noch Kunden zu mir kommen?

Vladislav: Das ist ein guter Punkt. Ich habe auch schon gehört oder ein gutes Argument dagegen wäre halt: „Ich habe es halt 10 Jahre lang im Seminar gemacht. Dieses Wissen preisgegeben und jetzt sagst du mir, Vladi, ich soll alles kostenlos anbieten? Oder 90% kostenlos anbieten. Da kommen doch keine Kunden zu mir.“

Gordon: Ja, was sagst du dem?

Vladislav: Was ich dann im Prinzip sage, da kommen wir gleich drauf zu. Lass uns noch ein bisschen kurz auf das Problem rumreiten.

Gordon: Ich wollte dir jetzt so die Möglichkeit geben, so einen geilen Cliffhanger zu machen und den hast du uns geliefert. Dankeschön!

Vladislav: (lacht) Bitteschön!

Gordon: Das Problem ist: Dass Content-Marketing ja nur dann funktionieren kann, wenn man wirklich viel gibt, richtig?

Vladislav: Richtig, ja.

Gordon: Und wenn ich jetzt mich selber limitiere aus Angst zu viel zu geben, weil dann keine Kunden mehr kommen, dann kann Content-Marketing nicht mehr funktionieren. Und das ist die Punchline ihr lieben. Das ist das Problem. Und dann kommt dieser ganze Rattenschwanz, ne? Wenn das Content-Marketing nicht gut läuft, weil du, lieber Zuhörer, nicht alles oder nicht so viel gibst, wie du könntest, dann bleiben die Kunden aus. Und dann die Reaktion: Vielleicht gibst du sogar noch weniger. Entweder du gibst ganz auf oder du gibst noch weniger Wissen preis. Dann kommen noch weniger Kunden und am Ende ist man so richtig schön erfolglos. So, und damit das nicht so ist, haben wir hier einen kleinen Mindset-Shift für dich, lieber Zuhörer. Und ja Vladi, was ist denn los?

Vladislav: Der größte Punkt bei diesem Mindset-Shift ist schlicht und einfach: Das meiste Wissen gibt es irgendwo kostenlos. Wir sind stark vernetzt, wir leben in einer stark vernetzten Gesellschaft, das Internet wächst auch immer mehr, die Welt rückt immer näher zusammen. Es gibt das Wissen irgendwo und es gibt ganz viele schlaue Köpfe und die publizieren ganz viel Wissen kostenlos. Und das muss man sich zu allererst einfach nur so vor Augen führen. Es gibt in der Regel alles schon. Und das was wir auch immer sagen, das ist vielleicht ein bisschen kontraproduktiv für uns, aber wir sagen auch, wenn ich ehrlich bin, wenig Neues. Das gibt’s irgendwo auf der großen weiten Welt schon, was wir erzählen.

Gordon: Ja.

Gordon und Vladi im Chor: Aber!

Vladislav: Genau, nämlich das ganz große Aber ist schlicht und einfach… oder es gibt mehrere Abers. Das erste große Aber ist zielgruppenspezifisch aufbereitet. Und das ist ein ganz wichtiger Punkt. Das heißt, du nimmst Wissen und bringst oder verpackst das für eine genaue Zielgruppe. Das ist schon einmal ein ganz wichtiger Punkt. Und damit zusammenhängend ist auch dieses Thema oder diese Metapher, dass du als Coach, Trainer oder Berater oder als bloggender Coach, Trainer und Berater das Wissen einer bestimmten Zielgruppe näher bringst. Du gehst halt zu dieser Zielgruppe und sagst: Hier ist das Wissen. Und das machen wir auch mit dem Thema Content-Marketing. Da gehen wir ja auch auf Coaches und Berater zu und sagen: „Hey hier, du musst das machen“. Wir machen nur für sie alles zielgruppenspezifisch. Und alleine das erzeugt schon Mehrwert. Wir machen uns ja auch die Mühe und gehen zu denen, die kommen nicht zu uns.

Gordon: Das ist richtig. Was ich an dem Gedanken auch sehr schön finde: Auch wenn es das gesamte Wissen dieser Welt schon irgendwo gibt und man eigentlich nur lange genug suchen müsste, ist die halt – wie du schon sagtest  aufbereitet und garniert mit der Persönlichkeit des Coaches oder Trainers oder eben Beraters. Und dann ist dieses Wissen in der Kombination Wissen und Persönlichkeit auf einmal einzigartig.

Vladislav: Oh ja! Das finde ich ist auch ein ganz wichtiger Punkt und das wird auch oft unterschätzt. Das ist im Grunde, dass du das gleiche, aber anders sagst. Mir fällt auch spontan… wir hatten letztes Mal irgendwann Matthew Mockridge auch im Interview bei uns und der hat ja auch ein Buch über Unternehmertum geschrieben. Im Prinzip über Startup und Unternehmertum. Aber das ist so – ja wie soll ich sagen? So innovativ, so neu verpackt, ohne Matthew jetzt auf die Füße treten zu wollen, aber das Grundwissen, das objektive Wissen ist vielleicht gar nicht so neu. Aber wie er es verpackt hat, mit seiner eigenen Geschichte, das hat halt eine Menge Persönlichkeit und das ist das, was das Ganze wieder einzigartig macht.

Gordon: Richtig. Und wenn du zum Beispiel, lieber Zuhörer – der Vladi hat vorhin gesagt, wir sagen nicht viel neues – stimmt! Da bin ich ganz bei dir Vladi. Trotzdem – und das ist ja jetzt der nächste Punkt: Dadurch, dass wir es machen, hat es wieder etwas vollkommen eigenes.

Vladislav: Es wird halt quasi wieder ein neues Produkt.

Gordon: Genau! Und ich würde wahrscheinlich noch einen Schritt weitergehen. Wenn wir uns beide jetzt hingesetzt hätten und hätten getrennt von einander eine Podcast-Episode aufgenommen oder einen Blogpost geschrieben zum Thema „Wie viel darf ich geben?“ wäre die Kernmessage die gleiche geblieben, aber es wäre komplett anders verpackt gewesen.

Vladislav: Hm das kann sein, ja.

Gordon: Weil wir einfach… wir sind verschieden Menschen, ne? Also…

Vladislav: Ah, jetzt weiß ich worauf du hinaus willst! Ja, ja, da bin ich voll bei dir!

Gordon: So und selbst wenn wir jetzt über dieses eine Thema schnacken, wenn wir es alleine machen, ist es etwas anderes. Und machst du es mit Thema x und packst noch jemanden dazu mit dessen Erfahrungen, dessen Vita, dessen Erfahrung, dann kommt wieder was ganz anderes raus. Das ist so dieser systemischer Gedanke, weißt du? So: Packst du neue Systeme in bestehende Systeme rein, verändert sich das gesamte System. Und das gleiche ist halt mit aufbereitetem Wissen.

Vladislav: Finde ich gut. Erfahrungen sind ja auch immer in gewisser Weise einzigartig.

Gordon: Richtig, genau.

Vladislav: Und auch die Geschichten, die sich daraus entwickeln und die lässt du ja dann auch in deinen Content einfließen und schon ist es eine einzigartige Geschichte.

Gordon: Ich würde gerne schon mal ein Happy End machen.

Vladislav: Okay?

Gordon: Also ich würde dir, lieber Zuhörer, schon mal direkt die Angst nehmen, bevor wir jetzt zum nächsten Punkt kommen. Das Wissen ist nichts wert, was du hast. Das Wissen ist nichts wert. Aber du als Fachmann, deine Person, deine Erfahrung, das ist das, wofür Leute am Ende Geld zahlen. Gewagte These. Vladi, aber trotzdem gibt es da dieses Bikini-Konzept und jetzt gehen wir vom Problem hin zum Lösungsanteil. Was ist das Bikini-Konzept und warum gehen wir jetzt unter die Gürtellinie?

Vladislav: Ich finde diese Metapher super cool! Ich habe die mal in einem Beitrag aufgeschnappt. Den können wir auch mal in den Shownotes verlinken. Das ist einfach eine geile Metapher, die bleibt hängen und die versteht zumindest jeder Mann.

Gordon: (lacht)

Vladislav: Und das ist halt wirklich so: Der Grundgedanke liegt hier, dass du sagst: Okay 90% gebe ich kostenlos heraus und 10% behalte ich kostenpflichtig.

Gordon: (lacht) Huuu! Hätte der Walter das jetzt gesagt, würde er wieder als Chauvinist oder Frauenverächter hier … (lacht)

Vladislav: Er würde das ja vielleicht auch anders formulieren. Es ist ja auch… also ein Bikini ist ja nicht schlimm. Wenn man das ein bisschen objektiver betrachtet: Am Strand gibt es ganz viele Bikinis.

Gordon: Ja, nur weil du sagtest, dass die restlichen 10% nur gegen Geld. Aber das ist eine andere Geschichte. Das ist nicht das was wir jetzt meinen, lieber Zuhörer.

Vladislav: Daran habe ich ja gar nicht mal gedacht.  (lacht)

Gordon: Ja, siehst du? Da kannst du mal sehen, wie ich so drauf bin. (lacht) Diese 90% sind am Strand für jeden öffentlich sichtbar und die anderen 10% nur für ausgewählte Leute.

Vladislav: Exakt!

Gordon: Gut.

Vladislav: Ohne diese 10%, das ist auch noch einmal eine ganz nette Besonderheit, diese 10% sind dann das wichtigste Wissen. Das ist gerade das, was du brauchst. Das ist quasi so der Schlüssel, um das Ganze zu implementieren. Das sind vielleicht die To Do’s, die genauen Anleitungen. Das macht, wenn du eine Content-Strategie betrachtest, macht das halt wirklich Sinn, dass du quasi die Vorarbeit for free machst und danach irgendwann sagst: Okay, so und jetzt ist Schluss. Jetzt habe ich ein kostenpflichtiges Angebot“ und danach geht es um die Umsetzung. Das ist auch eine ganz gute strategische Denkweise. Und ich persönlich finde das auch mehr als fair. Wenn du jetzt nicht unbedingt das so betrachtest, wie ich das gerade gesagt habe, sondern dass du einfach sagst: Okay 90% gebe ich for free, 10% also das wichtigste Wissen behalte ich. Das ist ja auch ein fairer Deal. Du kriegst 90% for free als User und für 10% musst du bezahlen. Das ist fair, finde ich.

Gordon: Richtig, genau. Vielleicht nochmal als kleines Beispiel, vielleicht hast du auch Bock aus dem Affenblog irgendwas zu machen, aber ich kann mal so ein Beispiel aus Podcast-Helden geben. Ich habe halt so einen Selbstlernkurs, der ist nicht sehr teuer – irgendwie unter 40,00 € – und da geht es um Aufnahmetechnik. So, ich habe schon mal die Aufnahmetools vorgestellt und habe gesagt: Nimm das Tool im Content-Marketing, also irgendwie im Blog und im Podcast, nimm das Tool, das funktioniert. Aber in dem Kurs habe ich eine Videoanleitung gemacht dazu. Also so eine richtig schöne Schritt-für-Schritt Videoanleitung. Und die ist das, was es wert ist. Also, ich habe im Vorfeld gesagt, womit man arbeiten muss. Es ist auch alles selbsterklärend so und alles ist cool. Aber für die, die Bock haben, an die Hand genommen zu werden, die müssen dafür bezahlen.

Vladislav: Cool! Im Affenbuch machen wir das halt auch so, dass wir zum Beispiel … wie man eine Marke erschafft. Das ist ein ganz cooles Sheet oder ein Prozess. Das habe ich auch über die Jahre entwickelt. Das ist halt erprobt und funktioniert sehr gut und das gibt es zum Beispiel noch gar nicht im Affenblog öffentlich. Das gibt es nur im Affenbuch. Aber in Zukunft kann es wirklich sein, dass es das Wissen halt auch noch im Affenblog gibt. Das hat halt andere Vorteile, wie Komprimierung, aber da kommen wir gleich nochmal drauf zu sprechen.

Gordon: Jetzt sitze ich hier vor unserem mehr oder weniger Skript, Vladi. Ich habe gar keine Ahnung wo wir sind, weil wir uns richtig schön verquatscht haben.

Vladislav: Aber ich weiß wo wir sind.

Gordon: Das ist gut! (lacht)

Vladislav: Ich habe auch eine coole Überleitung, nämlich: Wir haben ja gesagt, du musst halt viel kostenlos herausgeben und das ist halt auch einfach die Besonderheit daran, die eigentlich logisch ist, dass du eine Menge Aufmerksamkeit auf dich ziehst. Das ist auch, wenn du 90%, wenn du wirklich so viel for free gibst, dann ziehst du auch mehr Aufmerksamkeit auf dich, als wenn du halt 10% nur for free gibst. Und wenn du mehr Aufmerksamkeit hast, dann hast du auch in der Regel, wenn du gut bist, auch mehr Kunden.

Gordon: Ah verstehe!

Vladislav: Das macht schon einfach Sinn.

Gordon: Ja, das sind so diese Dinge, die … wir hatten ja auch die Episode mit dem Björn am Start. Und da ging es ja darum, dass diese Blogposts richtig, richtig, richtig, richtig, richtig wertvoll sein müssen. Dann werden die Dinger auch geteilt und dann gehen die auch viral, wie so ein guter Magendarmvirus.

Vladislav: (lacht) krass.

Gordon: Wenn du also richtig, richtig viel Wissen in diesem Blogpost oder in sonstigen Content reinpackst, dann zieht es Aufmerksamkeit auf dich, weil es halt mega geteilt wird. Ist es das, was du meinst?

Vladislav: Ja genau.

Gordon: Okay cool.

Vladislav: Das ist quasi das ganze nochmal auf Steroiden, also noch einmal aufgepoppt. Ich meine nur die Aufmerksamkeit, aber du meinst auch noch die Viralität, also nochmal on top.

Gordon: Ich weiß nicht, ob sich das so ausschließt.

Vladislav: Ja, es geht Hand in Hand. Ansonsten, was mir auch noch auffällt ist ein ganz wichtiger Punkt. Das ist das Thema Commitment. Selbst wenn das Wissen 100%ig kostenlos verfügbar ist, wenn ich Geld dafür bezahle, dann mache ich das auch eher.

Gordon: Ja, ich weiß was du meinst.

Vladislav: Das heißt, ich habe so ein bisschen Bauch momentan noch. Jetzt zu sagen, ich will ein Sixpack haben und ich weiß, ich kenne das Wissen, ich weiß alles, ich brauche jetzt aber irgendwie ein bisschen Druck. Ich muss halt ein Commitment ablegen. Dann gehe ich zu irgendjemanden und kaufe mir einen Kurs und noch besser: Ich hole mir einen Personal Trainer.

Gordon: Witzig, dass du das sagst, ja.

Vladislav: Dann zahle ich halt noch Geld dafür, obwohl ich das Wissen gar nicht brauche, aber ich brauche jemanden, der mir in den Arsch tritt und vor allem: Ich brauche dieses Commitment. So, wenn ich jetzt für den Coach – weiß ich nicht, was kostet so jemand? 1.000,00 € oder so. Wenn ich jetzt 1.000,00 € dafür bezahle, das ist halt eine gute Geldsumme und danach will ich auch Ergebnisse haben. Du zwingst dich selbst.

Gordon: habe ich erzählt, dass ich jetzt bei Weight Watchers angemeldet bin?

Vladislav: Nein.

Gordon: Oh das ist jetzt Schleichwerbung, das wollte ich jetzt gar nicht, aber dass ich jetzt Punkte zähle. Habe ich dir das erzählt?

Vladislav: Nee, hast du nicht.

Gordon: Das ist auch so ein bisschen dieser Punkt gewesen, dass ich eine Veränderung brauchte. Ich weiß um’s Verrecken natürlich, dass ich besser Essen muss, dass ich abends keine Kohlenhydrate …. ne? So. Wie auch immer. Aber ich habe auch Bock jetzt ein paar Kilos zu verlieren. Und bei mir liegt es nicht am Sport, weil ich relativ viel Sport mache, aber ich esse halt nicht gut. So und dann haben meine Frau und ich gesagt: Komm, wir machen das jetzt dieses Jahr und ziehen das durch und haben uns beide angemeldet und zählen jetzt Punkte. Und dieses angemeldet sein und dafür Geld bezahlen und Zugang haben zu Foren, Apps und so, das ist das was einen motiviert, weißt du?

Vladislav: Bin voll bei dir.

Gordon: Ja schön, dass wir da mal drüber gesprochen haben.

(beide lachen)

Vladislav: Da schließt sich der Kreis.

Gordon: Ja, genau. Ich wollte damit auch nichts anderes ausdrücken, als dass ich total verstehen kann, was du meinst. (lacht)

Vladislav: Ein allerletzter Punkt ist noch: Das hat Seth Godin auch mal gesagt, dass ein Buch ein Souvenir ist. Und das ist auch eine super geile Metapher. Das ist also wirklich eine tolle Erinnerung. Wenn du bei einem Event warst und du bist auf so einer Finanzkonferenz und da wird so ein Finanzbuch verkauft, was das gleiche Wissen nochmal in komprimierter Form darstellt. Dann kaufst du das auch vielleicht einfach nur als Erinnerung und als Nachschlagewerk. Und schon hat der Veranstalter Umsatz gemacht.

Gordon: Schöner Gedanke, ja. Und die Menschen haben noch eine schöne Erinnerung.

Vladislav: Ja genau. Das ist halt wirklich nochmal etwas Handfestes. Das kannst du anfassen. Die Erinnerung an ein Webinar verfliegt vielleicht mal und so ein Buch kannst du anfassen.

Gordon: Das ist so ein bisschen wie das Foto, was du im Phantasialand bekommst, wenn du durch die Wasserrutsche gefahren bist.

Vladislav: Genau, die sind auch immer überteuert.

(beide lachen)

Gordon: Richtig! Und ich habe schon wieder irgendwie Werbung gemacht. Das wollte ich also gar nicht, nein! Ich habe kein Endorsement Deal mit dem Phantasialand. So. Ja, was ist denn jetzt, wenn wir 100% geben, Vladi? Jetzt haben wir gesagt 90/10 – Bikini-Konzept. Was ist, wenn du 100% gibst.

Vladislav: Das kannst du theoretisch auch machen. Das finde ich halt, ist das schöne daran. Selbst wenn du 100% rausgibst. Das Problem hieran ist auch: Irgendwann kannst du nicht mehr nachvollziehen. Wenn du 1000 Artikel im Blog hast, dann ist das so viel Masse, da hast du bestimmt schon alles abgegrast, dein ganzes Thema. Vor allem, wenn das Thema noch eng ist. Aber nichtsdestotrotz oder gerade deswegen macht es Sinn, das ganze zu komprimieren, das Wissen und das zu einer schönen Geschichte zu verpacken. Bleiben wir mal bei dem 1000 Artikel Gedanken. Ich meine, kein Mensch hat Lust sich durch 1000 Artikel zu wühlen und wenn du jetzt kommst und sagst: Hey, ich biete dir das ganze Wissen aus dem Affenblog auf 100 Seiten an. Diese 1000 Artikel, das komprimierte Wissen. Das ist dann ein super Mehrwert. Und das kannst du wieder verkaufen, weil das spart Zeit und Mühe. Das bringt’s halt. Das macht das Leben der Kunden besser.

Gordon: Und da schließt sich auch der Kreis von dem Happy End, was ich jetzt vor ein paar Minuten erwähnt habe – da schließt sich der Kreis, weil dafür zahlen Menschen dann auch Geld. Selbst wenn du 100% gegeben hast in deinem Blog, zahlen Menschen dafür Geld, dass du als Berater oder als Coach oder Trainer in diesem Fall da stehst und den Menschen hilfst.

Vladislav: Convenience ist auch noch ein guter Punkt. Das ist im Grunde, wenn wir mal bei Weight Watchers bleiben. Ich meine das Wissen in ein Buch reinzuziehen ist das eine, aber halt quasi bequem begleitend das Ganze, vielleicht mal eine App zu machen, die auch sagt: Du musst das und das essen. Die und die Punkt hast du. Das ist also alles noch sehr bequem und das Thema Convenience, ich hatte einen Prof, der hat so Wurst gemacht. Der hat dann irgendwie Wurst vertrieben und der hat auch immer gesagt: In diesem Lebensmittelbereich ist Convenience auch so stark. Die wollen das Ding halt aufmachen, in die Mikrowelle stellen und das Essen soll fertig sein. Das ist vielleicht nicht gesund, aber es geht halt alles in Richtung Convenience. Und auch, wenn wir Menschen das nicht gerne hören: Wir Menschen, wir sind einfach faul. Wir wollen schnell, einfach.

Gordon: Wir haben ja auch nicht mehr so viel Zeit.

Vladislav: Ja, das wird ja auch immer schlimmer.

Gordon: Genau, früher war alles besser!

(beide lachen)

Hätte meine Oma jetzt gesagt. Nee, aber da bin ich ganz bei dir. Wir haben nicht mehr wirklich so viel Zeit. Wir sind gestresst durch unsere Jobs oder durch unseren Job. Bestenfalls wollen wir uns Zeit nehmen für die Familie, was ja auch für viele ein Antreiber ist, eben irgendwelche Kurse, Programme zu kaufen und sich diese Arbeit oder Literatur, Nachschlagewerke einfach nicht geben zu müssen. Sondern die kaufen sich dann einfach für 150,00 € einen Coach einmal oder zweimal und fertig ist die Laube.

Vladislav: Genau. Und das ist ja auch das große Problem, was Selbstständige und Unternehmer haben. Die haben einfach keine Zeit. Die haben in der Regel das Geld, aber keine Zeit. Das ist ja ganz gut für dich, lieber Hörer. Passt perfekt!

Gordon: Ich habe das Ganze mal gelesen. Also dieser Gedanke – weil ich kannte das jetzt nicht vom Bikini-Konzept, sondern ich hatte das gelesen in einem Buch. Eigentlich wollte ich das im Fazit bringen, aber es passt gerade so schön. Und zwar ist das Buch von Kerstin Hoffmann. Das Buch heißt „Prinzip kostenlos“ und war für mich ein absoluter Augenöffner. Und sie hat halt ganz am Anfang ganz knallhart gesagt: Dein Wissen ist an sich nichts wert, weil es schon überall dieses Wissen gibt. Und das Beispiel – ich weiß jetzt nicht ob es aus diesem Buch ist oder ob ich mir das jetzt zusammengereimt habe – war die eines Arztes. Ich könnte jetzt in die Bücherei gehen und mir jedes Buch ausleihen oder in die Uni-Bücherei, aus der Medizinischen Fakultät und könnte jedes Buch lesen und auswendig lernen. Wenn ich es könnte, theoretisch. Und trotzdem bräuchte ich immer noch einen Arzt mit seinen Erfahrungen, mit seinen Werten vielleicht, mit seiner Persönlichkeit. Das ist das, wo ich trotzdem noch einen Arzt oder in diesem Fall dann auch einen Mentor brauche. Und das ist das, wofür Menschen dann Geld bezahlen.

Vladislav: Das ist  nämlich der ganz große Punkt. Man soll sich auch vor Augen halten, dass man kein Wissen verkauft am Ende des Tages. Man verkauft Zugang zu sich selbst.

Gordon: Richtig.

Vladislav: Das ist glaube ich der große Mindshift, den man einmal machen muss.

Gordon: Schönes Schlusswort fasst schon.

Vladislav: Fast schon, ne? Kam mir jetzt so spontan in den Sinn. Du verkaufst ja nicht das Wissen, das Wissen – haben wir ja gerade schon gesagt – gibt es überall. Aber der Zugang zu dir, den wollen die haben. Vor allem, wenn du auch zielgruppenspezifisch das Ganze aufbereitest, dann wollen die genau Zugang zu dir, weil du der einzige bist, der über das Thema Bescheid weißt – für die Zielgruppe. Deswegen ist es einfach so wunderbar.

Gordon: Und wenn wir dieses Fazit, wo wir eh schon mittendrin sind, weiterspinnen, dann brauchst du dir, lieber Zuhörer, auch gar keine Angst mehr zu machen oder keine Sorgen mehr zu machen, keine Angst mehr zu haben, dass du zu viel gibst. Weil das wird seltenst passieren. Wenn du dein Wissen schon mal irgendwo in Kurse gepackt hast, in Selbstlernkurse oder so etwas, dann können selbst Element aus diesen Kursen irgendwo noch im Blog oder so auftauchen. Das ist vollkommen in Ordnung, solange du halt nicht deinen kompletten Kurs, den Leute einmal gekauft haben for free rausgibst oder so. Aber dieses zu viel geben kann nicht funktionieren, weil die Leute den Weg zu dir kaufen wollen.

Vladislav: Und ich kann abschließen und sagen, wenn du zweifelst, lieber Hörer, denke immer an das Bikini-Konzept. Das ist eine super Anfangsstrategie und wenn du danach noch einen aufsatteln willst, kannst du rein theoretisch auch 95, 99, 100% for free geben. Und wie gesagt, im Endeffekt verkaufst du den Zugang zu dir oder der Kunde kauft den Zugang zu dir. Also nicht lange darüber Gedanken machen: Einfach machen. Mit dem Bloggen anfangen und darüber Kunden gewinnen.

Gordon: Yes Sir!! Schön!

Vladislav: Schöner Abschluss.

Gordon: Ja, das war ja so gedacht, dass es so eine locker flockige, ganz kurze Episode Vladi. Also locker flockig war sie glaube ich, aber kurz war sich nicht. Also ich habe gedacht, wir sind so mit 10 Minuten durch (lacht)

Vladislav: Ja, dachte ich auch, aber naja.

Gordon: Ist halt so. Wir haben halt ein bisschen geplaudert.

Vladislav: War ja auch mehrwertreich.

Gordon: Ja, ich hoffe (lacht) Also, wenn du findest, lieber Zuhörer, dass es mehrwertreich war, gib uns gerne einen Kommentar in den Shownotes, die du findest unter www.affenblog.de/043 für die 43. Episode. Wir freuen uns immer über Kommentare. So, Vladi, dann würde ich sagen: Sprich die magischen Worte.

Vladislav: Machen wir den Sack zu. Badabäng

Gordon: Bis dahin, bis nächste Woche!

Vladislav: Alles klar, bis denne, tschö!

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59 Kommentare

  • super Artikel Gordon mach weiter so:)
  • Mein Motto: Umso mehr umso besser!

    Wir sind mittlerweile in einer Zeit angekommen, wo so viel Content kostenlos rausgegeben wird, und aus diesen Grund gebe ich auf meinen Marketing Channel wirklich fast alles kostenlos raus. :-)

    Mfg,

    Mario von Marketing-Mario
  • Ich finde es immer wieder erstaunlich wie sich jeder Post des Affenblogs in ein Meer aus Kommentaren entwickelt :)
  • Haha sehr gut. Dann weiß ich mal bescheid für das nächste mal wenn ich Wissen einfach so raus gebe ^^
  • Interessant,söner Artikel :))
  • Guter Podcast geworden! Das Bikini-Konzept ist einfach genial. Ich lache mich immer noch kaputt ;)
  • Hey ihr zwei,
    einen wunderbaren Augenöffner habt ihr da on air. Kurz, knackig und absolut eingängig. Bäng.
    Und dann nehmt ihr auch noch Angst. Bäng.
    Genau das, was ich im Moment so brauchte (total beginner im blogbusiness), danke. Bäng.
    Vielleicht noch eine Anregung: ihr sprecht von dem Zugang zum Coach, den der Kunde dann bezahlen muss. Also die letzten 10%...was man als Kunde aber dann auch mitkauft ist der persönliche Zugang zu sich selbst, oder? Also, er kauft die Möglichkeit an sich etwas zu verändern (ob Gewicht ;-) oder was anderes, ist ja völlig egal). Ist als weiterer Aspekt in eurer Geschichte vielleicht nicht zu verachten.

    Liebe Grüße
    Sabine
  • Hallo Sabine,

    sehr guter Punkt! Du hast vollkommen recht. Über den "Umweg" des Coaches oder Trainers, hat der Klient dann die Möglichkeit, sich zu verändern.

    Ganz genau.

    Schön, dass wir dir die Angst nehmen konnten.

    Grüße,
    Gordon
  • Hey, danke für den coolen Podcast! Ihr habt das Thema ja mit vielen Methaphern bereits super bildhaft vermittelt, vielleicht kann ich das Ganze mit einem weiteren Beispiel noch ein wenig unterstreichen.

    Angenommen jemand möchte selbständig eine gemauerte Garage bauen, hat aber keine Ahnung vom Mauern, Statik, Kosten usw..
    Er kann natürlich Wochen damit verbringen sich all die Informationen über Beton, Steine etc. kostenlos im Netz zu suchen und Spreu vom Weizen zu trennen.

    Wenn Du jetzt z.B. einen Blog "Mauerwerk für Dummies" hast und dort alle Informationen genau für diesen Typus zusammenstellst, sorgsam aufbereitest, wird Ihm das sehr viel Zeit sparen und er wird Deine Seite sicher sofort speichern, oder einen kostenfreien E-Mail Kurs abrufen. Das Theoretische Wissen hat er nun übersichtlich und kostenfrei bei Dir erhalten und ist dafür, wenn Du großzügig gegeben hast, mit Sicherheit sehr dankbar. "Theoretisch" hat er alles was er benötigt, dank Deiner Unterstützung. Zusätzlich könntest Du noch einige Praxis Video's für einzelne Handgriffe bereitstellen.

    Wenn Du anschließend einen Video Schnellkurs anbietest, in dem Du Schritt für Schritt zeigst wie man dieses Wissen direkt in die Praxis umsetzt und alle wichtigen Information noch einmal komprimiert nebenbei erklärst, kann er dank "Deiner Unterstützung" sofort loslegen. Das spart Ihm noch mehr Zeit und damit Geld und darf dann auch etwas kosten. Hier kann man ebenfalls sehr gut erkennen das es um die Person, den Coach und seine Fähigkeiten, nicht um das Wissen geht was er besitzt und letztlich wie wichtig das Geben ist. Ich denke dies unterstreicht Eure These noch einmal deutlich.

    Man sollte sich schon ein Beispiel an der 90 - 100% Formel nehmen, muss aber je nach Thema die eigene Balance finden. Mit Angst vor dem "zuviel Geben" ist man genau wir Ihr sagt sehr schlecht beraten.

    Eine sehr gute und hilfreiche Frage zum Thema, die Du Dir immer wieder stellen kannst:

    "Warum sollte jemand ausgerechnet bei mir etwas kaufen wollen?"

    Viel Erfolg und weiter so!
    Joerg
  • Hey Joerg,

    wunderbar untermauert. ;)

    Vielen, vielen Dank!!!

    Grüße,
    Gordon
  • der Podcast ist der Hammer, gell.

    Sollte ich je Zweifel am "Prinzip Kostenlos" gehabt haben, sind die jetzt endgültig ausgeräumt.

    Danke!! Für die vielen wertvollen Insights und praktischen Take-Aways :-)
    Darum muss ich mir den nochmals anhören, nächstes Mal im Fitness-Center...
  • Hallo Rita,

    vielen Dank! Ich höre mir bereits gehörte Episoden auch hin und wieder ein zweites Mal an. Irgendwas fällt mir immer auf, was ich beim ersten Mal überhört habe.
    Wir werden bestimmt in der Zukunft zu diesen "Megathemen" Infografiken machen. Ich werd das mal mit Vladi besprechen. ;)

    Bis dahin,
    Gordon
  • Ich finde Euch beide super.
    Ihr habt tolle Themen und bringt diese sehr kurzweilig rüber.
    Vielen lieben Dank dafür.
  • Hallo Mona,

    vielen, vielen Dank!!!
    Das ist aber ein schönes Kompliment.

    Grüße,
    Gordon
  • Gordon, dieser Kommentar ist direkt an dich gerichtet. Du hast ne kleine Tochter, ich hab ne kleine Tochter. Und so von Vater zu Vater möchte ich mal einen Gedankengang loswerden:
    Euer Bikini-Modell fußt auf der Unterstellung, dass das Tragen eines Bikinis ein "Angebot" ist und man(n) auch die letzten 10% bekommen kann, wenn der entsprechende Preis gezahlt wird. Das transportierte Verständnis in diesem Bild ist also: Bikiniträgerinnen bieten ihren Körper erstmal der Allgemeinheit an und wer bereit ist, für den Rest zu "zahlen", bekommt den Rest.
    Ich will gar nicht abstreiten, dass es diesen Typus Frauen sicherlich gibt. Was ist aber, wenn eine Frau ihren Bikini jetzt nicht trägt, um damit ein Angebot an die Allgemeinheit zu machen? Gar nicht beabsichtig, die "letzten 10%" herzugeben?
    Kann sie dann keinen Bikini tragen?
    Und was ist, wenn jemand sich die "letzten 10%" einfach nimmt? Schließlich wurden ja auch 90% "angeboten", wie euer Bild es unterstellt…
    Der Kleidungsstil einer Frau ist keine Einladung zu irgendwas, sondern ein Kleidungsstil. Nicht mehr. Und spätestens wenn du in ein paar Jahren mitbekommst, dass irgendein Typ deine kleine Tochter respektlos behandelt hat, wirst du dich vielleicht fragen, wie es sein kann, dass wir in so einer Welt leben… Und vielleicht denkst du dann an das Bikini-Modell...
  • Ja, 90% werden angeboten. Und zwar 90% Anblick. Nicht mehr. Nicht weniger. ;-)
    Da gibt es in der aktuellen Kulturdebatte ja ein grundsätzliches Problem: Sowohl Menschen die das "Mit den Fingern ansehen" als Grundrecht betrachten wie all jene, die die "Unantastbarkeit der (weiblichen) Persönlichkeit" verteidigen, gehen davon aus, dass die 10% Angebot nicht dem Anblick, sondern dem Angreifen dienen. Darüber sollte man mal nachdenken...
    Auch die Oberaffen haben ein klares, sich kausal stringentes Angebot auf gleicher Kommunikationsebene. Und verkaufen in den 10% nicht ihre unsterbliche Seele...
  • Eric,

    von Vater zu Vater!

    Ich respektiere deinen Gedankengang! Wenn aber der Gedanke an meine Tochter im Bikini schon die Angst vor einer Vergewaltigung in mir auslöst, dann mache ich mir wohl das Leben etwas schwerer, als es sein muss.

    Grüße,
    Gordon
  • Hey Vladi und Gordon,

    cooles Thema. Ist auch ein Thema, nachdem ich immer wieder gefragt werde, weil ich ja auch viel Wissen z.B. bei der 21-Tage-Sichtbarkeits-Challenge oder in meinen Blogartikeln und Freebies rausgebe. Einige meinten schon, ich solle doch für die Challenge Geld verlangen - mmmmh, da denk ich immer... noch nicht ganz verstanden. ;-)

    Übrigens finde ich das Bikini-Bild super. Wobei ich sagen würde, dass so mancher Bikini heute nicht mehr 10, sondern eher 5% verdeckt *lach* - aber halt die entscheidenden 5%.

    Gehen wir noch einen Schritt weiter - Du sagtest 100% Wissen rausgeben ist auch ok. Also befinden wir uns am FKK Strand oder in der Sauna. Aber selbst, wenn jetzt jemand weiß ich aussehe, weiß er ja noch lange nicht, wie ich es "mache", oder? ;-) :-D

    Also ich find das einprägsam und auch lustig, ich glaub wir Frauen sind heute doch so weit, dass wir über sowas lachen können, oder? Naja, zumindest die meisten. Ihr hättet ja auch den Mann in der Badehose als Beispiel nehmen können, aber mal ehrlich... mir gefallen tendenziell mehr Frauen in Bikinis als Männer in Badehosen *grins*. Also bleiben wir lieber beim Bikinibild.

    Alles Liebe
    Christina
  • Hey Christina,

    es gibt mehr schöne Bikinis, als Badehosen. Das bedeutet aber nicht, dass ich lieber einen Bikini...aber ist auch egal! :D

    Wichtig ist, dass du das Bild auch auf die Sauna erweiterst. Selbst nackt gibt es noch etwas, was wertvoll ist.

    Aber jetzt sollte ich besser aufhören zu schreiben, denn sonst liest man da wieder irgendwas anzügliches raus. :D

    Grüße,
    Gordon
  • Hi Christina,

    haha, das Bild mit der Saune gefällt mir! :)

    So eine Badehose beim Mann wäre ja vielleicht nur 2-3%. War also nicht so ganz passend.
  • Wissen ist das eine, Anwenden das andere. Zu wissen was geht, kann für den Kunden in spe der Trigger sein, dich als Coach zu buchen.
    Denn nur Wissen ist die Domäne des Eunuchen, Praktizieren ist die Domäne der Papagalli.
    Und wenn der Eunuch zum Papagallo werden will, muss er bei mir halt was latzen.
    (So Mädels, jetzt dürft ihr mal lachen.)
  • *lach* Andreas, wie cool ist das denn?

    "Wissen ist die Domäne des Eunuchen" - sehr gut! Ich musste echt einen Moment überlegen - bis das Bild da war - und habe dann umso mehr gelacht.

    Du bist nicht böse, wenn ich das nächstes Mal verwende, wenn ich mal wieder nach dem Thema "Wissen verschenken" gefragt werde, oder?

    Liebe Grüße
    Christina
  • Geile Metapher, die rockt! ;)

    Vielen Dank dafür, Andreas!!!
  • Hallo zusammen

    Aktuell und relevantes Thema, spannender Beitrag. Vielen Dank beiden. Ich berate auch KMU und biete sehr vieles kostenlos an, bleibe aber dran bis sichtbare Ergebnisse erzielt werden und verkaufe dann kostenpflichtige, teure(re) Dienstleistungen mit Folgeprojekten.

    Schönen Tag und liebe Grüsse.
  • Hallo Ibrahim,

    ein klassischer Upsell also?
    Nicht ungeschickt!

    Grüße,
    Gordon
  • Hi an alle,

    schönes Interview :D. Ich finde die Metapher auch absolut passend... Es ist wirklich eine schwierige Frage, ob und wie viel Wissen man wirklich freigibt.

    Geld verdienen damit, ja oder nein stellt sich mir die Frage ;).

    Grüße
  • Hey Martin,

    das ist so! Ganz genau! Es ist nicht selten ein Dilemma, aber ich hoffe, wir konnten etwas Licht ins Dunkle bringen?!

    Grüße,
    Gordon
  • Das war wieder schön!
    Und sehr bestärkend, denn auch von wohlmeinenden Lesern bekomme ich schon mal die Frage gestellt, warum ich soviel vormache und "verrate". Und genau das macht dochSpaß und ordnet die Gedanken auch für mich selbst!
  • Das muss ich meiner Frau auch in unregelmäßigen Abständen erklären, weil sie dem Konzept immer noch nicht so ganz traut! :D
  • Danke für die tollen Anregungen! Die Frage, wieviel ich kostenlos geben darf, begegnet mir beinahe täglich - meist in Kundengesprächen, die von der (kostenlosen) Projektbesprechung gerne mal zur Unternehmensberatung werden. Wie switcht man im direkten Gespräch zur kostenpflichtigen Leistung?
  • Hallo Sabine,

    es gibt da einen magischen Satz, den ich immer wieder benutze:

    "...ich fürchte, das würde jetzt etwas länger dauern und da verlassen wir den kostenfreien Bereich."

    Noch ein Tipp: Biete kostenfreie Beratungen zum Kennenlernen an, die maximal 20 Minuten dauern. An dessen Ende kannst du dann mit dem Klienten entscheiden, ob es weitergeht oder nicht.

    Hilft dir das?

    Beste Grüße,
    Gordon
  • Sehr cool, hat mich diesen Morgen doch glatt vom Arbeiten abgehalten :P
    Ich verbuche das mal unter Weiterbildung.
  • Hey Anja,

    wir sind ein knallharter Marketing-Podcast und bieten das auch über die VHS an...falls jemand fragt. ;)

    Falls nicht, machen wir einfach nur unser Ding, damit du einen entspannten Tag hast und noch was mitnehmen kannst. :D

    Grüße,

    Gordon
  • auch ich möchte mich für den bildhaften Beitrag bedanken. Mit den genannten Beispielen, inkl. das Bikini-Modell, kann ich als Frau sagen, dass es einfacher ist nachzuvollziehen.
    es ist immer wieder schön euch zuzuhören.
  • Guten Morgen Maxi,

    vielen Dank!

    Hey, auch wenn wir manchmal zotig sind...wir wollen nur spielen. ;)

    Beste Grüße,
    Gordon
  • Wissen ist heutzutage überall gratis verfügbar, damit kann man ohnehin kaum mehr Geld machen. Was zählt ist die Anwendung von Wissen, und dazu braucht man Fähigkeiten, die man sich selbst erwerben muss. Das ist etwas, das unser Schulsystem noch nicht begriffen hat, das noch immer primär auf Wissensvermittlung basiert aber Schüler und Studenten kaum in die Lage versetzt daraus auch etwas zu machen. Die wahre Bildung wird heute nicht mir in Lehranstalten erworben.
  • "Die wahre Bildung wird heute nicht mir in Lehranstalten erworben."

    Amen!!!

    Da bin ich ganz bei dir.
  • Hi,

    wir haben den Link dazu oben in die Shownotes reingepackt.
    Im Endeffekt ist es ein schönes Bild für das, was viele schon intuitiv machen.
    Vielen Dank für deine Ergäzung!!!

    Grüße,
    Gordon
  • Guten Morgen ihr zwei, ich habe gerade Gefrühstückt und mir euer neues Audio reingezogen. War wieder einmal sehr interessant und hat mir den morgen versüßt :)
  • Hi Thomas,

    yeah, sehr cool! So was liest man immer gerne! :)
  • Oh, das ist aber ein tolles Feedback.

    Aber viel wichtiger: Was gab es und wie hat es geschmeckt? ;)

    Grüße,
    Gordon
  • Die Folge war ziemlich gut und bildhaft. Danke für die 95% :)

    Das Prinzip kann man für viele Branchen anwenden. Es geht immerhin nicht nur um das Wissen, sondern um die Art dieses zu vermitteln.

    Wenn ich daran denke, wie viele Stunden man teilweise in Foren für die Lösung eines Problems zubringt und dann einen Kommentar findet, der in 2 Sätzen genau das sagt, was bei einem den Aha-Effekt auslöst.

    Das Wissen ist überall zu finden, die Kompetenz, dieses zu verbreiten eben nicht. Freue mich schon auf die nächste Episode!

    Herzliche Grüße
    Jasper von SurvivalRucksack.com
  • Hallo Jasper,

    vielen Dank für die Ergänzung! Vielen, vielen Dank!

    Grüße,
    Gordon
  • Ich wollte Euer Beitrag hören, aber als ich dies gelesen habe, ist mir die Lust vergangen:
    "Warum du an eine knapp bekleidete Frau am Strand denken solltest, wenn du dich mal wieder fragst, ob du zu viel Information raus haust".

    Offensichtlich denkt Ihr nur noch an Männer als Zielgruppe. Ganz schön enttäuschend von Marketingprofis wie Ihr. Das Bild einer knapp bekleideten Frau ist nicht nur sexistisch, sondern auch einfallos.
  • Hey,

    sorry, wenn's etwas aufstößt - soll's natürlich überhaupt nicht. Ich finde die Metapher nur sehr bildhaft und sehr einprägsam. Deshalb haben wir die trotz Risiko gewählt! :)
  • Hallo Montserrat,

    bitte tu mir einen Gefallen und lies über das Transkript.
    Wir haben im Gespräch SEHR deutlich gemacht, dass wir das auf keinen Fall sexistisch meinen.
    Uns das vorzuwerfen, ohne den Text gelesen zu haben, ist etwas zu einfach. ;)

    Grüße,
    Gordon
  • Erstmal: Gute Besserung an die Kleine!
    Ich kenne das auch, Ich darf doch meine "Geheimnisse nicht preisgeben!" hmmm und das in Zeiten von Google & Co.
    Die wirkliche Sache ist ja nicht das "Wie mache ich das!" sondern, was mache ich als Coach, um Dir dabei zu helfen, das du das erreichst, was du erreichen willst. Es ist wie mit der Frau im Bikini, die sich bräunen will: Sie kann in die Sonne gehen, ins Solarium oder so eine Bräunungsdusche machen, alles führt irgendwie mehr oder weniger zum Ziel.
    Abnehmen mit WW ist super! Jetzt kannste richtig "punkten"!
    Mit strahlenden Grüßen
    ElenaSommer
  • Hallo Elena,

    vielen Dank! Ich bin froh, wenn die Erkältungswelle abgeebbt ist. ;)

    Konnten wir dir denn ein wenig helfen bei der Furcht, zu viel zu geben?

    Grüße,
    Gordon

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