chimpify.de https://www.chimpify.de/marketing/ Mon, 21 Oct 2019 02:23:05 +0000 de-DE hourly 1 Content-Recherche: 8 Schritte, um mit solider Recherche großartigen Content zu erstellen https://www.chimpify.de/marketing/content-recherche/ https://www.chimpify.de/marketing/content-recherche/#comments Mon, 24 Jun 2019 08:00:00 +0000 Content Marketing https://www.chimpify.de/marketing/content-recherche/ Weiterlesen

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Das Trüffelschwein und der Mensch haben viel gemeinsam. Besonders, wenn es um die edlen Knollenpilze geht: Trüffel.

Trüffel sind die teuersten Pilze der Welt. Denn sie sind selten und schmackhaft. Sie wachsen nur unter der Erde an den Wurzeln von bestimmten Bäumen.

Ein Trüffelschwein kann den Duft der Trüffel auch dann noch riechen, wenn der Pilz einen halben Meter tief unter der Erdoberfläche liegt.

Genau wie ein Trüffelschwein solltest du bei deiner Content-Recherche auch sehr tief unter der Oberfläche buddeln, um erstklassigen Content zu erstellen.

Warum? Das klären wir gleich.

Schauen wir uns erstmal an, was du bei der Content-Recherche eigentlich genau beachten solltest.

Was ist Content-Recherche?

Wie der Name es vermuten lässt, geht es bei der Content-Recherche um das Recherchieren von Inhalten. Du konsumierst also viel Content und sammelst dabei folgende Dinge:

  • Ideen
  • Theorien
  • Geschichten
  • Metaphern
  • Beispiele
  • Statistiken
  • Zitate
  • Quellen

Du suchst genau wie ein Trüffelschwein tief unter der Oberfläche nach allem, was du für deinen Content eventuell irgendwie gebrauchen könntest. Alles was irgendwie nützlich sein kann.

Warum ist Content-Recherche so essenziell?

Weil du ohne keinen großartigen Content erstellen kannst. Ich konsumiere sehr viel Content und das ist der größte Fehler, der mir immer wieder über den Weg läuft:

Der Content ist einfach zu dünn.

Er ist nicht tiefgründig. Nicht gut recherchiert. Er hat einfach kein gutes Fundament. Man merkt, wenn du Content einfach nur dahinklatschst.

Erst durch tiefe und ausgiebige Recherche findest du eben die tollen Ideen, die du in deinen Inhalt einfließen lassen kannst und die ihn großartig machen.

Das ist auch ein weiterer großer Vorteil:

Du hast keine Schreibblockade mehr.

Ich hatte ehrlich gesagt noch nie eine Schreibblockade. Ich recherchiere immer sau viel und habe mehr Ideen, als ich einfließen lassen kann. Das ist ein Luxusproblem, das du dir schaffen musst! 😉

Ich bin auch davon überzeugt, dass Kreativität im Grunde einfach nur Recherche ist. Kreativität ist einfach nur Punkte miteinander verbinden. Und wenn du keine Recherche machst, wie willst du die nicht vorhanden Punkte dann miteinander verbinden?

Aber damit meine ich nicht, dass du von anderen klauen solltest. Du solltest dich inspirieren lassen. Und dann einen eigenen Twist reinbringen. Für diesen Beitrag habe ich z.B. folgendes Zitat von David Ogilvy gefunden: „Even a blind pig can sometimes find truffles, but it helps to know that they grow in oak forests.“ So kam ich auf die Idee mit dem Trüffelschwein.

Außerdem kannst du bei der Recherche die Richtigkeit deiner Aussagen prüfen, wenn du nicht 100%ig sicher bist. Du bekommst auch ein super Themengefühl und weißt, was wichtig ist und wo es noch Lücken gibt. Hinzu kommt noch, dass du eine Menge über dein Thema lernst und so immer mehr Expertise aufbaust.

Eine gute Content-Recherche legt einfach ein solides Fundament für deinen Content. Punkt.

Überzeugt? Gut! Dann schauen wir uns jetzt mal die genauen Schritte an.

Schritt 1: Wähle dein Fokus-Keyword

Du startest immer mit einer Content-Idee. Du hast also ein Thema, über das du schreiben oder reden möchtest.

Da Google die erste Adresse ist, wenn es um Recherche geht, solltest du erstmal ein bisschen Keyword-Recherche betreiben. Überlege also, wie man dein Thema in ein Keyword zusammenfassen könnte.

Überprüfe danach bzw. währenddessen, ob es dafür Suchanfragen gibt. Also ob danach gesucht wird. Benutze dafür Google Keyword Planer, KWFinder, Ubersuggest oder Chimpify.

Für diesen Beitrag habe ich „content recherche“ als Keyword gecheckt:

content recherche chimpify

Wie du siehst, wird nicht viel danach gesucht. Generell macht alles ab 100 Suchanfragen Sinn. Manche sagen auch erst ab 1.000 oder 10.000, aber das kommt immer auf deine Branche an.

Ich habe mich trotzdem dafür entschieden, weil es ein wichtiges Thema ist. Ich schreibe ja immer für den Menschen, und danach erst für die Suchmaschine! 😉 Ich finde einfach, dass im Content Marketing zu wenig solide Recherche betrieben wird. Also muss der Beitrag einfach raus.

Schritt 2: Überlege dir Variationen deines Keywords

Es ist erstaunlich, wie sich heutzutage Exact Match Keywords immer noch auf das Ranking auswirken. Ich habe z.B. mit „content research“ und „content marketing research“ unterschiedliche Beiträge gefunden.

Brainstorme in diesem Schritt deshalb die verschiedenen Variationen deines Keywords, um noch mehr Content zu finden. Ich kam dabei auf folgende Keywords:

  • content research
  • content marketing research
  • how to do content research
  • how to do content marketing research
  • content marketing recherche

So. Das war jetzt der leichte Teil. Jetzt kommt die harte Arbeit.

Schritt 3: Scanne 100 Suchergebnisse pro Keyword und filtere den Müll heraus

Ich beginne meine Suche immer global. Deshalb stelle ich in den Einstellungen die Region immer auf „Vereinigte Staaten“. Warum? Weil ich eine globale Sichtweise bekommen will. Es gibt global einfach mehr schlaue Köpfe, die auf viele schlaue Ideen kommen.

Gib also ein Keyword ein. Scanne die Überschriften und die Domain (die ist ein gutes Indiz für Qualität) der Suchergebnisse. Öffne die Seiten in einem neuen Tab, die du passend und interessant findest:

content recherche google

Und das machst du mit deinem Fokus-Keyword wirklich für die ganzen 100 Suchergebnisse. Also für 10 Suchergebnisseiten. Wenn du krass unterwegs bist, machst du das für alle deine Keyword-Variationen.

Ich finde auf Seite 10 von Google (dort wo die ganzen Leichen versteckt sind) manchmal wirklich schöne Diamanten. Das sind Dinge, die nicht direkt etwas mit deinem Thema zu tun haben, aber immer irgendwie interessant sind.

Währenddessen findest du aber sehr viel Müll. Es gibt immer mehr Content, ja. Aber 80% davon ist nicht wirklich geil. Scanne deshalb die geöffneten Seiten kurz und speichere diejenigen, die du konsumieren möchtest. Ich kopiere hier einfach stumpf die URLs in meinen Texteditor:

content recherche urls texteditor

Alleine durch das Scannen der Überschriften und Zwischenüberschriften und das Zeppen in Podcast-Episoden und Videos kriegst du schon ein sau gutes Gefühl für dein Thema. Du lernst dadurch, was du unbedingt reinnehmen musst, was nicht, und wo es noch Lücken gibt. Dadurch solltest du schon viele gute Ideen für die grobe Richtung deines Contents bekommen.

Schritt 4: Checke BuzzSumo

Google ist cool und verdient es, die erste Adresse zu sein, wenn es um Recherche geht. Aber Google basiert zu einem großen Teil immer noch auf Links.

Deshalb solltest du BuzzSumo checken, das auf Shares basiert. Du findest dort meistens Inhalte, die nicht gut ranken, aber dennoch von den Menschen fleißig geteilt wurden und daher wahrscheinlich sehr spannend sind.

Gib also dein Keyword ein und öffne die Seiten in einem neuen Tab, die du interessant findest:

content recherche buzzsumo

Wenn du zu nischig unterwegs bist, dann klappt das nicht so gut. Zu meinem Beispiel konnte ich auch nicht wirklich etwas Brauchbares finden. Aber es ist definitiv immer einen Besuch wert!

Schritt 5: Checke andere Quellen

Die meisten Menschen, die Content Marketing betreiben, recherchieren nur via Google. Wenn überhaupt.

Aber weil das alle machen, haben sie auch alle die selben Ideen zur Verfügung. Du solltest aber die Extrameile gehen und auch noch andere Quellen auschecken.

BuzzSumo habe ich bereits genannt. Hier sind noch einige weitere wichtige Quellen, die du auschecken solltest:

  • Print-Bücher
  • Print-Magazine
  • Podcasts
  • YouTube
  • Infografiken
  • Statista
  • Experten
  • etc.

Vor allem Print-Bücher sind hier spannend. Dort steckt oft wichtiges und zeitloses Wissen drin. Da du hier das Medium wechselst, findest du hier oft einzigartige Ideen, die sich sonst nirgendwo anders finden lassen.

In diesem Fall habe ich mir z.B. „Think Content“, „Die Content-Revolution“, „Epic Content Marketing“ und „Content Inc“ angeschaut.

Schritt 6: Finde die Hook und überlege dir eine grobe Richtung

Nachdem du alles gescannt und einen Grobüberblick bekommen hast, solltest du die richtige Hook finden.

Mache am besten eine kleine Pause und überlege dir danach:

Wie willst du deinen Leser, Hörer oder Zuschauer in deinen Content ziehen?

Das machst du mit deiner Überschrift und deiner Einleitung. Während deiner Content-Recherche hast du sicherlich schon einige gute Ideen dafür gehabt und gesammelt.

Für diesen Beitrag wollte ich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung schreiben, wie man Content-Recherche betreibt. Also dachte ich da sofort an „Content-Recherche: 5 Schritte, um Content zu recherchieren“. Aber beim Recherchieren habe ich gemerkt, dass einige Content-Recherche strategisch sehen - also als Recherche, um Content-Ideen für den Redaktionsplan zu finden. Um mich davon abzugrenzen, habe ich mich für „Content-Recherche: 5 Schritte, um Recherche zu betreiben, um Content zu erstellen“ entschieden. Es geht also um Recherche für die Erstellung.

Für die Einleitung kam ich auf folgende Ideen:

  • „In den letzten Beiträgen haben wir uns die Content-Strategie und den Content-Plan angeschaut. Jetzt kümmern wir uns um das, was danach kommt: die Content-Recherche ...“

  • „Woran denkst du, wenn du an Content-Recherche denkst? Nur an Keyword-Recherche? Falsch ...“

  • Irgendwie Content-Recherche und Trüffelschweine miteinander verbinden.

  • Irgendwas aus dem Zitat von David Ogilvy machen.

  • Irgendwas mit einem Spion, der auch mehr weiß als alle anderen.

Ich habe mehrere durchdacht und mich dann für die Trüffelschwein-Metapher entschieden. Die ist einfach so schön bildhaft, bringt es perfekt auf den Punkt und bleibt im Gedächtnis.

Blicke an dieser Stelle auch noch ein bisschen weiter und überlege, in welche grobe Richtung du gehen willst. Meine Richtung war ja sehr klar. In diesem Fall habe ich die einzelnen Schritte skizziert. Wie könnte dein Content aussehen?

Schritt 7: Konsumiere den Content

Schnappe dir jetzt eine Tasse Kaffee oder Tee und konsumiere deinen kompletten gesammelten Content. Schön in Ruhe.

Lass dir ausreichend Zeit.

Ruhig 50% deiner Zeit, die du für die Content-Erstellung eingeplant hast. 4 Stunden Content-Recherche sind nichts besonderes. Bei sehr breiten oder komplexen Themen kann es vorkommen, dass ich 3 Tage lang fast nichts anderes mache außer Recherche. 50 Beiträge zu lesen braucht eben seine Zeit.

Während du die Texte liest, die Podcast-Episoden anhörst und dir die Videos anschaust, bekommst du viele gute Ideen. Notiere sie dir am besten alle. Ich kopiere hier meistens einfach Wörter aus dem Text oder manchmal auch ganze Sätze in meinen Texteditor.

Behalte außerdem immer deine Buyer Persona im Hinterkopf. Was würde ihr gefallen? Was muss sie wissen? Was nicht?

Denke immer an das Trüffelschwein - buddele tief, bis zum Kern. Konsumiere daher auch die Quellen deiner Quellen. Gehe der Sache bis auf den Grund.

Schritt 8: Mache eine große Pause

Im letzten Schritt solltest du gar nichts tun. Entspanne dich. Schaue Fernsehen, geh Spazieren oder sonne dich auf dem Balkon. Mach irgendwas anderes.

Und, ganz wichtig: Habe ein gutes Gefühl dabei. Ich weiß das fühlt sich komisch an. Aber:

Auch wenn es nicht nach Arbeit aussieht, und es sich nicht so anfühlt, es ist Arbeit.

Ich muss mir das auch immer wieder selbst bewusst machen, wenn ich auf der Couch liege und Netflix schaue. Bei diesem Beitrag habe ich mir glaube ich alle Folgen von “How to Sell Drugs Online (Fast)” reingezogen! 😁

Du musst einfach deinem Unterbewusstsein das Ruder übernehmen lassen. Du musst deinem Gehirn ausreichend Zeit geben, die ganzen aufgesaugten Informationen zu verarbeiten und zu strukturieren.

Dadurch wird die eigentliche Content-Erstellung viel einfacher. Du musst einfach lernen, deinem Unterbewusstsein zu Vertrauen.

Fazit

Trüffel sind selten. Großartige Ideen auch.

Genau wie Trüffel irgendwo tief unter der Erde vergraben sind, so sind Ideen auch irgendwo tief im Content versteckt. Deshalb musst du wie ein Trüffelschwein danach suchen.

Ja, das ist harte Arbeit. Aber das ist Arbeit, die gemacht werden muss. Gerade weil es so hart ist, machen es so wenige. Und gerade deshalb wird dich das von anderen abheben.

Bei der Content-Recherche geht es darum, dass du das Thema aus vielen verschiedenen Perspektiven betrachtest und bis auf den Grund gehst. Wenn ich Recherche betreibe, versuche ich immer so tief einzutauchen, wie es nur geht. Ich suche immer die Essenz. Erst wenn ich etwas bis auf den Kern zerlegt und wieder zusammengebaut habe, kann ich es wirklich verstehen und lehren.

Recherche ist wichtig, um Content zu erstellen, der näher an der Wahrheit liegt.

Und die Wahrheit ist alles was zählt.

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7 einfache Schritte, um einen simplen Content-Plan zu erstellen https://www.chimpify.de/marketing/content-plan/ https://www.chimpify.de/marketing/content-plan/#comments Mon, 10 Jun 2019 08:00:00 +0000 Content Marketing https://www.chimpify.de/marketing/content-plan/ Weiterlesen

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Wenn du mit Content Marketing starten möchtest, hast du die schönsten Vorstellungen.

Du hast die tollsten Ideen. Du denkst, dass du dich austoben und so richtig kreativ werden kannst.

Du siehst, wie sich dein Content viral verbreitet und geliebt wird. Du träumst davon, den größten Content Hub deiner Branche zu erschaffen, der respektiert und sogar ein bisschen vergöttert wird.

Alles ist super. Alles ist rosig. Also legst du einfach mal los. Du startest. Ohne Strategie. Und ohne Plan.

Und was passiert? Nichts. Der Erfolg bleibt aus.

Warum? Genau: Fehlende Planung. Das ist alles einfach nicht so durchdacht.

Ich verstehe dich da nur zu gut. Ich bin selbst ein großer Fan von „Hands on“ und „einfach machen“. Aber du musst planen! Wenigstens ein bisschen.

Erstelle deshalb eine simple Content-Strategie. Und danach einen simplen Content-Plan. Wie das Letzere geht, besprechen wir jetzt im Detail.

Aber eins nach dem anderen.

Was ist ein Content-Plan?

Ein Content-Plan ist ähnlich wie ein Projektplan. Dort legst du Tätigkeiten, Meilensteine und Daten fest.

Bei der Content-Planung machst du im Prinzip genau das Gleiche. Nur bezogen aufs Content Marketing eben.

Mit deiner Content-Strategie bestimmst du zuerst die grobe Marschrichtung, die du gehen willst. Dabei beantwortest du folgende Fragen:

  • Wo willst du hin?
  • Warum willst du dahin?
  • Wie willst du im groben dahin kommen?

In deinem Content-Plan dagegen beschreibst du die genauen Dinge, die du tun willst, um deine Strategie wahr werden zu lassen. Deine Fragen werden detaillierter:

  • Was genau willst du machen?
  • Wie genau willst du es machen?
  • Wann genau willst du es machen?

Es ist also der taktische Plan, den du gehen willst. Es ist also weit mehr als ein einfacher Redaktionsplan.

Warum ist ein Content-Plan so wichtig?

Benjamin Franklin sagte einmal: „Indem du Fehler beim Vorbereiten machst, bereitest du dich auf den Fehler vor.“

Und wenn du überhaupt keine Vorbereitung machst, kann es nur ein Fehler werden. Wie kannst du dann überhaupt noch gewinnen?

Mit einer guten Content-Planung erhöhst du schlicht und einfach deine Erfolgswahrscheinlichkeit.

Wenn du in den Urlaub willst und überhaupt keinen Plan hast, wo, wie und wann du da hin willst, wie willst du dann jemals dort ankommen?

Ein Content-Plan gibt dir Klarheit über den Weg, den du gehen musst, um deine Content-Strategie Wirklichkeit werden zu lassen.

Du sparst also Zeit, die du sonst verschwenden würdest, indem du den falschen Weg gehst. Dadurch wird alles effizienter, effektiver und zielgerichteter.

Wenn du das Ganze dann noch dokumentierst, also aufschreibst, verdoppelst du deine Chance. Denn 60% der Unternehmen, die eine dokumentierte Content-Strategie haben, fühlen sich effektiv. Im Gegensatz zu 39%, die nur eine verbale Strategie haben.

Es ist wirklich so: Eine solide Strategie und ein solider Plan sind das, was gute von großartigen Content Hubs unterscheidet.

Schritt 1: Lege dein Content-Ziel fest

Überlege dir, was genau du mit deinem Content-Plan erreichen möchtest. Was ist dein Ziel? Warum willst du überhaupt Content Marketing machen?

Dabei hast du in der Regel folgende Möglichkeiten zur Auswahl:

  • Bekanntheit - Du möchtest, dass mehr Menschen deine Marke, dein Unternehmen oder dich kennen.

  • Besucher - Du möchtest mehr Traffic auf deiner Webseite.

  • Kontakte - Du möchtest mehr Leads bzw. mehr Abonnenten.

  • Kunden - Du möchtest schlicht und einfach mehr Kunden. (Das wollen wir doch alle! 😉)

  • Kundenbindung - Du möchtest, dass deine Kunden länger bleiben, öfter und mehr kaufen.

  • Alleinstellungsmerkmal - Du möchtest dich durch Content von deinen Mitbewerbern abheben.

  • Autorität - Du möchtest dich als Thought Leader und Experte in deiner Branche positionieren.

Im Grunde wollen wir alle meistens alle Punkte erreichen. Dennoch solltest du dich auf möglichst ein Ziel festlegen - The One Thing eben.

Danach richtest du alles auf dieses Ziel aus. Du sorgst dafür, dass du das Ziel erreichst bzw., dass die Kennzahlen nach oben gehen.

Apropos Kennzahlen. Überlege dir auch, wie du dein Ziel messen möchtest. Bei Bekanntheit wird’s z.B. nicht ganz so leicht. Den Rest kannst du mit Google Analytics, Matomo oder Chimpify messen.

Wir fokussieren uns z.B. nur auf unsere Abonnenten. Solange die wachsen, wächst auch alles andere (Shares, Anmeldungen, Umsatz etc.). Wir denken also nicht „in Leads“, sondern „in Publikum“. Unser Ziel ist es, ein immer größer werdendes Publikum aufzubauen.

Beispiel:

  • Abonnenten

Schritt 2: Wähle ein Content-Medium (und ein Content Hub)

Im nächsten Schritt geht es um dein Content-Medium, das wiederum deinen Content Hub bestimmt.

Dabei hast du folgende Optionen zur Auswahl:

  • Text - Erstelle einen klassischen Blog.

  • Audio - Erstelle einen Podcast (der technisch zusätzlich in einem Blog ruhen sollte).

  • Video - Erstelle einen Video-Kanal (der technisch zusätzlich in einem Blog ruhen sollte).

  • Bild - Erstelle Infografiken (die technisch zusätzlich in einem Blog ruhen sollten).

  • Kurs - Erstelle einen kostenlosen Mitgliederbereich.

  • Print - Erstelle ein Magazin oder Buch (dafür bräuchtest du technisch gesehen wenigstens eine Landing Page).

Ich beobachte einige, die alle Medien auf einmal bedienen wollen. Also einen geilen Blog, einen geilen Podcast und einen super geilen Video-Kanal. Alles gleichzeitig. Und dann noch am besten ein Print-Buch hinterher! Viel Erfolg damit! 😛

Deshalb solltest du dich zuerst immer nur auf ein Medium konzentrieren. Du musst erstmal ein Medium meistern, bevor du mit dem anderen beginnen kannst.

Außerdem liegt dir vielleicht nicht jedes Medium. Oder nicht jedes Medium passt zu deinem Unternehmen und deinen Kunden. Und das ist auch okay so.

Wir fokussieren uns im Moment z.B. nur auf Text (obwohl ich wieder so viel Bock aufs Podcasten habe). Diesen Fokus wollen wir aber noch einige Zeit beibehalten. Parallel schreibe ich gerad ein Print-Buch.

Beispiel:

  • Text
  • Print

Schritt 3: Wähle deine Content-Formate

Jetzt überlegst du dir, welche Content-Formate du verwenden möchtest. Die Formate hängen mit der Wahl deines Content-Mediums (und Content Hubs) zusammen.

Dabei hast du folgende Formate zur Wahl:

  • Artikel
  • Podcast-Episode
  • Video
  • Infografik
  • Webinar
  • PDF (E-Book, White Paper etc.)
  • Print-Buch
  • Print-Magazin
  • Foto / Grafik / Sketchnote
  • Folien / Slideshare

Auch kannst du dich auf E-Mail fokussieren und einen reinen E-Mail-Newsletter erstellen, wie es z.B. The Hustle oder MorningBrew machen.

Ganz so streng festlegen würde ich mich hier aber nicht. Wenn du z.B. normalerweise Blogartikel erstellst, aber die Idee für eine Infografik hast, dann solltest du die Infografik auch raushauen.

Natürlich kannst du die Formate auch miteinander kombinieren, wenn du z.B. Slideshares in deinen Blogartikel einfügst.

Aber hier geht’s am Ende auch wieder um das Thema Fokus:

Wähle deshalb möglichst wenig Formate.

Entscheide dich auch nicht nur für ein Format, weil es gerade heiß ist (hier wäre es vielleicht sogar smarter, das genaue Gegenteil zu wählen). Wähle die Formate, die zu deinem Unternehmen, deinen Kunden und zu dir passen.

Ich hätte z.B. auch wieder Bock auf Infografiken und Podcast-Episoden. Aber bis ich mich da wieder reinwurschtel, ist es schneller und effizienter, einfach einen Blogartikel zu schreiben.

Beispiel:

  • Blogartikel
  • Print-Buch

Schritt 4: Lege deinen Content-Mix fest

Ein solider Content Mix rundet dein Content Marketing ab. Er sorgt dafür, dass jeder glücklich ist, und dass du am meisten rausholst.

Um deinen Content-Mix festzulegen, solltest du die verschiedenen Eigenschaften kennen, die deinen Content ausmachen.

Schauen wir uns das mal näher an:

  • News Content - Inhalte, die aktuell sind (z.B. t3n).

  • Entertainment Content - Inhalte, die nur unterhalten (z.B. marketoonist).

  • Evergreen Content - Nützliche Inhalte, die zeitlos sind (z.B. unser Marketing Blog).

Überlege welche Art von Content du erstellen möchtest. Ich rate immer zu Evergreen Content, da er langfristig am effizientesten ist. Die anderen beiden können aber auch funktionieren.

Überlege, ob du dich auf die Suchmaschine oder auf Viralität fokussieren möchtest. Damals mit dem affenblog gab es z.B. noch keine Suchanfragen. Also habe ich mich nur auf viralen Content fokussiert.

  • Quality Content - Inhalte, die hochwertig sind (z.B. ein Blogartikel mit 1.000 Wörtern).

  • High Quality Content - Inhalte, die sehr hochwertig sind (z.B. ein Blogartikel mit 2.000 Wörtern).

  • Skyscraper Content - Inhalte, die sehr lang und sehr hochwertig sind (z.B. ein Guide mit 10.000 Wörtern).

Lege fest wie tief du in deiner Content-Erstellung gehen willst. Am Ende des Tages ist das ein wichtigstes Alleinstellungsmerkmal.

Diese Punkte gehen schon in Richtung Content-Ideen. Aber es ist wichtig, dass du dir darüber Gedanken machst. Das sind alles wichtige Eigenschaften, die du ansprechen und nicht vergessen solltest.

Lege abschließend fest, ob du Gastbeiträge und Gastauftritte sowie verkaufsorientierten Content überhaupt haben willst.

Du kannst aus diesen Content-Eigenschaften jetzt einzelne Content-Stücke machen (z.B. „Die 10 besten Marketing-Experten“) oder du flechtest diese immer wieder ein, wenn es passt (z.B. du erwähnst in 10 verschiedenen Beiträgen die 10 Marketing-Experten).

Aber auch hier würde ich nicht super streng sein. Wenn du normalerweise kein Skyscraper Content erstellst, aber plötzlich die Idee dafür hast, dann go for it! 😉

Beispiel: 

  • Nur Evergreen Content
  • Fokus auf Search Content
  • Quality (+ ein bisschen High Quality)
  • Company + Personal + Influencer + Sales einflechten
  • Guest Content (wenn’s passt)

Schritt 5: Wähle deine Content-Frequenz

In diesem Schritt legst du fest, wie regelmäßig du Content veröffentlichen möchtest.

Dabei beantwortest du einfach folgende drei Fragen:

  1. Wie oft pro Tag / Monat / Jahr möchtest du veröffentlichen?

  2. An welchem Wochentag möchtest du veröffentlichen?

  3. Um wie viel Uhr möchtest du veröffentlichen?

Achte hierbei darauf, dass du ausreichend Zeit einplanst. Lieber weniger veröffentlichen, dafür aber richtig und in einer guten Qualität. Du hast in der Regel ja nebenbei noch mit Tagesgeschäft zu tun.

Wichtig ist generell die Regelmäßigkeit an sich. Damit demonstrierst du, dass du verlässlich bist. Und auch erst dadurch baust du ein solides Vertrauensverhältnis zu deinem potenziellen Kunden auf.

Ich habe früher mit dem affenblog 2 Beiträge und eine Podcast-Episode pro Woche geschafft. Aber da habe ich nebenbei fast nichts anderes gemacht. Heute gehen 50% meiner Zeit für die Produktentwicklung von Chimpify drauf, und die restlichen 50% fast ausschließlich fürs Content Marketing. Deshalb ist hier mein Ziel mit 2 mal pro Monat schön niedrig angesetzt.

Beispiel:

  • 2 mal / Monat
  • Montags
  • 8:00 Uhr

Schritt 6: Erstelle deinen Content-Kalender

Dein Content-Kalender ist dein Redaktionsplan. Er zeigt dir, wie dein Content Marketing über einen bestimmten Zeitraum aus der Vogelperspektive aussieht.

Du kannst ihn analog (z.B. als Kalender an der Wand), digital (z.B. als Google Tabelle) oder als App (z.B. mit Trello) abbilden.

Wenn du einen Content-Kalender erstellst, achte auf folgende Spalten, die unbedingt da sein sollten:

  • Überschrift - Wie ist die vorläufige Überschrift?

  • Tags - Welche Tags, Themen bzw. Kategorien kannst du zuordnen?

  • Autor - Wer ist der Autor des Inhalts?

  • Datum - Wann soll der Content veröffentlicht werden?

  • Status - Ist er noch im Ideen- oder Entwurfsstadium, oder bereits veröffentlicht?

Theoretisch kannst du sogar das Datum weglassen. Du hast ja bereits die Content-Frequenz festgelegt. Dann würdest du das Teil einfach raushauen, sobald es fertig ist. Aber ein konkretes Datum sorgt dafür, dass du die Veröffentlichung auch einhältst.

Nachdem du eine Struktur für deinen Redaktionsplan erstellt hast, musst du diese füllen. Um auf Ideen zu kommen, schaue hier vorbei. Außerdem findest du hier 41 konkrete Content-Ideen.

Plane nur 3 bis 6 Monate im Voraus. Dinge ändern sich heute einfach zu schnell, darauf musst du reagieren können. Plane deshalb auch einen Puffer ein. Man braucht immer länger als man denkt. Und du kannst dann schnell auf Trends reagieren.

Beispiel:

content kalender chimpify

Schritt 7: Definiere deine Content Guidelines

Abschließend legen wir ein paar Regeln fest. Diese sorgen dafür, dass du, dein Team und deine externen Content-Ersteller (z.B. Freelancer und Gastautoren) ein einheitliches Erscheinungsbild produzieren.

Es gibt keine Regeln, wie man so ein Regelwerk aufbaut. Aber hier sind einige Punkte, die die berücksichtigen solltest:

Allgemein

  • Länge - Wie lang soll dein Content sein? (z.B. „mind. 1.000 Wörter“)

  • Art - Wie soll dein Content sein? (z.B. „tiefgründig, detailliert und konkret“)

  • Anrede - Duzen oder Siezen? Beim Duzen: Wie soll das „d“ geschrieben werden?

Schreibweise

  • Markennamen - Gibt es Besonderheiten bei deinem Markennamen? (z.B. „affenblog“ - das „a“ war immer klein)

  • Begriffe - Wie schreibt man englische Begriffe, wie deutsch-englische Begriffe? (z.B. „Content Marketing“ - also ohne Bindestrich, aber „Content-Erstellung“ - mit Bindestrich)

  • Zahlen - Ausgeschrieben oder als Zahl? (z.B. „6 Monate“)

  • Prozent - Ausgeschrieben oder als Zeichen? Ein leerzeichen dazwischen? (z.B. „7%“)

  • Bereich - Wie sieht’s mit „von bis“ aus? Ausgeschrieben oder als Zeichen? Auch ein Leerzeichen dazwischen? (z.B. „10 - 20“)

  • Bullet Points - Was ist da zu beachten? Haben die ein Punkt am Ende?

Sonstiges

  • Formatierung - Wie willst du Dinge betonen? Fett oder kursiv?

  • Links - Wie soll verlinkt werden? Möglichst kurz oder ganze Wörtergruppen?

  • Abkürzungen - Ist hier etwas zu beachten? Willst du überhaupt welche verwenden?

  • Emojis - Ist hier etwas zu beachten? Willst du überhaupt welche verwenden?

  • GIFs - Ist hier etwas zu beachten? Willst du überhaupt welche verwenden?

  • Antwortzeiten - Wie schnell soll auf ein Kommentare geantwortet werden?

Wortliste

Zum Schluss pflegst du noch eine Wortliste mit Wörtern, die jeder anders schreibt und legst damit eine einheitliche Schreibweise fest (z.B. „E-Book“).

Deine Content Guidelines sind ein lebendiges Dokument. Wenn du also über etwas stolperst (wie z.B. ein neues Wort für deine Wortliste), dann füge es einfach hinzu.

Beispiel:

content guidelines chimpify

Fazit

Wie gesagt, ich starte auch immer sofort mit einer Sache. Aber damit deine Träume und Vorstellungen nicht platzen, solltest du zuerst eine Content-Strategie und danach einen Content-Plan erstellen.

Das kann ruhig sehr simpel sein. Meinetwegen kannst du das auch im Kopf machen. Hauptsache du machst dir Gedanken darüber und legst nicht einfach drauf los. Dann wäre ich schon happy!

Ich habe das auch jahrelang nur im Kopf gemacht. Aber jetzt habe ich das alles noch mal durchdacht und dokumentiert:

content plan chimpify

Jetzt fühlt sich unser Content Marketing endlich rund an! Ein bisschen Strategie und Planung haben noch niemanden geschadet! 😉

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Wie funktioniert Content Marketing? (Einfach erklärt mit ein paar Sketchnotes) https://www.chimpify.de/marketing/wie-funktioniert-content-marketing/ https://www.chimpify.de/marketing/wie-funktioniert-content-marketing/#comments Wed, 29 May 2019 08:00:00 +0000 Content Marketing https://www.chimpify.de/marketing/wie-funktioniert-content-marketing/ Weiterlesen

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Sicherlich kennst du solche Definitionen:

„Content Marketing ist die Erstellung und Vermarktung von kostenlosen Inhalten, die Mehrwert liefern, um ein bestimmtes Publikum anzuziehen, sich mit ihnen zu verbinden und abschließend einen Verkauf zu erzielen.“

Sie sind gut, nützlich, und haben ihre Daseinsberechtigung. Sie sind schön detailliert und vollumfänglich. Aber sie sind auch eins: kompliziert. Man muss sie häufiger lesen, um sie wirklich zu verstehen und zu verinnerlichen.

Deshalb habe ich hier auch versucht, das Ganze etwas simpler zu formulieren: „Content Marketing ist Marketing mithilfe von kostenlosen Inhalten, die Mehrwert liefern“.

Aber das ist noch nicht einfach genug. Das geht noch simpler!

Deshalb habe ich ein paar simple Grafiken erstellt, die zeigen, wie Content Marketing funktioniert. (Danke auch an Jeffrey Kranz von Overthink, von dem ich die Idee dafür habe! 😉)

Also, worauf warten wir?

Warum ist Content Marketing gerade heute so wichtig?

Vor dem digitalen Wandel hatten die Unternehmen die Kontrolle. Sie bestimmten, was ihre Kunden sehen. Sie haben sie mit Werbung zugeballert und bekommen, was sie wollten.

Aber die Zeiten haben sich geändert. Der digitale Wandel hat verändert, wie wir Menschen kommunizieren, und wie wir kaufen. Heute sind wir alle miteinander vernetzt.

Vorbei ist die Zeit, als du noch deinen potenziellen Kunden mit unrelevanten Anzeigen zubombardieren konntest. Heute hat dein Kunde die Macht:

kunde unternehmen machtverteilung

Heute recherchiert er online, bevor er eine Kaufentscheidung trifft. Heute ist er schon 2/3 mit seiner Kundenreise durch, bevor er dich kontaktiert.

Deshalb ist es wichtig, dass du bereits hier (also ziemlich früh) von deinem potenziellen Kunden gefunden wirst. Du solltest also nicht wie ein Unternehmer oder Marketer denken, sondern wie ein Journalist, Ratgeber oder Magazin.

Wie ziehst du potenzielle Kunden an?

Es fängt immer mit deinem potenziellen Kunden an. Nennen wir ihn Karl Kunde. 

Normalerweise ist seine Welt in Ordnung. Aber irgendwas bedrückt ihn. Er hat ein Problem (z.B. „Ich habe Rückenschmerzen“), oder er hat einen Wunsch (z.B. „Ich möchte mehr Umsatz machen“):

wie funktioniert content marketing kunde hat ein problem

Also macht er sich auf die Suche nach einer Lösung. Einige Unternehmen haben den digitalen Wandel immer noch nicht mitbekommen und arbeiten immer noch wie Marktschreier:

wie funktioniert content marketing unternehmen marktschreier 1

Doch Ute Unternehmerin ist anders. Sie hat den Megatrend erkannt und denkt sich: „Ich bin smart. Ich liefere meinem potenziellen Kunden kostenloses Zeug. Ich helfe ihm bei seiner Recherche":

wie funktioniert content marketing hier ist kostenloses zeug

Das freut Karl. Denn hier ist jemand, der hilft. Der unterstützt. Dem es scheinbar um sein Wohlergehen geht. Also schaut er sich das kostenlose Zeug an. Er beschäftigt sich damit und nebenbei auch gleichzeitig mit Utes Unternehmen. Karl baut langsam Vertrauen zu Utes Unternehmen auf. Er ist dankbar für die Hilfe. Er ist sogar begeistert.

Aber Karl ist nicht nur begeistert, er hat auch das Gefühl, dass er etwas zurückgeben muss. So sind wir Menschen gestrickt. Wie du mir, so ich dir. Deshalb erzählt er seinen Freunden und Kollegen davon. Plötzlich versammeln sich alle um Utes Unternehmen:

wie funktioniert content marketing kunde empfehlung

Plötzlich ist sie der Mittelpunkt. Sie hat es geschafft, dass ihre potenziellen Kunden freiwillig zu ihr kommen. Inbound Marketing lässt grüßen! 😉

Wie sieht das kostenlose Zeug im Detail aus?

In unserem Fall ist das kostenlose Zeug Content.

Es können aber auch kostenlose Tools sein. Dann ist das für mich aber kein Content Marketing.

Content ist Inhalt. Und dieser kommt in vielen verschiedenen Farben und Formen. Zum Beispiel als Blogartikel, Podcast-Episode, Video, Webinar oder PDF:

wie funktioniert content marketing content formate

Aber nur stumpf irgendwelche Medien zu erstellen bringt dich nicht weit. Du kriegst erst die gewünschten Vorteile, wenn sich dein Inhalt auf folgende drei Säulen stützt:

wie funktioniert content marketing content eigenschaften 1

Du musst also dafür sorgen, dass dein Inhalt relevant und nützlich ist. Aber da das Konsumieren von Content auch immer irgendwo mit Arbeit verbunden ist, hilft es enorm, wenn du währenddessen auch noch ein bisschen unterhältst. 

Wenn du alle diese drei Punkte erfüllst, dann sprechen wir von „gutem Content“.

Ein Tipp am Rande: Viele machen den Fehler und wollen gleichzeitig mit mehreren Medien starten. Fokussiere dich immer nur auf ein Content-Medium. Entweder Text, Audio oder Video. Starte mit einem, meistere es und gehe danach das nächste an, wenn du willst.

Dein gesamtes kostenloses Zeug sollte in einem Content Hub ruhen. Das ist das Zuhause deines Contents. Dort führen alle Straßen hinein. Es ist ein Ort, der nur dir gehört und über den du die Kontrolle hast.

Was musst du tun, nachdem du dein kostenloses Zeug erstellt hast?

Du musst es vermarkten. Egal ob es um kostenpflichtige Produkte und Dienstleistungen oder kostenlose Inhalte und Tools geht.

Du musst also aktiv dafür sorgen, dass es gefunden wird. Das geht nicht von alleine.

Heute gibt’s einfach so viele Informationen. Das ist wie eine graue Wolke. Deshalb muss Ute sich da durchkämpfen.

Das macht sie, indem sie zuerst ihrem Publikum, also ihren Followern und E-Mail-Abonnenten, Bescheid sagt:

wie funktioniert content marketing email marketing 

Auch wenn du jetzt denkst, dass du kein Publikum hast, hast du eins. Denke da mal an deine Familie, Freunde, Kollegen und Kunden. Das ist dein erstes Publikum, das du als Sprungbrett benutzt, um ein größeres Publikum anzuziehen.

Außerdem kannst du heutzutage immer jemanden Geld geben, um die Vermarktung deiner Inhalte zu beschleunigen. Dieser findet dann genau die richtige Zielgruppe für deinen Content.

Deshalb hat Ute auch einige Social Media Ads (wie z.B. Facebook-Anzeigen) und Search Ads (wie z.B. Google AdWords) geschaltet:

wie funktioniert content marketing paid promotion

Abschließend kannst, und solltest du auch, noch direkt zu Einflussnehmern gehen, die bereits das Publikum haben, das du erreichen möchtest. Das können z.B. Blogs, Magazine, Podcasts, Promis etc. sein.

Um ihren Content zu vermarkten, hat Ute einige Gastbeiträge geschrieben sowie ein paar Gastauftritte gehabt:

wie funktioniert content marketing gastbeitrag

Content Marketing setzt sich eben aus Content (also der Content-Erstellung), aber auch aus Marketing (also der Content-Vermarktung) zusammen. Vergiss das nie! 

Wie werden deine Besucher abschließend zu Kunden?

Viele denken, dass jetzt schon Schluss ist. Du ziehst mit Content die richtigen potenziellen Kunden an und irgendwie werden sie dann zu Kunden.

Dem ist aber nicht so. Was solltest du also tun?

Du solltest nicht nur darauf hoffen, dass deine Besucher irgendwie zu Kunden werden, sondern du solltest sie aktiv bitten, etwas zu tun.

Deshalb weist Ute Karl direkt auf die nächste Handlung hin. Dafür benutzt sie CTAs (Calls-to-Action):

wie funktioniert content marketing cta

Genauer gesagt brauchst du hier die Erlaubnis deinen potenziellen Kunden kontaktieren zu dürfen. Dann, wann du willst. Am besten fragst du hier immer mindestens nach der E-Mail-Adresse (hier mehr dazu).

Warum das Ganze? Weil dein Besucher sonst schnell wieder weg ist. Vielleicht für immer. Dann wäre die ganze Vorarbeit umsonst.

Danach sendet Ute regelmäßig frischen, nützlichen und relevanten Content:

wie funktioniert content marketing unternehmen regelmaessigkeit

Erst dadurch baut sie ein echtes Vertrauensverhältnis zu Karl auf. Das ist bei einem guten Freund bzw. einer guten Freundin ja genau so. Das geht nicht von heute auf morgen.

Und erst wenn das Vertrauensverhältnis gefestigt ist, dann macht Ute Karl auf ihre Produkte und Dienstleistungen Aufmerksam:

wie funktioniert content marketing unternehmen kostenpflichtig

Klingt alles schön und gut. Aber vielleicht fragst du dich jetzt:

Funktioniert Content Marketing auch für kleinere Unternehmen?

Jup!

Content Marketing ist nicht nur etwas für große Unternehmen mit großen Budgets und großen Teams. Gerade hier kannst du deine Größe zum Vorteil ausspielen.

Du bist nämlich viel näher an deiner Zielgruppe dran. Du hast noch direkten Kontakt zu deinen Kunden. Du kennst ihre Probleme, Wünsche und Bedürfnisse besser als jeder andere. Du kannst also Content erstellen, der sehr zielgerichtet und persönlich ist.

Auch sind kleine Unternehmen oft einfach viel kreativer und freier unterwegs. Du hast keine Bürokratie, keine langen Entscheidungsprozesse und keine Komitees! 😉

Außerdem bist du agiler und näher am Zeitgeist dran. Wenn ein Thema heiß ist, kannst du das sofort verarbeiten. Oder wenn du merkst, dass eine eingeschlagene Richtung nicht mehr funktioniert, kannst du sofort umschwenken. Von heute auf morgen.

Das alles können die Großen nicht.

Wenn du dann noch Evergreen Content erstellst (also zeitlose Inhalte, die auch nach Jahren noch relevant sind), kannst du vom Zinseffekt profitieren. Denn je mehr Content du erstellst, desto mehr Kunden wirst du im Endeffekt bekommen.

Ich mache das komplette Content Marketing für Chimpify noch selbst. Und wir gewinnen fast 100% unserer Kunden damit. Godfather Joe Pulizzi sagt auch, dass kleine Unternehmen die großen jedes Mal schlagen.

Fazit

Ich hoffe, dass ich dir erklären konnte, wie Content Marketing funktioniert. Einfacher geht’s wirklich nicht! 😉

Fassen wir aber noch mal kurz zusammen:

Du ballerst deine Kunden also nicht mit unrelevanten Anzeigen zu, sondern lieferst Informationen. Du fokussierst dich auf das Lösen ihrer Probleme. Dadurch baust du Vertrauen auf, weil du zuerst gibst, bevor du nimmst.

Diese Informationen, dieses kostenlose Zeug, musst du aktiv vermarkten. Dadurch kommen potenzielle Kunden überhaupt erst zu dir.

Sobald du Besucher angezogen hast, holst du dir die Erlaubnis, sie kontaktieren zu dürfen. Danach schickst du ihnen regelmäßig hochwertige Inhalte, die ihnen weiterhelfen. Durch die Regelmäßigkeit bist du immer da. Und baust dir so ein Publikum auf.

Wenn du dann eine echte Beziehung zu deinem Interessenten aufgebaut hast, kannst du ihn auf deine Produkte oder Dienstleistung hinweisen. Fertig.

Das Coole am Content Marketing ist auch, dass du dir damit eine Spirale aufbaust. Du schaust immer auf das Feedback und optimierst es immer mehr. Dadurch geht es immer weiter nach oben.

Content Marketing ist eben ein Flywheel. Du musst nur einmal damit anfangen. Und niemals damit aufhören.

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Warum du ohne Growth Mindset kein Wachstum mit Inbound Marketing erzielen kannst https://www.chimpify.de/marketing/growth-mindset/ https://www.chimpify.de/marketing/growth-mindset/#comments Mon, 06 May 2019 08:00:00 +0000 Growth Hacking Marketing Inbound Marketing https://www.chimpify.de/marketing/growth-mindset/ Weiterlesen

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Vor einigen Wochen gab ich einen Workshop.

Es war ein Growth Hacking Workshop für Studenten der Naturwissenschaften, die nebenbei ein Startup gegründet haben und von einem Inkubator gefördert wurden.

Wir sprachen über Retargeting.

Falls dir der Begriff nichts sagt: Retargeting ist die Möglichkeit, einen Cookie in den Browser deiner Webseiten-Besucher zu hinterlassen und sie durch Banner an ihren Besuch zu erinnern. Besonders praktisch bei Besuchern, die nach einem Produkt stöberten, aber nicht gekauft haben.

Große Augen starrten mich an. Den Teilnehmern war gerade klar geworden, warum sie von all diesen Bannern verfolgt werden.

Eine Teilnehmerin hielt sich erschrocken die Hand vor dem Mund.

Man sah ihr die moralische Zwickmühle an

„Ich könnte das nicht“, sagte sie.
„Was könntest du nicht?“, fragte ich.

„Mich so zu verkaufen“.
„Du verkaufst nicht dich, sondern dein Produkt.“

„Aber ich will das nicht.“
„Das ist nichts Schlimmes. Das ist Retargeting. Das ist Werbung.“

„Aber das fühlt sich trotzdem komisch an.“
„Ok.“, sagte ich abschließend.

Aber wenn du niemanden von deinem Unternehmen erzählst, wirst du keinen Erfolg haben. Dann kann dein Produkt noch so gut sein. Niemand außerhalb deines Bekanntenkreises wird davon erfahren. Und dann hast du kein Unternehmen, sondern ein Hobby. Was vollkommen in Ordnung ist - aber nicht der Sinn und Zweck, warum wir hier sind. Denn hier geht es um Wachstum.

Diese Unterhaltung war neu für mich.

Normalerweise spreche ich mit Gründern und Marketern, die nach Wachstum geradezu hecheln. Die begierig sind auf neue Strategien, Prozesse und Hacks, um mehr und schneller wachsen zu können. Die man davon abhalten muss, zu viel auf einmal machen zu wollen, da sie sonst in einem unsinnigen Aktionismus verfallen würden.

Manchmal ist weniger mehr

Aber hier hatte ich jemanden vor mir, für den Wachstum kein Muss, sondern eine Option ist.

Daran ist überhaupt nichts Verwerfliches. Im Gegenteil: es zeugt von Rückgrat und Überzeugung, wenn man weiß, was man nicht will. Ebenso wie wenn jemand leidenschaftlich für die Erfüllung seiner ambitionierten Ziele kämpft. Es ist eine Frage der Mentalität. Des Mindsets.

Nehmen wir beispielsweise den von mir sehr geschätzten Blogger und Coach Paul Jarvis, der ein Buch mit dem vielsagenden Titel: „Company of one: why staying small is the next big thing for business“ veröffentlicht hat.

Er hat ein stabiles Einkommen durch den Verkauf seiner Online-Kurse und lebt einen vergleichsweise minimalistischen Lebensstil irgendwo in Westkanada.

Er sträubt sich mit Haut und Haar gegen wirtschaftliches Wachstum, weil er zufrieden mit dem Status quo ist.

Auch ohne Selfies von den Malediven. Oder Videos in einem Lamborghini.

Tatsächlich gibt es nicht wenige Ratgeber, die einen minimalistischen Lebensstil als ein sehr erstrebenswertes Ideal darstellen. Denn je weniger man besitzt, desto weniger Ablenkung hat man im Leben.

Warum?

Wenn ich keine Playstation habe, muss ich mir nicht den Kopf zerbrechen, wie ich genügend Zeit einräume, um Read Dead Redemption 2 zu spielen! 😉

Oder wenn ich nicht alle 10 Minuten ein Live-Video poste, muss ich mich nicht über Trolle und Hater ärgern - und kann mich stattdessen auf die Qualität meines Produkts fokussieren.

Cal Newport schreibt in seinem Bestseller „Deep Work“, dass lange Phasen des konzentrierten und ungestörten Arbeitens Gold wert sind. Denn nur durch absoluten Fokus kann etwas wirklich „Wahres“ von hoher Qualität entstehen.

Aber hier ist die Krux:

Wachstum liegt in der Natur der Menschen

Und zwar im wortwörtlichen Sinne. Denn wir vermehren uns - auch wenn wir nicht mehr genügend Platz und Ressourcen für uns alle auf diesem Planeten haben.

Wir wachsen geistig, indem wir uns ständig neue Herausforderungen suchen. Jede wissenschaftlich relevante Erkenntnis wirft nur noch mehr Fragen auf.

Wir wachsen physisch und jagen immer neuen Rekorden hinterher.

Usain Bolt war nicht damit zufrieden, die 100 Meter ziemlich schnell zu laufen. Er wollte der schnellste Mann der Welt sein.

Michael Jordan ist nicht bekannt dafür geworden, einen Ball meistens durch einen Korb werfen zu können.

Und wir bewundern Maryl Streep nicht dafür, weil sie ganz ordentlich schauspielern kann, sondern weil sie 21 mal für den Oscar nominiert war (und dreimal gewonnen hat).

Auch wirtschaftlich sind wir aktuell auf Wachstum angewiesen, denn Kapitalismus (und sei die Marktwirtschaft auch noch so sozial) funktioniert nicht ohne Wachstum. Wer sein Geld nicht vermehrt, sondern es unter der Matratze liegen lässt, der verlierst sein Vermögen, Cent für Cent. Denn die Staaten drucken immer mehr Geldnoten, was zu einer Wertminderung führt.

Bis auf wenige Ausnahmen haben sich alle Länder diese Welt einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung verschrieben. Und sogar das „kommunistische“ China ist davon abhängig, dass die Wirtschaft beständig wächst - nicht zu sehr, aber vor allem nicht zu wenig.

Ist man also wirtschaftlich aktiv, sollte man Wachstum nicht verfluchen oder sich davor erschrecken. It’s part of the game! 🏀

Denn selbst wenn deine Ziele bescheiden sind und du nur ein kleines Unternehmen mit stabilem Umsatz etablieren möchtest, musst du doch immerhin zu diesem Status wachsen.

„Growth“: Nur ein weiteres Buzzword?

„Growth“ ist ein aktuelles Modewort für Wachstum. Ebenso wie „Hustle“, „Grind“ oder auch „hacken“.

Viele junge Unternehmer nutzen es gerne, um ihre Strebsamkeit trotz etwaiger Widrigkeiten zu veranschaulichen. Man macht sich die Hände schmutzig, man nutzt jede Chance und man verlässt auch gerne die etablierten Pfade, um den Wachstum des eigenen Unternehmens anzukurbeln.

Und auch das Thema meines Buches und Online-Kurses „Growth Hacking“ ist moralisch nicht verwerflich, denn Kreativität und Mut entspricht ebenso dem menschlichen Ideal - solange sich dieses Streben nicht gegen oder zu lasten der Mitmenschen richtet.

Schnelles Wachstum ist nicht ohne Risiko

Auch solltest du Wachstum um des Wachstums willen (das Leitmotiv von Krebs) vermeiden und nicht jedem Kunden hinterher jagen.

Nicht etwa, weil du Gefahr läufst zu scheitern, sondern weil die Kapazitäten oftmals gar nicht ausreichen. Als Coach z.B. ist deine Zeit begrenzt und weil du dich nicht klonen kannst, ist die maximale Anzahl deiner Kunden limitiert.

Aber auch wenn du bspw. Produkte verkaufst, musst du die Lager- und Versandkapazitäten entsprechend der Nachfrage anpassen.

Selbst beim Verkauf eines digitalen Produktes wie bspw. einer App kannst du nicht unbegrenzt wachsen, ohne die Kapazitäten deiner Server und das Personal der IT-Sicherheit oder des Customer Support anzupassen. Diese leidvolle Erfahrung mussten einige Startups machen, die durch einen Auftritt in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ sehr schnell sehr viel Aufmerksamkeit erlang haben.

Aber Growth ist nicht nur Wachstum im quantitativen Sinne - es steht auch für Entwicklung, für qualitatives Wachstum. Und dieses Wachstum sollte von jedem angestrebt werden.

Nicht mehr Kunden, sondern höherpreisige und zufriedenere Kunden. Nicht Wachstum um jeden Preis. Das Leitmotiv und Titel von Grant Cadones Bestseller „The 10X Rule“ ist mit Vorsicht zu genießen. Insbesondere hier in Europa, wo die meisten von uns ein anderes Verständnis von „gesundem Wachstum“ und menschlicher Marktwirtschaft haben.

Bitte nachmachen: Das Growth Mindset

Carol S. Dweck ist Professor für Psychologie an der Stanford University. In ihrem Bestseller „Mindset - Changing The Way You think To Fulfil Your Potential“ beschreibt sie zwei unterschiedliche Mentalitäten: das Fixed Mindset und das - wer hätte das gedacht - das Growth Mindset:

Growth Mindset Infografik

Im Kern geht es darum, das Menschen mit einem Fixed Mindset glauben, dass die Dinge „in Stein gemeißelt“ wären.

Entweder bist du gut im Sport, oder nicht. Entweder du bist schlau, oder nicht. Entweder du bist eine gute Führungspersönlichkeit, oder nicht. „Alles Begabung, Talent und Veranlagung“.

Problematisch wird es dann, wenn Menschen mit diesem Mindset den Erwartungen nicht mehr entsprechen können - seien es die Erwartungen anderer der eigenen. Denn wenn du trotz hoher Begabung scheiterst, bist du in einer Sackgasse.

Für die Menschen mit einem Growth Mindset - um die Worte von T.E. Lawrence aka Lawrence von Arabien zu verwenden - steht nichts geschrieben:

Sie glauben daran, dass sie sich jederzeit verändern können, dass sie wachsen können.

Egal wie gut oder schlecht du in einer Sache bist: durch Lernen und harte Arbeit kannst du jeden Tag ein bisschen besser werden. Dein einziger Gegner ist dein gestriges Ich. Und solange du dieses gestrige Ich überwinden kannst, gewinnst du.

In vielen Studien hat Dr. Dweck bewiesen, dass es nicht nur Menschen mit dem einen oder dem anderen Mindset gibt, sondern dass wir immer wieder zwischen den beiden Mentalitäten wechseln. Je nach Situation.

Vielleicht hast du ein Growth Mindset in Sachen Unternehmertum und zeichnest dich als herausragende Führungspersönlichkeit aus, die der persönlichen Entwicklung der Mitarbeiter oberste Priorität einräumt. Aber sobald es um die Kindererziehung geht, verfällst du vielleicht in das Fixed Mindset und lobst die guten Noten deiner Kinder, statt des Lernprozesses.

Möchtest du also wirtschaftlich erfolgreich sein - und nur du definierst, was „Erfolg“ ausmacht - dann empfehle ich dir ein Growth Mindset. Denn nur damit wirst du langfristig Erfolg haben. Du wirst dich, dein Unternehmen und deine Mitarbeiter weiterentwickeln. Du wirst neue Erfahrungen suchen, dich in unbekanntes Terrain bewegen, du wirst Fehler machen - aber trotzdem ist es die bessere Alternative zum Fixed Mindset.

Denn Wachstum und Weiterentwicklung entsprechen unserem menschlichen Naturell und bringen dich als Individuum und uns als Gesellschaft weiter.

Wie sieht das Growth Mindset im Inbound Marketing aus?

Content Marketing ist kein neues Thema. Laut Google Trends sorgt es in Deutschland seit 2012 für Gesprächsstoff. Und auch das Suchvolumen für Inbound Marketing zog seitdem an.

Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass es mittlerweile Content wie Frühstücksflocken im Regal gibt: zu viel Auswahl und zu austauschbare Inhalte.

Es reicht definitiv nicht mehr aus, einfach Content zu erstellen und damit Erfolg zu haben. Willst du gesehen, gelesen oder gehört werden, musst du dich vom Wettbewerb abheben - und genau da kommt das Growth Mindset ins Spiel!

Du willst einen Content Hub (Blog, Podcast oder Video-Kanal) aufbauen, hast aber noch wenig Erfahrung oder nicht genügend Ressourcen? Denke nicht „Ich kann das nicht“, sondern „Ich kann das noch nicht“ - und lerne, während du es tust. Du wirst nicht gleich beim ersten Mal einen Artikel raushauen, der die Google Charts erobert - aber du wirst mit jedem Artikel ein wenig besser werden. Akzeptiere und genieße die Lernkurve!

Bevor du zu viel Zeit in die Recherche steckst: leg los! Wer nicht anfängst, kann nicht fertig werden. Wenn es beispielsweise um einen Blogartikel geht, kann es dein Ziel sein, einen „shitty first draft“ zu schreiben. Also einen ersten Entwurf, der nicht so gut ist, wie du ihn gerne hättest - aber der komplett ist. Du kannst ihn anschließend überarbeiten. Wichtig ist, dass du dein Projekt auf die Straße bringst und kontinuierlich besser wirst!

Lass dich nicht von einem Experten auf deinem Gebiet einschüchtern oder gar davon abhalten „dein Ding“ zu machen! Der Kuchen ist groß genug. Lass dich stattdessen von seinem bzw. ihrem Erfolg inspirieren! Denn er ist ein Beweis dafür, dass es überhaupt einen Markt gibt.

Ebenso gibt es kein Gesetz, dass dir vorschreibt, wie du deinen Funnel aufbaust oder deine Blogartikel strukturierst - allenfalls empfehlenswerte Richtlinien (wie hier zum Beispiel). Lass deiner Kreativität trotzdem freien Lauf und heb dich durch deinen individuellen Stil vom Wettbewerb ab!

Fazit

Wachstum um des Wachstums willen, sollte nicht dein Leitmotiv sein. Schon gar nicht exponentiell. Nimm dir also die Zeit, deine Ziele in Ruhe zu definieren (und lass dich dabei nicht von anderen beeinflussen).

Nicht jedes Startup möchte das nächste Unicorn werden. Nicht jeder Coach muss ganze Hallen füllen, um das Leben seiner Kunden positiv zu beeinflussen. Nicht jedes Video muss ein viraler Hit werden, um zu funktionieren.

Klar, eine Vision - insbesondere eine unerreichbare - kann die Karotte sein, die du dir selbst vor die Nase hältst, um jeden Tag dein bestes zu geben. Aber wenn du dir auf deinem Weg nicht auch realistische Meilensteine setzt, wirst du nicht lange durchhalten.

Beim Growth Mindset geht es im Kern darum, dass du alles erlernen kannst. Und das nichts in Stein gemeißelt ist.

Deshalb solltest du dir angewöhnen, Dinge einfach auszuprobieren ... und so zu testen, was funktioniert und was nicht. Dadurch wirst du ständig lernen, und somit wachsen. Egal in welchem Bereich.

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13 unschlagbare Vorteile, die Content Marketing mit sich bringt https://www.chimpify.de/marketing/vorteile-content-marketing/ https://www.chimpify.de/marketing/vorteile-content-marketing/#comments Mon, 08 Apr 2019 08:00:00 +0000 Content Marketing https://www.chimpify.de/marketing/vorteile-content-marketing/ Weiterlesen

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Ich liebe Content Marketing. Wirklich!

Was Content Marketing ist, haben wir bereits im vorherigen Beitrag geklärt. Kurz gesagt: Content Marketing ist Marketing mithilfe von kostenlosen Inhalten, die Mehrwert liefern.

Ich mache Content Marketing seit 2012 und verdanke dieser Marketingform sehr viel. Egal ob es um die ganzen Menschen geht, die ich dadurch kennenlernen durfte, die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben haben, oder schlicht und einfach um das Gefühl, etwas Gutes zu tun und nebenbei Marketing zu machen, das für Wachstum sorgt.

Ich mein hey, hätte ich nicht mit Content Marketing angefangen, würde es jetzt kein Chimpify geben! 😉

Wenn du immer noch kein Content Marketing machst und dir nicht sicher bist, ob es das Richtige für dich ist, dann wird dieser Beitrag dir den Schubs in die richtige Richtung geben.

Da Content Marketing ein Bestandteil von Inbound Marketing ist, decken sich die Vorteile natürlich. Aber schauen wir uns trotzdem die reinen Content-Marketing-Vorteile genauer an.

1. Mehr Markenbekanntheit

Indem du regelmäßig nützliche Inhalte veröffentlichst, bekommst du fast automatisch mehr Sichtbarkeit. Denn damit hast du etwas Handfestes, um deine potenziellen Kunden anzuziehen.

Das sind quasi deine Anzeigen. Nur in gut.

Außerdem erschaffst du mit der Zeit eine Identität. Das ist nämlich ein oft übersehener Punkt: Wenn du bestimmte Werte in deine Inhalte packst und diese regelmäßig auf dein Publikum „einhämmerst“, wird ihnen irgendwann sehr klar, wofür deine Marke steht. Und sie werden sich damit verbunden fühlen, wenn sie diese Werte auch teilen.

Content Marketing ist einfach eine tolle Methode, um aus der Masse herauszustechen. Viele Märkte werden immer gesättigter und deine potenziellen Kunden haben immer mehr Auswahl. Deshalb musst du heute demonstrieren, dass du dich kümmerst. Und das machst du, indem du ihnen hilfst. Indem du sie unterrichtest. Indem du sie besser machst.

2. Mehr Rankings

Wenn du gutes Content Marketing betreibst, werden deine Inhalte in der Suchmaschine gefunden. Du wirst also ganz nach Inboundmanier gefunden.

Google ist besessen davon, seinen Nutzern eine optimale Sucherfahrung zu bieten. Hochwertige Inhalte sind hier der beste Weg um mitzuspielen. Wenn du die Probleme deiner Zielgruppe löst und ihre Fragen beantwortest, werden sie dich lieben. Und die Suchmaschine auch.

Jeder neue Beitrag, den du veröffentlichst, ist eine neue indexierte Seite in der Suchmaschine. Mehr Seiten im Index heißt zwar nicht automatisch mehr Traffic, denn die Qualität spielt hier eine entscheidende Rolle. Dennoch ist es am Ende ein einfaches Zahlenspiel: 

Mehr geile Inhalte sorgen für mehr geile Rankings.

Vor allem, wenn du Longtail Keywords verwendest, sollte es nicht so schwer sein damit zu ranken.

Außerdem erhält richtig guter Content Inbound Links von anderen relevanten, autoritären und vertrauenswürdigen Quellen. Diese Links werden die Domain Authority deiner gesamten Webseite stärken, was wiederum alle deine alten und neuen Inhalte besser ranken lässt.

Deshalb gehöre ich auch zu denen, die sagen: Content Marketing = moderne SEO. Jetzt werden mich die SEOs bestimmt lynchen wollen. Aber das ist so eine 80/20-Denke. Und gerade als kleineres Unternehmen hast du oft auch gar keine andere Wahl.

3. Mehr Traffic

Erstelle einen Content Hub und großartigen Content. Dadurch wirst du in der Suchmaschine und auf Social Media gefunden. Dadurch kommen die Menschen zu dir. In Strömen.

Zuerst tröpfchenweise. Aber dann wie ein Wasserfall.

Und wenn deinen Besuchern gefällt, was sie sehen, dann teilen sie deine Inhalte, was für noch mehr Traffic sorgt.

Ein weiterer großer Vorteil ist, dass du potenzielle Kunden anziehst, die noch gar nicht wussten bzw. realisiert haben, dass sie ein Problem haben. Mit Content Marketing kannst du es ihnen bewusst machen.

4. Mehr Leads

Wenn dein öffentlicher Inhalt gut ist, will dein Besucher noch mehr. Er will noch mehr weiterführenden Content.

Hier kommt dein Call-to-Action und geschlossener Content ins Spiel. Du machst also eine direkte Handlungsaufforderung und bietest als Gegenleistung einen Leadmagneten (wie z.B. kostenlose Updates, ein E-Book oder eine Checkliste) an.

Sobald du die Kontaktdaten (mindestens die E-Mail) hast, kannst du deinem Interessenten regelmäßig weitere nützliche Inhalte senden, so langsam ein Vertrauensverhältnis aufbauen und ihn so bei seiner Wissens- bzw. Kundenreise begleiten.

Oder einfach gesagt: Du führst ihn durch deinen Sales Funnel.

Content Marketing bringt dir aber nicht nur mehr Leads, sondern vor allem die richtigen Leads! Du arbeitest nämlich mit einer Filterfunktion. Das heißt, der Fokus auf deine Buyer Persona, die Auswahl deiner Inhalte, die Art, wie du deine Inhalte vermittelst und deine Werte, die du dort reinpackst, sorgen dafür, dass fast nur deine perfekten Kunden bei dir landen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass du hier auch einen Return bekommst, nachdem du etwas veröffentlicht hast. Alter Evergreen Content wird immer noch in den Suchmaschinen gefunden und auf Social Media geteilt. Je mehr alte Inhalte du hast, desto mehr Leads bekommst du. Ist bei uns ganz genau auch so.

5. Mehr Umsatz

Mit Content Marketing werden deine potenziellen Kunden auf deiner Webseite landen und so zwangsläufig von deinen Produkten und Dienstleistungen erfahren.

Aber hier geht Content Marketing noch einen Schritt weiter. Die meisten deiner Kunden werden noch nicht kaufbereit sein, wenn sie dich finden. Deshalb begleitest du sie hier mit Inhalten auf ihrer Kundenreise. Ohne Druck. Am besten nach ihrem Tempo.

Du baust also langsam eine Beziehung zu deinem Publikum auf, und diese führt am Ende zu einem Verkauf. Content Marketing passt sich also ganz natürlich der Psychologie und dem Kaufverhalten deiner Kunden an.

6. Mehr Vertrauen

Du hilfst deinen potenziellen Kunden bei ihren Problemen und löst ihre Schmerzen. Du machst ihre Welt besser. Und je mehr Mehrwert du lieferst, desto mehr Vertrauen baust du auf.

Je mehr du gibst, desto mehr bekommst du.

Das liegt am Gesetz der Reziprozität. Wie du mir, so ich dir. Das ist tief in unserer DNA verankert. Das ist einfach menschlich.

Wenn du dich dann noch ernsthaft um dein Publikum kümmerst und es wertschätzt (indem du z.B. auf jeden Kommentar reagierst), baust du mit der Zeit eine Community auf, die deine Markenbekanntheit noch weiter trägt.

Gerade Selbständige, Startups und kleine Unternehmen können hier ihre Größe zum Vorteil nutzen. Das ist das, was die großen Unternehmen nicht so gut können: Persönlich sein. Gesicht zeigen. Echt und authentisch sein. Menschen bauen Beziehungen zu Menschen auf, nicht zu Unternehmen. Persönlichkeit ist eine USP. Denn niemand ist genau so wie du.

7. Mehr Glaubwürdigkeit

Wenn du Wissen und Informationen veröffentlichst und somit die Probleme deiner Zielgruppe löst, stärkt dich das als glaubwürdige Quelle in deiner Branche.

Durch das regelmäßige Veröffentlichen von nützlichen Inhalten passiert nämlich Folgendes:

Du behauptest nicht, dass du Expertise hast. Du demonstrierst sie.

Wenn du also als Experte in deinem Fachgebiet wahrgenommen werden möchtest, dann lass es deine Kunden mit gutem Content wissen! 😉

8. Mehr Autorität

Jeder richtet sich nach Thought Leadern in seiner Branche, die einen bei seinen Herausforderungen helfen und relevante Informationen, Ideen und Inspirationen liefern.

Indem du regelmäßig erstklassige Inhalte veröffentlichst, wird dein Unternehmen mit der Zeit als Autorität wahrgenommen. Wenn du dein Wissen und deine Integrität bewiesen hast, wirst du zum Leuchtturm, an dem sich andere orientieren.

Dann bist du die „Go to“-Ressource in deine Branche. Dann giltst du als Experte auf dem Gebiet. Wenn das so weit ist, dann hast du gewonnen. Denn dann schenken dir deine Kunden freiwillig ihre Aufmerksamkeit.

Außerdem bekommst du von anderen Experten Respekt und Anerkennung. Das ist auch noch mal ganz nett.

9. Du wirst immer besser

Vor jeder Content-Erstellung solltest du solide Content-Recherche betreiben. Das heißt, du solltest andere Inhalte konsumieren und Ideen, Informationen, Statistiken, Studien und Expertenmeinungen sammeln. Dadurch wirst du gezwungen, tief in dein Thema einzutauchen und dir andere Blickwinkel anzuschauen.

Außerdem machst du deine Expertise öffentlich. Das erzeugt zusätzlich Druck und sorgt dafür, dass deine Aussagen solide, richtig und gut recherchiert sind.

Das Schöne am Content Marketing ist auch, dass es ein Dialog ist. Und keine einseitige Kommunikation wie beim klassischen Outbound Marketing. Deine Kunden geben dir direktes Feedback (indem sie es dir sagen) oder indirektes Feedback (durch ihre Handlungen). Dadurch lernst du dein Publikum immer besser kennen und erstellst immer bessere Buyer Personas, Inhalte und natürlich auch Produkte und Dienstleistungen.

10. Du kannst kreativ sein

Ein Roman, ein Song, oder auch ein Kinofilm. Alles ist Content. Und auch wenn du Content erstellst, um Marketing zu machen, erstellst du trotzdem Content.

Deshalb ist Content Marketing auch eine Kunst.

Für mich ist jeder Beitrag ein eigenes kleines Kunstwerk. Das ist mehr als im Endeffekt nur „mehr Traffic, mehr Leads und mehr Kunden“. Jeder Inhalt ist ein Mini-Produkt, das in sich bereits schön und vollendet ist.

Gehe hier noch einen Schritt weiter und verbinde deine fachlichen Themen mit der Popkultur (z.B. „Was du von der Cosmopolitan über Überschriften lernen kannst") und schon hast du ein kleines Meisterwerk erschaffen, das nicht nur unterrichten, sondern auch unterhält! 😉

Momentan verbringe ich 50% meiner Zeit mit dem Erstellen von Content ... und liebe es! Ich lese viel dazu, ich schreibe viel dazu, ich tauche richtig tief ein und tobe mich richtig aus. Und nebenbei mache ich noch Chimpify bekannt. Was will ich mehr?

11. Du brauchst kein Startkapital

Für viele klassische Marketingformen wie z.B. Fernsehwerbung oder Pay-per-Click (PPC) brauchst du Startkapital, um den Ball ins Rollen zu bringen.

Genau das ist der große Vorteil beim Content Marketing: Du brauchst kein Startkapital. Nur deine Zeit und Kreativität wird verlangt. Und ein bisschen Geduld. Das sind Ressourcen, die gerade wir Kleinen haben, nicht wahr? 😉

Ja, kapitalintensive Marketingformen bringen in der Regel kurzfristig Erfolge. Verlangen aber eben auch Geld. Content Marketing braucht da wesentlich länger (ca. 6 Monate), aber ist dafür langfristig günstiger.

Außerdem ist es einfacher mit Content Marketing zu starten, als z.B. mit PPC. Ich habe das mal vor einer Ewigkeit bei einer Rocket-Internet-Tochter gemacht und weiß noch, wie kompliziert das war. Die Einstiegshürde ist hier wesentlich höher. Und auch das Risiko, dass du sinnlos Geld verbrennst.

12. Du erschaffst einen Vermögenswert

Kapitalintensive Marketingformen haben ein Problem: Sobald du den Hahn zudrehst, geht dein Umsatz zurück. Beim Content Marketing nicht. Es liefert einen ROI, auch nachdem du veröffentlicht hast. Sogar vor allem danach.

Denn beim Content Marketing erschaffst du einen Content Hub, der mit Evergreen Content befüllt sein sollte. Das heißt, du erstellst zeitlose Inhalte. Diese brauchen dann ein bisschen, bis sie ranken und in den sozialen Netzwerken geteilt werden. Aber danach bringen sie immer wieder Besucher, Leads und im Endeffekt Kunden.

Damit erschaffst du ein Content-Archiv, das einen Vermögenswert in sich hat. Es ist quasi wie ein unabhängiges Magazin, das du getrennt von deinem Unternehmen verkaufen könntest.

Jeder neue Content macht deinen Content Hub größer und somit wertvoller. Deshalb ist Content Marketing keine Ausgabe, sondern eine Investition, die Zinseszins bringt. Denke mal darüber nach.

13. Mehr Menschlichkeit

Mit Content Marketing erzählst du Geschichten und teilst Werte, die dir wichtig sind. Damit ziehst du Menschen an, die die Welt genau so sehen.

Außerdem gibt Content Marketing deinem Unternehmen eine Stimme. Gerade mehrere Autoren haben oft unterschiedliche Schreibstimmen und wirken dadurch sehr authentisch. Das ist gut für dich, weil der eine eben lieber mit diesem Autor connected, und die eine lieber mit dem anderen.

Dadurch baust du langfristig ein Publikum auf, das immer größer wird (mit den unterschiedlichen Schreibstimmen kannst du es hier sogar noch maximieren). Deshalb ist Content Marketing auch perfekt, um eine Bewegung zu starten.

Am Ende kannst du einfach deine menschliche Seite zeigen ... und einfach Mensch sein. Es ist eben ein Geben und Nehmen. Und sich am Lagerfeuer austauschen. All das, was wir schon immer gemacht, nur irgendwie vergessen haben.

Fazit

Ich hoffe, mein Beitrag hat dir Content Marketing schmackhaft gemacht. Jetzt müsstest du sicher sein, dass es das Richtige für dich ist.

Wenn du Content Marketing betreibst, werden deine Inhalte in der Suchmaschine gefunden und auf Social Media geteilt. Dadurch wird dein Unternehmen bekannter und du erhältst mehr Traffic und Leads. Durch die Regelmäßigkeit baust du Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Autorität auf. Dank dieser Beziehung zu deinem Publikum führt das am Ende fast automatisch zu mehr Umsatz und Wachstum.

Außerdem wirst du nicht nur besser, in dem was du tust, sondern brauchst auch kein Startkapital und erschaffst einen wahren Vermögenswert.

Zusammenfassend gesagt: Kurzfristig bringt es dir mehr Traffic, Leads und Umsatz. Langfristig baust du eine echte Marke auf.

Aber am Ende macht Content Marketing das Marketing menschlicher. Deshalb brauchen wir mehr davon.

Und wie das alles im Detail funktioniert, das besprechen wir im nächsten Beitrag. Stay tuned!

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Was ist Content Marketing eigentlich genau? Und warum ist es überhaupt nichts Neues? https://www.chimpify.de/marketing/was-ist-content-marketing/ https://www.chimpify.de/marketing/was-ist-content-marketing/#comments Mon, 11 Mar 2019 08:00:00 +0000 Content Marketing https://www.chimpify.de/marketing/was-ist-content-marketing/ Weiterlesen

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Content Marketing ist eigentlich nichts Neues.

Denn beim Content Marketing geht’s im Kern um Geschichten. Und um Informationen.

Geschichten haben wir Menschen uns schon immer am Lagerfeuer erzählt, seit dem wir die Sprache erfunden haben. Mit Geschichten haben wir unser Wissen, Lektionen und die Sicht auf die Welt weitergeben.

Das war einfach der beste Weg, um Informationen auszutauschen und sie sich zu merken.

Deshalb springt auch heute noch unsere Aufmerksamkeit sofort auf eine gute Geschichte. Es ist quasi fest in unserer DNA verankert.

Du merkst schon, das Thema ist fundamentaler Natur. Schauen wir uns daher die Entstehungsgeschichte einmal genauer an.

Wie ist Content Marketing entstanden?

Seit dem es Höhlenmalereien und Geschichten am Lagerfeuer gibt, gibt es auch „Content Marketing“.

Aus diesen Geschichten wurde aber erstmal Empfehlungsmarketing. Wenn du der beste Schmied in der Region warst, hat sich das herumgesprochen.

Dann kam die Druckerpresse und so kam es dazu, dass 1733 Benjamin Franklin die erste Ausgabe von „Poor Richard’s Almanack“ herausgebrachte:

poor richards almanach

Er liefert nützlichen Inhalt ... und unten steht „zufällig“, dass sein Unternehmen das gedruckt hat und wo man es findet.

1895 hat John DeereThe Furrow Magazin“ herausgebracht. Dort gab es ehrliche Tipps für Landwirte. Dadurch bauten sie Vertrauen und Nähe auf, und verkauften so mehr Traktoren und Co.

Ab 1930 gab es dann die ersten Seifenopern im Radio und im Fernsehen:

Valiant Lady Flora Campbell Bonnie Sawyer 1956

Diese hatten am Ende immer einen Cliffhanger und eine dramatische Story, die es früher nur in einer Oper gab. Procter & Gamble kam hier auf die geniale Idee, einfach selbst den kompletten Inhalt für ihre Zielgruppe (damals Hausfrauen) zu erstellen ... und so selbst zum Medienunternehmen zu werden. Und rate mal, was es in den Sendepausen gab? Genau: Werbung für Seife. Daher auch der Name! 😉

1967 brachte Hasbro dann G.I. Joe heraus. Die Idee dahinter war, Action-Figuren inklusive Comic-Bücher herauszubringen, um ihren Figuren eine Hintergrundgeschichte zu geben. Da es rechtliche Probleme beim Schalten von Fernsehwerbung gab (da es sich um Kinderspielzeug handelte), entschieden sie sich, sich nur auf die Story (die Comics), und nicht auf das Produkt (das Spielzeug), zu fokussieren:


Sieben Jahre später war es einer der stärksten Comics von Marvel (die es für Hasbro erstellt haben).

Apropos Marvel: Sie verdienen mit den Filmen und dem Merchandise mehr als mit den Comics. Die Comics sind nur das Content Marketing. Sie sind also gar nicht im Comic-Business, sondern im Merchandise- und Film-Business! 😉

Um die Jahrtausendwende kam das Internet und die sozialen Netzwerke. Jetzt war Content für jeden sofort zugänglich und teilbar. So kam es dann 2005 zum ersten viralen Video der Geschichte:


Da Backup-Systeme für Unternehmen ein langweiliges Thema ist, hat das IT-Unternehmen LiveVault ein lustiges Video mit John Cleese (bekannt aus Monty Python) herausgebracht. Es ging viral und machte das Unternehmen bekannter.

Ungefähr zu dieser Zeit gab es auch die ersten privaten Blogs. Irgendwann kamen dann auch Unternehmen auf die Idee, Blogs für Marketingzwecke zu benutzen und die Corporate Blogs waren geboren. Microsoft war hier erstaunlicherweise mit Channel 9 der erste.

Seit 2012 zeige ich auch, wie man „professionelles Bloggen“ betreibt. So haben wir es früher genannt. Heute nennen wir es einfach „Content Marketing“.

Was ist Content Marketing genau?

Fangen wir zuerst mit Content an. Content ist Inhalt. Klar. Aber was ist das genau?

Content ist die Materie, die einen leeren Raum befüllen kann. Es ist der Inhalt, der in ein Medium gesteckt wird.

Einfach ausgedrückt: Content sind Informationen. Diese nimmt der Mensch auf. Daraufhin werden Emotionen geweckt. Und diese führen wiederum zu einer Handlung.

Deshalb sollte das, was in dem Medium steckt, relevante und nützliche Informationen liefern und/oder Entertainment bieten.

Du musst eben zuerst etwas Wertvolles (Content) bieten, um etwas Wertvolles (Aufmerksamkeit) zu erhalten. Erst dadurch wird es zu einem effektiven Werbemittel. Und genau dann sprechen wir vom Content Marketing.

Deshalb sage ich auch einfach immer:

Content Marketing ist Marketing mithilfe von kostenlosen Inhalten, die Mehrwert bieten.

Sprich: Du erstellst und verbreitest kostenlose Inhalte (z.B. ein Blogartikel, E-Book, Video etc.) und machst damit dein Unternehmen bekannt, verkaufst etwas und sorgst für eine dauerhafte Kundenbindung.

Der große Unterschied beim Content Marketing liegt hier aber darin, dass es nicht dein Ziel ist, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu bewerben, sondern deinen Inhalt. Du gehst also einen kleinen Umweg. Dein Inhalt ist aber eng mit deiner Lösung verwandt und hat das Ziel, Mehrwert zu liefern und langsam eine Beziehung zu deinem Kunden aufzubauen.

Wenn du eine lexikonartige Definition haben möchtest, dann sieht sie so aus: „Content Marketing ist die Erstellung und Vermarktung von kostenlosen Inhalten, die Mehrwert liefern, um ein bestimmtes Publikum anzuziehen, sich mit ihnen zu verbinden und abschließend einen Verkauf zu erzielen.“

Content löst also die Probleme deiner Zielgruppe, macht dadurch ihre Welt besser und unterstützt dich bei deinen Unternehmenszielen. Ist das nicht geil?!

Warum ist Content Marketing so wichtig?

Früher hatte der Anbieter die Kontrolle. Er besaß die Message und die Informationen. Wenn du eine Lösung haben wolltest, hast du von den Massenmedien davon erfahren und musstest dich von einem Verkäufer beraten lassen. Egal ob B2B (z.B. eine Werksmaschine) oder B2C (z.B. einen Fernseher).

Heute wird traditionelles Marketing aber immer weniger effektiv. Deine Kunden wollen einfach keine Werbung mehr sehen. Sie wollen nicht mehr unterbrochen werden und haben Wege gefunden, die Werbung zu umgehen.

Deshalb hängen sie heute in sozialen Netzwerken ab. Oder suchen nach einer Lösung für ihr Problem in der Suchmaschine. Heute haben sie die ganzen Informationen. Und oft sind sie sogar besser informiert als der Verkäufer.

Heute hat dein Kunde die Kontrolle. Nicht du.

Da dein Kunde so gut informiert ist und den größten Teil seiner Kundenreise alleine unternimmt, musst du irgendwie auf seinen Radar kommen. Wie stellst du das an? Indem du von ihm gefunden wirst. Und genau da kommt dein hochwertiger Content ins Spiel. Hallo Inbound Marketing! 😉

Wie sieht Content Marketing konkret aus?

Was brauchst du, um damit zu starten? Ganz einfach: einen Content Hub. Ein Ort, wo dein Inhalt ruht. Ein Content-Archiv quasi.

Du solltest also nicht stumpf und strukturlos Content erstellen. Nein, du brauchst ein Zentrum. Du brauchst etwas, wo alle Wege hinführen und wo deine Kunden mit dir interagieren können. Genau so wie früher alle Straßen nach Rom geführt haben und sich die Leute dort auf dem Marktplatz unterhalten haben.

Also solltest du dir zuerst überlegen, was für einen Hub du erstellen möchtest. Dabei hast du folgende Möglichkeiten zur Auswahl:

1. Blog

Content-Typ: Text

content hub blog

2. Podcast

Content-Typ: Audio

content hub podcast

3. Video-Kanal

Content-Typ: Video

content hub video kanal

4. Membership

Content-Typ: Kurse + Community

content hub membership

Es gibt noch weitere Content-Formate (wie z.B. E-Books, Infografiken, Webinare etc.), mit denen du arbeiten kannst. Du könntest also z.B. einfach nur Infografiken erstellen und diese auf einer Seite sammeln. Mir geht da aber der Hub-Charakter verloren. Ich sehe diese Formate als Erweiterung. So kannst du deine Infografiken z.B. auch einfach als Blog-Beitrag veröffentlichen.

Am besten ist natürlich immer ein Mix aus allem. Der eine liest eben lieber, der andere hört gerne und wiederum der andere schaut sich gerne ein Video an.

Aber gerade am Anfang empfehle ich dir, dich unbedingt nur auf ein Content-Typ zu fokussieren! Die Typen sind verschieden und müssen einzeln gemeistert werden. Wähle einfach den Typen, worauf du am meisten Bock hast und wovon es am wenigstens in deiner Branche gibt.

Wir machen das z.B. auch so. Ich fokussiere mich erstmal darauf, den Blog ordentlich mit Text zu befüllen und in den Suchmaschinen zu ranken. Damit bin ich erstmal ein paar Jährchen beschäftigt. Danach beleben wir Affen on Air wieder und machen da „Chimpify on Air“ draus. Gerne würde ich in Zukunft auch noch Whiteboard-Videos machen und eine kostenlose Chimpify Academy anbieten. Aber wie gesagt, eins nach dem anderen!

Fazit

Content Marketing ist Marketing mithilfe von kostenlosen Inhalten, die Mehrwert liefern. Anstatt zu pitchen, erstellst du einfach nützlichen Content und hilfst deinem Kunden dabei, seine Probleme zu lösen, oder ihn zu unterhalten.

Du sprichst also nicht direkt über dein Produkt oder deine Dienstleistung, du sprichst um sie herum. Du gehst einen kleinen Umweg und baust eine Brücke zwischen deinen Kunden und deiner Lösung.

Beim traditionellen Marketing musstest du dir einen Werbeplatz bei einem Medienhaus kaufen. Beim Content Marketing wirst du selbst zum Medienhaus. Das ist der große Unterschied. Du machst also Marketing, indem du wie ein Magazin, Ratgeber oder Fachbuch denkst.

Unternehmen haben schon seit Jahrhunderten mit nützlichen Informationen und spannenden Geschichten ihr Unternehmen bekannt gemacht, „zufälligerweise“ etwas Passendes verkauft und die Kunden langfristig an sich gebunden.

Heute kommt aber hinzu, dass sich das Kundenverhalten verändert hat und traditionelles Marketing immer ineffektiver wird. Heute reicht es nicht mehr aus, deine Kunden mit Werbung zuzuballern. Heute heißt es Hilfe, nicht Hype.

Deshalb sagt Seth Godin auch so schön:

Content Marketing ist das einzige Marketing, das noch übrig geblieben ist.

Aber jetzt bist du an der Reihe: Wie würdest du Content Marketing beschreiben?

Ach, und im nächsten Beitrag schauen wir uns die Vorteile im Detail an.

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https://www.chimpify.de/marketing/was-ist-content-marketing/feed/ 20 https://www.chimpify.de/favicon.ico https://www.chimpify.de/favicon.ico
339+ Inbound-Marketing-Statistiken: Die ultimative Liste, die jeder kennen sollte https://www.chimpify.de/marketing/marketing-statistiken/ https://www.chimpify.de/marketing/marketing-statistiken/#comments Wed, 13 Feb 2019 08:00:00 +0000 Inbound Marketing Marketing https://www.chimpify.de/marketing/marketing-statistiken/ Weiterlesen

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Marketing-Statistiken laufen mir täglich über den Weg. Deshalb wollte ich diese jetzt einmal schön zentral bündeln.

Eigentlich wollte ich einen kleineren Beitrag erstellen. Aber während meiner Recherche habe ich entschieden, einen Mega Post daraus zu machen.

Ich bin also in über zwei Wochen sehr tief eingetaucht, habe jeden Stein umgedreht und für dich die wichtigsten Inbound-Marketing-Statistiken zusammengesucht, kategorisiert und übersetzt.

Es sind am Ende 339 geworden. Fast für jeden Tag des Jahres eine Statistik. Das nenn' ich mal Service, oder? 😁

Generell solltest du Statistiken nie wortwörtlich nehmen. Ich muss da immer an Winston Churchills Worte denken:

Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe.

Darin steckt ein Fünkchen Wahrheit. Statistiken sind also nur Richtwerte, die einfach deine Behauptungen unterstützen und dir etwas mehr Sicherheit sowie Klarheit geben sollen.

Aber genug der vielen Worte. Los geht’s!

    Kaufverhalten

    zwischenueberschrift kaufverhalten

    Allgemein

  1. 89,6% der Deutschen, 88,8% der Österreicher und 83% der Schweizer sind online. (Weltbank)
  2. 87% der Menschen schalten bei Fernsehwerbung um. (Süddeutsche Zeitung)
  3. 45% der Menschen lassen Postwurfsendungen ungeöffnet. (Statista)
  4. 84% der 25- bis 34-Jährigen verlassen eine Webseite eher wegen exzessiver Werbung. (HubSpot)
  5. 198 Millionen Menschen nutzen Ad-Blocker. (Content Marketing Institute)
  6. Über 2 Millionen Deutsche befinden sich auf der Robinsonliste. (robinsonabgleich.de)
  7. Die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne von Online-Shoppern beträgt 8 Sekunden. (B2B Marketing Insider)
  8. 70% der Internet-Nutzer wollen durch Inhalte über Produkte erfahren. Nicht durch herkömmliche Anzeigen. (MDG)
  9. 68% der Online-Käufer verbringen viel Zeit damit, Inhalte von einer Marke zu konsumieren, die sie interessiert. (The CMA)
  10. 77% der Online-Kunden bevorzugen berechtigungsbasierte Werbung per E-Mail. (ExactTarget)
  11. 67% der Käufe in der Industrie- und Logistik-Branche werden digital beeinflusst. (Google)
  12. 46% werden eine Website aufgrund einer fehlenden Message wieder verlassen (es ist nicht klar, was das Unternehmen tut), und 37% wegen eines schlechten Designs oder einer schlechten Navigation. (KoMarketing)
  13. 83% der Online-Käufer im Tech-Bereich fanden ihre Anbieter über die Google-Suche. (MarketingSherpa)
  14. Online-Verbraucher verbringen 50% der Zeit damit, Inhalte zu konsumieren. (HubSpot)
  15. Das Senden und Empfangen von E-Mails (79%) und die Suche nach Informationen über Waren und Dienstleistungen (75%) sind die beliebtesten Aktivitäten im Internet. (UK National Statistics)
  16. 75% der Verbraucher erwarten ein einheitliches Nutzererlebnis, wo immer sie sich befinden. (Forbes)
  17. 20% der Besucher lesen Text, 80% werden sich dagegen ein Video anschauen. (Entrepreneur)
  18. B2B

  19. 80% der Entscheider bevorzugen Informationen durch eine Artikel-Serie anstatt durch Werbung. (CMO)
  20. B2B-Kunden sind bereits 57 - 70% mit ihrerer Recherche durch, bevor sie zum ersten mal den Vertrieb kontaktieren. (Google)
  21. Bereits über 50% der B2B-Mitarbeiter sind Millennials. (Google)
  22. B2B-Verkaufszyklen werden immer länger und komplexer - 58% gaben an, dass sich der Entscheidungsprozess verlängert hat. (Business2Community)
  23. B2B-Kunden führen im Durchschnitt 12 Suchen durch, bevor sie eine spezifische Webseite besuchen. (Kapost)
  24. 87% der B2B-Kunden vertrauen dem Content von Influencern. - (DemandGen)
  25. 44% der B2B-Marketer verlassen eine Webseite, weil die Kontaktinformationen nicht sofort sichtbar sind. (KoMarketing)
  26. 70% der B2B-Kunden schauen Videos während des Entscheidungsprozesses. (Google)
  27. 96% der B2B-Kunden wollen Inhalte mit mehr Input von Vordenkern aus der Branche. (DemandGen)
  28. 73% der B2B-Kunden sagen, dass sie eine personalisierte, B2C-ähnliche Kundenerfahrung wollen. (Accenture)
  29. Mobile

  30. 52,65% des weltweiten Traffics ist Mobile Traffic. (Statista)
  31. 48% der Verbraucher weltweit verbringen die meiste Zeit damit, auf ihren Mobiltelefonen im Internet zu surfen. (HubSpot)
  32. 22% der Smartphone-Besitzer weltweit nutzen ihr Gerät alle 5 Minuten. (Advanced Web Ranking)
  33. Verbraucher in den USA verbringen im Durchschnitt 69% ihrer Medienzeit auf Smartphones. (ComScore)
  34. Die Verbraucher verbringen Schätzungen zufolge im Durchschnitt über 3,25 Stunden täglich auf mobilen Medien. (eMarketer)
  35. Die mobile Nutzung pro B2B-Arbeitnehmer wird sich voraussichtlich bis zum Jahr 2020 von 2 auf 3 Stunden pro Tag erhöhen. (Google)
  36. Mobile beeinflusst im Durchschnitt mehr als 40% des Umsatzes in führenden B2B-Organisationen. (Google)
  37. 50% der B2B-Suchanfragen werden heute auf Smartphones gemacht. Dieser Anteil wird bis zum Jahr 2020 auf 70% steigen. (Google)
  38. Mobile Marketing kann einen B2B-Kauf um 20% beschleunigen. (BCG)
  39. 80% der B2B-Kunden verwenden ein mobiles Gerät bei der Arbeit. (BCG)
  40. 80% der B2B-Mitarbeiter recherchieren Produkte und Dienstleitungen abends am Tablet. (IDG Global Solutions)
  41. Mehr als 1 von 3 Menschen nutzen in Brasilien ihre mobilen Geräte für mehr als 6 Stunden pro Tag. (Advanced Web Ranking)
  42. Während über 30% der Marketer denken, dass Voice Search der nächste große Trend ist, haben 60% keine Strategie, es in ihre Unternehmensstrategie zu integrieren. (Econsultancy)
  43. Inbound Marketing

    zwischenueberschrift inbound marketing

    Allgemein

  44. 32% glauben, dass traditionelle Marketingmethoden überbewertet sind. (HubSpot)
  45. 33% der Inbound Marketer und 31% der Outbound Marketer sehen Outbound Marketing (wie z.B. bezahlte Werbung) als Verschwendung von Zeit und Ressourcen an. (HubSpot)
  46. 67% der B2B-Unternehmen geben Inbound Marketing eine sehr hohe Priorität in ihrer gesamten Marketingstrategie. (Kapost)
  47. 68% der Unternehmen, die Inbound Marketing betreiben, glauben, dass ihre Marketingstrategie wirksam ist. (HubSpot)
  48. Nur 58% der Marketer sagen, dass sie beim Erreichen ihrer Marketingziele erfolgreich sind. (CoSchedule)
  49. 61% der Marketer sagen, dass die SEO-Optimierung und das organische Wachstum die wichtigste Inbound-Marketing-Priorität hat. (HubSpot)
  50. 65% der Marketer glauben, dass ihre größte Herausforderung in der Generierung von Traffic und Leads besteht. (HubSpot)
  51. 32% der Unternehmen planen ihre Kosten für Outbound Marketing zu senken und mehr Budget für Inbound Marketing bereitzustellen. (IMA)
  52. 28% der Marketer haben ihr Werbebudget, das sie für traditionelles Marketing ausgegeben haben, in digitales Marketing umverteilt. (Gartner)
  53. Fallstudien zeigen, dass eine integrierte Kundenreise einen Wettbewerbsvorteil bietet und in einigen Fällen den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln kann. (Kapost)
  54. 71% der Unternehmen, die ihre Lead- und Umsatzziele übertroffen haben, haben ihre Buyer Personas dokumentiert. (Cintell)
  55. Personabezogener Content steigert das Volumen der SQLs (Sales Qualified Leads) um 46%. (Weidert)
  56. 68% der B2B-Unternehmen haben ihren Sales Funnel nicht identifiziert. (Marketing Sherpa)
  57. 60% der Unternehmen möchten eine Inbound-Marketing-Strategie ausführen. (HubSpot)
  58. Analytics

  59. Je weniger Unternehmen über ihre KPIs Bescheid wissen, desto weniger wahrscheinlich ist es, dass sie ihre Umsatzziele erreichen. 74% der Unternehmen, die ihre Umsatzziele nicht übertrafen, wussten nicht, wie viele Besucher und Leads sie haben. (HubSpot)
  60. 52% der Marketer sagen, dass die Fähigkeit, Marketing-Auswirkungen zu messen, unterdurchschnittlich oder nicht vorhanden ist. (TNW)
  61. 55% der Blogger überprüfen regelmäßig ihre Kennzahlen. (MarketingCharts)
  62. Weniger als 30% der kleinen Unternehmen benutzen Website Analytics, Call-Tracking oder Gutschein-Codes. 18% der kleinen Unternehmen geben zu, überhaupt nichts zu tracken. (Mediapost)
  63. 71% der Luxusmarken messen ihren Erfolg mit Influencern anhand von Traffic. (Econsultancy)
  64. ROI

  65. Fast 80% der Unternehmen, die ihre Umsatzziele nicht erreichen, haben 10.000 Besucher oder weniger pro Monat. 70% derjenigen, die ihre Umsatzziele übertreffen, haben mehr als 10.000 Besucher pro Monat. (HubSpot)
  66. 35% der B2B Content Marketer können ihren ROI messen. 47% geben zu, dass sie ihren ROI nicht messen können. 18% sind sich nicht sicher. (Content Marketing Institute)
  67. 44% würden einen ROI-Rechner für ihre Kaufentscheidung begrüßen. (Digital Commerce 360)
  68. Egal ob B2B, B2C oder Non Profit. Mit Inbound Marketing ist es 3 mal wahrscheinlicher einen höheren ROI zu bekommen. (HubSpot)
  69. Inbound Marketing kostet 62% weniger pro Lead als traditionelles Outbound Marketing. (HubSpot)
  70. 75% der Unternehmen, die Marketing Automation verwenden, sehen einen ROI in nur 12 Monaten. (Focus Research)
  71. 33% der Marketer sagen, dass sie nicht wissen, welcher digitale Marketingkanal die größte Auswirkung auf ihren Umsatz hat. (Marketingprofs)
  72. Bei Unternehmen, die Bloggen eine höhere Priorität zuweisen, ist es 13 mal wahrscheinlicher einen positiven ROI zu bekommen. (HubSpot)
  73. Unternehmen, die hauptsächlich Inbound Marketing betreiben, sparen über $14 für die Akquisition eines neuen Kunden. (HubSpot)
  74. Die Kosten für 3 von 4 Inbound-Marketing-Kanälen sind geringer als die Kosten für jeden Outbound-Marketing-Kanal. (Mashable)
  75. Richtig ausgeführtes Inbound Marketing ist 10 mal effektiver für die Konvertierung von Leads als Outbound Marketing. (Invesp)
  76. Content Marketing

    zwischenueberschrift content marketing

    Allgemein

  77. 91% der B2B-Marketer machen Content Marketing. (Content Marketing Institute)
  78. Die effektivsten B2B-Marketer geben 39% ihres Marketingbudgets für Content Marketing aus. (Content Marketing Institute)
  79. B2B-Marketer nutzen durchschnittlich 13 Content-Marketing-Taktiken. (TopRankBlog)
  80. 83% der B2B-Marketer glauben, dass Content über alle Marketingkanäle hinweg sehr effektiv ist. (Content Marketing Institute)
  81. 70% der B2B-Marketer planen mehr Content als im Vorjahr zu erstellen. (LinkedIn)
  82. Marken wenden 25 - 43% ihres Marketingbdugets für Content auf. Aber nur 23% der CMOs denken, dass sie die richtigen Informationen, für die richtige Zielgruppe, zur richtigen Zeit und im richtigen Format produzieren. (Marketingprofs)
  83. 34% der B2B-Kunden beschäftigen sich nur begrenzt mit B2B-Anbietern, weil sie zu viel irrelevanten Content senden. (KoMarketing)
  84. 53% der B2B-Marketer haben kleine oder Eine-Person-Content-Teams, für die gesamte Organisation. (Content Marketing Institute)
  85. 95% der B2B-Kunden schauen, ob der Content vertrauenswürdig ist, wenn sie ein Unternehmen und seine Angebote bewerten. (Adscope)
  86. 88% der B2B-Marketer behaupten, dass Content ein offensichtlicher Bestandteil ist, um ein Unternehmen zu vermarkten. (Radiance)
  87. 74% der Unternehmen sagen, dass Content Marketing die Qualität und Quantität ihrer Leads verbessert hat. (Curata)
  88. 23% der gesamten Online-Zeit wird auf Social Media und Blogs verbracht. (Content Marketing Institute)
  89. Verhalten

  90. 84% der Menschen erwarten, dass Marken Inhalte liefern, die unterhalten, Geschichten erzählen und Lösungen für Probleme bereitstellen. (Meaningful Brands)
  91. Eine durchschnittliche Person konsumiert 11,4 Inhalte, bevor er oder sie eine Kaufentscheidung trifft. (Livechat)
  92. 47% der B2B-Kunden schauen sich 3 - 5 Inhalte an, bevor sie mit einem Vertriebsmitarbeiter sprechen. (DemandGen)
  93. Menschen konsumieren mindestens 3 - 4 Inhalte, bevor sie mit einer Marke auf ihrer Plattform interagieren. (Content Marketing Institute)
  94. 81% der Internetnutzer sind sich darüber einig, dass Blog-Beiträge vertrauenswürdige Quellen für Informationen und Ratschläge sind. (Omnicore)
  95. 61% der Leser werden einen Kauf tätigen, wenn sie eine Empfehlung in einem Blog gelesen haben. (Omnicore)
  96. Eine durchschnittliche Person verbringt nur 37 Sekunden damit, deine Artikel zu lesen. (Content Marketing Institute)
  97. Die meisten Menschen lesen 5 - 10 Blogs. (HubSpot)
  98. Mehr als 40% der Menschen geben zu, dass sie Blog-Beiträge überfliegen. (HubSpot)
  99. Bloggen

  100. Jeden Tag werden mehr als 3 Millionen Blog-Beiträge veröffentlicht. (Worldometers)
  101. 43% der B2B-Marketer sagen, dass Bloggen ihr wichtigstes Content-Medium ist. (Social Media Examiner)
  102. 79% der Unternehmen, die einen Blog haben, berichten von einem positiven ROI. (HubSpot)
  103. Unternehmen, die 16+ Beiträge pro Monat veröffentlichen, bekommen 4,5 mal mehr Leads als Unternehmen, die zwischen 0 - 4 Beiträge pro Monat veröffentlichen. (HubSpot)
  104. Unternehmen, die 11+ Beiträge pro Monat veröffentlicht haben, hatten fast 3 mal mehr Traffic als Unternehmen, die 0 - 1 Beiträge pro Monat veröffentlicht haben, und etwa 2 mal so viel Traffic wie diejenigen, die 2 - 5 Beiträge pro Monat veröffentlicht haben. (HubSpot)
  105. Unternehmen, die das Bloggen von 3 - 5 Beiträge pro Monat auf 6 - 8 Beiträge pro Monat erhöht haben, haben fast doppelt so viele Leads erhalten. (HubSpot)
  106. Unternehmen, die Bloggen, generieren 126% mehr Leads als die, die es nicht tun. (HubSpot)
  107. Unternehmen, die Bloggen, werden mit 55% mehr Besuchern, 97% mehr Inbound Links und 434% mehr indexierten Seiten belohnt. (HubSpot)
  108. 81% der B2B-Unternehmen berichten, dass ihr Blog für die Leadgenerierung entscheidend ist. (Nurture)
  109. B2B-Unternehmen, die nur 1 - 2 mal pro Monat bloggen, generieren 70% mehr Leads als diejenigen, die es nicht tun. (MayeCreate)
  110. Ein durchschnittliches Unternehmen wird einen Anstieg des Traffics von 45% feststellen, wenn es seine Blogartikel von 11 - 20 auf 21 - 50 erhöht. (HubSpot)
  111. 53% der Marketer sagen, dass die Content-Erstellung für ihren Blog die wichtigste Inbound-Marketing-Priorität hat. (HubSpot)
  112. 95% der kleinen Unternehmen sehen Bloggen als ein effektives Marketingwerkzeug an (gleich nach E-Mail-Marketing). 15% sagen, dass Bloggen am effektivsten ist, um Bestandskunden zu pflegen. 11% schätzen es mehr für die Generierung von neuen Kunden. Und 69% sagen, dass es gleichbedeutend für beides ist. (e-Strategy Trends)
  113. 49% der B2B-Marketer sagen, dass Artikel die effektivste Art von Content sind, um einen Interessenten durch den Sales Funnel zu führen. (Statista)
  114. Blog-Beiträge mit Bildern erhalten 49% mehr Seitenaufrufe als Blog-Beiträge, die nur Text besitzen. (Content Marketing Institute)
  115. Fast 40% der US-Unternehmen nutzen Blogs für Marketingzwecke. (HubSpot)
  116. 92% der Leads für HubSpot kommen aus alten Blog-Beiträgen. (IMA)
  117. 57% der Marketer generieren Kunden mit ihrem Blog. (HubSpot)
  118. 86% der B2B-Unternehmen betreiben einen Blog. (The Real Time Report)
  119. 75% der Blog-Beiträge erhalten weniger als 10 Shares. (BuzzSumo)
  120. Blogs mit Videos können die organischen Suchergebnisse um bis zu 157% erhöhen. (Lemonlight)
  121. Content-Erstellung

  122. Blog-Beiträge, die 6 - 13 Wörter im Titel haben, erhalten die meisten Klicks. (HubSpot)
  123. Die durchschnittliche Länge eines typischen Blog-Beitrags beträgt 1.151 Wörter. (Orbit Media Studios)
  124. Es dauert 3 Stunden und 20 Minuten, um einen durchschnittlichen Blog-Beitrag zu schreiben. (Orbit Media Studios)
  125. Long Form Content erzeugt 9 mal mehr Leads als Short Form Content. (Curata)
  126. Wenn ein Beitrag mehr als 1.500 Wörter lang ist, wird er wahrscheinlich 68,1% mehr Tweets und 22,6% mehr Facebook Likes bekommen. (Sweor)
  127. 50% der B2B-Marketer sehen die Content-Erstellung als größte Herausforderung an. (LinkedIn)
  128. 90% der B2B-Marketer sagen, dass Relevanz das Wichtigste für die Effektivität im Content Marketing ist. (Statista)
  129. 73% der befragten Verbraucher haben festgestellt, dass Content mit einer starken Persönlichkeit hilft, loyale Beziehungen zu formen. (Econsultancy)
  130. 70% der B2B-Marketer priorisieren die Content-Qualität über die Content-Quantität. (Content Marketing Institute)
  131. 60% der Marketer erstellen mindestens ein Stück Content pro Tag. (eMarketer)
  132. 46% der B2B-Marketer lagern die Content-Erstellung über Webseiten wie UpWorker aus. (Content Marketing Institute)
  133. 46% der B2B-Marketer sagen, dass professionelle Fotos von entscheidender Bedeutung sind. (CMO Council)
  134. 29% der Marketer recyclen bestehenden Content. (Curata)
  135. Infografiken können ein Unternehmen im Durchschnitt um 12% zum Wachsen bringen. (Sumo)
  136. 66% der Marketer sagen, dass die Erstellung von gut gestalteten, visuell ansprechenden Inhalten die größte Herausforderung ist. (Venngage)
  137. B2B-Marketer geben folgenden 3 Content-Typen die höchste Priorität und widmen ihnen die meiste Zeit: Blogs, E-Books und Whitepaper. (Kapost)
  138. 88% der B2B-Marketer finden, dass Fallstudien die effektivste Form des Content Marketings sind. (Content Marketing Institute)
  139. 82% der B2B-Marketer nutzen Fallstudien. (Content Marketing Institute)
  140. 85% der erfolgreichsten Content Marketer liefern regelmäßig Inhalte. (Content Marketing Institute)
  141. 72% der Marketer weltweit sagen, dass die Erstellung von relevantem Content die effektivste SEO-Taktik ist. (MarketingProfs)
  142. Content-Marketing-Strategie

  143. 44% der B2B-Marketer haben eine dokumentierte Content-Marketing-Strategie. (Content Marketing Institute)
  144. 87% der erfolgreichsten Content Marketer sagen, dass sie in der Lage sind, ihre Content-Marketing-Strategie schnell anzupassen. (Content Marketing Institute)
  145. Podcasten

  146. 26% (ca. 73 Millionen) der Amerikaner haben im letzten Monat einen Podcast gehört. (Edison Research)
  147. 28% der Marketer möchten mehr übers Podcasten lernen. (Social Media Examiner)
  148. 17% der Marketer planen im nächsten Jahr, das Podcasten zu ihren Marketing-Bemühungen hinzuzufügen. (HubSpot
  149. Video

  150. 59% der Entscheider bevorzugen Video über textbasierten Content. (Forbes)
  151. Videos sind der Content-Typ, den Verbraucher am meisten von den Marken sehen wollen, die sie unterstützen. (HubSpot)
  152. 4 mal so viele Verbraucher würden lieber ein Video über ein Produkt anschauen, als darüber zu lesen. (Animoto)
  153. 25% der Verbraucher verlieren das Interesse an einem Unternehmen, wenn es keine Videos gibt. (Animoto)
  154. Menschen, die Videos angeschaut haben, sind 1,81 mal bereit etwas zu kaufen, als diejenigen, die keine Videos angeschaut haben. (Animoto)
  155. 81% der Unternehmen nutzen Videos als Marketingtool. (Experian)
  156. 59% der B2B-Marketer benutzen YouTube um ihren Content zu vermarkten. (Content Marketing Institute)
  157. 75% der B2B-Marketer nutzen Videos (das macht es zu dem dritt gängigsten Content-Typen). (Content Marketing Institute)
  158. Bei Video-Content ist es 50 mal wahrscheinlicher, dass dieser organische Suchergebnisse antreibt, als Text-Content. (SEOteric)
  159. 96% der B2B-Unternehmen haben Video Content Marketing budgetiert, 41% davon planen es im nächsten Jahr zu erhöhen. (I-Motus)
  160. 73% der B2B-Marketer sagen, dass Video den ROI positiv beeinflusst. (Tubular Insights)
  161. 64% der B2B-Marketer glauben, dass Video Marketing wirksam für ihr Unternehmen ist. (Top Rank Blog)
  162. In 2020 wird Video 80% des Online-Verbraucher-Traffics ausmachen. (Cisco)
  163. ROI

  164. Content Marketing kostet 62% weniger als traditionelles Marketing und generiert 3 mal so viele Leads. (Demand Metric)
  165. Content Marketing generiert 3 mal so viele Leads wie die bezahlte Suche. (Content Marketing Institute)
  166. Unternehmen, die 15 mal pro Monat oder mehr bloggen, erhalten 5 mal so viel Traffic wie Unternehmen, die nicht bloggen. (HubSpot)
  167. SEO

    zwischenueberschrift seo

    Allgemein

  168. Google verarbeitet weltweit im Durchschnitt über 40.000 Suchanfragen pro Sekunde. Das sind 3,5 Milliarden pro Tag und 1,2 Billionen pro Jahr. (Internet Live Stats)
  169. 51% des gesamten Webseiten-Traffics kommt von der organischen Suche. (BrightEdge)
  170. Search Traffic hat Social Traffic als Hauptquelle für Referral Traffic überholt. (Shareaholic)
  171. 58% der B2B-Marketer betreiben SEM und glauben, dass es ist die effektivste Paid-Methode ist. (Consalta)
  172. Organische Suchergebnisse sind 5,66 mal besser als bezahle Anzeigen. (New Media Campaigns)
  173. YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine auf der Welt. (Alexa)
  174. 50% der kleinen Unternehmen haben nur ein Grundlagenverständnis von SEO. (Higher Visibility)
  175. Verhalten

  176. 90% der Sucher haben sich noch keine Meinung zu einer Marke gebildet, bevor sie ihre Suche starten. (Stand Labs)
  177. 71% der B2B-Kunden beginnen ihre Recherche mit einer allgemeinen Google-Suche. (Google)
  178. Im Durchschnitt machen B2B-Kunden 12 Suchen, bevor sie sich einem bestimmten Unternehmen annehmen. (Google)
  179. 36% der Desktop-Nutzer klicken auf das erste Suchergebnis, das sie sehen. (Advanced Web Ranking)
  180. 85% der Nutzer ignorieren bezahlte Anzeigen und fokussieren sich auf organische Suchergebnisse. (imFORZA)
  181. 75% der Suchmaschinen-Nutzer gehen nicht weiter als Seite 1 der Suchergebnisse. (MarketShareHitsLink)
  182. 88% der Verbraucher betreiben Online-Recherche, bevor sie online oder vor Ort einen Kauf tätigen. (PYMNTS)
  183. 86% der Verbraucher sagen, dass die Benutzung der Suchmaschine ihnen ermöglicht hat, etwas Neues oder Wichtigstes zu lernen, das ihnen geholfen hat, ihr Wissen zu erweitern. (PRC)
  184. 25% der Menschen erwarten, dass bis 2023 alle Suchen per Voice stattfinden. (HubSpot)
  185. 60% der Menschen gaben an, im letzten Jahr mit Voice Search gestartet zu haben. (MindMeld)
  186. 52% der Online-Shopper gaben an, dass eine schnelle Ladezeit wichtig für die Treue zu einer Webseite sei. (EConsultancy)
  187. Besucher verbringen nur 15 Sekunden auf deiner Startseite, bevor sie sie wieder verlassen, wenn sie sich nicht sofort mit deiner Marketing Message identifizieren können. (Microsoft Research)
  188. Das Suchvolumen für Infografiken hat um 800% zugenommen. (Unbounce)
  189. 82% der Smartphone Shopper führten "In meiner Nähe"-Suchanfragen aus. (Uberall)
  190. Ranking

  191. Das erste organische Suchergebnis auf Google erhält 32,5% des Traffics für einen Suchebgriff. (Chitika)
  192. 68% aller organischen Klicks gehen an die ersten drei Suchergebnisse. (EConsultancy)
  193. Die Ergebnisse auf der ersten Seite von Google haben im Durchschnitt 1.890 Wörter. (Backlinko)
  194. 48% von 1.200 befragten Marketern weltweit sagen, dass On-Page SEO immer noch die effektivste SEO-Taktik sei. (Advanced Web Ranking)
  195. Google sagte, dass Inbound Links zu den 3 wichtigsten Rankingfaktoren gehören. (Andrey Lipattsev)
  196. Laut 65% der Marketer ist Link Building die schwierigste SEO-Taktik. (Backlinko)
  197. 75% der Blog-Beiträge erhalten 0 Links von anderen Domains. (MOZ)
  198. Eine Webseite sollte sich innerhalb von 0,5 - 2 Sekunden laden. (Google)
  199. Mobile

  200. 46% der Erwachsenen bevorzugen es, ihre mobilen Geräte für die Recherche zu verwenden, bevor sie über Desktop oder Laptop kaufen. (MySMN)
  201. 52% aller Suchen beginnen auf einem mobilen Gerät. (statcounter)
  202. 30% aller Suchen auf einem mobilen Gerät suchen nach einem Ort. (Google)
  203. 88% der mobilen Suchen sind für lokale Unternehmen. (engage121)
  204. 18% der lokalen Suchen, die auf einem mobilen Gerät gemacht wurden, führten innerhalb eines Tages zu einem Kauf. (Business2Community)
  205. ROI

  206. 59% der B2B-Marketer sagen, dass SEO den größten Einfluss auf ihre Leadgenerierungsziele hat. (Marketing Charts)
  207. SEO Leads haben eine Close Rate von 14,6%, wohingegen Outbound Leads nur eine Close Rate von 1,7% haben. (HubSpot)
  208. Social Media

    zwischenueberschrift social media

    Allgemein

  209. Mehr als 2 Milliarden Nachrichten werden jeden Monat zwischen Marken und Nutzern ausgetauscht. (GeoMarketing)
  210. 93% der Kaufentscheidungen werden durch soziale Medien beeinflusst. (Ironpaper)
  211. 90% der B2C-Unternehmen geben an, dass Social Media die beliebteste Content-Marketing-Taktik sei. (Content Marketing Institute)
  212. Fast 90% der Marketer sagen, dass ihre Social-Media-Bemühungen die Bekanntheit ihres Unternehmens erhöht hat, und 75% sagen, dass der Traffic dadurch gestiegen ist. (Vendasta)
  213. Wenn Social Media Teil der Customer Journey ist, tendieren potenzielle Kunden dazu, 129% höher zu konvertieren. (Deloitte)
  214. 89% der Social-Media-Nachrichten an Unternehmen werden ignoriert. (SproutSocial)
  215. 7 von 8 Kundenanfragen bleiben in den sozialen Medien auch nach 72 Stunden ohne Antwort. (SproutSocial)
  216. Nur 13% der kleinen Unternehmen benutzen Social Media für die Kommunikation mit ihren Kunden. (GoDaddy)
  217. Infografiken werden auf Social Media 3 mal mehr geliked und geteilt als jeder andere Content-Typ. (Lucidpress)
  218. Facebook (89%), LinkedIn (81%) und Twitter (75%) sind die drei am meisten genutzten Social-Media-Kanäle, die B2B-Marketer verwenden. (MarTech Advisor)
  219. Mehr als 9 von 10 Müttern sind auf Social Media aktiv. (Edison Research)
  220. 81% der Marketer haben herausgefunden, dass der Traffic gestiegen ist, indem sie nur 6 Stunden pro Woche in Social Media Marketing investiert haben. (Jigsaw Recruitment)
  221. Die größten Vorteile von Social Media Marketing sind: mehr Bekanntheit (87%), mehr  Traffic (78%) und mehr Leads (64%). (Social Media Examiner)
  222. 45% der Marketer sagen, dass ihr Social Media Marketing "ein bisschen effektiv" ist, und 29% sagen, dass es "sehr effektiv" ist. (Buffer)
  223. Social Media hat eine 100% höhere Lead-to-Close-Rate als Outbound Marketing (HubSpot)
  224. 78% der kleinen Unternehmen erhalten mindestens ein Viertel ihrer neuen Kunden via Social Media. (Marketo)
  225. 93% der Marketer benutzen Social Media für ihr Unternehmen. (WordPress Hosting SEO)
  226. Über 88% aller Unternehmen vermarkten jetzt auf Social Media. (Adweek)
  227. 83% der Marketer deuten an, dass Social Media wichtig für ihr Unternehmen sei. (Social Media Examiner)
  228. 87% der B2B-Marketer nutzen Social Media in irgendeiner Art und Weise. (Content Marketing Institute)
  229. Wenn ein Mitarbeiter den Content seines Unternehmens teilt, ist die Klickrate 2 mal so hoch, als wenn das Unternehmen den Content teilt. (Ironpaper)
  230. 53% der Social-Media-Marketer messen ihren Erfolg nicht. (Awareness, Inc.)
  231. Geschriebene Artikel (27%), Videos (26%) und Bilder (24%) sind die drei Content-Typen auf Social Media, mit denen sich am meisten befasst wird. (Smart Insights)
  232. Verhalten

  233. Der durchschnittliche Internet-Nutzer verbringt täglich 2 Stunden auf Social Media. (Telegraph UK)
  234. Das Lesen oder Schreiben von Social Media Reviews und Kommentaren beinflusst das Kaufverhalten von 67% der Verbraucher. (PwC)
  235. 40% der Nutzer würden es bevorzugen, mehr Geld bei Unternehmen auszugeben, die auf Social Media interagieren. (Infusionsoft)
  236. 75% der B2B-Kunden benutzen Social Media um ihre Kaufentscheidung zu stützen. (HubSpot)
  237. 30% der Millennials haben mindestens einmal im Monat mit einer Marke auf Social Media Kontakt. (SproutSocial)
  238. 71% der Verbraucher, die eine gute Social Media Experience mit einer Marke gehabt haben, sind mehr breit dazu, diese weiterzuempfehlen. (Ambassador)
  239. Nur 5% der Erwachsenen haben starkes Vertrauen in die Inhalte auf Social Media. (PRC)
  240. 96% der Verbraucher im Alter von 18 bis 34 schauen einige male in der Woche ein Social Video an. Und 75% der Millenials schauen mindestens täglich ein Video an. (Animoto)
  241. 77% der Kunden sind mehr bereit von einem Unternehmen zu kaufen, wenn der CEO Social Media benutzt. (eMarketer)
  242. 64% der Marketer benutzen Social Media für 6 Stunden pro Woche oder mehr. Und 41% für 11 Stunden oder mehr. (Social Media Examiner)
  243. Facebook

  244. Es gibt mehr als 50 Millionen kleine Unternehmen, die Facebook Pages benutzen, um sich mit ihren Kunden zu verbinden. (Facebook)
  245. 53,7% der Facebook-Nutzer sind zwischen 35 und 64 Jahre alt. (Statista)
  246. 75% der Nutzer besuchen Facebook täglich. (Business2Community)
  247. B2B-Entscheider verbringen 12,7 Stunden pro Woche auf Facebook. (ComScore)
  248. 75% der Nutzer nutzen Facebook, um einen beruflichen Vorteil zu erhalten. (Hootsuite)
  249. Facebook belegte den zweiten Platz in einer Umfrage unter Senior Ad Buyern in den USA, als die Plattform, die den meisten ROI bringt. Google Search belegte den ersten Platz. (eMarketer)
  250. 82% der B2B-Marketer nutzen Facebook. (Smart Insights)
  251. 94% der Marketer benutzen Facebook, und 72% davon schalten dort Anzeigen. (Social Media Examiner)
  252. 2 von 3 Marketern behaupten, dass Facebook ihre wichtigste Social-Media-Plattform sei. (Social Media Examiner)
  253. 49% der Marketer sagen, dass Facebook-Marketing funktioniert. (Social Media Examiner)
  254. 67% der B2C-Unternehmen und 41% der B2B-Unternehmen haben einen Kunden über Facebook gewonnen. (HubSpot)
  255. Facebook bringt am meisten Mehrwert für B2C (96%), wohingegen LinkedIn am meisten Mehrwert für B2B (93%) bringt. (Smart Insights)
  256. LinkedIn

  257. LinkedIn ist 277% effektiver in der Leadgenerierung als Facebook. (HubSpot)
  258. 50% der LinkedIn-Nutzer sagen, dass sie mehr breit sind, von einem Unternehmen zu kaufen, mit dem sie auf LinkedIn interagieren. (Ironpaper)
  259. 80% der B2B-Leads im Social-Media-Bereich kommen von LinkedIn. (Ironpaper)
  260. 94% der B2B-Marketer benutzen LinkedIn als Teil ihrer Content-Strategie. Andere Plattformen sind Twitter (87%), Facebook (84%) und YouTube (74%). (Content Marketing Institute)
  261. 65% der B2B-Unternehmen haben einen Kunden über LinkedIn-Anzeigen akquiriert. (HubSpot)
  262. 93% der B2B-Marketer favorisieren immer noch LinkedIn. (Smart Insights)
  263. Twitter

  264. 81% der Millennials besuchen ihren Twitter-Account täglich. (Twitter)
  265. Großväter waren vor einigen Jahren die am schnellsten wachsende Gruppe auf Twitter. (Omnicore)
  266. Tweets mit Bildern erhalten 150% mehr Retweets als die, die keine haben. (Adweek)
  267. Unternehmen mit 51 - 100 Twitter Followern generieren 106% mehr Traffic als die, die nur 25 oder weniger Follower haben. (HubSpot)
  268. Instagram

  269. 51% der B2C-Marketer benutzen Instagram, aber nur 33% der B2B-Marketer. (ClickZ)
  270. Es gibt über 25 Millionen Unternehmensprofile auf Instagram. (TechCrunch)
  271. Über 80% der Instagram-User folgen einem Unternehmen. (Adweek)
  272. Die besten Marken auf Instagram haben eine Engagement Rate von 4,21% pro Follower. Das ist 58 mal höher als Facebook und 120 mal höher als Twitter. (Hootsuite)
  273. 60% der Internet-Nutzer, die ein Jahreseinkommen von über $100.000 oder mehr haben, nutzen Instagram. (Statista)
  274. Menschen im Alter von 18 - 34 machen 61% der aktiven Instagram-Nutzer aus. (Statista)
  275. 70% der Instagram-Beiträge bleiben ungesehen. (Independent)
  276. Influencer Marketing

  277. Die Anzahl von Influencer-Marketing-Beiträgen auf Instagram verdoppelte sich auf über 1,5 Millionen im Jahr 2017 und wächst weiter. (eMarketer)
  278. 84% der Marketer sagen, dass sie wenigstens eine Influencer-Kampagne in 2018 launchen werden. (Smart Insights)
  279. 48% der Marketer planen ihre Budgets für Influencer Marketing in den nächsten Jahren zu erhöhen. (Linquia)
  280. E-Mail-Marketing

    zwischenueberschrift e mail marketing

    Allgemein

  281. Über 205 Milliarden E-Mails werden täglich versenden - eine Zahl, die voraussichtlich um 3% pro Jahr steigen wird. (The Radicati Group)
  282. Bis zum Jahr 2020 wird die E-Mail-Nutzung 3 Milliarden Nutzer übersteigen. (The Radicati Group)
  283. E-Mail-Marketing ist der effektivste digitale Marketingkanal für die Kundenbindung in den USA. (eMarketer)
  284. 81% der B2B-Marketer benutzen E-Mail-Newsletter. (Content Marketing Institute)
  285. 73% der Verbraucher bevorzugen E-Mail als Kommunikationsmittel mit einem Unternehmen. (Constant Contact)
  286. 86% der Berufstätigen bevorzugen E-Mail als Kommunikationsmittel für Geschäftszwecke. (Strategiq)
  287. 79% der B2B-Marketer nennen E-Mail als effektivsten Vertriebskanal für Nachfragegenerierung. (Content Marketing Institute)
  288. Kreative und personalisierte Betreffzeilen werden 26% wahrscheinlicher geöffnet als allgemeine Phrasen. (Experian)
  289. Der beste Zeitpunkt, um E-Mails zu versenden, ist zwischen 16 und 20 Uhr. (Experian)
  290. Segmentierte E-Mail-Kampagnen haben eine Öffnungsrate, die 14,32% höher ist, als nicht-segmentierte Kampagnen. (Mailchimp)
  291. Die durchschnittliche Öffnungsrate für E-Mails, durch alle Branchen hinweg, ist 20,81%, und die Klickrate 2,1%. (Mailchimp)
  292. Personalisierte E-Mails steigern die Klickrate und Conversion Rate um über 10%. (Aberdeen)
  293. Die durchschnittliche E-Mail-Liste sinkt um 25% pro Jahr. (HubSpot)
  294. Getriggerte E-Mails performen 3 mal besser als jeder andere E-Mail-Typ. (Marketo)
  295. Die Segmentierung und Personalisierung von E-Mails waren die effektivsten E-Mail-Marketing-Strategien im Jahr 2017. (DMA)
  296. Das Hinzufügen von Videos in deinen E-Mails kann die Klickrate um 300% erhöhen. (Martech Advisor)
  297. 51% der Unternehmen benutzen Marketing Automation in der einen oder anderen Form. (Emailmonday)
  298. Fast 70% der Unternehmen benutzen eine Marketing-Automation-Plattform oder implementieren eine. (Aberdeen)
  299. 63% der Unternehmen, die schneller wachsen als ihre Konkurrenz, benutzen Marketing Automation. (Lenskold)
  300. 73% der Marketer benutzen einen E-Mail-Content-Calendar, aber nur 56% einen Jahresplan für ihre Kampagnen. (Litmus)
  301. E-Mail ist fast 40 mal besser in der Akquise von Neukunden als Facebook und Twitter. (McKinsey & Company)

  302. Verhalten

  303. 78% der Verbraucher melden sich von E-Mail-Newslettern ab, weil Unternehmen zu viele E-Mails senden. (Mann & Co)
  304. 40% der Befragten wollen, dass E-Mails von Unternehmen weniger werblich und mehr informativ sind. (Adweek)
  305. 68% der Empfänger geben an, dass sie nur anhand der Betreffzeile eine E-Mail als Spam markieren. (Heartbrain)
  306. Ungefähr 50% der Verbraucher wollen eine wöchentliche E-Mail von ihren Lieblingsmarken. (Statista)
  307. 61% der Verbraucher würden wöchentliche E-Mail-Promotions willkommen heißen. (Marketing Sherpa)
  308. Nur 12% der Menschen benutzen separate Posteingänge für Berufliches und Privates. (intechnic)
  309. 66% bevorzugen es, HTML-E-Mails zu erhalten. 34% dagegen bevorzugen das Plain-Text-Format. (HubSpot)
  310. Kunden, die E-Mail-Newsletter erhalten, geben 82% mehr aus, wenn sie etwas von dem Unternehmen kaufen. (Ascend2)
  311. Mobile

  312. 53% der E-Mails werden auf mobilen Geräten geöffnet. (Campaign Monitor)
  313. In den letzten 6 Monaten stieg weltweit die Anzahl von E-Mails, die auf mobilen Geräten geöffnet wurden, um 80% an. (Adirondack)
  314. E-Mails, die nicht für mobile Geräte optimiert werden, werden von 80,3% der Nutzer gelöscht. (CustomerThink)
  315. Über 33% der E-Mail-Abonnenten lesen ihre Newsletter ausschließlich auf mobilen Geräten. (Informz)
  316. ROI

  317. Jeder $1, der in E-Mail-Marketing investiert wird, generiert im Durchschnitt einen ROI von $38. (Campaign Manager)
  318. E-Mail hat im Durchschnitt einen ROI von 122%. Das ist über 4 mal höher als andere Marketingformate. (Colibri Digital Marketing)
  319. 44% der Unternehmen, die Marketing Automation Software benutzen, sehen innerhalb von 6 Monaten einen ROI, während 75% nach einem Jahr einen ROI sehen. (Groove Digital Marketing)
  320. Marketer sehen im Durchschnitt einen Umsatzanstieg von 760%, wenn sie personaliserte und segmentierte E-Mail-Kampagnen verwenden. (CampaignMonitor)
  321. Der durchschnittliche ROI von E-Mail-Marketing-Kampagnen beträgt 4.300%. (Copyblogger)
  322. Unternehmen, die Marketing Automation benutzen, erhalten 451% qualifieziertere Leads. (Salesforce)
  323. Unternehmen, die Marketing Automation benutzen, konvertieren 53% mehr unqualifizierte Leads zu qualifizierten Leads, und geben an, 3,1% mehr Umsatz zu machen, als diejenigen, die es nicht benutzen. (MIG)
  324. E-Mail-Marketing hat einen 2 mal höheren ROI als Kaltakquise, Networking und Messen. (HubSpot)
  325. Conversion

    zwischenueberschrift conversion

    Landing Pages

  326. 68% der B2B-Unternehmen benutzen strategische Landing Pages, um Leads zu generieren. (Marketo)
  327. Unternehmen, die ihre Landing Pages von 10 auf 15 erhöhen, erhalten 55% mehr Leads. (HubSpot)
  328. Unternehmen mit 31 - 40 Landing Pages erhalten 7 mal mehr Leads als diejenigen, die nur 1 - 5 Landing Pages haben. (HubSpot)
  329. Unternehmen mit 40+ Landing Pages erhalten 12 mal so viele Leads als diejenigen, die nur 1 - 5 Landing Pages haben. (HubSpot)
  330. Webseiten mit 51 - 100 Seiten generieren 48% mehr Traffic als Webseiten mit nur 1 - 50 Seiten. (HubSpot)
  331. 48% der Marketer erstellen eine neue Landing Page für jede Kampagne. (Serpstat)
  332. 80% des Traffics geht zu den oberen 10% der Landing Pages. (WordStream)
  333. Long-Form Landing Pages können bis zu 220% mehr Leads generieren als Calls-to-Action, die Above the Fold platziert werden. (MarketingExperiments)
  334. Landing Pages mit Video erhalten 86% mehr Conversions. (Eyeview)
  335. Lead Management

  336. Nur 18% der Marketer sagen, dass Outbound-Methoden die besten Leads liefern. (HubSpot)
  337. Inbound Marketing produziert 54% mehr Leads als traditionelle Outbound-Methoden. (HubSpot)
  338. 59% der Marketer sagen, dass Inbound Marketing bessere Leads generiert. (HubSpot)
  339. Gepflegte Leads kaufen 47% öfter als nicht gepflegte Leads. (Business2Community)
  340. 85% der B2B-Marketer sagen, dass die Leadgenerierung das wichtigste Content-Marketing-Ziel sei. (Ring Lead)
  341. 50% der Leads sind qualifiziert, aber noch nicht kaufbereit. (Gleanster Research)
  342. 79% der Leads werden niemals zu Kunden. Der häufigste Grund hierfür ist das fehlende Lead Nurturing. (MarketingSherpa)
  343. Nur 25% der Leads, die generiert werden, werden in den nächsten 12 - 24 Monaten kaufbereit sein. (Strategic Internet Consulting)
  344. Gepflegte Leads machen 47% größere Einkäufe als nicht gepflegte Leads. (The Annuitas Group)
  345. 52% alle Marketer holen sich Leads von Facebook. (New Breed)
  346. 79% der B2B-Marketer haben noch kein Lead Scoring im Einsatz. (MarketingSherpa)
  347. Unternehmen, die 15 Blog-Beiträge im Monat veröffentlichen, generieren im Durchschnitt 1.200 neue Leads pro Monat. (HubSpot)
  348. Im B2B-Bereich generieren Events am meisten Leads, während Case Studys dabei helfen, die meisten Leads zu konvertieren. (Marketing Charts)
  349. Lead Management ROI

  350. Inbound Leads kosten im Durchschnitt 61% weniger als Outbound Leads. (HubSpot)
  351. Die durchschnittlichen Kosten pro Lead fallen nach 5 Monaten um 80%, in denen Inbound Marketing betrieben wird. (Weidert)
  352. Inbound Marketing generiert 3 mal so viele Leads pro Dollar als traditionelle Methoden. (Oracle)
  353. Unternehmen, die ihr Lead Nurturing automatisieren, erhalten einen Umsatzanstieg von 10+% in 6 bis 9 Monaten. (Gartner)
  354. Conversion Rate Optimization

  355. Nur ca. 22% der Unternehmen sind mit ihren Conversion Rates zufrieden. (Econsultancy)
  356. Inbound Marketing kann dazu führen, dass die durchschnittliche Conversion Rate von 6% auf 12% angehoben wird. (HubSpot)
  357. Conversion Rates sind 6 mal höher bei Unternehmen, die Inbound Marketing benutzen. (Aberdeen Group)
  358. Mehr als 90% deiner Besucher, die deine Überschrift lesen, lesen auch den Text deines Calls-to-Action. (Unbounce)
  359. 4,8% ist die durchschnittliche Conversion Rate für Webseiten, die Video benutzen. Im Vergleich zu 2,9% für diejenigen, die keine benutzen. (Adelie Studios)
  360. Für jede $92, die ausgegeben werden, um einen Kunden zu akquirieren, wird nur $1 ausgegeben, um ihn zu konvertieren. (Econsultancy)
  361. Der durchschnittliche ROI von CRO Tools beträgt 223%. (VentureBeat)
  362. 1% Verzögerung der Ladezeiten kann zu 7% Verlust von Sales Conversions führen. (MOZ)

  363. Sonstiges

    zwischenueberschrift sonstiges
  364. Kunden, die durch Word-of-Mouth (wie z.B. Influencer Marketing) akquiert wurden, bleiben um 37% mehr als diejenigen, die über andere Wege akquiriert wurden. (Deloitte)
  365. 61% der Kunden lesen Online Reviews, bevor sie einen Kauf tätigen. (Adweek)
  366. Digitale Marketing-Budgets betragen 3,1% des Umsatzes. (Gartner)
  367. Unternehmen geben ca. 12% des Jahresumsatzes für Marketing aus. (Gartner)
  368. 71% der kleinen Unternehmen machen ihr digitales Marketing selbst, anstatt es einem Experten zu überlassen. (Digital.com)
  369. 22% der am schnellsten wachsenden B2B-Unternehmen haben einen Live Chat im Einsatz. (Drift)
  370. Nur 17% der B2B-Kunden schauen nach einem Online Chat. (Omnicore)
  371. Bis zum Jahr 2020 werden 85% der Kunden ihre Beziehungen pflegen, ohne mit einem Menschen zu sprechen. (Gartner)
  372. 80% der US-Marketer sagen, dass sie eine integrierte Marketing- und Advertising-Software von einem einzigen Anbieter nutzen möchten. (Google)
  373. WordPress wird von 27% aller Webseiten weltweit genutzt, aber nur ca. 40% davon sind up to date. (Torquemag)

Fazit

Bei diesen Marketing-Statistiken lag mein Fokus darauf, dir eine grobe Übersicht zu liefern. Damit du ein Gefühl für die einzelnen Bereiche bekommst und strategische Entscheidungen begründen kannst. In Zukunft erstellen wir zu jeder Kategorie noch mal eigene Beiträge mit Statistiken, die dann auch pragmatische Insights enthalten.

Bookmarke gerne diesen Artikel und schaue immer wieder vorbei. Ich hoffe, die Statistiken können dir in deinem Alltag genau so helfen, wie sie mir helfen werden. (Und dir vielleicht auch noch ein bisschen mehr Griffigkeit in das Thema Inbound Marketing geben.)

Generell möchte ich diesen Beitrag aktuell halten. Wenn du also noch interessante Marketing-Statistken hast, dann immer her damit! Deshalb auch das Plus in der Überschrift.

Also, erzähl: Welche Statistik war am interessantesten für dich? Und kennst du noch weitere interessante Statistiken?

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„Funktioniert Inbound Marketing auch für mein Unternehmen?“

Das ist eine Frage, die sich viele Unternehmen stellen, wenn sie von den direkten und indirekten Vorteilen von Inbound Marketing erfahren.

Außer die Glücklichen, die dank Empfehlungsmarketing von ihren potenziellen Kunden regelrecht überrannt werden ... und mit Wartelisten arbeiten müssen.

Ja, die soll es geben.

Wenn das der Fall ist, dann brauchst du dich nicht um Inbound Marketing zu kümmern. Es sei denn, du willst richtig steil gehen und expandieren! 🚀

Der Rest von uns „Normalos“ muss etwas tun. Wir müssen Marketing machen. Und dann lieber Inbound anstatt Outbound!

Aber können wir das überhaupt?

Das ist gar nicht so leicht zu beantworten

Ich bin so ein krasser Inbound-Fanatiker, dass meine erste Antwort immer „Ja!“ lautet.

Aber die Unternehmen, ihre Zielgruppen und ihre Produkte und Dienstleistungen sind verschieden. Genau wie die Menschen und ihre Bedürfnisse verschieden sind.

Außerdem bin ich natürlich voreingenommen.

Mit Chimpify bieten wir eine Inbound-Marketing-Plattform für kleinere Unternehmen an. Ich würde mir also ins eigene Bein schießen, wenn ich sagen würde, dass Inbound Marketing nicht funktioniert.

Dennoch möchte ich dir mit diesem Beitrag eine ehrliche, möglichst objektive Sichtweise liefern und dir dabei helfen herauszufinden, ob Inbound Marketing auch etwas für dein Unternehmen ist.

Prüfen wir das mal anhand folgender Fragen.

Funktioniert Inbound Marketing auch für kleinere Unternehmen?

Inbound Marketing wirkt kompliziert. Ist es aber eigentlich nicht.

Trotzdem kommt dir als Selbständiger, Startup-Gründer oder Unternehmer vielleicht sofort Zweifel auf:

Bin ich dafür nicht zu klein? Ist Inbound Marketing nicht etwas nur für große Unternehmen?

Ist das nicht etwas für Unternehmen, die sich knallhart auf die Leadgenerierung fokussieren? Die ein großes Team haben, um Content zu erstellen? Und ein große Budgets, um ihren Content zu vermarkten?

Nein. Inbound Marketing funktioniert für alle Unternehmen. Egal ob groß, mittel oder klein.

Auch dann, wenn du nur eine Handvoll Mitarbeiter hast. Sogar als One Man oder Woman Show.

Du denkst vielleicht, dass du nicht genug Ressourcen hast. Aber wenn du einmal richtig loslegst, kannst du es sogar mit den Goliaths aufnehmen! Du bist eben einfach viel agiler. Du hast einen direkteren Draht zu deiner Zielgruppe. Du kannst einfacher emotionalen Content erstellen. Du hast auch keine nervige Bürokratie und langen Entscheidungsprozesse. Du kannst dein Inbound-Marketing-System schnell ins Rollen bringen. Das sind alles Vorteile, die dir unglaublich gut in die Karten spielen!

Es gibt viele erfolgreiche Inbound- und Content-Marketing-Maßnahmen, die von kleineren Teams oder von einer Person alleine gemacht wurden. Zum Beispiel wurde dieser Beitrag von mir über 5.000 mal geteilt und hat in seiner gesamten Lebenszeit bestimmt über 100.000 Besucher gebracht.

Ich mache unser gesamtes Inbound Marketing auch noch alleine. Und plane es noch einige Zeit lang zu tun.

Wie groß ist deine Zielgruppe?

Wenn du eine normalgroße Zielgruppe hast, dann ist alles in Ordnung. Dann passt’s!

Bei kleineren Zielgruppen wird das schon schwieriger. Da ist es vielleicht nicht die beste Wahl. Beim Inbound Marketing arbeitest du nämlich mit einem Filter:

Du sammelst Kontakte. Und nur ein ganz kleiner Teil davon wird zu Kunden.

Deshalb gibt Torsten Herrmann von Chain Relations hier ein tolles Beispiel: Wenn deine Zielgruppe DAX-Unternehmen aus Deutschland sind, dann sind das genau 30 Stück. Wenn du ihnen ein spezifisches Produkt oder Dienstleistung anbietest, ist die Anzahl der Kontakte überschaubar. Vielleicht so 300 Stück. Es geht also nur um eine Handvoll Key Accounts. Ich denke hier z.B. an eine Finanzanalyse-Software, die speziell für Investmentbanker der Großbanken gemacht ist.

Darauf zu warten, dass diese 300 Menschen jetzt von sich aus auf deine Webseite kommen und zu Kontakten werden, ist nicht sonderlich zielführend.

Hier bringt dir die Filterfunktion nicht viel. Die Zielgruppe ist einfach zu klein dafür.

Torsten empfiehlt hier telefonischen Kontakt, Online-Werbung, dynamische Webseiten und Postwurfsendungen.

Ich finde, zu 300 Menschen kann ich als Geschäftsführer sogar noch persönlich den Kontakt via Mail, Social Media, Konferenzen und Messen halten. Da reicht mir eine Tabelle mit 300 Einträgen und ein paar regelmäßigen To-dos als Marketingmaßnahme völlig aus.

Aber auch hier kommt der Inbound-Fanatiker wieder durch: Wie wär’s z.B. mit einem ganz persönlichen E-Mail-Verteiler, nur für diese 300 Personen? Oder mit einer geschlossenen Community, wo sich diese 300 Menschen mit dir und untereinander austauschen können?

Ein weiterer Punkt ist das Thema „Local“. Wenn du nur regional aktiv bist, könnte Inbound Marketing auch nicht so gut funktionieren, da du dadurch automatisch eine kleine Zielgruppe hast. Aber auch hier kannst du Inbound-Taktiken fahren: Anstatt sich auf Search Content zu fokussieren (da es keine oder zu wenig Suchanfragen gibt), fokussierst du dich einfach auf Social Content, der einen starken regionalen Bezug hat und sich viral verbreitet. Dir muss nur klar sein, dass du damit keine supergroßen Wellen schlägst. Aber die brauchst du als regionaler Anbieter ja auch nicht.

Sind deine potenziellen Kunden überhaupt online?

Inbound Marketing ist in erster Linie eine neue Marketingphilosophie, bei der es darum geht, von deinen potenziellen Kunden gefunden zu werden.

Das muss natürlich nicht unbedingt online sein. Du kannst diese Philosophie auch offline leben. Dennoch entfaltet Inbound Marketing erst online dank Automationen und Tracking seine volle Kraft.

Ich kann es irgendwie nicht glauben, aber es gibt bestimmt noch irgendwo auf der Welt diese oldschool B2B Settings, wo die grauhaarigen Anzugträger alles nur mit Handschlag und Face-to-Face machen. Aber das sind Nischen. Kleine Nischen. Und was ich in den letzten Jahren beobachtet habe: Selbst die kleinsten und abgefahrensten Nischen gehen heutzutage online.

Heute geht eben alles online.

Heute betreiben 81% (oder sogar 94%) der Kunden Online-Recherche, bevor sie ein Produkt kaufen. Genau das hat uns ja auch der Zero Moment of Truth gezeigt.

Selbst mein Opa, der fast sein ganzes Leben in der Sowjetunion gelebt hat, ist heute online und konsumiert Inhalte. Und kann hier in seinen Kaufentscheidungen beeinflusst werden.

Also, wenn deine potenziellen Kunden die heilige Suchmaschine befragen, liefere Antworten darauf. Wenn sie auf Social Media abhängen, hole sie mit relevanten Inhalten ab.

Apropos offline: Word-of-Mouth hat selbst in unserer digitalen Welt immer noch den wichtigsten Einfluss auf unsere Kaufentscheidungen. Wenn dein Unternehmen einen komplizierten, langen Verkaufsprozess hat, der über die Online-Recherche hinausgeht, solltest du auch offline wichtige Faktoren und Influencer nicht vergessen.

Wie beratungsintensiv ist dein Produkt oder deine Dienstleistung?

Wenn du Konsumgüter (B2C) oder Verbrauchsgüter (B2B) wie z.B. Salz, Büroklammern oder Toilettenpapier verkaufst (sprich: viele Transaktionen, günstiger Preis), ist Inbound Marketing vielleicht nicht das Richtige für dich.

Bei solchen Produkten (oder Dienstleistungen - z.B. Putzen) bist du mit deinen Inbound-Marketing-Taktiken eingeschränkt. Bei Büroklammern kannst du z.B. einen Blog aufbauen, der beschreibt, wie man sein Büro organisiert. Aber bei Toilettenpapier wird das schon etwas schwieriger! 😉

Wenn ich an der Tankstelle eine Packung Kaugummis kaufe, denke ich nicht lange darüber nach. Dafür brauche ich keine Beratung. Das muss ich auch nicht lange im Voraus planen. Das ist ein Impulskauf. Das mache ich einfach so. (Wenn Unternehmen dieses Verhalten beeinflussen, sprechen wir vom Branding. Aber darum gehts primär nicht beim Inbound Marketing.)

Inbound Marketing ist deshalb gut für Produkte und Dienstleistungen mit einem langen, komplexen und risikoreichen Entscheidungsprozess (und dementsprechend auch einer langen Customer Journey). Wenn ich mir z.B. ein teures Mountainbike (B2C) zulegen oder eine Einführung in ein Warenwirtschaftssystem (B2B) beauftragen möchte, brauche ich Beratung. Ich brauche Führung. Ich muss an die Hand genommen werden. Alleine kann ich nicht die richtige Entscheidung treffen. Es ist also kein Spontankauf, sondern erfordert ein bisschen mehr Zeit. Oft geht’s dabei um einen höheren Preis und dementsprechend auch einen höheren Customer Lifetime Value.

Ein weiterer Punkt: Inbound Marketing ist besonders effektiv für Tech-Unternehmen im B2B-, aber sicherlich auch B2C-Bereich. Wenn deine Zielgruppe Tech Geeks sind, haben die keine Lust darauf, ihre Zeit zu verschwenden und "mit Menschen zu sprechen". Sie wollen im Tunnel sein. Sie wollen schaffen. Sie wollen basteln.

Deshalb ist Inbound Marketing generell etwas für Unternehmen mit beratungsintensiven Produkten oder Dienstleistungen. Oder bestimmten Dienstleistungen, die ein starkes Vertrauensverhältnis voraussetzen (wie z.B. Eheberatung).

Wie Content-kompetent ist dein Unternehmen?

Wie gerade besprochen, ist Inbound Marketing gut für Unternehmen mit beratungsintensiven Lösungen. Dementsprechend brauchst du aber auch die Kompetenz, um beraten zu können! 

Das klingt zuerst selbstverständlich. Aber manchmal musst du kein Experte sein, um bestimmte Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen. Wenn du z.B. einen Shop mit ganz vielen kleinen, unterschiedlichen Produkten hast. Oder wenn du z.B. einen Reinigungsservice für Unternehmen anbietest.

Aber ich bin davon überzeugt, dass selbst wenn du keine Expertise brauchst, du sie dennoch haben solltest. Du musst immer die Bedürfnisse deiner Zielgruppe kennen. Du brauchst einfach immer Wissen über dein Thema.

Du musst immer ganz tief in deine Branche eintauchen.

Deshalb solltest du immer ein waschechter Experte auf deinem Gebiet sein bzw. werden. Wenn ich z.B. einen neuen, einzigartigen Lippenstift rausbringen würde (wovon ich absolut keine Ahnung habe), würde ich jegliches Wissen der Branche wie ein Schwamm aufsaugen. Und niemals damit aufhören.

Außerdem musst du die Content-Erstellung, Content-Vermarktung und alle anderen Tätigkeiten, die mit Inbound Marketing zusammenhängen, erstmal erlenen. Das sind Fähigkeiten, die du dir erstmal aneignen musst. Vor allem wird es dank des Content-Schocks immer schlimmer: Heute werden allein täglich über 2 Millionen Blogartikel veröffentlicht. Da musst du aus der Maße herausstechen. Und das erfordert Können. Hinzu kommt noch, dass du langfristig mehr Leute dafür brauchst, wenn du weiter wachsen möchtest.

Am Ende des Tages musst du dir einfach folgende Frage stellen: „Kann ich wirklich hochwertige Inhalte erstellen, die meine potenziellen Kunden wertvoll finden? Und bin ich überhaupt bereit dazu?“

Für welche Unternehmen funktioniert Inbound Marketing bereits?

Lass uns jetzt mal ein bisschen konkreter werden. Schauen wir uns einige Branchen an, die bereits Inbound Marketing betreiben. Damit kannst du in Ruhe stöbern und dich inspirieren lassen. Dadurch bekommst du eine bessere Tendenz und etwas mehr Sicherheit:

Inbound Marketing funktioniert für Solopreneure

Solopreneure erstellen eigene digitale oder physische Produkte und sind immer an einem skalierbaren Geschäftsmodell interessiert. Deshalb passt Inbound Marketing auch fast immer zu ihnen.

Vor allem Problogger zählen hier zu. Denn jeder professionelle Blogger ist automatisch ein Inbound Marketer. Egal in welcher Branche. Egal ob er oder sie als Affiliate tätig ist oder eigene Produkte verkauft.

Erprobte Branchen:

Inbound Marketing funktioniert für Selbständige

Selbständige und Freelancer tauschen Zeit gegen Geld und sind meistens alleine oder mit wenig Mitarbeitern unterwegs. Dennoch möchten sie ihre Anfragen erhöhen. Deshalb passt auch hier Inbound Marketing wunderbar. Vor allem demonstrieren sie damit ihre Expertise.

Erprobte Branchen:

Inbound Marketing funktioniert für Startups

Gerade Lean Startups wissen gar nicht so genau, was sie sind und wen sie ansprechen sollen. Deshalb spielt Inbound Marketing ihnen hier perfekt in die Karten.

Bevor du als Startup-Gründer mit deinem Service an den Start gehst, solltest du Inbound Marketing betreiben. Du solltest über dein Thema sprechen, langsam ein Publikum aufbauen, sie kennenlernen und so Customer Development betreiben.

Genau so habe ich 2012 auch angefangen. Ich habe erstmal einen Blog erstellt, viele hochwertige Inhalte veröffentlicht und damit ein Publikum aufgebaut. Danach habe ich mir überlegt, was die Probleme des Publikums sind und mit welchen Produkten ich sie lösen könnte. Und auch heute gewinnen wir unsere Kunden für Chimpify zu 100% mit Inbound Marketing.

Erprobte Branchen:

Inbound Marketing funktioniert für kleine Unternehmen

Auch typische kleine Unternehmen profitieren von Inbound Marketing. Wir haben z.B. bei Chimpify dank Thorsten Moortz von handwerk.live so viele Handwerker am Start, das ist schon ein bisschen unglaublich! Denn das ist eine Branche, die eigentlich nicht für modernes Marketing bekannt ist.

Erprobte Branchen:

Inbound Marketing funktioniert für Non-Profits

Aber auch für Non-Profit-Organisationen könnte Inbound Marketing interessant sein. Gerade hier hast du oft emotionale Geschichte, die du perfekt als Basis nehmen könntest.

Erprobte Branchen:


Wenn du noch tiefer buddeln willst, findest du hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hierhier und hier noch mehr Fallbeispiele und Ideen.

Abschließend kannst du auch gerne bei HubSpot vorbeischauen. Die haben hier Kunden zu fast jeder Branche (auch wenn diese etwas größer sind).

Fazit

Ich bin von Inbound Marketing überzeugt. Ich verdanke dem sehr viel. Aus diesem Grund mache ich das nach all den Jahren immer noch voller Tatendrang. Weil es funktioniert. Weil es Spaß macht. Und weil es einen Sinn hat. Deshalb lautet meine Antwort auch immer grundsätzlich „Ja!“.

Aber sich blind darauf zu stürzen ist natürlich nicht der richtige Weg. Fassen wir also alles noch mal zusammen:

  • Bist du ein kleineres Unternehmen? Ja? Dann funktioniert Inbound Marketing für dich, wenn du dir Zeit dafür einplanst. Wenn du groß bist sowieso.

  • Hast du eine normalgroße Zielgruppe? Ja? Dann kannst du die Filterfunktion von Inbound Marketing nutzen.

  • Sind deine potenziellen Kunden online? Heute ist fast jeder online. Wenn sie suchen oder auf Social Media abhängen, sollten deine Inhalte gefunden werden.

  • Wie beratungsintensiv ist dein Produkt oder deine Dienstleistung? Sehr? Dann funktioniert Inbound Marketing für dich. Wenn nicht so: Kannst du Inhalte zu einem themenrelevanten Feld erstellen?

  • Hat dein Unternehmen ausreichend Content-Kompetenz? Hoffentlich ja. Wenn nicht, hilft dir Inbound Marketing welche aufzubauen.

  • Ist deine Branche bereits erprobt? Ja? Sehr gut, Feuer frei! Nein? Traust du dich als erster Fuß zu fassen?

Auch wenn dir diese Checkliste weiterhelfen und Sicherheit geben wird, heißt es am Ende des Tages: Mut tanken, Risiko eingehen und einfach machen! Anders kannst du es nie 100%ig herausfinden. Es ist nämlich genau wie mit dem traditionellen Marketing: Für die einen funktioniert es. Für die anderen nicht.

Und selbst wenn es nicht passt, kannst du zumindest einige Inbound-Marketing-Ansätze ausprobieren, wie z.B. hochwertigen Content erstellen, mit Landing Pages arbeiten oder E-Mail-Marketing betreiben. Das ist heutzutage einfach modernes Marketing.

Abschließend bleibt mir nur noch zu fragen: Und? Passt Inbound Marketing für dein Unternehmen? Gibst du dem eine Chance?

Und wenn du bereits Inbound Marketing betreibst: Dann ab mit einer kurzen Beschreibung zu deiner Branche, deinem Unternehmen und einem Link zu deiner Webseite in die Kommentare! So sammeln wir gleich mal echten Proof! 😉

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10 überraschende Vorteile, die Inbound Marketing mit sich bringt https://www.chimpify.de/marketing/ueberraschende-vorteile-inbound-marketing/ https://www.chimpify.de/marketing/ueberraschende-vorteile-inbound-marketing/#comments Mon, 21 Jan 2019 08:00:00 +0000 Inbound Marketing https://www.chimpify.de/marketing/ueberraschende-vorteile-inbound-marketing/ Weiterlesen

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Mehr Besucher. Mehr Kontakte. Mehr Kunden.

Darum geht’s normalerweise beim Inbound Marketing.

Einfacher formuliert: Es geht um Wachstum. Genauer gesagt um mehr, schnelleres und nachhaltigeres Wachstum. So wie hier im Detail beschrieben.

Aber Inbound Marketing kann noch mehr.

Beim Inbound Marketing geht’s nämlich darum, deine perfekten Kunden anzuziehen. Du gehst also nicht zu ihnen, sie kommen zu dir.

Pull. Nicht Push.

Das bringt weitere nette Nebeneffekte mit sich, die große Auswirkungen haben können. Das haben sie zumindest bei mir getan.

Bevor wir uns das aber genauer anschauen, machen wir zuerst eine kleine Exkursion und sprechen über das Gesetz der Anziehung.

Was ist das Gesetz der Anziehung?

Vielleicht kennst du „The Law of Attraction“ von Filmen wie „The Secret“. Dort treiben sie es etwas auf die Spitze! 😉

Im Kern hat das wenig mit Woo-Woo-Esoterik zu tun (auch wenn ich ehrlich gesagt ein bisschen darauf stehe). Die Wahrheit ist viel simpler:

Gleiches zieht Gleiches an.

Positive Gedanken bringen noch mehr positive Gedanken. Positive Gefühle bringen noch mehr positive Gefühle. Das hat viel mit Konditionierung zu tun. Das Leben funktioniert eben wie eine Spirale. Nach oben oder unten.

Aber das gilt auch für Menschen.

Denke mal darüber nach: Mit welchen Menschen umgibst du dich in deinem Leben und auf Social Media? Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ihr die selben Interessen, Glaubenssätze, Werte ... und Sicht auf die Welt habt. Vielleicht trägt ihr sogar die gleichen Klamotten?

Gleiches zieht eben Gleiches an. Vor allem, wenn du gutes Marketing machst.

Wie sieht das Gesetz der Anziehung im Marketing aus?

Das Internet liebt das Gesetz der Anziehung. Heute sind wir nämlich alle miteinander vernetzt. Heute haben wir Zugang zu der Hosentasche des anderen.

Und beim Marketing geht’s ja genau darum: um Menschen miteinander zu verbinden.

Packe daher bestimmte Werte in deine Marketing-Message, und du wirst die Menschen anziehen, die genau diese Werte teilen. (Sogar die Leidenschaft, die du z.B. in deinen Content steckst, ist spürbar und ansteckend.)

Inbound Marketing funktioniert jetzt wie ein Filter. Oder ein Sieb. Es filtert alle Menschen heraus, die nicht zu dir oder deinem Unternehmen passen. Und die, die passen, rücken immer näher in deinen Kosmos.

(Du musst nicht jedem gefallen. Deshalb kannst du jetzt gerne deine Buyer Personas überarbeiten und schauen, ob sie wirklich zu dir bzw. deinem Unternehmen passen. Kunden zu feuern ist in der Regel eine gute Idee, auch wenn es etwas Mut erfordert.)

Außerdem ziehen sie automatisch neue passende Menschen an: Mehr Besucher bringen mehr Besucher. Mehr Kontakte bringen mehr Kontakte. Mehr Kunden bringen mehr Kunden. Ist das nicht cool?!

Wachstum und Kundengewinnung ist immer gut. Und ich fokussiere mich zu 95% der Zeit auch darauf. Aber du solltest niemals vergessen, dass du auch andere Menschen anziehst. In diesem Beitrag möchte ich deinen Blick dafür weiten.

Legen wir los.

1. Partner

Als ich damals 2012 mit dem affenblog angefangen habe, war es mein Ziel, 10.000€ pro Monat damit umzusetzen. Damit könnte ich in Ruhe und komfortabel davon leben, dachte ich mir. (Irgendwie habe ich dabei die Kosten komplett außer Acht gelassen! 😆 Aber das ist eine andere Geschichte.)

Ich designe Webseiten schon seit dem ich 14 bin. Deshalb lag es nahe, dass auch irgendwann mal Software ins Spiel kam. Das war seit je her mein Traum - eine richtig geile Software zu entwickeln. Ich kann Software also designen, aber nicht coden. Deshalb dachte ich mir: „Mit einem erfolgreichen Blog werde ich bestimmt schon einen talentierten Entwickler anziehen“.

Das war mein etwas naiver Plan. Und ha! Er hat ganz genau so funktioniert!

So kam es dann, dass Nico Puhlmann auf mich zukam, der damals Stetic betrieb. Nach ein paar Mails haben wir gemerkt, dass wir beide einen Co-Founder suchten. Nach ein oder zwei weiteren Telefonaten war es dann klar: Wir beide erschaffen die erste Inbound-Marketing-Plattform für kleine Unternehmen. Hier bei der Firmengründung in Bremen:

chimpify gruendung 2017

Ohne Inbound Marketing wäre Chimpify wahrscheinlich nie ins Leben gekommen.

Lektion:

Wenn du eine Projekt- oder Geschäftsidee hast, dir aber noch Partner fehlen, dann starte einfach mal mit Inbound Marketing. Tausche dich regelmäßig mit deinem Publikum aus und halte die Augen offen.

2. Mitarbeiter

Nachdem ich den affenblog zwei Jahre betrieben habe, kam Walter Epp von Schreibsuchti wegen eines Gastbeitrags im affenblog auf mich zu. Nach ein paar Beiträgen habe ich ihn gefragt, ob er nicht fest bei uns auf Freelance-Basis Artikel schreiben möchte. So kam es dann dazu, dass Walter als offizieller Autor mit seiner einzigartigen Schreibstimme über Jahre hinweg unser Publikum begeisterte.

Aber auch Gordon Schönwälder von Podcast-Helden kam ein weiteres Jahr später auf mich zu. Da es seine Mission ist, Podcasts weiter nach vorne zu treiben, überzeugte er mich davon. (Ich fand, und finde immer noch, dass es ein unglaublich mächtiges Content-Medium ist.) Und auch so kam es dann, dass wir 2015 (noch vor dem Podcast-Hype) mit affen on air starteten ... und einfach eine geile Show hingelegt haben!

Wir drei haben dann in den nächsten Jahren den affenblog zu Deutschlands größtem Blog über professionelles Bloggen hochgezogen:

affenblog team

Wir brauchen für Chimpify demnächst eine Supporterin oder einen Supporter. Und ich bin mir sicher, dass die oder derjenige auch aus dem Publikum kommen wird.

Lektion:

Wenn du noch nicht die richtigen Mitarbeiter oder Freelancer findest, starte einfach mal mit Inbound Marketing zur Kundengewinnung ... und ziehe nebenbei, ganz bequem, die richtigen Leute an.

3. Gastautoren & Gäste

In all den Jahren haben wir unzählige Gastautoren wie z.B. Björn Tantau, Robert Weller, Tanja Josche und Sascha Tobias von Hirschfeld, Sandra Holze, Marike Frick, Lilli Koisser oder Tomas Herzberger bei uns im Blog gehabt, die von unserer Reichweite profitieren konnten.

Aber auch Gäste für deinen Podcast oder Video-Kanal werden auf dich zukommen. Und wenn nicht, dann wird es leichter für dich sein, an sie heranzukommen, wenn du etwas vorzuweisen hast, wovon sie etwas haben (aka Aufmerksamkeit).

Natürlich funktioniert das Spiel auch andersherum: Auch du wirst Angebote für Gastbeiträge und Gastauftritte auf anderen Publikationen bekommen.

Das ist das Geile am Inbound Marketing:

Man vernetzt sich und macht gegenseitig Marketing beieinander.

Sie bekommen Zugang zu deinem Publikum. Du bekommst als Gegenleistung kostenlos ihr Wissen, ihre Sichtweise und ihren Content. Dadurch wird die Content-Erstellung um so vieles leichter!

Es sollte mehr Gastbeiträge und Gastauftritte im DACH-Raum geben.

Lektion:

Wenn dein Publikum noch mehr und andere Sichtweisen sowie Meinungen braucht, solltest du über Gastbeiträge und Gastauftritte nachdenken. Und ganz ehrlich, wann ist das nicht der Fall?

4. Co-Marketing-Möglichkeiten

Du ziehst nicht nur Gäste an, sondern auch andere Unternehmen deiner Branche. Das könntest du jetzt negativ sehen. Solltest du aber nicht.

Anstatt euch zu bekriegen, solltet ihr einfach gemeinsam gutes Marketing machen.

Solange ihr beide eine einzigartige Positionierung habt, wählen die potenziellen Kunden genau die Lösung, die perfekt für sie passt. Oder eben beide, wenn sie sich ergänzen.

HubSpot und wir teilen z.B. gerne die Inhalte des anderen. Wir bieten zwar beide eine Inbound-Marketing-Plattform an. Aber HubSpot ist etwas für größere Unternehmen. Und Chimpify für kleinere. So bespielen wir gemeinsam den Markt und machen ihn auf Inbound Marketing aufmerksam. Und dennoch, oder gerade deswegen, erzielen wir unsere Unternehmensziele.

Wir haben auch mal mit Unbounce eine Co-Marketing-Kampagne gefahren. Genauer gesagt haben wir gemeinsam ein Webinar gehalten und es gemeinsam beworben:

co marketing unbounce affenblog

Das Ganze haben wir dann noch mit Gastbeiträgen bei denen und bei uns im Blog kombiniert. War gut!

Auch davon würde ich mich freuen, in Zukunft mehr auf unserem Kontinent zu sehen!

Lektion:

Sehe deine Mitbewerber nicht als Konkurrenz, sondern überlege dir, wir ihr gemeinsam Aufmerksamkeit für euch beide schaffen könnt. Wie wär’s mit einem gemeinsamen E-Book, Webinar ... oder gar ein Podcast?

5. Investoren

Für den Pre-Launch von Chimpify haben wir einen Startup Blog aufgebaut, wo wir über unsere Startup Journey berichtet haben.

Damit haben wir nicht nur bei potenziellen Kunden das Interesse für unsere Plattform geweckt, sondern auch einen Investor angezogen. So kam es dazu, dass Point Nine Capital auf uns zukam:

point nine capital

In einem ersten Vorgespräch haben wir aber durchsickern lassen, dass wir eher vom Bootstrappen überzeugt sind und erstmal gar keine Finanzierung haben möchten.

Lektion:

Wenn du Venture Capital für dein Startup brauchst, starte mit einem Content Hub. Erstelle also einen Blog, Podcast oder Video-Kanal und sprich über deine Journey. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, das du einen Investor auf dich Aufmerksam machen wirst. Und selbst wenn nicht, bekommst du einfacher Zugang, weil du handfeste Erfolge vorzeigen kannst.

6. Freunde

Durchs Bloggen habe ich bereits unendlich viele Bekanntschaften machen dürfen, die ich ohne niemals gemacht hätte. Zum Beispiel kenne ich die meisten deutschen Digitalen Nomaden. Das ist ein Thema, das ich eigentlich nie auf dem Schirm hatte!

Wenn du gutes Inbound Marketing machst, musst du einfach weniger „nach Draußen“ gehen, um dich mit anderen zu verbinden.

Die richtigen Menschen kommen automatisch zu dir. Einfach so.

So habe ich z.B. Dirk Fuhllage kennengelernt. Wir sind beides Nordlichter und total auf der selben Wellenlänge. Wir gehen alle paar Monate schön Essen und schnacken über Startups und Marketing. In Zukunft wollen wir sogar einen Trip ins Silicon Valley machen. Und was macht Dirk? Er betreibt Websitebuilder Test. Ein Vergleichsportal für Webseiten-Baukasten. Passt natürlich perfekt zu Chimpify! 😉

Ein weiterer netter Vorteil ist, dass du an schwer erreichbare Menschen rankommst. Große Blogger hängen mit großen Bloggern ab. Einflussreiche Influencer mit einflussreichen Influencern. Und erfolgreiche Unternehmer mit erfolgreichen Unternehmern. Gleiches zieht eben Gleiches an. Wenn du „einer von ihnen bist“, kommst du einfacher in diesen „Kreis“. Klingt vielleicht etwas komisch. Ist aber so.

Mit diesem weiteren Punkt habe ich noch keine Erfahrung gemacht, aber ich bin mir sicher, dass du damit sogar deine Traumpartnerin oder deinen Traumpartner anziehen kannst. ❤️

Lektion:

Starte mit Inbound Marketing und ziehe die richtigen Menschen in dein Leben. Ganz nebenbei.

7. Buchvertrag

Wolltest du schon immer ein Buch schreiben? Dann starte mit einem Blog, erstelle hochwertige Beiträge, vermarkte diese und baue ein Publikum auf.

Genau so hab ich’s auch gemacht.

Dadurch ist Springer-Gabler (führender deutscher Wirtschaftsverlag) auf mich zugekommen und bat mir an, ein Buch für sie zu schreiben. Natürlich habe ich unterschrieben! (Ich schreibe also gerade ein fetziges Inbound-Marketing-Buch.) Ich kenne auch noch andere Blogger, die dank ihres Blogs ein Buchvertrag bekommen haben.

Und selbst wenn niemand auf dich zukommt, hast du mit einem guten, lebendigen Blog die beste Chance, um deine Idee einem Verlag zu pitchen.

Wir können den Gedanken ja noch etwas weiter spinnen. Ich habe zwar noch nicht gehört, dass ein Podcaster eine Radio Show oder eine YouTuber eine TV Show bekommen hat. Aber warum nicht? Das ist sicherlich nur noch eine Frage der Zeit.

Lektion:

Ein erfolgreicher Blog ist fast schon ein Garant für einen Buchvertrag. Du zeigst dem Verlag, dass du gut schreiben kannst. Außerdem bringst du ein Publikum mit, dass großes Interesse an dem Kauf des Buches hat. Das ist alles, was sich ein Verlag wünscht.

8. Thought-Leadership-Position

Kennst du diese Unternehmen, die die Richtung einer Branche bestimmen? Die nicht Trends hinterlaufen, sondern sie im wahrsten Sinne des Wortes erschaffen?

Genau das ist Thought Leadership.

Und Inbound Marketing ist prädestiniert dafür. Durch das regelmäßige Veröffentlichen und Vermarkten von hochwertigen Inhalten etablierst du dich als Autorität. Als authentischen Experten.

Dadurch bist du viel glaubwürdiger.

Weil du nicht behauptest, sondern demonstrierst. Und das ist viel überzeugender. Egal was du vor hast. Egal was deine Ziele sind.

Wir haben mit dem affenblog eine kleine Branche besetzt. Die Gedanken, die wir gedacht ... und vor allem, an die wir geglaubt haben, haben wir veröffentlicht. Viele Menschen haben diese Ideen genommen, sie umgesetzt und weitergetragen. Das hat sicherlich dafür gesorgt, dass es im DACH-Raum mehr professionelle Blogs gibt. Wir hatten Einfluss.

Lektion:

Denke nicht kurz-, sondern langfristig. Übernehme Verantwortung. Habe eine klare Meinung. Nehme aktiv Einfluss auf die Geschehnisse deiner Branche. Langfristig ist eine „Gedankenführerschaft“ einfach das beste, was du für dein Unternehmen tun kannst.

9. Gute Tat

Inbound Marketing geht stark in Richtung Kumbaya- und Hippie-Marketing. Auf eine positive Art und Weise!

Du solltest also nicht nur Wachstum und Umsatz im Fokus, sondern auch eine Mission im Hinterkopf haben. Du musst irgendwas Gutes für deine Mitmenschen tun.

Vor allem eine Thought-Leadership-Position hilft dir dabei noch weiter. Sie ist der Katalysator, der dir noch mehr Einfluss bringt. Aber halte dir dabei immer die Worte von Peter Parkers Onkel vor Augen:

onkel ben

Nutze deine Macht also für etwas Gutes. Mache deinen Markt besser. Mache die Menschen in deinem Markt besser. Hebe deinen Markt hoch.

Wenn du dich beim Inbound Marketing auf die Kundengewinnung fokussierst, machst du das automatisch gleich mit. Ein netter und erfüllender Nebeneffekt. Ziemlich cool, wie ich finde.

Lektion:

Inbound Marketing ist indirekt ein Geschenk an deinen gesamten Markt. Du verbesserst deine gesamte Branche. Das ist nobel.

10. Sicherheit

Wenn ich mir vorstelle, dass wir alle unsere Kunden verlieren, ist das natürlich eine gruslige Vorstellung. Dennoch hätte ich dank Inbound Marketing immer noch Sicherheiten.

Solange ich noch Content und ein Publikum habe, und sei es auch noch so klein, muss ich nicht von Null anfangen, sondern habe etwas worauf ich aufbauen kann.

Ich habe ein Sprungbrett, um den Stein wieder ins Rollen zu bringen.

Natürlich würde das wieder Jahre dauern. Trotzdem würde es wieder klappen und wir hätten irgendwann wieder die selbe Kundenanzahl wie vorher.

Und erzähl mir jetzt bitte mal, welche andere Marketingmethode das auch kann? 😜

(Selbst ohne Content und Publikum hätte ich immer noch die Fähigkeit, wieder Content zu erstellen, ihn zu vermarkten und all die anderen Dinge zu tun, die mit Inbound Marketing zusammenhängen.)

Lektion:

Inbound Marketing liefert dir ein solides Fundament, um jederzeit von vorne beginnen zu können.

Fazit

Beim Inbound Marketing geht’s eben nicht nur um die Gewinnung von Kunden. Es geht um Menschen. Menschen, die zu dir passen.

Denke also nicht nur in Kunden. Denke in Menschen.

Dadurch eröffnen sich Türen, von denen du nicht gewusst hast, dass sie existieren.

So kann es sein, dass ein unbekannter Mensch über deinen Content stolpert, sich für dein E-Mail-Abonnement anmeldet und regelmäßig deine E-Mails und deren Content konsumiert. Kurze Zeit später schreibt ihr ein paar Mails hin und her ... und Schwuppdiwupp sitzt ihr auf einen Kaffee irgendwo und unterhält euch über dein Thema. Und das kann sogar so weit gehen, dass ihr gemeinsam neue Projekte, oder ganze Unternehmen, angeht.

Beim Marketing, aber auch im gesamten Leben, geht’s um Beziehungen. Um langfristige Beziehungen. Deshalb ist inbound Marketing auch langfristig ausgelegt. Aber du hast dann auch langfristig etwas davon! 😉

Dadurch, dass du indirekt eine gute Tat tust, kommen einfach so viele gute Menschen in dein Leben, die dich begleiten, weil sie ein Teil davon werden möchten, oder dir weiterhelfen, weil sie etwas zurückgeben wollen.

In diesem Beitrag habe ich nur ein Bruchteil der Menschen erwähnt, die ich seit 2012 treffen und kennenlernen durfte. Ich bin für jeden einzelnen Impuls, jede einzelne Verbindung und jede einzelne Bekanntschaft wirklich dankbar! 🙏🏻

Ich verdanke Inbound Marketing einfach sehr viel. Deshalb würde ich immer wieder damit anfangen. Müsste ich wieder von vorne anfangen.

Was für Vorteile hast du durch Inbound Marketing bekommen, die nichts mit der direkten Kundengewinnung zu tun haben?

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Lieber Funnel,

du hast uns viel genützt.

Du hast uns Marketing greifbarer gemacht. Du hast uns Feedback gegeben, das wir gebraucht haben, um weiter zu wachsen.

Aber jetzt heißt es: Abschied nehmen.

Hier sind einige Beiträge, die bereits vorhergesagt haben, dass du langsam ausgedient hast:

Wie alles Gute im Leben, bist du leider Geschichte. Naja, vielleicht noch nicht ganz. Aber zumindest als „Go to“-Metapher. Jetzt muss jemand anderes deinen Platz einnehmen.

Darf ich vorstellen? Das Flyhweel!

Aber was ist das genau? Wo ist der Unterschied? Warum ist das eine besser als das andere? Und, wie sieht modernes Marketing denn nun aus?

Schauen wir uns das mal in Ruhe an.

Was ist ein Funnel?

1989 brach der Werbemann Elmo Lewis die Kundenreise in mehrere Stationen herunter:

  • Attention
  • Interest
  • Desire
  • Action

Tada! Die AIDA-Formel war geboren. Und gleichzeitig das Konzept eines Funnels.

Oft wird der Sales Funnel auch „Marketing Funnel“, „Conversion Funnel“ oder eben einfach nur „Funnel“ genannt. Ist im Grunde alles dasselbe.

Du kannst dir einen Funnel wie einen Trichter vorstellen. Oben packst du Interessenten rein und unten kommen Kunden heraus. Dieser Trichter ist dann in einzelne Phasen eingeteilt (ähnlich wie die Phasen der Customer Journey):

funnel neu

Der große Vorteil an dieser Betrachtungsweise ist, dass dein Marketing viel klarer und greifbarer wird. Vielleicht hast du einfach zu wenig Aufmerksamkeit (Attention)? Vielleicht hältst du nicht das Interesse (Interest)? Vielleicht weckst du nicht die Wünsche (Desire)? Oder, ganz einfach, vielleicht machst du gar keine Handlungsaufforderung (Action)?

Entweder bist du schon voll im Funnel-Modus und optimierst einzelne Aspekte wie ein wilder, oder du betrachtest dein Marketing noch gar nicht mit der Funnel-Brille.

Egal wo du stehst, das Flywheel wartet bereits am Horizont. Und es scharrt mit den Hufen.

Was ist ein Flywheel?

Um das zu klären, müssen wir erstmal 200 Jahre in die Vergangenheit reisen. Damals hat nämlich der Ingenieur James Watt (jup, der Typ, der seinen Namen auf jeder Glühbirne verewigt hat) das Schwungrand erfunden:

Schwungrad01

Ein Schwungrad ist ein Rad auf einer Achse, dass sehr energieeffizient war. Die Menge an Energie, die es speichern konnte, hing davon ab, wie schnell es sich drehte, wie viel Reibung erzeugt wurde ... und die Zusammensetzung des Rads an sich. Heute gibt’s immer noch Schwungräder in Autos, Zügen und Kraftwerken.

Ich stelle mir ein Flywheel im Marketing so ähnlich vor, wie Jim Collins es beschreibt. Ich muss dabei immer an die dicken Drehscheiben aus Beton auf dem Spielplatz denken. Kennst du die? Die waren als Kind echt schwer zum Drehen zu bringen. Aber wenn sie sich einmal gedreht haben, oh man, musste man aufpassen, dass man von der Schwungkraft nicht mitgenommen wurde. Das Ding hörte sich auch nur sehr langsam auf zu drehen. Du musstest es nur ein ganz kleines bisschen anstupsen und die Scheibe drehte sich eine gefühlte Ewigkeit weiter. Ihre Schwungkraft arbeitete für sich selbst. Das ist Momentum. Das ist Physik.

Amazon hat das mit ihrem „Virtuous Cycle“ bereits früh erkannt und Brian Halligan auf die Idee des Inbound Marketing Flywheels gebracht. Dieses hat er auf der Inbound 2018 in seiner Keynote vorgestellt:

flywheel hubspot

Sieht auf den ersten Blick ganz cool aus, oder? Aber warum ist diese Metapher so gut?

Warum ist ein Flywheel besser als ein Funnel?

Ich mag die Funnel-Denke. Aber die strikt lineare Herangehensweise, wo du deinen Interessenten auf Teufel komm raus durch deinen Funnel quetschst, gefällt mir nicht.

Da gefällt mir das Bild des Flywheels viel besser, weil dein Kunde dort im Mittelpunkt steht.

Außerdem ist ein Kreislauf immer besser als etwas Lineares. Schließlich ist das Leben auch ein Kreislauf. (Und denken wir mal weiter, alles gute im Leben ist rund: die Sonne, der Mond, unser Planet ... Pizza! 🍕)

Okay, Funnels produzieren Kunden. Aber sie beachten nicht, wie diese Kunden dir beim Wachstum helfen. All das Momentum, das du hart aufgebaut hast, ist nach dem Abschluss weg. Und du musst jedes Mal von vorne anfangen.

Flywheels dagegen nutzen ihre Schwungkraft wirksam und drehen sich weiter. Außerdem, weil sie Momentum bewahren, wird die zusätzliche Energie dafür benutzt, dass sich das Rad noch schneller und weiter dreht.

Früher habe ich z.B. Wochen gebraucht, damit ein Blogartikel 1.000 Besucher anzieht. Heute klicke ich auf „Veröffentlichen“ und warte ab.

Mit einem Flywheel baust du dir ein System auf, das aufeinander aufbaut. Stein auf Stein.

Am Anfang ist der Aufwand hoch und der Ertrag gering. Aber je länger du am Ball bleibst, desto höher wird dein Ertrag, bis er den Aufwand irgendwann übersteigt und kontinuierlich in die Höhe geht.

In einem Funnel wird die ganze Kraft dafür aufgewendet, Besucher anzuziehen und diese zu Kunden zu machen. Im Flywheel dagegen benutzt du einen großen Teil der Kraft, um deine Kunden zu begeistern. Damit sie anderen davon erzählen. Denn sie bringen deine Drehschreibe weiter zum Drehen.

Genau das ist der Unterschied: Du fokussierst dich also auf die Beziehung und die gesamte Customer Experience. So wie es eigentlich sein sollte, aber leider noch viel zu selten gelebt wird.

Wenn du die Flywheel-Brille aufsetzt, triffst du einfach andere Entscheidungen.

Ich habe das selbst bei mir beobachtet. Wenn ich im Funnel denke, dann ist, sobald ein Interessent zum Kunden wurde, der Vorgang emotional abgeschlossen. Das ist aber in Wirklichkeit nicht der Fall! Da du ihn ganz in Flywheel-Manier weiterhin zufriedenstellen und begeistern solltest.

Wie das im Detail aussieht, das schauen wir uns jetzt mal an. Ich habe bereits schonmal über den klassischen Inbound-Marketing-Prozess gesprochen. Der ist aber linearerer Natur und wirkt etwas komplex. Deshalb habe ich das Flywheel-Modell von Brian Halligan genommen, es etwas angepasst und um Bausteine ergänzt. Damit sollte klar werden, wie modernes Marketing funktioniert.

Phase 1: Anziehen

flywheel phase 1 anziehen

Wir starten mit einem potenziellen Kunden. Das ist ein Mensch, der ein Problem oder einen Wunsch hat. Vielleicht nimmt er das bereits wahr. Vielleicht aber auch noch nicht. Da du im Inbound Marketing gefunden werden möchtest, möchtest du diesen Menschen jetzt anziehen.

Dafür arbeitest du mit folgenden Bausteinen:

  • Content - Content ist das Herzstück im Inbound Marketing. Ohne könntest du keine potenziellen Kunden anziehen. Deshalb solltest du einen soliden Content Hub (Blog, Podcast, Video-Kanal oder Membership) erstellen und diesen mit ganz vielen nützlichen Inhalten füllen. Dein Hub sollte Mehrwert liefern und gerne auch ein bisschen Entertainment bieten.

  • Suchmaschine - Diesen Content (und natürlich auch deine Seiten und Landing Pages) optimierst du für die Suchmaschine, damit du auch dort gefunden wirst. Wenn du dich auf wirklich hochwertige Inhalte fokussierst, die sich viral verbreiten, und darauf achtest, mit der Zeit Inbound Links von relevanten sowie starken Webseiten zu bekommen, tust du schon eine ganze Menge für die Suchmaschinenoptimierung.

  • Social Media - Natürlich solltest du deinen Content via Social Media verbreiten, damit deine potenziellen Kunden hier darüber stolpern. Immerhin hängen sie heutzutage genau dort ab. Das machst du, indem du mit deiner Page, deinem privatem Profil und auch in relevanten Gruppen postest. Außerdem solltest du deine Präsenz regelmäßig pflegen, indem du auf Kommentare reagierst sowie Inhalte von deinem Unternehmen und anderen teilst. Es kann auch nicht schaden, wenn du in relevanten Gruppen aktiv bist, dort hilfst und dir somit eine Reputation aufbaust.

  • Influencer - Es ist strategisch klug, wenn du langsam eine Beziehung zu Menschen mit Einfluss in deiner Branche aufbaust. Das können Personen, Unternehmen, Organisationen, Blogs, Magazine oder Portale sein. Das ist der schnellste Weg, um an deine Zielgruppe heranzukommen. Denn sie haben bereits das Publikum, das du erreichen möchtest. Wichtig ist aber, dass du zuerst helfen solltest, ehe du um einen Gastbeitrag oder Gastauftritt bittest (wo du ebenfalls hochwertigen Content lieferst).

  • Paid Ads - Gerne kannst du deinen Content (nicht dein Produkt oder deine Dienstleistung) mit kostenpflichtigen Anzeigen (Facebook, Twitter, AdWords etc.) bewerben. Dadurch kannst du deine Reichweite noch schneller erhöhen. Das ist gerade am Anfang nützlich, da die Anfangszeit sehr zäh sein kann.

Am Ende dieser Phase hast du einen Besucher bekommen. Du hast nach dem Gesetz der Reziprozität zuerst gegeben, anstatt zu nehmen. Dadurch hat er ein kleines Vertrauensverhältnis zu deinem Unternehmen aufgebaut, ohne das du dafür etwas tun musstest (außer den Content zu erstellen und zu vermarkten).

Phase 2: Verbinden

flywheel phase 2 verbinden

Einige Unternehmen, die Content Marketing betreiben, hören hier auf und hoffen, dass der Besucher irgendwie zum Kunden wird. Nur hoffen reicht aber leider nicht aus. Deshalb solltest du proaktiv handeln und die Erlaubnis einholen, deinen potenziellen Kunden kontaktieren zu dürfen, um langsam eine Beziehung zu ihm aufzubauen.

Dafür arbeitest du mit folgenden Bausteinen:

  • CTA - Deinem Besucher sollte immer sofort klar sein, was er als Nächstes zu tun hat. Ein Call-to-Action (CTA) ist deshalb eine direkte Aufforderung, eine Handlung auszuführen (z.B. „Melde dich für unseren kostenlosen Newsletter an“). Ein CTA kann aus einem Text, einem Button oder einer Box bestehen. Entweder leitet dieser zu einer Opt-in Landing Page weiter, oder die Eingabeformulare befinden sich direkt in der Box. Achte außerdem darauf, dass alles DSGVO-konform ist.

  • Landing Page (Opt-in) - Eine Landing Page ist eine eigenständige Seite, die sich auf ein Ziel fokussiert und möglichst keine Ablenkung davon bietet. Sie lässt dir Raum, um deinen Besucher zu überzeugen, eine Handlung auszuführen. Wie der Name es bereits vermuten lässt, geht es hier darum, ein E-Mail-Abonnement abzuschließen. Du beschreibst also genau, was die Vorteile sind, was der Inhalt ist und was andere darüber sagen. Bei kleineren Entscheidungen (z.B. kostenlosen Updates vom Blog) kannst du die Eingabefelder direkt in der Box platzieren. Bei Leadmagneten bzw. Freebies (z.B. einem kostenlosen E-Book), bietet es sich an, eine eigenständige Landing Page zu erstellen, um noch mehr Anmeldungen zu bekommen.

  • E-Mail - E-Mail ist der perfekte Kanal, um Beziehungen aufzubauen. Deshalb liefert er auch die besten Ergebnisse. Mit manuellen Kampagnen (wo du z.B. regelmäßig neuen Content verschickst) und automatisierten E-Mails (wo du z.B. ein Thema Schritt-für-Schritt erklärst) unterrichtest du deinen potenziellen Kunden, damit er die richtige Kaufentscheidung treffen kann. Im Grunde lieferst du hier vorab einfach unglaublich viel Mehrwert. Sobald die Beziehung gefestigt ist (das kann Tage, Wochen, Monate oder Jahre dauern), kannst du auf deine Lösung hinweisen. Leite dafür in einer weiteren E-Mail auf eine Click-Through Landing Page weiter, wo du deine Lösung anbietest.

  • Landing Page (Click-Through) - Eine Click-Through Landing Page ist ebenfalls eine eigenständige Seite, die aber nicht das E-Mail-Abonnement, sondern den Verkauf deines Produkts oder deiner Dienstleistung im Fokus hat. Du beschreibst hier auch, was die Vorteile und Bestandteile sind, und was andere darüber sagen (eben alles, was eine gute Landing Page haben sollte), nur viel detaillierter. Es ist immerhin eine größere Entscheidung. Diese Landing Page wiederum hat einen Button, der zum Checkout-Prozess bzw. Anmeldung weiterleitet. Die meisten Unternehmen sollten pro Lösung eine Landing Page einsetzen. Bei Startups ist es oft die Startseite und die dazugehörigen Unterseiten.

Hier angekommen, wurde dein Besucher zum Kontakt. Du hast also das Privileg erhalten, ihn kontaktieren zu dürfen, dann, wann du willst. Außerdem hast du überwiegend automatisiert eine Beziehung aufgebaut und erst danach auf deine Lösung Aufmerksam gemacht. Dein Kontakt wurde zum Kunden.

Phase 3: Begeistern

flywheel phase 3 begeistern

Der alte Funnel hört hier bereits auf. Aber das Flywheel geht noch weiter. Es geht die Extrameile. Nachdem du deinen Kunden bekommen hast, ist nämlich noch nicht Schluss! Du möchtest ihn weiterhin begleiten und begeistern, damit er seinen Freunden und Kollegen davon erzählt.

Dafür arbeitest du mit folgenden Bausteinen:

  • Analytics - Das Schöne am Inbound Marketing ist, dass du so gut wie alles messen kannst. So weißt du genau, was funktioniert, und was nicht. Du siehst also, wo das Flywheel noch unrund läuft und wo du optimieren solltest. Deshalb solltest du regelmäßig ein Inbound Marketing Audit durchführen und deine gesamte Customer Experience verbessern (z.B. passenderer Content, gezieltere Vermarktung, ansprechendere CTAs, fesselndere E-Mails, bessere Landing Pages usw.).

  • Feedback - Direktes Feedback deiner Besucher, Kontakte und Kunden ist der beste Weg, um deine Zielgruppe besser kennenzulernen. Erstelle deshalb regelmäßig Umfragen mit relevanten Fragen (z.B. „Welcher Zielgruppe gehörst du an?“, „Was für Probleme hast du?“, „Was für Wünsche hast du?“). Das sind auch perfekte Daten, um deine Buyer Persona zu erstellen bzw. aufzufrischen. Benutze außerdem Webseiten-Umfragen (z.B. „Warum hast du nicht gekauft?“), die dein Besucher direkt beantworten kann, um deine Seiten und Landing Pages zu optimieren. Nutze generell jede Chance, wenn du mit Kunden telefonierst oder sprichst, um Feedback einzuholen.

  • Monitoring - Ein unerwartetes Kommentar in sozialen Netzwerken und Blogs kann deine Zielgruppe begeistern. Monitore daher deinen Markennamen, aber auch relevante Keywords. Höre den Gesprächen zu und lerne daraus. Gehe aber noch einen Schritt weiter, reagiere darauf und werde so Teil der Unterhaltung.

  • Offline - Menschen möchten mit Menschen zu tun haben. Deshalb werden echte Beziehungen immer noch offline aufgebaut. Veranstaltungen, wo gelacht, Hände geschüttelt, Musik gehört, Essen gegessen und „den Größeren“ zugehört wird, bleiben einer der besten Wege um zu connecten. Hast du außerdem mal daran gedacht, Merchandise (z.B. Sticker, T-Shirts, Hoodies, Lebkuchenherzen mit deinem Logo) zu verschicken oder deine Kunden zu besuchen? Deine Fans werden das lieben.

  • Love - Wir alle wollen den Produzenten kennen. Führe deshalb einen Dialog mit deinem Publikum. Das ist bodenständig und hebt dich aus der Masse heraus. Beantworte alle Kommentare (z.B. in deinem Blog, in Gastbeiträgen, auf Social Media etc.). Stelle offene Fragen (z.B. mit einer automatisierten E-Mail) und beantworte diese manuell. Hole auch Menschen aus deinem Publikum auf die Bühne (z.B. mit einem Soundfile, dass du in deine Podcast-Episode einspielst) und beantworte ihre Fragen. Zeige einfach, dass du sie wertschätzt und das sie ein Teil davon sind.

Du hast also nach dem Verkauf nicht aufgehört, sondern holst dir regelmäßig quantitatives sowie qualitatives Feedback und verbesserst dein Flywheel. Außerdem demonstrierst du, dass du dein Publikum wertschätzt. Dadurch wird aus deinem Kunden ein Fan oder vielleicht sogar ein Hardcore Fan. Dieser hilft dir dann, deine Bekanntheit voranzutreiben. Und der Kreislauf beginnt von vorne.

Fazit

Mit einem Flywheel erschaffst du ein System, das aufeinander aufbaut. Das ist nämlich das offensichtliche Geheimnis:

Mit Inbound Marketing generierst du nicht nur Kunden, du baust dir ein Publikum auf!

Dein Publikum hilft dir dabei, deine Bekanntheit weiterzutragen. Da alles digital ist, kannst du außerdem fast alles messen. So kannst du dein System immer wieder verbessern. Und damit hörst du niemals auf. Dadurch wird dein Publikum immer größer und größer. Immer und immer weiter. Fast bis ins Unendliche.

Wenn du das alles zum ersten Mal hörst, denkst du vielleicht: „Oh man, ist das viel!“. Es ist schon ein bisschen was, aber es ist nicht so viel, wie es aussieht. Dein Ziel sollte es sein, die Grundbestandteile so schnell wie möglich aufzusetzen und danach den Feinschliff zu machen.

Die Metapher eines Funnels ist einfach nicht mehr aktuell. Deine Kunden sind nicht nur Output. Deine Kunden sind mehr. Es sind echte Menschen. Und sie möchten mit Respekt behandelt werden.

Deshalb, lieber Funnel. Danke, dass du uns all die Jahre begleitet hast. Aber jetzt heißt es Abschied nehmen.

Goodbye.

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In der Theorie klingt Inbound Marketing immer so einfach und logisch:

Erstelle Content, der die Fragen und Probleme deiner Zielgruppe beantwortet und löst ... und dann finden sie dich wie von alleine und kaufen deine Angebote. In Scharen natürlich! 😉

In der Praxis sieht die Sache jedoch ganz anders aus.

Denn obwohl du regelmäßig Content veröffentlichst, ihn für die Suchmaschine optimierst und aktiv vermarktest, kommen nicht nur zu wenig Besucher auf deinen Content Hub. Nein, aus diesen konvertierst du auch zu wenig Leads oder gar Kunden. Es sind also die falschen.

Dein Problem: Du veröffentlichst einfach irgendwelchen Content, ohne eine wirkliche Strategie dahinter.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt jedoch darin, Content zu liefern, der wirklich Nutzen stiftet und deinem Interessenten genau die Antworten gibt, die er im Moment braucht.

Schauen wir uns das mal genauer an.

Begleite deine potenziellen Kunden entlang ihrer Customer Journey

Wie Vladi in seinem Artikel zur Customer Journey genau beschreibt, bildet die Reise des Kunden alle seine Berührungspunkte mit einem Anbieter ab. Sie zeigt auf, was ein Interessent eigentlich wann von dir braucht, um letztendlich zu einem zufriedenen Kunden zu werden.

So entsteht durch das Customer Journey Mapping letztlich eine Tabelle, in der jeder Schritt deines zukünftigen Kunden von der ersten Berührung bis hin zum Kauf erfasst ist und von dir optimiert werden kann.

So logisch, aber auch so abstrakt und gar nicht einfach in die Realität umzusetzen, oder?

Genau aus diesem Grund habe ich mich hingesetzt und habe die übliche Customer Journey im Inbound Marketing (inklusive der passenden Content-Formate) in dieser Tabelle zusammengefast:

customer journey tabelle

Denn auch wenn keine Kundenreise in der Realität exakt einer anderen entspricht, gibt es dennoch bestimmte Schritte, die jeder potenzielle Kunden zu jedem Thema grob durchläuft:

  1. Dein Interessent nimmt ein erstes Mal ein Problem wahr und sucht nach einer Lösung bzw. Antwort.

  2. Dein Interessent hat sein tatsächliches Problem erkannt (bzw. gemerkt, dass er zuerst nach der falschen Lösung gesucht hat) und sucht nun nach einer passenden Lösung.

  3. Dein Interessent erkennt sein tatsächliches Problem und die Lösung, ist aber inhaltlich noch nicht an dem Punkt, eine Entscheidung treffen zu können.

  4. Dein Interessent hat sein Problem klar definiert und vergleicht die verschiedenen Lösungen.

  5. Dein Interessent ist von deiner Lösung überzeugt, doch ein anderes Problem hält ihn noch davon ab, auch tatsächlich zu kaufen.

  6. Dein Interessent hat eine passende Lösung gefunden. Er will bei dir kaufen.

Wichtig zu wissen: An jedem Berührungspunkt entlang der Customer Journey kannst du einen potenziellen Kunden in seiner Kaufentscheidung beeinflussen, indem du ihm durch den richtigen Content dabei hilfst, seine Probleme zu lösen und so letztendlich die Kaufentscheidung zu treffen.

Guter Content beantwortet nicht irgendwelche Fragen, er beantwortet die richtigen

Du willst also den richtigen Content für alle Phasen der Customer Journey erstellen. Damit meine ich, solchen Content, der genau die Fragen beantwortet, die dein Interessent an den jeweiligen Punkten seiner Customer Journey hat:

1. Dein Interessent nimmt ein erstes Mal ein Problem wahr und sucht nach einer Lösung bzw. Antwort

In dieser allerersten Phase nimmt dein potenzieller Kunde erstmalig ein Problem wahr, das in deine Nische fällt und sucht nach Antworten oder Lösungsmöglichkeiten für dieses Problem.

Im Idealfall ist das der Moment, an dem du neue Interessenten gewinnst (sie also gleich zu Beginn ihrer Reise abholst) und deine Chance, sie mit maximal hilfreichem Content zu überzeugen, gerne wiederzukommen.

Dein Interessent möchte sich an diesem Punkt der Customer Journey meist erstmal generell über ein Thema informieren und wünscht sich Lösungen, die ihm schnell weiterhelfen.

Wichtig: Deine Interessenten suchen ausschließlich nach Lösungen für tatsächlich wahrgenommene Probleme. Diese decken sich jedoch meist nicht mit dem wirklichen Problem. So könnte jemand, der zu wenige Leser für seinen Blog gewinnt, zuerst beginnen, nach Social-Media-Strategien zu suchen, weil er glaubt, dies sei die Lösung. Du magst wissen, dass es nicht an einer falschen Social-Media-Nutzung liegt, sondern die Lösung „besserer Content“ heißt. Dein potenzieller Kunde weiß das jedoch noch nicht. Daher ist es wichtig, dass du dich in dieser ersten Phase auf die Probleme fokussierst, die dein Interessent tatsächlich wahrnimmt und ihm erst dann aufzeigst, was sein tatsächliches Problem ist!

Idealer Content an dieser Stelle:

  • Ausführliche (Einsteiger-)Anleitungen
  • Irrtum (Fehler, Mythen, Vorurteile)

2. Dein Interessent hat sein tatsächliches Problem erkannt und sucht nun nach einer passenden Lösung

Hat dein Interessent sein tatsächliches Problem erkannt und weiß also nun, wo er wirklich nach einer Lösung suchen sollte, beginnt die eher allgemeine Recherche erneut.

In dieser Phase wünscht er sich erneut hilfreiche Anleitungen von dir, will aber gleichzeitig weiter darin bestärkt werden, dass diese Lösung die wirklich richtige für ihn ist. Zeige ihm also genau den Weg auf, der ihn zur Lösung führt und begründe, warum dies der einzig richtige Weg für ihn ist.

Jetzt geht es also darum, deinem potenziellen Kunden zu zeigen, wie genau er mit der richtigen Content-Marketing-Strategie die Ergebnisse erzielen kann, für deren Lösung er zuerst auf Social Media setzen wollte.

Idealer Content an dieser Stelle:

  • Irrtum (Fehler, Mythen, Vorurteile)
  • Meinung (zeige, wofür du stehst)

3. Dein Interessent erkennt sein tatsächliches Problem und die Lösung, ist aber inhaltlich noch nicht an dem Punkt, eine Entscheidung treffen zu können

Die Wahrnehmung eines Problems alleine führt noch nicht zu einer Kaufentscheidung. Das dauert eine Weile und üblicherweise wird dein Interessent zuerst einmal mehr Informationen sammeln, Aussagen abwägen und Lösungswege vergleichen, bevor er zu einer Entscheidung kommt. Nachdem du für die ersten beiden Phasen also eher allgemeinere Anleitungen erstellt hast, willst du deinem potenziellen Kunden nun mit detaillierten Anleitungen zu spezielleren bzw. fortgeschritteneren Fragestellungen weiterhelfen.

An dieser Stelle steigen übrigens oft auch neue Interessenten ein, die sich bereits anderswo eher allgemein zu einem Thema informiert haben, dort aber nicht die Antwort auf ihre spezielle Frage gefunden haben. Heißt für dich: Gehst du in dieser Phase auf die besonderen Wünsche deiner Interessenten ein, hast du erneut die Chance, noch mehr Interessenten mit deinem Content zu gewinnen.

Neben den spezielleren Fragestellungen beschäftigen sich deine potenziellen Kunden in dieser Phase auch erstmal mit den möglichen Lösungen. Sie wünschen sich also Informationen darüber, ob deine Lösung auch tatsächlich funktioniert, wie lange es dauert, bis sie Ergebnisse sehen werden usw.

Idealer Content an dieser Stelle:

  • Anleitungen (Wie du ...)
  • Empfehlungen (Beste ...)

4. Dein Interessent hat sein Problem klar definiert und vergleicht die verschiedenen Lösungen

Ein großer Teil der Vorarbeit ist an diesem Punkt der Customer Journey geschafft: dein potenzieller Kunde ist überzeugt davon, deine Lösung (= dein Produkt oder deine Dienstleistung) zu brauchen. Jetzt musst du ihn „nur noch“ davon überzeugen, dass deine Lösung die beste ist.

Für den Interessenten beginnt nun die Phase des Vergleichens. Er will genau wissen, welches mögliche Produkt für ihn am besten geeignet ist. Was er nun von dir braucht sind Entscheidungshilfen. Hilf ihm dabei, indem du Content erstellst, der ihm hilft, zu vergleichen. Welche Inhalte haben die verschiedenen Lösungen? Gibt es Alternativen, und wenn ja, welche? Warum sollte ich mich für dieses Angebot entscheiden?

Idealer Content an dieser Stelle:

  • Empfehlungen (Beste ...)
  • Vergleich (Vor- und Nachteile)

5. Dein Interessent ist von deiner Lösung überzeugt, doch ein anderes Problem hält ihn noch davon ab, auch tatsächlich zu kaufen

Neben der rein inhaltlichen Entscheidung, muss dein potenzieller Kunde sich möglicherweise auch noch andere Hürden überwinden. Heißt: die Entscheidung wird nicht nur rein inhaltlich getroffen. Denn auch wenn ein Interessent inhaltlich von einem Produkt überzeugt sein mag, fehlt es möglicherweise an der Überzeugung, „damit auch wirklich das Richtige zu tun“. Auch hier kannst du deinem Interessenten die Entscheidung erleichtern. Zeige ihm (möglichst anhand von Beispielen bestehender Kunden), welche Ergebnisse möglich sind. Wie dein Produkt oder deine Dienstleistung sein Leben positiv verändert. Kurz gesagt: wecke das Verlangen in ihm.

Idealer Content an dieser Stelle:

  • Ergebnis (Was kostet’s, was bringt?)

6. Dein Interessent hat eine passende Lösung gefunden, er will bei dir kaufen

Geschafft! Dein Interessent ist überzeugt davon, dass dein Angebot das passendste für ihn ist und hat sich entschieden, zu kaufen. Theoretisch könntest du dich nun zurücklehnen, denn deine Arbeit scheint getan.

Doch du willst ja nicht nur einmalige Kunden gewinnen, sondern begeisterte Fans, die zukünftig begeistert von dir und deinem Angebot schwärmen. Den Grundstein dafür solltest du in dieser Phase legen.

Mache es deinen potenziellen Kunden also einfach, bei dir zu kaufen. Umfassende Informationen helfen da ebenso wie ein angenehmer Verkaufsprozess und der nicht zu übersehende Hinweis auf etwaige Verkaufsaktionen.

Idealer Content an dieser Stelle:

  • Ergebnis (Was kostet’s, was bringt?)

Die 6 perfekten Content-Formate entlang der Customer Journey

Nachdem wir uns mit den einzelnen Phasen der Customer Journey vom Start bis zum Kauf beschäftigt haben, will ich dir nun die sechs genannte Content-Formate näher vorstellen.

Wichtig ist jedoch: Nicht das Format entscheidet darüber, ob dein Content deinen Interessenten begeistert, sondern der Inhalt! Achte also unbedingt darauf, auch wirklich hochwertigen Content zu erstellen.

Guter Content ...

  • erklärt Inhalte und Zusammenhänge.
  • macht Informationen leichter zugänglich.
  • hilft, ein Ziel schneller zu erreichen.
  • Spart Zeit (und Geld), weil du eine Aufgabe (z.B. Recherche) abgenommen hast.
  • hat einen maximal hohen Nutzwert.
  • bietet konkrete und leicht umsetzbare Schritte.
  • hilft bei der Visualisierung der Inhalte.
  • „Lässt es ganz einfach erscheinen“. Diese Elemente sind wichtiger als die Frage, ob etwas nun in Listenform oder als Interview daherkommt!

1. Die Anleitung

Die Anleitung ist in den allermeisten Fällen genau das. Eine Anleitung, die deinem Interessenten hilft, etwas umzusetzen. Der klassische „Wie du“-Artikel eben.

Je hilfreicher deine Anleitung, desto besser für dich. Ausführliche und leicht umzusetzende Anleitungen werden als besonders nutzwertig empfunden (und helfen deinem potenziellen Kunden ja auch tatsächlich weiter). Keine andere Content-Form bringt dir mehr Besucher und unterstreicht deinen Expertenstatus.

Dabei muss es nicht immer die klassische Schritt-für-Schritt-Anleitung sein. Auch Case Studys, Ratgeber und Infografiken passen gut in diese Kategorie.

Beispiele:

2. Der Irrtum

Weil Anleitungen so toll funktionieren, schreibt sie jeder. Damit deine Inhalte jedoch nicht im „Anleitungs-Einerlei“ untergehen, willst du ein weiteres Format hinzunehmen: den Irrtum.

Damit meine ich solchen Content, der auf mögliche Fehler deiner Interessenten eingeht ... sowie mit Mythen und Vorurteilen aufräumt.

Diese haben meist auch exzellente Klick-Raten: denn niemand will Fehler machen. Dir bietet diese Form von Content auch noch die Möglichkeit, deinen potenziellen Kunden sanft auf sein tatsächliches Problem aufmerksam zu machen.

Der Irrtum entspricht in seiner Form üblicherweise der Anleitung, lediglich der Fokus ist ein anderer.

Beispiele:

3. Die Meinung

Neben deinem Wissen willst du deinen Interessenten natürlich auch deine Meinung zu bestimmten Themen sagen. Dies gibt deinen potenziellen Kunden die Möglichkeit, sich mit dir zu identifizieren und dir, dich z.B. durch einen anderen Standpunkt, von deinen Mitbewerbern abzuheben.

Mit Meinungs-Artikeln kannst du deine Interessenten darüber hinaus auch sehr wirksam auf ihr tatsächliches Problem stoßen.

Deine Meinung kannst du dabei in fast jedes Format packen: Anleitung, Case Study, Ratgeber, Infografik, Video, Listen, Checklisten, Interview usw.

Beispiel:

4. Die Empfehlung

Wie der Name schon sagt, willst du deinen Interessenten auch Empfehlungen mitgeben. Dies können beste Blogs oder Apps sein. Oder auch Erfahrungen, die du gemacht hast. Empfehlungen unterstützen deinen potenziellen Kunden bereits bei der Entscheidungsfindung und zeigen ihm mögliche Lösungswege auf.

Dieses Format ist besonders geeignet für Listen und Checklisten. Aber auch Interviews und Infografiken sind gute Möglichkeiten, Empfehlungen auszusprechen.

Beispiele:

5. Die Vor- und Nachteile

Kommen wir nun zu dem Entscheidungsfindungsartikel: den Vor- und Nachteilen. Kein anderes Format ist besser geeignet, den Leser bei der Entscheidung zu unterstützen. Du kannst dabei sowohl auf allgemeine, als auch auf spezifische Vor- und Nachteile eingehen. Je nachdem, was deine Interessenten suchen.

Der größte Vorteil ist jedoch, dass der Artikel Objektivität vermittelt (auch ohne objektiv zu sein!) und so Vertrauen schafft.

Vor- und Nachteile können dabei Anleitungen sein, Case Studys, Kulissenblicke, Listen, Checklisten, Infografiken, Videos, Interviews, Portratis usw.

Beispiele:

6. Das Ergebnis

Das letzte Content-Format ist das sogenannte Ergebnis. Jeder Interessent möchte von dir wissen, welche Ergebnisse er dank deiner Produkte oder Dienstleistungen erzielt. Wie also sich sein Leben zum Positivem verändern wird. Dazu gehören Beispiele von deinen Kunden, Arbeitsproben in Form von z.B. Erfolgsgeschichten und Antworten auf Fragen wie „Wie lange dauert es wirklich?“, „Was kostet es?“ usw.

Neben dem klassischen Testimonial kannst du dies außerdem erreichen, indem du Arbeitsproben zeigst (so wie es z.B. Fotografen tun), die potenzielle Kunden hinter die Kulissen blicken lässt. Oder du nutzt Portraits und Interviews. Alles, was im Interessent den Wunsch weckt, „das“ auch haben zu wollen, ist hier richtig.

Beispiel:

Fazit

Ein neuer Interessent entscheidet sich in der Regel nicht sofort, bei dir zu kaufen. Sondern erst, wenn er genug Vertrauen in deine Expertise und Angebote aufgebaut hat und das Gefühl hat, genau dein Angebot unbedingt zu brauchen.

Begleitest du deinen potenziellen Kunden entlang der kompletten Customer Journey und lieferst ihm immer die richtigen Informationen zur richtigen Zeit, wird dir genau dieses Kunststück gelingen.

In diesem Artikel habe ich dir die übliche Customer Journey im Inbound Marketing einmal vorgestellt. Für jeden Schritt habe ich definiert, welche Fragen sich dein Interessent gerade stellt und welches Content-Format sie ihm optimal beantwortet.

Stellst du nun sicher, dass du alle diese Formate auf deinem Content Hub hast, kannst du sicher sein, alle Fragen deiner potenziellen Kunden zu ihrer Zufriedenheit zu beantworten. So gewinnst du neue Interessenten und begleitest sie optimal auf ihrem Weg vom ersten Kontakt zum Kauf.

Alles gar keine Hexerei, oder?

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https://www.chimpify.de/marketing/content-erstellen-produkte-dienstleistungen-verkauft/feed/ 15 https://www.chimpify.de/favicon.ico https://www.chimpify.de/favicon.ico
Die ultimative Checkliste, um ein Inbound Marketing Audit durchzuführen https://www.chimpify.de/marketing/inbound-marketing-audit/ https://www.chimpify.de/marketing/inbound-marketing-audit/#comments Thu, 06 Dec 2018 08:00:00 +0000 Inbound Marketing https://www.chimpify.de/marketing/inbound-marketing-audit/ Weiterlesen

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Vier Jahre.

So alt war meine Brille. Deshalb musste schleunigst eine neue her.

Da meine Krankenversicherung die Kosten übernimmt, musste ich vorher ein Attest vom Augenarzt besorgen. Kein Problem.

Als ich im Wartezimmer saß, dachte ich mir:

Verdammt, ich war wirklich lange nicht mehr hier!

Das letzte Mal saß ich vor sechs Jahren dort.

Nachdem der Doc seine Tests gemacht hatte, gleich ein kleiner Schock: Verdacht auf Glaukom (grüner Starr). Ist nicht heilbar. Kann man nur schieben.

Ich brauche echt nicht viel für meine Arbeit. Aber ein paar gute Augen und zwei Hände sind unerlässlich!

Ein paar Wochen später ging es zur Detailuntersuchung. Alles noch im Rahmen. Zum Glück! Aber ich sollte in einem halben Jahr wiederkommen. Zur Kontrolle. Und das werde ich jetzt regelmäßig machen!

Aber warum erzähle ich dir das?

Was hat das mit Inbound Marketing zu tun?

Genau wie in meinem Fall, solltest du aber nicht irgendwann „gezwungen“ werden, den Puls deines Inbound-Marketing-Systems zu fühlen und zu merken:

Verdammt! Ich habe hier diesen Punkt jahrelang schleifen lassen.

Du solltest also Vorsorge treffen und regelmäßig die wichtigsten Bestandteile checken. Damit du keinen Schock bekommst! 😉

Aber schauen wir uns erstmal genau an, was ein Audit im Inbound Marketing ist.

Was ist ein Inbound Marketing Audit?

Der Begriff „Audit“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „hören“. Ein bisschen weitergedacht ist ein Audit also eine strukturierte Überprüfung von etwas.

Bei einem Inbound Marketing Audit solltest du also dein Ohr auf die Leistung legen und deinem gesamten Inbound-Marketing-System einmal richtig zuhören.

Mithilfe eines Audits findest du Probleme und Verbesserungspotenziale. Du lernst die Stärken und Schwächen kennen. Außerdem kriegst du ein gutes Gefühl über den aktuellen Stand.

Du weißt wo du stehst.

Wenn du mit Inbound Marketing starten möchtest, solltest du dir eh erstmal einen Überblick verschaffen. Außerdem solltest du checken, was du bereits irgendwann mal erstellt hast, das du wiederverwenden kannst. Ich wette mit dir, in vielen Unternehmen verstecken sich wertvolle Schätze, die du nutzen kannst. Aber ein Audit ist auch ein toller Ausgangspunkt um deine Content-Marketing-Strategie zu überarbeiten.

„Audit“ klingt jetzt so hochgestochen, kompliziert und nach viel Arbeit. Ist es aber nicht. Ähnlich wie bei einer Inventur prüfst du einfach nur mal deinen „Lagerbestand“ und erhältst dadurch eine Momentaufnahme.

Es gibt viele verschiedene Arten von Audits. Entweder ein grobes Marketing Audit wie z.B. hier. Oder ein feines SEO Audit wie z.B. hier. Mit meiner Checkliste will ich dir so ein Mittelding liefern. Du solltest ganz nach der 80/20-Regel die wichtigsten Punkte durchleuchten, die den größten Hebel haben ... und sie danach umsetzen.

1. Funnel Audit

Schauen wir zuerst aus der Vogelperspektive, ob dein Inbound-Marketing-Funnel überhaupt funktioniert.

Wenn du noch gar kein Inbound Marketing betreibst, hast du vielleicht doch einzelne Punkte (wie z.B. Besucher), die du dir anschauen kannst. Ansonsten überspringst du den Punkt einfach.

Schaue also auf folgende Kennzahlen:

  • Ø Besucher - Wie viel Besucher ziehst du im Durchschnitt pro Monat an?

  • Ø CVR (Besucher > Kontakte) - Wie viel Prozent der Besucher werden im Durchschnitt zu Leads?

  • Ø Kontakte - Wie viel Leads generierst du im Durchschnitt pro Monat?

  • Ø CVR (Kontakte > Kunden) - Wie viel Prozent der Leads werden im Durchschnitt zu Kunden?

  • Ø Kunden - Wie viel Kunden generierst du im Durchschnitt mit Inbound Marketing?

  • Ø Umsatz - Wie viel Umsatz ist im Durchschnitt auf Inbound Marketing zurückzuführen?

Checken kannst du das mit Google Analytics, sofern du Ziele hinterlegt hast. KISSmetrics und Mixpanel können das auch.

Mache dich an dieser Stelle auch mit den Quellen vertraut. Wo kommen deine Besucher eigentlich her?

Der Funnel Audit ist der wichtigste Punkt. Wenn hier alles in Ordnung ist, wirst du keinen Schock bekommen. Aber da es ja bekanntlich immer besser geht, tauchen wir noch ein bisschen tiefer ein.

To-do: Suche nach Lecks und zoome mithilfe der weiteren Audits tiefer hinein

2. Buyer Persona Audit

Deine Buyer Persona ist immer der Ausgangspunkt. Sammle deshalb alles, was mit deiner Zielgruppe zu tun hat bzw. Erkenntnisse über sie liefern könnte zusammen:

  • Zielgruppendefinition - Hast du jemals deine Zielgruppe definiert?

  • Perfekter Kunde - Hast du jemals deinen Wunschkunden ausgemalt?

  • Buyer Personas - Hast du jemals eine Buyer Persona erstellt?

  • Umfragen - Hast du jemals Umfragen an deine Interessenten oder Kunden versendet?

Besonders die Ergebnisse der Umfragen solltest du dir noch mal in Ruhe anschauen. An dieser Stelle kannst du auch ein Blick auf demographische Social-Media-Daten (wie z.B. Facebook Insights) werfen.

Im Laufe der Zeit lernst du deine Kunden immer besser kennen. Dadurch werden deine Personas immer schärfer. Vorausgesetzt du überarbeitest sie auch! 😉

To-do: Erstelle eine Buyer Persona bzw. aktualisiere sie

3. Content Marketing Audit

Überprüfe zuerst, ob du bereits irgendwo noch Content rumliegen hast. Kannst du diese Inhalte recyclen? Alleine das Wissen in deinem Kopf und die deiner Mitarbeiter sowie Partner ist goldwert.

Stelle dir auch folgende Frage:

Ist mein Content Hub überhaupt verlockend genug, um Menschen anzuziehen?

Falls nicht, hast du die wichtigste Stellschraube gefunden. (Da ein nützlicher Content Hub das Herzstück im Inbound Marketing ist.)

Am besten schaust du dir noch mal dein gesamtes Content-Archiv anhand folgender Kriterien an:

  • Content Performance - Welche Inhalte und Themen kamen besonders gut an? Shares und Kommentare sind hier ein gutes Indiz.

  • Content-Länge - Wie lang sind deine Inhalte im Durchschnitt? Welche haben am besten performt? Bei Blogartikeln sind es mindestens 1.000 Wörter.

  • Content Schedule - Wie oft hast du Inhalte veröffentlicht? Einmal die Woche ist ein guter Richtwert.

Im Zuge dessen kannst du dein Archiv auch gleich ein bisschen auffrischen. Ich überprüfe hier gerne die Tags und aktualisiere oder lösche Inhalte.

Wirf währenddessen oder danach noch einen Blick auf folgende Kennzahlen:

  • Ø Besucher - Wie viel Besucher hast du im Durchschnitt pro Content?

  • Ø Shares - Wie viel Shares hast du im Durchschnitt pro Content?

  • Ø Share Rate - Wie viel Prozent der Besucher teilen deinen Content im Durchschnitt?

  • Ø Kommentare - Wie viele Kommentare bekommst du im Durchschnitt pro Content?

  • Ø Kommentar-Rate - Wie viel Prozent der Besucher kommentieren deinen Content im Durchschnitt?

  • Ø Conversions - Wie viel Kontakte oder Kunden werden im Durchschnitt durch deinen Content generiert?

  • Ø Conversion Rate - Wie viel Prozent der Besucher werden im Durchschnitt zu Kontakten oder Kunden?

Auf die Shares kommst du mit BuzzSumo oder SocialCount. Die Conversion-Geschichte kannst du mit Google Analytics machen.

Überprüfe hier auch noch mal die Quellen. Wo kommen die Besucher deiner Blogartikel, Podcast-Episoden oder Videos her? Welche drei Quellen dominieren?

To-do: Erstelle bzw. überarbeite deine Content-Marketing-Strategie

4. SEO Audit

Schaue hier zuerst auf deine Pillar Pages. Das sind die Content-Säulen, um die sich deine einzelnen Content-Stücke drehen. Kannst du hier noch etwas verbessern?

Schaue dir außerdem folgende Kennzahlen an:

  • Ranking Keywords - Wie viele Inhalte hast du, die ranken? Hast du überhaupt welche?

  • Top 10 - Wie viele Inhalte hast du, die in den Top 10 ranken?

  • Platz 1 - Wie viele Inhalte hast du, die auf Platz 1 ranken?

  • Ø Inbound Links - Wie viele Links von anderen Webseiten bekommt dein Content im Durchschnitt?

  • Ø Linking Domains - Wie viele andere Webseiten verlinken im Durchschnitt auf deine Inhalte?

  • Domain Authority - Wie stark ist deine Domain aus Sicht der Suchmaschine (hier mehr dazu)?

  • Ø Page Authority - Wie stark sind deine einzelnen Inhalte aus Sicht der Suchmaschine im Durchschnitt?

  • Ø Absprungrate - Wie viel Prozent deiner Besucher verlassen im Durchschnitt sofort deine Webseite?

  • Ø Page Speed - Wie schnell laden deine Seiten im Durchschnitt?

  • Broken Links - Hast du Inbound oder Outbound Links, die ins Leere führen?

Das Keyword-Ranking kannst du mit SERPs Keyword Rank Checker oder SEOBooks Rank Checker herausfinden. Die Link-Geschichte mit MOZ Link Explorer, Ahrefs oder SEMrush. Page Speed mit Pingdom. Und die lieben Broken Links mit Broken Link Check.

Das deine Webseite fehlerfrei und responsive sein sollte (und die OnPage-Optimierung stimmen sollte), sollte klar sein, oder?

Wie immer kannst du dich mit SEO verrückt machen. Generell ist mein Rat: Fokussiere dich auf richtig guten Content, der sich möglichst viral verbreitet. Damit hast du eine gute Voraussetzung, um auch gut in der Suchmaschine zu ranken.

To-do: Überlege, wie du deine Rankings verbessern kannst

5. Social Media Audit

Was machen deine Social-Media-Profile? Hast du überhaupt welche?

Überprüfe auch, ob mittlerweile ein Kanal wichtig oder unwichtig geworden ist. Hängt deine Zielgruppe immer noch da ab?

Und: Wie oft postest du dort? Gehe hier noch einen Schritt weiter und schaue auch nach relevanten Gruppen.

Checke außerdem noch deine Profile auf ein einheitliches Erscheinungsbild (Profilbild, Beschreibung, Coverfoto).

Wirf danach ein Blick auf folgende Kennzahlen:

  • Follower - Wie viel Menschen folgen deinem Profil?

  • Ø Reichweite - Wie hoch ist die Reichweite deiner Posts im Durchschnitt?

  • Ø Reichweiten-Rate - Wie viel Prozent der Follower sehen deine Posts im Durchschnitt?

  • Ø Engagements - Wie viele Likes, Shares, Kommentare und Reaktionen hast du pro Post im Durchschnitt?

  • Ø Engagement Rate - Wie viel Prozent deiner Follower, die den Post gesehen haben, haben im Durchschnitt darauf reagiert?

  • Ø Klicks - Wie viel Klicks erhalten deine Posts im Durchschnitt?

  • Ø Klick-Rate - Wie viel Prozent deiner Follower, die den Post gesehen haben, haben im Durchschnitt geklickt?

  • Ø Mentions - Wie oft wird deine Marke in dem jeweiligen Netzwerk im Durchschnitt erwähnt?

  • Ø Antwortzeit - Wie lange brauchst du im Durchschnitt um auf Engagements zu reagieren?

Mit ein bisschen Buddeln kriegst du die meisten der Kennzahlen mit dem Analytics Tools heraus, das die Netzwerke von Haus aus mitbringen. Alternativ kannst du dir Sprout Social oder Tailwind anschauen.

Generell macht es Sinn, Monitoring zu betreiben. Lege also z.B. mit Mention ein Keyword (z.B. deinen Markennamen, deinen Produktnamen oder relevante Themen) fest, schaue regelmäßig, was Leute darüber sagen und reagiere darauf.

To-do: Überlege, wie du dein Social-Media-Marketing verbessern kannst

6. Call-to-Action Audit

Wie sieht’s mit deinen Calls-to-Action (CTAs) aus? Hast du für z.B. deinen Newsletter, Kontaktformular, Webinar-Anmeldung oder Demo welche im Einsatz? Jede Seite sollte am besten einen Call-to-Action haben.

Achte außerdem darauf, ob sie verlockend genug sind. Kommunizieren sie einen Nutzen? Sind sie auffällig gestaltet (sie sollten immer herausstechen)? Wie wär’s mit zusätzlichem Social Proof (z.B. Anzahl der Follower, Testimonials, Trust-Symbole)?

Schaue an dieser Stelle auch auf folgende Kennzahlen:

  • Ø Besucher - Wie viel Besucher haben deinen CTA im Durchschnitt gesehen?

  • Ø Conversions - Wie viel Kontakte oder Kunden werden im Durchschnitt durch deinen CTA generiert?

  • Ø Conversion Rate - Wie viel Prozent der Besucher sind im Durchschnitt zu Kontakten oder Kunden geworden?

Das kriegst du auch mit Google Analytics heraus.

Generell ist es sinnvoll, wenn du dir immer für jede Seite überlegst, was das primäre Ziel ist und dich mit einem CTA darauf fokussierst.

To-do: Verbessere deine CTAs mithilfe von Best Practices und A/B-Tests

7. Landing Page Audit

Verschaffe dir zuerst einen Überblick über deine Landing Pages. Hast du welche im Einsatz? Sind sie noch aktuell? Brauchen sie vielleicht ein Update?

Außerdem: Wie gut konvertieren sie? Haben deine Landing Pages alle wichtigen Elemente? Wie sieht’s aus im Hinblick auf Best Practices aus? Kannst du da noch etwas verbessern?

Bei den Kennzahlen sind Landing Pages und Content sehr ähnlich. Deshalb solltest du auf folgende Punkte achten:

  • Ø Besucher - Wie viel Besucher hast du im Durchschnitt pro Landing Page?

  • Ø Shares - Wie viel Shares hast du im Durchschnitt pro Landing Page?

  • Ø Share Rate - Wie viel Prozent der Besucher teilen deine Landing Page im Durchschnitt?

  • Ø Conversions - Wie viel Kontakte oder Kunden werden im Durchschnitt durch deine Landing Page generiert?

  • Ø Conversion Rate - Wie viel Prozent der Besucher sind im Durchschnitt zu Kontakten oder Kunden geworden?

Und auch diese Kennzahlen kriegst du mit Google Analytics heraus.

Generell sind A/B-Tests der einzige Weg für eine bessere Conversion Rate. Brainstorme also neue Ideen und testen sie. Das ist ein Spiel, das niemals aufhört!

To-do: Verbessere deine Landing Pages mithilfe von Best Practices und A/B-Tests

8. E-Mail-Marketing Audit

Betreibst du bereits E-Mail-Marketing? Hast du E-Mail-Kampagnen und -Automation im Einsatz?

In welchem Format verschickst du die Dinger? Plain Text oder HTML? Plain Text ist immer ein guter Ausgangspunkt, da es persönlich wirkt.

Mache dich mit deinen versendeten E-Mails vertraut. Was hat gut funktioniert? Was schlecht? Schaue dabei besonders auf den Absender, die Betreffzeile, den Inhalt und ob ein klarer Call-to-Action vorhanden ist.

Wirf danach einen Blick auf folgende Kennzahlen:

  • Ø Öffnungen - Wie viele Öffnungen der E-Mails hast du im Durchschnitt?

  • Ø Öffnungsrate - Wie viel Prozent der Empfänger öffnen deine E-Mails im Durchschnitt?

  • Ø Klicks - Wie viel Klicks haben deine E-Mails im Durchschnitt?

  • Ø Klickrate - Wie viel Prozent der Empfänger klicken im Durchschnitt auf deine Links?

  • Ø Abmeldungen - Wie viel Abmeldungen hast du im Durchschnitt pro versendete E-Mail?

  • Ø Abmelderate - Wie viel Prozent der Empfänger melden sich im Durchschnitt pro versendete E-Mail ab?

  • Ø Bounces - Wie viele E-Mails kamen nicht beim Empfänger an?

  • Ø Bounce Rate - Wie viel Prozent der E-Mails kamen nicht beim Empfänger an?

Diese Kennzahlen sollte dir dein E-Mail-Tool liefern.

To-do: Überlege, wie du dein E-Mail-Marketing verbessern kannst

9. Mitbewerber-Analyse

Wir sind schon fast durch. Versprochen. Aber du solltest nicht nur nach unten auf dich schauen, sondern nach links und rechts auf deine Mitbewerber.

Mache dich also mit ihnen vertraut. Wer macht noch genau das, was du machst? Was funktioniert bei ihnen besser? Kannst du herausfinden warum? Vor allem aber solltest du schauen, was du anders machen kannst (um dich einzigartig zu positionieren).

Analysiere deine Mitbewerber anhand folgender Punkte:

  • Zielgruppe - Kannst du herauslesen, welche Zielgruppe sie anpeilen? Kannst du vielleicht sogar die Buyer Personas herausfinden?

  • Content - Wie sieht ihr Content Hub aus? Auf welches Content-Medium fokussieren sie sich? Wie lang sind deren Inhalte? Wie oft werden sie veröffentlicht? Wie oft werden sie geteilt und kommentiert?

  • SEO - Ranken sie mit relevanten Keywords in der Suchmaschine? Wie sieht ihre Domain Authority aus? Wie deren Inbound Links?

  • Social Media - Was machen sie auf Social Media? Wie viel Follower haben sie? Wie hoch ist ihre Engagement Rate? Welche Posts funktionieren besonders gut?

  • Landing Pages - Wie sehen die Landing Pages aus? Gibt’s Shares und Social Proof, die auf Beliebtheit deuten?

  • E-Mail-Marketing - Melde dich bei ihrem Newsletter an, um immer auf dem Laufenden zu bleiben. Manchmal ist es in Ordnung ein Spion zu sein! 🕵️‍♀️

Natürlich kommst du nicht an alle Kennzahlen. Aber viele Dinge sind abschätzbar. Außerdem kannst du mit den vorhin genannten Tools auch deine Mitbewerber durchleuchten.

To-do: Führe eine Mitbewerber-Analyse durch

10. Netzwerk-Audit

Eine Netzwerk-Liste ist eine Auflistung aller Unternehmen, Influencer, Blogs, Magazine, Personal Brands, Partner, Social-Media-Gruppen etc., mit denen du etwas zu tun hast bzw. zu tun haben möchtest.

Unsere Liste sieht so aus:

netzwerk liste

Im Zuge deines Inbound Marketing Audits solltest du deine Liste überarbeiten, damit sie auf dem aktuellen Stand ist. Folge ihnen abschließend auf Social Media und abonniere ihre RSS Feeds, um auf dem Laufenden zu bleiben.

To-do: Erstelle bzw. aktualisiere deine Netzwerk-Liste

Fazit

Generell erfordert es ein bisschen Rechnerei, um die Durchschnittswerte herauszufinden. Wenn’s schnell gehen muss, schaust du dir einfach die absoluten Zahlen an und bestimmst nach Bauchgefühl einen ungefähren Durchschnitt. Ist nicht sauber, reicht oft aber aus.

So. Jetzt hast du ein umfangreiches Inbound Marketing Audit durchgeführt. Was nun? Zuerst bist du ein großes Stück schlauer geworden:

Jetzt weißt du genau wo du stehst.

Ich bin immer wieder erstaunt, was für ein gutes Gefühl man über den aktuellen Stand bekommt. Nach dieser Momentaufnahme überlegst du dir einfach, was du alles besser machen kannst. Mir fallen jedes mal tausend Ideen ein, was wir noch besser machen können. Wichtig ist dabei immer, das du dich auf die Stellschrauben mit den 20% fokussierst, die 80% der Ergebnisse bringen.

Genau wie eine Vorsorgeuntersuchung beim Arzt, solltest du auch vorsorglich dein Ohr auf die Leitung legen und deiner Inbound-Marketing-Maschine zuhören. Mindestens einmal im Jahr. Ich habe dafür keinen festen Rhythmus, sondern checke das alles on the fly. Ich versuche fast täglich den Puls zu fühlen.

Da es oft sehr umständlich ist, diese ganzen Kennzahlen zu bekommen (warum ist Marketing Analytics so verdammt kompliziert?!), habe ich gleich ein Konzept für unseren neuen Analytics-Bereich erstellt. All diese Daten bekommst du in Zukunft ganz leicht zugänglich in Chimpify

Dieser Beitrag soll dir und mir als Checkliste dienen. Damit wir auch ja nichts vergessen. Fällt dir noch etwas ein, auf das man schauen sollte?

Ach, und meine neue Brille ist auch ziemlich geil! 🤓

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https://www.chimpify.de/marketing/inbound-marketing-audit/feed/ 10 https://www.chimpify.de/favicon.ico https://www.chimpify.de/favicon.ico
8 einfache Schritte, um eine simple Content-Marketing-Strategie zu erstellen https://www.chimpify.de/marketing/content-marketing-strategie/ https://www.chimpify.de/marketing/content-marketing-strategie/#comments Wed, 28 Nov 2018 08:00:00 +0000 Content Marketing https://www.chimpify.de/marketing/content-marketing-strategie/ Weiterlesen

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Wusstest du, dass 63% der Unternehmen keine dokumentierte Content-Marketing-Strategie haben?

Auf der anderen Seite sagen aber 46%, dass das Fehlen einer Strategie die größte Hürde beim Erreichen ihrer Inbound-Marketing-Ziele sei.

Wir kriegen das alle mit: Content Marketing wird immer beliebter. Es gibt immer mehr Content. Aber der Großteil davon erzeugt einfach nur Lärm. Er besitzt oft keine wirklich gute Qualität. Es wird vielleicht viel in die Content-Erstellung investiert, aber nicht genug in die Content-Strategie dahinter.

Hand aufs Herz, hast du eine schriftliche Strategie? Oder machst du alles on the fly?

Vielleicht denkst du, dass du das nicht brauchst. Aber irgendwann musst du dich hinsetzen und ein solides Fundament erschaffen, wenn du gute Ergebnisse erzielen möchtest.

Das Schöne ist, es muss nicht mal kompliziert sein. Ich habe schon mal etwas zur Inbound-Marketing-Strategie geschrieben. Aber ehrlich gesagt, war das viel zu umfangreich. Ich habe selbst nach dem Erstellen unserer Strategie nie wieder darauf geschaut. Deshalb habe ich jetzt das Framework noch mal stark vereinfacht.

Da der Begriff „Strategie“ für jeden eine andere Bedeutung hat, definieren wir ihn erstmal.

Was ist eine Strategie?

Der Begriff „Strategie“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet Heeresführung. Eine Strategie beschreibt ein langfristiges Vorgehen, um eine Vision zu erreichen.

Sie gibt Richtlinien, Regeln und somit eine Marschrichtung vor, um Entscheidungen zu treffen. Sie hilft dir also dabei, deine täglichen To-dos zu priorisieren.

Ganz anders verhält es sich mit der Taktik. Strategie ist etwas langfristig. Taktik etwas kurzfristiges. Eine Strategie würde festlegen, ob der Kampf überhaupt ausgetragen werden soll. Die Taktik dagegen, wie die einzelnen Truppen dabei vorgehen sollten.

Bruno Klumpp bringt es hier perfekt auf den Punkt:

Strategie, das sind manchmal einfach die Regeln, nach denen wir taktische Entscheidungen treffen.

Generell sollte man Strategie und Taktik nicht zu stark voneinander abgrenzen. Es sollte ein fließender Übergang sein. So wie das ganze Leben selbst.

Und bezogen aufs Content Marketing?

Was ist eine Content-Marketing-Strategie?

Zuallererst müssen wir zwischen Content-Strategie und Content-Marketing-Strategie unterscheiden.

Die Content-Strategie behandelt so ziemlich alles, was mit Content zu tun hat. Dazu zählen so Dinge wie die Webseite, Social Media, Visitenkarten, Rechnungen etc. Kristina Halvorson hat da mit „Content Strategy for the Web“ ein umfassendes Buch zu geschrieben.

Die Content-Marketing-Strategie dagegen fokussiert sich auf einen Teilbereich der Content-Strategie. Eine Content-Marketing-Strategie beschreibt das Wie. Wie planst du Marketing mithilfe von Content zu machen? Wie möchtest du mit nützlichen, unterhaltsamen und inspirierenden Inhalten ein Publikum aufbauen und damit dein Unternehmensziel erreichen?

Genauer gesagt beantwortet eine Content-Marketing-Strategie im Kern folgende Fragen:

  • Wen möchtest du erreichen?
  • Warum erstellst du Content?
  • Was macht dich einzigartig?

Und wie das alles im Detail aussieht, das schauen wir uns jetzt genauer an.

Schritt 1: Erstelle eine Buyer Persona

Jede gut Strategie beginnt mit der Zielgruppe. Aber da Menschen Geschäfte mit Menschen machen möchten, reicht eine reine Zielgruppedefinition nicht aus.

Deshalb solltest du einen Schritt weitergehen und eine „richtige“ Buyer Persona erstellen. Eine Buyer Persona ist eine erfundene Person, die aber auf echten Daten und Marktforschung beruht.

Hier sind aber nicht nur die demographischen Kriterien (wie z.B. Alter, Geschlecht und Wohnort) wichtig, sondern vor allem die psychografischen Daten. Also das, was deine Persona fühlt. Worüber macht sie sich Sorgen? Was sind ihr Probleme, Wünsche, Ängst und Hoffnungen? Alleine diese Insights bringen eine Menge tiefe in deinen Content.

Besuche also die Webseiten und Blogs, die sie besucht. Erhalte die Newsletter, die sie bekommt. Schaue in Social-Media-Gruppen, wo sie abhängt. Lies die Magazine, die sie liest.

Mache dich einfach mit der Gefühlswelt deiner Buyer Persona vertraut.

Notiere dir an dieser Stelle auch wo sie abhängt (z. B. Webseiten, Blogs, Gruppen, Foren etc.). Das kannst du später für die Content-Vermarktung gebrauchen.

Setzt dich also hin und definiere zuerst deine Zielgruppe (z.B. „kleine Unternehmen“). Danach segmentierst du diese (z.B. Solopreneure, Freelancer, Gründer, Startups, typische kleine Unternehmen etc.). Hier kannst du Umfragen für deine Abonnenten bzw. Kunden erstellen und auch Social-Media-Daten (wie z.B. Facebook Audience Insights) hinzuziehen. Danach erstellst du pro Segment eine Buyer Persona. Wie das im Detail geht, zeige ich dir hier. Am einfachsten ist es, wenn du nur eine Persona hast. Je weniger, desto besser.

Beispiel: 

chimpify buyer personas

Schritt 2: Lege dein Warum fest

Sicherlich kennst du den TED Talk von Simon Sinek. Wenn nicht, dann schaue ihn dir unbedingt an. Und selbst wenn, man kann nie genug davon bekommen:


Genau deshalb solltest du auch deine Content-Marketing-Strategie mit einem klaren Warum beginnen. Dein Content Hub (Blog, Podcast, Video-Kanal oder Membership) braucht einen Zweck, eine Mission. Etwas, woran du glaubst.

Warum existierst dein Content Hub? Warum kümmerst du dich täglich darum? Warum sollte es jemanden interessieren?

Und „mehr Umsatz machen“ akzeptiere ich nicht! 😛

Ich z.B. glaube daran: „Was nicht wächst, das stirbt“. Deshalb helfen wir kleinen Unternehmen, mehr Wachstum zu erzielen. Wir helfen also dem „kleinen Mann“ oder der „kleinen Frau“ größer zu werden. Das finde ich nobel. Wenn wir das mit unserem Inbound Marketing Blog schaffen, dann bin ich happy!

Um auf dein Warum zu kommen, kannst du folgende einfache Formel verwenden: „Wir helfen [Zielgruppe][Ziel] zu erreichen“. Oder du setzt dich mal in Ruhe hin, gehst tief in dich und schaust, was dir wichtig ist.

Beispiel:

Was nicht wächst, das stirbt. Daran glauben wir. Deshalb helfen wir kleinen Unternehmen, weiter, schneller und nachhaltiger zu wachsen.

Schritt 3: Beschreibe deine Vision

Jede gute Strategie braucht auch immer eine fesselnde Vision. Ein klares Bild von der Zukunft, das zum Handeln motiviert.

Im Inbound Marketing willst du, dass deine Kunden zu dir kommen. Also musst du immer zu einer Ressource werden. Zu einer wahren Quelle voller nützlicher Inhalte. Mein Kollege Norbert Schuster nennt es auch die „Wasserloch-Strategie“. Eine schöne Metapher dafür!

Male dir also ein Bild von deinem zukünftigen Content Hub. Wie sieht das Ding aus? Was kann es? Was für Vorteile hast du davon? Hast du einen der größten Blogs in deiner Branche, der oft erwähnt und verlinkt wird? Hast du einen erfolgreichen Podcast, der ständig bei iTunes rankt? Einen riesigen Video-Kanal, der dich in Talk Shows bringt? Oder einen kostenlosen Membership-Bereich mit tausenden Mitgliedern, die sich gegenseitig unterstützen?

Stelle dir also die Frage: Wie sieht Erfolg aus und wie kann ich ihn messen?

Ich will mit unserem Blog zu der Ressource für Inbound Marketing werden. Genau so, wie wir damals mit dem affenblog zu der Quelle zum Thema „Bloggen“ geworden sind. Wenn du an Inbound Marketing denkst, soll dir sofort Chimpify und Bono (unser Logo bzw. Maskottchen) in den Sinn kommen.

Die konkreten Meilensteine und Ziele kommen dann später beim Doing. Dann setzt du dir z.B. einfach das Ziel, deine ersten 100 E-Mail-Abonnenten zu erreichen. Danach die ersten 1.000, dann die ersten 10.000. Damit bist du dann auch erstmal ein paar Jahre beschäftigt! 🙂

Beispiel:

Wir sind für Selbständige, Startups und kleine Unternehmen die „Go to“-Ressource zum Thema Inbound Marketing.

Schritt 4: Positioniere deinen Content

Du solltest nicht nur deine Produkte positionieren, sondern auch deinen Content bzw. deinen Content Hub. Isabell Schäfer hat hier einen spannenden Gastbeitrag bei uns dazu geschrieben.

Als ich 2012 anfing war das anders. Heute gibt es so viel Content. Und es wird immer mehr. Manche sprechen sogar schon vom Content-Schock. Aber es gibt immer eine Lücke. Und diese Lücke musst du finden und besetzen.

Schaue also nach links und rechts. Was machen deine Mitbewerber? Und was kannst du besser bzw. anders machen? Beachte hierbei auch, dass Fernsehsendungen, Print-Magazine, Radio etc. auch Content-Konkurrenz sind.

Hier ein paar Fragen, die dir dabei auf die Sprünge helfen:

  • Welches Content-Medium benutzen sie?
  • Wie oft veröffentlichen sie Inhalte?
  • Über welche Themen berichten sie?
  • Wie richtig, tiefgründig und nützlich sind ihre Inhalte?

Überlege dir also, was deinen Content von anderen Inhalten abhebt. Was macht ihn einzigartig? Was macht ihn zur Purple Cow?

Ich beobachte das häufig im deutschsprachigen Raum, dass der Inhalt einfach nicht gut genug ist. Du kannst dich also in vielen Branchen noch einfach dadurch positionieren, dass du richtig guten Content erstellst. Das ist einfach in der Theorie und schwer in der Praxis. Aber definitiv machbar!

Ich finde selbst im Marketingbereich, wo es ja eigentlich nahe liegen sollte, ist immer noch viel Raum. Deshalb ist unsere Positionierung in Kurzform auch:

Mach’ einfach geilen Content!

Capterra formuliert es hier dagegen z.B. so: „Wir wollen dauerhaft aktuelle Leitfäden und besonders aufschlussreiche Artikel schreiben, die Menschen Dinge in einem anderen Licht sehen lassen. Dabei muss es nicht unbedingt immer um Software oder Technik gehen, solange der Fokus auf den Problemen liegt, die unserem Publikum am Herzen liegen und für die es Lösungen sucht.“

Wenn es z.B. genug Text-Content gibt, mache doch einfach einen Podcast? Oder wenn alle trocken und langweilig über ein Thema schreiben, dann sei doch mal super unterhaltsam? Du kannst dich also über das Medium differenzieren. Aber auch z.B. über Eigenschaften deines Contents (so wie wir das machen).

Wenn’s gar nicht mehr geht: Die letzte Instanz ist immer deine Person. Du bist einzigartig. Niemand hat die selbe Geschichte wie du. Deshalb würde z.B. der eine deinen Blog lesen (weil er dich und deine Schreibstimme mag) und nicht den anderen.

Beispiel:

  • Fachlich
  • Tiefgründig
  • Locker flockig
  • Transparent
  • Viele (eigene) Geschichten

Schritt 5: Lege deine Messages fest

In diesem kleinen Schritt überlegst du dir, welche Messages du unterschwellig mit deinem Content kommunizieren möchtest.

Was für Werte soll deine Zielgruppe mit deiner Marke verbinden? Was soll hängen bleiben?

Das passiert bei der Content-Erstellung ganz automatisch. Aber es ist strategisch sinnvoll, dass du das bewusst einmal niederschreibst, was du mitteilen möchtest ... und immer wieder darauf achtest.

Wir wollen z.B. als Experten im Inbound-Marketing-Bereich wahrgenommen werden. Damit haben wir dann auch das „Recht“, eine Inbound-Marketing-Plattform anbieten zu dürfen. Mir ist es wichtig, dass wir wissen, wie man mit Inbound Marketing sein Unternehmen zum Wachsen bringt und ich möchte, dass wir das vorleben. Locker, cool und sympathisch ... naja, so sind wir einfach! 😬

Beispiel:

  • Wir sind die Inbound-Marketing-Experten
  • Wir praktizieren, was wir predigen
  • Wir sind locker, cool und sympathisch

Schritt 6: Definiere deine Kategorie

Wir Menschen denken leider in Schubladen. Das hören wir nicht gerne, ist aber so. So machen wir uns die Welt einfacher.

Deshalb solltest du dir bei deiner Content-Marketing-Strategie genau überlegen, in welche Schublade du gesteckt werden möchtest.

Bestimme also die Kategorie, und am besten die ganze Baumstruktur dorthin.

Die Navigation von Amazon malt ein schönes Bild, wie die Kategorien in den Köpfen der Menschen wohl aussehen:

content marketing strategie kategorie  

Aber eigentlich bin ich der Meinung, du solltest so tief in deiner Branche sein, dass du das aus dem Stegreif nennen könntest.

Beispiel:

Business > Marketing > Inbound Marketing

Schritt 7: Lege deine Themen fest

Langsam aber sicher nähern wir uns immer mehr der Content-Planung.

In diesem Schritt überlegst du dir die Themen, die es in deiner Kategorie gibt und über die du Content erstellen möchtest.

Mache dazu gerne eine Keyword-Recherche, um auf die verschiedenen Themen zu kommen. Aber auch wie bei der Kategorie solltest du das eigentlich aus dem Eff­eff brainstormen können.

Unten siehst du unsere Themen. Das sind die Säulen, um die sich unsere einzelnen Inhalte die ganze Zeit drehen und drehen werden. Diese Themen gehen wir jetzt mehr oder weniger nacheinander an.

(Diese Themen sind in der Regel auch gleichzeitig deine Pillar Pages, die du nicht vernachlässigen solltest.)

Beispiel: 

  • Inbound Marketing
  • Content Marketing
  • Bloggen
  • E-Mail-Marketing
  • Social Media
  • SEO
  • Landing Pages
  • CRO
  • Überschriften
  • Werbetexten
  • Psychologie
  • Marketing
  • Storytelling
  • Design
  • Analytics

Schritt 8: Erstelle deinen Redaktionsplan

Am Ende angekommen, lässt du alles schön in einen Redaktionsplan einfließen. Hier und hier findest du Beiträge von uns dazu.

Generell kannst du bei einem Redaktionsplan mehrere Wege gehen. Hier mal einige, die dich zum Nachdenken anregen sollten:

  • Buchstruktur - Du erstellst ein komplettes Inhaltsverzeichnis eines Buchs und erstellst anhand dessen einen Redaktionsplan.

  • SEO-Fokus - Du betreibst Keyword-Recherche, erstellst eine Liste der Keywords und priorisierst diese. Das wäre quasi dann dein Redaktionsplan.

  • Bauchgefühl - Du hast keinen roten Faden, sondern orientierst dich daran, wo der Schmerz bei deiner Zielgruppe im Moment am größten ist.

Wichtig ist hier, wenn du dich für einen Weg entscheidest, dass du diesen konsequent verfolgst. Ansonsten bringt das alles nichts.

Beispiel:

redaktionsplan chimpify 2018  

Fazit

Ich bin ein großer Fan von "on the fly". Aber alles im Leben braucht ein solides Fundament. Deshalb ist eine simple Content-Marketing-Strategie auch Voraussetzung dafür, wenn du mit Inbound Marketing gute Ergebnisse erzielen möchtest.

Wir haben uns in diesem Beitrag langsam von einer groben Strategie zu einem konkreten Action-Plan herangetastet. Diese ganzen Punkte solltest du jetzt schriftlich festhalten (unsere findest du hier). Teile gerne dein Dokument mit uns in den Kommentaren. Ich würde auch gerne mal einen Blick drauf werfen!

Eine wichtige Sache noch, die mein lieber Kollege Bernd Geropp hier beschreibt:

Eine Strategie basiert auf unvollständigen Informationen. Eine Strategie beruht immer auf Annahmen.

Deshalb solltest du lean an die Sache herangehen. Fange also mit den besten Behauptungen an und optimiere deine Strategie 1-2 mal pro Jahr.

Mit deinem Action-Plan kannst du jetzt losmarschieren. Denn die beste Strategie ist die, die du befolgst.

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Wie du trotz DSGVO mit einem Freebie rechtssicher Leads generieren kannst https://www.chimpify.de/marketing/trotz-dsgvo-leads-generieren/ https://www.chimpify.de/marketing/trotz-dsgvo-leads-generieren/#comments Mon, 19 Nov 2018 08:00:00 +0000 Recht https://www.chimpify.de/marketing/trotz-dsgvo-leads-generieren/ Weiterlesen

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Grundsätzlich ist Inbound Marketing bezahlter Werbung datenschutzrechtlich überlegen.

Immerhin erfasst und verarbeitest du die Daten der Kunden dann selbst.

Bei bezahlter Werbung musst du die Daten deiner Kunden dagegen regelmäßig an einen Dritten weitergeben. Das kann z.B. eine externe Plattform sein, auf die du deine Daten hochlädst (wie etwa bei Facebook die Custom Audiences).

Eins der effektivsten Tools im Inbound Marketing ist nach wie vor das E-Mail-Marketing. Hier war es bis zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) allgemein üblich, ein sog. „Freebie“ oder „Lead Magnet“ im Tausch gegen die E-Mail-Adresse des Kunden anzubieten.

Es gab (oder gibt bei einigen immer noch) ein kostenloses Produkt, dass der Interessent nur erhielt, wenn er gleichzeitig seine Einwilligung zum Erhalt von Werbung per E-Mail (meistens ein Newsletter) erteilte.

Aber dann kam das Kopplungsverbot.

Das Kopplungsverbot

Das „Koppeln“ ist seit dem Erlass der Datenschutzgrundverordnung jedoch nicht mehr ohne weiteres zulässig.

Neu wurde mit der DSGVO ein echtes Kopplungsverbot eingeführt.

Nach Art. 7 Abs. 4 DSGVO muss jeder Eintrag in den Newsletter freiwillig sein. „Freiwillig?“ fragst du zu Recht. „Klar, ich zwinge meinen Kunden doch nicht!“ Ja und nein. Denn nach der genannten Norm muss bei der Freiwilligkeit:

„… dem Umstand in größtmöglichem Umfang Rechnung getragen werden, ob unter anderem die Erfüllung eines Vertrags, einschließlich der Erbringung einer Dienstleistung, von der Einwilligung zu einer Verarbeitung von personenbezogenen Daten abhängig ist, die für die Erfüllung des Vertrags nicht erforderlich sind.“

Nicht ganz einfach zu verstehen. Aber im Ergebnis darf die Einwilligung zu dem Versand von Werbung (z.B. eines Newsletters) nicht von einem Vertrag oder dem Erhalt einer Dienstleistung abhängig gemacht werden.

Du darfst deinem Kunden nicht sagen, er kommt irgendeine Leistung nur, wenn er dafür in den Erhalt von Werbung einwilligt.

Die freiwillige Einwilligung

Stattdessen ist immer ein echter Opt-in erforderlich.

Deinem Kunden muss also das Freebie ohne Kopplung an die Einwilligung angeboten werden - ohne voreingestelltes Häckchen!

Hier ist dementsprechend Variante 1, die zulässig ist:

Lade dir mein E-Book „In 7 Tagen ohne Aufwand zum Glück“ herunter und stimme zusätzlich bitte durch den Eintrag deiner E-Mail-Adresse hier zu, dass ich dich wöchentlich über Neuigkeiten zu Glück, Persönlichkeitsentwicklung und mein Coaching-Angebot sowie Neuigkeiten in meinem Unternehmen informieren darf. Bitte trag dich in meinen Newsletter ein. Du erhältst vor der Anmeldung noch eine genaue Schilderung der Anmeldung und zu den von dir gespeicherten Daten. Du kannst dich jederzeit über einen Link in dem Newsletter oder eine formlose Mail an die im Impressum angegebene E-Mail-Adresse wieder abmelden. Alle Informationen dazu stehen in unserer Datenschutzerklärung.

Die Zulässigkeit ergibt sich daraus, dass ein Download des E-Books auch ohne die Einwilligung möglich ist und nirgendwo auch nur der Eindruck erweckt wird, beides sei aneinander gekoppelt.

Der Beispieltext ist die Langfassung mit allen erforderlichen Angaben für das Opt-in. Aber dir dürfte klar sein, dass deine Conversion Rate in mehrfacher Hinsicht nicht perfekt werden dürfte! 😉

Selbst wenn die E-Mail-Adresse erforderlich ist, um dem Kunden die (kostenlose) Leistung zuzustellen (z.B. eine Anmeldung zu einem Online-Kurs, der nicht zum Download bereit steht), darf die Adresse hinterher nicht für Werbung verwendet werden! Dies ging erst dann, wenn der Kunde parallel ein echtes Opt-in für den Versand von Werbung bzw. eines Newsletters ankreuzt.

Die Variante 2 würde dann so aussehen:

Bitte melde dich hier für meinen Online-Kurs „In 7 Tagen ohne Aufwand zum Glück“ an:

Stimme zusätzlich bitte hier mit Ankreuzen zu, dass ich dich wöchentlich über Neuigkeiten zu Glück, Persönlichkeitsentwicklung und mein Coaching-Angebot sowie Neuigkeiten in meinem Unternehmen informieren darf. Bitte trag dich in meinen Newsletter ein. Du erhältst vor der Anmeldung noch eine genaue Schilderung der Anmeldung und zu den von dir gespeicherten Daten. Du kannst du dich jederzeit über einen Link in dem Newsletter oder eine formlose Mail an die im Impressum angegebene E-Mail-Adresse wieder abmelden. Alle Informationen dazu stehen in unserer Datenschutzerklärung.

Die kostenlose Leistung (Freebie)

Ein theoretisches Gegenargument wäre, dass kostenlose Leistungen keine „Bestechung“ im Sinne des Art. 7 Abs. 4 DSGVO sind. Aber das ist bereits nach dem Wortlaut des Gesetzes nicht richtig.

Ein Vertrag oder eine Dienstleistung liegt auch bei einer kostenlosen Leistung vor.

Nach § 516 BGB ist selbst eine Schenkung ein Vertrag. Daher geht die wohl herrschende juristische Meinung davon aus, dass auch echte Freebies, also kostenlose Leistungen, als gekoppeltes Angeboten verboten sind.

Das kostenpflichtige Angebot, die Ausnahme?

Etwas weitergehend soll die Kopplung aber nach Meinung der Datenschutzkonferenz zulässig sein. Darin heißt es:

„Bei „kostenlosen“ Dienstleistungsangeboten, die die Nutzer mit der Zustimmung für eine werbliche Nutzung ihrer Daten „bezahlen“ (z.B. kostenloser E- Mail-Account gegen Zustimmung für Newsletter-Zusendung als „Gegenfinanzierung“), muss diese vertraglich ausbedungene Gegenleistung des Nutzers bei Vertragsabschluss klar und verständlich dargestellt werden.“

Wenn das richtig wäre, könntest du deine Gegenleistung (das Freebie) einerseits kostenpflichtig und alternativ auch kostenlos gegen die E-Mail-Adresse anbieten. Das ist eine Meinung, die man inzwischen verbreitet im Internet finden kann (z.B. hier und hier).

Genau betrachtet ist das aber ein klassischer Fall der Kopplung.

Die Zustimmung zum Erhalt der Werbung ist dann eben von einer vertraglichen Leistung abhängig - und zwar auch noch einer wertvollen, weil sie sogar kostenpflichtig angeboten wird. Damit ist genau das erfüllt, was vom Kopplungsverbot verhindert werden soll: Eine „Bestechung“ des Nutzers zur Preisgabe seiner Daten.

Die Datenschutzkonferenz ist auch nur eine Meinungsäußerung der Datenschutz-Behörden. Am Ende entscheiden in jedem Fall die Gerichte allein. Meines Erachtens besteht dabei ein hohes Risiko, dass ein Gericht auch die Gestaltung der Datenschutzkonferenz als unzulässige Kopplung ansehen wird. Auch in diesem Beitrag wird davor gewarnt, die Anforderungen an die Kopplung vorschnell zu gering anzunehmen.

Wenn du das so machst, musst du in Kauf nehmen, dass du gegebenenfalls erfolgreich abgemahnt wirst.

Die Lösung: Erlaubte Werbung für Bestandskunden!

Jetzt müssen wir leider die Rechtsgrundlagen wechseln und ich muss einen kleinen Schritt mit dir zurück machen, ehe wir einen großen Schritt vorwärts kommen können.

Vielleicht etwas überraschend, nach dem es immer um die DSGVO ging:

Nicht das Datenschutzrecht ist die eigentliche Rechtsgrundlage zu Werbung per Mail.

Die DSGVO regelt nur das Kopplungsverbot und das Tracking, regelt aber nicht, unter welchen Umständen Werbung per Mail überhaupt zulässig ist.

Vielmehr ergibt sich das aus dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Nach § 7 UWG sind bestimmte Formen des Direktmarketings als sog. „Belästigung“ unlauter und damit verboten und abmahnbar. Wir alle sollen vor invasiver Werbung geschützt werden. Für E-Mails ergibt sich näheres aus § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG: Werbung per Mail ist nur nach vorheriger Einwilligung des Empfängers zulässig. Deshalb braucht man ein (nicht voreingestelltes) Opt-in, genauer sogar ein Double Opt-In.

Das soll hier nicht Gegenstand sein (näher dazu hier). Festzuhalten bleibt nur, dass die maßgebliche Regelung, wann Werbung erlaubt ist, im UWG getroffen wird. Zwar erlaubt auch Art. 7 DSGVO den Versand von Werbung nur mit Einwilligung, doch beruht § 7 Abs. 3 UWG auf der Richtlinie 2002/58/EG und ist damit auch für die später erlassene DSGVO eine weitere zulässige Ausnahmeregelung. Das hat am 7.11.2018 auch die Datenschutzkonferenz bestätigt: Nach § 7 Abs. 3 UWG erlaubte Werbung ist auch nach der DSGVO gestattet.

Und in diesem UWG gibt es tatsächlich eine Ausnahme, die sich zulässig verwenden lässt, um ein Freebie letztlich zur Leadgewinnung einzusetzen. Und das Beste ist, sie ist gerade immerhin von einem Obergericht bestätigt worden (dazu gleich mehr)! Aber der Reihe nach.

Das vermutest du bei einem juristischen Beitrag sicher bereits: Keine Regel ohne Ausnahme! Eine Ausnahme, in der Werbung auch ohne vorherige Einwilligung (Opt-in) zulässig ist, ist in § 7 Abs. 3 UWG zu finden. Dieser erlaubt unter bestimmten Umständen Werbe-Mails an Empfänger zu senden, die bereits Kunden sind.

Es sind aber drei wichtige Voraussetzungen einzuhalten, die wir uns nachfolgend kurz näher ansehen sollten:

  1. Zunächst darf man nach § 7 Abs. 3 Nr. 2 UWG nur Werbung für den Bereich machen, in dem der Kunde vorher bereits gekauft hat (einem Kunden für Waschmaschinen kann danach nicht zulässig Kosmetik angeboten werden).
  2. Es muss bei der erstmaligen Speicherung der Daten des Kunden darauf hingewiesen worden sein, dass er der Verwendung seiner Daten für künftige Werbung ohne besondere Kosten jederzeit widersprechen kann.
  3. Es muss der Hinweis zu 2. in jeder Werbung auf Basis des § 7 Abs. 3 UWG wiederholt werden.

Bestandskunden bewerben: So geht’s

Eine zulässige E-Mail an Altkunden nach § 7 Abs. 3 UWG darf nur versendet werden, wenn es sich bei dem beworbenen Produkt oder der beworbenen Dienstleistung um ein „ähnliches Angebot“ handelt.

1. Ähnliches Angebot

Erforderlich ist dafür immer ein Vergleich zwischen dem Angebot, dass der Kunde bereits erworben hat und dem Angebot, für das geworben wurde. Wer ein Kleidungsstück kauft, kann nicht für ein Coaching zur Persönlichkeitsentwicklung angeschrieben werden, wohl aber für passende Schuhe.

Viele Anbieter werden sich aber ohnehin nur in einem bestimmten Markt aufhalten und deshalb im Regelfall lauter „ähnliche Angebote“ haben. Insofern kannst du dem Empfänger sicher immer ein ähnliches Angebot machen. Je ähnlicher sich die Leistungen sind, desto besser natürlich.

2. Freebie und danach Newsletter

Willst du diese Norm für ein Freebie nutzen, musst du also dem Kunden genau ein solches Freebie erfolgreich anbieten.

Nimmt der Kunde das Freebie an und gibt dafür seine E-Mail-Adresse an, darfst du ihm zwar noch keinen Newsletter schicken, aber eben für ein ähnliches Angebot werben!

Du könntest also dem Kunden, der ein E-Book zu einem Thema runtergeladen hat, einen weitergehenden Kurs anbieten, oder, oder oder. Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt (vorausgesetzt natürlich immer: Ähnlichkeit). Und im Rahmen dieser Werbung darfst du dann dem Kunden eben auch deinen Newsletter anbieten! Es ist immer noch ein Double Opt-in erforderlich, aber das muss eben nicht in der Eile auf der Website ausgefüllt werden, sondern du kannst den Kunden im Rahmen einer E-Mail zu einem ähnlichen Angebot von deinem Angebot überzeugen.

3. Kostenlose und kostenpflichtige Leistungen

Offen war bisher vor allem die Frage: Ist ein kostenloses Angebot, dass der Kunde bereits angenommen hat, mit einem kostenpflichtigen Angebot vergleichbar? Genau hierzu hat jetzt das OLG München mit Urteil vom 15.02.2018 (Az.: 29 U 2799/17) eine wichtige Entscheidung zugunsten von Marketern getroffen.

Darin hatte ein Verbraucherverein abgemahnt, dass eine Partnerschaftsbörse gegenüber Mitgliedern, die kostenlos Mitglied waren, per Mail für die kostenpflichtige Mitgliedschaft geworben hatte. Die Abmahnung war nicht erfolgreich. Das OLG entschied, dass das kostenpflichtige Produkt einem kostenfreien Produkt ähnlich sein kann. Damit war die Werbung nach § 7 Abs. 3 UWG erlaubt. Damit gerät uns hier zum Vorteil was für die Kopplung noch ein Nachteil war: Auch eine kostenlose Leistung begründet einen Vertrag.

Aber halt! Noch nicht zur Umsetzung schreiten! Zwei wichtige Voraussetzung brauchen wir noch! 😉

To-do: Hinweis beim Opt-in

Fast immer scheitert eine solche Gestaltung an der letzten Voraussetzung des § 7 Abs. 3 UWG – die aber, und das ist die gute Nachricht – von dir unschwer hergestellt werden kann.

Erforderlich ist nämlich, dass der Kunde bei seiner ersten Bestellung darauf hingewiesen wurde, dass er der Speicherung seiner Daten jederzeit widersprechen darf.

Dementsprechend sieht die zulässige Variante 3, die nur ein Freebie ausliefert, so aus:

Gib hier deine E-Mail-Adresse ein und ich schicke dir kostenfrei mein E-Book „In 7 Tagen ohne Aufwand zum Glück“:

Du kannst der Verwendung deiner E-Mail-Adresse jederzeit durch Betätigen des Abmeldelinks in von uns gesendeten E-Mails oder eine formlose Mail an mail@megavielglueck.de jederzeit widerrufen.

Achtung: Diese Gestaltung erlaubt nur Werbung für ähnliche Produkte, noch nicht den Versand des Newsletters!

Beachte also: Mit dem einfachen Hinweis auf das Widerspruchsrecht kannst du dem Kunden nach jeder Bestellung immer zulässig Werbung für ähnliche Produkte schicken. Kunden von easyRechtssicher wissen es schon lange: Dieser Hinweis sollte bei keiner Bestellung (und keinem Freebie) fehlen. Beachte aber, Kunden, die so hingewiesen wurden und bestellt haben, dürfen noch nicht in die allgemeine Mailing-Liste. Es ist immer noch ein Opt-in des Kunden erforderlich.

To-do: Hinweis in jeder Mail

Weiter ist der Hinweis auf das Widerspruchsrecht auch noch in jeder Werbemail zu wiederholen. Megavielglück.de könnte also die nächste Werbung wie folgt gestalten:

Ach, eine Sache noch ...

Danke für die Bestellung meines E-Books! Wie du vielleicht bereits gemerkt hast, ist "Mega viel Glück" nicht ohne total tolle Habits zu erreichen. Ich helfe dir aber gern, ich biete dir aufbauend auf dem E-Book meinen E-Mail-Kurs: Total tolle Habits in 7 Wochen für nur 77 Euro inkl. MwSt. ohne Versandkosten. Kaufe hier.

Noch mehr Glück findest du in meinem wöchentlichen Newsletter über Glück, Habits und wie man immer und überall nur Glück verspürt mit vielen Angeboten zu Coaching und Lifestyledesign, kostenlos und jederzeit abbestellbar. Bitte klicke hier, du erhältst dann noch eine Bestätigungsmail, in der ich dich noch mal umfassend über die Datenverarbeitung aufkläre. Erst nach Betätigung des Links wirst du in meine Newsletter-Mailing-Liste aufgenommen.

Du kannst der Verwendung deiner E-Mail Adresse für Werbung jederzeit durch Betätigen dieses Abmeldelinks oder eine formlose Mail an mail@megavielglueck.de jederzeit kostenlos widerrufen.

E-Mail-Impressum

Fazit

Die DSGVO hat es Webseitenbetreibern und Marketern nicht leichter gemacht. Insbesondere das Kopplungsverbot macht die bisher verbreitete Leadgewinnung mit Freebies gefährlich.

Risikofreudige Naturen können einfach das Freebie explizit als Gegenleistung anbieten und hoffen, dass sich die Auffassung durchsetzt, nach der das erlaubt ist.

Noch besser - auch für die Conversion - ist es, deinen Sales Funnel mit den Voraussetzungen des § 7 Abs. 3 UWG zu gestalten:

Weist du bei Gewinnung der E-Mail-Adresse und später bei jeder Werbung auf das Widerspruchsrecht hin, darfst du den Kunden noch für ähnliche Leistungen werblich ansprechen.

Eine schlanke und einfache Lösung, oder?

Update: Erstes obergerichtliches Urteil zum Kopplungsverbot

Inzwischen ist die - soweit erkennbar - erste obergerichtliche Entscheidung zum Kopplungsverbot ergangen. Das OLG Frankfurt (Urt. v. 27.06.2019, Az.: 6 U 6/19) hat in durchaus überraschender Deutlichkeit entschieden, dass die DSGVO kein eigentliches Kopplungsverbot enthält.

Das OLG führt aus:

„Freiwillig“ ist gleichbedeutend mit „ohne Zwang“ ..... Der Betroffene muss also eine echte oder freie Wahl haben und somit in der Lage sein, die Einwilligung zu verweigern oder zurückzuziehen, ohne Nachteile zu erleiden .... Insbesondere darf auf den Betroffenen kein Druck ausgeübt werden. Ein bloßes Anlocken durch Versprechen einer Vergünstigung, etwa - wie hier - einer Teilnahme an einem Gewinnspiel, reicht dafür aber nicht aus ..... Der Verbraucher kann und muss selbst entscheiden, ob ihm die Teilnahme die Preisgabe seiner Daten „wert“ ist.“

Auffällig ist, dass das OLG Art. 7 Abs. 4 DSGVO nicht einmal erwähnt. Eine echte Auseinandersetzung mit den datenschutzrechtlichen Grundlagen fehlt bei dem OLG Frankfurt daher. Entsprechend formiert sich grade aus dem Lager der Datenschützer bereits Kritik. Es wäre daher vorschnell, bereits Entwarnung an der Kopplungsfront zu geben.

Ich bin durchaus geneigt, dem OLG Frankfurt für normale Freebies Recht zu geben. Wenn man verneint, dass Verbraucher sich ein Freebie bewusst gegen ihre Daten verschaffen können, ist es mit Mündigkeit nicht mehr weit her. Grade bei Gewinnspielen – wie im Fall des OLG Frankfurt - kann man das aber sogar am ehesten anders sehen. Sog. „aleatorische Anreize“ (die auf den Spieltrieb des Menschen zielen), sind dafür bekannt, dass sich viele Menschen dem nur schwer entziehen können. Millionen deutsche Lottospieler jede Woche sprechen eine deutliche Sprache.

So oder so, die Rechtslage ist mit der Entscheidung des OLG Frankfurt nicht geklärt. Eine Abmahnung bei Kopplung ist aber etwas weniger wahrscheinlich geworden.

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7 fundamentale Elemente, um ein Blog-Design zu erstellen, das konvertiert https://www.chimpify.de/marketing/blog-design/ https://www.chimpify.de/marketing/blog-design/#comments Mon, 01 Oct 2018 08:00:00 +0000 Design https://www.chimpify.de/marketing/blog-design/ Weiterlesen

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Ich mache mir gerade Gedanken über unser neues Blog-Design.

Wenn du mir auf Instagram folgst, hast du vielleicht gesehen, dass ich einen neuen Style Guide für Chimpify erstellt habe.

Darauf aufbauend möchten wir unseren Blog, unsere Webseite und natürlich auch unser Tool neu designen.

Wir fangen mit dem Blog an, weil er am wichtigsten ist. Aber das habe ich ja bereits im letzten Beitrag besprochen.

Deshalb dachte ich mir, schreibe ich passend dazu einen Artikel, damit du auch etwas Nützliches davon hast. Vielleicht bist du auch gerade dabei, dein Blog-Layout zu überarbeiten?

Bevor wir aber zu den Elementen kommen, reisen wir ein bisschen in die Vergangenheit zurück.

Welche Blog-Designs hatten wir im Einsatz?

Als ich 2012 mit dem affenblog angefangen habe, habe ich mich für dieses Layout entschieden:

blog design 2012

Haha, die Affenmaske und das „Affenjunge“ war etwas zu viel des Guten! ;)

Die nächsten Jahre sah es dann so aus:

2013

blog design 2013

2014

blog design 2014

2015

blog design 2015

2016

blog design 2016

Hach ... ich liebe es, in Nostalgie zu schwelgen. Aber back to topic.

Was fällt dir auf, wenn du dir die alten Designs anschaust? Wir sind immer mit dem typischen Standard-Layout gefahren: Content links, Sidebar rechts.

Das hat super funktioniert. Vor allem, wenn du dir das Wachstum der Abonnenten anschaust. Aber warum? Zuerst dachte ich, weil es dem F-Muster entspricht:

f pattern 3

Aber wie Neil Patel hier schön beschrieben hat, scheint es in Wirklichkeit kein F-Muster zu geben. Es lag also daran, dass es Standard war.

Warum ist ein minimalistisches Blog-Design nicht immer das Richtige?

Doch dann, als wir den affenblog in Chimpify verwandelt haben, wollten wir kein Standard und haben uns gegen eine Sidebar entschieden:

blog design 2018

Mir war es wichtig zu kommunizieren, dass wir kein Blog mehr sind, sondern ein Startup. Deshalb lag es nahe, auch ein modernes Blog-Design zu nehmen. Mit nur einer Spalte. So wie das z.B. Intercom, Buffer und Medium auch machen.

Das Layout ohne Sidebar klingt zuerst sehr sinnvoll: Es gibt nur den Text und sonst nichts. Er hat die volle Aufmerksamkeit. Der Besucher hat einen klaren Pfad. Außerdem zeigt diese Google-Studie, dass komplexe Webseiten als nicht schön empfunden werden.

Aber im Hinblick auf Kennzahlen wie Shares und Conversions war das keine gute Idee!

Die Share Rate ist gesunken. Auch die Conversions sind gefallen. Warum?

Die Google-Studie stellte auch fest, dass Gewohntes ebenfalls mit Schönheit korreliert. Das heißt, dass Standard-Designs als schön empfunden werden, weil sie ein gewohntes Layout haben.

Aus diesen Gründen gehen wir mit unserem Blog-Design erstmal wieder back to the roots. Dabei fokussieren wir uns auf folgende Elemente:

1. Content-Bereich

blog design content bereich

Das ist der wichtigste Bereich. Content ist der Grund, warum Menschen deine Webseite besuchen. Aber der Inhalt alleine sorgt nicht dafür, dass du deinen Besucher zum Konsumieren verleitest. Es kommt auch auf die Verpackung an.

Achte bei deinem Content-Bereich also auf folgende Punkte:

1.1 Above the Fold

Benutze ein nicht zu großes Beitragsbild (auch wenn es im Moment vielleicht modern ist). Deine Überschrift ist das wichtigste Element. Das Bild zieht zwar die Aufmerksamkeit auf sich. Aber deine Überschrift zieht deinen Besucher in deinen Content. Deshalb sollte sie, und am besten der erste Satz, sofort sichtbar sein:

blog design content bereich above the fold

Du solltest die Scrollrate niemals unterschätzen (passend dazu hier eine interessante Case Study von Sumo).

1.2 Textbreite

Sorge dafür, dass dein Text nicht zu breit ist:

blog design content bereich textbreite

60-80 Zeichen pro Zeile sind optimal. Das sind je nach Schriftgröße ca. 600-800px. Deshalb sind Spalten in einer Zeitung auch so schmal, damit sie leicht lesbar sind.

1.3 Schriftart

Benutze keine kleine Schriftart. 17-21px sind hier optimal. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, schaue dir große Magazine wie Wired, Medium, CNET, The Economist, NY Times, Forbes, Zeit, Spiegel Online etc. mit WhatFont an:

whatfont spiegel online

Die haben alle eine gut lesbare Schrift. Sie sitzen auf eine Menge Daten, haben die Erfahrung und das Wissen. Das solltest du für dich nutzen.

Achte auch darauf, dass die Schriftart nicht zu dick, aber auch nicht zu dünn ist und einen ordentlichen Kontrast hat. Schwarze Schrift auf weißem Hintergrund ist immer am besten. Ob du eine Schriftart mit oder ohne Serifen wählst ist heute im Prinzip egal.

1.4 Whitespace

Achte darauf, dass dein Text nicht bis zum Rand geht. Sorge also für ordentliche Abstände. Sorge für ordentlich Luft zum Atmen:

blog design content bereich abstaende

Benutze außerdem ordentlich Abstände zwischen Absätzen, Zwischenüberschriften und Listen.

2. Call-to-Action (CTA)

blog design cta

Beim Inbound Marketing geht’s immer darum, die Erlaubnis einzuholen, deine Besucher kontaktieren zu dürfen. Deshalb geht’s in diesem Beitrag auch darum, wie du ein Blog-Design erstellst, das konvertiert. Das Besucher in Abonnenten verwandelt.

Deshalb brauchst du einen Call-to-Action. Am besten einen Lead Magnet. Du brauchst ein unwiderstehliches Angebot im Gegenzug für die wertvollen Kontaktinformationen (z.B. die E-Mail-Adresse).

Zuerst kannst du kostenlose Updates anbieten. Das kannst du sofort machen. Das ist aber nicht schmackhaft und überzeugend genug. Setze deshalb noch einen drauf und biete etwas mit mehr Mehrwert an. Zum Beispiel:

  • Ein E-Book
  • Einen E-Mail-Kurs
  • Einen Video-Kurs
  • Einen Mitgliederbereich
  • etc.

Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Besonders spannend finde ich den E-Mail-Kurs, da er sehr viel Mehrwert verspricht, du ihn aber on the fly erstellen kannst.

Wenn du einen CTA erstellst, solltest du darauf achten, dass folgende Punkte vorhanden sind:

  • Nutzen - Was sind die Benefits von deinem Angebot? Was hat dein Besucher davon? Zum Beispiel: „Lerne, wie du mehr Traffic bekommst“.

  • Eigenschaften - Was für Features enthält dein Angebot? Was ist genau drin? Zum Beispiel: „In 12 Lektionen, lernst du...“

  • Social Proof - Wie kannst du noch mehr Vertrauen wecken? Arbeite hier mit Trust-Symbolen, „Bekannt aus“-Bannern und Testimonials. Zum Beispiel: „Tritt über 10.000 Abonnenten bei“.

Generell macht es Sinn, wenn du deinen Call-to-Action als Mini-Landing-Page betrachtest und darauf achtest, dass möglichst alle notwendigen Elemente vorhanden sind.

Wichtig an dieser Stelle ist auch, wo du deinen CTA einfügst. Das sind die besten Orte:

2.1 Normaler CTA

Das ist ein „normaler“ Call-to-Action, den du in die Sidebar und unter deinen Beitrag packen solltest. Das ist mittlerweile Standard und funktioniert gut.

2.2. In-Content CTA

Calls-to-Action im Content sind besonders interessant, weil sie sehr viel Aufmerksamkeit bekommen (eben genau so viel wie der Inhalt). Daher haben sie auch immer hohe Conversion Rates. Optimal sind hier Content Upgrades, die sich auf das jeweilige Thema beziehen und weiterführende Infos bieten.

2.3 Popup

Auch wenn Popups immer etwas nervig sind, funktionieren sie gut. Vor allem Exit Intent Popups, die sich öffnen, wenn dein Besucher versucht die Seite bzw. den Tab zu schließen.

Generell solltest du damit aber nicht übertreiben. Ich bin immer für „langfristig ein positives Gefühl mit der Marke verbinden“, als zu krass auf die Conversion optimieren.

-

Generell ist das so, dass das, was am Anfang und am Ende kommt, am meisten Aufmerksamkeit bekommt. Das solltest du bei deinem Blog-Design in Zusammenhang mit deinen Calls-to-Action immer im Hinterkopf behalten.

Neben der Leadgenerierung kannst du noch weitere CTAs einbauen, die direkt auf dein Produkt oder deine Dienstleistung Aufmerksam machen. (Du kannst sogar so weit gehen, nur solche Calls-to-Action zu verwenden. Auch wenn das für den Anfang nicht ratsam ist.)

3. Pillar Pages

blog design pillar pages

Das nächste Element ist eine kleine unscheinbare Navigation, die du meistens in der Sidebar oder als horizontale Navigation findest.

Pillar Pages (oder auch „Content Landing Pages“ bzw. „Cornerstone Content“ genannt) sind Seiten, die sich um ein bestimmtes Thema drehen und weiterführende Infos sowie Content bieten. Es sind quasi Kategorieseiten, nur viel besser und durchdachter. Man betrachtet sie eher als Landing Pages. Dadurch erzeugst du aus der Sicht der Suchmaschine eine bessere Blog-Architektur.

Von deinen Beiträgen, Gastbeiträgen und auch von deinem Blog-Design verlinkst du zu diesen Seiten. Dementsprechend ranken sie gut. Erst dadurch schaffst du generell langfristig mit konkurrenzstarken Keywords zu ranken.

4. Beliebteste Beiträge

blog design beliebteste beitraege

Nachdem du deinen Besucher in deinen Content gezogen hast und er fertig konsumiert hat, sieht er im besten Fall einen Call-to-Action und konvertiert. Aber das ist natürlich nicht immer der Fall.

Wenn es nicht so ist, dann sind die beliebtesten Beiträge perfekt dafür, um ihn noch weiter eintauchen zu lassen und zu überzeugen sowie mehr von deinem Unternehmen erfahren zu lassen.

Nach ein paar Jahren wirst du nur eine Handvoll Beiträge haben, die gut performen. Sie werden fleißig geteilt, haben eine gute Conversion Rate und ranken vielleicht auch ziemlich gut. Das sind deine besten Stücke. Diese solltest du nicht verstecken, sondern prominent platzieren! Dein Besucher muss davon erfahren.

Außerdem bauen beliebte Beiträge deine Autorität auf. Wenn du viele gute Beiträge mit vielen Shares und Kommentaren hast, impliziert das, dass dein Content gut ist.

5. Über-Bereich

blog design ueber bereich

Menschen kaufen von Menschen. Menschen bauen Beziehungen zu Menschen auf. Deshalb interessiert deinen Besucher immer, wer der Mensch bzw. die Menschen hinter deinem Blog sind.

Bloggen ist ein sehr persönliches Medium. Ist es schon immer gewesen.

Sorge deshalb dafür, dass du eine gute Autorenbio nach deinem Beitrag im Einsatz hast. Aber auch in der Sidebar könntest du einen Über-Bereich platzieren, um ihn noch prominenter darzustellen. So wie es Mark Maslow z.B. hier macht:

blog design marathonfitness

Das baut Vertrauen auf und macht deinen Blog sofort menschlicher. Wie bereits in der Sumo Case Study erwähnt, scrollt nicht jeder unbedingt nach unten. Deshalb kann es sehr sinnvoll sein, den About-Bereich Above the Fold zu platzieren.

Wie schreibst du eine gute Autorenbio? Hier sind die wichtigsten Elemente:

  • Nutzen - Wie und warum kannst du helfen? Zum Beispiel: „Bono ist auf einer Mission, dir zu helfen, mehr Traffic zu bekommen“.

  • Klarheit - Was machst du genau? Zum Beispiel: „Das erreicht er mit seinen affenstarken Beiträgen“.

  • Autorität - Was macht dich zu einer Autorität? Was macht dich glaubwürdig? Zum Beispiel: „Er ist bekannt aus t3n, BASIC thinking und Lead Digital.“

  • Call-to-Action - Was ist deine Handlungsaufforderung? Was soll dein Besucher als nächstes tun? Zum Beispiel: „Folge ihm auf Twitter“.

Autoren arbeiten hart dafür, Content zu erstellen und sollten deshalb nicht versteckt werden. Du solltest sie öffentlich feiern!

Auch eine Übersicht der Autoren auf einer Autorenseite kann sinnvoll sein. Der eine mag eben den Autor. Der andere den anderen.

6. Share Buttons

blog design share buttons

Beim Content Marketing möchtest du ja, dass deine Inhalte fleißig geteilt werden und sich so möglichst viral verbreiten, um deine Reichweite zu erhöhen.

Neben der Conversion für dein E-Mail-Abonnement ist das Teilen deiner Beiträge ein wichtiges Element. Es ist ein gutes Indiz dafür, wie gut dein Content bei deinem Publikum ankommt.

Sorge also dafür, dass du deine Share Buttons prominent platzierst und das sie nicht untergehen. Achte passend dazu auch darauf, dass Social-Proof-Elemente (Testimonials, "Bekannt aus"-Banner etc.) gut sichtbar sind (Above the Fold). Das erzeugt mehr Vertrauen und wirkt sich sicherlich auf die Shares aus.

7. Suche

blog design suche

Am Anfang ist eine Suche noch nicht so wichtig bzw. gar nicht notwendig. Aber ab ca. 50 Beiträgen macht Sie Sinn.

Dein Besucher ist es heute dank Google einfach gewohnt, Keywords in ein Suchfeld einzugeben und Content zu erhalten. Platziere also ein Suchfeld in der Sidebar und auch auf der Blog-Übersicht.

So erhältst du noch mehr Seitenaufrufe. Das sollte sich indirekt auch wieder auf deine Conversions auswirken.

Wie sieht nun das perfekte Blog-Design aus?

Für einen einzelnen Beitrag solltest du dich an folgendes Layout halten:

blog design

Und wie sieht’s mit der Blog-Übersicht (also der Blog-Startseite) aus?

Der simpelste Weg ist es, einfach das gleiche Layout zu verwenden. Aber auch ein Kachel-Layout ist userfreundlich, schön und es kann ein Call-to-Action perfekt eingebaut werden. Wir kennen das von klassischen Karten, Pinterest oder YouTube:

blog design beitragsuebersicht

Egal ob du dich für eine große Karte oder für kleine Kärtchen entscheidest, sollten sie immer folgende Elemente beinhalten:

  • Beitragsbild
  • Überschrift
  • Autor
  • Shares
  • Kommentare
  • Evtl. Datum
  • Evtl. Kategorie
  • Evtl. Textauszug

An dieser Stelle brauche ich glaube ich das Thema mobile friendly nicht mehr erwähnen, oder? Gerade heute sollte dein Blog-Design vor allem für mobile Endgeräte passen.

20 Beispiele für schöne Blog-Designs

Bevor wir zum Ende kommen, hier noch mal einige schöne (und sicherlich auch konversionstarke) Blog-Layouts, die dich inspirieren sollen:

HubSpot

blog design hubspot

Unbounce

blog design unbounce

Hootsuite

blog design hootsuite

Lean Content Marketing

blog design lean content marketing

toushenne

blog design toushenne

konversionskraft

blog design konversionskraft

chainrelations

blog design chain relations

Copyblogger

blog design copyblogger

Invision

blog design invision

Groove

blog design groove

Neil Patel

blog design neil patel

Backlinko

blog design backlinko

Help Scout

blog design help scout

Drift

blog design drift

Buffer

blog design buffer

Moz

blog design moz

Canva

blog design canva

Wistia

blog design wistia

ConversionXL

blog design conversionxl

Intercom

blog design intercom

Kennst du noch andere schöne Blog-Designs? Dann ab damit in die Kommentare! ;)

Fazit

Ehrlich gesagt mag ich fancy. Fancy ist hip, cool und modern. Aber das sind Eigenschaften, die dein Unternehmen nicht wirklich weiterbringen. Viel wichtiger ist es, dass dein Blog-Design konvertiert. Dass es funktioniert.

Deshalb bin ich davon überzeugt, dass das klassische Layout weiterhin das beste für den Start ist. Deine Besucher sind es einfach gewohnt. Starte deshalb genau damit.

Wenn’s läuft, solltest du dich aber nicht ausruhen und weiter optimieren. Füge bestimmte Elemente hinzu oder entferne sie und schaue was passiert. Wir starten jetzt auch wieder mit dem Standard-Layout und testen danach weiter.

Auch wenn’s grundsätzlich eine gute Idee ist, deine Marke zu differenzieren, ist das Layout nicht das richtige Medium dafür. Deshalb: 

Sei anders, in dem, was du sagst. Aber sei Standard, in dem, wie du es verpackst.

Was denkst du, was ist das beste Blog-Design?

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3 solide Methoden, um einen besseren Draht zu deiner Zielgruppe zu finden https://www.chimpify.de/marketing/methoden-zielgruppe-besseren-draht/ https://www.chimpify.de/marketing/methoden-zielgruppe-besseren-draht/#comments Thu, 20 Sep 2018 08:00:00 +0000 Marketing https://www.chimpify.de/marketing/methoden-zielgruppe-besseren-draht/ Weiterlesen

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Marketing steht und fällt mit einer auf die Zielgruppe angepassten Kommunikation.

Damit möchte ich sagen, dass der mächtige Hebel der zielgruppenspezifischen Ansprache definitiv ein Zeitinvest und etwas Gehirnschmalz wert sind.

Aber warum ist das so?

In jedem Kommunikationsprozess wird versucht Sinn zu übertragen. Sinn, welchen das empfangende Medium (deine Zielgruppe) interpretieren und im Bestfall adaptieren soll.

Jeder kennt Situationen, in welchen das Gefühl entsteht, dass der Gegenüber die eigenen Worte nur der Höflichkeit halber abnickt, aber nicht wirklich in sich aufnimmt.

Wer also Inbound Marketing betreibt, ohne sich vorher Gedanken über seine Zielgruppe und eine entsprechende Ansprache zu machen, könnte metaphorisch mit einem Jäger verglichen werden, der mit seiner Schrotflinte in den Wald schießt und hofft, dass irgendetwas umfällt.

Was aber könntest du erreichen, wenn dir Kenntnisse über Bedürfnisse, Ängste, kognitive Muster und Probleme deiner Zielgruppe vorliegen? Wie könnte das deine Inbound-Marketing-Strategie positiv beeinflussen?

Das sind Fragen, die sich dieser Beitrag widmet. Fangen wir aber ganz am Anfang an.

Der Mensch konstruiert seine eigene Realität

Es ist schon absurd, wenn das menschliche Gehirn versucht das menschliche Gehirn zu verstehen. Fast so, als würde eine Katze ihren eigenen Schwanz jagen.

Dennoch haben Neurobiologen, vor allem in der nahen Vergangenheit interessante Entdeckungen gemacht.

Besonders spannend sind Studien zu Extremwerten, den Savants (die Wissenden). Diese rund 100 Menschen weltweit haben außergewöhnliche Begabungen in Mathematik, obskurem Faktenwissen oder Musik, sind oft aber nicht in der Lage, ein Ei zu braten, geschweige denn die Informationsflut auf einem belebten Platz zu filtern.

Diese „Unfähigkeit“ beruht darauf, dass die Savants zusätzliche Areale ihres Gehirns für die Nutzung ihrer außergewöhnlichen Begabungen belegen. Areale, welche der Otto-Normalverbraucher für selektive Wahrnehmung oder Gedächtnisspeicher reserviert, um vereinfachte Modelle unserer Welt zu erstellen.

Hierfür sorgen sogenannte Mindsets oder auch Bewusstseins-Filter. Diese Filter ermöglichen, dass wir größtenteils nur das sehen, was wir auf Basis unserer bisherigen Erfahrungen erwarten. Eine subjektive Realität also. Hätten wir diesen Bewusstseins-Filter nicht, würden wir die Welt ähnlich wahrnehmen wie die Savants. So wie sie wirklich ist: Jeden Tag anders.

90% unbewusst, 10% bewusst. Wer kontrolliert hier wen?

Das Gehirn hat also gelernt einen Durchschnitt zu bilden und nur das jeweils Wesentliche zu realisieren.

So weiß beispielsweise jeder Mensch, wo sein Joghurt im Supermarkt steht, kennt Hunderte von Läden und Tausende von Produkten.

Im Umkehrschluss aber blenden wir Millionen von Details aus.

Ähnlich selektiert das Gehirn auf einer Webseite, beim überfliegen eines Blogartikels, beim Lesen einer E-Mail. Der Nutzer evaluiert in wenigen Sekunden Hunderte von Botschaften, Texten und Bildern. Diese Eindrücke erzeugen die subjektive Realität des Nutzers und entscheiden darüber, wie das weitere Handeln ablaufen wird. Bis zu 90% des Erfassten ist hierbei unbewusster Natur.

Der Nutzer interpretiert also größtenteils im Autopilot. Handlungsentscheidungen über das Gesehene werden geradezu aufdiktiert. Es stellt sich also die Frage, wer hier am Ende das Sagen hat. Wer ist der Regisseur und wie viel Kontrolle hat der Mensch wirklich?

Der Mensch läuft online auf Autopilot

Gerade online muss sich der Mensch auf Basis einer stark reduzierten Wahrnehmungsebene zurechtfinden.

Keine Gerüche stimulieren ihn, den nächsten Shop für Backwaren beim Vorbeischlendern anzusteuern. Es besteht keine Möglichkeit, Mimik und Gestik in einem Webseite-Nutzer-Dialog zu bewerten.

Wie aber funktioniert die digitale Kommunikation und wie sondiert der Nutzer die eintreffenden Botschaften?

Zum einen geschieht dies über bereits erwähnte selektive Wahrnehmung und Gedächtnisspeicher (die Struktur), welche jeder Mensch im Laufe seines Lebens individuell ausbildet. Zum anderen aber sorgen sogenannte kognitive Heuristiken für die Selektion und Interpretation von Informationen.

Heuristiken sind mentale Strategien, Faustregeln oder Abkürzungen, die helfen, mit begrenztem Wissen und in kurzer Zeit Entscheidungen zu treffen und Urteile zu fällen.

Der mentale Autopilot navigiert den Menschen also erfolgreich und oft unbewusst durch den (Online-) Alltag. Dieser Autopilot ist demnach ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Kommunikation.

Und eine erfolgreiche Kommunikation zwischen deiner Marketing-Maßnahme und deiner Zielgruppe, ist doch letztendlich das, worum es beim Inbound Marketing geht.

Wir haben nun also gelernt, dass der Mensch nur für ihn relevante Informationen an sich heran lässt, oft unbewusst selektiert und entscheidet ... und eine subjektive Realität auf Basis bereits gemachter Erfahrungen bildet.

Bevor wir jetzt an dieser Stelle weiter in theoretische Grundlagen eintauchen und uns in dem endlosen Kosmos der psychologischen Interpretation menschlicher Handlungsmuster verlieren, schlagen wir besser die Brücke zur Praxis, oder? :)

Warum ist das eigentlich so wichtig?

Oftmals besteht ein nicht unerhebliches Delta zwischen dem Gedankengut der Person, welche den Content kreiert und dem jener Person, welche den Content nützlich und interessant finden soll.

Marketer stellen sich gerne einmal fleißige Content-Staubsauger vor, welche den ganzen Tag nur darauf warten endlich den lang ersehnten neuen Content schnupfen zu dürfen.

Diese überspitzt formulierte Analogie soll verdeutlichen, dass Menschen gerne aneinander vorbei denken. Steve deShazer bringt das ziemlich gut auf den Punkt:

Kommunikation ist eine Kette mehr oder weniger nützlicher Missverständnisse.

Wie wir bereits gelernt haben, ist jedes Individuum Herr seiner eigenen Realität und bestimmt selbst, welche Information in diesem Sinn transportiert oder welche abprallt und im Nichts verpufft.

Diese Firewall (den Filter) gilt es also zu überwinden um in die Struktur der Zielperson eindringen zu können. Haben wir das geschafft, können wir darauf abzielen, Synapsen-Verbindungen zu aktivieren.

Widmen wir uns deshalb drei Methoden, welche dir helfen, einen besseren Draht zu deiner Zielgruppe zu finden.

1. Empathy Maps

Hierbei handelt es sich um eine Technik, welche es ermöglicht die Perspektive einer bestimmten Person einzunehmen.

Das Ziel ist es nicht nur die Einflüsse Rund um die Person greifen zu können, sondern auch letztendlich Pains und Gains zu erkennen, um darauf besonders eingehen zu können.

So sieht eine leere Empathy Map aus:

empathy map erklaerung

Um das Ganze nun etwas greifbarer zu machen, stellen wir uns folgendes Szenario vor: Jens F., 32 Jahre, männlich möchte gerne Computer-Hardware kaufen. In diesem Fall würde die Empathy Map so aussehen:

empathy map beispiel

Beim Erstellen der Empathy Map solltest du versuchen, eine konkrete Person zu visualisieren und dessen Perspektive in einem Gedankenexperiment einzunehmen. Das ist oft nicht einfach, aber diese Übung hilft auch, in anderen Lebenslagen zwischenmenschliche Situationen besser deuten zu können und allgemein emphatischer durch das Leben zu wandeln.

Idealerweise lassen sich Empathy Maps in einem Team aus mehreren, möglichst unterschiedlichen Personen anwenden, um ein breites Spektrum an verschiedenen Sichtweisen zu erhalten. Dadurch können in der Regel mehr Faktoren berücksichtigt werden.

Wie könnte nun ein möglicher Einsatz im Inbound Marketing aussehen?

Sagen wir, du willst ein neues Themengebiet erschließen oder mit einem bereits bestehenden mehr Menschen überzeugen. Dazu widmest du dich als erstes der Produktion bzw. Optimierung des Contents (Marktforschung, Wettbewerbsanalysen und andere Tätigkeiten mal außen vor).

Bestimmt hast du schon ein ungefähres Bild vom Inhalt im Kopf, aber ist das auch dakor mit den Bedürfnissen deiner Zielgruppe? Würde deine Zielgruppe die Inhalte gut finden und teilen oder engagen?

Zunächst erstellst du bzw. optimierst du die Inhalte so, wie du sie selbst gut finden würdest, eben aus deiner Perspektive heraus, wie es in der Praxis meistens der Fall ist. Jetzt aber, schaltest du noch einen Schritt zwischen Fertigstellung und Publikation.

Hier kommt die Empathy Map ins Spiel.

Zunächst definierst du eine Mission bzw. ein Szenario. Zum Beispiel recherchiert Mona - 28 Jahre alt - nach einem Kinderwagen, sie erwartet in vier Monaten ihr erstes Kind. Zum Glück für Mona, betreibst du eine Seite, welche sich unter anderem mit diesem Thema beschäftigt. Das Szenario ist also gesetzt. Mona soll einen Kinderwagen der zu ihren Anforderungen passt finden und letztendlich auch konvertieren.

Jetzt schlüpfst du in die Rolle von Mona und hältst alle Eindrücke die dir dabei widerfahren in der Empathy Map (im jeweiligen Sektor) fest. Nach dem Festhalten der Eindrücke wirst du in der Lage sein, Pains und Gains von Mona abzuleiten.

Was genau möchte sie haben? Was ist ihr dabei besonders wichtig? Wovor hat sie Angst? Dadurch wirst du wertvolle Rückmeldung zu Defiziten und nicht genutzten Potentialen erfahren.

Jetzt kannst du das gelernte umsetzen und mit einer besseren Zielgruppenkommunikation an den Start gehen.

2. Personas

Personas sind fiktive Personen, welche repräsentativ für eine Zielgruppe stehen.

Das Entwerfen von Personas macht die Zielgruppe greifbar, liefert wichtige Antworten und ermöglicht das Modellieren von User Journeys. Dadurch ist es möglich, Bedürfnisse und Ängste der Zielgruppe in Entscheidungen mit einfließen zu lassen. 

Kleiner Tipp: Stelle bei jedem Meeting bzw. Brainstorming einen leeren Stuhl an den Tisch (das hat Jeff Bezos bei Amazon auch immer gemacht). Auf diesem Stuhl sitzt der imaginäre Nutzer und diskutiert mit. Solche oder ähnliche Techniken können zusätzlich helfen, die Perspektive des Nutzers zu verstehen und in Entscheidungen mit einzubeziehen.

Auch hier wieder ein kleines Beispiel. Das ist Rüdiger:

persona ruediger

Zusätzlich zu der Persona selbst, hilft ein sogenanntes Mood Board, um Rüdiger als Person noch greifbarer zu machen. Das könnte zum Beispiel so aussehen:

moodboard ruediger

Auch an dieser Stelle kommt dir vielleicht die Frage auf, wie du das Ganze nun sinnvoll im Inbound Marketing nutzen kannst?

Zunächst der Leitgedanke von Personas: Eine Persona ist ein ständiger Begleiter, der dich auf Schritt und Tritt verfolgt und jedes mal rüffelt, wenn du eine Entscheidung auf Basis einer subjektiven Empfindung hin treffen möchtest.

In jedem Fall stellst du dich also immer einem Disput, in welchem Reibung erzeugt wird. Reibung bedeutet aber auch Fortschritt. Triffst du also Entscheidungen gemeinsam mit einem Repräsentanten deiner Zielgruppe, wirst du in der Regel erfolgreicher agieren.

Gleiches gilt natürlich auch im Inbound Marketing. Wenn du dir zu beginn oder später die Zeit nimmst und eine oder mehrere Personas definierst, welche deine Zielgruppe repräsentieren, kannst du diese immer wieder als Entscheidungshilfe heranziehen.

So wirst du zu jeder Zeit eine gewisse Nähe zu deinen Kunden halten können. Hänge dir deine Persona in dein Büro, deinen Meetingraum und stelle deine Persona auch für Partner bereit, sodass alle gleichgesinnt kommunizieren können.

Eine Persona sollte nicht stagnieren, sondern sich mit deiner Unternehmung weiterentwickeln, wie ein echter Mensch mit dem Alter und den gemachten Erfahrungen.

Wie aber erstellst du jetzt am Besten eine Persona?

Das “wie” kann viele Gesichter annehmen, in manchen Unternehmen werden dafür tagelange Workshops mit mehreren Teilnehmern angesetzt und andere machen das nach gusto nebenbei. Wie intensiv du dich mit dem Thema auseinandersetzen möchtest ist letztendlich dir überlassen.

In jedem Fall solltest du aber eine Person - wenn du das nicht selber bist - am Tisch sitzen haben, die Kundenkontakt hat. Folgend eine Möglichkeit für einen kleinen Persona-Workshop:

  • Schritt 1: Drucke mind. 20 verschiedene Portraits (Gesichter) und stelle Materialien zum festhalten von Informationen (Blöcke, Flipchart, etc.) bereit.
  • Schritt 2: Sammle Kundenerfahrungen aus dem daily Business und halte sie fest.
  • Schritt 3: Leite davon Stereotyp/en (typische Kunden) ab.
  • Schritt 4: Reichere den/die Stereotyp/en mit allgemeinen Informationen an (Alter, Hobbys, Portrait etc.).
  • Schritt 5: Reichere den/die Stereotyp/en mit emotionalen Informationen an (Bedürfnissen, Ängsten etc.).
  • Schritt 6: Lege ein Motto für den/die Stereotyp/en fest (“Ich kaufe hier ein, weil es günstig ist”).
  • Schritt 7: Erstelle ein Moodboard (Farbwelt, Bildwelt).
  • Schritt 8: Bereite eine Grafik zum Verteilen und Aufhängen auf.

Klingt nach Spaß, oder?

3. Systemtheorie

Die Systemtheorie wurde im Laufe der Zeit von verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen (Biologie, Kybernetik, Sozialtheorie) herangezogen, um sich komplexen Sachverhalten (Systemen), wie beispielsweise dem Menschen, zu nähern.

Wir wagen nun als Erste den Versuch, die Prinzipien im Kontext online zu verwenden. Denn auch der Content-Empfänger ist letztendlich ein komplexes System, welches es zu verstehen gilt, um optimal darauf reagieren zu können.

Auch wenn es in dem Fall nicht um ein klinisches oder therapeutisches Setting geht, wollen auch wir unsere Nutzer ebenfalls erreichen. Und das geht selbstverständlich nur über eine sinnhafte Kommunikation, welche die Firewall durchdringen kann und auf den Empfänger wirkt:

systemtheorie

Betrachten wir den Content-Empfänger als System, sollten wir uns folgendem Bewusst sein:

1. Verstehe die Struktur des Ziel-Systems

Das System “Content Empfänger”wird durch die eigene Struktur gelenkt. Die aktuelle Struktur wiederum legt fest, wie das System angesprochen werden kann. Die eingenommene Struktur wird maßgeblich durch die eigene Lebensgeschichte und Umwelt geprägt. Durch Kenntnis über vorherrschende Strukturen in der Zielgruppe, kann auf diese eingegangen werden.

2. Durchbreche die Firewall (sei relevant)

Systeme entwickeln unbewusste Strategien zur Eindämmung der alltäglich einwirkenden Informationsflut. Was hat tatsächlich Relevanz?

Der Autopilot des Systems filtert genau die Informationen heraus, welche ihm in einer bestimmten Situation als sinnvoll erscheinen. Das Ziel ist es, interessante Impulse zu setzen, um eine Neuordnung der Struktur anzuregen und die dargebotene Information als relevant erscheinen zu lassen. Hier können Techniken, wie beispielsweise das Storytelling, zum Einsatz kommen.

3. Werde vom Ziel-System sinnhaft interpretiert und adaptiert

Ok, jetzt wird es etwas abstrakt, aber versprochen, wir kommen gleich zum Werkzeugkoffer ;)

Systeme folgen immer ihrer eigenen, inneren Logik. Was das System in seine Logik aufnimmt, hängt jedoch von dem jeweiligen Kommunikationsprozess ab, in dem Sinn übertragen wird. Das System fragt sich also: Ergibt diese Information für mich einen Sinn oder kann das weg?

Zudem versuchen Systeme den Status Quo zu erhalten und streben nach innerem Gleichgewicht. Ziel einer erfolgreichen Kommunikation muss es sein, Botschaften mit für das System passenden Sinn zu versehen.

Der eine braucht Abenteuer, sucht also Stimulanz und ist eher ein kreativ-neugieriger Typ. Dem anderen sind Werte wie Zuverlässigkeit, Geradlinigkeit und Vertrauen wichtig, was auf ein starkes Sicherheitsbedürfnis hindeutet. Solchen Nutzern sind etwa Qualität und eine umfassende Beratung wichtig.

Wie kannst du dich aber jetzt deinem Content Empfänger nähren?

Da die Systemtheorie definitiv einen eigenen Beitrag wert wäre, ich aber auch die Komplexität niedrig halten möchte, werden wir uns hier und jetzt insbesondere systemischen Fragetechniken widmen. Diese kannst du sofort ausprobieren und einsetzten. Du kannst diesen Methodenkoffer nutzen, um neue Perspektiven einzunehmen, die Kreativität anzuregen und alte Denkmuster zu durchbrechen.

Methodenkoffer: Systemische Fragen

1. Zirkuläre Fragen

  • Was denkst du, wie sich dein Nutzer fühlt?
  • Was denkst du, wie dein Nutzer auf eine Veränderung reagieren würde?
  • Was würde dein Nutzer sagen, wenn du ihm diese Veränderung vorschlägst?
  • Wie würde dir dein Nutzer seine Ängste beschreiben?

2. Skalierungsfragen

  • Welche Nutzer fühlen sich von dem Angebot am meisten angesprochen, welche am wenigsten?
  • Wie ist es dir gelungen, in der Kundenzufriedenheits-Skala von einer 5 auf eine 7 zu steigen?
  • Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie stark wirkt dieses Element als Barriere?

3. Hypothetische Fragen

  • Was würdest du alles verändern, wenn Geld und Zeit keine Rolle spielen würden?
  • Was müsstest du tun, um noch mehr Menschen aus dieser Nutzergruppe anzusprechen?
  • Wie würden die Nutzer reagieren, wenn du deinen Plan in die Tat umsetzt?
  • Wie sieht der Idealzustand aus?

4. Verschlimmerungsfragen

  • Was müssten wir tun, damit noch weniger Nutzer zu uns kommen?
  • Wie müssten wir Nutzer ansprechen, um negative Rückmeldung zu erhalten?
  • Was müsstest du tun, um die Ängste deiner Nutzer zu verstärken?

5. Wunderfragen

  • Angenommen, es käme eine gute Fee zu Besuch und würde dir drei Wünsche erfüllen. Was würdest du dir wünschen?
  • Woran merkst du, dass die Wünsche in Erfüllung gegangen sind?
  • Wenn du in die Köpfe deiner Nutzer schauen könntest, was würde dich am meisten interessieren? - Was überraschen? Wie würde sich das Verhältnis zu deinen Nutzern verändern?

6. Paradoxe Fragen

  • Angenommen, das Problem ist Morgen gelöst - wie könnte man es wiederherstellen?
  • Wie könnte eine Lösung des Problems verhindert werden?
  • Wie könntest du dich selbst daran hindern, eine Lösung zu erreichen?

7. Weitere lösungsorientierte Fragen

  • Was muss passieren, damit du öfters positives Feedback von deinen Nutzern erhältst?
  • Welche deiner Fähigkeiten in der Nutzerkommunikation sind besonders wertvoll?
  • Was hat bisher gut funktioniert? Wovon könntest du mehr machen?
  • Wen könntest du noch zu Rate ziehen, um mehr Perspektiven zu gewinnen?

Ein letzter Tipp: Skizziere auf einem Blatt Papier weitere Systeme, welche Einfluß auf dein Ziel-System haben. Das können Freunde, die Arbeit, Vorbilder, Kollegen, Unternehmen oder ähnliches sein. So wirst du in der Lage sein, Wechselwirkungen besser zu verstehen und zu berücksichtigen.

Fazit

Zugegeben, das Gefilde Perspektivenwechsel bzw. Zielgruppenidentifikation ist abstrakt und vielschichtig.

Wenn du aber die vorgestellten Methoden richtig einsetzt, kannst du mit deinen Botschaften mehr Menschen erreichen und eine positive Reaktion erzeugen.

Du kennst das sicher, einige Menschen oder Botschaften erwecken direkt ein sympathisches Gefühl:

Wir sind auf einer Wellenlänge. Wir passen zueinander.

Dann triffst du den Menschen genau da, wo ein Trigger, ja fast schon eine Schnittstelle zu seiner emotionalen Welt besteht.

Scheue dich also nicht vor den abenteuerlichen Gedankenreisen, die ich in diesem Beitrag angesprochen habe. Lass deinen Nutzer bei der Erstellung deiner Produkte, Dienstleistung, Texte und Inhalte niemals aus den Augen.

Denn er ist dein bester Freund. Oder sollte es zumindest werden.

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Hast du schon mal darüber nachgedacht, wie Straßen eigentlich verlaufen?

Manhatten hat z. B. ein Raster im Einsatz, wie viele andere Städte (bzw. Stadtteile) der USA. Wie hier ziemlich gut beschrieben, ist so ein Raster effizient.

Effizienz ist immer gut. Aber er ist nicht alles im Leben. Die meisten europäischen Städte machen das anders. Dort führen alle Wege in ein Zentrum. Wie zum Beispiel Paris:

paris strassenarchitektur

Das Zentrum ist der Ort, wo sich das Leben abspielt. Wo Menschen wohnen und einkaufen. Wo sie in Cafés sitzen und den Passanten beim vorbeigehen zuschauen.

Das bestätigt auch Jan Gehl, ein dänischer Architekt und Experte auf dem Gebiet. Er sagt dazu: „Städte sind da erfolgreich, wo Menschen anhalten.

Ich mag die Straßenarchitektur von Paris. Das lässt sich nämlich ziemlich gut auf deine Marketingstrategie übertragen.

Aber eins nach dem anderen.

Wie sah die alte Webseiten-Architektur aus?

An dieser Stelle ist es sinnvoll, mal wie ein Straßenplaner dein digitales Marketing aus der Vogelperspektive zu betrachten. Was siehst du?

Wenn du noch kein Inbound Marketing betreibst und eher klassisch unterwegs bist, hast du eine Webseite im Zentrum. Diese besteht in der Regel aus einer Start-, „Über uns“-, Produkt- und Kontakt-Seite. Vielleicht hast du auch einen "kleinen" Blog im Einsatz. Das alles bespielst du dann über verschiedene Quellen:

alte webseiten architektur

Aber dieses einfache Bild ist heute leider nicht mehr relevant. Es gab in der Vergangenheit einige Entwicklungen, die das Kaufverhalten deiner Kunden verändert haben. Heute suchen Menschen im Internet nach einer Lösung und ziehen ihr soziales Netzwerk zu Rat.

Deshalb solltest du mit deinem Marketing darauf reagieren. Ein Blog ist hier die perfekte Lösung dafür. Schauen wir uns deshalb die Geschichte des Bloggens einmal genauer an.

Wie sind Blogs enstanden?

Wie so oft, hat alles in einer Studentenbude angefangen. 1994 sammelte Justin Hall auf Links.net interessante Links, die er beim Surfen fand. 1997 prägte Jorn Barger dafür den Begriff „Weblog“. Die Idee dahinter war, das man das Web loggt. 1999 verkürzte Peter Merholz dann „Weblog“ in „Blog“. Ein neuer Begriff war geboren, der sich durchgesetzt hat.

Damals musste man neue Inhalte noch von Hand pflegen. Deshalb kam 1999 Blogger.com, das von Evan Williams mitgegründet und später von Google übernommen wurde (danach hatte er seine Finger bei Twitter und Medium im Spiel). Blogger.com machte Blogs mainstream:

1991 gab es noch 23 Blogs im Netz. 2006 waren es bereits über 35 Millionen!

Im Jahre 2000 kamen dann Boing Boing, Gizmodo, Gawker und Huffington Post, die heute fast alle solide Größen sind. 2003 gründete Jason Calacanis Weblogs, Inc. und verkaufte es für $25 Millionen. Jetzt waren Blogs nicht nur eine Modeerscheinung.

2003 ging auch WordPress an den Start und ist heute der Standard. Damit einhergehend wurden „How to“-Beiträge immer interessanter und die ersten Meta Blogs (Blogs übers Bloggen) entstanden. Allen voran Problogger von Darren Rowse. Ich war mit dem affenblog 2012 etwas spät dran, aber wir Deutschen hinken bei so was ja immer etwas hinterher! ;)

2004 zeigte eine Studie, dass 6 Millionen Amerikaner Blogs lesen. 2008 waren es schon über 346 Millionen weltweit. Heute gibt es weit über 173 Millionen aktive Blogs. Täglich werden hier über 2 Millionen Blogartikel geschrieben. Blogs sind gar nicht mehr wegzudenken.

Wenn du noch tiefer eintauchen möchtest, dann schaue gerne bei Webdesigner Depot, HubSpot und New York Magazine vorbei.

Was sind die Vorteile von Blogs?

Blogs waren und sind heute noch so beliebt, weil sie tiefgründiger sind als traditionelle Medien. Es wird z. B. schneller von aktuellen Ereignissen berichtet, mehr auf die Popkultur eingegangen und eine persönliche, ungeschönte Sicht der Dinge gegeben.

Genauer gesagt hast du als Unternehmen folgende Vorteile:

  • Einfach zu bedienen - Früher war es nicht so einfach, Content zu veröffentlichen. Heute ist das mit WordPress, Chimpify und Co. ziemlich easy geworden.

  • Wie du mir, so ich dir - Ganz nach dem Gesetz der Reziprozität lieferst du zuerst Mehrwert, ohne etwas als Gegenleistung zu verlangen. Dein potenzieller Kunde möchte dir etwas zurückgeben.

  • Owned Media - Du verlässt dich nicht auf andere Medien, um deine Sichtbarkeit zu erhöhen, sondern bist das Unternehmen und das Medienhaus in einem.

  • Traffic und Conversion - Durch hochwertige Inhalte, ziehst du Besucher an. Diese konvertieren danach zu Abonnenten. Schon hast du die Erlaubnis, sie kontaktieren zu dürfen.

  • SEO - Einfach gesagt: Bloggen ist moderne Suchmaschinenoptimierung. Deine Beiträge sind es, die ranken werden, weil sie eine tiefgründige Antwort auf eine Suchanfrage liefern.

  • Autorität - Da du regelmäßig hochwertigen Content veröffentlichst, wirst du mit der Zeit als Experte auf dem Gebiet wahrgenommen. Du wirst zur „Go to“-Ressource.

  • Branding - Blogs erlauben dir, durch deine Inhalte Geschichten zu erzählen und die Werte deiner Marke darzustellen bzw. sie zu demonstrieren.

  • Dialog - Bloggen ist keine Einbahnstraße, wie bei klassischer Werbung. Es ist eher ein aktiver Dialog mit deinen Interessenten und Kunden. Es ist ein hin und her.

  • 24/7-Kommunikation - Durch die Inhalte, die gefunden werden, ist dein Unternehmen immer präsent. Du kannst dir das als viele kleine digitale Vorverkaufsgespräche vorstellen.

  • Möglichkeiten - Mit der Zeit bekommst du Einladungen zu Speaking Gigs sowie Partnerschaften und lernst neue Leute kennen. Blogs sind das perfekte Netzwerkwerkzeug.

  • Gedanken organisieren - Das regelmäßige Erstellen von Content zwingt dich, deine Gedanken zu einem Thema zu strukturieren. Deshalb wirst du automatisch immer besser auf deinem Gebiet.

Blogs sind einfach so geil, weil sie die Stärke der traditionellen Medien (Qualität) mit Social Media (Dialog) verbinden.

Wie sieht die neue Webseiten-Architektur aus?

Es ist ziemlich smart, wenn du als Unternehmen Blogartikel lieferst. Denn dann verankerst du dich bereits ziemlich früh in der Kundenreise.

Einige Unternehmen haben die Vorteile erkannt und einen Corporate Blog im Einsatz. Dieser wird oft aber nur stiefmütterlich behandelt. Meistens ist er lieblos befüllt, qualitativ nicht hochwertig oder einfach zu werbend.

Es wird einfach nicht genug Zeit und Geld in Blogs investiert.

Das solltest du anders machen. Stelle deshalb deinen Blog ins Zentrum deiner Marketingstrategie. Erstelle wirklich hochwertige Inhalte, die ein Problem deiner Zielgruppe lösen. Wir gewinnen fast alle unsere Kunden über diesen Blog. Ohne einen Content Hub ist Marketing heute schwierig.

Deshalb hat sich die Wichtigkeit deiner Webseite verschoben. Die neue Webseiten-Architektur sieht dementsprechend so aus:

neue webseiten architektur

Im Kern hast du einen Blog. Er ist der Haupttreiber. Er bringt die Aufmerksamkeit und die Besucher. Deine eigentliche Webseite, wo du dein Produkt oder deine Dienstleistung anbietest sowie über dein Unternehmen sprichst, rückt etwas in den Hintergrund. Zusätzlich solltest du, ganz inboundmäßig, Calls-to-Action und Landing Pages im Einsatz haben.

Ach, und an alle Podcast-Fans da draußen: Du kannst in diesem Artikel einfach "Blog" mit "Podcast" ersetzen, kommt das Gleiche bei raus! Aber deine Podcast-Episoden sollten so oder so in einem Blog ruhen.

Auch wenn das für dich vielleicht nichts Neues ist, möchte ich dich gerne anregen, darüber nachzudenken. Beim morphen vom affenblog (ein reines Blog Business) in Chimpify (ein Software-Unternehmen) hat sich vieles verändert. Dabei habe ich den Fehler gemacht und die neue Webseite höher priorisiert als den Blog. Das ist mir erst in den letzten Monaten bewusst geworden. Oh man! Daraufhin habe ich die Priorisierung schleunigst geändert! Jetzt steht der Blog für mich an erster Stelle. Deshalb meine Frage an dich: Ist dein Blog wirklich wichtiger als deine Webseite? Steht er wirklich an erster Stelle?

Wie startest du mit einem Blog?

Ich hoffe, mittlerweile bist du vom Bloggen überzeugt und setzt ihn ins Zentrum deiner Marketingstrategie. Aber auch wenn du einen Blog hast, der aber noch nicht so läuft, kann dir folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung helfen.

Das Wichtigste am Anfang ist, einfach mal damit zu starten. Einfach mal anzufangen. Einfach mal austesten.

Genau das mache ich gerade mit unserem „neuen“ Inbound Marketing Blog. Wir haben nur das große Glück, dass das affenblog-Publikum noch da ist. Das macht alles etwas einfacher. Aber nicht so einfach, wie ursprünglich gedacht.

Heid Cohen formuliert hier treffend einen weiteren Punkt, den du im Hinterkopf behalten solltest: „While you may view yourself as a marketer, you’re really a publisher.“ Denke also wie ein Ratgeber, nich wie ein Unternehmen.

Ich habe schon mal im Detail beschrieben, wie ich heute einen Blog starten würde. Im Kern geht’s dabei um folgende Schritte:

  • Schritt 1: Erstelle passende Buyer Personas - Vergegenwärtige dir noch mal deine Zielgruppe. Erstelle daraufhin passende Buyer Personas. Erstelle danach Inhalte für sie. Nur für sie.

  • Schritt 2: Wähle dein Thema - Ein Blog wird erst erfolgreich, wenn er sich um ein Thema dreht. Natürlich sollte es zu deinem Produkt oder deine Dienstleistung passen.

  • Schritt 3: Wähle das passende Blog-Layout - Hier sind prominente und verlockende CTAs besonders wichtig, die deinen Besucher in einen Abonnenten verwandeln.

  • Schritt 4: Erstelle deinen Basis-Inhalt - Wähle jetzt ein Medium (Text, Audio, Video) und erstelle 3-5 Inhalte, die einen guten Eindruck darüber liefern, was in Zukunft noch kommen wird.

  • Schritt 5: Erreiche deine ersten 1.000 Besucher - Erstelle erstmal keine neuen Inhalte, sondern kümmere dich um die Vermarktung. Am besten mithilfe von Gastbeiträgen und Facebook-Anzeigen.

  • Schritt 6: Validiere deinen Blog - Hier machst du eine kurze Pause und checkst das Feedback. Welcher Content war am beliebtesten? Lerne daraus für die Zukunft.

  • Schritt 7: Erreiche deine ersten 100 Abonnenten - Du machst mit der Vermarktung solange weiter, bist du die 100 Abonnenten geknackt hast. Ich habe in dieser Zeit keine neuen Inhalte veröffentlicht.

  • Schritt 8: Erreiche deine ersten 1.000 Abonnenten - Jetzt fängst du an, regelmäßig zu veröffentlichen. Am besten einmal pro Woche. Parallel kümmerst du dich weiterhin um die Vermarktung.

Und sobald du die 1.000 geknackt hast, geht’s an die 5.000 und dann an die 10.000. Wichtig ist es währenddessen, immer bewusst zu Validieren. Halte also immer wieder mal inne und überlege, was du noch besser machen kannst. Wie kannst du noch passenderen Content erstellen?

Fazit

Die Straßenarchitektur von Paris passt perfekt zu deiner Marketingstrategie, oder? Es gibt viele verschiedene Quellen, die in ein Zentrum führen.

Hier herrscht das Leben. Hier bleiben Menschen stehen. Hier finden Gespräche statt. Hier passiert die Magie.

Früher war es so, dass deine Webseite in diesem Mittelpunkt stand. Aber sie hat nie zu einem Dialog eingeladen. Außerdem hat sich das Kaufverhalten deiner Kunden verändert. Ein Blog ist hier die beste Antwort darauf. Deshalb sollte er im Zentrum stehen. Ein Blog ist heute deine Unternehmenspräsenz. Nicht deine Webseite.

Stelle deinen Blog also immer an erster Stelle. Er ist wichtiger als deine Webseite. Du kannst mit einer schlechten Webseite und einem guten Blog erfolgreich sein. Aber nicht umgekehrt.

Denke mal darüber nach! ;)

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Conversion Mindset: Warum du dich auf Conversion Rates und nicht auf Traffic fokussieren solltest https://www.chimpify.de/marketing/conversion-rate/ https://www.chimpify.de/marketing/conversion-rate/#comments Mon, 16 Jul 2018 08:00:00 +0000 CRO Analytics https://www.chimpify.de/marketing/conversion-rate/ Weiterlesen

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Conversion? Conversion Rate? Bitte was?

Wenn du dich mit Inbound Marketing beschäftigst, laufen dir diese Begriffe früher oder später über den Weg.

Leider habe ich das Gefühl, dass die meisten Solopreneure, Selbständigen und kleinen Unternehmen noch kein wirkliches Conversion Mindset haben.

Wenn ich mir unsere Kunden anschaue, dann bestätigt sich das Bild. Es wird viel auf Seitenaufrufe und Besucher geschaut. Aber kaum auf die Conversion und Conversion Rates.

Das Ding ist, wenn du nicht auf diese Kennzahlen schaust, hast du keine richtige Kontrolle über dein Wachstum.

Deshalb möchte ich dir in diesem Beitrag klarmachen, dass Traffic gar nicht so wichtig ist. Auf die Conversion kommt es an!

Aber fangen wir ganz am Anfang an und klären, was die beiden Begriffe eigentlich genau bedeuten.

Was ist eine Conversion?

Eine Conversion ist eine gewünschte Handlung, die dein Besucher tätigen soll. Diese sollte mit deinen Unternehmenszielen zusammenhängen.

Anders gesagt: Es ist die Umwandlung des Status einer Person in einen neuen Status. Zum Beispiel vom Besucher zum Lead.

Was du genau als Conversion definierst, hängt von deiner Webseite bzw. deinem Unternehmen ab. Sie kann so vieles sein:

  • Absenden eines Formulars
  • Download einer Datei
  • Registrierung für ein Konto
  • Beantworten einer Umfrage
  • Klicken auf eine Anzeige
  • Anrufen des Anbieters
  • Kaufen eines Produkts
  • Testen einer Software

Du kannst eine Conversion aber auch „sanfter“ festlegen und dich auf die Markenbekanntheit fokussieren:

  • Anzahl der besuchten Seiten bzw. Beiträge
  • Anzahl der wiederholten Besuche
  • Zeit verbracht auf der Webseite

Im Grunde kannst du alles tracken, was ein Computer messen und ein User tun kann. Da gibt’s kein richtig oder falsch.

Was ist eine Micro Conversion?

Manchmal fokussieren wir uns so sehr auf den Endpunkt, dass wir dabei die unterschiedlichen Phasen der Customer Journey vergessen. Aber wir müssen unseren potenziellen Kunden an jedem Punkt überzeugen.

Deshalb kommen hier Micro Conversions ins Spiel. Das, was wir gerade besprochen haben, waren Makro Conversions. Wie der Name es vermuten lässt, sind es kleinere Events, die zu einer großen Handlung münden:

micro conversion 1

Als Micro Conversion kannst du zum Beispiel folgende Events betrachten:

  • Klick auf einen Button oder Link
  • Legen eines Produkts in den Warenkorb
  • Herunterscrollen auf einer Seite
  • Abspielen eines Videos
  • Hinterlassen eines Kommentars
  • Teilen eines Beitrags

Generell ist das so, dass eine Webseite wenige Macro Conversions, aber viele Micro Conversions hat.

Diese kleinen Micro Events helfen dir, schrittweise Verbesserungen zu machen, die vor allem dein Design bzw. die User Experience betreffen. Dadurch reduzierst du Hürden, verbesserst Dinge und sorgst so für mehr Wert. Langfristig betrachtet wirkt sich das indirekt auf dein Wachstum aus.

Was ist eine Conversion Rate (CVR)?

Die Conversion Rate ist die Prozentzahl der Besucher, die eine gewünschte Handlung ausführen. Dabei ist es egal, ob es sich um eine Makro oder Micro Conversion handelt.

Sie beschreibt also das Verhältnis zwischen Besucher und getätigter Aktion. Ein typisches Beispiel wäre hier, wie viel Prozent deiner Besucher etwas kaufen.

Dementsprechend wird sie wie folgt berechnet:

Conversion Rate = Anzahl der Conversions / Besucher

Sagen wir zum Beispiel, deine Webseite hat 10.000 Besucher pro Monat. Wenn in diesem Zeitraum 200 Besucher davon etwas kaufen, hast du eine CVR von 2% (200/10.000).

Conversion-Experte Bryan Eisenberg hat dazu eine tolle Metapher: „Deine Conversion Rate zu kennen, ist wie deine Temperatur zu kennen, wenn du Fieber hast. Sie sagt dir nicht, was falsch ist. Sie sagt dir nur, ob du nach medizinischen Standards zu warm oder zu kalt bist. Genau so sagt dir die CVR auch, ob die Situation noch Handlung braucht oder nicht.“

Es ist also eine wichtige Kennzahl, die beschreibt, wie effektiv du überzeugst. Außerdem deutet sie auf die Kundenzufriedenheit hin - findet dein Kunde alles was er braucht?

Warum solltest du dich auf Conversions und Conversion Rates fokussieren?

Natürlich kannst du dich einfach nur darauf konzentrieren, mehr Traffic zu bekommen. Aber das ist genau das Gleiche, als würdest du Wasser in einen löchrigen Eimer schütten. Nicht sehr produktiv, oder?

Es ist oft einfacher, mit dem zu arbeiten, was man bereits hat, anstatt sich etwas Neues reinzuholen.

Natürlich solltest du die Anzahl der Conversions messen. Aber noch wichtiger ist die Conversion Rate. Denn sie gibt besser Auskunft darüber, wo du noch optimieren solltest.

Genauer gesagt hast du dabei folgende Vorteile, die uns die Conversion Rate Experts hier nennen:

  • Mehr Kunden - Wenn du deine CVR verdoppelst, verdoppelst du automatisch deinen Umsatz. Du bekommst neue Kunden, quasi kostenlos.

  • Mehr Gewinn - Wenn du deine CVR verdoppelst, verdoppeln sich nicht deine Kosten. Dementsprechend steigt deine Profitabilität.

  • Mehr Wachstum - Wenn du deine CVR verbessert hast und profitabler bist, kannst du den Gewinn reinvestieren, um noch weiter zu wachsen.

Lass mich dir ein Beispiel geben: Sagen wir, du hast eine Conversion Rate von 10% für deine Landing Page, wo du ein Produkt verkaufst. Jetzt optimierst du z. B. nur die Überschrift und deine CVR steigt auf 11%. Nehmen wir weiter an, du hast 1.000 Verkäufe pro Jahr. Nach der Optimierung hast du also 100 mehr. Wenn dein durchschnittlicher Verkaufspreis bei 200€ liegt, hast du jetzt 20.000€ mehr Umsatz. Mächtig für so eine kleine Änderung, oder?

Aus diesem Grund sagte Bill Gurley, ein früherer Wall-Street-Analyst, einmal: „Die Conversion Rate ist die wichtigste Online-Kennzahl überhaupt“.

Wie trackst du deine Conversion und Conversion Rates?

Ich hoffe, du bist jetzt so langsam von einem Conversion Mindset überzeugt. Aber vielleicht fragst du dich jetzt: Wie kann ich das Ganze messen?!

Im Prinzip ganz einfach: Hier ist eine gute Anleitung, wie du Conversion-Ziele in Google Analytics hinterlegen kannst. Und hier findest du, wie du danach damit umgehen kannst.

Aber das Hinterlegen und die Betrachtung danach sind in Google Analytics etwas kompliziert. Deshalb trackt Chimpify automatisch die Anzahl der Kontakte, inklusive dazugehöriger Conversion Rate (ein großer Vorteil einer All-in-One-Plattform) und stellt sie in einem Dashboard klar dar. Außerdem kannst du mit wenigen Klicks weitere Conversion-Ziele hinterlegen.

Wie entwickelst du ein Conversion Mindset?

Zuerst solltest du die Wichtigkeit der Conversion und Conversion Rate anerkennen ... und dich mehr darauf fokussieren.

Danach solltest du dir überlegen, was deine Makro Conversions sind. Was hält dein Unternehmen am Leben? Was ist das Ziel deiner Webseite? Sind es Verkäufe, Abos, Memberships, Leads oder Downloads?

Auch wenn die Customer Journey nicht linear ist, hilft es dir, wenn du den Conversion-Prozess bzw. den Conversion Funnel linear betrachtest. Erstelle also einen Funnel für dein Unternehmen. Dabei sollte Besucher > Leads > Kunden als Basis dienen (und reicht meistens sogar aus). Für Chimpify sieht das so aus:

conversion funnel chimpify

Es landet also ein Besucher auf unserer Webseite (meistens auf einem Blogartikel), trägt sich als Abonnent ein (und wird zum Lead), bekommt dann irgendwann ein Angebot, um Chimpify zu testen und meldet sich an (Signup). Wenn wir ihn dann überzeugen können, wird er zum Kunden.

Diese einzelnen Schritte dorthin tracken wir regelmäßig in einer Tabelle:

conversion funnel tracking

Wie oft solltest du diese Kennzahlen tracken? Mindestens einmal im Monat. Ich schaue zusätzlich gerne wöchentlich drauf, weil ich so näher den Finger am Puls habe und besser gegenwirken bzw. verbessern kann.

Auf die Micro Conversions würde ich mich hier nicht fokussieren. Ich empfehle, die einfach nebenbei zu tracken und bei Bedarf (z. B. einem Redesign) darauf zu schauen.

Abschließend setzt du dich einmal im Monat oder einmal im Quartal hin und schaust, welche Conversion Rate optimiert werden sollte und überlegst dir Ideen, wie du das tun kannst.

Was ist eine gute Conversion Rate?

Das kommt drauf an. Ja, ich weiß, ich hasse diese Antwort auch! Aber der Kontext ist immer verschieden. Die Branche, die Kunden, die Customer Journey, die Markenbekanntheit, der Preis, die Komplexität des Produkts, sind alles Faktoren, die relativ sind.

Landing-Page-Experte Tim Ash sagt dazu auch:

Die Conversion Rate unterscheidet sich innerhalb unterschiedlicher Branchen und sogar innerhalb Unternehmen der selben Branche.

Generell kannst du davon ausgehen, dass nur ein kleiner Teil (irgendwo zwischen 1-10%) die gewünschte Handlung ausführt. Das sollte dir bewusst sein. Ist aber nicht weiter schlimm.

Ich habe gerne wenigstens einen sehr groben Anhaltspunkt, damit ich weiß, ob ich über oder unter dem Durchschnitt bin. Manchmal ist grob besser als nichts! ;)

Deshalb sind hier die durchschnittlichen Conversion Rates, die fürs Inbound Marketing relevant sind:

Wie gesagt, das sind nur Richtwerte. Sie können stark von deinen abweichen. Wichtig ist hier nur die eine Wahrheit: Du hast eine gute Conversion Rate, wenn die heute höher ist als letzten Monat.

Fazit

Natürlich brauchst du zuerst Traffic, um überhaupt Conversions zu bekommen. Aber mir ging es bei dem Beitrag gar nicht um die Conversion-Optimierung.

Mir ging’s einfach darum, dass du der Conversion und der Conversion Rate die Beachtung schenkst, die sie verdienen.

Denn diese Kennzahlen geben Auskunft darüber, wie gut deine Webseite im Hinblick auf deine Unternehmensziele wirklich funktioniert. Wenn du dich hier mehr darauf fokussierst, erhältst du mehr Kontrolle über dein Wachstum.

Sorge deshalb dafür, dass du deine Conversions überhaupt trackst. Erstelle danach ein Conversion Funnel und tracke deine Kennzahlen regelmäßig in einer Tabelle.

Wenn du ein Conversion Mindset hast, fragst du dich nicht mehr: Wie bekomme ich mehr Traffic? Sondern du fragst dich: Wie bekomme ich mehr Conversions? Ein großer Unterschied.

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Landing Page erstellen: 4 einfache Schritte, um die perfekte Landing Page zu erschaffen https://www.chimpify.de/marketing/landing-page-erstellen/ https://www.chimpify.de/marketing/landing-page-erstellen/#comments Mon, 09 Jul 2018 08:00:00 +0000 Landing Pages https://www.chimpify.de/marketing/landing-page-erstellen/ Weiterlesen

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Du möchtest eine Landing Page erstellen?

Du weißt also bereits, dass eine Landing Page großartig ist. Dass es eine Seite ist, die ein glasklares Ziel hat. Die sich auf eine einzige Handlung deines Besuchers fokussiert.

Und dementsprechend eine viel höhere Conversion Rate als z. B. deine Startseite hat.

Aber du weißt noch nicht genau wie? Du weißt noch nicht, wo du genau anfangen solltest? Dir fehlt der rote Faden?

Dann habe ich hier eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung mit weiterführenden Quellen für dich! ;)

Bereit? Legen wir los!

Schritt 1: Recherchiere was das Zeug hält

Es fühlt sich vielleicht nicht so prickelnd an, mit langweiliger Recherche anzufangen, aber in meinem Arbeitsalltag merke ich immer wieder:

Ohne Recherche hätte ich nicht so viel Wissen. Und vor allem nicht so viele Ideen.

Versuche daher das nicht als Mehrarbeit zu sehen. Recherche ist nämlich die eigentliche Arbeit. Danach wird die Landing-Page-Erstellung viel einfacher, weil du ein Fundament hast, auf das du aufbauen kannst.

Dabei geht es bei der Recherche für deine Landing Page besonders darum, die genauen Wörter, Gefühle, Wünsche, Hoffnungen, Einwände, Sorgen und Ängst deiner Zielgruppe kennenzulernen.

Um das herauszufinden, kannst du folgende Wege gehen:

  • Umfrage - Mache eine Umfrage und schicke sie an deine E-Mail-Abonnenten und Follower.

  • Gespräche - Sprich mit deiner Zielgruppe in Person, per Telefon, via E-Mail oder Live Chat.

  • Reviews - Durchsuche verschiedene Review-Plattformen wie Amazon, iTunes oder Gutefrage.net.

  • Konkurrenz - Spioniere bei deinen Mitbewerbern, aber lass dich nur von ihnen inspirieren.

Komme einfach mit deiner Zielgruppe irgendwie ins Gespräch und höre ihnen aufmerksam zu. Wir haben schließlich zwei Ohren und nur ein Mund! ;)

Mehr: Ein einfacher Weg, um überzeugende Texte für deine Landing Page zu schreiben

Schritt 2: Mache dir vorab einige Gedanken

Nachdem du bei der Recherche die Informationen wie ein gelber Schwamm aufgesaugt hast, solltest du nicht sofort mit der Landing-Page-Erstellung anfangen.

Das Ding ist nämlich, dein Design ist gar nicht so wichtig. Wichtig sind deine Messages.

Denn die Messages auf deiner Landing Page sind es, die deinen Besucher überzeugen eine Handlung auszuführen. Nicht unbedingt dein Design. (Auch wenn das natürlich unterstützt.)

Deshalb ist es in diesem Schritt das Ziel, die Messages herauszufinden und klar zu sortieren. Dafür nimmst du die Informationen aus deiner Recherche zur Hand und gehst damit folgende Schritte entlang:

  1. Zielgruppe - Wer ist deine Zielgruppe genau? Definiere sie und tauche in ihre Welt ein.

  2. Buyer Persona - Nimm deinen perfekten Kunden zur Hand und erstelle Messages für ihn. Nur für ihn.

  3. State of Awareness - Bestimme, wie bewusst deiner Zielgruppe ihr Problem bzw. ihr Wunsch ist. Sind sie aware, unware oder etwas dazwischen?

  4. State of Sophistication - Bestimme, wie oft deine Zielgruppe eine Message wie deine bereits gehört hat. Bist du der erste oder letzte damit auf dem Markt?

  5. Product Positioning Document - Erstelle eine Tabelle mit allen Features (Eigenschaften) deiner Lösung. Lege danach fest, ob diese einzigartig sind, welche Schmerzen sie lösen und welche Benefits (Nutzen, Vorteile) sie liefern. Priorisiere sie abschließend nach Wichtigkeit.

  6. Message-Hierarchie - Nimm dir Priorisierung aus deinem Product Positioning Document zur Hand und erstelle daraus eine Hierarchie deine Messages.

Du machst dir also bewusst, wer dein Zielkunde ist, wo er gerade steht und wie du ihn mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung abholen kannst. Das alles destillierst du dann, wie bei einem guten Whiskey, in eine klare Message-Hierarchie.

Abschließend kannst du anhand folgender Elemente abchecken, ob du alle wichtigen Punkte erfüllst, die eine harmonische Landing Page haben sollte:

  1. Promise - Mache ein Versprechen, wie deine Lösung ein Problem löst oder einen Vorteil liefert. Meistens machst du das in der Headline oder der Subheadline.

  2. Picture - Male ein Bild in dem Kopf deines Besuchers. Er soll sich vorstellen, wie er deine Lösung benutzt bzw. sie in Anspruch nimmt. Das machst du entweder im Text oder mit Bildern und Videos.

  3. Proof - Liefere Beweise, dass deine Lösung funktioniert. Liefere Zahlen oder Statistiken. Testimonials oder Expertenmeinungen. Oder eine Demo deines Produkts, falls möglich.

  4. USP - Liefere ein Alleinstellungsmerkmal. Was hebt deine Lösung von anderen Lösungen ab? Was macht sie einzigartig? Das solltest du gleich in der Headline oder Subheadline und zwischendurch einbauen.

  5. Offer - Mache ein konkretes Angebot, also eine direkte Handlungsaufforderung für deine Lösung. Dafür benutzt du zwischendurch Calls-to-Action. Vor allem am Ende.

Es gibt dabei keine klare Linie. Kein richtig oder falsch. Dein Flow sollte seinen eigenen Weg gehen, aber alle genannten Punkte abdecken.

Mehr: 7 ungewöhnliche Schritte, die du gehen solltest, bevor du eine Landing Page erstellst

Schritt 3: Erstelle deine Landing Page

Endlich kommt der spaßige Teil! Jetzt geht’s um das Design. Um viele bunte Bilder. Yay!

In diesem Schritt nimmst du deine Message-Hierarchie als Basis zur Hand, die dank der Recherche auf einem soliden Fundament ruht. Daraus erstellst du dann das Design und deine eigentliche Landing Page.

Achte dabei darauf, dass deine Landing Page folgende Elemente im Einsatz hat:

landing page elemente kategorien

Danach lässt du deine Landing Page für ein paar Tage ruhen und vergisst sie am besten komplett. Mit frischen Augen schaust du abschließend noch mal drüber und überprüfst, ob alles passt. Fertig.

Mehr: Die 7 Elemente einer Landing Page, die Leads und Kunden bringen

Schritt 4: Optimiere deine Landing Page

Naja, nachdem du deine Landing Page erstellt hast, bist du nicht fertig. Eigentlich bist du niemals fertig! ;)

Denn direkt nach der Landing-Page-Erstellung geht’s an die Landing-Page-Optimierung.

Hier geht’s darum, einzelne Elemente deiner Landing Page zu verändern, mit der Hoffnung auf eine bessere Conversion Rate. Dabei hast du einige Methoden zur Auswahl:

  • A/B-Tests - Vergleiche zwei Variationen deiner Landing Page miteinander, wo nur ein bestimmtes Element verändert wurde. So findest du heraus, was funktioniert und was nicht.

  • Umfragen - Erstelle eine Umfrage an deine Abonnenten, Follower oder Besucher, um qualitatives Feedback und somit Ideen für neue Tests zu bekommen.

  • Heatmaps - Heatmaps zeigen dir die „heißen“ Stellen deiner Landing Page. Diese Erkenntnisse sorgen ebenfalls für Ideen für neue Tests.

Behalte außerdem im Hinterkopf, dass du folgende Elemente in folgender Reihenfolge testen solltest:

  1. Überschrift
  2. Call-to-Action (CTA)
  3. Hero Shot
  4. Layout
  5. Social Proof
  6. Text

Das ist nämlich die ganze Wahrheit dahinter, all die ganze Vorarbeit, die Recherche, die Struktur, das alles hilft dir nur dabei auf tolle Ideen zu kommen. Danach musst du diese Ideen in der realen Welt testen. Und nur ein Test entscheidet über den wahren Erfolg einer Landing Page.

Mehr: Landing-Page-Optimierung: Warum und wie du Landing Pages gegeneinander testen solltest

Fazit

Ich hoffe, mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung weißt du jetzt genau wie und wo du anfangen solltest. Ich hoffe, jetzt hast du einen roten Faden! ;)

Du solltest also vorab ordentlich recherchieren, dir einige Gedanken machen und erst dann deine Landing Page erstellen. Danach hörst du aber nicht auf, sondern führst regelmäßig Tests durch, um sie zu perfektionieren.

Das Gute ist, die erste Version deiner Landing Page muss nicht mal perfekt sein. Nicht großartig. Auch nicht außergewöhnlich. Sie muss nur gut sein. Du fängst einfach mit deinen besten Ideen an und optimierst sie danach immer und immer wieder. Damit das etwas einfacher wird und du einen bestmöglichen Start hinlegst, findest du hier noch einige Tipps dazu.

Hast du noch Fragen oder weitere Tipps, um eine perfekte Landing Page zu erstellen?

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https://www.chimpify.de/marketing/landing-page-erstellen/feed/ 14 https://www.chimpify.de/favicon.ico https://www.chimpify.de/favicon.ico
Der häufigste Grund, warum niemand deinen Content konsumiert https://www.chimpify.de/marketing/warum-niemand-deinen-content-konsumiert/ https://www.chimpify.de/marketing/warum-niemand-deinen-content-konsumiert/#comments Tue, 03 Jul 2018 08:00:00 +0000 Content Marketing https://www.chimpify.de/marketing/warum-niemand-deinen-content-konsumiert/ Weiterlesen

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Das ist doch irgendwie ungerecht, oder?

Du bist Meister deines Fachs, veröffentlichst regelmäßig Blogartikel, Podcast-Episoden oder Videos, tust dein Bestes in Sachen Keywords, Überschriften und SEO ... und bekommst: null Reaktion.

Frustrierender geht’s kaum.

Dabei hast du dem Content Marketing eine echte Chance eingeräumt. Du hast dich ins Thema eingearbeitet und losgelegt. Content Hubs sprießen wie Pilze aus dem Boden – da wolltest du mithalten.

Doch genau da liegt der Fehler begraben.

Tun ohne Plan bringt keinen Erfolg

Auf einen fahrenden Zug aufzuspringen, bringt dich vielleicht ein Stück weiter, aber nicht unbedingt da hin, wo du willst. Bevor du also Content erstellst, solltest du dir ein paar strategische Gedanken machen.

Hast du dir einmal angeschaut, was deine Mitbewerber für Themen veröffentlichen? Schreibst du über alle relevanten Themen, die dir einfallen oder selektierst du? Kennst du die Kernprobleme deiner Kunden?

Der wichtigste Grund, warum niemand an deinem Content interessiert ist, ist deine fehlende Haltung.

Du schwimmst in der Masse mit und hast keinen Gedanken daran verschwendet, was dich einzigartig macht. Mit welchem Standpunkt du dich abhebst.

Was dir fehlt, ist eine klare Positionierung

Die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfischs mit 9 Sekunden ist uns inzwischen um Längen voraus. Laut aktuellen Studienergebnissen prasseln jeden Tag mehr als 1.000 (oder sogar 6.000) Werbeeinflüsse auf uns ein. Folglich nutzen wir lediglich 2,6 Sekunden, um eine Website zu bewerten und uns für oder gegen sie zu entscheiden.

Du kennst es doch von dir. Wenn du bei Google auf der Suche nach einer Antwort bist, überfliegst du die Suchergebnisse der ersten Seite. Du klickst bei dem Artikel, der etwas anderes verspricht, als alle anderen. Entweder erwartest du von ihm mehr Passgenauigkeit zu deinem Problem, mehr Information oder einen anderen Ansatz, den du noch nicht in Erwägung gezogen hattest.

Nehmen wir mal den Chimpify Blog. Du bist auf der Suche nach relevanten Ergebnissen zum Thema Inbound Marketing. Du scannst die Suchergebnisse, klickst dich durch vermeintlich hilfreiche Artikel und landest letztendlich auf chimpify.de.

Boah. Ein Schreibstil, der weit entfernt ist von den staubigen und trockenen Abhandlungen der anderen Seiten. Eine Art der Wissensvermittlung, die eher einem Buffet mit Snacks gleicht als einem erschlagenden 5-Gänge-Menü. Eine gut gestaltete Umgebung, die Spaß macht beim Lesen. Eine Farbe, die Aufmerksamkeit erregt und alles andere als geläufig ist. Ein Logo, das innerlich zum Schmunzeln auffordert und im Gedächtnis bleibt.

Einfach irgendwie alles anders.

Der Chimpify Blog hat eine glasklare Positionierung. Das ist der Grund, warum er auffällt und warum er gelesen wird.

Und genau darum geht’s. Die Ergebnisse der anderen unter die Lupe zu nehmen. Zu überlegen, was das eigene Unternehmen einzigartig macht. Und passgenau auf die Probleme der Zielgruppe anzupassen.

Bevor ich dir zeige, wie du eine einzigartige Positionierung für deinen Content findest, schauen wir uns mal an, was das ist.

Was ist Positionierung überhaupt?

Eine Positionierung beschreibt in einem Satz deine Stärke bzw. die Stärke deines Produktes oder deiner Dienstleistung in Anlehnung an deine Zielgruppe und in Abgrenzung an deine Mitbewerber.

Kurz: Was du tust, für wen und mit welchem Unterschied.

Das heißt, mit einer Positionierung beziehst du Position. Du setzt dich von gängigen Praktiken deiner Branche ab, du betonst deine eigene Individualität und verbindest sie mit den größten Bedürfnissen deiner Zielgruppe. Und das erfordert Mut.

Es ist verlockend, das zu tun was alle tun, nur eben ein bisschen anders. Damit fällst du aber nicht auf. Damit ist dein Content einer von vielen. Und wird von niemandem konsumiert.

Positionierung bedeutet, sein Umfeld genau zu inspizieren, seine eigene Identität bis ins Detail zu kennen und die relevanten Merkmale zum Vorschein zu bringen.

Was sind die Vorteile einer klaren Positionierung?

1. Dein Content wird wahrgenommen

Wenn du einen Platz gefunden hast, der allein dir gehört und an dem du zeigen kannst, was du drauf hast, hast du dir mit deiner Positionierung eine Nische erobert. Hier bekommt dein Content die Aufmerksamkeit, die ihm momentan keiner schenkt.

2. Dein Content wird leichter gefunden

Sobald du deine größte Stärke mit dem dringendsten Bedürfnis deiner Zielgruppe verbindest, präsentierst du dich als maßgeschneiderte Lösung. Mit einer zielgerichteten Positionierung erscheinst du folglich viel häufiger in den Suchergebnissen deiner potenziellen Kunden.

3. Dein Content prägt sich ein

Zurück zum Beispiel Chimpify. Eine Seite, die sich wohltuend von allen anderen abhebt, bleibt im Gedächtnis. Wenn dein Content in Stil und Tonalität aus der Reihe tanzt, bleibt er im Kopf deiner Zielgruppe hängen. Mit Hilfe der Positionierung findest du das passende Unterscheidungsmerkmal.

4. Dein Content stärkt deine Marke

Mit einer klaren Positionierung zahlt dein Content automatisch auf deine Marke ein. Du nutzt deine Inhalte und deine Sprache, um die Identität deiner Marke zum Ausdruck zu bringen. Zusammen mit dem passenden Erscheinungsbild wirkt dein Außenauftritt für deine Zielgruppe wie aus einem Guss – und schafft Vertrauen.

5. Dein Content führt zum Ziel

Mit Hilfe deiner strategischen Vorüberlegungen beschäftigst du dich mit deinem Wunschkunden und betonst für dich relevante Stärken. Das bedeutet, dass du mit deiner Positionierung automatisch ein klares Ziel definierst und deinen Content danach ausrichtest. Planlose Ergebnisse gehören der Vergangenheit an.

Wie findest du eine richtig gute Positionierung?

positionierung content 1 isabell schaefer design

Für konsumwerten Content suchst du die Schnittstelle zwischen dir, deinem Kunden und deinen Mitbewerbern. Sprich: Welche deiner größten Stärken lösen das wichtigste Problem deiner Zielgruppe und sind am weitesten von der Kompetenz deiner Mitbewerber entfernt? Daraus erstellst du deinen Content.

So simpel es klingt, so knifflig ist die Antwort auf die Positionierungsfrage. Deshalb zerlegen wir sie in drei Bestandteile:

1. Was machst du am Besten?

Beginne bei dir und deiner Persönlichkeit. Schreibe alles auf was dir einfällt. Vielleicht magst du als Hilfe zum Strukturieren eine Mind Map anlegen oder einzelne Stichpunkte auf Post-its notieren. Hier ein paar Fragen als Hilfestellung:

  • Welche deiner Tätigkeiten gehen dir unglaublich leicht von der Hand?
  • In welchem Bereich wirst du immer wieder um Rat gefragt?
  • Mit welcher Kompetenz erzielt du bei deinen Kunden die besten Ergebnisse?
  • In welche Richtung möchtest du dich gerne entwickeln?
  • Über welches Thema sprichst du leidenschaftlich gerne?

2. Was brauchen deine Interessenten und Kunden unbedingt?

Dieser Teil der Frage setzt voraus, dass du deinen Wunschkunden bereits kennst. Du hast dir überlegt, wer am Besten zu deinem Business passt, wer mit Hilfe deiner Arbeit die besten Ergebnisse erzielt und wer dich gerne für deine Leistung bezahlt.

Sobald du ein klares Bild deiner Persona vor Augen hast, beginnst du sie zu fragen (Ja, ich meine in echt! Nimm das Telefon in die Hand, triff dich auf einen Café oder schreibe ihr eine E-Mail):

  • Was sind deine größten Herausforderungen zum Thema xy?
  • Warum bedeuten diese Dinge so ein großes Hindernis für dich?
  • Auf welche Art und Weise hast du bereits versucht, das Thema zu lösen?
  • Welche Stolpersteine haben sich dabei ergeben?
  • Was frustriert dich? An welchem Punkt kommst du nicht weiter?
  • Welches Ergebnis möchtest du furchtbar gerne erreichen?

3. Was machen deine Mitbewerber richtig gut?

Auch wenn ich grundsätzlich davon abrate, sich mit dem Wettbewerb zu beschäftigen – in diesem Fall ist es unerlässlich einen Blick auf dein Umfeld zu werfen.

Versuche, einen groben Überblick über die Wettbewerbssituation zu gewinnen. Notiere dir pro Mitbewerber ein paar Stichpunkte im Hinblick auf seine Stärken. Und seine Schwachstellen. Diese geben dir möglicherweise wichtige Hinweise für deine Positionierung. Hier findest du ein paar Fragen zur Hilfestellung:

  • Mit welcher Botschaft steigt dein Mitbewerber direkt auf der Startseite seiner Website ein?
  • Auf welche Themenbereiche hat er sich spezialisiert?
  • Was ist sein wichtigstes Kompetenzfeld?
  • Was kann er besonders gut? Wo erkennst du Lücken?
  • Für welche Inhalte auf seinen Social-Media-Kanälen erhält er viele Reaktionen?
  • Aus welcher Branche kommt er ursprünglich?
  • Wo hat er seine Ausbildung gemacht, studiert, gearbeitet, sich fortgebildet?

4. Fasse zusammen

Jetzt ist es an der Zeit, die Ergebnisse zu sortieren. Bilde alle drei Themenfelder möglichst übersichtlich ab, um Schnittstellen herausfiltern zu können. Welche Möglichkeiten ergeben sich für einzigartigen Content?

Versuche, diverse Kombinationen zu finden und überlege, welche am Besten funktionieren. Hier noch einmal die Positionierungsfrage zur Orientierung:

Welche deiner größten Stärken lösen das wichtigste Problem deiner Zielgruppe und sind am weitesten von der Kompetenz deiner Mitbewerber entfernt?

Formuliere die Antwort in ein oder zwei knackigen Sätzen.

Ein Beispiel für eine spitze Positionierung

Stellen wir uns einen Personal Trainer vor. Seine Positionierung könnte lauten:

„Ich biete ein einstündiges und effektives Trainingsprogramm für Führungskräfte, die sich nach einem langen Geschäftstag auspowern und fit halten möchten. Andere Personal Trainer punkten durch den gezielten Muskelaufbau im Bereich Bauch, Rücken, Oberarme – ich hingegen fokussiere mich auf den mentalen Stressausgleich und setze alles daran, dass mein Kunde nach einer Stunde entspannt nach Hause geht.“

Sehen wir uns das einmal genauer an. Worin liegt die große Stärke des Personal Trainers?

In der cleveren Kombination von Sport und seelischer Balance. Er liefert kein klassisches Fitnessprogramm, sondern nutzt seine Kenntnisse aus der Stressprävention für ein ganzheitliches Trainingskonzept.

Was braucht sein Kunde unbedingt?

Ein kurzes und knackiges Fitnessprogramm, das seinen Kopf vom stressigen Arbeitstag befreit und fit hält. Nach dem Sport möchte er sich gut fühlen und keinen Gedanken mehr an die Probleme des Alltags verschwenden.

Was machen die Mitbewerber des Personal Trainers richtig gut?

Sie bieten ein sehr durchdachtes Programm an, um diverse Muskelgruppen aufzubauen. Damit beugen sie gesundheitlichen Schäden vor und bringen den Körper optisch in Form. Und hier liegt die Schwachstelle. Durch den Fokus auf ein Ergebnis wird unter Umständen weiterer Stress verursacht.

Was heißt das für den Content des Personal Trainers?

Er hat ein klares Unterscheidungsmerkmal. Er versucht nicht, sich mit der effektivsten Bauchmuskelübung in die Empfehlungen von Zeitschriften, Kollegen und Studios einzureihen. Er beschäftigt sich stattdessen mit mentaler Balance, Stressreduktion, Burn-Out, alternativen Trainingsformen, Effektivität und so weiter und so fort.

Du siehst: sein Content basiert auf einer durchdachten Positionierung. Und wird die Aufmerksamkeit von Führungskräften erhalten, die sich abgeschlagen fühlen und einen Ausgleich zum Arbeitsalltag suchen. Ziel erreicht.

Die 3 häufigsten Positionierungsfehler

Damit dein Content die gewünschte Aufmerksamkeit erhält, solltest du drei Dinge unbedingt vermeiden.

1. Dein Content interessiert nicht

positionierung content 1 isabell schaefer design2

Du hast herausgefunden, mit welcher deiner Stärken keiner deiner Mitbewerber mithalten kann. Super! Doch was bringt dir das, wenn kein Mensch braucht, was du anzubieten hast? Achte unbedingt darauf, dass du dein Themenfeld mit den Bedürfnissen deiner Zielgruppe abgleichst.

2. Du bist kein Experte

positionierung content 1 isabell schaefer design3

Leider ein ganz häufiger Fehler. Du hast dir eine Nische gesucht und bedienst mit deinem Content ein wichtiges Problem deiner Kunden. Kein Mitbewerber bietet das so an wie du. Aber: dir liegt das Thema nicht. Es ist meilenweit von deiner Passion entfernt. Fatal für dich, weil du dich mit Inhalten quälst, die dir überhaupt keinen Spaß machen. Fatal für deinen Content, weil der Funke nicht so richtig überspringt. Wie denn auch?

3. Du machst dasselbe wie alle anderen

positionierung content 1 isabell schaefer design4

Du erstellst Content zu einem Thema, das dir wirklich liegt. Dir fallen zig Ideen ein und du könntest stundenlang darüber philosophieren. Verrückt, dass es außerdem genau den Nerv deiner Zielgruppe trifft. Sie haben ein Problem – du die Lösung. Die Krux: Um dich herum tummeln sich Mitbewerber, die alle dasselbe machen. Ihr greift euch gegenseitig die Kunden ab und wenn du ehrlich bist: Der Markt ist völlig überschwemmt.

Fazit

Erst wenn deine Stärken auf die Probleme deiner Kunden treffen und sich deutlich vom Wettbewerb unterscheiden, wirst du wünschenswerte Besucherzahlen verbuchen. Eine klare Positionierung ist die Voraussetzung für attraktiven Content.

Es lohnt sich also, wenn du dir ab und an Zeit für strategische Gedanken nimmst und immer wieder überprüfst:

  • Was dich einzigartig macht
  • Was deine Kunden brauchen
  • Was deine Mitbewerber machen

Wenn du überprüfen möchtest, ob deine Positionierung richtig gut ist, habe ich hier noch etwas für dich: Eine kostenlose Checkliste:

Hier geht’s zur kostenlosen Positionierungscheckliste

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7 ungewöhnliche Schritte, die du gehen solltest, bevor du eine Landing Page erstellst https://www.chimpify.de/marketing/schritte-bevor-landing-page-erstellen/ https://www.chimpify.de/marketing/schritte-bevor-landing-page-erstellen/#comments Tue, 19 Jun 2018 08:00:00 +0000 Landing Pages https://www.chimpify.de/marketing/schritte-bevor-landing-page-erstellen/ Weiterlesen

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Fluch der Karibik. Ich steh’ drauf!

Wenn Captain Jack Sparrow in See sticht, bricht er einfach auf. Er macht sich vorher keine Gedanken darüber.

Aber der Typ hat einfach nur Glück. Und ist ein fiktionaler Charakter. In der realen Welt sieht das alles ein bisschen anders aus.

Wenn du oder ich aufbrechen würden, würden wir uns vorbereiten. Wir würden uns vorher Gedanken über die Route machen, Proviant und nützliche Gadgets mitnehmen.

Genau so verhält es sich mit deiner Landing Page. Du solltest diese nicht einfach so erstellen, sondern dir vorab einige Gedanken machen.

Damit erschaffst du einen Rahmen, eine Struktur. Danach fällt dir die eigentliche Erstellung auch viel einfacher.

Deshalb habe ich hier eine Checkliste für dich und mich, die wir immer wieder aufrufen können bevor wir loslegen. Dabei ist es egal, ob du eine Landing Page für die Leadgenerierung oder für den Verkauf erstellen möchtest.

Gehen wir diese mal Schritt für Schritt durch.

Schritt 1: Recherchiere was das Zeug hält

Zuerst solltest du ordentlich Recherche betreiben. Das ist dein Ausgangspunkt, deine Basis. Ohne Recherche geht nichts.

Hier solltest du deine Zielgruppe überprüfen (kann nie schaden) und vor allem ein Gefühl für sie bekommen. Genauer gesagt solltest du ihre Wörter, Wünsche, Sorgen und Einwände herausfinden.

Darauf bin ich im letzten Beitrag im Detail eingegangen. Im Kern ging es dabei um folgende Methoden:

  • Umfrage - Mache eine Umfrage und schicke sie an deine Abonnenten und Follower.

  • Gespräche - Sprich mit deiner Zielgruppe. In Person, per Telefon, via E-Mail oder Live Chat.

  • Reviews - Durchsuche Review-Plattformen wie Amazon, iTunes oder Gutefrage.net.

  • Konkurrenz - Spioniere bei deinen Mitbewerbern, aber lass dich davon nur inspirieren.

Vor allem folgende Frage hilft dir enorm, die richtige Hook für deine Landing Page zu finden:

Was war der Grund, der dich dazu verleitet hat, eine Lösung wie unsere zu suchen?

Oder anders gesagt: Wann hast du gemerkt, dass du X brauchst?

Setze dich also ein paar Tage hin und betreibe Recherche. Danach hast du genug Stoff für die nächsten Schritte.

Schritt 2: Vergegenwärtige dir deine Zielgruppe

Mache dich im nächsten Schritt mit deiner Zielgruppe vertraut. Wer ist sie genau? Wie würdest du sie definieren? Wer ist dein Markt?

In der Regel hast du bereits eine klare Vorstellung deiner Zielgruppe. Aber ist sie noch aktuell? Ziehst du vielleicht komplett andere Menschen an?

Wichtig ist daher, dass du in ihre Welt eintauchst.

Lies also die Blogs, Magazine, Zeitschriften und Bücher, die sie lesen. Höre die Podcasts, die sie hören. Schaue die Videos, die sie schauen. Das ist etwas, dass du generell regelmäßig machen solltest.

Erst wenn du deine Zielgruppe klar definiert hast und genau kennst, kannst du gute Landing Pages erstellen.

Unsere Zielgruppe für Chimpify sind zum Beispiel:

  • Solopreneure
  • Selbständige
  • Kleine Unternehmen

Klingt simpel. Ist es auch. Und deshalb klar umrissen.

Generell kannst du mehrere Zielgruppe mit einer Landing Page ansprechen. Noch besser ist es aber, falls du die Ressourcen hast, für jede Zielgruppe eine eigene Landing Page zu erstellen.

Schritt 3: Visualisiere deine Buyer Persona

Hier angekommen, wirst du konkreter und erstellst eine Buyer Persona. Hoffentlich hast du bereits eine erstellt. Wenn nicht, dann mal höchste Eisenbahn! ;)

Eine Buyer Persona ist ein Archetyp deiner Zielgruppe. Sie ist eine erfundene Person, die aber auf Marktforschung und echten Daten beruht.

Du nimmst also deine Zielgruppe und brichst diese auf ein oder mehrere genaue Charaktere herunter.

Dabei solltest du besonders auf die Gefühlswelt achten. Es geht eben nicht um demographische Kennzahlen (wie z. B. Alter, Einkommen, Geschlecht), sondern um die Probleme, Wünsche, Motivationen, Ängste und Sorgen. Denn das sind die Dinge, die deine Persona zum Handeln bringen und deshalb auf deine Landing Page gehören. Frag dich also: Womit kämpft sie gerade? Was hält sie nachts wach? Wovon träumt sie?

Wir haben passend für jede unserer Zielgruppen bzw. Teilzielgruppen eine Persona erstellt:

chimpify buyer personas

Ich drucke mir dieses Sheet gerne aus und lege es auf meinen Schreibtisch. So habe ich unsere Personas immer im Blick, erstelle Landing Pages (und Content) direkt ... und nur für sie. Außerdem kann ich nach der Erstellung überprüfen, ob alle Personas damit glücklich wären.

Hier ist es auch am besten, wenn du deine Landing Pages segmentierst. Erstelle daher für jede Persona eine eigene Landing Page. Wenn du nicht genug Ressourcen hast (so wie wir alle eigentlich), dann wähle die Persona aus, die am besten für dein Angebot in Frage kommt. Je fokussierter deine Landing Page, desto bessere Conversions wird sie erzielen.

Schritt 4: Bestimme den State of Awareness

Jetzt solltest du den Awareness-Stand deiner Zielgruppe festlegen. Hierbei geht es darum, wie bewusst ist ihnen eigentlich ihr Problem, ihr Wunsch, eine Lösung?

Dazu hat die Werbetext-Legende Eugene Schwartz bereits 1966 in „Breakthrough Advertising“ ein mächtiges Konzept besprochen. Die „Lösung“ kann hierbei dein Produkt, deine Dienstleistung oder dein Content-Angebot sein:

  1. Unaware - Deine Zielgruppe weiß nicht, dass sie dein Produkt braucht. In manchen Fällen weiß sie gar nicht, dass es eine Lösung gibt. Sie ist sich über ihr Problem und ihre Bedürfnisse nicht im Klaren. Hier solltest du am besten die Zielgruppe direkt adressieren (mehr bleibt dir auch nicht übrig). Zum Beispiel: „Solopreneure, Selbständige und kleine Unternehmen aufgepasst!“

  2. Problem Aware - Deine Zielgruppe weiß, dass sie ein Problem hat und braucht eine Lösung. Sie ist sich aber im Unklaren über die genauen Vorteile einer solchen Lösung. Hier solltest du auf das Problem eingehen. Zum Beispiel: „Geht dir die WordPress-Bastellösung auch so auf den Sack?“

  3. Solution Aware - Deine Zielgruppe weiß, über die Vorteile einer Lösung wie deiner Bescheid, ist sich aber im Unklaren, was die beste Lösung ist. Vielleicht hat sie bereits von deinem Produkt oder deinem Unternehmen gehört. Hier solltest du auf das Alleinstellungsmerkmal eingehen. Zum Beispiel: „Die erste Marketing-Plattform, die nur für Solopreneure, Selbständige und kleine Unternehmen erstellt wurde“.

  4. Product Aware - Deine Zielgruppe kennt deine Lösung, ist aber noch nicht überzeugt, dass es die perfekte Wahl ist. Sie will sie noch nicht. Hier solltest du auf die ganzen einzigartigen Vorteile eingehen. Zum Beispiel: „Chimpify hat alles unter einem Dach, ist einfach zu bedienen und hat einen großartigen Support“.

  5. Most Aware - Deine Zielgruppe kennt deine Lösung, die genauen Vorteile und will sie. Sie hat nur noch nicht gekauft. Hier solltest du einfach den Deal nennen (und ggf. ein besonderes Angebot machen). Zum Beispiel: „Chimpify - schon ab 49€/Monat“.

Sicherlich hast du gemerkt, dass das der Prozess (oder auch der Funnel ist), den dein Interessent durchläuft, wenn er sich immer näher mit seinem Problem und deiner Lösung beschäftigt.

Aber das ist nicht der springende Punkt. Hier geht’s nämlich darum, die richtige Hook, eine richtige Message zu finden, die deine Zielgruppe in ihrem aktuellen Leben abholt. Damit weißt du genau, wie du deine Zielgruppe ansprechen musst.

Wenn sie z. B. gar nicht weiß, dass sie ein Problem hat, bringt es nichts, auf die Vorteile deiner Lösung einzugehen. Unsere Zielgruppe ist z. B. unaware. Sie weiß leider noch nicht, dass sie ein Problem hat. Sie weiß leider noch nicht, dass sie eine All-in-One-Plattform braucht! ;) Deshalb adressieren wir auf unserer Startseite die Zielgruppe direkt, erzeugen Neugierde und richten uns speziell an die Early Adopter:

chimpify startseite juni 2018  

Wenn deine Zielgruppe auch unaware ist, muss dir klar sein, dass du deinen Markt unterrichten musst. Du musst sie also zuerst über deinen Blog reinholen, bevor du sie auf deine Landing Page leiten kannst. (Genau das ist auch der Inbound-Marketing-Funnel. Nur eben etwas erschwert.)

Beachte hierbei auch, dass die verschiedenen Zielgruppen bzw. Personas unterschiedliche States of Awareness haben können.

Schritt 5: Bestimme den State of Sophistication

Das ist ein weiteres hilfreiches Framework, das Eugene Schwartz erstellt hat. Bei der Sophistication (Erfahrenheit) geht’s darum, wie oft deine Zielgruppe eine Message schon gehört hat.

Der State of Awareness beschreibt, wie bewusst sie nach einer Lösung suchen. Der State of Sophistication dagegen legt fest, welche Message sie erwarten, wenn sie dich gefunden haben.

Dabei gibt es folgende Stufen:

  1. First to Market - Wenn du der erste bist, hat deine Zielgruppe noch nie irgendwelche Informationen dazu erhalten. Deine Geschichte ist komplett neu für sie. Sie sind dann meistens in der 2. oder 3. Stage of Awareness. Hier solltest du einfach, direkt und nicht clever sein. Gehe auf das Problem bzw. Bedürfnis ein oder mache ein Versprechen. Bringe danach deine Lösung ins Spiel und beweise, das sie funktioniert. Zum Beispiel: „Verliere jetzt überschüssige Pfunde!“

  2. Second to Market - Es kommen immer mehr Lösungen auf den Markt. Je mehr deine Zielgruppe bombardiert wird, desto schwieriger wird es, die Mauern zu durchbrechen. Die direkte Message funktioniert zwar immer noch, aber du musst sie aufblasen, bis zum Limit. Zum Beispiel: „Verliere 10 Kilo in 4 Wochen - Oder du bekommst dein Geld zurück!“

  3. Third Stage - Deine Zielgruppe hat alle Messages bis zum Extrem gehört. Die Wünsche und Probleme sind immer noch da. Aber du brauchst etwas Neues, das die alten Versprechen wieder auffrischt und glaubhaft macht. Du brauchst einen Fokus auf den Mechanismus. Hier drehst du den Spieß einfach um: Du kommst zuerst mit einem Mechanismus und machst danach das Versprechen. Zum Beispiel: „Die Wunderpille für den Fettabbau - Verliere so viele Kilos, wie du möchtest“

  4. Fourth Stage - Es wird weiter der Fokus auf den Mechanismus gelegt. Genau wie in der vorletzten Stufe solltest du hier den Mechanismus einfach aufblasen. Mache es einfacher und schneller. Beschreibe, wie es mehr Probleme löst. Überwinde alte Glaubenssätze. Verspreche weitere Vorteile. Zum Beispiel: „Die erste Wunderpille für den Fettabbau! Ganz ohne Diät und ohne zu Hungern! Verliere so viele Kilos, wie du möchtest.“

  5. Dead Products - Deine Zielgruppe glaubt deinen Messages nicht mehr. Sie möchte nichts mehr von deiner Lösung hören. Hier switchst du vom Versprechen und dem Mechanismus zur Identifikation. Du bringst hier die Probleme, Wünsche und vor allem das Selbstbild deines Kunden in deine Message. Das meiste der Print- und Fernsehwerbung basieren heute darauf. Zum Beispiel: Der Marlboro Man.

Das war der Kreislauf, wie Marketingmessages geboren und wiederbelebt werden. Super spannend, oder?

Für Chimpify ist das echt schwer festzulegen. Eigentlich sind wir mit unserem Produkt und unserer Zielgruppe neu auf dem Markt. Deshalb würde Stage 1 passen. Aber auf der anderen Seite gibt es eine Lösung, die aus WordPress und den ganzen Erweiterungen und Tools bestehst. Auch die einzelnen Tools (z. B. fürs E-Mail-Marketing) können als Referenzprodukte herhalten. Deshalb würde ich uns eher in Stage 3 sehen. Aus diesem Grund führen wir auch, wie oben beschrieben, mit einem Mechanismus (All-in-One Marketing-Plattform).

Schritt 6: Erstelle ein Product Positioning Document

Jetzt geht’s so langsam ans Eingemachte. Dazu brauchst du zuerst ein „Product Positioning Document“. So nennt es zumindest Joanna Wiebe von Copyhackers (und mir fällt einfach kein besserer Name dafür ein).

Erstelle also eine Tabelle mit folgenden Elementen:

  • Features - Liste hier alle Eigenschaften deiner Lösung auf. Bei einer Software sind es die einzelnen Funktionen. Bei einem digitalen Produkt und einer Dienstleistung sind es die einzelnen Bestandteile.

  • Einzigartig? - Überprüfe, ob das Feature einzigartig ist oder es eine andere Lösung mit der gleichen Eigenschaft da draußen gibt. Wenn es nicht einzigartig ist, liste die Konkurrenz auf. Wenn es ähnlich ist, beschreibe den Unterschied kurz.

  • Schmerzen - Hier kommt die Recherche ins Spiel. Notiere den Schmerz bzw. das Problem, das jedes Feature löst oder zumindest adressiert. Notiere bei mehreren Personas welches Feature zu welcher Persona passt.

  • Benefits - Notiere dir mindestens ein Vorteil bzw. Nutzen zu einem Feature. Wenn du Eigenschaften hast, die keinen Nutzen haben, dann kannst du sie weglassen. Manchmal hast du aber auch ein Benefit, ohne Feature. Das solltest du dir in einer separaten Zeile notieren.

  • Priorität - Bestimme danach die Wichtigkeit und somit die Reihenfolge der Features und Benefits. Entweder machst du dir eine Skala (z. B. von 1 bis 6) oder du benutzt Wörter wie „high“, „medium“ und „low“.

Bei der Tabelle kannst du mit den Features anfangen und dich langsam vorarbeiten. Oder du beginnst mit den Benefits und ziehst das Ganze von hinten auf. Mache es so, wie es am leichtesten für dich ist. Wenn du mehrere Produkte hast, machst du für jedes ein eigenes Dokument.

Für Chimpify sieht die Tabelle so aus:

product positioning document chimpify

Das Product Positioning Document ist ein einfaches Framework und soll dir helfen, intensiv über deine Message und ihre Bestandteile nachzudenken. Außerdem weißt du, wo die Stärken und Schwächen deiner Lösung sind.

Schritt 7: Erstelle eine Message-Hierarchie

Alle Schritte, die du bis hier gemacht hast, sollten dir ein gutes Gefühl für deinen Markt und deine Lösung geben. In diesem Schritt läuft jetzt alles zusammen.

Copy leads Design“. Davon bin ich überzeugt. Das heißt, dass nicht das Design, sondern der Text führen soll. Denn der Text ist das, was konvertiert. Nicht unbedingt das Design. (Und das von jemanden, der über 10 Jahre Design gemacht hat.)

Starte also immer zuerst mit dem Text und mache erst danach das Design.

Dabei solltest du gar nicht anfangen, den eigentlichen Text zu schreiben. Das kommt nachher. Es geht jetzt erstmal um die verschiedenen Messages. Vor allem um deren Hierarchie. Es geht also um die Reihenfolge, wann du welche Message darstellst. Die Message ist nämlich, was du sagst, der Text ist, wie du es sagst.

In deinem Product Positioning Document hast du deine Features und Benefits gerankt. Das ist die Basis deiner Hierarchie. Ich mache das gerne in einem Distraction Free Editor (ich schreibe generell alles, auch gerade diesen Blogartikel darin). So bleiben wirklich nur ich und der Text übrig. Sonst nichts.

Da ich mir für unsere neue Chimpify-Startseite gerade Gedanken mache, sieht die Message-Hierarchie so aus:

message hierarchie chimpify

Das sieht zwar simpel aus. Aber da steckt sehr viel Gedankengut dahinter. Wir sind bei den vorherigen Schritten tief eingetaucht und haben uns den Kopf zerbrochen. Erst durch diese harte Arbeit werden Messages glasklar.

Du startest also mit einer Hook, die deinen Interessenten abholt, wo er gerade ist. Danach lieferst du unterstützende Messages, die bildhaft verdeutlichen, wo er hin will und ihn so zum Handeln überzeugen. Dabei sollten deine Messages klar organisiert sein. Sie sollten einen logischen Flow ergeben.

Fazit

Auch wenn Captain Jack Sparrow einfach so in See sticht, solltest du das lieber nicht machen. Du solltest deine Landing Page nicht einfach so erstellen, sondern dir vorab einige Gedanken machen.

Starte dabei zuerst mit einer ordentlichen Recherche. Nimm danach deine Buyer Persona zur Hand und mache dir über die States of Awareness und Sophistication Gedanken. Erstelle dann ein Product Positioning Document und destilliere abschließend alles in deine Message-Hierarchie.

Diese ungewöhnlichen Schritte kannst du für jede Art von Landing Page gehen. Egal ob es um die Leadgenerierung oder den Verkauf geht. Auch für deine Startseite und „Über uns“-Seite kannst du sie perfekt verwenden. Selbst wenn du ein Buch schreibst bringt dir diese Checkliste etwas.

Deine Message-Hierarchie ist dann die Basis für die Landing-Page-Erstellung. Du machst also ganz nach dem Pareto-Prinzip vorab 80% der Arbeit. Die restlichen 20% gehen dann für die eigentliche Erstellung drauf. Dadurch wird sie echt ein Kinderspiel. Denn den schweren Teil hast du nämlich schon durch! ;)

Und wie das geht? Das bespreche ich im nächsten Beitrag im Detail.

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Ein einfacher Weg, um überzeugende Texte für deine Landing Page zu schreiben https://www.chimpify.de/marketing/texte-landing-page-schreiben/ https://www.chimpify.de/marketing/texte-landing-page-schreiben/#comments Mon, 04 Jun 2018 08:00:00 +0000 Landing Pages https://www.chimpify.de/marketing/texte-landing-page-schreiben/ Weiterlesen

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Sitzt du gerade vor einer Landing Page und musst Texte dafür erstellen? Aber es läuft nicht so gut?

In der Theorie klingt das immer so leicht: „Ich erstelle mal eben ein paar grandiose Texte für meine Landing Page.“

Aber wenn du davor sitzt, merkst du, wie schwierig das eigentlich ist. Verkaufstexten ist eben eine hohe Kunst und Wissenschaft.

Manchen fällt das ziemlich leicht. Das sind die Glücklichen, die gute Texte einfach aus dem Stegreif schreiben können.

Leider gehöre ich nicht dazu. Ich kann zwar gut Ideen miteinander verbinden, aber welche aus der Luft ziehen, puh! Gehörst du auch dazu?

Dann habe ich eine einfache Lösung für dich. Und auch wenn nicht, dann solltest du sie dir trotzdem anschauen! ;)

Was ist die Lösung? Recherche.

Warum ist Recherche so wichtig?

Ich weiß, du willst es nicht hören. Ich weiß, Recherche ist langweilig. Und mühselig.

Aber es ist der einzige Weg, um wirklich gute und überzeugende Texte (und auch guten Content) zu erstellen.

Ohne Recherche geht nichts.

In der ersten Folge von Mad Men gibt’s passend dazu eine geile Szene: Don Draper sitzt in einer Bar und notiert sich verschiedene Ideen, um Zigaretten zu vermarkten. Da kommt ein Kellner, zündet ihm eine Zigarette an und sie kommen ins Gespräch. Don fragt ihn, warum er nur Old Gold raucht. „Ich rauche nämlich gern“ antwortet der Kellner. Zack, direkt aus dem Mund eines Kunden geklaut! Dann schaut er sich um ... und alle Menschen in der Bar rauchen und tun dies scheinbar gern. Er ist auf etwas gestoßen. Auf Gold.

Man nennt das auch „Voice of Customer Research“. Es ist eben unmöglich, so gute Texte zu schreiben, wie die Kunden selbst. Warum? Weil es bei einem Text, der überzeugt, nicht nur auf den Stil und die Substanz ankommt, sondern auf die Quelle. Jede Gruppe von Menschen hat ihre eigene Art zu sprechen. Wenn du hier signalisierst, dass du sie verstehst und dazugehörst, wirkst du sympathischer, vertrauenswürdiger und eben überzeugender.

Im Endeffekt bist du ein Dieb und klaust schamlos die Wörter deiner Kunden. Aber du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben. Du tust ihnen damit einen Gefallen. Nimm dir deshalb immer ausreichend Zeit für deine Recherche.

Aber wie kommst du jetzt genau auf diese Wörter? Indem du folgende Methoden benutzt:

1. Mache eine Umfrage

Umfragen sind ein schneller Weg, wenn du bereits ein Publikum hast. (Wenn du noch keins hast, dann fang mal schleunigst damit an!)

Ich stelle dabei gerne folgende Fragen:

  • Wer bist du? - Hiermit möchtest du die Zielgruppe bzw. die Branche herausfinden. Manchmal ziehst du eine Zielgruppe an, die du vorher nicht auf dem Schirm hattest.

  • Wann hast du gemerkt, dass du X brauchst? - Hiermit möchtest du den Trigger herausfinden. Was war der Grund, der sie oder ihn motiviert hat, eine Lösung zu suchen?

  • Welches Problem löst X für dich? - Hiermit möchtest du das genaue Problem herausfinden. Du findest vielleicht Probleme, die du löst, über die du noch gar nichts wusstest.

  • Welche Vorteile bringt dir X? - Hiermit möchtest du herausfinden, wie das Leben durch die Lösung besser geworden ist. Vielleicht findest du hier auch Vorteile, die dir gar nicht bekannt waren.

  • Welche Alternativen zu X hast du dir angeschaut? - Hiermit möchtest du herausfinden, wen sie oder er als Mitbewerber ansehen. Das hilft dir auch dein Alleinstellungsmerkmal besser auszuarbeiten.

  • Welche Bedenken/Zweifel hattest du? - Hiermit möchtest du die Einwände herausfinden, die ausschlaggebend waren, warum sie oder er gezögert hat. Diese solltest du beseitigen.

  • Welche unbeantworteten Fragen hattest du? - Hiermit möchtest du Fragen herausfinden, auf die du keine genaue Antwort gibst. Die kannst du dann unter anderem im FAQ-Bereich einarbeiten.

  • Wie würdest du X einem Freund erklären? - Hier möchtest du die genauen Wörter und Metaphern herausfinden. In der Regel gibt’s hier immer ziemlich spannende Erkenntnisse.

  • Sonstiges - Füge gerne noch eine Frage ein, die spezifisch für deine Situation ist.

Erstelle also einfach eine Umfrage mit Google Formulare, Typeform oder SurveyMonkey und verschicke sie an deine Abonnenten und Kunden.

Natürlich musst du nicht alle Fragen stellen, das wäre ein bisschen zu viel. Wähle einfach die aus, die gerade relevant für dich und deine Landing Page sind.

Vermeide dabei auch Multiple Choice. Du kannst nicht wissen, was du nicht weißt. Benutze daher immer Textfelder und lass sie oder ihn schreiben.

Du darfst dabei auch keine große Conversion Rate erwarten. Wir alle sind viel beschäftigt und haben eigentlich keine Zeit für Umfragen. Deshalb sind 10% schon in Ordnung. Um hier etwas nachzuhelfen, kannst du aber z. B. einen Amazon-Gutschein oder einen Rabatt anbieten.

Als Ziel sind ca. 100-200 Antworten solide. Bei über 200 wiederholen sich gewisse Punkte immer wieder. Das ist aber auch nicht verkehrt, weil das Muster dadurch klarer wird und dir mehr Sicherheit gibt.

Alternativ kannst du auch eine Umfrage auf deine Landing Page platzieren (z. B. mit Hotjar) und stellst dort eine Frage. Oder du lässt das kleine Fenster aufploppen, wenn dein Besucher die Seite verlassen möchte und fragst, was er nicht gefunden hat.

2. Sprich mit deiner Zielgruppe

Diese Methode ist zwar sehr zeitaufwändig, liefert dafür aber die besten Erkenntnisse.

Sprich einfach mit deinen Kunden. Im echten Leben. Wenn ich unsere Kunden mal auf einem Event treffe, bin ich nach einem Gespräch immer begeistert.

Wenn das nicht geht, nimm den Hörer in die Hand und rufe deine Interessenten und Kunden an. Mache ich auch immer wieder in unregelmäßigen Abständen. Der CEO von Groove macht es da etwas besser. Er legt einen Sprint hin und führt eine Woche oder mehr nur Telefonate. Tolle Idee!

Auch ein Live Chat und die verschiedenen Messenger sind gute Wege, um mit deiner Zielgruppe ins Gespräch zu kommen.

Durch die harte Arbeit bekommst du direkt und vor allem indirekt wunderbares Feedback. Du erkennst wichtige Muster, die du vorher nicht gesehen hast. Du merkst auch, welche Wörter und Metaphern sie verwenden. Am Ende bekommst du ein perfektes Gefühl für deine Zielgruppe. Und das verstärkt sich, je öfter du das machst.

3. Durchsuche verschiedene Reviews

Das ist eine weitere spannende Methode, die ich von Joanna Wiebe von Copyhackers habe.

Hier setzt du dich in Ruhe hin und durchsuchst verschiedene Rezensionen bzw. Kommentare auf für dich relevanten Plattformen wie zum Beispiel:

Anstelle von Review-Seiten kannst du natürlich auch Foren und Social-Media-Beiträge, -Kommentare sowie -Gruppen durchsuchen.

Gehen wir das mal für Chimpify, unsere Inbound-Marketing-Plattform, durch. Ich habe einfach mal nach „Inbound Marketing“ bei Amazon gesucht und mir die verschiedenen Reviews angeschaut. Und da habe ich einen ziemlich coolen Satz gefunden:

Screen Shot 2018 05 31 at 13.08.20  

Daraus könnte ich jetzt „Chimpify, die Lösung, in der alle Kommunikationskanäle zusammenspielen“ machen. Das wäre interessant für unsere Startseite. Entweder als Überschrift oder irgendwo im Text.

Beachten solltest du, dass du nicht versuchst Reviews zu finden für exakt die Lösung, die du anbietest. Das ist leider nur selten der Fall. Alleine in meinem gerade genannten Beispiel gab es nur ein Buch, das deutsche Rezensionen hatte. Aber darum geht es ja nicht. Es geht darum, was dein Kunde fühlt, was er denkt, was er liebt, was er hasst, worüber er sich Sorgen macht und wie er all das verbal zum Ausdruck bringt.

Joanna beschreibt hier eine nette Case Study für eine Entzugsklinik. Sie hat sich einige Stunden Rezensionen für relevante Bücher angeschaut und hat da etwas Interessantes Gefunden: „If you think you need rehab, you do“. Das wurde dann als neue Überschrift für die Landing Page getestet:

beachaway 568x321

Und siehe da, die neue Überschrift generierte 400% mehr Klicks auf den CTA-Button und 20% mehr Leads. Was will man mehr?

4. Spioniere bei der Konkurrenz

Ich bin davon überzeugt, dass man immer einen kleinen Blick auf seine Mitbewerber haben sollte. Ansonsten kann es irgendwann zum Verhängnis werden.

Deshalb solltest du wissen, was er so macht. Und auch, was er so schreibt. Dadurch bekommst du außerdem ein Gefühl für den Rahmen, in dem ihr euch bewegt.

Aber hier musst du aufpassen. Dein Mitbewerber ist auch nicht perfekt und allwissend. Zuerst kann der Rahmen, den er geschaffen hat, einfach falsch sein. Außerdem kann es sein, dass ihr nachher gleich klingt. Das wäre kontraproduktiv, für euch beide.

Lass dich daher ruhig von seinen Texten inspirieren. Übertreibe es aber nicht.

Wie sieht ein konkretes Beispiel dafür aus?

Lass uns das mal anhand eines konkreten Beispiels durchgehen. Wir machen vor einem Redesign immer eine Umfrage. Auch das letzte Mal haben wir eine erstellt und an unsere über 100 Kunden verschickt:

chimpify kundenumfrage fuer landing page texte

17 Antworten haben wir daraufhin erhalten. Ich hätte natürlich gerne viel mehr, aber damit kann man arbeiten. Die Antworten sahen so aus:

Screen Shot 2018 05 31 at 15.31.04

Die erste große Erkenntnis war, dass wir mehr Solopreneure, und weniger Startups, als Kunden haben als gedacht:

Screen Shot 2018 05 31 at 15.22.31

Deshalb haben wir Startups als Zielgruppe erstmal komplett aus dem Fokus genommen, da wir sie aktuell einfach noch nicht so gut anziehen.

Während du recherchierst, solltest du auf die Dinge achten, die etwas über die Gefühlswelt deines Kunden aussagen. Du solltest nach Trends und Mustern suchen. Ordne daher die Textschnipsel in folgende Kategorien ein:

  • Unvergessliche Aussagen
  • Wünsche / Bedürfnisse / Träume / Ziele
  • Schmerzen / Ängste
  • Bedenken / Zweifel / Einwände

Ich habe mir also eine Tabelle mit diesen Kategorien auf ein Blatt Papier gemalt und eine Strichliste geführt. Natürlich kannst du das auch digital machen. Das würde dann so aussehen:

Screen Shot 2018 05 31 at 15.44.14

Diese ganzen Punkte habe ich dann beim Erstellen der Texte für die Startseite und die Unterseiten an den passenden Stellen einfließen lassen.

Fazit

Texte für deine Landing Page zu schreiben, die überzeugen, ist nicht einfach. Zum Glück hat Verkaufstexten wenig mit Kreativität zu tun. Ja, du musst die harte Arbeit der Recherche auf dich nehmen. Und ja, es ist langweilig. Dafür ist es nachher aber auch ziemlich einfach.

Anstatt also Herumzurätseln, von der Konkurrenz zu kopieren oder Clichés zu benutzen, recherchiere lieber was das Zeug hält. Finde die Wünsche, Ängste, Einwände und vor allem unvergesslichen Aussagen heraus. Danach erstellst du Texte, die genau auf deine Zielgruppe zugeschnitten sind und von ihnen auch so wahrgenommen werden.

Unternehmer und Marketer haben auch oft die Angewohnheit, ihre Message so sehr zu abstrahieren, dass alles mit ein paar Wörtern gesagt werden kann. Ich übertreibe auch gerne und poliere eine Message manchmal so lange, bis sie alles, und somit gleichzeitig nichts sagt. Das Ding ist nämlich, polierte Aussagen konvertieren nicht.

Die exakten Wörter deiner Kunden konvertieren.

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Landing-Page-Optimierung: Warum und wie du Landing Pages gegeneinander testen solltest https://www.chimpify.de/marketing/landing-page-optimierung/ https://www.chimpify.de/marketing/landing-page-optimierung/#comments Tue, 22 May 2018 08:00:00 +0000 Landing Pages CRO https://www.chimpify.de/marketing/landing-page-optimierung/ Weiterlesen

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[Michael Buffer Voice activated.]

Zuerst, in der blauen Ecke, die drei Jahre alte Landing Page, mit einer Conversion Rate von 2%, der Moneymaker ... mit dem unglaublichen Namen „Cooooooontroooool!“.

Und in der roten Ecke, der mutige Herausforderer, ohne Track Record, ohne Vorgeschichte ... der Underdog mit dem erstaunlichen Namen „Varrrianteee BBBBB!“.

Ladies and Gentleman. Are you ready? Are you rrrrready? Für die tausenden Leser, die den Beitrag gerade lesen. Und für die weiteren tausenden da draußen, die durch die Shares zustande kommen:

Let’s get rrrrrready to humbleeeeeee!

Ich musste es aufgrund des Trademarks etwas abändern! ;)

Was hat ein Boxkampf mit Landing-Page-Optimierung zu tun?

Du solltest mehrere Variationen deiner Landing Page erstellen und diese, genau wie bei einem Boxkampf, gegeneinander antreten lassen.

Mittlerweile weißt du, was eine Landing Page ist und welche Elemente diese haben sollte. Nachdem du sie erstellt hast, solltest du damit live gehen und schauen, wie deine Zielgruppe darauf reagiert.

Aber hier ist nicht Schluss! Du solltest deine Landing Page immer wieder verbessern, um mehr Conversions zu bekommen.

Besser geht immer.

Leider machen das nur die Hälfte der Unternehmen. Aber nur so findest du heraus, welche Landing Page die beste ist. Ist beim Boxen nicht anders, oder?

Es gibt zwar viele Tipps, aber weder du noch andere Experten wissen genau, was in deinem Kontext am besten funktioniert. Das kannst du nur herausfinden, wenn du zwei verschiedene Landing Pages in den Ring schickst.

Was ist Landing-Page-Optimierung?

Die Landing-Page-Optimierung ist ein Teil der Conversion-Rate-Optimierung, die den gesamten Marketing-Funnel betrachtet.

Bei der Landing-Page-Optimierung geht es im Kern darum, Elemente auf deiner Landing Page zu verändern und diese zu testen, um eine bessere Conversion Rate zu erzielen.

Einfacher gesagt: Es ist der Prozess, um die Anzahl der gewünschten Handlungen zu erhöhen, die deine Besucher ausführen sollen.

Dabei hast du folgende Methoden und Tools zur Auswahl, die das Testen überhaupt erst möglich machen und dir zahlreiche Ideen dafür liefern:

1. A/B-Tests

ab test

Werden auch „Splittests“ genannt. Das ist die einfachste und häufigste Methode , um deine Landing Pages zu testen. Daher wird sie auch von mehr als die Hälfte der Unternehmen verwendet.

In dieser vergleichst du zwei Variationen deiner Landing Page miteinander. Ausgangspunkt dabei ist immer der aktuelle Stand der Landing Page A. Diese wird oft auch „Control“ genannt. Du schickst also 50% der Besucher auf Landing Page A, und die restlichen 50% auf die neue Variante Landing Page B.

Natürlich kannst du auch mehrere Variationen gegeneinander testen. Dann hättest du noch Landing Page C, Landing Page D usw. Hier musst du aufpassen, dass du genug Traffic hast. Ansonsten dauert so ein Test ein halbes Jahr oder noch länger! ;)

Auch das Verhältnis muss nicht 50:50 sein. So kannst du auch sicherer spielen und z. B. 70% der Besucher auf der aktuellen Landing Page A lassen und nur 30% auf die neue Landing Page B schicken. Aber dann muss dir klar sein, dass es wesentlich länger dauert, um echte Ergebnisse zu erzielen.

Wichtig ist bei all dem Testen, dass du nur eine Sache auf deiner Landing Page veränderst. Ansonsten kannst du nicht genau nachvollziehen, welche Änderungen wirklich etwas gebracht hat. Dann hast du zwar eine höhere Conversion Rate, bist dafür aber nicht wirklich schlauer geworden.

2. Multivariate-Tests

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Multivariate-Tests sind etwas komplizierter. Aber sie haben das Potenzial, dir schneller bessere Ergebnisse zu liefern. Hier testest du nämlich verschiedene Elemente gleichzeitig miteinander.

Möchtest du z. B. die beste Kombination von einer Überschrift und einem Bild herausfinden, hast du vier verschiedene Kombinationsmöglichkeiten:

  • Überschrift A, Bild A
  • Überschrift B, Bild B
  • Überschrift A, Bild B
  • Überschrift B, Bild A

Du siehst, das wird alleine von der Logik her etwas komplexer. Deshalb würde ich Multivariate-Tests nur für wirklich viel besuchte Landing Pages empfehlen. Ich habe diese Methode ehrlich gesagt auch noch nie ausprobiert. Klingt mir einfach zu kompliziert.

3. Heatmaps

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Heatmaps helfen dir dabei, das Verhalten deiner Besucher besser kennenzulernen. Sie legen einen farbigen Layer über deine Landing Page. Dieser hilft dir dabei, folgende Fragen zu beantworten:

  • Worauf wird am meisten geklickt?
  • Wie wird sich verhalten?
  • Wie tief wird gescrollt?

Dadurch bekommst du wunderbare Erkenntnisse. Du weißt, wo die meiste Aufmerksamkeit hinfließt und was du am Layout noch optimieren solltest. So könntest du z. B. deinen Call-to-Action dort positionieren, wo viel geklickt wird. Oder du machst Elemente klickbar, die vorher nicht klickbar waren.

4. Umfragen

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Einfache Umfragen sind ein wunderbarer Weg, um qualitatives Feedback zu bekommen. Diese Umfragen kannst du entweder direkt auf deine Webseite integrieren oder per E-Mail sowie Social Media verschicken.

Alleine ein Popup, das aufgeht, wenn dein Besucher deine Landing Page verlassen möchte und fragt, warum er nicht die gewünschte Handlung ausgeführt hat, kann über einen längeren Zeitraum wirklich gutes Feedback bringen. Das wiederum sorgt für neue Ideen, die du dann testen kannst.

5. Usability-Tests

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Bei einem Usability-Test bekommen echte Menschen ein Ziel an die Hand und werden auf deine Landing Page geschickt.

Diese Probanden berichten dann von den positiven wie negativen Dingen. Am besten machen sie einen Screencast inklusive Ton und denken einfach laut.

Damit bekommst du die Chance, das tatsächliche Verhalten deiner Besucher in einer bestimmten Situation zu beobachten. Du siehst, wie sie mit deiner Landing Page interagieren.

Das kann zu überraschenden Erkenntnissen führen. Denn du erlebst ihre oder seine Perspektive. Meistens ist man so tief im Thema, da sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Eyetracking-Tests sind an dieser Stelle auch ziemlich geil. Hier bekommen Probanden eine spezielle Brille aufgesetzt und besuchen deine Landing Page. Abschließend kannst du genau nachvollziehen, wo das Auge hingeschaut hat. Das Ergebnis sieht dann so aus:

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Leider ist das aufgrund der Technik echt teuer nur für Unternehmen, die sich das leisten können und wollen. Deshalb wird es oft für Studien eingesetzt. Aber wer weiß, vielleicht kann Google Glass das bald?

Was sind die Vorteile der Landing-Page-Optimierung?

Ganz klar: Eine bessere Conversion Rate, die zu mehr Leads und Kunden führt, was wiederum mehr Umsatz bringt. Und das wollen wir am Ende des Tages doch alle, oder?

Oder anders gesagt, wenn du nicht testest, verlierst du etwas, weil du Umsatzpotenzial verschenkst! ;)

Durch das Optimieren deiner Landing Pages kannst du Steigerungen deiner Conversion Rate von bis zu 300% erzielen. Was meinst du, wie sich das auf deinen Unternehmenswachstum auswirken würde? Und auch wenn so etwas die Seltenheit ist, jeden Monat ein paar Prozent bringen aufs Jahr gesehen eine Menge.

Das Ding ist, wenn du deinen Kunden direkt fragt, sagt er dir vielleicht das eine, handelt später aber komplett anders. Deshalb hast du eigentlich keine andere Wahl, als deine Landing Pages zu testen. Das ist generell das Geile daran:

Es ist wie ein gigantisches, digitales Marketinglabor, um deine Zielgruppe besser kennenzulernen.

Somit handelst du nicht nach Bauchgefühl, sondern findest durch eine wissenschaftliche Herangehensweise genau heraus, was funktioniert, und was nicht. Du weißt, was wahr ist.

Damit gibt es auch endlich keine überflüssigen Diskussionen mehr. Claude Hopkins sagte 1923 bereits:

Fast jede Frage kann günstig, schnell und ein für alle Mal mit dem Testen einer Kampagne beantwortet werden.

Damals gab’s noch kein Internet. Heute haben wir wesentlich einfachere und schnellere Möglichkeiten zum Testen.

Welche Schritte solltest du bei der Landing-Page-Optimierung zuerst machen?

Eigentlich ist die Landing-Page-Optimierung ziemlich straight forward: Mache dir vorher ein paar Gedanken und lege danach einfach mal los:

Schritt 1: Vergegenwärtige dir deine Buyer Persona

Menschen sind nicht alle gleich. Deshalb möchtest du die richtigen auf deine Landing Page bekommen. Mache dir also Gedanken über deine Zielgruppe und deine Buyer Personas. Letzteres sind detaillierte Profile von deinen perfekten Kunden.

Vergegenwärtige dir genau, wen du ansprechen möchtest. Halte sie dir vor Augen und vergiss niemals, wer sie sind, was ihnen wichtig ist und wie du sie überzeugst. Falls du noch keine Persona hast, dann wird’s jetzt allerhöchste Zeit!

Schritt 2: Sammle Ideen zum Testen

Schaue dir Best Practices und Tipps für die Landing-Page-Optimierung an. Auch kannst du dich von anderen Landing Pages, die gut laufen, inspirieren lassen. Was kannst du davon für deine Landing Page übernehmen?

Brainstorme danach ein bisschen, mache eine Liste aus diesen Ideen und priorisiere sie. Welche wird am wahrscheinlichsten deine Conversion Rate steigern? Welche wird wohl am besten funktionieren?

Schritt 3: Splitteste deine Landing Page

Sicherlich hast du jetzt viele Ideen, die du testen kannst. Denke deshalb immer an die 80/20-Regel:

Fokussiere dich auf die erprobten 20% der Elemente, die 80% der Conversion-Steigerung bringen.

Es ist dabei auch so, dass das Lösen von ein paar fundamentalen Problemen die größte Verbesserung bringt. Aber dementsprechend auch, dass manche Elemente kaum oder gar keine Auswirkungen haben. Tim Ash, Autor von Landing Page Optimization, sagt in seinem Buch auch so schön: „In Wahrheit geht’s bei der Verbesserung der Conversion Rate nicht darum, etwas richtig zu tun, sondern es zu vermeiden, die falschen Dinge zu tun.“

Aber was solltest du jetzt genau testen? Ich empfehle dir folgende Reihenfolge:

  1. Überschrift - Das wichtigste Element. Daher perfekt zum Testen. Teste hier auch mal verschiedene Alleinstellungsmerkmale.

  2. Call-to-Action - Teste Variationen deiner CTA-Box. Teste auch die Anzahl der Formular-Felder: kurz oder lang, was funktioniert besser?

  3. Hero Shot - Teste, welches Bild am besten funktioniert. Oder vielleicht funktioniert doch ein Video am besten? Wer weiß?

  4. Layout - Probiere ein radikal anderes Layout. Positioniere Elemente um, füge welche hinzu oder lass sie weg.

  5. Social Proof - Eine mächtige psychologische „Waffe“, die deine Conversion Rate steigern kann. Muss aber nicht.

  6. Text - Teste deinen eigentlichen Text. Vor allem den emotionalen Teil. Benutze einen anderen Hook, eine andere Herangehensweise. Eine andere Story.

Vor allem die Überschrift und dein Call-to-Action sind besonders wichtig. Lege den Fokus darauf. Ich glaube, das würde David Ogilvy auch so machen! ;)

Wichtig beim Testen ist außerdem die statistische Signifikanz. Ich habe in der Statistik-Vorlesung zwar immer halb geschlafen, aber daran kann ich mich noch erinnern! Sie sagt im Kern aus, wie nah deine Testergebnisse an der Wahrheit liegen. Dementsprechend kann bei einem Test deine Conversion Rate zuerst fallen, ehe sie ansteigt. Deshalb brauchst du Geduld und Ausdauer.

Aber was ist, wenn du nicht genug Traffic bekommst, um eine statistische Signifikanz zu erreichen bzw. es einfach zu lange dauern würde? Dann musst du sequenziell Testen. Das heißt, du testest eine Variante nach der anderen. Lässt also für einen Monat Landing Page A laufen und den nächsten Monat Landing Page B. Das ist natürlich nicht so genau, das Risiko auf eine schlechte Wahl ist größer und du unterliegst saisonalen Schwankungen. Aber das ist dann halt so. Ist immerhin besser als nichts.

Welche Tools gibt es für die Landing-Page-Optimierung?

Jetzt haben wir so viel über Methoden und Theorie gesprochen, aber welche Werkzeuge kannst du dafür benutzen?

Hier mal eine kleine Übersicht:

A/B-Tests

  • Google Analytics - Kostenlos, aber das Handling ist ein bisschen kompliziert. Läuft solide.

  • Visual Website Optimizer - Sehr leicht zu bedienen und einzurichten. Gut für Einsteiger.

  • Unbounce - Hat beim Landing Page Builder Splittests integriert.

  • Chimpify - Kann das leider noch nicht. Aber in Zukunft kommt das!

Hier gibt’s noch weitere A/B Testing Tools.

Heatmaps

  • Hotjar - Schnell einzurichten, leicht zu bedienen. Es gibt ein kostenloses Paket.

  • CrazyEgg - Schnell einzurichten, sehr leicht zu bedienen. Perfekt für Einsteiger.

  • inspectlet - Noch nicht getestet. Sieht nett aus. Haben einen kostenlosen Plan.

Hier gibt’s noch weitere Heatmap Tools.

Umfragen

  • Google Formulare - Schnell, einfach und kostenlos. Kaum Designmöglichkeiten.

  • SurveyMonkey - Kostenlos. Schnell. Einfach. Und beliebt.

  • TypeForm - Schöne userfreundliche Formulare. Können direkt in die Webseite integriert werden.

  • Hotjar - Hat auch ein nettes und kostenloses Umfrage-Feature für die Webseite.

Hier gibt’s noch weitere Umfragen-Tools.

Usability-Tests

Ich hatte mal ausgiebig einen kostengünstigen deutschen Anbieter im Einsatz, den es leider nicht mehr gibt.

Hier findest du weitere Crowdtesting Tools.

Was ist eine gute Conversion Rate bei Landing Pages?

Das kommt drauf an. Es kommt auf deine Branche an, auf dein Produkt oder deine Dienstleistung, und auf deine Zielgruppe. All diese Punkte fließen ein, wenn es darum geht, Besucher in Leads und Leads in Kunden zu verwandeln. Es ist eben ein Unterschied, ob es sich um eine Landing Page für die Leadgenerierung oder für den Verkauf handelt.

Passend dazu habe ich folgende Studie von WordStream gefunden. Dort haben sie tausende AdWords Accounts analysiert, die zusammen $3 Milliarden im Jahr ausgegeben haben:

wordsteam median conversion rate

Wie du siehst, liegt hier der Mittelwert bei 2,35%. Das beste Viertel hat 5,31% und das beste Zehntel sogar 11,45% und mehr. Hier wurde aber die Conversion Rate über den gesamten Account gemessen.

Aber was ist mit der Conversion Rate einer Landing Page? Dazu hat Unbounce eine Studie veröffentlicht. Dort analysierten sie 64.000 Landing Pages für die Leadgenerierung über verschiedene Branchen hinweg:

unbounce landing page conversion rate branchen

Die besten Conversion Rates schwanken viel zwischen den einzelnen Branchen - das ist eine wichtige Erkenntnis, die du mitnehmen solltest. Der Mittelwert liegt dennoch bei 4%.

Wenn man diese beiden Studien zusammennimmt, liegt der „wahre Durchschnitt“ irgendwo bei 2-5% für eine Leadgenerierungs-Landing-Page. Bei einer Landing Page für den Verkauf variiert das sehr stark.

Aber die, die herausstechen, weigern sich, sich auszuruhen. Warum sollten sie sich mit dem Durchschnitt zufriedengeben? Das beschreibt Conversion-Rate-Experte Peep Laja auch hier sehr schön. Deine Conversion Rate ist gut, wenn sie besser war als letzten Monat.

Fazit

Die Landing-Page-Optimierung ist einer der fünf größten Marketing-Probleme, mit denen Unternehmen kämpfen. Ich hoffe, dieser Beitrag hat dir dabei geholfen, Licht ins Dunkel zu bringen.

Denke bitte immer daran, dass Tipps und Best Practices zwar ein guter Ausgangspunkt sind, aber nicht unbedingt bei dir funktionieren werden.

Übernimm deshalb nichts, ohne es zu hinterfragen. Ändere nichts, ohne es zu testen.

Je mehr du testest, desto mehr lernst du deine Zielgruppe kennen und desto bessere Landing Pages kannst du erstellen. Teste daher so viel und so oft wie möglich.

Wichtig ist auch, dass du nicht überheblich wirst. Die Landing-Page-Optimierung ist ein ständiger Prozess. Es gibt immer einen Prozentpunkt, der darauf wartet, von dir entdeckt zu werden. Deine Landing Page kann niemals perfekt sein.

Somit ist sie niemals statisch. Sie ist dynamisch. Sie verändert sich. Sie ist in Bewegung. Sie ist ein lebender Organismus, der Wachstum bringt.

Aber wie bereits erwähnt, wenn du mit dem Testen anfängst, bist du schon weiter als die Hälfte der Unternehmen da draußen. Schicke deshalb deine Landing Page in den Ring und mache einen wahren Champion daraus.

Let’s get ready. Let’s rumble.

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Landing Pages sind eine geniale Erfindung.

Warum? Weil sie fokussiert sind. Sie konzentrieren sich auf eine Aktion deines Besuchers. Deshalb funktionieren sie so gut:

Es geht um eine Aufgabe, eine Handlung, eine Conversion.

Ohne Landing Pages wären wir arm dran. Okay, halten wir den Ball flach. Ärmer dran! ;)

Beim Erstellen deiner Landing Page solltest du so lean wie möglich an die Sache herangehen. Baue deshalb deine Landing Page schnell zusammen und teste sie an deiner Zielgruppe.

Aber mehr Besucher in Leads und Kunden zu verwandeln ist leichter gesagt als getan. Dennoch gibt’s einige Best Practices, die du kennen solltest.

Ready? Legen wir los.

Was ist eine Conversion Rate?

Bevor wir zu den Tipps kommen, klären wir kurz, was eine Conversion und Conversion Rate überhaupt ist.

Die Conversion Rate ist die Prozentzahl deiner Besucher, die eine gewünschte Handlung (Conversion) ausführen.

Sie beschreibt also das Verhältnis zwischen Besuchern und getätigter Handlung. Die Aktion kann dabei alles sein: Lead werden, Produkt kaufen, Geld Spenden etc.

Sagen wir zum Beispiel, deine Webseite hat 10.000 Besucher pro Monat. Wenn in dieser Zeit 200 Besucher davon zu Leads werden, hast du eine Conversion Rate von 2% (200/10.000).

So. Das haben wir geklärt. Kommen wir zu den Tipps.

1. Benutze alle wichtigen Elemente

Wie im letzten Beitrag beschrieben, achte zuerst darauf, dass deine Landing Page alle wichtigen Elemente im Einsatz hat:

landing page leadgenerierung  

Ich vergesse eines dieser Elemente auch ganz gerne mal. Und wenn dir eines davon fehlt, funktioniert deine Landing Page nicht so gut. Im schlimmsten Fall gar nicht.

Aber hier gibt’s auch Ausnahmen. Es gibt auch Landing Pages, die z. B. ohne Trust-Symbole auskommen. Aber in der Regel gilt: Je mehr dieser Elemente, desto besser die Conversion.

2. Verwende keine Navigation

Das Entfernen der Navigation auf deiner Landing Page kann deine Conversion um bis zu 100% steigern.

Ist ja auch logisch: Deine Landing Page ist auf eine Aktion fokussiert. Eine Menü mit Links, die woanders hinführen, lenkt von dieser Aktion ab.

Oli Gardner von Unbounce nennt das auch „Attention Ratio“. Sie beschreibt das Verhältnis der Links auf deiner Landing Page zu deinen Conversion-Zielen. Das perfekte Verhältnis ist 1:1. Eine Landing Page, ein Ziel und dementsprechend auch nur ein klickbarer Call-to-Action.

Dennoch haben nur 16% der Landing Pages kein Menü. Das sollten wir alle schleunigst ändern, oder? Geht schließlich fix.

3. Achte auf den Message Match

Beim Message Match geht’s darum, dass die Quelle, von der deine Besucher kommen, und deine Landing Page einen einheitlichen Look and Feel haben:

highrise remarketing

Wenn deine Besucher durch eine Anzeige auf deine Landing Page aufmerksam werden, sollte die Anzeige und die Landing Pages gleich aussehen. Das heißt, die selben Bilder, die selbe Überschrift, die selben Texte und den selben Button. Eben die selbe Message.

Die meisten Besucher sind sehr ungeduldig und werden deine Landing Page innerhalb weniger Sekunden verlassen, wenn sie nicht das finden, was ihnen versprochen wurde.

Achte also darauf, dass deine Quelle (Anzeige, E-Mail, Social Media Post) zu deiner Landing Page passt.

4. Platziere deinen CTA above the fold

Deine Kernmessage und dein Call-to-Action sollten above the fold platziert werden. Das heißt, sie sollten ohne zu scrollen sofort sichtbar sein. Das wiederum hängt von der durchschnittlichen Bildschirmgröße deiner Zielgruppe ab.

Vergiss auch nicht, dass Menschen unterschiedlich sind. Manche brauchen wenig Zeit, um überzeugt zu werden. Manche dagegen viel.

Außerdem sollte deine Kernmessage und dein CTA bei längeren Landing Pages öfter vorkommen. So kann es sein, dass dein Besucher zur Hälfte durch ist, bevor er glaubt, was du sagst. Wenn da ein Button in der Nähe ist, ist es wahrscheinlicher, dass er konvertieren wird.

Das muss aber nicht immer so sein. Hier wird zum Beispiel berichtet, dass below the fold auch mal ganz gut funktionieren kann:

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Der Kontext ist hier entscheidend. Es kommt eben auf deine Lösung, dein Angebot und deine Zielgruppe an.

5. Verwende so wenig Eingabefelder wie möglich

Eines der Gründe, warum dein Besucher bei deiner Landing Page (z. B. für die Leadgenerierung) dein Formular nicht ausfüllt, ist der, dass du zu viele Fragen stellst.

Generell ist das so, je weniger Eingabefelder du hast, desto höher ist deine Conversion Rate. Es ist eben weniger Aufwand für deinen Besucher. Das belegen auch noch mal folgende Daten:

unbounce form field conversion data

Du hast die beste Conversion Rate bei den wenigsten Feldern. Ironischerweise steigt sie bei sehr vielen Eingabfeldern wieder.

Du solltest dich also darauf fokussieren, welche Information wirklich wichtig ist. Brauchst du z. B. wirklich das Alter? Ich finde es cool, den Namen abzufragen, weil du diesen dann z. B. in deinen E-Mails verwenden kannst. Dennoch habe ich mir bei uns die Frage gestellt, ob wir den Namen wirklich brauchen. Du musst das Ganze langfristig sehen und dir immer die Frage stellen: Gibt’s jetzt einen Grund, das abzufragen oder kann ich das auch später in Erfahrung bringen? Brich deine Eingabfelder also immer auf ein Minimum herunter.

HubSpot berichtet hier auch noch von einem kleinen Trick, um dein Formular einfach kleiner wirken zu lassen:

shorter forms resized 600

Ziemlich smart!

6. Entferne alles Überflüssige

„Keep it simple“ ist eine schön Philosophie, die auch für Landing Pages greift. Alles, was deinen Besucher ablenken, verwirren oder überfordern kann, solltest du entfernen.

Erstelle ein sauberes, aufgeräumtes und ordentliches Design. Benutze genug White Space und Bilder sowie Texte, die die Kernaussage schnell auf den Punkt bringen.

Wenn du deine Landing Page erstellt hast, stehe von deinem Schreibtisch auf, zoome evtl. in deinem Browserfenster etwas heraus und tritt einen Schritt zurück. Schaue dann, wie viele und welche Sachen deine Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Alle Elemente sollten im Endeffekt auf deinen Call-to-Action zielen. „Kongruenz“ ist hier auch ein schönes Fremdwort, das es perfekt auf den Punkt bringt. Jedes Element auf deiner Landing Page sollte sich auf deine Kernmessage beziehen oder unterstützen.

Ein kleiner Trick ist hier, die Blickrichtung vorzugeben (z. B. mit Pfeilen). Generell erhöhen Gesichter von Menschen, die lächeln, das Vertrauen und somit die Conversion. Aber diese Gesichter können nicht nur den Besucher anschauen, sondern auch auf deinen CTA deuten. Das belegt auch diese Studie:

landing page ideas directional cues heatmap

Das Ziel deiner Landing Page ist ja, es für deinen Besucher so einfach und so schnell wie möglich zu machen, zu konvertieren. Deshalb solltest du auch checken, ob sie scanbar ist. Er sollte die wichtigste Message sofort erkennen, ohne zu lesen. Denn im Internet wird nicht gelesen.

7. Benutze Social Proof

Erstaunlicherweise haben 76,8% der Marketer keine Social-Proof-Elemente auf ihrer Landing Page. Das sollten wir auch mal schleunigst ändern!

Social Proof bedeutet so etwas wie „soziale Bewährtheit“. Wir Menschen sind soziale Lebewesen und schauen darauf, was unsere Mitmenschen machen. Und wenn viele etwas machen, benutzt unser Gehirn eine Abkürzung und denkt einfach, dass es wohl das Richtige ist.

Deshalb gibt es im Supermarkt an den Kassen immer lange Schlangen. Die Menschen stellen sich dann automatisch an die längste Schlange und machen sie somit noch länger. Obwohl es Kassen mit kürzeren Schlangen gibt. Das musst du mal beobachten, das ist wirklich faszinierend.

Benutze also folgende Elemente auf deiner Landing Page, um deine Conversion Rate zu erhöhen:

  • Testimonials - Echte Kundenmeinungen erzeugen Vertrauen und Glaubwürdigkeit ... und somit bessere Conversions.

  • Case Studies - Bei detaillierten Fallbeispielen (z. B. im PDF-Format) sieht dein Besucher, dass das, was du behauptest, auch funktioniert.

  • „Bekannt aus“-Banner - Bekannte Logos aus Presse und online Medien (wie z. B. Blogs) erzeugen innerhalb weniger Sekunden eine gewisse Autorität.

  • Namhafte Kunden - Logos von größeren Kunden evtl. kombiniert mit einem kleinen Testimonial oder einem Ergebnis (z. B. „Umsatz um 10% gesteigert“) erzeugen Vertrauen.

  • Trust-Symbole - Logos von Zertifikaten, Awards, Gütesiegeln etc. erzeugen Sicherheit.

  • Social Shares - Das macht vor allem bei viralen Landing Pages (z. B. für die Leadgenerierung) Sinn. Unsere E-Book-Landing-Page wurde bereits über 700 mal geteilt.

Ein weiterer Tipp, der zwar kein Social Proof ist, aber dennoch passt: Benutze genaue Zahlen und Statistiken in deinen Texten. Versuche diese möglichst mit einer Quelle zu belegen. Das erzeugt sofort mehr Glaubwürdigkeit.

Am Ende des Tages bist weder du, noch jemand in deinem Unternehmen, der beste Verkäufer. Das ist dein Kunde. Social Proof hilft dir hier dabei, das darzustellen.

8. Benutze die Sprache deiner Kunde

Deine Kunden möchte verstanden werden. Spreche deshalb in ihrer Sprache und benutze die exakten Wörter, die sie verwenden.

Viele, die eine Landing Page erstellen, betreiben vorher keine Recherche. Sie schreiben die Texte aus dem Bauch heraus, anhand bisheriger Landing Pages oder orientieren sich an den Mitbewerbern. Es wird behauptet, seine Persona zu kennen. Wenn du nah am Kunden bist, ist das auch oft der Fall. Aber je präziser du hier vorgehst, desto höher ist deine Conversion Rate.

„Spekulation ist teuer“, sagte einmal die Werbetext-Legende Claude Hopkins. Das Schöne ist, dass dieser Tipp wenig mit Spekulation zu tun hat. Es geht um empirische Recherche.

Gehe also folgende Wege entlang und suche nach oft verwendeten oder außergewöhnlichen Redewendungen, dem Schmerz und was sie von deinem Produkt erwarten:

  • Mache eine Umfrage
  • Telefoniere mit deinen Kunden
  • Durchsuche Blog-Kommentare
  • Durchsuche Rezensionen auf Amazon
  • Durchsuche themenrelevante Foren
  • Höre den Leuten auf Social Media zu
  • Chatte oder maile mit deinen Kunden
  • usw.

Es gibt hier viele Wege. Im Endeffekt musst du irgendwie mit deinem Kunden kommunizieren und ihm einfach zuhören.

9. Biete eine Vorschau an

Laut dieser Infografik erinnern wir Menschen uns an 20%, was wir gelesen haben, aber an 80%, was wir gesehen haben. 

Biete deshalb eine Demo deines Produkts in Aktion an (wenn möglich auch deiner Dienstleistung). Egal ob es ein Bild, GIF oder Video ist. Neben deinen Kunden ist dein Produkt der beste Verkäufer.

Vor allem Videos auf Landing Pages können sehr gut funktionieren. Hier wird z. B. berichtet, dass sie die Conversion bis zu 80% erhöhen können.

Bei einer Software kannst du eine richtige Demo anbieten, ohne sich anmelden zu müssen. Unbounce macht das hier sehr gut:

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Bei einem kostenpflichtigen E-Book kannst du eine Leseprobe anbieten. Selbst bei einer Dienstleistung können Bilder, wie du in Aktion bist, eine Art Vorschau sein.

10. Biete Kontaktinformationen

Packe deine Telefonnummer und andere Kontaktdaten wie E-Mail oder die Social-Media-Profile prominent auf deine Landing Page. Hier mal ein Beispiel von HubSpot:

landing page telefonnummer  

Das zeigt, dass ein legitimes Unternehmen und echte Menschen dahinter stecken. Eine Telefonnummer hat hier z. B. zu einer Steigerung von 1,8% verholfen. 

Das kann auch eine gute Notfalllösung für Menschen sein, die sich bei digitalen Transaktionen noch unwohl fühlen, dein Angebot aber annehmen wollen.

11. Mache deine Landing Page mobile-friendly

66% der Menschen auf der ganzen Welt haben ein Smartphone, Tendenz steigend:

global digital snapshop jan 2017

Generell kommt über 50% des gesamten Traffics durch mobile zustande.

Auch der Mobile-First-Designansatz und Googles Mobile-First-Index, sind klare Anzeichen dafür, wie wichtig das Thema ist. Du musst dich nur mal im Alltag umschauen oder dein eigenes Verhalten beobachten, ohne mobile geht heute gar nichts mehr.

Deshalb solltest du deine Landing Page auch für die verschiedenen Bidschirmgrößen anpassen, um mehr Conversions zu erhalten.

12. Segmentiere deine Landing Pages

Falls du mehrere Personas ansprichst, erstelle eine Landing Page für jede, die genau auf sie zugeschnitten ist. Eine Landing Page für jedes Segment.

Schneide außerdem deine Landing Page für die verschiedenen Trafficquellen zu. So kannst du z. B. bei einem Gastbeitrag in der Bio deine Landing Page verlinken. Auf dieser sprichst du den Besucher direkt an (z. B. „Hallo lieber Chimpify-Leser, ...“).

Es gibt hier auch technische Möglichkeiten mit Variablen auf deiner Landing Page zu arbeiten, damit der Content unterschiedlich ist. Das wäre zum Beispiel sinnvoll, wenn du eine Landing Page für jede Stadt in Deutschland erstellen möchtest. Airbnb macht das zum Beispiel auch so:

airbnb landing page

Eine gute Segmentierung erzeugt Nähe und Vertrauen. Der Besucher fühlt sich verstanden und vielleicht auch ein bisschen besonders oder sogar überrascht. Du bekommst den perfekten Fit.

13. Erstelle mehrere Landing Pages

Laut einer Studie von HubSpot erhalten Unternehmen 55% mehr Leads, wenn sie die Anzahl ihrer Landing Pages von 10 auf 15 erhöhen:

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Das ist ein einfacher Weg, um mehr Conversions zu erhalten. Denn je mehr Landing Pages du im Einsatz hast, desto mehr Möglichkeiten hast du, mehr Leads und mehr Kunden zu bekommen.

Mehr Landing Pages heißt auch mehr zielgerichtete Messages, die perfekt zu deinen Personas passen. Segmentierung lässt grüßen.

14. Optimiere deine Landing Page für die Suchmaschine

Nicht alle Landing Pages haben Rankingpotenzial. Aber einige, vor allem Content Landing Pages, können gut ranken. Insbesondere dann, wenn du ganz viele davon im Einsatz hast! ;)

Zuerst solltest du bei der Erstellung überhaupt an das Thema SEO denken. Landing Pages sind zwar ein reines Conversion-Werkzeug, können aber auch für die Suchmaschine relevant sein.

Fokussiere dich pro Landing Page möglichst auf ein Fokus-Keyword. Achte dann darauf, dass es an folgenden Stellen vorkommt:

  • Keyword im Title Tag
  • Keyword in der H1-Überschrift
  • Keyword in der URL
  • Keyword in den H2- und H3-Überschriften
  • Keyword im eigentlichen Text
  • Keyword fett oder kursiv markiert
  • Keyword in einem Bild, Alt-Attribut und Dateinamen
  • Keyword in der Meta Description

Das waren jetzt die OnPage-Faktoren. Danach kommen die OffPage-Faktoren. Dabei geht’s hauptsächlich um Links. Sorge also dafür, dass du interne und externe Links von relevanten Quellen mit relevanten Ankertexten bekommst.

15. Biete einen Bonus auf der Confirmation Page an

Im letzten Beitrag habe ich bereits erwähnt, dass du auf der Confirmation Page bzw. Thank You Page einen Call-to-Action platzieren kannst. Zum Beispiel für ein kostenpflichtiges E-Book, das Testen deiner Software oder für einen Termin für ein Erstgespräch.

landing page confirmation page

An dieser Stelle kannst du aber auch einen kostenlosen Bonus liefern. Zum Beispiel relevanten Content verlinken, ein weiteres kostenloses E-Book oder einen Rabatt für dein Produkt anbieten. Etwas kostenlos herauszugeben ist schon gut, aber danach einen Bonus zu liefern ist großartig.

16. Teste deine Landing Page

Eine Landing Page ist nie perfekt. Deshalb solltest du sie nach dem Erstellen nicht links in der Ecke liegen lassen, sondern immer wieder aufheben und mit ihr herumexperimentieren.

Leider testen nur ca. 52% der Unternehmen ihre Landing Page. Obwohl diejenigen, die ihre Conversion Rate jährlich verbessern, 50% mehr Tests machen als der Durchschnitt.

Wie bereits erwähnt, achten viele Unternehmen bei der Erstellung auf ihr Bauchgefühl und ihre persönliche Meinung. Wirf diesen Gedanken über Board und fange an echte Ergebnisse in der echten Welt zu sammeln.

Auch Best Practices wie in diesem Beitrag sind nur Richtwerte. Sie müssen bei dir nicht unbedingt funktionieren. Der Kontext ist immer unterschiedlich. Anderes Unternehmen, andere Zielgruppe.

Funktioniert z. B. eine längere oder kürzere Landing Page besser? Generell würde ich dir zu einer längeren raten. Das belegen einfach viele Fallstudien und meine Erfahrung. Aber das muss nicht immer so sein:

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Hier hat die kürzere besser funktioniert. Das Ding ist, niemand weiß, was funktioniert. Nicht einmal dein Kunde. Er denkt vielleicht zu wissen, wie er handeln würde, würde bei einem realen Test aber komplett anders handeln.

Deshalb musst du deinen Kunden entscheiden lassen, wie die beste Landing Page aussieht. Er ist der Landing-Page-Experte. Nicht du.

Fazit

Landing Pages sind eine feine Sache. Dabei ist der ultimative Fokus alles. Deshalb funktionieren sie auch so gut. Sie erzeugen einfach bessere Conversion Rates.

Wenn du eine Landing Page erstellen möchtest, lege damit so schnell wie möglich los. Vergiss nicht, dass sie ein einziges klares Ziel haben und das alle Elemente auf dieses Ziel hindeuten sollten. Befolge danach diese Tipps, um deine Landing Page zu verbessern.

Nimm diese Best Practices aber nur als Ausgangspunkt. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sie bei dir funktionieren. Aber der Kontext ist immer unterschiedlich.

Deshalb ist das Testen auch so wichtig. Du musst Dinge einfach mal ausprobieren. Mehr darüber erfährst du im nächsten Artikel.

Hast du noch weitere Tipps für Landing Pages, um bessere Conversion Rates zu erzielen?

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https://www.chimpify.de/marketing/tipps-landing-page/feed/ 18 https://www.chimpify.de/favicon.ico https://www.chimpify.de/favicon.ico
5 kreative Tipps, um dein Inbound Marketing zu verbessern https://www.chimpify.de/marketing/kreative-tipps-inbound-marketing/ https://www.chimpify.de/marketing/kreative-tipps-inbound-marketing/#comments Mon, 07 May 2018 08:00:00 +0000 Inbound Marketing https://www.chimpify.de/marketing/kreative-tipps-inbound-marketing/ Weiterlesen

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Denk mal an folgende Situation: 

Du willst mit deiner Familie zwei Wochen in den Urlaub fliegen. Und du suchst eine günstige und sichere Parkmöglichkeit für dein Auto.

Was machst du? Du recherchierst.

Es ist doch so. Wir wollen keine Angebote, wenn wir sie gerade nicht brauchen. Haben wir ein Problem, suchen wir gezielt und bedürfnisorientiert nach einer Lösung.

Aber der Flughafen bietet nur weit entfernte, unbewachte Stellplätze zu überhöhten Preisen an.

Das Ergebnis: Die Kinder können nach 100m nicht mehr laufen und du kommst schweißgebadet am Terminal an. Du bist komplett entnervt, bevor der Urlaub überhaupt angefangen hat. Und warum? Weil du die Lösung, die zu dir passt, nicht finden konntest.

Als smarter Unternehmer betreibst du Inbound Marketing und holst deinen Kunden dort ab, wo sein Problem entsteht. Zu dumm ist nur: Das machen andere auch. Wie schaffst du es, dein Angebot so zu formulieren, dass dein potenzieller Kunde es nicht übersieht und sich für dich entscheidet?

Um aufzufallen brauchst du nicht nur ein überzeugendes Produkt, eine klar definierte Zielgruppe, sondern auch originelle Ideen.

Du musst deiner Konkurrenz immer einen Schritt voraus sein. Mit Kreativität.

Leichter gesagt als getan.

Wie du jetzt mehr Kreativität in dein Inbound Marketing bringst, das zeige ich dir in fünf sofort umsetzbaren Schritten:

1. Kreative Kundenbeziehung: Stell die Brötchenfrage

Du kannst durch Inbound Marketing mit weniger Aufwand viele Menschen deiner Zielgruppe erreichen. Trotzdem sollte sich jeder einzelne persönlich angesprochen fühlen.

Egal, ob du nur ein paar Kunden hast oder eine große Community. Du brauchst kreatives Geschick, um eine Beziehung aufzubauen und zu halten.

Eine langfristige Kundenbeziehung ist aufgebaut wie ein Haus. Du benötigst zuerst ein Fundament. Wände und Dach. Und erst wenn die Tür einen Rahmen hat, kannst du sie öffnen. Einige versuchen es dennoch ohne und scheitern.

Ein Newsletter, der nur Verkaufsaufforderungen enthält, landet sofort im Papierkorb. Die Tür ist sprichwörtlich ins Haus gefallen und hat deinen Kunden erschlagen. Dein Abonnent ist für immer weg!

Die Berührungspunkte mit deinem Unternehmen sind entscheidend, ob dein Kunde kauft. Gestalte sie für ihn so angenehm wie möglich. 

Zeige echtes Interesse

Jasmine Star, eine erfolgreiche Fotografin und Marketing Coach aus New York, beschreibt den Anfang einer Kundenbeziehung folgendermaßen: Wenn du möchtest, dass dein Gegenüber ein Kunde wird, dann lerne ihn kennen. Stell dir vor, du sitzt mit ihm in einem Zug und möchtest ein Gespräch beginnen. Was würdest du tun? Du würdest eine Frage stellen.

Fragen sind ideal, um ein Gespräch zu beginnen.

Du zeigst damit Interesse an deinem Gesprächspartner. Und du speicherst Informationen, die du zu einem späteren Zeitpunkt verwenden kannst, um den Dialog fortzusetzen.

Nun sitzt du aber in keinem Zug. Und dein Publikum ist in den Sozialen Netzwerken unterwegs und wartet nicht auf deine Fragen.

Deswegen sollten deine Fragen originell und unterhaltsam sein. Und nicht direkt auf dein Verkaufsangebot hinweisen. Das kommt später.

EinsLive, der Jugend-Sender des WDR, landete einen Volltreffer mit einer Frage, die einfach jeder beantworten wollte. Sie war witzig und verbreitete sich automatisch. Der Radiosender stellte seinen Hörern die Brötchenfrage: Welche Hälfte des Brötchens bevorzugst du – die obere oder die untere?

Wenn du gerade selbst über deine Antwort nachdenkst, weißt du, worauf ich hinauswill: Stelle deinen Fans Fragen, die emotional sind und erst auf den zweiten Blick mit deinem Business zu tun haben. Finde die Fragen, die für das Leben deiner Kunden relevant sind.

Ein Schreibblog-Betreiber würde fragen: Welche Literatur lässt dich abends nicht einschlafen? Oder ein Podcaster würde nach den peinlichsten Erlebnissen bei Live-Sendungen fragen.

Jasmine Star würde ihre Fans fragen, welches Halloween-Kostüm ihr Hund dieses Jahr tragen soll. Sie sagt: Na klar, schrecke ich damit Menschen ab. Aber ich zeige Ecken und Kanten. Und ich ziehe genau die an, die wirklich mit mir arbeiten wollen.

Erzähle Persönliches

Eine Kundenbeziehung ist nicht einseitig. Sie ist eine Verbindung zwischen deinem Kunden und deinem Unternehmen. Menschen vertrauen aber nicht Unternehmen, sondern Menschen.

Genauso wie du mehr über deine Zielgruppe erfahren möchtest, will sie mehr über dich wissen. Und das geht über deinen üblichen Content hinaus.

Gewähre deinen Besuchern persönliche Einblicke.

Erzähle Geschichten. Alle lieben sie, besonders die dramatischen. Berichte von deinen Krisen, die dich dazu geführt haben, dein Unternehmen zu gründen oder dieses eine Produkt zu entwickeln, das deinen Kunden hilft. Wenn dir das zu persönlich ist, erfinde einen Freund. Du musst die Story nur ehrlich meinen und damit dein Produkt oder deine Dienstleistung erklären können.

Antworte auf jeden Kommentar deiner Fans. Wenn du das nicht mehr kannst, dann beantworte Fragen und kommentiere Meinungen in einem Live-Video. Kunden verstehen, wenn du keine Zeit hast. Aber nicht, wenn du gar nicht mit ihnen kommunizierst.

Meinetwegen lass eine Drohne durch dein Großraumbüro fliegen oder nimm deine Kunden per Kopfkamera zum Joggen mit, aber tu etwas!

Du weißt selbst am besten, wie weit du gehen kannst. Aber sicher ist, dass dir Mut mehr einbringt als Schweigsamkeit.

Gehe auf deine Zielgruppe ein

Manchmal musst du gar nicht selbst aktiv werden, sondern auf eine Vorlage deiner Zielgruppe warten und richtig reagieren.

So rief ein Familien-Blog seine Fans dazu auf, kindertaugliche Namen für Möbel zu erfinden. Getauft wurde das Familienbett „Alleaufmamå“ und der Kinderteller „Smektekelik“. Die Beteiligung war erstaunlich.

Als der schwedische Möbelgigant Ikea davon Wind bekam, reagierte das Marketingteam sofort: Es bewies Spontaneität und Humor, indem es den Wettbewerb mit freundlichen Kommentaren am Laufen hielt. Die Aktion ging viral durch die Decke. Die Initiatorin Bea von Tollabea bedankte sich beim Social-Media-Team von Ikea für die außerordentliche Kundennähe und betonte, dass es sich um keine Zusammenarbeit handelte. Alles sei aus Sympathie und Spielerei entstanden!

Das ist ein großartiges Beispiel dafür, wie effektiv menschliches Verhalten sein kann. Die Entwicklung der Aktion brachte beiden Seiten jede Menge Sympathiepunkte ein. Und das können Punkte für das Image deines Unternehmens sein!

Also: Nimm dir Zeit für deine Zielgruppe, damit du sie kennenlernst. Gib etwas von dir preis, damit du authentisch bleibst. Und reagiere häufiger menschlich und weniger wie ein Marketing-Roboter.

2. Nützlicher Content ist gut, kreative Abwechslung ist besser

Wir alle wissen, wie schwer es ist, immer wieder neue und spannende Inhalte zu produzieren. Unsere Social-Media-Kanäle sind gefräßige Monster, die regelmäßig gefüttert werden wollen. Das setzt uns unter Druck.

Dagegen gibt es einen schnellen Tipp: Erstelle eine Content Landing Page mit einer Best-of-Liste deiner Beiträge. Verlinke sie in deinen Social-Media-Kanälen. So erhalten auch neue Besucher einen guten Überblick über deine Arbeit.

Oder aber: Wenn du stärkere Inhalte für mehr Reichweite möchtest, brauchst du eine kreative Content-Strategie.

Nimm einmal einen Blogartikel, der gut funktioniert hat. Du hast eine verführerische Überschrift geschrieben und nützlichen Mehrwert geliefert. Und dann verschwindet er einfach in der Timeline.

Das muss nicht sein. In der Schule gab es Jahrzehnte lang Frontalunterricht. Aber nur, weil etwas funktioniert, muss es nicht gut sein. Es war sterbenslangweilig! Die Schüler brauchten lehrreiche Abwechslung. In einer spannenden Umgebung lernten sie schneller und beteiligten sich häufiger.

Genauso ist es mit deinem Content. Er funktioniert. Aber es wird Zeit, deinen Lesern mehr Abwechslung zu bieten: Einen kreativen Mix aus Infos und Unterhaltung.

Am schnellsten schaffst du das, wenn du deinem besten Content einen neuen Look verpasst. Hier einige Tipps dazu:

Strukturiere deinen Content neu

Erneuere den Titel deines Beitrages:

  • Greife ein Kern-Zitat aus deinem Text heraus und mache daraus einen neuen Eyecatcher-Titel. Zitate verleihen deinem Artikel Autorität.

  • Nimm 3-4 zentrale Aussagen aus deinem Text und erstelle eine Liste. Setze sie wie eine Inhaltsangabe an den Anfang eines Social Media Posts. Wirkt wie ein Teaser.

  • Stelle eine Statistik in den Vordergrund und gib deinem Content einen wissenschaftlichen Touch. Entweder arbeitest du mit einer beeindruckenden Textaussage oder einer Grafik. Menschen vertrauen Zahlen.

Wandle deinen Content um

Erneuere die Form deines Beitrags:

  • Mache aus einem Blog Post ein einfaches Video oder eine Slideshow. Wechsle Bilder und Textinhalte locker ab. Nützlich Apps, die jeder bedienen kann, sind z. B.: Go Pro oder Adobe Sparks.

  • Verwandle einen Text in eine Infografik. Werde nicht zu komplex: Eine ansprechende Liste von 1-10 reicht vollkommen aus. Die Hauptbotschaft muss klar herausstechen. Keiner verlangt eine grafische Meisterleistung von dir! Dafür gibt es z. B. Canva.

  • Mache aus einem Text-Interview ein Video- oder Live-Interview. Alle Interviewpartner noch einmal an einen Tisch zu holen, lohnt sich, wenn der Beitrag schon vorher viele Shares hatte. Du gewinnst neue Zuschauer.

  • Verwende statt eines normalen Fotos eine 360-Grad-Ansicht oder ein themenbezogenes, relevantes Gif. Ein schneller Weg um aufzufallen und von Facebook, Twitter und Co. beachtet zu werden.

Gestalte deinen Content neu

Erneuere deinen Beitrag komplett und mache daraus ein Video. Dieser Schritt sollte gründlich geplant werden. Deswegen nenne ich dir nur inhaltliche Ideen zur Inspiration:

  • Tipps: Mache aus einer umfangreichen Artikel-Serie kurze 5-Minuten-Sessions mit nützlichen Hinweisen zu deiner Nische.

  • How-to-guide: Anleitungen sind magisch. Sie sind anschaulich und echte Problemlöser für deine Kunden.

  • Customer Storys: Erfolgreiche Kundengeschichten sprechen für sich. Bzw. für dich.

  • Behind-the-Scenes: Gib deinen Besuchern spannende Einblicke in deinen Arbeitstag. Ja, auch dein Schreibtisch kann interessant sein, weil Menschen neugierig sind.

  • Produktankündigung: Nichts ist aufregender als ein Countdown für ein tolles Produkt.

  • Unternehmens-Statement oder -Milestone: Hier geht es um deine Philosophie. Perfekt, um auch Mitarbeiter zu Wort kommen zu lassen.

  • Live-Video: Ist nichts für jedermann (Aber eine echte Erfahrung, die sich lohnt, um die eigene Komfortzone zu verlassen.)

Eins ist sicher: Visueller Content ist auf dem Vormarsch. Er macht bereits 84% der Internet-Kommunikation aus.

Bei der Gestaltung gibt es nahezu keine Grenzen. Doch bei aller Kreativität sollten deine Lösungen machbar bleiben, hilfreich und unterhaltend sein und zu deiner Zielgruppe passen.

(Auch wenn's verrückt ist: Wie wäre es mit einer Podcast-Episode nur in Bildern? Eine besondere Challenge anlässlich des Tags des Schweigens.)

Wer mit seinen Inhalten weiterhin auffallen will, wird kreativ experimentieren müssen. Aber bitte mit Spaß! Und weniger mit Blick auf die Algorithmen, die dich im Prozess nur hemmen.

3. Kreative SEO: Runter von der Couch

Es tut weh. Du klebst fest an der Couch und lässt wichtige Punkte beim Suchmaschinenranking liegen. Was nützen dir tolle Keywords, wenn du nicht alle Einsatzmöglichkeiten ausschöpfst?

Betreibst du SEO? Natürlich! Dann hast du sicher schon deine Website validieren lassen und Rich Pins beantragt. Wie bitte, was?

Wenn du dich bisher bei der Suchmaschinenoptimierung nur auf Google konzentriert hast, hast du die wichtigste visuelle Suchmaschine vergessen: Pinterest.

Höre ich einen tiefen Seufzer? „Hab ich schon probiert, bringt nichts!“ oder „Bunte Bilder interessieren mich nicht!“?

Dann werde ich dich davon überzeugen, dass der kreative Aufwand bei Pinterest geringer ist, als du denkst. Und der effektive Nutzen für deine SEO umso größer.

Social Media oder SEO?

Ein Vorurteil, das sich hält wie ein Kaugummi am Schuh: Pinterest ist kein Social Media-Kanal, sondern eine Suchmaschine.

Es gibt Pins (Content) und Repins (geteilter Content). Der Schwerpunkt liegt mit 80% auf Repins, also dem Teilen bereits vorhandenen Contents. Das kommt einem Like gleich.

Pinterest setzt auf visuellen Content (Bilder, Video, Text, Branding, Infografik, Statistiken) mit einer Beschreibung (so viele (Longtail-) Keywords wie du magst) und einem Link zur Quelle. Direkt zu deiner Webseite. Zu deinem Angebot!

Bunte Bildchen für DIY, Food und Lifestyle

Ja, du musst kreativ werden. Der grafische Aufwand hält sich mithilfe von Tools wie z. B. Canva oder Adobe Sparks allerdings in Grenzen. (Wenn deine Strategie steht, brauchst du fünf Minuten für einen Pin. Mit Gewähr!)

Rich Pins sind eine Erweiterung um zusätzliche Metadaten (zusätzliche Keywords!), die von deiner verlinkten Seite automatisch ausgelesen und aktualisiert werden. Das ist besonders angenehm, wenn du Shop-Produkte pinst, deren Anzahl und Preise sich verändern.

Und ja, es ist kein Geheimnis, dass die oben genannten Nischen am besten funktionieren.

Trotzdem kannst du die Aufmerksamkeit deines Kunden auf dein Business lenken. Auch wenn er Maschinenbauteile bei dir einkauft, wird er gerne gut essen gehen oder sich z. B. für Modellbau interessieren. Je besser du deinen Kunden kennst, desto genauer kannst du Pinboards anlegen, die ihn interessieren und deine Angebote darunter mischen.

Idee und Nutzen von Pinterest

„We offer people a way to explore what they love“ sagt Tim Kendall, President of Pinterest. Laut Kendall geht es bei Pinterest darum, Inspiration für seine Interessen zu finden. Pinterest liefert nicht nur 1-zu-1-Suchergebnisse wie Google, sondern auch ähnliche Lösungen. Das liefert Spielraum für neue Entdeckungen. Und das ist genau deine Chance, auch als unbekannte Marke oder Kleinunternehmer gefunden zu werden.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Pinterest ist eine Suchmaschine mit kreativem Spielraum.

  • Google indexiert deine Pinterest-Beiträge.

  • Auf Facebook, Instagram und Co. steht das eigene Freundesnetzwerk im Fokus. Bei Pinterest deine Marke und dein Content.

  • Netzwerken, Statusupdates und Community-Pflege entfallen komplett.

  • Dein Content erscheint nicht nur einmal in der Timeline, sondern wird immer wieder gefunden.

Wie jede Marketing-Maßnahme erfordert Pinterest eine Strategie. Du pinnst regelmäßig, um deine Reichweite zu erhöhen.

Aber hey, wie hört sich 500% mehr Webseiten-Zugriffe in 6 Monaten an? Das schaffte das Team von Chefkoch.de durch konsequente Optimierung des eigenen Pinterest-Kanals.

Und wusstest du, dass bereits 40% der Neuanmeldungen auf Pinterest Männer sind?

4. Guerilla-Marketing: Outbound trifft Inbound

Guerilla? Klingt nach Kämpfen. Aber nicht brutal, sondern hinterhältig.

Guerilla Marketing ist unkonventionelles Outbound Marketing, das in seiner Taktik mit ungeahnter Kreativität überrascht. Es stammt aus den 80er Jahren und wurde von Unternehmensberater Jay Conrad Levinson entwickelt.

"Guerrilla marketing embraces 360 degrees of communication, reaching target audiences in as many ways as are affordable and possible. Your task as a guerrilla is to be aware of all the marketing weapons available to you, to experiment with many of them, and then to identify the combination of weapons that provides the highest profit to you." sagt Jay Conrad Levinson dazu.

Dabei geht es mit dem Grundsatz des Inbound-Marketing absolut konform:

Die Sichtbarkeit einer Marke wird (für eine Masse Menschen) gesteigert, ohne sie dabei zu belästigen.

Geringer Mitteleinsatz für größtmögliche Wirkung. Um zu verstehen, wie du Guerilla heutzutage nutzen kann, nenne ich dir erfolgreiche Beispiele.

Lass Bilder sprechen

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Du kannst lange und suchmaschinentauglich darüber schreiben, warum es hygienisch ist, sich die Hände zu waschen.

Du kannst es aber auch wie Lifebuoy machen, einen Mops wie ein Kastenbrot auf eine Schneidebrett setzen und daneben schreiben: „You eat, what you touch“:

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Ergreife eine günstige Gelegenheit

Reiseangebote gibt es zu Hauf. Warum nicht in den Süden fliegen, wenn es zu Hause schneit?

Das dachte auch ein Münchner Reisebüro und ließ Mitarbeiter mit dem Finger Reiseziele auf die verschneiten Windschutzscheiben der Autos schreiben: „Mallorca 245€“. Flyer unter den Scheibenwischer. Fertig:

guerilla marketing reisebuero

Nutze die Virale Kraft

Während des G20-Gipfels postete ein Hamburger Anwohner ein Foto: Er ging mit einem Transparent auf die Straße – umringt von Polizisten. Auf dem Schild stand: „Ich bin Anwohner und gehe nur kurz zu Edeka einkaufen. Danke.“

Edeka reagierte sofort und retuschierte ein zweites Transparent auf das Foto: „Bleib zu Hause. Wir bringen dir was. Bitte.“ Edeka-Logo drunter!

Damit landete Edeka nicht nur einen viralen Hit, sondern brachte dem Hamburger auch tatsächlich seine Lebensmittel nach Hause.

Du siehst, Guerilla ist der Flashmob unter den Marketing-Maßnahmen. Die, die es stört, gehen weiter, die anderen filmen begeistert mit und sorgen für virale Verbreitung.

Guerilla ist keine Maßnahme für jeden Tag. Solltest du aber eine ausgeklügelte Idee haben, kannst du sofort für jede Menge Aufsehen und schnelle Verbreitung sorgen. Es lohnt sich, um die Ecke zu denken.

5. Von der kreativen Idee zum Trend

Zum Abschluss kommt ein effektiver Tipp, wie dir als Unternehmer niemals die Ideen ausgehen. Alles, was du brauchst, trägst du bereits bei dir: Ein Smartphone, einen Notizblock und deine fünf Sinne.

Dir begegnen jeden Tag eine Million Kleinigkeiten, die du siehst, hörst, riechst, fühlst und schmeckst. Kurz: wahrnimmst. Über 99% rauschen an dir vorbei und weniger als 1% erregt deine Aufmerksamkeit. Manchmal sind es nur kleine Impulse, dann wieder kuriose Geschichten. Egal! Notiere, was dir auffällt, denn das ist der Stoff für deine Ideen.

Eine Geschichte aus meinem Swipe File: Wusstest du, dass die süße Mango nur harmlos aussieht? Bei der Ernte musst du sie von dir weg vom Ast drehen. Ihr Saft verätzt dir sonst Hände und Gesicht. Wenn du sie nicht innerhalb von 30 Sekunden in einer Lösung neutralisiert, zersetzt sie ihre eigene Schale und ist verdorben.

Die Geschichte an sich ist nett. Aber für dich – ohne Bezug zu deinem Business – absolut wertlos. Nützlich wird sie erst, wenn du mit ihr eine komplexe Angelegenheit plakativ erklärst, um einen Kunden von deiner Arbeit zu überzeugen.

Vergleiche die Mangoernte z. B. mit einer schwierigen Produktentwicklung: Durch deine Kompetenz und deinen Wissensvorsprung konntest du eine Lösung finden, die dein Kunde nun bedenkenlos und erfolgreich nutzen kann.

Ein nachvollziehbarer Vergleich ist ein spannender und kreativer Ansatz, um die Aufmerksamkeit deiner Kunden zu erregen. Da ist endlich mal jemand, der origineller vorgeht. Zu wiederholen, was alle sagen, ist zwar sicher, aber auch totlangweilig.

Und nur die, die andere Wege gehen und den Status Quo hinterfragen, entdecken neue Trends.

„Das ist ein nettes Lesegerät, aber wenn ich das iPad so ansehe, ist da nichts, dass ich sagen würde: Oh, ich wünschte, Microsoft hätte das gemacht.“ sagte Bill Gates einmal.

Schade, Bill! „Niemand braucht ein übergroßes Smartphone, das kein Laptop ist“ lieferte vermutlich das stärkste Argument für den Erfolg des iPads.

Denn die Konsumenten wollten genau das, was das iPad nicht war. Und Steve Jobs hatte aus seiner Ahnung eine Idee entwickelt. Er verließ sich nicht auf andere, sondern auf sein Gespür. Er tat, was für seine Fans gut war.

Und das solltest du auch tun: Werde dein eigener kreativer Pionier. Bevor du die nächste Idee verwirfst, weil sie Quatsch ist. Notiere sie lieber. Denn sie könnte etwas werden.

Und wenn nicht, dann hast du noch 1.000 andere Ideen, um weiter zu machen.

Fazit

Als Unternehmer bleibst du ein Mensch, der anderen hilft, eine optimale Lösung zu finden. Egal wie groß dein Business ist. Du bist nicht nur Dienstleister, sondern auch Kunde. Den Service, den du von anderen verlangst, solltest du selbst umsetzen können.

Ein smartes Unternehmen, das kreativ Inbound Marketing betreibt, lässt dich nicht am Flughafen stehen. Es weiß, was du möchtest, bevor du es weißt.

Du findest einen Anbieter, der dein Auto direkt am Terminal in Empfang nimmt. Der es sicher, trocken und günstig parkt. Auf Wunsch eine Außen- und Innenreinigung durchführt. Und sogar kleine Schrammen und Beulen entfernt, während du unter Palmen liegst.

Als dich die freundliche Mitarbeiterin nach deinem Urlaub begrüßt, steht dein Auto wie neu vor dir. Die Urlaubsbräune hält. Zufrieden steigst du ein. Da überreicht dir die Mitarbeiterin ihre Karte und zwinkert dir zu. „Bis zum nächsten Mal!“. 

Du wirst leicht rot. Du hast das nächste Urlaubs-Date. Und sie einen neuen Kunden.

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